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MaMa
27.10.2003, 09:35
Dryloft, Endurance, Microlight und schlagmichtot!
Welches Material bietet welche Vorteile beim Schlafsack? Wird gehalten was die Hersteller versprechen ? Und vor allem: Sind die teilweise horrenden Preisaufschläge für die wasserfesten Außenstoffe gerechtfertigt?

Corton
27.10.2003, 09:37
Yipiiieee! Schon wieder ein Schlafsack-Thread! :bg:

Corton *gerade wieder mal im Schlafsack Fieber*

felö
27.10.2003, 11:04
Jahrelang hatte ich das Problem undichter Zelte verbunden mit einem sehr netten Schlafsack (Rab extrem 900), der aber leider außen ein normales Pertex hatte. Meine Frau lag in ihrem Gore-Schlafsack immer lächelnd neben mir wenn meine Füße mal wieder zu Eiszapfen wurden, weil die Daune dank Nässe verklumpte.

Was tun? Hab´mir ´nen Dryloft Schlafsack gekauft und habe seitdem keine Probleme mit Feuchtigkeit und Wind, was beides besonders ein Problem ist, wenn man ohne Zelt draußen schläft, insbesondere bei Tau/Rauhreif. Ein vollwertiger Regenschutz ist es natürlich nicht, da die Näht nicht gedichtet sind. Ein weiterer Vorteil: isoliert etwas besser als Pertex.

Fazit: teuer aber absolut empfehlenswert.

Felö

Corton
27.10.2003, 11:22
der aber leider außen ein normales Pertex hatte
Stellt sich die Frage, was Du unter "normalem" Pertex verstehst. Es gibt unzählige Pertex Varianten.


Jahrelang hatte ich das Problem undichter Zelte verbunden mit einem sehr netten Schlafsack (Rab extrem 900)
Warum hast Du Dir nicht einfach ein ordentliches Zelt gekauft? Die Kombination Billigzelt und Rab schmerzt. :wink:


Hab´mir ´nen Dryloft Schlafsack gekauft und habe seitdem keine Probleme mit Feuchtigkeit und Wind
Bei welchen Temperaturen setzt Du den denn ein? Ich hab jetzt schon mehrfach gelesen, dass Gore DryLoft (ein Laminat mit einer gestreckten (--> dampfdurchlässigeren) Gore-Tex Membran) bei sehr tiefen Temperaturen nicht mehr erste Wahl sein soll, da die vom Körper abgegebene Feuchtigkeit die Membrane vereist und sie so schrittweise zerstört. Ob dem in der Praxis wirklich so ist, weiß ich nicht. Lt. Expertenmeinung sind bei großer Kälte anscheinend beschichtete Stoffe wie Pertex Endurance Gore DryLoft eindeutig vorzuziehen. Maico hat allerdings auch ne Gore Außehülle und hat noch nicht von diesen Problemen berichtet... :roll:

Gruß,
Corton

Nicht übertreiben
27.10.2003, 14:01
Wenn man mit Sicherheit Temperaturen von unter 0°C hat, dann sind Membranen eher hinderlich als nützlich, da sie den Wasserdampfdurchgang herabsetzen.

Ich glaube generell, dass bei heutigen Imprägnierungen eine Membran nicht unbedingt notwendig ist. Ich hatte mal (sehr kurz:) einen Lestra-Schlafsack. Außen (und leider auch Innenmaterial) aus Tactel teflonimprägniert. Da konnte ich Wasser raufkippen und es stand ne Stunde auf dem Stoff ohne durchzusickern...

Generell sollten halt die Stoffe innen und außen verschieden sein: Außen impragniert, innen nicht.

Thorben

felö
27.10.2003, 22:08
@ Corton
War leider kein Billigzelt (zumindest vom Preis), sondern unzählige schlechte Fjällräven Zelte, die ich im regelmäßigen Abstand von etwa 1-2 Jahren wegen Mängel umgetauscht habe, um Zuguterletzt immerhin noch einen Großteil des Kaufpreises (nach >10 Jahren) zurückzubekommen, weil ich so verzweifelt war :-? , habe jetzt keie Probleme mehr, sondern ein Nallo :D .

Bisherige Tiefsttemperatur dürfte ca. -10Grad gewesen sein und das sogar mit Goretex, keine Probleme.
Bei tieferen Temperaturen kann man ja ein VBL benutzen.

