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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [FR] Unterwegs auf dem GR5 + Fotos



Thomas
20.09.2003, 20:10
Land: Frankreich
Region/Kontinent: Südeuropa

Sodele, jetzt habe ich endlich die Fotos meines dreiwöchigen Trips auf dem GR5 fertig.
Der GR5 verläuft vom Genfer See durch die französischen Alpen vorbei am Mt. Blanc nach Süden bis über die Alpes Maritimes nach Nizza am Mittelmeer. Die Strecke ist knapp 700 km lang.
Werde nach und nach ein paar Fotos ergänzen, ein Bericht folgt in absehbarer Zeit.

Gruß, Thomas.


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/001.jpg ____ http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/002.jpg
[1] Abstieg vom Col de Bise (1916m) zum Refuge de Bise (1485m). Am Horizont ist schon wieder der nächste Pass zu sehen, Pas de la Bosse (1810m)
[2] Entstanden an einem ungenannten Pass bei den Chalets les Mattes (1900m). Im Vordergrund eine Kuh (ca. 1,80m), im Hintergrund die "Dents du Midi" (3257m), Schweiz


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/003.jpg
[3] Mt.Blanc vom Col d'Anterne (2257m) aus gesehen


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/004.jpg
[4] Auf dem "Grand Balcon", 1500m hoch oben über Chamonix. Blick nach Norden zum Aiguille de Charlanon (2549m)


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/005.jpg
[5] Alpenglühen am Mt.Blanc von der Terrasse der Hütte "Bel Lachat" aus. Ebenfalls noch Grand Balcon.

Shirkan
21.09.2003, 00:47
das 1.Foto gefällt mir besonders

welchen Abschnitt vom GR5 biste gelaufen oder biste die kompletten 700km gelaufen?

gruß
Sebastian

Menelaos
21.09.2003, 14:07
@shirkan
3 Wochen? Die ganzen 700 Km?? Das glaube ich kaum. :bg: :bg: :bg:

Thomas
21.09.2003, 17:03
Hehe, nein. Für die gesamte Strecke braucht man ohne Ruhetage schon mindestens 35 Tage. Schließlich sind nicht nur knapp 700km Strecke zu überwinden, sondern auch mehr als 60.000 Höhenmeter Auf- und Abstiege.
Wir sind im Norden 190 km von St. Gingolph bis Landry und im Süden 80 km von St.Sauveur bis Nizza gelaufen und haben dabei 23.000 Höhenmeter überwunden. Außerdem haben wir fünf Ruhetage eingelegt, zwei wegen Starkregen, einen unfreiwilligen wegen eines verpassten Busses und zwei zum Baden.

Die Etappen im Einzelnen:

Tag 01 – Von St.-Gingolph (386m) nach Novel (960m) (Strecke: 10km, Auf: 574m, Ab: 0m)
Tag 02 – Von Novel (960m) nach La Chapelle d’Abondance (1021m) (Strecke: 10km, Auf: 1331m, Ab: 1191m)
Tag 03 – Von La Chapelle d’Abondance (1021m) nach Col de Bassachaux (1778m) (Strecke: 15km, Auf: 911m, Ab: 170m)
Tag 04 – Von Col de Bassachaux (1778m) nach Chardonnière (1400m) (Strecke: 20km, Auf: 697m, Ab: 1088m)
Tag 05 – Von Chardonnière (1400m) nach Samoens (700m) (Strecke: 12km, Auf: 260m, Ab: 960m)
Tag 06 – Von Samoens (700m) nach Chalets d’Anterne (1810m) (Strecke: 14km, Auf: 1110m, Ab: 0m)
Tag 07 – Von Chalets d’Anterne (1810m) nach Belachat (2151m) (Strecke: 23km, Auf: 1375m, Ab: 1049m)
Tag 08 – Von Belachat (2151m) nach Les Houches (1008m) (Strecke: 6km, Auf: 0m, Ab: 1186m)
Tag 09 – Les Houches, Ruhetag wegen Regen
Tag 10 – Von Les Houches (1008) nach Les Contamines Montjoie (1157m) (Strecke: 23km, Auf: 813m, Ab: 606m)
Tag 11 – Les Contamines Montjoie, Ruhetag wegen Regen und Nebel
Tag 12 – Von Les Contamines (1157m) nach Plan de la Laie (1820m) (Strecke: 20km, Auf: 1381m, Ab: 718m)
Tag 13 – Von Plan de la Laie (1820m) nach Valézan (1186m) (Strecke: 25km, Auf: 899m, Ab: 1719m)
Tag 14 – Von Valézan (1186m) nach Landry (850m), Zug nach Nizza (Strecke: 10km, Auf: 131m, Ab: 281m)
Tag 15 – Nizza, Badetag und Sightseeing. Abends Bus nach St.-Sauveur sur Tinnée (496m)
Tag 16 – Von St.-Sauveur sur Tinnée (496m) nach Col du Caire Gros (1906m) (Strecke: 21km, Auf: 1431m, Ab: 21m)
Tag 17 – Von Col du Caire Gros (1906m) nach Utelle (821m) (Strecke: 23km, Auf: 200m, Ab: 1285m)
Tag 18 – Von Utelle (821m) nach Aspremont (500m) (Strecke: 19km, Auf: 385m, Ab: 706m)
Tag 19 – Von Aspremont (500m) nach Nizza (0m), Zug nach Cagne sur mer (Strecke: 11km, Auf: 0m, Ab: 500m)
Tag 20 – Fahrt nach Biot, Badetag
Tag 21 – Badetag, Sightseeing in Cannes
Tag 22 – Rückflug

