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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beendet - [SPOT] jetzt im Passaround



Neo
06.04.2008, 13:51
Hallo alle zusammen, [IMG-R]http://img66.imageshack.us/img66/8300/spotqh6.jpg[/IMG-R]

die Palette der Passaround-Produkte hat sich um ein weiteres Mitglied erweitert. Um weitere Produkte der Outdoorindustrie testen zu können und euch die Möglichkeit vor dem Kauf ein ausgiebiges Erproben eines Produktes zu ermöglichen bemühen wir uns mit Firmen in Kontakt zu kommen und Testprodukte für den ODS.net zur Verfügung gestellt zu bekommen. Was ist der Vorteil für die Firmen? Die Passaroundtester verpflichten sich einen Testbericht zu schreiben und damit ein wichtiges feedback an die Firmen zu geben. Die Testberichte werden hier im Forum gepostet.
Wir haben von SPOT Europe zwei SPOT Geräte plus Service für ein Jahr zur Verfügung gestellt bekommen (Vielen Dank hierfür) um diese im Rahmen von Passarounds an Mitglieder zum testen ausgeben zu können. Hier erst nochmal die Basisinformationen zum nachlesen:

Was ist ein SPOT? Ein erster ausführlicher Testbericht:
Klick (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=24414)
Was ist ein Passaround?
Klick (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=24914)
Die SPOT Produkthomepage:
Klick (www.findmespot.com)

Die Bedingungen welche an den SPOT Passaround geknüpft sind ähneln sich sehr den normalen Passaround Regeln, allerdings gibt es ein paar zusätzliche Dinge zu beachten:
911- Funktion: Wurde für den Test deaktiviert, es wird also KEINE RETTUNG STATTFINDEN WENN IHR DEN 911 KNOPF DRüCKT. Der Passaround soll uns die Möglichkeit geben das Gerät testen zu können und wir (und SPOT) sind sehr an eurer Meinung und vorallem auch an der Netzabdeckung (da sind mehr wir interessiert, SPOT gibt auf der Homepage eine grobe weltweite Abdeckung an) interessiert, möchten aber alle Risiken welche auf uns (diejenigen welche das Gerät auf ihren Namen registrieren mussten) zukommen können ausschliessen.
Interessant für uns sind vorallem Touren in Gebiete welche eine Netzabdeckung nicht garantieren (siehe SPOT Karte), es ist möglich dass solchen Touren eine Bevorzugung erhalten. Ich hoffe ihr habt hierfür Verständnis. Wir werden die geographische Abdeckung protokollieren und wahrscheinlich hier im Wiki posten.

Der erste Schritt wird ein Workshop auf der Mitgliederversammlung/Forumstreffen (http://http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=27371) mit dem Thema SPOT sein (vom 31. Oktober bis 2. November), wobei die Geräte vorgestellt werden und der Webaccount samt seinen Möglichkeiten "live" erprobt werden kann. Danach wird der Zugang zu den Webaccounts leider für den Tester nicht mehr möglich sein, wir werden für euch die Einstellungen vornehmen da der Webaccount unter anderem auch Kreditkartennummern preis gibt.
Während eures Tests könnt ihr folgende Funktionen des SPOTs uneingeschränkt nutzen und testen:
- Ok - Messages: Emailbenachrichtigung von vorher definierten Personen (Emailadressen welche ihr angebt)
- Tracking: Automatisches senden von Nachrichten, ca alle 10 Minuten
- Help - Funktion: Senden einer help Nachricht an eine Emailadresse
Ausserdem bekommt ihr einen link zu einer "google maps" ähnlichen Seite welche alle gesendeten Nachrichten aufzeichnet. Diesen link könnt ihr an Freunde weitergeben oder hier im Forum vor eurer Tour posten damit andere eurer Tour folgen können.

Der Testbericht sollte vorallem, neben den positiven und negativen Eigenschaften, der Praxistauglichkeit und Verbesserungsmöglichkeiten, die Netzabdeckung "protokollieren". (Ala "Schweden, nördlicher Kungsleden von Abisko nach Nikkaluokta" oä). Wir werden die Testberichte dann in regelmässigen Abständen auch SPOT Europe zur Verfügung stellen.

Um euch für einen Test anzumelden schickt mir einfach eine PN mit Betreff: SPOT-Passaround und Inhalt: Datum des Testzeitraums, Reiseziel und Name bzw Nick im Forum.
happy testing
Marco

Nicht übertreiben
13.05.2008, 18:08
Auf den ersten Blick missfällt mir schonmal die nicht gerade flächendeckende Abdeckung des Systems, viele Gegenden in denen so ein Ding Sinn gerade Sinn macht, fallen raus. Schade, klingt das System doch an sich ganz gut.

tille
13.05.2008, 18:24
Was ich ein bisschen beknackt finde:
Da schleppt man eine GPS-Receiver mit sich rum, kann sich aber nicht selbst seine Position anschauen. :roll:

Hihi, man könnte ja in denText für die Help-Funktion schreiben:
Help! Please call me on my cell phone and tell me my current GPS position!

Neo
13.05.2008, 18:30
Da habe ich auch mit Chris von SPOT argumentiert, er sagte jedoch dass alle Länder welche orange abgedeckt seien auch Netzdeckung gewährleisten. Ich werde im Rahmen des Tests nochmal mit ihm reden und ihm alle Punkte des Tests sowie auch Userfragen vorstellen (ua nochmals die Bedenken wg der "Netzabdeckung"). Ich denke dass SPOT nur davon profitieren könnte wenn sie uns ein Testgerät für eine Saison (oä) zur Verfügung stellen würden und wir so die Netzdeckung testen könnten.
Gruss
Marco

Thorsteen
26.05.2008, 21:54
Hallo!

Das Teil klingt ja von der Idee her gut, aber die Jahreskosten sind irgendwie nicht ganz ohne.
Ein 406 Mhz-Gerät mag zwar in der Anschaffung teurer sein, aber dafür sind dann keine weiteren
Kosten mehr vorhanden. Vorteil von dem Spot ist natürlich das Tracking.

Wie lang läuft das Gerät denn überhaupt so?


Torsten

Polarpics
27.05.2008, 02:21
Hallo NEO,
ich stoße gerade eben zufällig auf Dein Posting. Ich wäre an diesem Gerät schon sehr interessiert. Da ich jetzt im Sommer für 8 Wochen alleine auf Island unterwegs sein werde und dabei auch eine Solo-Hochlanddurchquerung ( zum Großteil auch arg abseits der bekannten Sprengi oder Köllur-Pisten ) vor habe, wäre so ein Gerät natürlich schon gut.

Das letzt mal war ich vor ca. 5 Jahren aus Island und hatte mir damals einen Notpeilsender als sicherheit ausgeliehen. Eigentlich suche ich nun wieder so ein Teil. Finde das Spot aber auch gut. Vor allem das man an Verwandte und Familie jederzeit so ein Trekking-Signal senden kann ist nicht schlecht.........mit GPS-Daten können die "Lieben daheim" ja sowieso in der Regel nix anfangen.

Wenn ich das richtig verstehe, bekommen die zuvor ausgewählten Personen per email eine Nachricht mit einem darin enthaltenen Link und können dann über diesen mittels Google-Map sofort meine aktuelle Position heranzoomen.

Ist das so korrekt ?

Wenn ja, ich brauche dieses Gerät eigentlich nicht dauerhaft, sondern nur während dieser 8 Wochen.

Kann man sowas auch leihen ??

Bzw. Kennt jemand eine Quelle, wo ich mir so einen regulären Notpeilsender ( ist ja bekannt von Hochseeseglern oder Expeditionen, etc.) leihen kann ?


Freue mich auf Deine Antwort.

Beste Grüße

Matt

Neo
27.05.2008, 13:52
Hallo zusammen,

also der SPOT läuft etwa 14 Tage im tracking modus (sendet eine Nachricht alle 10 Minuten) und etwa ein Jahr bei gelegentlichem senden von Check in Nachrichten mit einem Satz Lithium Batterien.

Ob und wo man den SPOT leihen kann kann ich leider auch nicht beantworten, werde die Frage mal weiterleiten.
Zu deiner Frage: die Checkin messages (inkl im 99€/Jahr Tarif) kommen als email mit einem link zu Gmaps, die Tracking messages kommen auf der shared site (extra Kosten).

Gruss
Marco

konamann
27.05.2008, 13:56
falls es zu einem Testgerät fürs Forum kommen sollte, würde ich mich für Mitte August bis Mitte September für den Raum Kungsleden Nord anbieten, die schwierige Aufgabe zu übernehmen ;)




ansonsten schonmal ein nicht so schlechtes gerät!
eigene GPS-daten sind allerdings unbedingt nötig! (zumindest wenn ich mit dem SPOT ja eh ein GPS-fähiges Gerät in der hand halte...)

bisschen teuer ist der Service allerdings. kommen ja quasi pro jahr 100€ drauf, das summiert sich dann auf 5 Jahre auf ein ganz tolles anderes Gerät, oder ein nicht ganz so tolles Gerät und eine Gummi-Badeinsel mit Palme...
lieber ein System à la Handygebühren mit der Option "Tracking für einen Tag" oder "Flatrate für zwei Wochen/einen Monat". man muss ja nicht das ganze Jahr bezahlen wenn man nur ca 4 wochen insgesamt draußen ist...



batterielaufzeit? hab ich die überlesen?
und kannst du größe/gewicht mal ungefähr abmessen? nur so zum spaß?

Neo
27.05.2008, 18:47
batterielaufzeit? hab ich die überlesen?
und kannst du größe/gewicht mal ungefähr abmessen? nur so zum spaß?

Grösse: 111 mm x 69 mm x 44 mm
Gewicht: 209 grams (siehe oben)

Laufzeit: 14 Tage konstant im Tracking mode oder ein Jahr gelegentliches Checkin messages senden mit einem Satz AA Lithium.

konamann
28.05.2008, 00:32
ja habs grad gelesen nachdem ich meinen beitrag fertig hatte...
aber gut, passt vom platz und von der laufzeit schon ganz gut. für relativ passiven gebrauch is das schonmal ganz anständig!
besser geht immer aber das find ich echt in ordnung!

Thorsteen
28.05.2008, 00:40
Hallo!

Laufzeit und auch Maße wären schon echt super. Aber leider sind es die Folgekosten nicht mehr. :(
Habe zwar durch Zufall einen Anbieter gefunden der das Teil für 85 Euro verkauft, aber halt wohl USA. Und habe nix über ihn gefunden.
Der vertreibt auch ACR und McMurdo, aber ohne Erfahrung wäre mir das ganze zu heiß dort zu kaufen.


Torsten

konamann
28.05.2008, 00:48
85 wär schon ein wort aber die folgekosten sind halt echt enorm, auf die lange zeit ( ich rechne allein mal 5jahre oder so als betriebszeit), zu viel einfach....

Thorsteen
28.05.2008, 01:18
Hallo!

@konamann

Genau die Kosten sind es was das Gerät doch eher unattraktiv macht. Die Trackingfunktion ist schon nicht übel um ehrlich zu sein.
Aber wichtiger wäre es doch wenn man in absoluten Notfällen einfach nur Hilfe rufen kann. Klar kann man sagen das eigne Leben
ist weit mehr wert als so ein paar Euro. Trotz allem gibt es dafür andere Lösungen die für mich zb. eher attraktiv wären.
Auch ein Punkt der mir ein wenig Sorgen bereiten würde, was passiert wenn der Anbieter pleite geht oder einfach seinen Dienst einstellt?
Die 406 Mhz-Sender arbeiten ja unabhängig von so einem Service.

Die Frage ist auch was ist wenn man mal zb. 2 oder 3 Jahre nicht den Service in Anspurch nimmt (also nix zahlt), kann man dann einfach wieder einsteigen
wenn man seinen Beitrag zahlt? Da sind in meinen Augen noch eine Fragen offen.


Torsten

Neo
12.06.2008, 22:08
ich habe nochmal mit SPOT Leuten gesprochen, es ist möglich von Jahr zu Jahr zu entscheiden ob man eine subscription möchte oder nicht, wenn man also mal ein Jahr nicht unterwegs ist dann muss man hierfür keine Gebühren zahlen.

Ausserdem könne auch mehrere Leute ein Gerät teilen. (und damit auch die Kosten) Man muss sich auch mal überlegen für was man das Gerät anschafft. Angenommen man ist in einer Gruppe unterwegs und alle geniessen natürlich die Sicherheit die ein SPOT bringt dann kommts unterm Strich pro Person vielleicht gar nicht so teuer.

Komtur
12.06.2008, 23:08
Da hier immer über die Kosten geredet wird - mal ein kleiner Kommentar von mir dazu:

Wie ihr gelesen habt, wollte ich vor wenigen Wochen von Fort William nach Cape Wrath wandern - leider ist es wegen KLM anders gekommen. Während meiner Wartezeit in Fort William hatte ich ausreichend Zeit und habe des öfteren einen Seenotrettungshubschrauber über dem Ben Navis und den anderen Bergen gesehen.
Da ich Zeit hatte, bin ich mal zur Mountain Rescue in Fort William und habe mal etwas mit denen über den Hubschrauber und deren Jobs geredet. Dabei habe ich folgendes erfahren:

Seit Mittwoch (ich bin am Samstag den 10.5. dort angekommen) wird ein Deutscher Wanderer in den Bergen vermisst. Bis Montag konnte er nicht gefunden werden.

In der letzten Woche wurde ein deutscher Wanderer in einem Wald, ca. 100 Meter neben dem West Highland Way gefunden - er wurde seit 4 Jahren vermisst. Woran er gestorben war, konnte man nicht mehr feststellen, da nur noch sein Skelett in dem Zelt gefunden wurde. Obwohl jährlich 50.000 Menschen den WHW gehen.

Ein Däne hat mit einem GPS-Notrufgerät (kann SPOT gewesen sein) auf dem WHW Hilfe gerufen, da er plötzlich Herzprobleme hatte. Er wurde schnell gefunden und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Da ich auf meiner Tour auch mehrere Tage ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt gewesen wäre und schon ein verstauchter Fuß oder gebrochenenes Bein mir große Probleme bereitet hätte, kann ich jetzt nur sagen:
Solch ein Gerät kann sicherlich Leben retten und der Nutzen im Notfall ist wirklich groß.

Sollte ich nächstes Jahr die Möglichkeit haben, meine Tour neu zu beginnen, werde ich auf jeden Fall irgendein Gerät mitnehmen und Hilfe rufen zu können - da ein Handy dort mangels Funkmasten nicht funktioniert.

Gruß

Dirk

Norbert
18.06.2008, 19:47
Wenn man 45 ist und Solotouren liebt, findet man solche Geräte gut. Trotzdem fühle ich mich irgendwie an den Quix Pagerdienst der 90 Jahre erinnert, der horrend teuer war, schnell veraltete und nach relativ kurzer Zeit den Betrieb einstellte.

Jetzt abermals von einem einzigen Anbieter abhängig zu sein, behagt mir gar nicht. Möchte jemand einen kaum gebrauchten Quix Pager kaufen? Ich habe ihn noch. :cool:

Gruß,
Norbert

Komtur
18.06.2008, 23:26
Wenn man 45 ist und Solotouren liebt, findet man solche Geräte gut.

