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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winterschlafsäcke - wasserdichter Kopfbereich?



Traeuma
12.03.2009, 09:33
Hi,

ich bin gerade dabei mich über einen neuen Winterschlafsack zu informieren.
Einsatzzeitraum wird zwischen Februar und April in der Hardangervidda (Zelt-Tour) sein.
Bei meiner letzten Wintertour hatte ich einen WM BigHorn (jetzt Puma) dabei und habe es etwas bereut, keine wasserdichte Außenhülle gehabt zu haben.

Nun bin ich am Überlegen, ob ich zum WM Puma GWS oder eher zum Yeti Asgard 1300 (DRY und GOLD) greifen soll. Beide haben eine wasserdichte Außenhülle, jedoch hat der Puma zusätzlich noch wasserdichten Stoff innerhalb der Kaputze und vom Wärmekragen aufwärts verarbeitet. das Problem ist hier ja vor allem der Kondens durch den Atem.

Haltet ihr wasserdichten Stoff in diesen Bereichen für sinnvoll bzw notwendig?

Grüße,
Tilo

Sarekmaniac
12.03.2009, 10:49
Notwendig - nein. Beweis: Mein Schlafsack hat es nicht und ich lebe noch.;-). Bei gemäßigten Minusgraden, wo mein die Kapuze auch nicht total zuknallt, landet die Atemluft größtenteils draußen. Ab -20 abwärts wirds bei mir ein echtes Problem.

Deshalb: Sinnvoll - auf jeden Fall. Und bei meinem nächsten Schlafsackkauf werd ich darauf achten. Ideal wäre Wärmekragen beidseitig und Kapuze innen aus wasserdichtem Material (und die Außenhülle sowieso).

Wobei wasserdicht ja nicht dampfdicht ist, so dass ich denke, dass immer noch ein Teil Atemfeuchtigkeit eindringen dürfte. Aber das Problem dürfte stark reduziert werden.

tille
12.03.2009, 11:31
Deine eigentliche Frage kann ich dir nicht beantworten.
Aber ich hab Hubert mal gefragt, ob es möglich ist, bei einem Ragnarok die Kapuze innen mit Dry-Material zu bekommen.
Kein Problem - gegen einen kleinen Aufpreis

Jaerven
12.03.2009, 12:37
Ich halte es für sinnvoll.
Da kann doch ganz schön Feuchtigkeit daran vereisen und tauen- besser ist das mit Sicherheit. Hatte das Problem mit dem Puma SMF auch, beim Marmot ist das wesentlich geringer.

tdnpf
12.03.2009, 13:35
Mal was anderes: Wäre es nicht sinnvoller das Innere aus VBL Material zu machen? Würde ja insofern Gewicht sparen als daß man keinen VBL mehr braucht. Oder gibts das schon?

Traeuma
12.03.2009, 13:42
könnte mir vorstellen, dass das ein Problem mit dem Loften geben würde.
Außen dicht... innen dicht...
Außerdem müsstest du dann die Nähte innen wohl auch tapen, oder? :roll:

tdnpf
12.03.2009, 13:45
Hm. Ginge das nicht über die Außenhülle? Die muss ja nicht dampfdicht sein, nur wasserdicht. Das geht ja mit anderen Schlafsäcken auch, oder?

Sarekmaniac
12.03.2009, 13:50
Mal was anderes: Wäre es nicht sinnvoller das Innere aus VBL Material zu machen? Würde ja insofern Gewicht sparen als daß man keinen VBL mehr braucht. Oder gibts das schon?

Das mit dem Loften ist ein Problem. Das andere ist das Lüften und trocknen. Ein komplett aus Silnylon genähter Schlafsack, oder einer mit fester VBL-Innenseite würde in Nullkommanichts stinken und rotten. Du kriegst die Feuchtigkeit da nie wieder raus. Und Feuchtigkeit geht immer irgendwo in die Daune rein.

Jaerven
12.03.2009, 16:14
Hm. Ginge das nicht über die Außenhülle? Die muss ja nicht dampfdicht sein, nur wasserdicht. Das geht ja mit anderen Schlafsäcken auch, oder?

Du kannst gerne mal den Marmot CWM mit "wasserdichter" Aussenhülle zusammenpacken. Das ist schon ein Kampf.
Geht einfacher wenn man ihn zum packen umstülpt.
Wie das mit komplett oder halbdichtem Material aussehen würde- au weia...:grins:
Vielleicht ein ventil einbauen...

Watzmann
12.03.2009, 18:25
...oder mit Rollverschluss am Fußende. Dann käme wenigstens die Luft raus.

felö
13.03.2009, 18:14
Kenne den wasserdichten Kopfbereich auch von Marmot und halte das für sehr sinnvoll, schließlich wird man im Kopfbereich ordentlich Feuchtigkeit los. Wer das nicht glaubt, kann ja mal sein Kopfkissen ohne Bezug nach 3-4 Jahren anschauen :o.

Ja, die Säcke mit Gore sind schon schwerer einzupacken und es dauert etwas, bis sie den Loft entwickelt haben, wenn man sie aus der Hülle holt, schlimmer aber ist meiner Meinung nach ein Schlafsack, dessen Daune durch Feuchtigkeit von außen zusammengeklebt ist, was ich seit Gore so nicht mehr erlebt habe. Konnte auch bei längerem Gebrauch keinen signifikanten Loftverlust feststellen (zumindest, wenn man die Säcke ab und zu lüftet: rumdrehen - da macht die schwarze Innenseite durchaus Sinn).

Besonders angetan war/bin ich von den alten Marmot Modellen (z.B. Pocket Gopher): außen Gore, Kopfbereich Gore, im Fußbereich innen verstärkt und toll verarbeitet. Leider vom Gewicht und den Materialien (die neueren , leichteren Gore-Stoffe sind schon besser geeignet) nicht mehr ganz up to date, weshalb ich die auch gebraucht nicht unbedingt kaufen würde.

Gruß Felö