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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wunderwuzzi-Teleskopstöcke aus Carbon?



Schelli
28.01.2009, 18:06
Unlängst wurden mir in einem Shop Teleskopstöcke der Marke Komperdell aus Carbon empfohlen, da diese besonders leicht und stabil seien. Titan(al) sähe geradezu alt dagegen aus....

Im nächsten Shop hat mir der Verkäufer kaputte Komperdell Carbon-Stöcke unter die Nase gehalten und gemeint, dass Carbon schon gut sei, aber die Qualität der Komperdell Stöcke nicht.

Carbon Leki habe ich bis dato nirgends gesehen, obwohl es diese natürlich gibt (Gott sei Dank, es gibt Google, etc.). Und überhaupt:

Carbon - DER Werkstoff aus der Weltraumfahrt oder Schmäh bzw. Pseudoinnovation?

Was meint Ihr? Was sind Eure Erfahrungen?

Danke
Schelli

barleybreeder
28.01.2009, 18:07
Carbon Leki...super..schon seit -zig Touren.
Meine Meinung...eine Meinung

Außer im Winter, da kommen meine Aluknüppel mit.

Vander
28.01.2009, 18:57
Ich hab Komperdell Carbon Teile und bin zufrieden.

Freak
28.01.2009, 19:04
Ich habe sowohl Komperdell als auch Leki Carbonstöcke. Bisher keinerlei Probleme.

Schelli
29.01.2009, 11:04
Danke für das Feedback!

Was war Euer Beweggrund ausgerechnet Carbonstöcke zu kaufen?

LG
Schelli

NRWStud
29.01.2009, 11:10
Danke für das Feedback!

Was war Euer Beweggrund ausgerechnet Carbonstöcke zu kaufen?

LG
Schelli

hm...das Gewicht?!? ;-)

Leki Makalu retro 534g.
vs
Leki Carbonlite 380g

Jaerven
29.01.2009, 11:11
Carbon ist ein feines Material, aber auch recht spröde.
Als Wanderstöcke würde ich sagen ja, bei Dingen wo nun starke Punktlasten auftreten können, wo das Carbonrohr mal stärker belastet wird- Zeltstangen, Skistöcke- da wäre ich vorsichtig.
Es haben auch Leute aus dem Forum schon schlechte Erfahrungen gemacht, bei sehr tiefen Temperaturen z.B. Oder wenn mal aus versehen jemand auf einen Carbonstock, Paddel, Angelrute u.s.w. tritt - ist mir selber schon passiert dass da das Rohr ganz plötzlich bei normaler Belastung gebrochen ist.
Aber die Entwicklung geht da auch weiter, neue Füllmaterialien, spezielle Webtechniken- mal sehen.

chrysostomos
29.01.2009, 11:13
Salve!

Auch ich gehöre zur Fraktion, die seit Jahren mit den leichten Komperdell-Carbonstöcken unterwegs sind. Ich nutze die zum Telemarken, Schneeschuhlaufen und habe ohne jedes Problem damit mehr als 1'000 Wanderkilometer abgestöckelt... Zudem brauche ich sie als Zeltstangen für mein RefugeX. Bei den verstellbaren Stöcken konnte ich noch keine leichteren Exemplare (380g) ausmachen.

Grüsse aus dem Süden

Marc

Christian J.
29.01.2009, 11:16
Carbon ist ein feines Material, aber auch recht spröde.
Als Wanderstöcke würde ich sagen ja...

Vorweg: Ich hatte nie Carbonwanderstöcke, daher nur eine theoretische Überlegung.

Einer meiner Alu-Lekis hat einen ziemlichen Knick, weil er sich auf einem Blockfeld zwischen zwei Steinen verklemmt hatte und ich das nicht gemerkt habe, weiter gelaufen bin und ihn deswegen verbogen habe. Der Alustock war problemlos wieder halbwegs gerade zu biegen und hat auf dem Rest der Tour seinen Dienst getan.

Das muss wohl eine ziemliche Punktlast gewesen sein, ihn da um den Stein zu falten. Hätte das ein Carbonstock auch überlegt? Das beim Wandern auf Forststraßen solche Lasten nicht auftreten ist klar- auch Skifahren stelle ich mir diesbezüglich ungefährlich vor (wobei hier der Verlust eines Stocks nch wesentlich dramatischer ist als beim Wandern).

Christian

barleybreeder
29.01.2009, 11:18
Bei den verstellbaren Stöcken konnte ich noch keine leichteren Exemplare (380g) ausmachen. Leki Carbon Ultraligth (370g) ..nachgewogen ;-)

chrysostomos
29.01.2009, 12:48
Das beim Wandern auf Forststraßen solche Lasten nicht auftreten ist klar-...