Wenn man irgendwo unterwegs ist und mangels Empfang kein Handy benutzen kann, sowie sein eigenes Leben liebt, findet man solche Dinger gut.

Kennst Du eine Alternative?

Gruß

Dirk

merlin2
19.06.2008, 09:52
@Dirk

Ja, ein PLB ist derzeit die Alternative wenn´s 100% verlässlich sein soll. Und das soll es ja im Notfall.
Die zusätzlichen features des SPOT sind für mich ´nice-to-have´, aber nicht notfall-relevant.
Bin 54 (nein, das ist kein Zahlendreher), alleine unterwegs mit PLB.

Grüsse
Peter

Komtur
19.06.2008, 10:23
Ja, ein PLB ist derzeit die Alternative wenn´s 100% verlässlich sein soll. Und das soll es ja im Notfall.

PLB kenne ich nur als Notfunkgerät, welches man einschaltet und dieses einfach nur ein Funk-Signal sendet.

Was für ein Gerät hast Du? Funktionsweise usw. interessieren mich schon, da ich ebenfalls oft alleine unterwegs bin.

Gruß

Dirk

merlin2
19.06.2008, 10:58
Hallo Dirk,

ich habe das Aquafix, guggst Du hier: http://www.kk2.de/
Ja, das schaltet man ein und dann geht der Notruf in die Welt. Also das ist nur was für den wirklichen Notfall, Leichtfertigkeit ist da nicht angesagt ! Also eher ein Teil, das man jahrelang hat und mitnimmt, aber hoffentlich nie braucht.
Die Technologie ist aber erprobt und funktioniert sicher. Und genau das brauche ich in einer bedrohlichen Notlage, sonst nicht.
In folgenden Situationen habe ich das Teil dabei: (also nicht immer und zu jeder Zeit, würde das auch nicht auf dem Padjelanta im Sommer mitnehmen wie in einem Parallel-thread gefragt).
- Solotouren im Winter
- Seekajaktouren mit offenen Querungen, dann auch in der Gruppe.

Grüsse
Peter

apple
19.06.2008, 11:02
Hallo,

ich habe mir Dank Peter (merlin2) ein ACR ResQFix aus den USA importiert. Trotz Versand, Zoll und was in Deutschland noch auf ein zukommt, war der Preis des ResQFix auf 5 Jahre der selbe wie des Spots auf 5 Jahre. Hat allerdings nicht die ganzen Spielerein....

Die Netzabdekung der 406Mhz Systeme ist viel besser und die wahrscheinlichkeit einer "Netzabschaltung" ist rellativ gering.

Unter kk2.de findest du ein haufen infos zu den PLBs.

Gruß
Sven

Thorsteen
19.06.2008, 12:25
Hallo!

@apple

Was hast du so für dein Gerät bezahlt?
Und was kam noch an Steuern, Versand, Zoll dazu?

Weil das Aquafix wird wohl für ~290 Euro angeboten (US-Händler).
Und wenn das SPOT schon 199 Euro kostet (ohne Abo), dann ist man nicht weit davon entfernt.


Torsten

apple
20.06.2008, 00:13
Hey Torsten,

ich habe für den ACR ResQfix $455 + $20 Versand (zusammen ~308 Euro) + ~73 Euro (Zollgebühren, Einfuhrumsatzsteuer und Zollsteuer) bezahlt.

Was richtig gut ist, das er mit einer US ID programmiert/registriert war (musste ihn also nicht der Erstprogrammierung durch kk2 unterziehen). Konnte mich also einfach online in der USA Datenbank registrieren. Hat den Vorteil immer alle Daten sehr schnell zu ändern.

Wenn du noch Fragen hast: dann frag.

Sven

Andreas L
20.06.2008, 15:03
In der letzten Woche wurde ein deutscher Wanderer in einem Wald, ca. 100 Meter neben dem West Highland Way gefunden - er wurde seit 4 Jahren vermisst. Woran er gestorben war, konnte man nicht mehr feststellen, da nur noch sein Skelett in dem Zelt gefunden wurde. Obwohl jährlich 50.000 Menschen den WHW gehen.

Hallo Dirk!
Sag mal: Bist du sicher, dass die dir keinen Bären aufgebunden habe? Ein deutscher Wanderer, 4 Jahre lang vermisst und dann findet man sein Zelt 100 Meter neben einem heftig begangenen Wanderweg und ihn als Skelett darin - das hätte die Charts gestürmt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich im Netz absolut nichts in der Richtung finde ... :o

Andreas

Traeuma
20.06.2008, 15:19
http://news.bbc.co.uk/1/hi/scotland/glasgow_and_west/7306912.stm

;-)

Komtur
20.06.2008, 16:38
[OT]Hallo Dirk!
Sag mal: Bist du sicher, dass die dir keinen Bären aufgebunden habe?

Ja, hat Traeuma schon beantwortet.

Direkt am WHW ist das Zelten verboten, daher hat sich der Wanderer wohl 100 Meter in den Wald verdrückt um nicht entdeckt zu werden.

Aber hast schon recht - nur 100 Meter neben dem am stärksten benutzen Wanderweg und keiner hats gemerkt.

Gruß

Dirk

Andreas L
20.06.2008, 16:56
Nicht zu fassen ...

Danke!

Dieter
25.06.2008, 09:23
Hallo

... um zum Thema SPOT zurückzukehren ein kleiner Erfahrungsbericht aus der Praxis:
Ich berate jedes Jahr einige Islandbegeistert bei Planung ihrer Trekking- oder Skiprojekte. Oft sind es Kontakte die sich über Monate hinziehen und oft sehr zeitintensiv sind.

Zur Zeit ist David, ein Franzose, auf einer Solodurchquerung des Sprengisandur unterwegs. Eigentlich etwas zu früh im Jahr, denn die Pisten und die Hütten sind noch geschlossen. David folgt meiner Route von 2001 durch die Thjórsárver nach Nýidalur. Das ist wegloses Gelände mit einigen knackigen Gletscherflüssen, die zu furten sind. Allerdings vermeidet er die Querung des Múlajökull-Gletschers und nimmt dadurch eine Extrafurt in Kauf.

David hat einen SPOT dabei und ich habe Zugriff auf seine Daten. Jeden Tag bin ich sozusagen "live dabei", speichere seine Positionen als GPX-Datei und lade sie in mein TTQV GPS-Programm und vergleiche sie mit meiner eigenen Route. Das ist ausgesprochen spannend, denn ich kenne die kritischen Stellen, freue mich, wenn er die richtigen (sichereren) Wegentscheidungen trifft und bin froh, daß er nun gut in Nýidalur angekommen ist. Es reicht dabei daß sich die Message auf ein "ok" beschränkt. Sein Weiterweg Richtung Askja wird weiter spannend.

Wir haben zwar nichts abgemacht, aber sollten seine Meldungen abbrechen, oder "Hilfe" lauten, dann weiß ich, an wen ich mich wenden muß. So kann ich ein Auge auf ihn haben und ich freue mich, wenn wir nach seiner Rückkehr Erfahrungen austauschen können.

Über den Sicherheitsaspekt hinaus ist das Gerät und der Trackingservice eine interessante Sache, wenn jemand solo etwas anspruchsvolleres macht als einen Mittelgebirgsspaziergang.

Dieter

Komtur
25.06.2008, 09:46
Es reicht dabei daß sich die Message auf ein "ok" beschränkt.

Gerade das halte ich für eine interessante Funktion.
Wenn meine Lieben allein Zuhause sind und drei Wochen nichts von mit hören - ist das schon eine Zumutung.
Wenn dann wenigsten ein "ok" kommt, ist das schon eine sehr wertvolle Meldung.

Bezüglich ACR ResQfix habe ich gelesen, dass Seenotrettung wohl inbegriffen ist, bei Rettung auf Land diese aber komplett selbst bezahlt werden muss, da nicht abgedeckt. So eine Hubschrauberrettung ist ja nicht gerade "günstig".
Für den SPOT kann man ja gleich eine Versicherung abschließen.

Gruß

Dirk

Andreas L
25.06.2008, 10:13
Wenn ich nach "draussen" gehe, dann steht genau das im Mittelpunkt: Ich verschwinde für 14 Tage aus der elektronisch kontrollierten Kultur von Handy, PC und Überwachungskameras in einen Raum, in dem ich alleine, selbstverantwortlich und unerreichbar bin. Dabei muss ich um so vorsichtiger sein, je weiter weg von der Zivilisation und anderen Menschen ich komme - das ist selbstverständlich. Das macht für mich einen grossern Teil des Reizes aus. Und dann hänge ich mir doch keine "Wanze" um?

Wenn meine Planung "Expeditionscharakter" annimmt, dann ist ein Sender, der ein Notsignal abstrahlen kann, ganz sicher angebracht. Ausgeschaltet, stumm, am Körper. Aber doch keine "rundum Überwachung"?

Und: Was machst du, wenn das Ding im Bach absuppt, den Hang runterfällt, der Strom wegbleibt? Wirst du dann "automatisch" gerettet, weil dein Überwachungssignal wegbleibt? Klar kann man für diesen Fall was verabreden - aber was? Sofort retten, erst mal abwarten oder gar nichts tun? Ich hoffe, ich mache mich verständlich: Bei Licht betrachtet ist das doch eine technische Spielerei, die einen Haufen kostet, vielleicht etwas Sicherheit bringt - oder eigentlich doch nur vorgaukelt?

Wenn ich mir das so überlege: Ich sag daheim, ich bin in 14 Tagen wieder da, Funknetz gibts keines dort, deshalb hört ihr nur vielleicht was von mir - aber eher nicht. Stell das jetzt mal gegen die Situation: Sie können dich Meter für Meter verfolgen - und auf einmal bist du weg, einfach nicht mehr da.

Andreas

merlin2
25.06.2008, 11:33
@Dirk

das ist so nicht ganz richtig:
Mit einem PLB (Aqua- oder Resq-Fix) ist keine Rettung versicherungsmässig abgedeckt.
Das liegt vielmehr an der Organisation der Seenotrettungsdienste, dass sie Dich in jedem Fall retten ohne Kosten in Rechnung zu stellen. Bei Landrettung fallen auf jeden Fall die Transportkosten an. Diese kann man jedoch z.B. durch eine Mitgliedschaft im DAV oder durch jedwede andere Notfallversicherung gegen geringe Kosten versichern.
Im Übrigen stimme ich Andreas L zu: Bisher habe ich es auch immer so gehalten: KEINE Kommunikation ist ein gutes Zeichen. Wenn ich kann, melde ich mich vor dem Aufbruch oder nach der Rückkehr. In der übrigen Zeit brauche ich bei Solotouren für den emegency-case, und nur für diesen, einen last-exit. Das ist dann für mich das PLB.

Grüsse
Peter

Komtur
25.06.2008, 11:38
Sie können dich Meter für Meter verfolgen - und auf einmal bist du weg, einfach nicht mehr da.

Deine Bedenken sind sicherlich berechtigt. Doch wenn, so wie Du oben geschrieben hast, das Signal plötzlich futsch ist - na gut, dann wird eben "gerettet".
War nur das Gerät defekt - ok, eine "unnötige" Rettungsaktion zu viel. Aber wenn es doch ein Notfall ist, dann verreckt man eben nicht irgendwo und wird Jahre später gefunden.

Auch ein Handy, Satellitentelefon oder jedes andere elektronische Gerät könnte runterfallen und dann nützt es Dir im Notfall auch nichts.

Als ich jetzt in den Highlands war, habe ich mehrfach Gedacht "Oh oh, jetzt den steilen Berg runter, alleine, nicht auf einem Weg, 15km bis zum nächsten Dorf, kein Handyempfang - wenn ich mir hier ein Bein Breche dann war's das!"
Ich vertraue auf mich selbst, sonst wäre ich nicht losgegangen - doch passieren kann immer mal etwas.

Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und Voraussetzungen. Wer Bedarf hat, der kauft es und wer nicht, der lässt es bleiben.
Auf jeden Fall ist SPOT eine interessante Lösung.

(Meine Meinung)


@Peter
Habe nur bei SAR gelesen, dass Landrettung selbst bezahlt werden muss. Wenn es da eine Möglichkeit gibt, dies über eine Notfallversicherung abzusichern, dann wäre das auch eine "kostengünstige" Variante.

Gruß

Dirk

Dieter
25.06.2008, 14:08
Hallo,

zumindest für Island gilt: in der Praxis wird eine Landrettung nicht in Rechnung gestellt (ich weiß das aus eigener Erfahrung :-( ).
Schon gar nicht, wenn man seine Tour vorher bei der Rettungsorganisation anmeldet und somit unter Beobachtung steht. Solo und abseits üblicher Wege
betrachte ich das nicht als eine Beeinträchtigung des Abenteuers.

Den Rettungskräften dort ist auch ein Fehlalarm lieber als eine Leichenbergung. Letzten Sommer haben 2 Deutsche nicht ihren Rückflug angetreten - da waren sie schon 3 Wochen veschwunden ohne, daß jemand davon wußte.

Dieter

Thorsteen
25.06.2008, 15:45
Hallo!

@Dieter

Wobei meine persönliche Meinung zu den beiden am Vatnajökull ist, sie haben alles falsch gemacht was man nur
falsch machen kann. Ich hinterlasse bei meinen Eltern zb. immer einen ungefähren Laufweg und einen Termin
bis wann ich mich melde. Sollte der Termin überschritten werden hat meine Mutter die Nummer der Deutschen
Botschaft in Reykjavik. Das ist natürlich keine absolute Sicherheit aber grenzt die Zeit zwischen einem möglichen
Unfall und dem Beginn von Such-/Rettungsmaßnahmen doch schon ein.
Das mit dem Rettungsdienst habe ich noch nie gemacht, meldest du dich da Online an?

@Komtur

Diese Versicherungen haben sehr oft einen Pferdefuß!
Oft sind die Bergungskosten gedeckelt und die Versicherungen unterscheiden da wohl sehr säuberlich
zwischen Rettungsteil und Bergungsteil. Rettung = Pflaster/Spritze, Bergung = Weg nach Hause.
Einen Weg den viele Gleitschirmflieger machen, man wird Förderer der österreichischen Bergwacht. Man hat dort
keinen festen Betrag den man spendet. Vorteil ist man wird im Fall eines Falles kostenlos gerettet (Außenlandung im
Wald bzw. im Baum hängen etc.) UND das schließt auch Bergungskosten im Ausland mit ein! Die aktuell genauen
Konditionen kann ich dir nicht sagen. Vorteil ist man hat keine lange Mitgliedschaft sondern immer so 365 Tage.

Meine Info's zur Bergwacht sind aber schon etwas älter, hoffe aber mal das stimmt so noch!

@Topic

Ich denke irgendwie muss man eine Grundsatz frage für sich persönlich klären.
Welches Notfallkonzept bin ich bereit einzugehen und wie weit gehe ich mit meinem eignen persönlichem Risiko.

Was mir noch einfällt, in einigen Ländern ist Rettung kostenlos (zb. Neuseeland) aber man hängt es nicht an
die große Glocke damit man einige nicht dazu ermutigt noch größere Wagnisse einzugehen.


