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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeichenprogramm für Schnittmuster



Sarekmaniac
13.02.2009, 16:48
Gibt es ein Entwurfsprogramm für Schnittmuster? Idealerweise natürlich Freeware:bg:; oder aber zu einem erschwinglichen Preis.

Da ich das Schneidern nicht erfunden habe, muss ich mir alles visualisieren. Beim Zeichnen auf Papier fällt mir dann (da ich das Schneidern ja nicht erfunden habe:bg:) bald ein konstruktiver Fehler oder Maßfehler auf, und ich muss von vorn anfangen, weil die Zeichnung sonst rasch unleserlich wird.

Im Idealfall wäre es ein Programm, in dem ich einzelne Bestandteile eines Kleidungsstücks bemaßen und dann das ganze Stück dreidimensional darstellen könnte (um die zahlreichen Fehler der Konstruktion zu sehen und beheben zu können.:grins:)

Hilfreich wäre es, wenn das Schnittmuster für die einzelnen Teile ausdruckbar wäre, gern auch maßstäblich verkleinert.

Hilfreich wäre außerdem eine Stückliste mit den einzelnen Bemaßungen, so dass die benötigte Stoffmenge besser zu überschlagen ist.

Falls es so ein Programm nicht oder nicht zu bezahlbarem Preis gibt, wäre ich auch schon glücklich, wenn ich statt auf Papier in irgendeinem "multfunktionalen" Zeichenprogramm arbeiten könnte, in dem ich einen Entwurf beliebig abändern oder auch skalieren kann, ohne die Zeichnung jedesmal von Grund auf mit dem Bleistift neu zu machen.

Also, gibt es sowas?

Chobostyle
13.02.2009, 16:57
Hast du es schon mit Google Sketchup versucht? Ist kostenlos und ich finde es ganz gut, bin aber noch nicht so weit durchgestiegen, um sagen zu können, es wäre für deine Zwecke geeignet;-).
Ist wohl eher für Möbel, Gebäude etc. gut...
Gruss,

Chobo

boehm22
13.02.2009, 17:23
Guck dir mal Goldpatt an:

http://www.golden-pattern.online.de/help/gphelp.htm


Vielleicht hilft Dir das was.

Sarekmaniac
13.02.2009, 23:26
@chobostyle: Das sieht in der Tat eher nach Gebäuden aus. trotzdem danke.

@boehm22: Das ist spannend, da werde ich mich mal reinfuchsen. Kostenlos, wenn ich das recht verstehe? Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht?

boehm22
14.02.2009, 10:00
Ich hatte es mal auf dem PC und hab damit rumgespielt, aber dann mußte ich den PC neu installieren - und hab es nicht mehr (noch nicht) wieder installiert.

Radfahrer
04.01.2010, 00:31
Up!:bg:


Welche guten Schnittmusterprogramme gibt es.
A: Für Zelte/Tarps (könnten hier auch andere CAD-Programme herhalten?)
B: Für Kleidung (inkl. ordentlicher Berechnung/Darstellung der Körpermaße)

Free-/Shareware wäre zum Testen (und auch so) natürlich toll.;-)

Solasimon
06.01.2010, 00:42
Sketch-Up halte ich für weniger geeignet - ich habe schon viel damit gearbeitet: unter anderem meine Zeltentwürfe... (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=38419)

Aber mit dem Programm lassen sich Rundungen nicht gut machen...zumindest kann ich es nicht... :(

peter3
17.01.2010, 09:54
Hallo,
extra Schnittmussterprogramme kenn ich nicht aber CAD.
Da wäre als reines CAD Programm Solide Edge
http://www.plm.automation.siemens.com/en_us/products/velocity/solidedge/free2d/index.shtml

Zum Anderen gibt es auch noch Eagle. Dies ist allerdings zum Konstruieren von Platinen gedacht. Dies hat seine Vor- und Nachteile.
Vorteil:
Es gibt Biblotheken in denen man Teile schon Vorfertigen kann. (z.B. Ösen)

Nachteil:
Bemaßung ist schwer bis garnicht möglich.

