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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungsbericht Yeti VIB 250 Pound



che
03.11.2003, 13:13
Moin moin,

habe gesehen, das einige ja im Besitz dieses Sackes sind. Was für Erfahrungen habt Ihr mit ihm gemacht. Kann man den angegebenen Komforttemperaturen glauben? Empfindlichekeit der Hülle, u.s.w.
Wie sieht es mit Preis-Leistung aus? Zufrieden?
Ist ein Preis von 150€ ein guter Preis? Regulär soll er ja um die 210 kosten. Was habt Ihr ausgegeben?
Wie sieht das mit der Größe aus? Paßt Größe M Körpergröße bis 175 wirklich zu z.B. 174 oder 173?

Die besten Grüße

Tobias

brettl
03.11.2003, 15:32
ich hab mir vor ca. 2 jahren den pocket gekauft; also der selbe wie der pound, nur ohne kapuze. gezahlt hab ich damals beim globi ca. 100 euro.
der schlafsack ist natürlich extrem klein und leicht. wirkt wie eine mülltüte (meiner ist nämlich auch noch schwarz). er verliert leider immer wieder ein paar daunen. bei 5 grad aussentemperatur war mir im zelt die erste halbe stunde eher kalt. war damals auch schon erschöpft und müde. nach ca. 35 min ists dann aber warm geworden. konnte die nacht ohne probleme durchschlafen. mußte mir aber über die füße einen pullover wickeln. ansonst bin ich eigentlich zufrieden damit, nur würde ich das nächste mal bei 5 grad eher meinen dickeren schlafsack nehmen, da es für mich nicht sehr angenehm ist, die erste halbe stunde zu frieren. irgendwie gehört zu einer übernachtung im zelt, ein warmer (den umständen entsprechend) schlafsack dazu.

che
04.11.2003, 15:03
Und wie sieht es mit den unterschiedlichen Materialien (02 und 03) aus? Der Unterschied liegt wohl lediglich im verwendeten Innen- und Außenmaterial:
02: Innen: AirNet Nylon, Außen: AirNet Nylon
03: Innen: Micro Cell; Außen: Ultra Cell RipStop-Nylon

Welches ist nun das bessere Material. Wie unterscheiden sie sich im Griff, Robustheit, ...?

Gruß Tobias

Monika
04.11.2003, 16:26
Hi,
ich hab noch den Pound aus der ersten Generation - ich bin mit dem Teil voll zufrieden - bis knapp 0Grad hab ich ihn schon eingesetzt ohne zu frieren (ich friere aber auch nicht allzu schnell und hatte mich dann auch vollkommen eingemummelt).
Er verliert zwar einige Daunen (ich würde sagen so 4-8 Stück/Woche) aber für das Packmass und find ich ihn als Sommerschlafsack Klasse.
für den späten Frühjahr und beginnenden Herbst ist er auch noch o.k. - die Temparaturen sollten in der Nacht schon denzeniell über als unter 0Grad sein.
Für mich (ich bin so mittelmässig gebaut - nicht wirklich dick aber gut entfernt von schlank) ist er gerade breit genug. Ich bin ca 170cm (mein Mann ist 175cm) und wir kommen beide mit der Grösse M prima klar.
Wenn man allerdings richtig breite Schultern hat, könnte es knapp werden.

Gruß Monika

Soulfly
15.11.2003, 07:41
Hi,

ich hab´ den Pound im Mitte September in Norwegen in der Hardanger Vidda / Jotunheimen dabei gehabt.
Das Material ist mit Inlett erträglich, die Komforttemperatur würde ich mit +5 °C angeben....eher was für den Sommer...

Gruß

Soulfly

Wolfgang B
07.05.2004, 09:47
Hi Schlafsackkenner!

Hab mich nicht getraut, einen neuen Thread aufzumachen, deshalb verwende ich diesen hier :bg:

Es geht um den Yeti VIB 150, also das 420g-Teil ohne Kapuze, das ich für 99,99 Euro bei Outdoor-Works gekauft habe.

Mit dem Hüllenmaterial und Verarbeitung bin ich zufrieden, scheint angenehm zu sein.

Was mir als erstes auffiel war, dass der Schlafsack sehr eng geschnitten ist. Okay, Grösse M für meine 189cm sind schon was knapp, aber die Länge reicht mir.