Torsten

Andreas L
25.06.2008, 15:51
Das ist IMO mit eine Gefahr dieser Hilfmittel - dass unerfahrene Leute glauben könnten, so ein elektronischer "Airlift" ersetzt Vorsicht, Wissen und Erfahrung. Alleine und abseits der Wege, also da, wo nur alle paar Wochen einer vorbeikommt: PLB. Das meinte ich mit "Expeditionscharakter".

Andreas

Dieter
26.06.2008, 08:35
@Thorsteen

Das mit dem Rettungsdienst habe ich noch nie gemacht, meldest du dich da Online an?
Nein, da gehe ich persönlich hin und unterhalte mich mit dem zuständigen Mitarbeiter und vereinbare die möglichen Rückmeldetermine. Dann wird zusammen ein detailliertes Formular ausgefüllt und er gibt es dann in den Computer ein. Ich gebe immer noch meinen vorbereiteten Routenplan, meine Wegpunktliste und Kopien meiner Karten mit der eingezeichneten Route ab. Das persönliche Verhältnis zu den Rettungsleuten ist sehr wichtig - man lernt ihre Arbeit kennen, kann sich wertvolle Tips holen und wenn es wirklich mal nötig ist, kann man sicher sein, daß sie nach einem "Freund" suchen (auch wenn das in ihrem Selbstverständnis keine Rolle spielen sollte).

Dieter

Roene
26.06.2008, 08:41
Ich bin auch ein wenig hin und her gerissen, was das Thema Sicherheit auf Tour anbetrifft. Ich würde aber eher der Meinung von Andreas zustimmen. Sollte das Tracking beim SPOT ausfallen, schürrt man nur unnötig Ängste und Sorgen. Ich sage meiner Familie ja auch nicht, dass ich mich zu einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Handy melden werde, sondern ich sage:"Ich melde mich, kann aber zwei Tage oder zwei Wochen dauern. Ich hinterlasse aber immer eine detailierte Routenbeschreibung.

Allerdings gab es auf meiner diesjährigen Wintertour einen Zwischenfall und so überlege ich jetzt auch, welche Notfallausrüstung am sinnvollsten wäre. In Frage würden für mich ein PLB oder ein Sat-Phone (leider sehr teuer) kommen. Das SPOT hat mir zuviele unnötige "Spielereifunktionen".
Mein Freund und Tourenpartner bekam dieses Jahr auf unserer Skitour eine akkute Blinddarmentzündung. Wir hatten zum Glück in dem Gebiet noch Handyempfang und so konnten wir die schwedische Bergrettung (die ist auch kostenlos) verständigen. Die kamen dann wegen Schneesturms nicht mit dem Helikopter sondern mit Snowscootern. Lief alles reibungslos und am selben Abend war der Blinddarm in Kiruna raus.
Hätten wir keinen Handyempfang gehabt, hätte sich die Rettung weitaus schwieriger gestaltet und wäre vielleicht auch nicht so gut ausgegangen.

Im Herbst wird es wahrscheinlich erstmal in den Rondane NP gehen, da ist eigentlich der Handyempfang sehr gut. Docj für die ächste Wintertour hätte ich gerne eine Notfalllösung dabei - mal schauen welche??!

Roene

Andreas L
26.06.2008, 09:29
http://www.marinenutz.de/details/prodid/8042.html

Vielleicht diesen AquaFix von ACR? Den gibt es hier für erstaunliche 300 Euro - der Normalpreis liegt wohl eher bei 800. Aber es könnte sich um ein Import-Gerät handeln - und da gab es irgendwelche Schwierigkeiten mit der Registrierung in D. Also Vorsicht. Aber das Gerät ist scheint schon mal sehr gut zu sein - mit IR-Schnittstelle zum GPS. Der sendet dann die GPS -Daten mit und hat trotzdem noch die Nah-Peil Funktion.

Andreas

Thorsteen
26.06.2008, 15:59
Hallo!

Es KÖNNTE sich nicht nur um ein Importgerät handel, es WIRD sich um ein Importgerät handeln. :)
Marinenutz ist ein US-Firma, die betreiben allerdings einige Seiten in Landessprache.
Zum Preis kommt dann also noch Zoll etc. hinzu. Da stellt sich dann die Frage was es dann genau kostet.
Bei Amazon.Com gab es sogar noch günstigere Angebote von ACR, aber keine Ahnung ob und wie man da
dann bestellen könnte. Und ob das seriös ist.


Torsten

Traeuma
26.06.2008, 19:29
Das SPOT hat mir zuviele unnötige "Spielereifunktionen".

Standart: Spot ausgeschalten lassen.
Notfall: Spot einschalten und 911 drücken.

Kein Unterschied zu einem ACR PLB, was die Bedienung angeht. Das Ding packst du auch nur aus und drückst den Panic-Button :cool:

Andreas L
26.06.2008, 20:07
Hey Torsten,

ich habe für den ACR ResQfix $455 + $20 Versand (zusammen ~308 Euro) + ~73 Euro (Zollgebühren, Einfuhrumsatzsteuer und Zollsteuer) bezahlt.

Was richtig gut ist, das er mit einer US ID programmiert/registriert war (musste ihn also nicht der Erstprogrammierung durch kk2 unterziehen). Konnte mich also einfach online in der USA Datenbank registrieren. Hat den Vorteil immer alle Daten sehr schnell zu ändern.

Wenn du noch Fragen hast: dann frag.

Sven

Also: Der Preis ist 100 Euro höher, die Registrierung online in den USA scheinbar kein Problem (ich hab aber auch mal irgendwo gelesen, dass eine Registrierung in den USA von einem dortigen Wohnsitz abhängig sein soll???), die Netzabschaltung ist äusserst unwahrscheinlich, Gebühren werden auch keine fällig, Gerät und System sind zuverlässig und erprobt und die Abdeckung soll besser sein als bei dem Spot. Auf was man dann verzichten muss ist das senden von Nachrichten und die Tracking-Funktion, die ja aber bei dem Spot auch noch mal 40 Euro plus im Jahr kostet.

Andreas

Thorsteen
30.06.2008, 14:34
Hallo!

Ich hatte mal Langeweile und wollte mir eine Übersicht schaffen was so ein PLB denn nun kosten wird, und zwar MIT den ganzen
Batteriewechseln etc. Also mal hingesetzt und bissel rumgerechnet. Die unten stehende Liste ist auf 10 Jahre angesetzt. Einfach
weil ich denke das ist in etwa die Standzeit die ein Ausrüstungsgegenstand bei den meisten Leuten wohl haben wird. Somit kommt
man bei den 406 Mhz PLB's auf 1 Batteriewechsel (das MT 410G hat 7 Jahre Batteriestandzeit!). Was nicht berücksichtigt wurde
das ist ein eventueller Batterietausch beim SPOT wegen dem Senden, das würde dann in die jeweilige persönliche Kostenrechnung
mit einfließen.

Kleine Erklärung noch zu den Abkürzungen:

Euro-Bei Geräten = Eurogeräte von deutschen Händlern
Euro-Bei Tarifen = SPOT-Europa-Tarife
US-Bei Geräten = im Angebot bei US-Händler "Marinenutz" 30% Preisaufschlag für Zoll, Märchensteuer etc.
USA-Bei Tarifen = SPOT-US-Tarife
UK-Bei Geräten = im Angebot bei UK-Händlern, 30% Preisaufschlag für Zoll, Märchensteuer etc.

Für die Preise bei den SPOT-Tarifen wurde der Preis vom EURO-Gerät genommen, wer also ein US-Gerät kauft muss
noch 46 Euro von allen Tarif-Preisen abziehen.

Tja was will man noch sagen, schaut selber.


Torsten



Kaufpreis Batterietausch Zusammen
SPOT-Euro 199,00 € 20,00 € 219,00 €

SPOT-USA 153,50 € 20,00 € 173,50 €

ACR AquaFix 406 - Euro 799,00 € 179,00 € 978,00 €

ACR AquaFix 406 – US 483,73 € 179,00 € 662,73 €

AquaFix 406 ohne GPS-US 401,18 € 179,00 € 580,18 €

Mc Murdo Fastfind Plus-US 558,05 € 258,70 € 816,75 €

MT 410G – Euro 629,00 € 169,00 € 798,00 €

MT 410G – UK 524,19 € 169,00 € 693,19 €


Spot – Nutzung Grundgebühr Tracking

Jährlich, Euro 990,00 € 390,00 €
Jährlich, USA 633,30 € 316,60 €

2-Jährlich, Euro 495,00 € 195,00 €
2-Jährlich, USA 316,65 € 158,30 €

3-Jährig, Euro 297,00 € 117,00 €
3-Jährig, USA 189,99 € 94,98 €


Komplett Nur Grundgebühr

Jährlich, Euro 1.599,00 € 1.209,00 €
Jährlich, USA 1.168,90 € 852,30 €

2-Jährlich, Euro 909,00 € 714,00 €
2-Jährlich, USA 693,95 € 535,65 €

3-Jährig, Euro 633,00 € 516,00 €
3-Jährig, USA 503,97 € 408,99 €

Traeuma
30.06.2008, 14:45
Im Endeffekt zahl ich also über 10 Jahre Nutzungsdauer beim Spot mit Trackingfunktion 600€ mehr als für ein Aquafix mit GPS.
Pro Jahr 60 Euro mehr und dafür hab ich ne Trackingfunktion, einen Help-Button und einen OK-Button.

Finde ich eigentlich nicht so schlecht. :roll:
Ganz klar hat man bei der Netzabdeckung aber natürlich Einschränkungen gegenüber einem PLB.

Wenn man dann aber das Spot noch gemeinschaftlich nutzt und sich die Kosten teilt, wird es noch interessanter.

... für mich ist wäre das Spot in Gebieten mit Netzabdeckung immernoch eine gute Alternative zu einem PLB... aber das entscheidet ja jeder für sich selbst ;-)

Traeuma
30.06.2008, 14:47
... wenn ich die Trackingfunktion weg lasse, zahle ich sogar nur 20€ mehr pro Jahr und hab immernoch den OK-Button und Help-Button.

... Vielen Dank übrigens für die Aufstellung ;-)

apple
01.07.2008, 01:08
Hallo!

Ich hatte mal Langeweile und wollte mir eine Übersicht schaffen was so ein PLB denn nun kosten wird, und zwar MIT den ganzen
Batteriewechseln etc. Also mal hingesetzt und bissel rumgerechnet. Die unten stehende Liste ist auf 10 Jahre angesetzt. Einfach
weil ich denke das ist in etwa die Standzeit die ein Ausrüstungsgegenstand bei den meisten Leuten wohl haben wird. Somit kommt
man bei den 406 Mhz PLB's auf 1 Batteriewechsel (das MT 410G hat 7 Jahre Batteriestandzeit!). Was nicht berücksichtigt wurde
das ist ein eventueller Batterietausch beim SPOT wegen dem Senden, das würde dann in die jeweilige persönliche Kostenrechnung
mit einfließen.

Kleine Erklärung noch zu den Abkürzungen:

Euro-Bei Geräten = Eurogeräte von deutschen Händlern
Euro-Bei Tarifen = SPOT-Europa-Tarife
US-Bei Geräten = im Angebot bei US-Händler "Marinenutz" 30% Preisaufschlag für Zoll, Märchensteuer etc.
USA-Bei Tarifen = SPOT-US-Tarife
UK-Bei Geräten = im Angebot bei UK-Händlern, 30% Preisaufschlag für Zoll, Märchensteuer etc.

Für die Preise bei den SPOT-Tarifen wurde der Preis vom EURO-Gerät genommen, wer also ein US-Gerät kauft muss
noch 46 Euro von allen Tarif-Preisen abziehen.

Tja was will man noch sagen, schaut selber.


Torsten



Kaufpreis Batterietausch Zusammen
SPOT-Euro 199,00 € 20,00 € 219,00 €

SPOT-USA 153,50 € 20,00 € 173,50 €

ACR AquaFix 406 - Euro 799,00 € 179,00 € 978,00 €

ACR AquaFix 406 – US 483,73 € 179,00 € 662,73 €

AquaFix 406 ohne GPS-US 401,18 € 179,00 € 580,18 €

Mc Murdo Fastfind Plus-US 558,05 € 258,70 € 816,75 €

MT 410G – Euro 629,00 € 169,00 € 798,00 €

MT 410G – UK 524,19 € 169,00 € 693,19 €


Spot – Nutzung Grundgebühr Tracking

Jährlich, Euro 990,00 € 390,00 €
Jährlich, USA 633,30 € 316,60 €

2-Jährlich, Euro 495,00 € 195,00 €
2-Jährlich, USA 316,65 € 158,30 €

3-Jährig, Euro 297,00 € 117,00 €
3-Jährig, USA 189,99 € 94,98 €


Komplett Nur Grundgebühr

Jährlich, Euro 1.599,00 € 1.209,00 €
Jährlich, USA 1.168,90 € 852,30 €

2-Jährlich, Euro 909,00 € 714,00 €
2-Jährlich, USA 693,95 € 535,65 €

3-Jährig, Euro 633,00 € 516,00 €
3-Jährig, USA 503,97 € 408,99 €


Hey Torsten,

genauso habe ich mich vor einiger Zeit mit dem Thema PLB beschäftigt.

Ich habe mir aber weniger Gedanken zu den Preisen gemacht. Im Vordergrund stand bei mir Netzabdeckung, Zuverlässigkeit des Gerätes, wie werden welche Hilfsmaßnahmen im Notfall ergriffen, Gewicht des Gerätes und erst danach kam der Preis und eventuelle Folgekosten. Irgendwie habe ich angst, wie jemand schon schrieb, das es aus irgend welchen gründen beim SPOT das Netz einfach abgeschaltet wird.

Als erstes habe ich einige Fragen an dich:

Woher hast du den Preis für den Batterie wechsel für das ACR Gerät?
Wie lang halten die Batterien bei dem Spot im „Tracking Modus“?

Du solltest noch in deine Rechnung für die PLBs den Programmierung und/oder Umprogrammierungs Preis aufnehmen. -> wenn das Gewünscht ist. Ich persönlich finde aber eine Registrierung in USA oder Kanada besser. Man kann ihn als Person sowieso nicht in Deutschland registrieren!!!

Zum Import aus den USA:

Zollgebühren: scheint bei den Zollbehörden unterschiedlich zu sein!?! Bei mir haben die das wohl vergessen…
Einfuhrumsatzsteuer: 19%
Zollsteuer: 3,7% für GPS Geräte
Versand: $20 über USPS First Class Mail International
Verkäufer: eBay wrightstuff1903 (sehr kommunikativ, schneller Service, immer Preise unter den MSRP, sucht den günstigsten Versand!)
Preis des Gerätes in USA: ….


UK-Bei Geräten = im Angebot bei UK-Händlern, 30% Preisaufschlag für Zoll, Märchensteuer etc.

Alles was aus UK kommt zahlt man doch keine Zölle?! UK gehört meiner Meinung nach zur EU……


AquaFix 406 ohne GPS-US

Ein Gerät ohne GPS würde ich nicht empfehlen.

Thorsteen
01.07.2008, 13:41
Hallo!

