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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [NO] Hardangervidda



wulxc
11.10.2008, 23:11
Land: Norwegen
Reisezeit: Erste Augusthälfte
Region/Kontinent: Nordeuropa

Hier nun der bereits einigen Leuten versprochene Reisebericht von unserer unklassischen Hardangervidda-Querung:

Tag 1
Nachdem wir die Benzinflaschen an der Tankstelle neben dem Busbahnhof in Oslo befüllt haben, fahren wir um 9.30 Uhr mit dem Bus los Richtung Haukeliseter. Die Busfahrt verläuft größtenteils in Regenwetter, bei der Ankunft in Haukeliseter herrscht jedoch bestes Startwetter mit Sonnenschein und blauem Himmel.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1828.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3815)

Von der hochfrequentierten Hütte steigen wir hinauf in die Berge. Wir sehen erste (süße) Schneefelder und probieren sie aus.

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Später schlagen wir am See Mannevatn unser Zelt auf, mal sehen, wie es sich bewähren wird! Mit dem guten Wetter ist es nun auch vorbei (Regen), und es kühlt sich merklich ab. Also kein Abendbad mehr.

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rosa rugosa
11.10.2008, 23:27
Tag 2: Mannevatn - Hellevasbu

Der Weg vom Mannevatn nach Hellevasbu ist schön, aber warum die Hardangervidda eine Hochebene sein soll, erschließt sich mir zumindest nicht so richtig. Es geht hoch

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vorbei an Schafen (naja, ehemaligen)

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1867.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3819)

und runter, wobei uns zum Teil Schneefelder helfen.

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Ein kleiner See mit einem echten Kiesstrand bietet sich in der Mittagspause zum Baden an, was wir dann auch nutzen.

In der Nähe der Hütte Hellevasbu schlagen wir schließlich nach einem kleinen Plausch mit dem Hyttevakt unser Zelt auf - mit einem genialen Ausblick auf das Hellevatnet..

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf18881.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3821)

wulxc
11.10.2008, 23:39
Tag 3: Hellevasbu - Litlosvatnet

Morgens wachen wir von merkwürdigen Geräuschen auf, als würden schwere Blätter aufs Zelt fallen. Beim Öffnen des Zeltes stellen wir fest, dass es kleine braune Vögel sind, die versuchen, auf dem First zu landen, aber meist abrutschen. Auf dem Boden trauen sie sich dafür bis an die Apsis.
Nach Abbau des Zeltes gehen wir bei gemischtem Wetter über teilsweise recht hohes Gelände. An so manchem Bach freuen wir uns über die Brücken, ohne müssten wir doch größere Umwege gehen.

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Später wird die Landschaft grüner und wir begenen erleuchteten Schafen.

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Wir wollen uns eigentlich frühzeitig am Litlosvatnet einen Zeltplatz suchen, jedoch wirkt der angrenzende Berg bedrohlich und das Gelände uneben. Bevor der Weg den Zufluss des Litlosvatnet überquert finden wir auf einem kleinem Plateau oberhalb des Sees einen wunderschönen Zeltplatz mit gleich zwei Bächen (einen zum Trinken, einen zum Waschen).

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rosa rugosa
11.10.2008, 23:51
Tag 4: Litlosvatnet - Nähe Besso am Nordmannslagen

Heute bekommen wir beim Frühstück Besuch von Schafen - die wissen eben auch, wo es schön ist, sind aber deutlich scheuer als die Vögel von gestern.
Erstmal gehen wir über die Sommerbrücke nach Litlos und suchen dort unseren weiteren Weg. Kurz hinter Litlos wird die Gegend sehr karg und steinig; hier können wir gut nachvollziehen, warum die Hardangervidda auch arktische Merkmale hat. Es ist jetzt auch längst nicht mehr so hügelig, hier ist es wirklich mehr eine Hochebene.

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Aber auch hier gibt es immer wieder grüne Stellen, vor allem da, wo es Wasser gibt.

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Ein Schneehuhn mit Küken sehen wir auch, wirklich lustig, die Kleinen rennen in einem Affenzahn in alle Richtungen, die es so gibt, und der Altvogel steht dazwischen und piept ab und zu und versucht, die Kleinen wenigstens ansatzweise im Blick zu behalten...