Shirkan
21.09.2003, 19:15
hehe, hatte den Smilie vergessen ;)

@Traveller:
alle Achtung vor diesem Pensum ! Würde ich glaube noch nicht schaffen, mir haben die Anstiege auf dem Rennsteig schon ausgereicht (ok, sie waren auch z.T. stark vereist)

In welchen Zeitraum kann man den GR5 dort laufen? also wann fällt dort der erste Schnee oder liegt dort das ganze Jahr an manchen Stellen Schnee ?

was hast du vorher schon mal für Touren unternommen? Wie schwer würde der GR5 einem Flachlandtiroler wie mir (höchste Erhebung im Umkreis von 50km --> um die 100m NN ) fallen ?

Grüßle
Sebastian

Corton
21.09.2003, 19:23
Hui - ab welchem Tag hast Du denn Deine Füße nicht mehr gespürt? :wink:
Schöne Bilder, das letzte gefällt mir besonders gut. Wäre klasse, wenn Du die Bilder noch beschriften könntest, damit man weiß, was sie darstellen. Danke.

Gruß,
Corton

eisvogel
21.09.2003, 20:24
Gratuliere Traveller! Tolle Leistung! Tolle Bilder!

Eine körperliche Zustandsbeschreibung würde mich auch interessieren. Weiters (in aller Kürze) Gewicht des Gepäckes, wie verpflegt, wo Geschlafen (Hütte od. Zelt?).

Danke im Voraus!

Eisvogel

Thomas
21.09.2003, 21:59
Naja, nach unseren letzten beiden großen Touren [Schottland (300km), Jakobsweg (420km)] haben wir wieder etwas spektakuläreres gesucht, vor allem der Jakobsweg ist bis auf die Pyrenäen landschaftlich eher eintönig gewesen. (Aber dort geht es auch eher mehr um das spirituelle Erlebnis als um das Naturerlebnis. - "Mit den Füßen beten...", schon geil, auf was für Typen man da so trifft :lol: )
Sind dann schnell auf die Alpen und da speziell auf den GR5 gekommen. Die Vorstellung, den Mt. Blanc halb zu umrunden und am Ende der Tour im türkisblauen Meer baden zu können, brachte jedem seinen eigenen Reiz.

Das Körpergefühl war trotz der teils heftigen Tagesan- und Abstiegshöhen vergleichbar mit dem auf den eher flachen Routen wie dem Jakobsweg. (Obwohl man bei weitem nicht die gleichen Etappenlängen schafft)
In den ersten Tagen drückt der Rucksack enorm und nach etwa einer Woche zeigt sich, was Schuhe und Socken taugen.

Wir waren zu dritt, hatten ein Dreipersonen-Leichtzelt dabei und jeder ungefähr 18 kg auf dem Buckel. Bei Möglichkeit haben wir meist für die nächsten 3 Tage eingekauft, dann waren natürlich erst einmal mehr als 20 kg zu tragen. Vor allem das Wasser, welches man unterwegs ab und zu mal auffüllen konnte, wog enorm. Aber wir sind mit 2,5 Litern pro Person als Vorrat immer gut ausgekommen.

