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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kommandohose aus laminat



Matchbox
08.10.2003, 17:30
bin gerade beim stöbern über eine armeehose gestolpert die sich für mich interessant anhört. kenn mich mit textilien aber nicht sondernlich gut aus.

hier mal ´ne kurze beschreibung:

material: 1 lage 100% polyamid, 2+3 lage 100%polyester,
knie- und gesässverstärkung

es wird von einer wind- und regendichten hose geredet. kostenpunkt 60 euro.

was meint ihr dazu?

Menelaos
08.10.2003, 18:16
Kannste mal nen Quelllink posten ?? Danke .. .

Matchbox
08.10.2003, 18:26
http://www.e-conomy.de/1.7/35/artikel.ec?artikelnummer=9992

ekke
09.10.2003, 15:34
wenn dich flecktarn nicht stört such mal nach den us-goreanzügen, gebraucht ca 130 euro und bietet das selbe wie ein 1000 euro-anzug (zumindestens subjektiv).

Matchbox
09.10.2003, 15:40
wenn dich flecktarn nicht stört such mal nach den us-goreanzügen, gebraucht ca 130 euro und bietet das selbe wie ein 1000 euro-anzug (zumindestens subjektiv).
die oben gezeigte hose gibt es auch in bw flecktarn, auch für 60 euro, aber das war nicht meine frage!
mich interessiert ob textilien mit oben genannter zusammensetzung was taugen!

Thomas
09.10.2003, 16:30
Da kein atmungsaktives Textil absolut wasserdicht ist würde ich bei diesem Preis davon ausgehen, daß eine der beiden Eigenschaften mehr oder weniger stark eingeschränkt ist.

Becks
09.10.2003, 17:56
Das Teil ist kein Goretex oder ähnliches sondern ne simple Plastikhose. Gor besteht aus Polyfluorethylen, PTFE, Teflon (und wie es sonst noch heißt).

Ich tipp mal bei der Hose auf ne normal genähte Hose die halt anstelle von Baumwollfasern irgendwelches Plastikzeugs drin hat.

Meine Meinung: günstiges Teil, ideal um im Wald rumzuhampeln oder z.B. im milden Klima (Korsika) eine auch längere Tour zu unternehmen.

Ach ja - ein 100 Oiro wieauchimmer-Armyanzug schlägt niemals einen 10x teureren Goreanzug eines Markenherstellers. Allein die Farbe des Anzugs verdreifacht den Preis (ich war beim Bund und kenn die typischen Preise der Gegenstände) und Army-proofed bedeutet immer: veraltete Technik. Hightech auf dem neuen Stand kriegste nur bei denjenigen die jedes Jahr Leute wie Corton mit neuen Drogen in Form von neuen Gegenständen füttern müssen *g*

Alex

che
09.10.2003, 19:19
@Becks
Der letzte Satz gefällt mir! :bg:

Thorsten
09.10.2003, 19:46
Ich würde die Finger davon lassen.
Für den Preis kann das nichts brauchbares sein.

Sieht vielleicht aus wie 3Lagen Gore, fühlt sich vielleicht so an und hat vielleicht abgetapte Nähte.

Habe mal eine vergleichbare Jacke gesehen.
Nach dem ersten richtigen Regen hatte sich der Aussenstoff an vielen Stellen von der "Membran" gelöst.
Sieht dann aus wie Blasenbildung.

Längst nicht alles, was tarnfarben oder oliv ist, wurde nach Militärvorgaben gefertigt, auch wenn es für den Laien so aussieht.

Die Bezeichnungen "US", "BW" , "KSK", "Commando" deuten in den wenigsten Fällen auf Originalware hin.

Tarnfarben+billig=Schrott

Tarnfarben+teuer=teurer Schrott (meistens)

mark23
11.10.2003, 17:22
Ach ja - ein 100 Oiro wieauchimmer-Armyanzug schlägt niemals einen 10x teureren Goreanzug eines Markenherstellers. Allein die Farbe des Anzugs verdreifacht den Preis (ich war beim Bund und kenn die typischen Preise der Gegenstände) und Army-proofed bedeutet immer: veraltete Technik.



Tarnfarben+billig=Schrott


Mir leistet seit meiner Bundeswehrzeit vor sieben Jahren ein ECWCS GTX Anzug (Parka+Hose) hervorragende Dienste. Den habe ich damals für ca. DM 150,- NEU in einem amerikanischen PX-Shop erworben. Meine Mammut GTX Jacke, die ich ein Jahr länger besitze, hat mich damals DM 750,- gekostet. Der ECWCS Parka und die Mammut geben sich beide nix. Beide funktionieren heute noch top, die Konstruktion der Außentaschen ist bei Mammut besser, dafür hat der ECWCS Parka Belüftungsreißverschlüsse unter den Achseln ... Die ECWCS GTX Hose trage ich heute noch, habe bislang vom Schnitt her nichts besseres für mich finden können.

Gruß

Mark23

Joern
11.10.2003, 17:40
Also meine Erfahrungen sind ähnlich denen von Becks und Thorsten.

Einfache Sachen sind oft sehr stabil verarbeitet und halten auch was sie versprechen, wie z.B. die Baumwoll-BW Hosen, Stiefel, Essbesteck und Klappspaten. Hose und Stiefel ziehe ich auch gerne an wenn ich in Wald und Dreck rumkrieche. Zum Wandern sind sie wegen der eindeutigen und denke ich bekannten Nachteile imho ungeeignet.