@apple

Ich wollte mit der Übersicht einfach mal handfeste Fakten zu den Preisen schaffen. In gewisser Weise
sind die Daten auch etwas verzerrt. Immerhin habe ich einen Dollarkurs von 1,50 Euro fix für die Zeit
angerechnet etc., aber soll auch eher mal was handfestes sein wo man mal einen Überblick bekommt.
Die Preise für die MGE+ACR Batteriewechsel stammen von kk2, ich habe da einfach mal angerufen und
nachgefragt. Die McMurdo-Batterie wäre von Amazon.COM, da habe ich keinen Händler in Deutschland
finden können.

Die Batterien halten laut NEO wohl 14 Tage, da hatte er wohl irgendwas zu geschrieben. Ich habe so ein
Teil hier ja nicht liegen. Wobei man dann diese Batterien rausrechnen müsste, weil wenn man so ein
SPOT zb. nur als Panic-Button nutzt dann hat es ja auch 5-7 Jahre Standzeit.

Die ganze Registrierung habe ich nicht mit reingerechnet, zum einen habe ich da keine festen Preise und
wenn man ein US-Gerät kauft dann hat es ja meist eine ID. Auch sollte das ganze ja keine ganz genaue
Rechnung sein was nun wieviel kostet, ich würde es lieber als grobe Überschlagsrechnung sehen. Weil
das SPOT kostet ja erstmal sehr wenig, das dicke Ende kommt dann noch wenn man es viel nutzt. Bei einem
PLB ist dafür die Anschaffung teuer, danach (Batteriewechsel mal nicht berücksichtigt) ist es kostenlos.
Ist wie bei den Handys, die gibt es umsonst zum Vertrag. Aber dafür hat es dann der Vertrag in sich.
Und wer sein Handy selber kauft (oder schon hat) der kauft sich eine billige Karte zum telefonieren.
Trotz allem kann beides je nach Situation seine Vorteile haben, der Mehrwert (Ok-Button, Tracking) beim
SPOT ist ja zb. auch nicht von jedem gewünscht. In meinen Augen ist es wichtig das egal welches System
man nutzt, im Notfall muss es funktionieren und die Rettungskette muss in Gang kommen. Und im Moment
schein das ja auch beim SPOT (und beim 406 Mhz sowieso) gegeben zu sein. Ob dann noch alle Systeme in
10 Jahren auf dem Markt vorhanden sind, das wird die Zeit zeigen. Vieleicht gibt es dann wieder was
ganz neues das noch viel besser ist.

Wenn man aus UK keine Zölle zahlt dann wäre das ultimativ!
Weil das MT 410G wäre für Outdoor absolut ideal! 250g mit eingebautem GPS und Blitzlicht. Dazu hat
man 7 Jahre Batteriestandzeit (ACR und McMurdo nur 5 Jahre). Glaube wir sollten einen von Globetrotter
mal wecken, die sollen das Teil ins Programm aufnehmen. :)

Ob ein PLB mit oder ohne GPS, man muss dazu sagen mit beidem wird man gerettet.
Es kann passieren das die Meldung dann aber maximal 90 Min später rausgeht und die Suchmanschaften ein
etwas größeres Gebiet absuchen müssen (wobei die einfach die Homingfrequenz vom PLB anpeilen). Aber wenn
es wirklich soweit ist das diese maximal 90 Minuten über Leben und Tod entscheiden, dann möchte ich die
Alarmierung nichtmal in Mecklenburg-Vorpommern erleben. Weil selbst mitten in Deutschland kann es dann
verdammt eng werden mit der Rettung! Von Gebieten wie Nepal oder Feuerland will ich dann noch gar nicht
reden. Lange Rede kurzer Sinn, man könnte hunderte von Pro und Kontra-Beispielen aufbauen, aber diese
MAXIMAl 90 Minuten sind der geringste Teil deiner Probleme dann. Wichtig ist das überhaupt jemand kommt,
und das wird zu 100% passieren. Allerdings vereinfacht es einiges für die Rettungsmannschaften.

Viele der Fragen muss eh JEDER für sich ganz ALLEIN abklären.
Nur eine Frage müssen sich alle stellen: "Was ist mir mein Leben wert, wieviel Risiko bin ich bereit einzugehen?"
In 99,99% aller Fälle wird nichts passieren, aber wehe du hast die Arsch-Karte gezogen und bist bei den
0,01% dabei.......



Torsten

Simpert
14.07.2008, 22:43
Mal einige Überlegungen zu diesen Notsendern.

Der Spot kommt ja hier ziemlich schlecht weg, zu unrecht wie ich meine.

Das A&O bei diesen Sendern ist ja dass ein Notsignal nicht nur abgegeben werden kann, sondern dass auch Hilfe organisiert wird.

In Ländern wie Skandinavien, Nordamerika oder den Alpen sicherlich kein Problem. In anderen Bereichen (bei mir wäre dass z.B. Südamerika) wäre ich mir nicht so sicher das ein EPIRB wirklich ddas bessere Gerät ist. Es muss halt unbedingt gewährleistet sein dass die Registrierung auch funktioniert, dass heisst dass im Falle eines Notfalls Angehörige verständigt werden die sich dann persönlich für eine Rettung einsetzen können (z.B. über die Botschaft)

Beim SPOT geht das Signal direkt an deine Angehörigen, beim EPIRB bestenfalls über den Umweg bei einer Registrierung.

Zudem hat das SPOT den Vorteil das ich relativ Zeitnah die Funktion testen kann: Sobald ich noch in der Zivilisation bin kann ich eine ok Nachricht verscchicken und weiss dass das System noch funktioniert. Ob ich tatsächlich noch in der US-Datenbank registriert bin und auch meine Angehörigen tatsächlich verständigt erden, dass merkt man erst im Ernstfall.

Ein weiterer Vorteil ist das SPOT für Leute die immer wiedr in den gleich Ecken herumgeistern, z.B. Gleitschirmflieger, Kletterer: da kann dann vorher relativ gut getestet werden ob eine Abdeckung vorhanden ist.

Ich würde es eigentlich genial finden wenn dieser "Forumsverein" zwei bis drei Geräte kaufen würde und zum verleih aanbieten könnte.

Man könnte dann eine relativ hohe Pauschale verlangen (vielleicht 50 Euro) plus eine humane Wochengebühr/Monatsgebühr (von vielleicht 5 Euro die Woche/ 15 Euro den Monat) Dann würde es sich auch für Leute lohnen die längere Zeit unterwegs wären.

Thorsteen
15.07.2008, 23:29
Hallo!

@Simpert

Ich glaube nicht das er schlecht wegkommt, sind sind halt viele Punkte angesprochen worden.
Das nicht alles jedem gefällt ist die eine Seite, aber es hat auch niemand behauptet das ein PLB oder
SPOT das allein seeligmachende Gerät ist. Beide Geräte haben ihre Stärken und auch Vorzüge. Die Entscheidung
OB und auch WELCHES Gerät muss jeder für sich ausmachen.

Ich glaube du hast von den 406 Mhz Geräten eine falsche Vorstellung!
Die Registrierung ist hierbei nötig da jedes Gerät eine eindeutige ID hat, das soll den vielen Fehlalarmen
der alten Geräte vorbeugen. Das eigentliche Notsignal geht aber in eine Rettungsleitstelle, das kann
zb. die US Coast Guard sein. Von dort aus wird dann eine Rückfrage gestartet
und die Plausibilität geprüft (ID eines 30.000 BRT-Tankers in den Anden wäre etwas "merkwürdig").
Nichts anderes macht auch SPOT, da unterscheiden sich die Systeme nur darin das es für das SPOT nur
eine Zentrale weltweit gibt und bei den 406 MHz-Geräten kann es mehrere geben. Das ist aber kein wirklich
großer Unterschied!

Du liegst noch einem Gedankenfehler auf, das SPOT kann zwar eine Help-Msg an einige Adressen senden.
ABER das ist keine Notfallalarmierung mit ingangsetzen der Rettungskette!!!
Das passiert erst wenn man den eigentlichen Notrufknopf drückt. Testfunktionen bieten auch
alle Geräte der 406 Mhz-Klasse an, also auch kein Punkt für das SPOT. Auch mit dem ´"testen der Abdeckung",
meinst du nicht das macht sich auf Grabsteinen so gut? Das Ding funktioniert oder es funktioniert nicht,
wenn man erstmal rausfinden muss ob es wirklich geht dann kann man es gleich von vorn herrein vergessen.
Mag hart klingen, aber das ist nunmal so.


Torsten

Simpert
16.07.2008, 22:37
ABER das ist keine Notfallalarmierung mit ingangsetzen der Rettungskette!!!



Hab ich das behauptet???

Genau das Gegenteil habe ich gesagt, lies halt mal richtig ;)

Die "Rettungskette" bringt Dir halt nix wenn Du in einer Bananrepublik sitzt wo die Retter erstmal eine Kreditkarte sehen wollen bevor sie mit dem retten loslegen. Da ist die "Rettungskette" dann ganz schnell unterbrochen.

Genau das KANN der Vorteil beim Spot sein, denn deine Angehörigen werden sicherlich 1000mal engagierter sein eine rettung in die Wege zu leiten als irgendeine anonyme Seerettungsstation in den USA.

Simpert
16.07.2008, 22:55
Hallo!

@Simpert

Ich glaube nicht das er schlecht wegkommt, sind sind halt viele Punkte angesprochen worden.
Das nicht alles jedem gefällt ist die eine Seite, aber es hat auch niemand behauptet das ein PLB oder
SPOT das allein seeligmachende Gerät ist. Beide Geräte haben ihre Stärken und auch Vorzüge. Die Entscheidung
OB und auch WELCHES Gerät muss jeder für sich ausmachen.

Das Spot würde sich z.B sehr gut für den Forumsverein anbieten, da es keiner Registrierung bedarf.
Leider gab es keine Resonanz bisher, vielleicht ist dieses Thema hier einfach auch nur zu versteckt. Werde es nochmal im Allgemeinem Bereich ansprechen wenn falls nix mehr kommt.



Nichts anderes macht auch SPOT, da unterscheiden sich die Systeme nur darin das es für das SPOT nur
eine Zentrale weltweit gibt und bei den 406 MHz-Geräten kann es mehrere geben. Das ist aber kein wirklich
großer Unterschied!

Nochmal:
Beide Geräte unterscheiden sich grundlegend, da es nur mit dem SPOT möglich ist direkte Meldungen zu verschicken. Bei anderen Geräten gibt es diese Möglichkeit nicht.



alle Geräte der 406 Mhz-Klasse an, also auch kein Punkt für das SPOT. Auch mit dem ´"testen der Abdeckung",
meinst du nicht das macht sich auf Grabsteinen so gut? Das Ding funktioniert oder es funktioniert nicht,
wenn man erstmal rausfinden muss ob es wirklich geht dann kann man es gleich von vorn herrein vergessen.
Mag hart klingen, aber das ist nunmal so.


Torsten

Ich versteh nicht woraus Du hinauswillst?
Da macht z.B. jemand eine schwierige Tour in einer abgelegenen Gegend in einer Gruppe und testet ob sein SPOT funktioniert. Das gibt ihm eine relativ hohe Sicherheit das er nächstes Jahr, wenn er die Tour alleine plant, notfalls Hilfe holen könnte.

Oder Du machst eine Wanderung in Patagonien und stehst unter einer Felswand und testest mal ob dein SPOT funktioniert. Dass er funktioniert gibt Dir Erleichterung in die Tour einzusteigen, da Du im Notfall Hilfe holen könntest. Oder Du hast von jemand anderen die Information: Mein SPOT hat da und da einwandfrei funktioniert...

Sind das keine Vorteile?

Sich 100% auf Hilfe zu verlassen ist immer falsch, aber niemand kann mir sagen dass mein persönliches Verhalten auch davon abhängt im Notfall Hilfe holen zu können.

Fjaellraev
16.07.2008, 23:05
Das Spot würde sich z.B sehr gut für den Forumsverein anbieten, da es keiner Registrierung bedarf.
Das stimmt leider nur bedingt und die Abklärungen in diesem Bereich sind wohl auch mit ein Grund weshalb von den Leuten die mehr wissen, und sagen können, als ich bisher keine Reaktion kam...

Gruss
Henning

Thorsteen
17.07.2008, 15:43
Hallo!

@Simpert


Hab ich das behauptet???

Genau das Gegenteil habe ich gesagt, lies halt mal richtig ;)



In Ländern wie Skandinavien, Nordamerika oder den Alpen sicherlich kein Problem. In anderen Bereichen (bei mir wäre dass z.B. Südamerika) wäre ich mir nicht so sicher das ein EPIRB wirklich ddas bessere Gerät ist. Es muss halt unbedingt gewährleistet sein dass die Registrierung auch funktioniert, dass heisst dass im Falle eines Notfalls Angehörige verständigt werden die sich dann persönlich für eine Rettung einsetzen können (z.B. über die Botschaft)

Beim SPOT geht das Signal direkt an deine Angehörigen, beim EPIRB bestenfalls über den Umweg bei einer Registrierung.


Das waren deine Worte.
Und genau das ist falsch! Die Registrierung bei PLB's ist zur identifizierung und zum Abgleich der Plausibilität des
eigentlichen Notrufes notwendig. Kein Angehöriger muss per Hand irgend eine Rettungskette in Gang setzen.
Das übernimmt eine der 39 Rettungsleitzentralen, was aber passieren kann das die Angehörigen einen Rückruf bekommen.
Das hat aber mit dem einleiten der eigentlichen Rettung wenig zu tun.
Bei dir liest es sich aber so als wenn die PLB's das nur über Verwandte machen.

Hier mal das SARSAT/COSPAS-System:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0e/New_C-S_System_Overview.jpg




Nochmal:
Beide Geräte unterscheiden sich grundlegend, da es nur mit dem SPOT möglich ist direkte Meldungen zu verschicken. Bei anderen Geräten gibt es diese Möglichkeit nicht.


Das Meldungen versenden ist schon ein Unterschied, aber die eigentliche Notruffunktion ist in meinen Augen
das wichtigere Argument. Und diese Funktion ist zb. beim SPOT nur so lange gegeben wie dein Bezahlaccount aktiv
ist. Bei PLB's spielt das keine Rolle, so lange man registriert ist und das Signal sendet wird die Rettungskette in Gang
gesetzt. Ob jemand die Zusatzfunktionen vom SPOT benötigt muss jeder selber entscheiden. Und je nach Bedarf kann
zb. die "OK"-Funktion vom SPOT das einzig entscheidende Kaufkriterium sein, allerdings muss man dann auch die
kleinen Nebenwirkungen im Auge behalten.



Ich versteh nicht woraus Du hinauswillst?
Da macht z.B. jemand eine schwierige Tour in einer abgelegenen Gegend in einer Gruppe und testet ob sein SPOT funktioniert. Das gibt ihm eine relativ hohe Sicherheit das er nächstes Jahr, wenn er die Tour alleine plant, notfalls Hilfe holen könnte.

Ich will nicht wissen wo das Ding funktioniert oder nicht, es muss funktionieren.
Und genau hier hat das SARSAT/COSPAS-System eine 100%ige Abdeckung, die muss ich nicht erst testen
sondern die ist einfach da. Dadurch bedingt das 2 Arten von Sateliten zum Einsatz kommen, polumlaufende und
geostationäre. Und wenn ich erst in ein Gebiet fahren muss um zu testen ob das Teil dort auch wirklich läuft, da
kann ich auch gleich russisches Roulette spielen. Nicht umsonst gibt es ja auf der SPOT-Page auch eine Abdeckung.
Und wenn ich mit dem Teil dann in ein "Grenzgebiet" fahre, wer sagt mir das es dann dort auch läuft?



Oder Du machst eine Wanderung in Patagonien und stehst unter einer Felswand und testest mal ob dein SPOT funktioniert. Dass er funktioniert gibt Dir Erleichterung in die Tour einzusteigen, da Du im Notfall Hilfe holen könntest. Oder Du hast von jemand anderen die Information: Mein SPOT hat da und da einwandfrei funktioniert...

Ein PLB hat einen Systemselbsttest, der wird wohl beim SPOT beim einschalten ähnlich laufen (wenn auch verdeckt).
Nur sagt der nichts ob mein Notsignal wirklich rausgeht. Und selbst wenn du dir mit dem SPOT eine "OK"-Msg sendest
wird es etwas schwierig das zu kontrollieren, es sei denn dort unten gibt es Felswände mit Internetanschluß oder man
ist gerade neben einem Internetcafe am klettern, aber dann wäre es einfacher wenn ich dort bescheid sage.



Sind das keine Vorteile?

Wie schon zig mal von mir erwähnt, wo ist der Vorteil wenn ich nicht weis ob es wirklich zu 100% überall arbeitet?
Das ist ein Nachteil! Ist man nur in den abgedeckten Gebieten unterwegs dann stört das natürlich nicht, aber nicht alle
sind dort unterwegs.



Sich 100% auf Hilfe zu verlassen ist immer falsch, aber niemand kann mir sagen dass mein persönliches Verhalten auch davon abhängt im Notfall Hilfe holen zu können.

Wenn die Kacke am dampfen ist, dann wirst du dich nur noch drauf verlassen können. Und vieleicht auf Gott.
Und wenn du es nicht mehr packst beim PLB die Sicherung zu brechen oder beim SPOT die "911"-Taste zu drücken
dann ist jegliche Diskussion um Hilfe so oder so überflüssig.



Die "Rettungskette" bringt Dir halt nix wenn Du in einer Bananrepublik sitzt wo die Retter erstmal eine Kreditkarte sehen wollen bevor sie mit dem retten loslegen. Da ist die "Rettungskette" dann ganz schnell unterbrochen.

Öhhhm, hast du dir mal durchgelesen wie beim SPOT die Rettung über das GEOS-Center läuft?


How It Works:
Once activated, SPOT will acquire its exact coordinates from the GPS network, and send that location along with a distress message to a GEOS International Emergency Response Centre every five minutes until cancelled. The Emergency Response Centre notifies the appropriate emergency responders based on your location and personal information – which may include local police, highway patrol, the Coast Guard, your country’s embassy or consulate, or other emergency response or search and rescue teams – as well as notifying your emergency contact person(s) about the receipt of a distress signal.

Wenn ich gemein wäre würde ich jetzt sogar noch auf "the Coast Guard" rumreiten, und erwähnen das es
wohl sogar besser wäre wenn die gleich wie bei einem PLB informiert werden würde. Aber ich will ja nicht gemein sein.
Ausnahmsweise mal. :grins:



Genau das KANN der Vorteil beim Spot sein, denn deine Angehörigen werden sicherlich 1000mal engagierter sein eine rettung in die Wege zu leiten als irgendeine anonyme Seerettungsstation in den USA.

Die "US Coast Guard" ist eine anonyme Seerettungssation?
Die "DGzRS" ist eine anonyme Seerettungsstation?
DGZRS= Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Sorry, aber damit machst du dich lächerlich!

Und was machst du wenn deine Verwandten grade für 7 Tage in ihren Schwarzwaldurlaub gefahren sind?
Hoffen das sie nicht noch das Verlängerungswoche-Angebot annehmen?


Torsten

PS: Kleine Gemeinheit habe ich zwar noch auf Lager, aber sag ich nicht. :baetsch:

Simpert
17.07.2008, 18:14
irgendwie rede ich chinesisch, oder? ;-)
Das was Du schreibst ist ja nicht grundlegend falsch, leider gehst Du nicht auf meine Argumentation ein, warum weiss ich auch nicht.

Ich versuche es noch einmal:

Wir haben zwei verschiedene Systeme:

SPOT: sendet eine SMS mit deinen Koordinaten an eine (evt auch mehrere) Nummern. Die Möglichkeit an eine "Notrufzentrale"zu senden besteht auch, ist aber unklar wie diese genau arbeitet und wie zuverlässig diese ist.

PPB: sendet an eine Seenotzentrale. Direkte SMS an Angehörige ist nicht möglich.

was ist jetzt der Vorteil von SPOT:

Ich persönliche würde immer meinen Angehörigen mehr Vertrauen als einer "anonymen" (damit ist gemeint dass ich die Mitarbeiter dort nicht persönlich kenne, soll kein Qualitätsurteil sein) staatlichen oder privatwirtschaftlichen Rettungorganisation schenken, dass ist aber eine rein persönliche Empfindung.

Während beim PBR evt. ein Hilferuf herausgegangen ist, endet die Rettungskette dann möglicherweise weil er als Fehlalarm interpretiert wird.

Beim SPOT dagegen sind deine Angehörigen direkt informiert, werden ganz andere "Hebel" in Bewegung setzten als eine anonyme Organisation.

PBRs sind für die Seefahrt gemacht, die Landrettung scheint da nicht vorzukommen. Die Registrierung für Deutsche funktioniert nur für ein Schiff, und ein Schiff im Hochgebirge ist unplausibel, deutet auf einen Fehlalarm hin.

Warum ist denn die Registrierung für Deutsche z.B. in den USA anscheinend nicht möglich?: doch nur weil die sich nicht für Dich verantwortlich fühlen und nicht haften wollen, wenn die trotz eines Alarms nix unternehmen.

Hast Du jetzt verstanden, worum es mir geht?

Das meine Verwandten nicht im Schwarzwald ohne Handyempfang sein sollten ist schon klar, aber so etwas lässt sich vorher abklären. Ausserdem hast Du noch einen "sekundären" Empfänger. Und als "Joker" hast Du immer noch die "911" Taste, die wohl auch deine Angehörigen informieren wird da beim SPOT eine "Registrierung" unproblematisch ist.

Simpert
17.07.2008, 18:44
Kein Angehöriger muss per Hand irgend eine Rettungskette in Gang setzen.
Das übernimmt eine der 39 Rettungsleitzentralen, was aber passieren kann das die Angehörigen einen Rückruf bekommen.




Auf die Gefahr hin zu nerven. Ich glaub dass ist der Knackpunkt, warum wir aneinander vorbeireden:

Was Du als "Nachteil" empfindest sehe ich als grossen Vorteil:
Wer hat wohl ein grösseres Interesse daran, dass Du "gerettet" wirst: Eine anonyme Notrufzentrale oder deine eigenen Angehörigen?

Die "Notrufzentrale" wird evt. schnell aufgeben wenn der normale "Dienstweg" keinen Erfolg bietet, deine Angehörigen haben da noch ganz andere Möglichkeiten. Ich rede dabei nicht von "Musterstaaten" wie Island, Norwegen oder der Schweiz mit einem perfekt organisiertem Rettungswesen, sondern von Ländern wo halt ein Menschenleben, zumal noch von einem Ausländer, viel weniger zählt als bei uns.

Ein herkömmliches PLB (also nicht der SPOT) macht nur dann SINN wenn 100% gewährleistet ist, dass nach einem Notruf auch die Kontaktpersonen benachrichtigt werden. (nicht so wie Du schreibst "es kann sein") Ist dies nicht der Fall macht das System zumindest weltweit gesehen ausserhalb der Schiffahrt wenig Sinn.

barleybreeder
18.07.2008, 09:05
PBRs sind für die Seefahrt gemacht, die Landrettung scheint da nicht vorzukommen. Die Registrierung für Deutsche funktioniert nur für ein Schiff, und ein Schiff im Hochgebirge ist unplausibel, deutet auf einen Fehlalarm hin.


Gelesen? (http://www.isafold.de/langjokull05/tag_07.htm)


....sondern von Ländern wo halt ein Menschenleben, zumal noch von einem Ausländer, viel weniger zählt als bei uns.


Und die sind dann auch durch das SPOT abgedeckt?

Andreas L
18.07.2008, 09:52
Simpert: Du scheinst ein ziemliches Misstrauen gegenüber "Rettungskräften" zu haben - zumindest in - sagen wir mal - "weniger entwickelten" Ländern. Ich kann das so nicht bestätigen. Mit der Küstenwacht auf den Faröer habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht, mit einem Spezialtrupp in der Ukraine, der auf die Rettung von Bergleuten aus den Kohleminen dort spezialisiert war, -ein hundsgefährlicher Job- ein langes Gespräch geführt. Leute, die es als ihren Beruf ansehen, anderen zu helfen, haben IMO eine gemeinsame Motivation, die aus dem Menschlichen kommt. Die einen haben besseres Gerät als die anderen, können deshalb vielleicht auch schneller reagieren - aber die Motivation, Leben das in Gefahr ist zu retten, da gibt es keine Unterschiede. Höchstens den, dass die schlechter ausgerüsteten noch mehr riskieren, als die bei uns, in den Industrienationen.
Letztlich bist du in einem Notfall auf die Leute vor Ort angewiesen. Und die Idee, dass man denen von hier aus, per Telefon "Dampf" machen könnte - oder sollte, hat fast schon was kolonialistisches - aber lassen wir das.

Zum Schluss: Das 406 Mhz Funknetz der PLBs ist ein eingeführtes flächendeckendes System, das auch bestens funktioniert - siehe Sebastians Link. Die Geräte sind robust, ausgereift und erprobt. Das alles muss dieses privatwirtschaftlich organisierte SPOT-System erst noch unter Beweis stellen.

Andreas

p.casso
18.07.2008, 11:40
PLBs und Spots sind meiner Ansicht nach (noch) nicht direkt vergleichbar.

Ich finde den Spot durchaus sinnvoll, er bietet einfach zusätzliche Sicherheit und ein einfaches übertragbares System. Ich habe heute den Spot für knapp drei Wochen gemietet. Kostenpunkt EUR 40,00. Da kann man nicht murren.

Ob ein Leihgerät momentan für das Forum attraktiv ist weiß ich nicht. Gerade auch deswegen, weil es mittlerweile (noch) kostengünstige Anbieter im Web gibt.

Generell ist die Thematik für mich folgendermaßen gelagert. Wer abseits der Zivilisation unterwegs ist, muss mit vielem rechnen. Ein Bekannter von mir bekam plötzlich Blinddarmentzündung. Von jetzt auf gleich, ohne eindeutige Vorwarnung. Dies geschah in der Zivilisation, also nicht weiter wild. Krankenhaus, schnippschnapp und gut ist.

Aber was wenn dies im Sarek oder Westpadjelanta passiert? Auch wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, entsteht eine durchaus heikle Situation. Hier ist der Spot sinnvoll. Netzabdeckung ist gegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass derartige Unfälle passieren ist nicht sehr hoch.

Ob ich ihn nun auf eine Tour mitnehmen würde, bei der die Wahrscheinlichkeit von Unwägbarkeiten/Gefahren steigt? Ich denke nicht.

Hier würde ich doch eher ein Satellitentelefon oder einen PLB vorziehen. Für mich wirken diese System zuverlässiger, ausgereifter. Sie sind einfach älter und über jeden Verdacht erhaben. Da möchte ich mich meinem Vorredner anschließen. Dies ist aber nur meine subjektive Einschätzung!

So kommt also der Spot einfach in den Rucksack. Und dann wird er zwei/drei Wochen durch die Gegend getragen. Einfach nur als Rückversicherung.

Gruß Christoph

Thorsteen
18.07.2008, 13:23
Hallo!

@Simpert


irgendwie rede ich chinesisch, oder? ;-)
Das was Du schreibst ist ja nicht grundlegend falsch, leider gehst Du nicht auf meine Argumentation ein, warum weiss ich auch nicht.


Ich denke schon das ich auf dich eingegangen bin, nur wenn du unter "eingehen" das Akzeptieren deiner
(in meinen Augen) merkwürdigen Meinung zu Rettungsdiensten meinst, hier muss ich dich enttäuschen. Da werde ich
dir nicht zustimmen!

Auch habe ich oft den Eindruck das du dir die technische Seite von SARSAT/COSPAS nie richtig
durchgelesen hast. Weil es kommt immer wieder das man Verwandte nicht erreichen kann und wegen der
ganzen Registrierung. Aber das habe ich oben schon erklärt und findet sich auch in vielen Informationen zum
System selber. Das ganze EPIRB-System will eines sein, eine Notfunkbake.
Zu 100%, überall auf dieser Welt (so lange man oberirdisch ist).
Und genau das macht es, einfach mal auf die Webseite gehen und schauen wieviele Rettungseinsätze
und Rettungen durchgeführt wurden. Und staunen!



Ich versuche es noch einmal:

Wir haben zwei verschiedene Systeme:

SPOT: sendet eine SMS mit deinen Koordinaten an eine (evt auch mehrere) Nummern. Die Möglichkeit an eine "Notrufzentrale"zu senden besteht auch, ist aber unklar wie diese genau arbeitet und wie zuverlässig diese ist.

PPB: sendet an eine Seenotzentrale. Direkte SMS an Angehörige ist nicht möglich.

Das es zwei unterschiedliche Systeme sind würde ich in gewisser Weise bestreiten!
Beide sind ein Notfallsystem, gut eines davon hat noch paar Gimicks, trotz allem ist ihre Hauptaufgabe eine
Rettung im Notfall einzuleiten. Und eine Einleitung von Rettungsmaßnahmen sollten die Leute machen die sich damit
am besten auskennen, nämlich Rettungsleitzentralen. Das wichtigste ist eine gute Koordination und keine Schnellschüße.
Und versuch du mal bei dir schnell eine Rettung einzuleiten, was macht man? Richtig man wählt die 112. Und genau das
ist eine Rettungsleitzentrale. Schon allein hier in Deutschland wäre es schwer mal ebend alles zu organisieren, vor
allem noch in einer Streßsituation. Und glaube mir, ich komme öfter in solche Situationen wo man unter extremen Streß steht!
Nicht umsonst gibt es bei vielen Unternehmen extra "Notfallmanager" die dann in Extremsituationen alles koordinieren.



PBRs sind für die Seefahrt gemacht, die Landrettung scheint da nicht vorzukommen. Die Registrierung für Deutsche funktioniert nur für ein Schiff, und ein Schiff im Hochgebirge ist unplausibel, deutet auf einen Fehlalarm hin.

Warum ist denn die Registrierung für Deutsche z.B. in den USA anscheinend nicht möglich?: doch nur weil die sich nicht für Dich verantwortlich fühlen und nicht haften wollen, wenn die trotz eines Alarms nix unternehmen.