Geschlafen haben wir im Zelt, ich meist draußen (das Wetter war einfach zu schön). Nur einmal gab es keine Möglichkeit und wir haben in einer Hütte geschlafen.

Anstrengend war es vor allem, wenn mal wieder mehr als 30°C herrschten und es 500 Meter einen schattenlosen Pass hinaufging.
Für die Füße widerum war es sehr stressig, wenn es mehr als 1000 Meter bergab ging.
Aber man gewöhnt sich an alles. ;) Kam eine Gabelung, wußte man immer instinktiv, welcher der GR5 war - entweder ging es am steilsten hinauf oder am steilsten hinab. :)

Mit dem Schnee sah es, wie man schon vermuten könnte, dieses Jahr sehr dünn aus. Im Wanderführer war ständig von Altschneegebieten die Rede, wirkliche Schneeberührung hatten wir aber nie. Nicht einmal in 2.500 Metern Höhe.
Allerdings hat es, als wir wegen Regen festsaßen, in ca. 1.800 Metern Höhe geschneit. Am nächsten Tag war aber alles wieder weggetaut.

Der Führer empfielt als beste Reisezeit Anfang Juni bis Ende Oktober, obwohl im Juni und Oktober bereits mit vermehrt auftretenden alpinen Gefahren zu rechnen sei. (Sturm, Gewitter, Eis&Schnee, Lawinen)

Was die Anforderungen für einen Flachlandtiroler angeht: Bin selbst nicht der muskulöseste Typ und bis auf Radfahren und Klettern nicht regelmäßig sportlich aktiv.
Durch das Zelt kann man seine Tagesetappen gut auf das Körpergefühl abstimmen, da man sehr flexibel ist. Nach einer knappen Woche Muskelkater und endlosem Austausch, was denn momentan eigentlich nicht wehtut gewöhnt man sich an die Last und an das Tagespensum.
(Im Süden fühlten wir uns ohne unsere täglichen zwei bis drei Pässe richtig unterfordert)

Übrigens haben wir zwar alle ca. 3 Kilo abgenommen, unseren Wadenumfang aber um bestimmt 3 bis 5 cm erweitert.

Wichtig ist noch zu erwähnen, daß ich wieder heilfroh war, Wanderstöcke dabei gehabt zu haben. Die Knie haben es mir gedankt. Außerdem geben sie einem in Steilhängen und Geröllfeldern ungeheuer viel zusätzliche Trittsicherheit.


Bei weiteren Fragen, immer her damit.

Gruß, Thomas.

eisvogel
21.09.2003, 22:28
So "kurze" Antworten sind mir immer gerne willkommen! :D Vielen Dank für die Ausführlichkeit!

Und vielleicht gehen sich auch noch weitere Fotos aus...?

Voll der Vorfreude :)

Bernhard

Joern
21.09.2003, 22:29
Erstmal meinen Respekt für die Tour!!

Da du es schon anbietest werde ich dich gleich mal weiter mit Fragen löchern :)


Geschlafen haben wir im Zelt, ich meist draußen (das Wetter war einfach zu schön). Nur einmal gab es keine Möglichkeit und wir haben in einer Hütte geschlafen.

Wie genau läuft das mit dem Zelten? Gibt es ausgewiesene Plätze an denen man zelten darf oder kann man sich da einfach irgendwo breit machen? Ist das erlaubt oder verboten?

Ausserdem überlege ich auch mit zwei anderen mal für einige Tage den Jakobsweg in Frankreich zu wandern. Was ist da besser? Zelten oder diese "Pilgerheime", oder wie immer die genannt werden? Ist das zelten am Jakobsweg überhaupt erlaubt?

Würde mich freuen wenn du mir helfen kannst.

Jörn

Thomas
21.09.2003, 22:43
Wie genau läuft das mit dem Zelten? Gibt es ausgewiesene Plätze an denen man zelten darf oder kann man sich da einfach irgendwo breit machen? Ist das erlaubt oder verboten?