Was man allerdings bei den meisten Army-Läden und im Internet billig kaufen kann wie Zelte, Rucksäcke, Schlafsäcke und "komplizierte" Bekleidung mit Membranen usw. ist einfach nur Müll.

Sowas kann man nicht so billig und trotzdem gut herstellen. Den guten Armee-Kram gibts auch, aber der ist dann nicht mehr billig...

cya

Jörn

P.S: Ausserdem sollte man bedenken das vieles entwickelt wurde als man von grossen Landstreitkräften ausging. Das heisst ein Soldat muss billig und schnell ausrüstbar sein, da man hohe Verluste hat, entsprechend gibt man dem Schütze Arsch auch keine super tolle und langlebige Ausrüstung. Bitter aber wahr!

Matchbox
11.10.2003, 18:26
was viele nicht bedenken ist das man nicht nur ein paar tausend hosen etc. produziert, sondern gleich mehrere hundertausend. durch diese grossen serien sind die rüstkosten sehr gering und über die menge lassen sich ganz andere preise aushandeln. es liegt dann also nicht an schlechter qualität das die ware so günstig ist.
es ist natürlich so, dass man bei armeeartikeln teilweise auch kostengünstigere materialien verwendet. dies spiegelt sich jedoch in den meisten fällen nicht auf die qualität oder haltbarkeit wieder, sondern auf das gewicht.

mark23
11.10.2003, 18:33
... da aber der amerikanische Berufssoldat seine Ausrüstung zum größten Teil selbst kaufen muß, ist der Preis beispielsweise für die ECWCS Anzüge nur deshalb so günstig, weil das vom Staat bezuschußt wird ...

Im "freien" Markt kostet der Anzug heute glaube ich um die 250-400 EUR.

Gruß

Mark23

Joern
11.10.2003, 19:02
es ist natürlich so, dass man bei armeeartikeln teilweise auch kostengünstigere materialien verwendet. dies spiegelt sich jedoch in den meisten fällen nicht auf die qualität oder haltbarkeit wieder, sondern auf das gewicht.

[edit] Missverständnis meinerseits [\edit]

Der Rest ist meiner Meinung nach trozdem richtig :wink:

Die billigeren Materialien sind im Regelfall nicht so gut und haltbar wie die teureren, die Frage ist nur, ob man beim Verwenden der damit hergestellten Produkte den Unterschied bemerkt.

Bei leichtem Nieselregen regnet es bei den Armee-Zelten die verramscht werden auch nicht rein, bei nem ordentlichen Gewitter sieht man dann den Unterschied zum Qualtitätsprodukt. Da ist dann imho auch ein eventuell niedrigeres Gewicht kein Pro-Argument mehr.

Geht man allerdings immer im Sommer bei guter Wetterprognose mal ein zwei Tage zelten reicht das BW-Zelt aus, da die Nachteile des billigeren Materials nicht zum tragen kommen.


die ECWCS Anzüge nur deshalb so günstig, weil das vom Staat bezuschußt wird ...

Im "freien" Markt kostet der Anzug heute glaube ich um die 250-400 EUR

Wie gesagt, es gibt auch richtig gute Militärische Ausrüstung, aber die ist dann auch entsprechend teuer.

cya

Jörn

Matchbox
11.10.2003, 19:34
den text hättest du dir sparen können, weil ich das nicht gesagt habe ;)

edit: evtl. hab ich mich aber auch missverständlich ausgedrückt. meine aussage war bzw. sollte sein, dass sich dies nicht durch mindere qualität oder haltbarkeit wiederspiegelt, sondern durch ein höheres gewicht.

Joern
11.10.2003, 20:48
ahhhhhh sooooo :)

Die meisten Sachen die ich bisher so in der Hand hatten waren aus nem ziemlich bescheidenen bzw. dünnen Material (z.b Zelte). Daher das Missverständnis.

cya

Jörn

Thorsten
12.10.2003, 16:05
Die sprichwörtliche Armee-Qualität der (original) Bundeswehrklamotten ist auch nicht mehr das, was sie früher mal war.

Mangels Geld werden die Sachen heute überwiegend in Billiglohnländern produziert.
Immer wieder kommt es vor, das der Bund ganze Chargen zurückweist:
z.B. Bergschuhe mit zu weichen oder rutschigen Sohlen, Rucksäcke aus schadstoffbelasteter Baumwolle usw.

Böse Zungen behaupten, daß dies so manches Army-Shop Sonderangebot erklärt...

Auch die Sachen, die letztendlich in die Truppe kommen, haben manchmal ihre Macken.
Aufgeplatzte Nähte im Schritt der Panzerkombis und ständig abbrechende Reissverschlusschieber hat es vor der Flecktarn-Ära nicht gegeben.

Weiterhin wurde im Laufe der Jahre schonmal alles an Bekleidung/Ausrüstung wg. Krebsgefahr u.ä. gesperrt, was einerseits körpernah getragen andererseits jedoch nicht waschbar war.
z.B. Ponchos, Lederhandschuhe, Schminkstifte, Schlafsäcke...

Wenn ich heute bei besagter Firma genau die (Tarn-)Schminkstifte im Regal sehe, die vor Jahren wg. gesundheitlicher Bedenklichkeit von der Bundeswehr ausgemustert wurden, mache ich mir schon meine Gedanken..