Erstaunlich, daß Spitzenfirmen wie Marmot, PHD und andere Ihre Spitzenmodelle mit Gore verkaufen, z.T. ausschließlich, sollten gerade die es nicht wissen?

Felö

ich
27.10.2003, 22:34
@felö
kauf dir doch mal ein ordentliches Zelt. Kostet auch nicht mehr als ein SDL-Sack!

ich
27.10.2003, 22:37
da habe ich eben noch was vergessen:

ich glaube, die Stoffe tun sich nicht sehr viel, entscheidend ist, ob normal oder wasserdicht(abweisend, Nähte sind eigentlich nie getapt bei den Tüten)

Gruß
Bene

Corton
28.10.2003, 07:23
habe jetzt keie Probleme mehr, sondern ein Nallo.

Darauf:


kauf dir doch mal ein ordentliches Zelt.
:bg: :bg: :bg:


Erstaunlich, daß Spitzenfirmen wie Marmot, PHD und andere Ihre Spitzenmodelle mit Gore verkaufen, z.T. ausschließlich, sollten gerade die es nicht wissen?
Tja - mich wundert das ja ehrlich gesagt auch. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die IMHO übertrieben patriotischen Amerikaner "Ihrem" Stoff der Fa. Gore gegenüber Pertex den Vorzug geben, weil das ja aus den bösen, bösen England kommt. :roll:

Pertex Endurance hat in diesem Jahr den Editors´ Award der US-Zeitschrift "Backpacker" gewonnen. Da ist zu lesen:

"Over the last 2 years testers have used an array of sleeping bags with so called weatherproof shell materials. They repeatedly expressed high remarks for the Pertex(r) Endurance fabric. They found it perfectly weatherproof, but most of all they noticed Pertex(r) Endurance outperforms any other weatherproof shell material where it concerns breathability and drying time.

The editors, not easily impressed, decided to systematically test Pertex(r) Endurance against ''the others''. To their surprise Pertex(r) Endurance scored even better. The Pertex team emphasizes that they haven't done anything to ''plug'' Pertex(r) Endurance with Backpacker...

The uniqueness of Pertex(r) Endurance is that it is based on a hydrophobic coating that keeps its excellent breathing properties when used under cold conditions. Most other contenders use hydrophilic membranes and coatings that freeze at cold temperatures and thus lose their breathability.

''Backpacker'' awarded Pertex(r) Endurance for being the best choice weatherproof shell fabric for sleeping bags and insulated apparel. No empty story. No misdirecting lab test results. Just a solid product that works."

Hier steht also nichts davon, dass ein Membranenlaminat bei Kälte zerstört wird, sondern dass "lediglich" die Atmungsaktivität gegen Null geht.


ich glaube, die Stoffe tun sich nicht sehr viel
Hättest Du einen Hund würdest Du das vermutlich nicht schreiben. Noch bessere Materialtester sind allerdings Katzen! :wink:

Gruß,
Corton

felö
28.10.2003, 08:43
Hab bisher "nur" Kinder, was nur Fleckentechnisch ein Problem ist :D .

Felö

P.S.: Würde die Membran kaputt gehen, warum gibt´s dann soviele Gore Jacken, die auch nach dem Skiurlaub noch dicht sind (meine zumindest)?

felö
28.10.2003, 08:48
@ Corton
P.P.S.: Besserer Vorschlag als Nallo (brauche das Zelt nur, wenn ich´s auch tragen muß -> leicht, stabil, genug Platz (teuer) ???

Corton
28.10.2003, 09:12
Würde die Membran kaputt gehen, warum gibt´s dann soviele Gore Jacken, die auch nach dem Skiurlaub noch dicht sind (meine zumindest)?
Ich zitiere mal den Lauche und Maas Katalog. Es geht um Schlafsäcke:

"Membranenstoffe als Außenstoffe sind gut geeignet für Bergsteiger, die sich den Biwaksack sparen wollen, waren (wieso waren?) aber nicht ganz unproblematisch. Im tiefsten Winter gefriert das Kondensat in der Membran und zerstört diese dann beim Einpacken."