Das hängt nicht mit irgend welchen Regressforderungen zusammen sondern allein mit dem Deutschen Recht. Es gibt
in Deutschland nur Schiffe oder Flugzeuge mit so etwas, zumindest laut Papier. In Österreich zb. kannst du
deine Registrierung auch als Fußgänger/Paraglider vornehmen lassen. Bei den Briten werden die dann wohl als
"Person" registriert. Und so lange eine Registrierung vorliegt wirst du auch gerettet werden! Egal wo das ist.


Die "Notrufzentrale" wird evt. schnell aufgeben wenn der normale "Dienstweg" keinen Erfolg bietet, deine Angehörigen haben da noch ganz andere Möglichkeiten. Ich rede dabei nicht von "Musterstaaten" wie Island, Norwegen oder der Schweiz mit einem perfekt organisiertem Rettungswesen, sondern von Ländern wo halt ein Menschenleben, zumal noch von einem Ausländer, viel weniger zählt als bei uns.

Ich denke du hast eine sehr merkwürdige Meinung zu diesen Leuten die oft ihren eignen Hintern riskieren um
andere Leben zu retten. Die wollen nicht als Helden gesehen werden, sie machen nur ihren Job (in ihren Augen).



Ein herkömmliches PLB (also nicht der SPOT) macht nur dann SINN wenn 100% gewährleistet ist, dass nach einem Notruf auch die Kontaktpersonen benachrichtigt werden. (nicht so wie Du schreibst "es kann sein") Ist dies nicht der Fall macht das System zumindest weltweit gesehen ausserhalb der Schiffahrt wenig Sinn.

Ich will gerettet werden!
Dazu müssen die nicht erst mit meinen Anverwandten reden, das können sie oder ich dann auch noch nach der
Rettung machen. Es geht nicht darum Smalltalk zu betreiben sondern das man gerettet wird.


Weist du was wirklich lustig ist?
Ich habe so ein SPOT hier liegen! Heute per Post gekommen. :grins:
Hauptgrund für das System waren die "OK"-MSG's weil jemand zu hause sitzt der jeden Abend dann grübelt ob
ich überlebe oder ob ich schon tod bin. Auch wenn realistisch gesehen nicht so viel passieren kann.
Ich selber hätte lieber ein PLB genommen, einfach weil zu dem mehr Vertrauen vorhanden wäre. Nicht das es nicht
funktioniert, das wird es schon da mache ich mir keine Sorgen. Sondern das es über Nacht eingestellt wird. Ich würde
eh gern mal wissen mit welchen Sateliten die arbeiten, würde mich nicht wundern wenn dann INMARSAT
dabei rauskommen würde. Einigen wird der Name was sagen.

Trotz allem sollte man einer Sicherheitstechnik immer eine gesunde Protion Mißtrauen entgegen bringen!


Torsten

Andreas L
18.07.2008, 13:33
Du denkst, dass die SPOT-Leute sich bei INMARSAT eingekauft haben, die ja ihr Notrufsystem eingestellt haben? Da könnte was dran sein. Vor allem, wenn man sich die Abdeckung der INMARSAT - Sateliten anschaut - die ist ja wohl ähnlich eingeschränkt wie die von SPOT.

Andreas

thefly
18.07.2008, 13:43
Nö.. nach dem was man so liest läuft Spot über Globarstar:
en.wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Globalstar#SPOT_Inc.)
Globalstar.ca (http://www.globalstar.ca/en/about/newsevents/press_display.php?pressId=114)

Andreas L
18.07.2008, 14:04
Globalstar also. Die Wiki-seite ist recht interessant, da wird von Problemen beim Telefonieren über dieses System berichtet, wohl unter anderem verursacht durch überalterte Satelliten. 2007 wurden neue Satelliten gestartet, die Probleme sind aber wohl immer noch nicht beseitigt:

... in summer 2007 report difficulty using the phones, with very short communication windows of 1–2 minutes and frequently dropped calls[citation needed]. In addition, an offshore fishing magazine (Big Game Fishing Journal) wrote an editorial in their July 2007 issue on the poor service of Globalstar [6].

Das sind dann die Probleme, auf die man sich einstellen muss, bei privaten Betreibern. Auch INMARSAT war letztlich nur solange wirklich zuverlässig, bis es privatisiert wurde.

Andreas

Simpert
18.07.2008, 14:27
Also, ich versuche es noch einmal:

Irgendwie ist es schon witzig, da werden westliche Länder wie die Farör, Island oser auch die Ukraine (Ausrichter der nächsten Euro) als "Entwicklungsländer" dargestellt!?!

Island und Farörer sind die Länder mit der grössten Internetdichte weltweit, der geringsten Kriminalität, haben wahrscheinlich neben der Schweiz den besten Rettungsdienst der Welt, dazu noch kostenlos!

Die Ukraine ist da schon anders, da gibt es immer noch die Nachwirkungen des Sozialismus, aber doch ist es im Prinzip ein europäisches Land. mal ein höflicher Anruf bei der Botschaft was denn getan wird und der bekanntgabe der Kreditkartennummer kann da auch sehr Hilfreich sein, ich kenne diese Länder recht gut, auch wenn ich noch nie dort gerettet wurde.

Ich sag auch nicht, dass die Rettungskräfte z.B in Simbabwe unmotiviert sind, aber in solchen Ländern gibt es ganz andere Probleme.

Wenn ein Staat nah am einen Bürgerkrieg steht, es ein Chaos in der Verwaltung gibt, Menschen täglich um Nahrungsmittel kämpfen, dann gibt es halt wichtigeres als kostenlos einen Hubschrauber loszuschicken weil evt. ein Gringo im Urwald festsetzt, evt. aber auch nur ein Fehlalarm ausgelöst wurde!

Bevor in solchen Ländern überhaupt mal ein Hubschrauber startet, muss erstmal Cash auf dem Tisch liegen, muss ein Hubschrauber aufgetrieben werden, muss evt geschmiert werden usw...

Und das müssen und werden im worstcase die Angehörigen tun. Sie können die rettung nicht selber organisieren, aber sie müssen erstmal Dampf machen das etwas passiert.

Simpert
18.07.2008, 14:34
Globalstar also. Die Wiki-seite ist recht interessant, da wird von Problemen beim Telefonieren über dieses System berichtet, wohl unter anderem verursacht durch überalterte Satelliten. 2007 wurden neue Satelliten gestartet, die Probleme sind aber wohl immer noch nicht beseitigt:

... in summer 2007 report difficulty using the phones, with very short communication windows of 1–2 minutes and frequently dropped calls[citation needed]. In addition, an offshore fishing magazine (Big Game Fishing Journal) wrote an editorial in their July 2007 issue on the poor service of Globalstar [6].

Das sind dann die Probleme, auf die man sich einstellen muss, bei privaten Betreibern. Auch INMARSAT war letztlich nur solange wirklich zuverlässig, bis es privatisiert wurde.

Andreas

Informier dich erstmal richtig.

SPOT funktioniert nach dem Trackingservice von Globalstar, der sehr zuverlässig sein soll. Hat nicht direkt was mit den Problemen beim Telefonieren zu tun.
Alle Systeme haben langfristig Unsicherheiten, das hat man ja auch bei den alten Notsendern gemerkt die heute nichts mehr Wert sind.


Und wenn Du meinst, staatliche Programme seien der Schlüssel zum Erfolg: Was ist eigentlich aus dem europäischen und dem russischen GPS - Konkurrenten geworden?

Simpert
18.07.2008, 14:50
Ich will gerettet werden!
Dazu müssen die nicht erst mit meinen Anverwandten reden, das können sie oder ich dann auch noch nach der
Rettung machen. Es geht nicht darum Smalltalk zu betreiben sondern das man gerettet wird.

Bist Du schon einmal in einem "Nicht-Westlichen" Land ohne Touristen Vollkasko - Paket gewesen? Da funktionieren die Dinge eben anders als in Island, den Faröer oder Norwegen.



Weist du was wirklich lustig ist?
Ich habe so ein SPOT hier liegen! Heute per Post gekommen. :grins:
Hauptgrund für das System waren die "OK"-MSG's weil jemand zu hause sitzt der jeden Abend dann grübelt ob
ich überlebe oder ob ich schon tod bin. Auch wenn realistisch gesehen nicht so viel passieren kann.

Für diesen Zweck finde ich diese "ok messages" ziemlich kontraproduktiv, da jede ausbleibende Nachricht als Alarm gedeutet werden kann.

Aber das ist geschmackssache.


Ich selber hätte lieber ein PLB genommen, einfach weil zu dem mehr Vertrauen vorhanden wäre. Nicht das es nicht
funktioniert, das wird es schon da mache ich mir keine Sorgen.

Wahrscheinlich hast Du ein ganz anderes Anwenderprofil als ich, deswegen streiten wir hier. Ich bräuchte so ein Teil für nächstes Jahr in Südamerika, weil ich da plane alleine zu reisen und teilweise sehr weit weg von jeder Zivilsation sein werde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da ohne Druck von aussen wenig unternommen würde um einen Gringo zu retten. Leider scheint es auf Ebay keinerlei Markt für solche Sender zu geben, ansonsten würde ich mir da einen kaufen um ihn nach meiner Reise wieder zu verkaufen.

Falls Du deinen Spot wieder los werden willst, melde Dich einfach bei mir.

Andreas L
18.07.2008, 15:41
Simpert: Weisst du was - gewöhn dir mal einen akzeptablen Ton an. Bis dahin werde ich dich und dein Geschreibsel ganz einfach ignorieren.

Andreas

Neo
18.07.2008, 16:37
Hallo zusammen,

ich möchte mich hier kurz auf die Aussage beziehen dass der SPOT keine Registrierung benötigt: das genau ist der Knackpunkt um den sich gerade hier im Hintergrund einiges an Disukssion dreht. Es bedarf beim SPOT eine Registrierung einer Person mit Kreditkartennummer. Es bedarf keiner zusätzlichen Registrierung bei GEOS (der REttungszentrale) solange keine Versicherung bei GEOS abgeschlossen wird. Trotzdem ist das Gerät dann auf eine Person registriert und es muss erst geklärt werden wie diese Person beim Verleih des Gerätes zur Verantwortung (zB beim Absetzen eines Notrufs) gezogen werden kann.

Alles in allem geht beim SPOT der Notruf über die GEOS Leitstelle und die Angehörigen, die Koordination liegt jedoch bei GEOS. Ich denke dass ist auch ein Vorteil da diese Experten sind, die richtigen Nummern kennen und die Sprache wahrscheinlcih auch eher kein Problem darstellt (ich nehme an die Mitarbeiter sprechen alle Englisch).

Viele Grüsse
Marco

Simpert
18.07.2008, 17:54
Hallo zusammen,

ich möchte mich hier kurz auf die Aussage beziehen dass der SPOT keine Registrierung benötigt

Wer hat das so gesagt?



das genau ist der Knackpunkt um den sich gerade hier im Hintergrund einiges an Disukssion dreht. Es bedarf beim SPOT eine Registrierung einer Person mit Kreditkartennummer. Es bedarf keiner zusätzlichen Registrierung bei GEOS (der Rettungszentrale) solange keine Versicherung bei GEOS abgeschlossen wird. Trotzdem ist das Gerät dann auf eine Person registriert und es muss erst geklärt werden wie diese Person beim Verleih des Gerätes zur Verantwortung (zB beim Absetzen eines Notrufs) gezogen werden kann.

ok, wenn ich das richtig verstehe:
Der SPOT selber muss immer mit einer Kreditkartennummer registriert sein, also eine simple Registrierung über das Online Portal ist nicht möglich?

Das wäre natürlich ein grosses Manko das Gerätes und verkompliziert alles zusätzlich. Man kennt aber nicht die Hintergründe, offenbar entstehen extrem hohe Kosten durch Fehlalarme (sind die geräte so schlecht oder die Anwender so dumm? ) dass die Rettungszentralen die Anbieter des SPOT evt. in Haftung nehmen wollen.

Dabei könnte es so einfach sein:
SPOT entwickelt sein System ohne diese GEOs Zentralen (die bringen Dir in der 3. Welt eh nix, auch wenn es niemand glauben will), als simplem Messanger meinetwegen mit vorgefertigten Nachrichten und Positionsangabe. Das ganze mit einer Prepaidkarte ähnlich einem Sat-Handy versehen, und die Sache wäre einfach zu handhaben, könnte verliehen werden, einfach bei ebay gekauft und wieder verkauf werden usw...


Alles in allem geht beim SPOT der Notruf über die GEOS Leitstelle und die Angehörigen, die Koordination liegt jedoch bei GEOS. Ich denke dass ist auch ein Vorteil da diese Experten sind, die richtigen Nummern kennen und die Sprache wahrscheinlcih auch eher kein Problem darstellt (ich nehme an die Mitarbeiter sprechen alle Englisch).

Weil ja z.B. in Sibirien auch jeder Polizeiposten englisch spricht. ;-)
Wie auch immer:
Es ist eigentlich schade, dass sich in diesem Bereich für "Outdoorler" so wenig getan hat. Die Registrierung und Programmierung dieser Geräte ist kompliziert, eine Weitergabe und ein Weiterverkauf dadurch sehr erschwert und viele Leute werden genau aus dem Grund die Finger von diesen Geräten lassen.

Langsam denke ich tatsächlich das "einfachste" ist sich ein Iridium Handy zu kaufen (die gibt es auch ab und zu beim Ebay), zu hoffen dass man in einer Notsituation senden kann (SMS ist wohl erfolgsversprechender), und es nach seiner Reise wieder verkauft.

Neo
18.07.2008, 18:12
Das Spot würde sich z.B sehr gut für den Forumsverein anbieten, da es keiner Registrierung bedarf.
Leider gab es keine Resonanz bisher, vielleicht ist dieses Thema hier einfach auch nur zu versteckt. Werde es nochmal im Allgemeinem Bereich ansprechen wenn falls nix mehr kommt.






Wer hat das so gesagt?


?

Fjaellraev
18.07.2008, 19:19
Hallo zusammen,

ich möchte mich hier kurz auf die Aussage beziehen dass der SPOT keine Registrierung benötigt
Wer hat das so gesagt?



Das Spot würde sich z.B sehr gut für den Forumsverein anbieten, da es keiner Registrierung bedarf.
Der war es ;-)

Simpert
18.07.2008, 20:10
Der war es ;-)


ok, war schwachsinn.

gemeint war wohl keine Registrierung als Schiff.

Thorsteen
19.07.2008, 01:51
Hallo!

@Topic

Kleiner Einwurf von mir noch zur Aktivierung eines SPOT.
Es ist nicht möglich mit einer deutschen Adresse eine US-Abrechnung zu bekommen. Eventuell geht das
wenn man bei der Accounterstellung einfach eine US-Adresse angibt. Somit ist meine obige Auflistung
eher Makulatur und zeigt das man extrem heftig über den Tisch gezogen wird.
Preise und Umrechnungskurse kann jeder selber einsehen.


Torsten

Simpert
19.07.2008, 17:54
Hallo!