In Frankreich darf man, außer in Nationalparks, grundsätzlich überall da zelten, wo man mindestens eine Gehstunde von der nächsten Unterkunft entfernt ist.
Aber: In der Gegend um den Mt.Blanc, wo der GR5 mit der Tour de Mt.Blanc zusammenfällt darf man nur auf ausgewiesenen Biwakplätzen das Zelt aufschlagen. Und das wird auch streng per Hubschrauber kontrolliert.



Ausserdem überlege ich auch mit zwei anderen mal für einige Tage den Jakobsweg in Frankreich zu wandern. Was ist da besser? Zelten oder diese "Pilgerheime", oder wie immer die genannt werden? Ist das zelten am Jakobsweg überhaupt erlaubt?

Ich kenne nur den spanischen Jakobsweg und auf diesem haben wir es bereut, das Zelt überhaupt mitgeschleppt zu haben. Zwar haben wir in den Pyrenäen noch wild campiert, aber später erschienen uns die zahlreich vorhandenen und teils völlig kostenlosen Pilgerherbergen doch attraktiver. (Vor allem, weil man da wie gesagt mit den dollsten Typen zusammentrifft)
Ob das Zelten erlaubt ist, weiß ich nicht. Aber wenn man die Grundregeln einhält (außer Sichtweite, kein Müll usw.) bekommt man, denke ich, keine Probleme)
Wobei zu bedenken ist, daß der Jakobsweg selten weit an der Zivilisation vorbeiführt, oft läuft man auch auf der Straße.

Gruß, Thomas.

Thomas
23.09.2003, 00:28
http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/006.jpg
[6] Auf dem Grand Balcon, Abstieg zum Refuge Bel Lachat (2151m). Im Hintergrund Mt.-Blanc.


hhttp://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/007.jpg
[7] An den Crête de Gittes, einem herrlichen Gipfelgrat direkt hinter dem Col de la Croix du Bonhomme (2483m)


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/008.jpg
[8] Abstieg von den Crête de Gittes, Blick nach Norden.


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/009.jpg
[9] Ein schönes Fleckchen zum Schlafen, 15 Gehminuten vor Plan de la Laie. (1800m)


http://mitglied.lycos.de/outdoorpics/gr5/010.jpg
[10] Blick von den Chalets de petite berge (2050m) nach Norden auf die gesamte Etappe des letzten Tages. Am Horizont Mt.-Blanc.

Traeuma
23.09.2003, 01:08
jetzt muß ich doch mal nachfragen...

die Bilder sehen aus, wie gemalt...
wie bekommst du sowas fertig? Abgesehen, dass das Wetter anscheinden sehr gut war.
NAchbearbeitung?
Welches Material (Film, Kamera,...) benutzt du?
Wie digitalisierst du sie?

Ich find die Photos sehr genial!

Andrea1
23.09.2003, 08:05
Boah :o ! Ich sitze hier atemlos da!
Echt tolle Fotos! Seid Ihr dort überhaupt Menschen begegnet?
Was haben die Flüge gekostet?
Wie sah es aus mit der Hygiene? Waren dort viele Bäche?
@Jakobsweg: Mit dem Fahrrad kann man den nicht abklappern :roll: ???

LG Andrea

drops
23.09.2003, 09:14
@Jakobsweg: Mit dem Fahrrad kann man den nicht abklappern ???


doch ist möglich habe da sogar schon einen dia-vortrag gesehn... (also jakobsweg mit rad)

@ traveller
klasse bilder machen lust auf mehr,...

Shirkan
23.09.2003, 09:22
hi,

schliesse mich Träuma's Frage an, wie hast du die Bilder so hinbekommen ?
sind ja sagenhaft schön !

mfg
Sebastian

LuNAtiC
23.09.2003, 10:35
:shock: super bilder
...will auch

Thomas
23.09.2003, 13:55
jetzt muß ich doch mal nachfragen...

Ok, dann mal los.



Ich find die Photos sehr genial!

Dankeschön!


Wie digitalisierst du sie?
Mustek 1200 ED Plus Flachbettscanner (Bitte nicht lachen. :wink: )
Habe zwar zu den Papierfotos noch die Kodak Picture CDs, die sind aber manchmal nicht zur Weiterverarbeitung geeignet.



NAchbearbeitung?