Maßstabstreu kann man glaube ich bei beiden ausdrucken.

Ich persönlich würde eher zu Solide Edge greifen wenn man Eagle noch nicht kennt.
edit: Für 3d Visualsierung könnte sich ein blick auf PovRay lohnen. Allerdings müssen die Formen hier "programmiert" werden. Ist allerdings für einfache Dinge recht einfach.
Gruß
Peter

Snuffy
17.01.2010, 11:51
Eagle? Hä? Ne, oder :bg:. Wie wärs mit Paint ?


SolidEdge ist schon okay. Da gibt es ja auch einige andere aus dem industriellen Bereich, die sicher alle ganz gut funktionieren. Bei Bekleidung wird es aber schwierig. Dafür sind sie halt nicht gedacht.



Snuffy

NRWStud
17.01.2010, 12:00
Free-/Shareware wäre zum Testen (und auch so) natürlich toll.;-)

Ich schmeiß mal die Corel DESIGNER Technical Suite X4 (http://www.corel.com/servlet/Satellite/de/de/Product/1152105051461) in den Raum.
Wie bei jedem Programm braucht man etwas Einarbeitungszeit, aber ansonsten ist das Programm klasse.

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, gibt es auf den CorelSeiten auch die Möglichkeit sich eine Testversion zu beschaffen.

Liebe Grüße

Christian

spielereins
20.01.2010, 09:44
Da gibt es noch Modaris von Lectra, ist allerdings keine Freeware und auch etwas komplexer, aber vielleicht hat ja jemand eine alte Version zum "verborgen". Man kann jedenfalls direkt auf ein 3D Modell zeichnen und sich das Schnittmuster ausgeben lassen.
hier ein Bild (http://web-redaktion.tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/itm/institut/tech_aus/konfektionsmaschinen/bilder/cad_figurine)
Mit einem 3D Scanner könnte man direkt seinen eigenene Körper als Grundlage nehmen.
Habe es selber noch nicht benutz und vielleicht schießt das ganze auch etwas über das Ziel hinaus. Aber wer weiß
Gruß

lina
20.01.2010, 11:10
Noch eins der "professionellen" Programme ist cad.assyst.

Ich fand es wirklich sehr angenehm, damit zu konstruieren, fand aber auch, dass sich ein solches (auch recht kostenintensives) Programm, inkl. zusätzlicher Hardware (Spezialmaus, etc.) erst lohnt, wenn man fortlaufend sehr, sehr viele neue Modelle konstruiert und/oder mehrere Größen desselben Modells benötigt (Gradieren). Genial schnell geht natürlich das Anbringen von Nahtzugaben an den Schnitt (die man für den Privatgebrauch eventuell gar nicht in dieser Exaktheit benötigt) und eben das Gradieren. Es gibt auch eine Funktion, die Schnitteile so auf einer imaginären Stoffbahn herumzuschieben, dass möglichst wenig Stoff verbraucht wird. "Zu Fuß" lässt sich der Stoff-Verbrauch bei nicht zu komplizierten Schnitt-Teilen aber auch recht einfach abschätzen. Zum Ausdrucken der Teile benötigt man einen Großformat-Schneid-Plotter, sonst muss man trotzdem die Teile ausschneiden und zusammenkleben. Im Laufe der Anproben dies vielleicht auch sehr häufig.

Nach Abwägen der Vor- und Nachteile finde ich -- trotz dass man ja inzwischen kaum einen Tag ohne Computer verbringt und ein Schnittkonstruktionsprogramm durchaus verlockend wäre: Ein Modell hin und wieder geht durchaus auch in vertretbarer Zeit -- und vor allem kostensparender -- per Papier und Bleistift. Eine Verbesserung bringt die Verwendung von etwas widerstandsfähigerem, schwererem Papier als Packpapier (ein Blick in Design-Ateliers offenbart oft von einem Gestell herabhängende Schnittteile-Bündel aus einem hellbraun gefärbten Papier). Von Grund auf neu machen ist eigentlich nicht nötig, man kann Teile auch mit Tesafilm (der matte, darauf kann man zeichnen) anstückeln (Papierstückchen nicht übereinander kleben sondern ansetzen, das ist überraschend haltbar).