Ich habe den Schlafsack letzte Nacht im Bett im Schlafzimmer bei 17 Grad getestet.

Zuerst mal als geschlossene Tüte. Da ist der wie gesagt sehr eng, so dass die Daune an manchen Stellen (Schultern, Po) zusammengedrückt wird und cold spots entstehen. Also habe ich ihn offen als Decke über mich gelegt. Schon wärmer, aber nicht warm genug. Offenbar ist die Wärme nach oben abgezogen. ???

Wie kann das sein? Was habt Ihr für Erfahrungen mit dem Yeti gemacht? Ich dachte, der wäre wärmer (~5°C?).

Gruss, Wolfgang

Lightfoot
11.05.2004, 14:25
Habe den (alten) Pound seit einiger Zeit, allerdings noch nicht in richtigem Dauereinsatz draußen verwendet, sondern nur mal bei Kurztouren. Wenn's richtig losgeht, nehme ich doch immer wieder den ME Glacier 300 mit Dryloft-Hülle, auch wenn er 320 g mehr wiegt und mir viel zu weit ist.

Der Pound ist für mich, der ich sehr sehr leicht friere, bis 10 Grad plus verwendbar (ohne Zelt oder Biwaksack, windstill, normale Luftfeuchtigkeit, lange Unterwäsche und dünnes Fleece sowie Schal und Mütze, ausgeruht und sattgegessen), darunter wird's unangenehm. Da ich sehr dünn bin, kann ein Schlafsack gar nicht eng genug sein, da ist der Pound nicht schlecht (könnte noch etwas enger sein; glücklicherweise habe ich das alte Modell, der neue soll etwas weiter geschnitten sein).

Im Zelt/Biwaksack und mit normaler Konstitution dürfte er bis 5 Grad plus verwendbar sein. Die Harten setzen ihn bis minus 10 Grad ein, wie ich mal bei Globetrotter gelesen habe.

Die Hülle (aus Airnet, nicht Ultracell) wirkt nicht sehr vertrauenserweckend, da man fast durchgucken kann. Ist aber m.E. recht robust und ausreichend. Ich hatte den Sack mal oben mit einer Sprühflasche mit Wasser besprüht, so daß dicke Tropfen auf dem Sack waren, die ich dann etwas abgewischt habe; die Daunen sind dabei nicht naß geworden, so daß ich schließe, daß etwas Kondensflüssigkeit im Zelt dem Sack nicht schadet.

Daunenverlust hatte ich bisher noch nie.

Wolfgang B: Wenn Du bei 17 Grad im Bett mit dem Pocket gefroren hat, scheinst Du ja eine noch größere Frostbeule zu sein als ich - kaum vorstellbar. "Cold spots" bei 17 Grad im windstillen Zimmer?
Als Decke verwendet ist die Möglichkeit, daß erwärmte Luft wegflutscht, natürlich größer als bei geschlossener Verwendung. Das einzige, was mir im Moment einfällt, ist, die Daunen alle nach oben zu schütteln/stopfen und 'ne Mütze aufzusetzen: damit sollte es etwas wärmer sein. Aber wenn Du zu dick (zu athletisch) für den Schlafsack bist, hilft alles nichts; der Sack muß schon passen.

jackknife
11.05.2004, 16:53
Ich glaube persönlich auch nicht recht an die Angaben von superleicht Schlafsäcken. Je weniger Daune iin der Hülle ist, desto leichter drückt man sie durch und es entstehen kalte stellen. Ab einer gewissen Menge, ist aber nicht mehr genug Daune da, im rundherum isolieren zu können. Daher halte ich Schlafsäcke mit 150 gr. Füllung für Schwachsinn. Da nehme ich doch liebr eine Daunenhose mit und habe einen warmen hintern. Ich merke es ja manchmal schon an meinem Schlafsack mit 450 gr. Füllung. 250gr. Daune sind definitiv zu wenig, um einen warm zu halten. Ich würde so einen Schlafsack nicht mitnehmen und mich auch nicht darauf verlassen wollen. Aber das ist eben nur meine Meinung.
Matthias

Wolfgang B
12.05.2004, 12:50
Aha, bin ja doch noch erhört worden :)



Wolfgang B: Wenn Du bei 17 Grad im Bett mit dem Pocket gefroren hat, scheinst Du ja eine noch größere Frostbeule zu sein als ich - kaum vorstellbar. "Cold spots" bei 17 Grad im windstillen Zimmer?
Als Decke verwendet ist die Möglichkeit, daß erwärmte Luft wegflutscht, natürlich größer als bei geschlossener Verwendung. Das einzige, was mir im Moment einfällt, ist, die Daunen alle nach oben zu schütteln/stopfen und 'ne Mütze aufzusetzen: damit sollte es etwas wärmer sein. Aber wenn Du zu dick (zu athletisch) für den Schlafsack bist, hilft alles nichts; der Sack muß schon passen.