Photoshop.
Ein wenig die Schärfe verbessern da, ein wenig Tonwert- bzw Gammakorrektur dort - Standardprozedur also.
Die meisten der hier gezeigten Bilder sind in der Abendsonne entstanden, welche sowieso das beste Licht zum Fotografieren bietet und nur minimale Nachbearbeitung erforderlich macht. Gerade am Mt.-Blanc hatten wir uns arg in der Etappenlänge verschätzt und kamen erst um 18:30 Uhr auf dem letzten Pass (Brevent: 2368m) an. Die letzten 90 Minuten dieser Etappe waren dann vom Licht her einfach gigantisch!

Bei Bild 10 hingegen musste ich nachhelfen, denn der Apparat belichtete den gesamten Vordergrund bestens während der gleißend helle Mt.Blanc sich kaum mehr vom Himmel abhob. Mit einer weichen Maske über der oberen Hälfte des Bildes und einer sanften Tonwertkorrektur bekommt man solche Sachen aber auch wieder in den Griff.



Welches Material (Film, Kamera,...) benutzt du?

Ist eine alte Minolta AF-65 Kleinbildknipse aus der Wendezeit. So kaputt, daß nix mehr kaputt gehen kann. Aber dennoch zu schade, sie wegzuwerfen. ;)
Filme: Noname 200 ASA


Echt tolle Fotos! Seid Ihr dort überhaupt Menschen begegnet?

Danke!
Menschen sind wir vielen begegnet, doch die meisten waren nur Tagesausflügler und haben uns wie Außerirdische beäugt. ;)
Den meisten Menschen sind wir auf dem Teilstück begegnet, welches mit der Tour de Mt.-Blanc zusammenfällt. Da war dann teilweise richtiger Hochbetrieb auf den Pfaden.
Ansonsten war die Strecke überraschend menschenleer. In den drei Wochen sind wir gerade 6 Menschen begegnet, die ebenfalls den GR5 liefen.



Was haben die Flüge gekostet?

Hinfahrt: Gratis (Meine Eltern fuhren zu der Zeit zufällig in die gleiche Ecke)
Rückflug: Nizza - Berlin Tegel: Deutsche BA, 90 Euro pro Person. Mit vollem Frühbucherrabatt wären es nur ca. 60 € gewesen.



Wie sah es aus mit der Hygiene? Waren dort viele Bäche?

Dieses Jahr waren sehr viele Bäche völlig ausgetrocknet, aber Probleme hatten wir nie. Ab und zu waren wir auch auf einem richtigen Campingplatz um zu duschen und die Klamotten zu waschen.
Getrunken haben wir das Bachwasser meistens ungefiltert. Nur das Wasser aus einem Schlauch, welcher in eine Kuhtränke hing, haben wir zur Sicherheit mit Micropur versetzt.



@Jakobsweg: Mit dem Fahrrad kann man den nicht abklappern

Doch, geht sogar gut. Aber meistens muß man als Radfahrer landschaftlich beeindruckende Etappen über Fernverkehrsstraßen abkürzen und bekommt in den Pilgerherbergen als letzter ein Bett. Fußpilger haben da nämlich Vorrang.

Alpenjodel
22.04.2004, 12:49
Wem die 3 Wochen zu lange sind kann ich die TMB (Rundweg ums Mont Blanc Massiv) empfehlen.
Man benötigt 10-12 Tage, kann aber bei Bedarf auch abkürzen, bzw. lange
Talabschnitte mit dem Bus zurücklegen.
Wir haben die Tour vor 2 Jahren gemacht.
Übernachten kann man im Zelt (es gibt sogar Campingplätze auf der Route) oder in Hütten.
Sehr zu empfehlen. :lol:

hal9000
22.04.2004, 13:22
Wem die 3 Wochen zu lange sind kann ich die TMB (Rundweg ums Mont Blanc Massiv) empfehlen.
Man benötigt 10-12 Tage, kann aber bei Bedarf auch abkürzen, bzw. lange ...

Hier gibts ein paar Fotos und Infos zu den Etappen von der TMB aus dem Jahre 2003:

http://outdoor.black-cube.net/blog/archives/000004.html

chrysostomos
11.09.2007, 10:42
Hehe, nein. Für die gesamte Strecke braucht man ohne Ruhetage schon mindestens 35 Tage. Schließlich sind nicht nur knapp 700km Strecke zu überwinden, sondern auch mehr als 60.000 Höhenmeter Auf- und Abstiege.