Heute ist das Wetter schon windiger und (noch) bewölkter als die letzten Tage.
Einen Zeltplatz mit fließend Wasser zu finden, fällt uns nicht leicht; hinter Besso, an (hinter) der Brücke über den Zulauf zum Nordmannslagen, schlagen wir schließlich das Zelt an einer Felsstufe auf, die gleichzeitig einen guten Windschutz bietet. Kaum steht das Zelt, fängt es an tüchtig zu regnen (glücklicherweise erst, als wir schon die Rucksäcke im Vorzelt haben). Später kommt noch mal die Sonne raus: Der Ausblick ist fantastisch, man kann sogar den Hardangerjökulen sehen (der ist allerdings auf dem Foto nicht drauf).

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1926.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3827)

wulxc
12.10.2008, 00:10
Tag 5: Besso - vor Langavatnet

Wir bauen unser Zelt im Sonnenschein ab und trocknen alles, was in den vorigen Tagen nass geworden ist. Nach dem Frühstück gehen wir auf gut unterhaltenen Wegen zusammen mit größeren Wandergruppen in Richtung Sandhaug, die gute Erreichbarkeit und die vielen Seen locken Norweger in Scharen an.

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Vor der Hütte Sandhaug ist ein Ferienzeltplatz, einige Traktoren, Boote und Pferde sind hier versammelt. Der Transport des Materials ist recht lustig, da der Anhänger oft umzukippen droht; daher hat jeder Trecker einen Begleiter zu Fuß.

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Wir gehen an der Hütte vorbei und kommen an einen kleinen See mit moorigen Grund, die Sonne scheint - Badezeit.
Eigentlich wollten wir heute einen beinahe Ruhetag einlegen, aber es gibt ab Sandhaug erstmal keinen Zeltplatz, der unsere Anforderungen genügt. So gehen wir mit diversen anderen Wanderen geplagt von Mücken weiter, bis wir direkt neben dem Weg einen schönen Platz mit fließend Wasser finden. Nach dem langen Suchen ist uns der Abstand zum belebten Weg recht egal - auch wenn nach dem sehr einsamen letzten Tag dies schon eine deutliche Umstellung ist.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1938.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3831)

wulxc
18.10.2008, 15:48
Tag 6: Langavatnet - Nybu

Der Morgen beginnt grau und windstill - die Mücken wissen es zu schätzen. Kurz nach dem Zeltabbau fängt es zu nieseln an. Eigentlich haben wir für die Mitte der Tour einen Ruhetag eingeplant, aber bei Regenwetter ist dies nicht attraktiv. Je näher wir der Straße kommen, die die Hardangervidda quert, desto mehr Angelwanderer in neuesten Outdoorklamotten sehen wir.

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Die Strecke verläuft recht einfach ohne Steigungen und wäre gut zu gehen, wenn nicht die Steine durch den nassen Bewuchs sehr rutschig wären. Zwischenzeitlich hat sich das Nieseln zu einem Regen gesteigert. Da wir dem Wetter nicht trauen, wollen wir uns für diese Nacht einen geschützten Zeltplatz suchen und gehen erstmal weiter. Nybu sieht so aus, wie wir uns Bullerbü vorgestellt haben.

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Wir überqueren noch den Bjoreio und steigen auf in Richtung Straße. Der Regen steigert sich weiter. Am Hang oberhalb Nybu finden wir dann einen dreiseitig geschützten Platz mit fließend Wasser nahe bei. Schnell steht das Zelt, kurz danach schüttet es richtig. Durch den Regen hören wir einige fluchende Wanderer. In einer kurzen Regenpause machen wir noch ein Foto vom zeltplatz.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1971.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3834)


Tag 7: Nybu - Kjeldebu

Unglaublicher Weise werden wir von der Sonne geweckt. Wir hoffen auf einen Wetterumschwung, packen alles ein und gehen nach Dyranut. Von Weitem schon hören und riechen wir die straße. In der Hütte genehmigen wir uns erstmal einen Kaffee mit Kuchen. Lange hält es uns hier nicht, wir gehen weiter in Richtung Kjeldebu. Kurz hinter Dyranut haben wir vo einer Anhöhe einen guten Überblick über die Hochebene - hier verstehen wir diese Bezeichnung.