Ich denke es geht u.a. um die Auslegung des Wortes "tief". Darüber hinaus: Bei einem guten Daunenschlafsack ist die Membran im Gegensatz zu einer normalen Gore Jacke ja viel weiter vom Körper weg, friert also tendenziell eher ein. Außerdem: Was machst Du mit ner Jacke, wenn der Skitag so kalt war, dass man sie quasi auf den Boden stellen kann? Ich wette Du hängst sie auf und packst sie nicht in einen Kompressionssack. :wink:

Wie gesagt: Ich habe das schon mehrfach gelesen und könnte mir zumindest vorstellen, dass an dem, was L&M da erzählt, was Wahres dran ist - wirklich wissen tu ich es aber leider nicht... :cry:


Besserer Vorschlag als Nallo (brauche das Zelt nur, wenn ich´s auch tragen muß -> leicht, stabil, genug Platz (teuer) ???
Das Nallo (2 oder 3?) ist in der Kombination seiner Eigenschaften schon ein klasse Zelt, da gibt´s wenig zu bemängeln. Mir gefallen die Nallos trotzdem nicht. :wink:

Gruß,
Corton, der (wenn es ein sehr leichter hochwertiger 1-2P. "Tunnel" sein muss) eher zum Lowland Trailrunner FL (2,3kg) tendieren würde.

http://www.cswnetz.de/tapir-leipzig/images/images_big/grTRL.jpg http://www.cswnetz.de/tapir-leipzig/images/images_big/TRL.jpg
Wird bei 2 Personen allerdings schon ziemlich eng. :wink:

Nicht übertreiben
28.10.2003, 09:17
Das mit de zerstörten Membran erinnert mich irgendwie an die TAR´s und Wintereinsatz. Das Hauptproblem ist denke ich bei Schlafsäcken mit Membran im Winter, dass die Wasserdampfdurchlässigkeit sinkt und damit mehr Wasser in der Füllung kondensiert (egal ob Daune oder Kufa)

felö
30.10.2003, 22:09
@Corton
nochmal zum Thema zerstörte Membran: Du experimentierst ja so gerne mit allem was mit Schlafsäcken zu tun hat, oder?

Habe mir überlegt, daß man relativ einfach testen kann, ob die Membran bei Kälte kaputt geht: Nimm ein Stück Goretex (z.B. eine Kaputze einer alten Jacke, war sie abknöpfbar, ist sie vielleicht besser erhalten, als die Jacke), leg´es nass in den Gefrierschrank und hole es anschleßend raus, um es stark zu kneten. Diesen Vorgang würde ich 20mal (100mal?)wiederholen, um dann auszuprobieren, ob der Stoff noch dicht ist.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Felö

Vielleicht sollte man auch bei Gore direkt mal anfragen.

Steffen Schwientek
01.11.2003, 03:21
Würde die Membran kaputt gehen, warum gibt´s dann soviele Gore Jacken, die auch nach dem Skiurlaub noch dicht sind (meine zumindest)?
Ich zitiere mal den Lauche und Maas Katalog. Es geht um Schlafsäcke:

"Membranenstoffe als Außenstoffe sind gut geeignet für Bergsteiger, die sich den Biwaksack sparen wollen, waren (wieso waren?) aber nicht ganz unproblematisch. Im tiefsten Winter gefriert das Kondensat in der Membran und zerstört diese dann beim Einpacken."


Das ist irgenddwie unplausibel. Gerade im tiefsten Winter ist die Luftfeuchte außen relativ niedrig, zudem dürfte das Wasser (wegen der Kälte) viel tiefer im Schlafsack kondensieren.

Ich denke eher, es wird eine Pseudobegründung für die Abkehr von Gore gesucht (von wem auch immer).

Dabei kann man das ganze viel einfacher und einleuchtender begründen: Gore ist einfach ziemlich schwer, zumindest verglichen mit vermeintlich einfacheren Beschichtungen.

Daher würde ich das leichtere Pertex wählen, wenn ich unbedingt eine wasserdichte Schlafsackaußenhülle haben wollte.

Wegen der deutlich besseren Wasserdampfdurchlässigkeit und dem geringeren Gewicht bevorzuge ich allerdings leichtere (auch billigere) Schlafsackhüllen.
Da schwanke ich für mein Selbstbauschlafsack noch zwischen Seide/Baumwolle Mischgewebe und einem leichten Nylonstoff.

Ach ja, hat einer der hier Anwesenden eigentlich Erfahrung mit Baumwolle als Schlafsackstoff? Wie verhält sich die Baumwolle denn wirklich?

Grüße Steffen

boehm22
01.11.2003, 09:40
Ach ja, hat einer der hier Anwesenden eigentlich Erfahrung mit Baumwolle als Schlafsackstoff? Wie verhält sich die Baumwolle denn wirklich?