@Topic

Kleiner Einwurf von mir noch zur Aktivierung eines SPOT.
Es ist nicht möglich mit einer deutschen Adresse eine US-Abrechnung zu bekommen. Eventuell geht das
wenn man bei der Accounterstellung einfach eine US-Adresse angibt. Somit ist meine obige Auflistung
eher Makulatur und zeigt das man extrem heftig über den Tisch gezogen wird.
Preise und Umrechnungskurse kann jeder selber einsehen.


Torsten


Wieso über den Tisch gezogen?

Thorsteen
20.07.2008, 14:22
Hallo!

@Simpert


Wieso über den Tisch gezogen?

Ist einfach zu erklären, es gibt ja nur den Anbieter in USA oder CA.
Normal ist es so das diese Anbieter eine Preistabelle haben und deine Gebühren werden zum gerade aktuellen
Kurs umgerechnet und deine Kreditkarte damit belastet. Das macht jeder Onlinespieleanbieter so.
Hier ist es aber so das man den US-Kurs einfach 1:1 auf Euro umschlägt.
Basis 99.99 $ auf 99 Euro, Tracking von 49.99 $ auf 39 Euro, GEOS 7.95 $ auf 11 Euro.

Edit:

Habe mal bissel rumgestöbert. :)
Die Hardware stammt von AXONN (http://www.axonn.com).
Interessant ist die Abdeckung die auf beiden Seiten angegeben wird.

Quelle: Findmespot.com (http://www.findmespot.com/ExploreSPOT/Coverage.aspx)

http://www.findmespot.com/Images/June-Coverage-Map.jpg

Quelle: AXONN (http://www.axonn.com/globalstar.html)

http://www.axonn.com/images/DataMap.jpg


Torsten

Traeuma
22.07.2008, 17:22
UPDATE

So... dann wollen wir mal bekannt geben, was sich so getan hat bezüglich des Themas SPOT.

Neo stand ja schon seit geraumer Zeit in Kontakt mit den Leuten von Spot in Irland und hat auch das Gerät organisiert, dass er beim Kanufahren dabei hatte.
Nach diesem Test hat Neo bei den Leuten weiter nachgefragt und ihnen berichtet, was die Outdoorseiten denn überhaupt sind und welche Möglichkeiten von Produkt-Tests (z.B. die Passarounds) es hier über das Forum gibt.

Die Leute von SPOT fanden die Idee mit den Passarounds bei uns so gut, dass sie den Outdoorseiten gleich zwei (!) SPOTS zur dauerhaften Verfügung gestellt haben.
Und da man mit einem Gerät ohne Registrierung nicht wirklich gut Testen kann, haben Sie für beide Geräte die Standartregistrierung PLUS die Tracking-Funktion kostenlos für 1 Jahr freigeschaltet.


Klingt super, nicht wahr? Warum sind die beiden SPOTs denn also noch nicht offiziell bei den Passarounds angeboten oder im Ausrüstungsverleih zu finden?
Weil es ein Problem bei der ganzen Sache gibt.
Die Geräte müssen nämlich auf eine Person (und deren Kreditkarte) registriert werden. Soweit auch noch kein Problem. Problematisch wird es aber dann, wenn es zu einer Alarmierung über den 911 Knopf kommt.
Hierzu finden sich in den AGBs der Firma SPOT nämlich folgende Sätze:

2,3 Die Verantwortung für alle Gebühren, die von Rettungs- und Hilfsdiensten für Fehlalarme und/oder in Zusammenhang mit Such- und Rettungsaktionen erhoben werden, liegt einzig und allein bei Ihnen. Dies gilt für Notsignale, die Sie oder von Ihnen bevollmächtigte Nutzer abgesetzt haben. Sollten Sie vorsätzlich oder fahrlässig den Notruf missbrauchen, beansprucht GEOS als der Dienstleister das Recht, eine Gebühr zur Deckung der durch den Missbrauch entstandenen Kosten zu erheben.

Sollte es also zu einer Suchaktion kommen, wird zunächst derjenige damit finanziell herangezogen, der das SPOT registriert hat. Ebenso bei Fehlalarmen.
Dass man das auf sich selbst registrierte SPOT unter diesen Bedingungen also nicht gerne an andere Leute verleiht, die man noch nie gesehen hat, liegt auf der Hand.
Derzeit sind wir also dabei zu prüfen, ob wir dieses Risiko vertraglich irgendwie absichern können. :roll:
Hoffen wir, dass es irgendwie möglich sein wird...

Simpert
24.07.2008, 14:51
UPDATE

So... dann wollen wir mal bekannt geben, was sich so getan hat bezüglich des Themas SPOT.

Neo stand ja schon seit geraumer Zeit in Kontakt mit den Leuten von Spot in Irland und hat auch das Gerät organisiert, dass er beim Kanufahren dabei hatte.
Nach diesem Test hat Neo bei den Leuten weiter nachgefragt und ihnen berichtet, was die Outdoorseiten denn überhaupt sind und welche Möglichkeiten von Produkt-Tests (z.B. die Passarounds) es hier über das Forum gibt.

Die Leute von SPOT fanden die Idee mit den Passarounds bei uns so gut, dass sie den Outdoorseiten gleich zwei (!) SPOTS zur dauerhaften Verfügung gestellt haben.
Und da man mit einem Gerät ohne Registrierung nicht wirklich gut Testen kann, haben Sie für beide Geräte die Standartregistrierung PLUS die Tracking-Funktion kostenlos für 1 Jahr freigeschaltet.


Klingt super, nicht wahr? Warum sind die beiden SPOTs denn also noch nicht offiziell bei den Passarounds angeboten oder im Ausrüstungsverleih zu finden?
Weil es ein Problem bei der ganzen Sache gibt.
Die Geräte müssen nämlich auf eine Person (und deren Kreditkarte) registriert werden. Soweit auch noch kein Problem. Problematisch wird es aber dann, wenn es zu einer Alarmierung über den 911 Knopf kommt.
Hierzu finden sich in den AGBs der Firma SPOT nämlich folgende Sätze:


Sollte es also zu einer Suchaktion kommen, wird zunächst derjenige damit finanziell herangezogen, der das SPOT registriert hat. Ebenso bei Fehlalarmen.
Dass man das auf sich selbst registrierte SPOT unter diesen Bedingungen also nicht gerne an andere Leute verleiht, die man noch nie gesehen hat, liegt auf der Hand.
Derzeit sind wir also dabei zu prüfen, ob wir dieses Risiko vertraglich irgendwie absichern können. :roll:
Hoffen wir, dass es irgendwie möglich sein wird...

kann man verstehen.

Wäre das evt. eine Möglichkeit:
http://www.bergrettung-salzburg.at/Foerderer.8.0.html

Jeder, der sich das gerät ausleihen will, muss die Quittung seines Förderbeitrages vorzeigen?

Andererseits:
Wenn es die Spot -Firma schafft, sich über die Kreditkartennummer des Registrierten abzusichern, dann müsste es doch eigentlich auch Outdoorseiten eV schaffen die "Absicherung" an den "Ausleiher" weiterzugeben.

Traeuma
24.07.2008, 14:56
gute Idee... das müsste man prüfen.
Allerdings weiß ich nicht, ob man einfach so jemandem seine Kreditkarte belasten darf.
Muss man dafür nicht gewisse Voraussetzungen erfüllen? :roll:

Thorsteen
24.07.2008, 15:53
Hallo!

@Traeuma

Was wohl in meinen Augen möglich wäre, ein Vereinskonto mit Kreditkarte.
Wobei sich dann die Frage stellt muss die "Person" auch eine juristische Person sein oder kann auch ein Verein
dann als "Person" auftreten. Aber da muss wohl jemand mit Rechtswissen ran.

Den "Förderer" nutzen sehr viele Paraglider in Verbindung mit einer Haftpflicht bei Parawing. :) Ist eine wirklich
gute Sache das ganze. Habe bisher auch noch nichts negatives gehört.


Torsten

Traeuma
24.07.2008, 15:59
Also bei der Registrierung wollen die ganz eindeutig eine Person mit Vor- und Zunamen.
Aber selbst wenn wir das über den Verein registrieren lassen könnten, stecke ich immer noch mit der Privathaftung mit drin (weil Vorstandsmitglied). :roll:

... wir sind grad dabei nachzufragen, ob man die 911 Funktion für die beiden Geräte nicht einfach für 1 Jahr deaktivieren könnte.
Somit könnten wir die beiden SPOTs ruhigen Gewissens als kostenlose Passarounds hier im Forum herumschicken, ohne, dass ich schlaflose Nächte habe.
Wer dann auf Nummer sicher gehen will, kann ja seinen vertrauten Personen zu Hause sagen, dass die "Help" Taste als 911 Taste verwendet wird und man dann entsprechend die Rettungskräfte alamieren soll.

Mal schaun, was GEOS und SPOT antworten....

Simpert
25.07.2008, 14:40
... wir sind grad dabei nachzufragen, ob man die 911 Funktion für die beiden Geräte nicht einfach für 1 Jahr deaktivieren könnte.
Somit könnten wir die beiden SPOTs ruhigen Gewissens als kostenlose Passarounds hier im Forum herumschicken, ohne, dass ich schlaflose Nächte habe.
Wer dann auf Nummer sicher gehen will, kann ja seinen vertrauten Personen zu Hause sagen, dass die "Help" Taste als 911 Taste verwendet wird und man dann entsprechend die Rettungskräfte alamieren soll.

Mal schaun, was GEOS und SPOT antworten....


Das wäre die sauberste und einfachste Lösung.
ich hab ja scho erklärt warum ich die SMS an die Angehörigen für wesentlich sinnvoller halte als die SMS an die 911.

Traeuma
01.08.2008, 09:51
Wir sollten die ganzen "Fehler" zusammentragen und an SPOT weiterleiten.
So können die dann aktiv die Fehler angehen.

Ich selbst teste das SPOT derzeit ja auch und kann Probleme mit der Erreichbarkeit der Shared Page bestätigen.
Darüber hinaus finde ich es ebenfalls schlecht, dass auf der Shared Page die Daten nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden.
Ebenfalls irritieren finde ich die Tatsache, dass die Wegpunkte unterschiedlich nummeriert werden:
Account-Karte: der neueste ist immer die 1
Shared-Page: der älteste ist die 1 und dann wird weiter durch nummeriert (finde ich besser).

... Ich werde das SPOT jetzt erstmal für 3 Wochen nach Island mitnehmen und dort kontinuierlich die Trackingfunktion laufen lassen und zusätzlich jeden Abend am Zeltplatz eine OK-Nachricht senden. Mal schaun, ob das alles so klappt ;-)

barleybreeder
29.08.2008, 14:17
Nur mal so..
Seit dem 26.8. ist Torsten (Thorsteen (http://forum.outdoorseiten.net/member.php?u=5488)) nun auf Island unterwegs. Bis jetzt sind jeden Tag 2 OK Massages bei mir eingegangen und auf der SPOT Website lässt sich seine Route sehr gut verfolgen.

Ich drück die Daumen das diesmal bei ihm alles klargeht.... http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a020.gif

Killer
29.08.2008, 14:39
gibt es als Notsender günstige Alternativen?

Thorsteen
08.09.2008, 23:22
Hallo!

So hier bin ich wieder zurück aus dem Urlaub. :)

@barleybreeder

Keine Bange, gibt viele die glauben das in meinem Namen ein "H" vorkommt. :lol:

Ganz einfache Regel zum "H" im Namen Torsten, Thorsten:

Ist es ein "Ossi", dann wird er in 90% aller Fälle ohne "H" geschrieben, ist es ein "Wessi" dann in 90% mit "H". :D

@Mephisto

Zur Buße schreibst du jetzt 200 mal "Ja es gibt noch einen Thorsteen im Form!" an die Tafel! :baetsch::grins:

@Killer

GME MT410G (http://www.kk2.de/epirbs/gmemt410g/index.htm)

Das Teil ist wohl eine sehr interessante Alternative, Grund dafür ist das geringe Gewicht und auch die sehr hohe
Standzeit der Lithiumzellen (7 Jahre statt 5 Jahre).
Schnäppchen und Spielzeuge sind in dem Bereich so gut wie keine Geräte!
Die Frage ist immer: Was ist dir dein Leben/deine Gesundheit wert?


Torsten

barleybreeder
08.09.2008, 23:26
Hey Torsten...

schön das du heil wieder angekommen bist. Lief alles glatt. Na ich hoffe es kommt noch ein Bericht...

Ich habe übrigens in regelmäßige Abständen OK Nachrichten erhalten. Meist 2 pro Tag. War nur nicht ganz Klar wie lange du läufst, wann also die Nachrichten planmässig eingestellt wurden....

Also welcome back nochmal! :grins:

Thorsteen
08.09.2008, 23:37
Hallo!

@barleybreeder

Lief mehr oder weniger alles glatt, Bericht schreibe ich mal wenn Zeit ist.
Ich habe es mit den "OK"-Msg's meist so gemacht, eine wenn ich Lager aufgebaut habe und eine bevor ich los
bin. Paar der Msg's sind ja an einem Ort, da hat mich ein Sturm 40 Std angenagelt. :( Ich kann dir ja mal alle
der Punkte als GPX-File senden dann sieht man auch das Datum wenn es empfangen wurde etc., was ich gemerkt
habe das trotz optimalen Verhältnissen öfters für bis zu 1 Std die Nachrichten fehlen. Und wo ich in Island mal nachgeschaut
hatte gab es mehr als 103 MSG's. Sehr merkwürdig das ganze.

Hier der Link zum File, fall's noch mehr sehen wollen:

http://www.morningthaw.de/daten/spot_messages.gpx

Torsten

Thorsteen
24.10.2008, 15:20
Hallo!

@Neo

Ich hatte das Teil ja dieses Jahr schon im Einsatz, was ich nicht ganz verstehe warum kamen nie mehr Meldungen von dir
im Passaround? Es gab und gibt dort genug Info's und Rückmeldungen. Auch wenn das ganze eingeschlafen ist.

Mein Fazit:

Das Tracking von dem Teil ist softwaretechnisch von SPOT her unter aller Sau!
Von etwas über 160 Trackingpunkten sind etwa 50 nach dem einloggen auf der Seite verschwunden. Das ganze schon zum
zweiten male. Spricht nicht gerade für die ganz große Zuverlässigkeit, weil wer weis was noch für "Überraschungen" dann auf
einen lauern. Auch nehmen die Trackpunkte schon nach einer Woche rapide ab, entweder Batterieprobleme oder kann auch durch
diese Löschung vorgekommen sein. Die "OK"-MSG's haben auf Island funktioniert, man kann nur hoffen das eine Notfall-MSG
dann auch noch durchkommt.

Wenn ihr den SPOT vermieten wollt, dann Ok. Aber ich persönlich traue dem Ding nicht mehr richtig. Meine Zahlung läuft
noch bis nächstes Jahr August, somit ist ein Urlaub noch abgedeckt. Danach geht es auf EBay oder sonstwie in den Verkauf.
Danach wird ein "GME MT410G ACCUSAT" angeschafft, wäre für eine Vermietung auch einen Blick wert. Da zb. KK2
seine EPIRB's auch vermietet (allerdings heftig teuer).