Zu dick bin ich bestimmt nicht für den Schlafsack, nur sobald ich damit gekrümmt auf der Seite liege, drückt sich die Daune am Hinterteil + Knie eben platt. Deshalb ist die Verwendung als Decke wohl besser. Inzwischen habe ich mir ein Seideninlett genäht, das hilft viel. In Form von Daune wäre das Zusatzgewicht aber wohl besser genutzt, oder?

Na jedenfalls komme ich jetzt damit klar, den als Decke zu verwenden. Über einem Fleeceinlett (-> wer mal lachen will gucke auf meine homepage... :)) ist der auch für Frühjahrstemperaturen noch ausreichend. Den selbst als Inlett im Fleecesack zu verwenden muss ich demnächst mal testen.

Gruss, Wolfgang

Wolfgang B
12.05.2004, 12:55
Ich glaube persönlich auch nicht recht an die Angaben von superleicht Schlafsäcken. Je weniger Daune iin der Hülle ist, desto leichter drückt man sie durch und es entstehen kalte stellen. Ab einer gewissen Menge, ist aber nicht mehr genug Daune da, im rundherum isolieren zu können. Daher halte ich Schlafsäcke mit 150 gr. Füllung für Schwachsinn. Da nehme ich doch liebr eine Daunenhose mit und habe einen warmen hintern. Ich merke es ja manchmal schon an meinem Schlafsack mit 450 gr. Füllung. 250gr. Daune sind definitiv zu wenig, um einen warm zu halten. Ich würde so einen Schlafsack nicht mitnehmen und mich auch nicht darauf verlassen wollen. Aber das ist eben nur meine Meinung.
Matthias

Ich hab ja auch schon mal an die Möglichkeit gedacht, da noch zusätzliche Daunen einzufüllen. Die Füllung ist schon sehr dünn. Durch die Hülle kann man gut durchgucken und die Daunen rutschen schnell mal an die Seite.

@all: Also, wenn hier zufällig jemand eine handvoll Daunen rumliegen hat oder ein altes Dauenteil zum 'Ausschlachten', ich wäre interessiert!

Gruss, Wolfgang

jackknife
12.05.2004, 13:52
Wolfgang, Daunen kannst Du in fast jedem Bettenladen nachfüllen lassen. Imho haben die auch die gleiche Quali wie die Yeti Daunen.
Matthias

CGS
12.05.2004, 22:28
Habe den Pound seit 3 Jahren und bin damit sehr zufrieden. Eingesetzt hab' ich ihn bisher von Fruehjahr bis Herbst - auch in den Bergen.
Die bisher tiefste Temperatur, die ich damit (halbwegs gemuetlich) erlebte war ca. 0 Grad im Zelt in den korsischen Bergen (es hatte sich Eis auf dem Zelt gebildet). Im freien bei Wind, macht er sicher sehr viel frueher schlapp. Wenn man nich' wirklich uebergewichtig ist, passen die Groessenangaben ;)
Viele Gruesse; Chris

Wolfgang B
14.05.2004, 10:57
Wolfgang, Daunen kannst Du in fast jedem Bettenladen nachfüllen lassen. Imho haben die auch die gleiche Quali wie die Yeti Daunen.
Matthias

Hi Matthias!

Danke für die gute Idee! Ich hab mal ein (hoffentlich) 'gutes' Daunenkopfkissen bei Ebay geordert (900g 70/30 kanad. Gänsedaune), das dürfte genug Material für mehrere Basteleien bieten :bg:

Und die Einfüllnaht am Yeti hab ich auch schon gefunden. Eine Einfülltechnik finde ich bestimmt auch noch, irgendwas mit nem 'Blasrohr' vielleicht?