Grüße Steffen
Hi Steffen,

Nur in meinem Sommer-Kunstfaser-Carinthia-Schlafsack.

Gewicht ca. 1450 gramm
Komfort-Temperatur bis ca. +5 Grad
Laut Werbung irgend eine Alubedampfte Schicht innen zur besseren Isolation.

Die Baumwolle hatte keine negativen Eigenschaften, wenn er mir mal zu warm wurde, hab ich ihn aufgemacht.

Corton
01.11.2003, 10:02
Ach ja, hat einer der hier Anwesenden eigentlich Erfahrung mit Baumwolle als Schlafsackstoff? Wie verhält sich die Baumwolle denn wirklich?
Na ja - was heißt Erfahrung? Dieser KuFa Schrott, der hier bei mir rumfliegt hat ein Polyester (65%) - Baumwoll (35%) - Gewebe auf der Innenseite. Wie sich das "schlaftechnisch" anfühlt, weiß ich nicht mehr - ist einfach schon zu lange her. Ich hab allerdings gestern die "Wasser und Fön" Aktion auch mal mit dem Decathlon Schlafsack ausprobiert und habe (Böses vorausahnend) schon extra weniger Wasser genommen als bei den Daunenschlafsäcken. Davon abgesehen, dass der "Loft"zuwachs wie erwartet gleich 0 betrug, war das Teil selbst nach 25 Minuten fönen innen immer noch klitschnass - hatte dann keine Lust mehr.

Dieses Resultat bei einem nur 35%igen Baumwollanteil! Ich wünsch Dir viel Spaß, wenn Du auf 100% erhöhen willst. :wink:

Corton

felö
02.11.2003, 10:19
Wenn ich Zeit habe, werde ich mich mal an Gore wenden, die müssen´s ja wissen, ob die Membran kaputt geht.

Ich kenn Baumwolle als Bezug gut, macht eigentlich ein angenehmes Schlafklima, aber eher für die "Hausschlafsäcke", will an wirklich Funktion, sollte man nur irgendwelche Pertex (oder ähnliche) Bezüge verwenden: sind leichter, trocknen schneller, bzw. saugen sich nicht so voll.

Felö

Maico Schulz
02.11.2003, 10:48
Wenn ich Zeit habe, werde ich mich mal an Gore wenden, die müssen´s ja wissen, ob die Membran kaputt geht.


Also, meine olle TiNneFf Jacke funxt noch, obwohl sie im Februar richtig tiefgefroren war. Wir hatten südlich von Raja Jooseppi abends so einen fieseligen Schneeregen bei etwa 0°C, was uns zu Gorejacken zwang. Die triefnassen (außen Regen, innen Schweiß) Jacken froren in der Nacht (die Temperatur fiel um 10°C) zu kleinen Ritterrüstungen. Da für die nächsten Tage keine Feuerstelle und keine Schutzhütte geplant war, wurden die Jacken angezogen und trockengetragen. War eine Scheißarbeit in die steife Jacke reinzukriechen. Aber es ging.

Die Jacke ist ohne irgendwelche sichtbaren oder bemerkbaren Schäden davon gekommen. Ich denke, man kann sich in der Theorie die wundervollsten Probleme herbeireden. :bg:

so weit
Maico

Steffen Schwientek
02.11.2003, 15:05
Ich kenn Baumwolle als Bezug gut, macht eigentlich ein angenehmes Schlafklima, aber eher für die "Hausschlafsäcke", will an wirklich Funktion, sollte man nur irgendwelche Pertex (oder ähnliche) Bezüge verwenden: sind leichter, trocknen schneller, bzw. saugen sich nicht so voll.


Ich pflege nachts nicht in meinen Schlafsack zu pinkeln. Und das, was mein Körper nachts an Schweiß absondert sollte die Baumwolle sowohl aufsaugen als auch wieder abgeben können. Wenn ich es mir recht überlege, sollte bei vernünftiger Nutzung die verpönte Baumwolle dem heute verbastelten Polyamid in bezug auf Pflege sogar überlegen sein.
EIn Baumwollunterhemd läßt sich ja auch viel länger tragen als eines aus Nylon (Geruch und Verschmutzung)

Bezüglich des Gewichts: Ich will mir ja kein Baumwollgewebe verarbeiten, sondern ein Seide/Baumwoll Mischgewebe. Das gilt im im häuslichen Schlafbereich als das Beste.
Das Zeug ist auch nicht schwerer als Polyamid, fühlt sich dafür besser an. Sowas wird aus welchen Gründen auch immer nicht im kommerziellen Schlafsackbau verwendet.