Radfahrer
06.02.2010, 19:16
Danke für die Tips @all und besonders @lina.

Die Methode mit dem Packpapier könnte mangels erschwinglicher/sinnvoller Alternativen erstmal reichen.
Dazu fiel mir ein:
Alte (nichtmehr tragbare) Lieblingskleidungstücke duch Nahtauftrennung auseinandernehmen, Schnitte übertragen, abändern/neu gradieren/usw... Zum Voranprobieren suche ich mir irgend ein Material, welches schon textile Eigenschaften besitzt und klebe das per Tesa an den gedachten Nahtstellen aneinander, daraufhin lässt sich per Abklebung an den gedachten Nahtstellen noch vieles ändern und dann auf den Schnittmusterbogen übertragen.
Gute Idee? ... oder gäbe es da sonst noch Tips?

Ich könnte ja auch erstmal Schnittmuster besorgen, aber das sollen wunschgefertigte gut sitzende Einzelstücke werden. Naja, außerdem, gut Ding will Weile haben...
Grüße RF

Hoaxus
06.02.2010, 20:29
Tesa? Nimm doch Stecknadeln, dafür sind die da! Mit Tesa brauchst du nur Unmengen, es hält nicht, und is nicht wiederverwendbar.

lina
06.02.2010, 20:34
Nesselteile zuschneiden und diese schnell zusammennähen geht ratzfatz, z.B. mit einer großen Stichlänge: all das, was Arbeit macht (Versäubern, säumen, Kragen, Manschetten, Reißverschlüsse, Knopflöcher, ...), braucht man ja in diesem Stadium nicht machen. Die vordere Mitte lässt sich per Bleistift aufzeichnen und bei der Anprobe übereinander stecken.

Alte Klamotten würde ich vor dem Auftrennen waschen und nachher plattbügeln: durch's Tragen entstandene Beulen sind dann weg. Quermarkierungen nicht vergessen, dann hat man's leichter beim Rundungen zusammennähen.

Nessel ist quasi ein Zwischenmaterial zwischen Papier und Stoff.

Radfahrer
10.02.2010, 16:17
Ok und danke nochmals, so werde ich es angehen.

entropie
02.03.2017, 16:36
http://valentina-project.org/

Selbst noch nicht probiert, gerade gefunden.

rumpelstil
06.03.2017, 20:37
Valentina gibt es schon eine ganze Weile und wird in Nähforen auch immer mal wieder diskutiert. Es gibt auch die eine oder andere, die sich dort einbringt. Allerdings scheint es nicht so richtig gut/einfach zu funktionieren, sonst wäre es wohl wesentlich stärker im Gespräch und Gebrauch...

HAL 23562
17.03.2017, 18:59
Ich hab gerade PASST! (http://www.golden-pattern.online.de/passtonline/pasststart.aspx), den Nachfolger von Goldpatt, installiert. Sieht sehr vielversprechend aus. Schaun mer mal ...

HAL

entropie
17.03.2017, 22:05
Valentina gibt es schon eine ganze Weile und wird in Nähforen auch immer mal wieder diskutiert. Es gibt auch die eine oder andere, die sich dort einbringt. Allerdings scheint es nicht so richtig gut/einfach zu funktionieren, sonst wäre es wohl wesentlich stärker im Gespräch und Gebrauch...