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Langsam schiebt sich der Hardangerjökulen ins Blickfeld, wir wollen ihn östlich umgehen.

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Leider kommt erneut eine graue Wand auf uns zu. Den Weg nach Kjeldebu inklusive einem recht steilen Abstieg legen wir im Regen zurück. Da inzwischen nicht nur unsere Schuhe deutlich nass sind, quartieren wir uns in der Hütte ein und kaufen bei der Hüttenwartin Lebensmittel. Die Öfen sind heute unsere besten Freunde:

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Abends gibt es noch einen kitschigen Sonnenuntergang, der jedoch die kleine Digitalknipse (oder den Fotografen) ein wenig überfordert.

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Tag 8: Kjeldebu - Skaltiorna

Da das Wetter akzeptabel aussieht und unsere Sachen nach der Nacht im Trockenraum bis auf die Schuhe trocken sind, beschließen wir, loszuwandern und die gastliche Hütte zu verlassen.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf1998.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3839)

Nach dem Sysenvatnet teilen sich die Wege in westlich und östlich um den Hardangerjökulen, wir gehen den östlichen Weg. Von dem vielen Regen ist der Boden übersättigt, vielfach steht auf dem Moor schon Wasser.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2002.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3840)

Leider fängt es schon bald wieder zu regnen an. Wir sehen vom Gletscher das erste Mal mehr als eine weiße Kappe.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2004.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3841)

Die Brücke über den Leiro sieht aus der Entfernung wenig Vertrauen erweckend aus, sie ist aber durchaus solide.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2006.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3842)

Weiter geht es oberhalb der Schwemmebene des Leiros in Richtung Skaltjorna. Durch die Nässe gestaltet sich der Weg trotz wenig Steigung recht kräftezehrend, so dass wir beschließen, den Aufstieg hinter dem Skaltjorna für morgen aufzuheben und am See unser Zelt aufzuschlagen. Leider ist die Auswahl an ebene Zeltplätzen, die nicht aus einer Pfütze bestehen, gering. Schließlich finden wir direkt neben dem Weg einen nur wenig geneigten Platz mit Aussicht auf den Gletscher.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2009.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3843)

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Tag 8: Skaltjorna - Finsehytta

Der Morgen ist wieder trocken. Da das Wetter nicht gut, aber auch nicht zu schlecht zu sein scheint, um heute Finse zu erreichen, verfeuren wir beim Frühstück das Benzin, das wir absehbar nicht mehr brauchen werden. Wieder einmal schaffen wir es, unser Zelt trocken abzubauen.
Der Aufstieg hinter dem Skaltjorna ist schlammig und steil, wir sind froh, dies gestern nicht noch auf uns genommen zu haben. Es fängt wieder an zu regnen, bis Finse wird sich nur noch die Intensität ändern. Nach dem Aufstig queren wir einen Bach, der wahrscheinlich auch mal weniger Wasser führt.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2029.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3845)

Der Weg windet sich nun entlang eines Seenverbundes. Teilweise ist er hoch über dem See, zu dem hin es steil abfällt. In einer Kehr bedrängt ein überhängender Fels den Weg - hier abzurutschen wäre fatal. Die Vegetation besteht nun hauptächlich aus Flechten, aber Schnee, Fels und Wasser sind häufiger.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2031.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3846)

Je höher wir steigen, umso mehr kommen wir vom regen in die Wolken. Etwa an der höchsten Stelle des Weges biete ein großer Fels Schutz, Zeit für eine Pause.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2035.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3847)

Später führt der Weg über ein größeres Schneefeld, dessen Ende zuerst nicht ersichtlich ist. Ohne den gut ausgetretenen Weg würden wir bei der vorhandenen Sichtweite sicherlich umkehren, so vertrauen wir den Spuren. Die funktioniert auch bei späteren Schneefeldern hervorragend, lediglich bei einem kleinen Schneefeld müssen wir das gegenüberliegende Ufer abgehen, um den Weg wiederzufinden. Nach den Wegen über Steine, bei denen die Markierungen mehr Richtungen angeben als Wege markieren, steigen wir nun wieder hinab in ein weites Tal. Hier sind die Wege komplett wassergeflutet, was in Anbetracht des Zustandes unserer Schuhe jedoch nicht mehr besonders beindruckend ist.