Salve!

Um dem angestaubten GR-5-Thread neues Leben einzuhauchen: 35 Marschtage für die Strecke vom Genfersee an's Mittelmeer sind überaus grosszügig bemessen. Die Strecke ist in 19 Tagen ohne Ruhetage machbar, wenn man nicht 25 kg Gepäck mitschleppt und nicht an jeder Bar und Gîte Zwischenhalt macht. Kurz nach Novel (etwa ein Tag vom Genfersee entfernt) findet sich folgendes Schild:

http://i.pbase.com/g6/84/730184/3/83521063.YsGhyDrR.jpg

Grüsse aus dem Süden


Marc



edit: Bild eingefügt

Werner Hohn
11.09.2007, 11:32
Tja, wenn da ein Schild zu sehen wäre, könnte man vielleicht seinen Senf dazugeben.

Werner

Ahnender
11.09.2007, 11:48
...Die Strecke ist in 19 Tagen ohne Ruhetage machbar....Marc

Also ich lese da 21 Tage, wie kommst du auf 19??

Ahnender
11.09.2007, 12:21
Salve!
Um dem angestaubten GR-5-Thread neues Leben einzuhauchen...
Marc

Ist dir gelungen!!!! Ich biete an Skurillem die Sperrung der alten Tines-
Schlucht Sommer 2006. Da es der Sonntag des WM-Endspiels war, ging ich
mal davon aus daß die Franzosen nicht sprengen, sondern sich auf das
Endspiel vorbereiten und bin durch.

Leider fehlte am Ende die Leiter:motz:, so daß es noch recht blöd wurde, sich
da mit 18 kg Rucksack hoch zu hiefen.:(

http://www.virtualtrunk.de/pics/GeorgeTinne2006_WM.jpg

thefly
11.09.2007, 12:42
Werner: ich seh da auch nichts, hab aber den Link im Quelltext gefunden: http://i.pbase.com/g6/84/730184/3/83521063.YsGhyDrR.jpg

Wurzelsepp
13.10.2007, 23:49
In 35 Tagen ist es garantiert und auch relativ locker zu schaffen, ich habe 2005 inklusive Ruhetage (es waren zwei) genau einen Monat, also 31 Tage gebraucht.

Wer es schneller mag: Ich habe auch eine Französin kurz vor St. Sauveur de Tinée getroffen, die hat den ganzen GR5 ab Thonon bis Menton in 14 Tagen gemacht. Abkürzung nahm sie den GR-55 bei Tignes, dafür ab St. Dalmas den 2 Tage längeren GR-56. Einen Tag bin ich mit ihr marschiert, dann liess ich sie ziehen ;-)

Würde die Strecke wirklich jedem empfehlen, landschaftlich absolut genial!!

chrysostomos
14.10.2007, 19:11
Salve!

Ich bin den GR5 diesen Sommer in 19 Tagen (St.Gingolph - Nice) gegangen. Als eine Herkulesleistung würde ich das nicht bezeichnen - ich hatte allerdings mit vollgepacktem Rucksack (Tarptent, Küche, Schlafsack, Kleider, Kamera etc.) bloss etwa 11-12 Kilo am Rücken.

Der GR5 - auch bloss einige Etappen davon - ist wirklich empfehlenswert! Die Ausschilderung ist wirklich perfekt und das Netz der Unterkünfte ist hervorragend!

Grüsse aus dem Süden


Marc


PS: Bilder davon gibts hier (http://www.pbase.com/palindrom/gr5)

Wurzelsepp
14.10.2007, 21:40
Schöne Bilder hast du!! Ist schon erstaunlich, dass man nach über 2 Jahren bei den meisten Bildern genau sagen kann, wo sie waren... und einen Viertel der Bilder hat man gleich oder fast gleich auch auf der Platte ;-) Sogar die Esel am Col de Crousette gibt es noch :cool:
In der Vanoise hast du mich aber schön verwirrt, hast doch eine ziemlich andere Route gewählt, wohl grösstenteils der GR-55, oder?