Es ist tatsächlich ziemlich kompliziert. Allerdings gibts englische tutorials für alles auf youtube. Ich benutze es nicht. Ich bin auf papier und bleistift ausgewichen.

rumpelstil
18.03.2017, 05:38
Genauso ging es mir auch: Es war keine Vereinfachung. Und dann war ich auch noch nciht sicher, ob etwas Brauchbares dabei rauskommt. Deshalb bleibe ich beim Papier. Vor allem, weil ich kaum Schnitte komplett selber erstellen muss. Ich habe eine recht durchschnittliche Figur. Meist kann ich gut von Kaufschnitten ausgehen. Da weiss ich bei meinen Lieblingsmarken, was ich ändern muss, um es für mich anzupassen. Und ich kann die Schnitte leicher dahin verändern, was ich haben will. Es kommt kaum vor, dass ich etwas komplett selber entwerfe, so kreativ bin ich nicht.

PASST! passt bei mir nicht so gut. Trotz anpassen passt es am Schluss weniger gut als bestimmte Kaufschnittmarken (weil meine nicht-durchschnittlichkeit wohl dort liegt, wo passt! nicht misst. Das bedeuet natürlich nicht, dass das Konzept schlecht ist).

HaegarHH
18.03.2017, 09:14
Fahrradkette ....:roll:

Hätte ich einen Überformat Plotter hier, dann hätte ich wohl längst schon eine Software zum Konstruieren der Schnittmuster, wobei ich selbst Profiprogramme wie z. B. Gravis stlw. merkwürdig finde, hätte aber Vorteile, logisch unbestreitbar. So genug hätte.


Was mich bei den sehr wenigen Kaufschnitten schon ärgert, bei den Freebooks tlw. noch mehr, ist das Ausdrucken, ggf Abschneiden, Zusammenkleben, dann die richtige Größe markieren, ggf NZ zugeben, nun am besten auf Folie übertragen, diese dann Ausschneiden. Zumindest ausdrucken, ggf. abschneiden, zusammenkleben bleibt bestehen, alleine da finde ich es schon viel entspannter einen großen Bogen Roh-Überformat Papier auf den passend großen Tisch zu werfen.

Dazu kommt, dass ich die Lage der Kurven schon sehr gut sehe, sobald ich die Stützpunkte habe, die sind 1:1 Originalgrösse und das gibt mir dann schon ein deutlich besseres Gefühl, wo ich die Kurve (Lineale) ggf. noch etwas verdreht anlegen muss. Dann liebe ich es einfach auch meine Buntstifte zu nehmen und entsprechend den Designschnitt aus meinem konstruierten Grundschnitt abzuleiten, also wirklich auch die analoge Arbeit mit Papier, Linealen, Stiften, ... im gewissen Sinne die haptische Anwendung von 7 Jahren sehr theoretischem Studiums :D

Auch wenn ich ansonsten extrem digital arbeite und tlw auch lebe, hier bleibe ich konservativ analog.

rumpelstil
18.03.2017, 21:13
Ich klebe lieber, als dass ich abpause.
Und grosse Schnitte zum ausdrucken lasse ich meist plotten. Bin allerdings in der glücklichen Lage, dass sich hier in der nächsten Strasse ein Copyshop befindet...
Die Schnittänderungen trage ich dann allerdings auch sehr gerne händisch auf dem Papier ein und schneide dann aus.

Zementkopf
18.03.2017, 22:05
Ich klebe lieber, als dass ich abpause.
Und grosse Schnitte zum ausdrucken lasse ich meist plotten. Bin allerdings in der glücklichen Lage, dass sich hier in der nächsten Strasse ein Copyshop befindet...
Die Schnittänderungen trage ich dann allerdings auch sehr gerne händisch auf dem Papier ein und schneide dann aus.

Man kann auch die Layouts an Online Shops senden und dann fertig ausgedruckte wiederbekommen. Allerdings muss man da ein wenig Zeit einrechnen ;-)

Thema CAD:
Ich bin zwar kein Schneider oder sonst in dieser Schiene aktiv, aber vielleicht eignet sich Auto CAD für eure Zwecke? Das Programm gibt es für Studenten umsonst. Für Nicht Studenten ist es allerdings ziemlich teuer... :(