http://fotos.outdoorseiten.net/data/25/medium/dscf2041.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/3848)

Nach viel zu lnger Zeit taucht endlich der Staudamm am Finsevatnet auf. Wir quartieren uns in der Finsehytta ein, stellen fest, dass wir trotz atmungsaktiver Regenkleidung komplett durchnässt sind und quetschen unsere nassen Sachen in die überquellenden Trockenräume. Beim Bier erzählen uns einige Norweger, dass dieser Sommer besonders nass wäre und alle Stauseen schon jetzt gut gefüllt wären - gut für den Strom!

wulxc
18.10.2008, 16:14
Generell zur Tour:
- Vom Gelände hatten wir drei deutlich unterschiedliche Bereiche. Von Haukelister bis Litlos sind wir durch Hochtäler und Bergrücken gewandert, mit sattem grün und schroffem Stein (teilweise anspruchsvoll für die Gelenke). Von Litlos bis Dyranut war das Gelände deutlich ebener und weiträumiger (also leichter zu gehen), der Berich hinter Litlos beinahe arktisch karg, nach Nordmannslagen nahm die Vegation deutlich zu. Direkt um den Hardangerjökulen gab es dann vor allem Schnee und Fels, bei Neuschnee würde ich diesen Bereich meiden.
- Die Selbstbedienungshütten an unsrem Weg hatten alle einen Hüttenwart, so war des Einkaufen von Lebensmitteln kein Problem (auch nicht für Leute ohne DNT-Schlüssel) und wir mussten nicht übermäßig viel schleppen. Wir haben nur 4kg Lebensmittel pro Person und damit 15 kg gesamt pro Person getragen.
- Es hat angeblich viele trockenere Sommer gegeben.
- Nichts hält langfristig den Körper oder die Füße trocken. Die Unterschiede bestehen nur zwischen nass und schwimmend.

Trotz aller Nässe war die Tour schön. Lediglich das Ende war durch die Nässe etwas heftig, hat aber keine Schäden hinterlassen können.

Ende, wulxc

kawajan
20.10.2008, 23:53
Hey ganz toller Bericht und super Fotos

Will auch wieder losssssssssssss

Grüsslis

röhrer
23.10.2008, 21:18
Ein sehr schöner Bericht - danke dafür.
Eine Frage bleibt dennoch: Was habt ihr für ein Zelt verwendet ?

Fjaellraev
23.10.2008, 21:28
Eine Frage bleibt dennoch: Was habt ihr für ein Zelt verwendet ?
Müsste dieses hier (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=22593) sein ;-)

wulxc
24.10.2008, 19:47
Richtig!

Und es hat sich hervorragend bewährt, bis auf die etwas zu gute Belüftung im Kopfbereich, die leichte Zugerscheinungen mit sich brachte (aber schließlich hat ein Schlafsack eine Kapuze). Und im Wind stand es mindestens genauso gut wie die Tunnelprodukte bekannter Markenhersteller... ;-) )
grüße, wulxc

Jaerven
24.10.2008, 22:26
Aber die hohen Seitenwände...ich denke im Sturm macht es da schnell schlapp.
Warum hast Du die Seiten nicht einfach bis fast auf den Boden gezogen statt Seitenwände hochzuziehen? Ich denke da an das alte Caravan Keb...

wulxc
25.10.2008, 19:00
Durch die Traufe gibt es kleiner Dachflächen als beim bis auf den Boden gezogenen Schrägdach. Durch die kleinern Dachflächen haben diese weniger Durchhang, der Komfort ist höher. Außerdem sorgen kleine Stäbchen in den Ecken dafür, dass sich diese nicht zu sehr bewegen (auch wieder nur Komfort). Für die Stabilität vom Zelt sind meiner Meinung nach fünf Sachen primär: das Gestänge, das Außenzeltmaterial, dessen Verarbeitung, die Größe der einzelnen Teilflächen und die Anzahl der Heringe. Ich würde aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, dass das Zelt ähnlich stabil wie ein Tunnelzelt ist (es hat das stabilere Gestänge ;-) ), es aber mit einem guten Geodäten nicht aufnehmen kann. Braucht es auch nicht, dann nehmen wir unsere gelbe Festung mit: http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=20973

Ich hätte eigentlich lieber besseres Wetter gehabt, als das Zelt in Wind und Regen zu testen.
grüße, wulxc

Jaerven
25.10.2008, 22:07
Ich hätte eigentlich lieber besseres Wetter gehabt, als das Zelt in Wind und Regen zu testen.