Torsten

Neo
24.10.2008, 21:20
Torsteen,

ich habe deine Nachrichten alle gelesen. Ich kann es nicht bestätigen, aber ich wollte einfach warten bis wir mit mehreren Leuten im Rahmen des Passarounds einen Test durchführen können. Mir ist nur daran gelegen die Möglichkeiten und Schwächen des Gerätes herauszufinden, nicht es hier unter die Leute zu bringen. Aus diesem Grund habe ich deine Meinung ohne Kommentar akzeptiert und wir haben uns darum bemüht das Gerät im Passaround zur Verfügung stellen zu können damit sich mehr Leute eine Meinung bilden können.
Gruss
Marco

Carsten010
25.10.2008, 19:36
Hallo zusammen,

ich hab den SPOT dieses Jahr sehr häufig bei Thruhikern auf
dem PCT gesehen.

Eine Hikerin, die wir kennen, hat sich in der Glacier Peak Wilderness
25km von jeder Straße entfernt in schwierigem Gelände den Knöchel
gebrochen. 911 auf dem Spot gedrückt und 5 Stunden später war
der Helikopter da.

CU

Carsten010

boehm22
07.11.2008, 14:10
Wie ist das eigentlich, wenn ich als Deutscher mir einen SPOT in USA kaufe?
Funktioniert das dann genauso, ich meine wegen der jährlichen Gebühr?

Thorsteen
08.11.2008, 01:23
Hallo!

@boehm22

Gerät ist immer das selbe und du kannst keine US-Gebühren zahlen, sondern musst die teuren Euro-Tarife zahlen.


Torsten

boehm22
08.11.2008, 09:53
Hallo Torsten,

na immerhin gäb es dann das Gerät für 149 Dollar. Auch schon eine kleine Einsparung.

Bergbaumi
02.02.2009, 10:03
Hallo zusammen,

auf der findmespot.com - website des Spot-Anbieters kann man sowohl deutsch, als auch US-amerikanisch navigieren und sich die (Preis-)Informationen ansehen. Während in Europa 99€ für das Jahresabonement fällig sind, sind es USA nur 99$, also ca 76€.
Weiß jemand, ob man sich problemlos unter der US-amerikanischen Site registrieren und somit 23€ sparen kann?

Gibt es den Passaround eigentlich noch, bzw. wo stecken die beiden Forum-Spots eigentlich gerade? (Ich will doch in zwei Wochen in die Vidda... ;-)).

Gruß,
Tobias

Thorsteen
02.02.2009, 10:22
Hallo!

Kannst dich zwar registrieren bei SPOT aber wenn du deine Adresse angibst dann schaltet es auf den Euro-Preis um, darfst also schön bluten.


Torsten

Bergbaumi
02.02.2009, 13:41
Danke für die Info... Verflixt. ;-)
Wie sind Deine bisherigen Erfahrunge mit dem SPOT? (Du hattest - glaub ich - einen angeschafft, richtig?)
Warst Du mit der Bedienung, etc. zufrieden?
Haben die OK-Messages funktioniert?
Womit hast Du die Help-Taste belegt?

Thorsteen
02.02.2009, 14:40
Hallo!

Ja ich habe so ein Teil hier, werde das auch im Juli mit nach Island nehmen (Ende September läuft die Aktivierung aus).
Bedienung ist ja relativ einfach, Knopf drücken und vergessen. Einzig die Doppelbelgung vom Tracking/OK-MSG ist ein wenig blöd. Den Help-Knopf habe ich mit paar EMail-Adressen belegt, wobei der Nutzen eher zweifelhaft ist da man nicht genau weis was denn nun tun. Rettung allarmieren oder was auch immer. Wobei man den als zweite OK-MSG vereinbaren könnte wenn man abbricht oder sonstiges. Kann mit etwas Pech also eher viel Panik bei den daheim gebliebenen verursachen. Ich hatte in Island im Internetcafe auf die SPOT-Seite zugegriffen und da mal meine Trackingpunkte angeschaut, daheim angekommen wollte ich die als GPX runterladen und es sind 30-50 einfach verschwunden. Ist schon zum zweiten mal passiert und daher bin ich da langsam mehr als nur skeptisch. Was noch aufgefallen ist, in bergigem Gelände versagte das Tracking vollständig. Ob dann OK oder 911-Msgs mit höherer Leistung versendet werden kann ich nicht sagen, aber man ist in Island wohl schon am Rande der Sat-Abdeckung. Dazu noch Wald und ich würde nicht auf den 911-Knopf setzen.....

Mein Fazit ist, das Ding ist einfach zu besorgen und vor allem anmeldefrei. Wer vor einer Registrierung (die leider grade in Deutschland ein Problem darstellt) nicht zurück schreckt der sollte eventuell die 406 MHz-Geräte ins Auge fassen, preislich hat man das schnell wieder drin. Wer allerdings Tracking und OK-Msgs haben will der hat keine andere Alternative denke ich.
Muss allerdings dann auch einen höheren Preis einkalkulieren. Ich hab irgendwo hier im Thread da mal bissel gerechnet, wobei einige Geräte ja jetzt wohl sogar schon 7 Jahres-Wechselintervalle haben. Das verschiebt dann wieder vieles.

Sehe grad du wohnst ja auch in München, wenn du Interesse hast trifft man sich mal und dann kannst dir das Ding anschauen.


Torsten

Neo
02.02.2009, 14:50
hallo Bergbaumi,

es ist richtig dass der Europreis etwas höher ist als der amerikanische wenn man den Wechselkurs berücksichtig. (Aber das ist ja leider mit fast allen Produkten so, oder?)

Die Passaround SPOT sind zuerstmal noch bis mitte des Jahres erhältlich, dann wird eine Entscheidung getroffen werden müssen wie wir weiter verfahren.

Hier (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=27927)gibts eine Beschreibung und auch wie du dich für einen SPOT bewerben kannst.

Gruss
Neo

Bergbaumi
02.02.2009, 15:09
@ Torsten

Danke für die rasche Info. Habe mir auch schon überlegt, dass man den Help-Knopf mit einer alternativen Positiv-Nachricht belegen kann. Ist die Frage, ob man das den Nerven der Daheimgebliebenen zumuten kann. (Oder gibt es eine Möglichkeit, dass der Begriff "Help" ganz vermieden wird?).

Die Trackingfunktion wurde im Forum schon kritisiert, weil sie nur 24h aufzeichnet und man hinterher seine (1+x Tage)-Tour nicht mehr nachvollziehen kann. Daher wäre sie für mich ohnehin nicht interessant. Trotzdem macht einen die Tatsache, dass manche Positionsmeldungen (vielleicht) nicht ankamen mißtrauisch.

Für mich ist die OK-Funktion und die 911-Funktion die entscheidende, wobei ich das Gerät im Schwerpunkt für die Alpen und Skandianvien einsetzen möchte. Island evtl. zukünftig auch. Also gerade die Grenze der Abdeckung.

Danke für das Angebot, mir das Teil mal anzuschauen :D, vielleicht komme ich drauf zurück.
Wo hast Du Deins gekauft? Ich finde nur einen onlineshop in Österreich oder ebay. Gibt es auch Alternativen in Deutschland?

@Neo
Danke für den Link. Werde mich gleich mal durchwühlen...

Neo
02.02.2009, 15:19
Die Aufzeichnung wurde erhöht:
7 Tage in der shared page
30 Tage im acount (kann dann als .kml heruntergeladen werden)

das gewisse Meldungen nicht durchkommen liegt einfach an physikalischen Vorraussetzungen. Du nutzt einen Satelliten und wenn die Bedingungen nicht optimal sind weil die sicht versperrt ist wirst du zT Probleme haben eine Nachricht durchzubekommen.
Allerdings im Sturm und Nebel sendet das Gerät prima, wir haben es gerade dem letzt bei einem Sturm in den Vogesen testen können, man hat kaum 50m weit sehen können. Trotzdem sind regelmässig trackingnachrichten durchgekommen.

barleybreeder
02.02.2009, 15:19
Die Trackingfunktion wurde im Forum schon kritisiert, weil sie nur 24h aufzeichnet und man hinterher seine (1+x Tage)-Tour nicht mehr nachvollziehen kann.

Na ein bischen länger schon...Ich glaube bei uns waren die Punkte von ca. 1 Woche auf der SPOT Website einsehbar..
Ist schon nett die Trackingfunktion...

http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=29638

Moltebaer
02.02.2009, 15:23
Der Nachrichtentext der OK&Help-Funktionen ist frei wählbar und wird nur an die angegebenen Empfänger versandt (Email, SMS), eine Rettungsaktion wird ausschließlich über die 911-Funktion ausgelöst.

Ich würde beim Marsch das Tracking aktivieren und bei längeren Pausen eine OK-Nachricht absetzen. So kannst du nachher sehen wo genau du Rast gemachst/gezeltet hast.
Help-Nachrichten würde ich absetzen, wenn etwas nicht so glatt läuft wie gedacht (Benzin ausgelaufen, Futter alle, Schlafsack beim Waten naß geworden, ...). Wenn du nach so einem kleinen Malheur wieder Trackingsignale entlang deiner geplanten Route absetzt oder auf die Notfallroute umschwenkst, können die Leute daheim sehen, daß du trotz kleiner Probleme vorankommst aber keine Rettung brauchst.
Wie die Leute daheim eine Help-Message interpretieren sollen kannste ja vorher abklären.

Auf der Webseite mit den Einstellungen des Geräts kann man wählen, wie lange die Trackingpunkte gespeichert werden sollen. 1 Woche und 1 Monat sind definitiv wählbar, event. auch freie Eingabe oder unendliche Vorhaltezeit.

Island sollte eigentlich noch voll im abgedeckten Gebiet liegen.

gelöschter Nutzer
02.02.2009, 15:35
Kann man die aufgenommene Route dann anderweitig für die "Ewigkeit" speichern im System? bzw. exportieren.

Neo
02.02.2009, 16:02
die Routen und Punkte können als .kml .gpx und .csv gespeichert werden und damit in Googleearth und Mapsource (ua) angezeigt werden.

Bergbaumi
02.02.2009, 16:24
Ahhhhhh .... :cool:

Da waren ja noch einige wertvolle Hinweise dabei. Insbesondere die Möglichkeit den Track über einen längeren Zeitraum (z.B. 1 Monat) zu speichern finde ich gut (wenn man von den dafür fälligen 39€ absieht :().

Neo
02.02.2009, 17:39
Wegpunkte können auch in den genannten Dateiformaten abgespeichert werden. Das ist nicht dem Tracking vorbehalten.

gelöschter Nutzer
02.02.2009, 20:39
Jetzt muss ich nur mal noch beim DAV (Deutscher Alpen Verein) anfragen ob mit der Mitgliedschaft auch einen Notrettung mit der "SPOT 911" Funktion Weltweit von den Kosten her abgedeckt wäre. Ansonsten finde ich die 139€ pro Jahr nicht viel, wenn man bedenkt das man dadurch seiner Familie (in meinem Fall die Frau) und sich selbst vielleicht mal das Leben retten könnte. Man hofft zwar es nie zu brauchen aber alleine die Trackingfunktion sieht doch schon mal nach einem sehr nützlichen Feature aus :baetsch:

Traeuma
02.02.2009, 20:45
2 von den SPOTs haben wir übrigens gerade in den Passarounds (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=27927), falls jemand das Ding gerne mal kostenlos testen/nutzen wollte.

gelöschter Nutzer
03.02.2009, 20:50
So ich habe eine Antwort bezüglicher meiner Nachfrage zum Thema SPOT vom DAV bzw. der Versicherung erhalten.

"Im Rahmen Ihrer DAV-Mitgliedschaft (ASS Grundschutz) sind Sie versichert, sofern Sie bei Ausübung von Alpinsport einen Unfall erleiden und/oder in Bergnot geraten. Im ASS-Grundschutz sind für solche Fälle folgende Leistungen enthalten:

* Such-, Bergungs- und Rettungskosten bei Bergunfällen bis € 25.000,- je Person/Ereignis
* Unfallbedingte Heilkosten (Arzt/Krankenhaus)
* 24 Stunden Notrufzentrale (bei Bergnot oder Unfällen während der Ausübung von Alpinsport)
* Sporthaftplicht-Versicherung (Generali Lloyd Versicherungs AG) Versicherungssummen: Personenschäden bis zu: € 1.500.000,- /Sachschäden bis zu: € 150.000,-

Bitte beachten Sie, dass Heil- und Behandlungskosten oder Such-, Bergungs- und Rettungskosten nur bei Unfällen versichert sind.

Damit Sie auch bei Krankheiten (z.B. Blinddarmentzündung) versichert sind, bieten wir Ihnen den DAV Reise-, Sport- und Freizeitschutz als Ergänzung zum ASS Grundschutz an. "

Versichert sind somit folgende Aktivitäten: Für viele hier sollte das Fett markierte Interessant sein.

§ 2 Für welche sportlichen Aktivitäten und in welchem Bereich
gilt die Versicherung?
Der Versicherungsschutz gilt weltweit bei Bergnot oder Unfällen während der
Ausübung nachstehend genannter Alpinsportarten sowie während des
Trainings im Rahmen einer Veranstaltung des DAV:
1. Bergsteigen, z. B.
– Bergwandern;
– Bergsteigen;
– Fels- und Eisklettern in freier Natur oder an einer dafür eingerichteten
Kletterwand, Bouldern, Wettkampfklettern;
– Trekking.
2. Wintersport, z. B.
– Skifahren (alpin, nordisch, telemark);
– Snowboarden;
– Skitouren / Skibergsteigen;
– Skibobfahren;
– Schneeschuhgehen.
3. Sonstige Alpinsportarten, z. B.
– Höhlenbegehungen;
– Mountainbiking;
– Kajak- und Faltbootfahren;
– Canyoning / Rafting.
4. Veranstaltungen des Hauptvereins und der Sektionen des DAV, z. B. Teilnahme
an satzungsgemäßen Veranstaltungen des Hauptvereins und der
Sektionen


Bei meiner Nachfrage hatte ich als Beispiele den WHW, Sarek sowie die Nationalparks in Norwegen angegeben.

Fazit: Bei einem Unfall ist man als DAV Mitglied schon mal gut versichert. Bei Krankheit lohnt sich allerdings diese Zusatzversicherung. Beispiel (Blinddarmreizung, Herzinfarkt oder was auch immer mit einem selbst oder dem Reisepartner passieren kann) Meine normale Auslandskrankenversicherung sowie ADAC usw. decken die Bergungskosten bei Krankheit ebenfalls nicht ab.

Das muss also jeder für sich entscheiden.

Gruß Thomas

Neo
18.03.2009, 23:12
Leider muss ich euch mitteilen dass wir mit sofortiger Wirkung die SPOTs aus den Passarounds nehmen werden da wir auch nach längerem Bemühen keine zuverlässige Lösung zum Deaktivieren der 911 Funktion gefunden haben. Obwohl Geos uns mehrfach versprochen hat die Funktion bei den beiden Geräten zu deaktivieren wurde es nie umgesetzt. Da wir als Privatpersonen für evtl Ansprüche haftbar sind und dieses Risiko nicht weiter tragen können und wollen werden die beiden SPOTs nicht weiter für Passarounds zur Verfügung stehen.