Gruss, Wolfgang, ab morgen auf Wochenendtour am Niederrhein

MarcusLöffler
16.05.2004, 12:27
Moin moin,

ich bin seit heute morgen/ gestern abend aus Schottland zurück und habe da neben viel anderem (und grösstenteils unnützen... :roll: ) Zeugs auch den Pound 250 mitgehabt.

Die Tüte ist wirklich unglaublich leicht und klein im Packmaß.
Das Aussenmaterial habe ich als vergeichsweise stabil empfunden.
Während der vier Wochen (von denen ich etwa 2 Wochen unfreiwilligerweise nicht gecampt habe) habe ich das Teil echt schätzen gelernt. Was ich hätte machen sollen wäre gewesen. über die Temperaturen ausserhalb des Zelts und im Zelt buchzuführen.
Is mir dann aber nicht in den Sinn gekommen.

Ein einziges Problem habe ich bei meinem Pound festgestellt:
Er verliert am Fußende rapide Federn. Zwar nur dort, es reicht aber, um morgens einmal das Zelt auswischen zu müssen, wenn man nicht abends beim Öffnen des Zeltes von nem kleinen Daunenwirbelsturm begrüßt zu werden.

Ich werd' in den nächsten Tagen mal einen Brief an Yeti schreiben und dort höflich anfragen, ob man sich den Sack mal anschauen könnte.
Vielleicht geht da ja was.

Viele Grüße,

Marcus

eisvogel
16.07.2004, 19:04
Ich werd' in den nächsten Tagen mal einen Brief an Yeti schreiben und dort höflich anfragen, ob man sich den Sack mal anschauen könnte.
Vielleicht geht da ja was.
Was kam denn raus dabei?

Gruß, Bernhard

MarcusLöffler
16.07.2004, 20:51
Hallo Bernhard,

danke für die Erinnerung... :-?

Da hab' ich wohl gepennt und bisher noch garnix unternommen. :bash:

Die Mail ist jetzt aber fertig und gerade eben abgeschickt...

Mal schauen.

Marcus

eisvogel
16.07.2004, 22:52
Hallo Marcus,

da bin ich aber froh, dass ich uns auf die Sprünge geholfen habe... :P

Bernhard *schongespanntaufAntwortwartend*

MarcusLöffler
17.07.2004, 16:15
Gestern abend um 20.50 Uhr die Mail abgeschickt, heute morgen um 10.45 Uhr eine freundliche Antwort erhalten.

In punkto Reaktionszeit also definitiv super! :D


In der Mail wurde mir zugesagt, im Rahmen der Garantie eine Überprüfung des Schlafsackes vorzunehmen. Um Zeit zu sparen, macht Yeti das direkt und ich muss nicht erst über den Händler gehen, bei dem ich den Schlafsack anfang diesen Jahres gekauft hatte.

Finde ich ziemlich unbürokratisch und mehr als fair!

Also schicke ich Montag den Sack los...

Marcus

eisvogel
17.07.2004, 16:39
Mhm, hört sich gut an!

Vielleicht kannst noch mal kurz Laut geben, wenn die Tüte wieder saniert bei Dir gelandet ist?! (Was gemacht wurde... und so...)

Gruß, Bernhard

MarcusLöffler
17.07.2004, 17:00
... aber immerdoch!

Marcus

MarcusLöffler
23.07.2004, 18:55
Sodala,

am 20.07. habe ich den Schlafsack als Päckchen nach Yeti geschickt, heute habe ich den Schlafsack frei Haus wieder zurückbekommen.

Der Sack wurde im Fußteilinneren überarbeitet, sprich die durchlässigen Nähte wurden nachgearbeitet. Ob Daune nachgefüllt wurde, kann ich nicht sagen, jedenfalls schaut das Fußteil jetzt daunenfrei und sauber vernäht aus.

Alles in allem eine sehr schnelle, unbürokratische und zuverlässige Abwicklung! Und weil das ganze so prima geklappt hat werde ich den nächsten Schlafsack vermutlich auch bei Yeti kaufen. Ist halt zum einen deutlich einfacher in der Garantieabwicklung (wie man sieht) und zum anderen unterstützt man damit auch einen Betrieb, der in Deutschland fertigt (...keine Sorge, bin kein Rechtsaussen, finde es aber wichtig, gerade auf solche Dinge hinzuweisen), was mittlerweile auch eher selten ist.

In diesem Sinne,

schönen Gruß in die Runde,

Marcus