Das ist wohl bei jedem so.... :bg:

armes bärchen
01.11.2008, 14:49
Hi, dein Reisebericht weckt auf jeden Fall mein Interesse auf die Region, was nicht zuzletzt an den tollen Bildern liegt!

Hab noch ein paar Fragen:
-Kannst du etwas über eure Anreise sagen?
-Habt ihr sehr viele andere Wandere und Einheimische getroffen, oder konntet ihr auch mal in der totalen Einsamkeit reisen?
-Wie verhielt es sich denn bei euch mit den Temperaturen (in etwa)?
-Kannst du auch noch etwas zu früheren (Juli) bzw. späteren (Oktober) Reisezeiten sagen (besser/schlechter o. ä.)?
-Wie waren die Wegmarkierungen?

Greetz a. b.

wulxc
01.11.2008, 15:51
Ja.

-Kannst du etwas über eure Anreise sagen?
Hinflug mit norwegian(.no) abends nach der Arbeit und Übernachtung in Oslo. Am nächsten Morgen mit dem Haukeliexpressen (Bus 180) um 09:30 los von Oslo Busbahnhof direkt neben dem Bahnhof (Busterminal), Ankunft um ca. 15:05 in Haukelister. Der Bus hält einmal in Vinje an einer Fastfoodbude. Die Geschäfte in Oslo machen erst um 10:00 auf, ein Brennstoffkauf muss gut geplant werden.
http://www.nor-way.no

-Habt ihr sehr viele andere Wandere und Einheimische getroffen, oder konntet ihr auch mal in der totalen Einsamkeit reisen?
Die letzte Etappe war einsam, weil das Wetter schlecht war und es die weniger begangene Seite des Hardangerjokkulen ist = nur drei Leute getroffen. Ansonsten haben wir täglich einige Leute (20 bis 70) getroffen, am meisten im flacheren Bereich der Vidda, dort gab es sehr viele Angelwanderer, die meistens mehr Angeln als wandern. Außergewöhnlich viele (beinahe alle) Wanderer sahen aus, als seien sie gerade einem Ausrüstungskatalog entsprunggen (mit Reisebügeleisen). Einheimische (also Leute, die dort einen überwiegende Teil ihrer Zeit verbringen) sind dort vor allem Leute, die in den bedienten Hütten arbeiten - aber dort sind wir nur vorbeigewandert.
Verglichen mit Jotunheimen und Rondane waren es die zu erwartenden Mengen an anderen Personen - Einsamkeit findet man am einfachsten außerhalb der Nationalparks oder zu anderen Zeiten (Mitte Juli bis Ende August ist Sommerhauptreisezeit).

-Wie verhielt es sich denn bei euch mit den Temperaturen (in etwa)?
Wir hatten keinen Frost, waren aber über gefütterte Westen über dem Fleecepulli sehr glücklich.

-Kannst du auch noch etwas zu früheren (Juli) bzw. späteren (Oktober) Reisezeiten sagen (besser/schlechter o. ä.)?
Eigentlich nicht. Wichtiger als die Temperaturen sind meisetns die Niederschläge, und die variieren von Jahr zu Jahr. Meine Erfahrung in anderen norwegischen gebieten ist, das es im frühen Juli häufig mehr Mücken gibt.

-Wie waren die Wegmarkierungen?
Generell gut, teilweise mussten wir etwas suchen, im Gebiet der bewirtschafteteten Hütten reichlich. Karte würde ich trotzdem immer mitnehmen.

armes bärchen
01.11.2008, 18:55
Danke für die schnelle Antwort:D