*Räusper* den Weg über die Alpen nach Domodossola, den GR-5 und den GR-11 würde ich hinsichtlich des "Ausbaustandes" nicht grad als "Forststrasse" bezeichnen... :ignore:

Grüsse aus dem Süden

Marc

Jocki
02.02.2009, 14:43
Ich hab auch die Carbonstecken von Komperdell in erster Linie für Skitouren.
Die sind schön leicht, und halten auch wenn man darauf aufpasst. Ansonsten können sie aber nicht wirklich was. Der Griff ist nicht wirklich gut (Langlaufgriffe sind besser), insgesamt sind sie zu weich, außerdem ist der Verstellbereich zu klein um ein vernünftiges Packmaß zu erzielen.

Ich habe jetzt "Custommade" Carbonstecken in fixer Länge, aus extra stabilen Carbonrohr (mit langlaufgriffen). Die brechen angeblich nicht mal wenn man drauf fällt (sind für Carbon aber auch relativ schwer). Hab ich von ner Kollegin die Skitourenwettkämpfe geht, die schwören auf das zeug. Von welchem Hersteller das Carbonrohr ist, weiß sie leider auch nicht.

Bei mir in der Familie wird viel Langgelaufen und Skigefahren. Dementsprechend haben wir auch schon einige Stecken zerstört (draufgefallen, beim Rollern in den Gully gesteckt...)
Alu und Carbon machte von der Haltbarkeit bis jetzt keinen großen Unterschied.Wenn man drauf fällt knicken Alurohre ab und sind dadurch nicht mehr zu gebrauchen, Carbon bricht sauber.
Alustecken sind etwas toleranter was Mißbrauch angeht. Versehentlich draufsetzen, zwischen Felsen verklemmen und etwas verbiegen etc. geht meisten gut. Bei Carbon eher nicht. Auf Tour würd ich deswegen auf Alu setzen. Wenn man auf die Verstellbarkeit verzichten kann, Alulanglaufstecken kaufen, ne normale Stockspitze montieren, auf Wunschmaß ablängen, Wunschgriff montieren- fertig ist der leichte Stock.

Schelli
02.02.2009, 15:26
Im alpinen Bereich werde ich mir aufgrund der Materialeigenschaften Carbon nicht nehmen. Hier kommen seit 2004 meine bewährten Aluteleskopstöcke von Tschibo zum Einsatz. Während sich die teueren Komperdell und Leki meiner Bergkameraden reihenweise zerlegt haben, halten meine Tschibo immer noch....:baetsch:

In meinem Fall sind die Carbon - mein Favorit sind Leki Carbon Ultralight - für den Jakobsweg gedacht. Da geht es idR breite Wege entlang und die Stöcke dienen der Gewichtsentlastung beim Gehen und sollen primär leicht sein.

Was ist eigentlich mit Titan, irgendwelche Erfahrungen????????

LG
Schelli

Jocki
02.02.2009, 17:01
Wie schon erwähnt, verzichte doch auf den Verstellmechanismus. Auf dem Jakobsweg wirst Du den eh nicht nutzen. Da wären auch Nordic-Walkingstöcke interessant. Da gibts ja inzwischen auch leichte High-end Versionen.

Ob das Rohr aus Carbon, Alu oder Titan besteht macht vom Gesamtgewicht wohl nicht so viel aus. Interessanter sind da eher Griff und Spitze.

Schelli
04.02.2009, 10:41
Ich habe mich nun für

Leki Makalu Carbonlite

bei www.klausbua.de entschieden. Extrem leicht und ideales Packmaß, um die Stöcke in meinem Rucksack zu verstauen. Bei meinem Flug nach Madrid muss ich daher die Stöcke nicht als Sperrgut aufgeben.

LG
Schelli

hosentreger
16.04.2009, 21:41
Hole den Thread mal wieder hoch -

was ist im Zusammenhang mit Stabilität von diesen Stöcken zu halten:
www.racelite.de/shop:showarticle:RaidLight_TRAIL_POLE

Danke im voraus
hosentreger

jackknife
17.04.2009, 00:39
Auf unserer Lapplandtour 2007 sind Bene, alias Ich, beide Komperdel Carbons gebrochen. Zum Glück haten wir ein Ersatzpaar dabei. Carbon und extreme Kälte scheinen sich zumindest nicht zu vertragen. Wir waren im Februar dort unterwegs, meistens war es um bzw unter -20°