Grüße Steffen

P.S. Ist es hier eigentlich üblich nach ein paar Minuten inaktivität automatisch ausgeloggt zu werden? Es ist ja schon nervig, sich nach dem Schreiben des Artikels wieder neu anmelden zu müssen.

mamaguru
02.11.2003, 15:59
Ich pflege nachts nicht in meinen Schlafsack zu pinkeln.
Gut, dass du aus diesem Alter raus bist. http://www.mamaguru.de/emoticons/king.gif


Ich will mir ja kein Baumwollgewebe verarbeiten, sondern ein Seide/Baumwoll Mischgewebe. Das gilt im im häuslichen Schlafbereich als das Beste.
Ist vom Schlafklima her echt absolut genial. http://www.mamaguru.de/emoticons/daumen.gif


Sowas wird aus welchen Gründen auch immer nicht im kommerziellen Schlafsackbau verwendet.
Meines Wissens nach weil

a) Seide (auch und Seide-BW-Mischung) nicht so robust ist gegen Fäden ziehen ist
b) Seide beim Waschen mehr Aufmerksamkeit möchte/braucht
c) die Kosten so exorbitant hoch sind (und die armen Hersteller nix mehr verdienen würden)
d) die Kundschaft nach KuFa schreit
e) es sowieso besser/praktischer ist ein S/BW-Inlett zu verwenden ;)


P.S. Ist es hier eigentlich üblich nach ein paar Minuten inaktivität automatisch ausgeloggt zu werden? Es ist ja schon nervig, sich nach dem Schreiben des Artikels wieder neu anmelden zu müssen.
So weit ich weiß nicht.

gruß
boris

eisvogel
02.11.2003, 19:14
Ich pflege nachts nicht in meinen Schlafsack zu pinkeln. Und das, was mein Körper nachts an Schweiß absondert sollte die Baumwolle sowohl aufsaugen als auch wieder abgeben können.

Rechne mal mit 400 - 500 ml Flüssigkeitsabgabe. Wie immer sich das in Deinen Berechnungen auch niederschlägt (kleiner Wortwitz :bg: )


P.S. Ist es hier eigentlich üblich nach ein paar Minuten inaktivität automatisch ausgeloggt zu werden?

Is nicht üblich und klingt nach einem Cookieproblem --> Einstellungen überprüfen.

Gruß
Bernhard

Corton
02.11.2003, 19:40
Ist es hier eigentlich üblich nach ein paar Minuten inaktivität automatisch ausgeloggt zu werden? Es ist ja schon nervig, sich nach dem Schreiben des Artikels wieder neu anmelden zu müssen.
Na ja - sagen wir mal so: Der Server ist ziemlich launisch und erstellt darüber hinaus noch von Zeit zu Zeit ein Sympathie-Profil eines jeden Nutzers. Dazu werden 5 oder mehr zufällig ausgewählte Postings anhand verschieder Kriterien (die ich leider nicht verraten "darf", weil ich sie selbst nicht kenne) geprüft. Wenn der Server mit einem bestimmten Nutzer nicht zufrieden ist, fliegt dieser eben immer wieder mal raus - Du machst also anscheinend irgendwas falsch. :wink:

Corton

P.S. Der Server ist übrigens femininen Geschlechts :o :bg:

eisvogel
02.11.2003, 19:55
...eine sogenannte Serverine! :lol:

Steffen Schwientek
02.11.2003, 20:02
e) es sowieso besser/praktischer ist ein S/BW-Inlett zu verwenden ;)

Sehe ich nicht so. Ist nur unnötiges Gewicht, was ich mit mir schleppen muß. Ich verbau den angenehmen Stoff lieber gleich in dein Schlafsack. Ist dann sowohl billiger als auch leichter.




P.S. Ist es hier eigentlich üblich nach ein paar Minuten inaktivität automatisch ausgeloggt zu werden? Es ist ja schon nervig, sich nach dem Schreiben des Artikels wieder neu anmelden zu müssen.
So weit ich weiß nicht.

Mal sehen, ob ich gleich wieder ne invalid session kriege...

gruß Steffen

felö
20.11.2003, 19:04
.... und hier endlich die offizielle Stellungnahme der Firma Gore:

Vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der Beständigkeit von GORE-TEX(R)
Membranen im Gefrierbereich.

Eine Zerstörung der GORE-TEX(R) Membrane kann aufgrund von gefrierenden
Wasser in der Membrane nicht geschehen. Der Hintergrund ist, dass Wasser in
der Membrane nur in Molekülform, also als ein H2O, vorkommt. Um eine
Eisbildung und das damit verbundene Ausdehnen des Volumens zu erreichen,
muß Wasser in flüssiger Form vorliegen. Dies ist nur außerhalb der Membrane
als Regen oder Kondenswasser der Fall. Hierdurch kann es aber selbst bei
Eisbildung nicht zu einem Brechen der Membrane kommen.

Kunststoffe brechen bei Kälte zum Teil schneller da sie härter werden. Das
für Unsere Membrane verwendete Polymer ePTFE (expandiertes
Polytetraflurethylen) weist hier gegenüber vielen anderen Kunststoffen eine
extrem gute Beständigkeit auf. Der Dauereinsatzbereich liegt bei -160°C bis
240°C. Zum Beispiel wird unsere Membrane für Militärbekleidung eingesetzt.
Hier wird explizit die Knickbeständigkeit bei -18°C getestet. Im
Endverbraucherbereich werden seit mehr als 20 Jahren Bekleidung für den
Skibereich verkauft. Auch hier können im Einsatz erhebliche
Minustemperaturen auftreten. Reklamationen aufgrund von Kälte/Eis sind uns
nicht bekannt.

Ich hoffe das meine Erklärung Ihre Fragen beantworten konnte.



Mit freundlichen Grüßen,
Oliver Opitz

_______________________________________
W.L. Gore & Associates GmbH
Oliver Opitz
Aiblinger Str. 60
D - 83620 Feldkirchen-Westerham
Phone: +49 8063 80-1895
Fax: +49 89 46124 1895
mailto:oopitz@gore.com



Felö

luke
20.11.2003, 21:31
Der Dauereinsatzbereich liegt bei -160°C bis
240°C

sollte für die meisten einsatzzwecke ausreichen :bg: :bg: :bg:

luke

Corton
21.11.2003, 07:49
Eine Zerstörung der GORE-TEX(R) Membrane kann aufgrund von gefrierenden Wasser in der Membrane nicht geschehen. Der Hintergrund ist, dass Wasser in der Membrane nur in Molekülform, also als ein H2O, vorkommt. Um eine Eisbildung und das damit verbundene Ausdehnen des Volumens zu erreichen, muß Wasser in flüssiger Form vorliegen.

Schafft Gore es tatsächlich, die einzelnen Wassermoleküle trotz ihrer starken Anziehungskräfte untereinander zu trennen und sauber aufgereiht einzeln durch die Membran zu schmuggeln? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen...
Wobei... Wenn ich mich recht entsinne, sind die Anziehungskräfte der Wassermoleküle (Dipole) untereinander nur in den Aggregatszuständen flüssig und fest sehr stark, im gasförmigem Zustand jedoch nicht mehr. Sollte Herr Opitz tatsächlich recht haben? :roll:

Corton,
ehemaliger Chemie-LKler *schäm*

Nicht übertreiben
21.11.2003, 09:23
Genau Corton, schäm Dich! :bg: Der Herr hat recht, die Moleküle liegen einzeln vor wenn sie die Membran passieren.

Imo liegt das Problem beim Schlafsack aber darin, dass das Temp-Gefälle Schlasa innen/außen nicht groß genug ist um einen guten Transport zu gewährleisten. D.h. die Gore-Membran (die angeblich eh bei 0 Grad nicht mehr wirklich viel durchläßt) transportiert kaum noch Wasser. Alles was die Membran nicht passieren kann lagert sich an ihr ab. Beim Winterschlafsack hat man dann eine Eisschicht direkt auf der Membran. Wenn man die jetzt knickt etc. hat man dann aber doch wieder Eiskristalle die in direktem Kontakt mit der Membran stehen. Ob das für ne Zerstörung reicht weiß ich nicht...

Tatsache ist, dass eigentlich im Zelt ein normaler Stoff ausreicht, Wasserdichtigkeit ist eigentlich nicht erforderlich. Gegen tropfendes Kondenswasser hilf ne Imprägnierung allemal.

Thorben