Wetter war wohl ähnlich wie bei mir, meist schön, ab und zu auch etwas weniger... eine Biwaknacht auf 2'400 Meter im strömenden Regen macht nur bedingt Spass, vA wenn ich auf deinen Fotos sehe, wie schön es dort gewesen wäre :(

mariodejaneiro
18.05.2012, 10:09
hey..ist jemand in letzter zeit diesen Weg gegangen??? als Führer habe ich nur den GR 5 vom outdoor verlag entdeckt. Der ist jedoch vom Jahre 2001. Daher weiss ich nicht , ob der wirklich überhaupt noch Dienste leisten kann. Wie sieht es insgesamt mit dem Wildzelten aus...Wahrscheinlich ist es nicht wirklich erlaubt, aber da ich gelesen habe, dass insgesamt wenig Leute dort unterwegs sind, müsste es doch wohl gut gehen. Auf Mallorca ist es mir schließlich auch gelungen, unbeobachtet zu zelten.
Besten Dank für alle Tipps.
mariodejaneiro:p:p:p

Ahnender
18.05.2012, 15:40
... ich gelesen habe, dass insgesamt wenig Leute dort unterwegs sind, müsste es doch wohl gut gehen. mariodejaneiro:p:p:p

Wenig Weitwanderer, aber jede Menge 3-4 Tage Franzosen, in den bekannten Teilungen:
Familien, mehrere Pärchen, Dorfwanderklubs - die Gites sind voll.

Obwohl es nirgends steht, kann und darf man an den Hütten zelten.

mariodejaneiro
23.05.2012, 18:16
Vielen Dank für die Antwort.
Ich bin letztes Jahr den GR 11 gelaufenund suche jetzt wieder eine schöne weitwanderung für den Sommer. Ist jemand schon einmal beide Wege gelaufen und könnte einen Vergleich ziehen, falls sowas überhaupt möglich ist.
ODer hat jeman dnoch eine andere Idee für einen nicht überlaufenen Weitwanderweg in Europa.
Besten Dank :p

Andreas-F
23.05.2012, 19:22
Hallo,

zum Thema Wildzelten GR5 im Norden.

In den Naturschutzparks verboten oder nur im Juli/August neben der Hütte. Anonsten gibt es auf dem Stück les Houches Col du Bonhomme zwei Biwakplätze, einen davon mit sanitären Anlage. Dort ist es aber durch die parallelverlaufenden TMB recht voll.

Wenn du Ruhe haben willst und nichts gegen Jura/Französische Voralpen hast hast GR9/GR91 Jura/Chartreuse/Vercors. Biwakieren ist dort erlaubt, wenn man abends aufbaut morgens abbaut.

Gruß Andreas

schoguen
23.05.2012, 20:30
Hallo,

Ich war vor einiger Zeit mit Markus hier aus dem Forum am Col de la Schlucht. Von dort sind wir nach Norden zu den veschiedenen Seen und dann über den Grat zurück zum Sentier des Roches (GR 5). Mit Tarp haben wir 2 m vor dem Naturpark übernachtet :bg: Morgens kam ein Jäger vorbei, der aber vorbeigegangen wäre, hätten wir ihn nicht angesprochen.

Letztes Jahr bin ich den GR 5 von Saverne bis Urmatt gegangen. Und nach 3 Tagen Regen eine Pause eingelegt (danach regnete es noch 3 Wochen durch, war ein verregneter Sommer). Mit Tarp habe ich immer ein Pätzchen auf einer Wiese oder unter einem Vordach gefunden. Abends war da keiner mehr unterwegs ^^

Dieses Jahr versuche ich weiter von Urmatt zum Grand Ballon d'Alsace zu gehen. Danach ein Sprung zum Genfer See und von dort zum Mont Blanc. Alles GR 5. Mal sehen wann ich den Weg vollständig durch bin. ^^

Ich mach mir da keinen Kopf. Einen Platz für mein Zelt bzw. Tarp finde ich immer. Aber denke daran dass es da auch Regeln gibt. Nie im Nationalpark !! Um mal eine zu nennen. :p

Grüße

Günther

mariodejaneiro
24.05.2012, 19:12
o9k denke ich auch.. wie sieht es mit der hülle und fülle von wandererern so anfang /mitte juli aus.. habe auch etwas über den GTA durch Italien /Ligurien etc. gelesen, über dem man liest, dass er quasi durch verlassene gebiet geht..habt ihr erfahrungen diesbezüglich???
danke:bg::bg: