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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Katterjak nach Ritsem - und wieder kam es anders als geplant



motion
30.09.2008, 23:03
Land: Schweden
Reisezeit: Juni/Juli
Region/Kontinent: Nordeuropa

Katterjak -Ritsem doch es kam mal wieder ganz anders

Wir planten dieses Jahr mal wieder etwas in Schweden und Norwegen zu unternehmen und eine schöne Tour auf einem Teilstück des Nordkalottleden zu gehen. Ziel war es abseits des Kungsleden auf etwas einsameren Pfaden seine Fußabdrücke in die Fjelllandschaft zu setzen. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Auf ging es nach einer 3 Tage dauernden Fahrt vom Süden Schwedens nach Gällivare. Die Touristeninformationen konnten einen nicht viel zu den momentanen Verhältnissen auf den Track sagen, nur das es wohl etwas nass wird, da es ein sehr feuchtes und regenreiches Frühjahr war. Wenigstens waren die Wetteraussichten nicht so schlecht und wir begaben uns Richtung Bahnstation. Es waren die letzten Junitage und wir waren ziemlich früh dran im Jahr, um diese Route zu wählen, was wir erst später merkten.

Übrigens ist der Zeltplatz in Gällivare wärmstens zu empfehlen. Ziemlich günstig, wir konnten das Auto eine Woche parken und vor Allem eine kostenlose Sauna, die der geschundenen Trackerseele ziemlich gut tut.

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1. Tag:
Loona, unser Hund, Manu und ich jeder setzte den Rucksack auf und ab ging es Richtung Einsamkeit und Wildnis nach Katterjak. Die Zugfahrt dauerte ein paar Stunden und während wir weiter Richtung Norden fuhren, wurde das Wetter immer schlechter. Tief hängende Wolken, Nebel und leichter Regen tauchten die Landschaft in eine tristlose graue Suppe. Somit verschliefen wir die Hälfte der Zugfahrt, da es eh nichts zu sehen gab. Bahnstation Abisko, bald sollten wir da sein. Das Wanderfieber stieg langsam, doch das Wetter dämpfte gleichzeitig wieder die Stimmung. Am Bahnhof Katterjak angekommen waren wir die einzigen die Ausstiegen. Wie am Ende der Welt erschien uns dieses Plätzchen mit seiner einzigen Touriststation. Viel mehr gab es nicht. Kurzes Photo und ab ging es durch den Nieselregen Richtung Wildnis.

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Der erste Tag war nicht wirklich lang, da wir erst 16 Uhr in Katterjak waren. Somit ging es nur 4 bis 5 km bergauf Richtung Katerjaurestugan. Kurz zuvor spannte sich noch eine große Brücke über einen Fluß und Loona hatte doch etwas Angst diese zu überqueren. Ich nahm ihr ihren Rucksack ab und ab ging es.

http://img209.imageshack.us/img209/1391/img9638zz9.jpg

Auf der anderen Seite angekommen suchten wir uns einen Zeltplatz und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Das Wetter wurde schlechter und der Nebel zog immer weiter rein.


Wieter gehts. Imageshack funtzt wieder ;-)

motion
01.10.2008, 15:11
2. Tag
Auf gings am morgen in aller Gemütlichkeit. Das Wetter hatte sich über Nacht gebessert und es riss auf. Zwischen den Wolkenfetzen schaute immer mal wieder die Sonne hervor. Wir starten kurz nach 9 und wollten eigentlich bis circa auf Höhe der Valfojakka Schutzhütte kommen. Ein Ziel, das sich im nach hinein doch als eine echte Herausforderung stellen sollte. Auf gings durch eine grandiose Landschaft mit glasklaren Seen, schönen Bergen und schon jetzt auf noch 800 bis 900 Meter gab es Schnee. Das Wetter wurde immer besser und die Stimmung stieg immer weiter. Irgendwann passierten wir dann noch 2 Dänen, die wir später nochmals treffen sollten. Der kleine Pfad schlängelte sich durch die Landschaft und führte uns immer weiter in die schwedische Wildnis.

Plötzlich kam uns eine Frau mit Husky entgegen und es stellte sich nach kurzem Gespräch heraus, das sie auch dt. war und allein mit ihrem Hund unterwegs war(Viele Grüße an Sie falls Sie das hier liest). Sie erzählte uns, das circa eine halbe Stunde von hier eine Flußdurchquerung kommt, die nicht zu überwinden sei. Sie war jetzt einen Tag unterwegs und fand keine geeignete Stelle um den Fluß zu queren. Und vor Allem hatte ihr Hund was dagegen. Also brach sie die Tour ab. Ich konnte mir nicht vorstellen, das uns das gleiche Schicksal ereilt. Und auch wollte ich dies nicht. Jetzt ist man über 3000km gefahren, um dann am zweiten Tag die Tour an der ersten Flußdurchquerung abzubrechen. Unvorstellbar!!! Allerdings war dies für meine Freundin und den Hund Neuland. Noch nie hatten sie zuvor eine Flußdurchquerung gemacht. Meine Devise hieß hinlaufen und schauen. Nach einer halben Stunde erreichten wir auch den Fluß und die erste Einschätzung viel dann doch sehr ernüchternd aus. Schmelzwasser kühlte doch das Wasser reichlich ab und vor Allem füllte es den Fluß beachtlich. Aufgeben? Am zweiten Tag? NIEMALS! Ich suchte und entdeckte eine Stelle und mir kam eine Idee. Ein Stück zuvor hatte ich ein paar in der Landschaft liegende Holz Walkways gesehen. Also warum nicht holen und probieren eine kleine Brücke zu bauen. Die Stelle war zwar sehr tief, dafür aber ziemlich schmal um dies zu wagen. Als ich beim Holz war kam die Dänen mir entgegen. Ich bat ihn mir zu helfen um den Fluß zu überqueren. Ich wusste gar nicht das diese blöden Hölzer so schwer sein können nach einiger Zeit hatte wir es geschafft und ich lies es zu Wasser. Doch die Strömung war einfach zu stark um es wenigstens etwas sicher auszurichten. Also zog ich es wieder raus und wir suchten nach einer weiteren Möglichkeit. Flußabwärts war keine Chance, da der See dann begann und so ließ ich mein Gepäck/Hund/Freundin zurück und begab mich flussaufwärts. Nach guten 40 Minuten fand ich endlich ein Stück wo man ohne Schuhe queren konnte. So ein Mist das jetzt mein Gepäck unten lag. Also wieder zurück, alle einsammeln(inklusive Dänen) und dann ging es ab wieder nach oben. Schuhe aus und ab durchs eiskalte Wasser und dann wieder zurück und das Gepäck von meiner Freundin holen und mit dem Hund ein zweites mal durchs Wasser. Geschafft und meine Freundin hatte ihre erste Flussdurchquerung hinter sich. Diese Aktion raubte uns ganze 3 bis 4 Stunden Zeit. Somit reduzierte sich unsere Tagesleistung recht dramatisch und an unser Tagesziel war nicht mehr zu denken.

Stuor
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Gegen 18 Uhr erreichten wir erstmal Stuor und wir genossen die Stimmung, die Ruhe und Einsamkeit. Ein bisschen in den Essensvorräten stöbern und genüsslich schlemmern. Wir entschieden uns noch ein Stück weiter zu gehen.

oberhalb von Stuor
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Wir liefen noch ein zwei Stunden und dann siegte doch die Müdigkeit. Ein toller Zeltplatz entschädigte uns für unsere Mühen.

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Mittlerweile waren auch keine Wolken mehr am Himmel und die Sonne strahlte in ihrer ganzen Kraft. Wir kochten uns noch eine Packung Miracoli und danach gings erstmal zu einem kurzen Bad in den See um danach wie neugeboren aus diesem zu kommen. Ich genoss die Mitternachtssonne, die die Landschaft in ein herrliches rot tauchte. Die Ruhe war unbeschreiblich und es war einfach toll in der Landschaft zu sitzen und diese Energie in sich aufzusaugen. Irgendwann gings dann ab in den Schlafsack.

Mitternachtssonne
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01.10.2008, 15:25
3. Tag
Der Horror bis Unna

Ziemlich früh wurden wir munter. Die Sonne brannte auf unser Zelt und wir hielten es nicht mehr aus. Wie eine Sauna fühlte es sich langsam an. Gegen 9 Uhr liefen wir dann los. Heute wollte ich unbedingt in Unna ankommen. Dies sollte bei einer Länge von 15 km kein Problem sein. Eigentlich! Noch beim Frühstück überholten uns wieder die Dänen. Heute ging es das erste Mal über 1000 Meter und es sollte doch recht anstrengend werden. Der Schnee nahm immer mehr zu und die Markierungen des Weges nahmen im gleichen Maß ab. Die Seen begannen langsam sich vom Eis des Winters zu befreien. Überall Schneefelder und jede Menge Wasser machten uns das vorwärts kommen schwer.

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Kurze Zeit später überholten wir wieder die Dänen. Diesmal zum letzten Mal. Sie wollten dann einen Schlenker in Richtung der Narviker Berge machen, bezweifle aber das sie jemals so weit gekommen sind. Der Mann probierte alle Schneefelder zu umqueren, da er Angst vor hatte. Bei der geschlossenen Schneedecke später, sichher ein kleines Problem. Naja mal wieder stellten uns größere und kleinere Wassertümpel und Bäche vor kleinere Probleme, aber wir kamen langsam und kraftraubend vorwärts. Wenigstens war das Wetter super und die Sonne brannte vom Himmel. Die Landschaft war einmalig. Dann kamen wir zum einzigen in der Karte verzeichneten Furten zwischen 2 Seen.

Furten mit Loona :p
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von der anderen Seite

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Da wär es runter gegangen bei einem Fehler

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Eis bedeckte noch den See und das Wasser war saukalt. Zusätzlich war eine nicht unerhebliche Strömung an diesem Stück. Ein Fehler und das war es. Die Schneebrücke weiter unten erschien mir dann doch zu risikoreich und ich entschied mich für das Furten. Erster Versuch und es sollte möglich sein. Rucksack auf und durch. In der Mitte zog dann eine doch recht heftige Strömung an den Füßen und die Kälte brannte wie kleine Nadelstiche. Das Wasser ging bis weit über die Knie. Dann ging es wieder zurück um den Hund zu holen. Jetzt wurde auch Loona durch das Wasser getragen. Ein bisschen skeptisch war sie schon, aber ließ es über sich ergehen. Sie hatte ja auch keine andere Wahl. Und nun ging es noch mal ein 3. Mal zurück um meine Freundin zu holen. Diesmal behielt sie den Rucksack auf und querte mit mir zusammen den Fluß. Respekt vor ihr. Nach3 mal furten waren meine Beine wie taub und ich brauchte einige Zeit um wieder ein bisschen Gefühl in den Beinen zu spüren. Weiter ging es Richtung Unna und wir mussten uns anstrengen unser Ziel zu erreichen. Schon wieder waren wir im Verzug.

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Langsam stiegen wir bergab und der Schnee wurde endlich weniger. Vor uns eröffnete sich die Bergriesen des Kebnakaise und seiner Nachbarn. Es wurde später und später und es war schon nach 20 Uhr. Wir wollten unbedingt Unna schaffen, machten Pause und dann ging es weiter. Nachdem wir an ein paar Samihütten vorbei kamen eröffnete sich vor uns langsam der Blick ins Tal. Irgendwo da unten musste unser Etappenziel liegen. Wir kamen tiefer und tiefer. Die Sträucher und Büsche wurde mehr und mehr und hinter einem Stein konnten wir die Hütte erkennen. Wir freuten uns und auf ging es zur letzten halben Stunde. Dachten wir. Wir hatten mal wieder den Plan ohne die schwedische Wildnis gemacht.

Blich ins Tal der Unna Hütte
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Am Fluss Ruovssokjohka standen wir wieder vor dem selbem Problem. Ein Fluss, keine Brücke und jede Menge Wasser. Dem aufmerksamen Leser und Schwedenkenner wird nicht entgangen sein, das wir uns ja jetzt im Buschland befanden. Ja genau Mücken. Plötzlich stürzten sich unzählige Plagegeister auf uns und stachen uns überall. Wir mussten so schnell wie möglich lange Sachen anziehen, um halbwegs normal aus dieser Situation zu kommen. Zum Glück hatte ich noch Gesichtsnetze kurz vor der Abfahrt in Gällivare gekauft. Das war jetzt wie ein sechser im Lotto. Hatte sich den der Outdoorgott gegen uns verschworen? Wir wussten uns nicht. Nachdem wir nun eingepackt wie Michelin Männchen waren, kämpften wir uns nun flussabwärts durch hüfthohe Sträucher um mal wieder eine Stelle zum queren zu finden. Diese fanden wir nun auch und es war uns scheißegal wie nass unsere Schuhe werden. Wir liefen einfach durch. Wir hatten einfach gerade keinen Boch mehr, da uns der Outdoorgott sämtliche Steine in den Weg räumte. Nach der Querung ging es weiter Richtung Hütte und die Mücken liesen uns keine Ruhe. Wenigstens konnten sie uns nicht mehr stechen. Um 22 Uhr kamen wir an der Hütte an und wir hatten keine Lust mehr auch noch einen Handgriff zu tun. Wir entschieden uns in der Hütte zu schlafen. Völlig fertig setzten wir uns in die Hütte und ließen den Tag Revue passieren. Kein Reden, gar nichts, einfach nur da sitzen und das erlebte verarbeiten. Nach einer halben Stunde hatten wir dann wieder etwas Kraft gesammelt um uns Essen zu kochen und alles weitere zu machen. 1 Wandere war noch auf der Hütte und das war es. Das war glaub ich mein härtester Outdoortag den ich hatte. 13 Stunden unterwegs für nur 15 km, wobei nur 2 Stunden Pause waren. Völlig erschöpft fielen wir um Mitternacht ins Bett. Ich machte kurz vorher noch ein paar Photos und das war es dann.

Mitternachtssonne in den norwegischen Bergen
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motion
01.10.2008, 15:32
Tag 4:
Nach Alesjaure

Gleich mal der Schock vorweg. Ich hatte ja mit einigem gerechnet für eine Nacht in der Hütte, aber nicht damit das wir je Person über 30 Euro für die Übernachtung los werden. Zusammen um 65 Euro leichter machten wir Pläne wie es nun weiter ging. Der Wirt sagte, das wir erst die 2. Seien die dieses Jahr diesen Weg laufen und erkundigte sich nach dem Zustand. Er machte uns auch keine Hoffnungen das es viel besser wird. Meiner Freundin tat nach der gestrigen Etappe auch noch der Fuß weh. bzw. hatte recht starke Schmerzen. Also planten wir um und entschieden uns die Route zu ändern. Jetzt ging es nach Alesjaure Richtung Kungsleden. Von Unna ging es am späten Morgen los n Richtung Kungsleden völlig einsam durch die Berge Schwedens. Heute bekleideten uns den ganzen Tag Rentierherden die durch das Land zogen.

Rentierherde
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Der Weg wurde einfacher und wir kamen besser voran. Lediglich der Fuß machte meiner Freundin noch zu schaffen. Der Wettergott meinte es gut mit uns und spendierte einen weiteren wolkenlosen Tag mit jeder Menge Sonnenschein. Ja man kann sagen der Tag war echt entspannend im Gegenteil zum Tag zuvor. Wir genossen es einfach die Natur zu erleben und durch sie zu streifen. Oberhalb von Alesjaure stellten wir noch auf dem Bergrücken unser Zelt auf. Eine geniale Aussicht auf den See, die Hütte und die Berge entlohnte uns für unsere Mühen. Ich entschied, das wir Richtung Abisko raus laufen.

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motion
01.10.2008, 15:38
Tag 5: Richtung Abisko

Da steht man gern auf :D
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Die Nacht war diesmal etwas kälter und stürmischer doch wieder erwartete uns ein schöner sonniger Tag. Wir bauten unser Zelt ab und es ging runter zum See. Wir merkten schon wie wir wieder der Zivilisation ein Stück näher kamen. Ein ständig fliegender Helikopter nervte schon gewaltig. Als wir dann den Kungsleden erreichten hatte uns die Zivilisation wieder. Nachdem wir nur die Dänen und den einen Schweden auf der Hütte trafen kamen uns nun ständig die ganzen Tracker entgegen, um den Kungsleden zu laufen. Wir kamen uns vor wie auf einer kleinen Massenwanderung, nach 4 tagen der Einsamkeit. Die Landschaft entschädigte aber umso mehr. Ich fühlte mich wie ein bisschen in Neuseeland.

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Die langen Seen, die Berge und diese weite der Landschaft. Wie verrückt das man sich hier mit dem Boot als Taxi auch über den See fahren lassen kann. Naja trekken bei fair means und so ging es zu Fuß am See entlang.

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kurz vor der Hütte:

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Als wir in Abiskojaure ankamen fühlte ich mich schon wieder wie in der Zivilisation. Massen an Leuten und ein Laden an den man einkaufen kann. Wie verrückt. Dann wollten die doch sage und schreibe 12 Euro pro Person für einen Zeltplatz in Nähe der Hütte. Also entschieden wir uns noch bis nach den See zu gehen und dann das Zelt aufzuschlagen. Trotz Zeltverbotes zelteten jede Menge entlang des Sees. Irgendwann Abends kamen wir dann am Zeltplatz an. Insgesamt liefen wir die 30 km in 9 Stunden. Ein Wahnsinn wenn man es mit der Zeit vor 2 Tagen vergleicht. Die selben Personen schaffen in nicht mal der gleichen Zeit das doppelte an Kilometern. Wie verrückt. Aber es gab ja nun auch Brücken und ausgetretene Wege die durchweg gut markiert waren.

motion
01.10.2008, 15:40
Tag 6.
Die letzten Kilometer durch Schweden und nach 3 Stunden standen wir in Abisko. Zwar war es nicht das geplante Ziel, aber wir waren glücklich, diesen tollen Track gemacht zu haben. Das Wetter war grandios und wir hatten jede Menge in den vergangen 6 Tagen erlebt.

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http://img218.imageshack.us/img218/9916/img98992ee9.jpg

Irgendwann kam dann auch der Zug und circa 100 bis 200 Leute sprangen aus dem Zug um sich auf den Kungsleden zu begeben. Wie verrückt. Ein paar Kilometer nebenan läuft niemand und hier ist es die reinste Massenwanderung. Auf gings in den Zug und zurück nach Gällivare. Ich freute mich schon auf die Sauna, um die Seele baumeln zu lassen. Während der Zugfahrt stellte ich mir dann noch die Frage was wohl das nächste Mal beim trekken in Skandinavien passiert. Beim letzten mal war es das Buch was sich in den Kilometern geirrt hat, diesmal waren es fehlende Brücken in Verbindung mit Schneeschmelze und viel Wasser. Also WAS KOMMT DEMNÄCHST?

sarek2007
01.10.2008, 23:18
sehr schöne Bilder!
Ich weiß auch nicht was anstrengender ist: lange weiche Schneefelder oder die garstigen Weidensträucher voller Mücken ;-)

Blöde Frage, aber wie binde ich mehr als 5 Bilder pro Artikel ein und ad als Vollbild? Schreibe gerade selber meinen ersten Bericht und bin noch nicht ganz schlau aus den Anleitungen geworden.


Gruß,
Tilman

casper
01.10.2008, 23:38
http://smiliestation.de/smileys/Schilder/78.gif (http://www.handytarife-total.de/)
Sehr schöner Bericht und prima Bilder!!!
Vielen Dank dafür http://smiliestation.de/smileys/Gemischt/281.gif (http://www.handytarife-total.de/)
Was wiegt deine befellte Schnuppernase?

paddel
02.10.2008, 05:45
Sehr schöner Bericht!!!

Aber eigentlich dürftest du ihn hier nicht einstellen, sonst kommen noch andere Leute darauf, daß es nicht nur die bekannten Wege gibt ;-)

motion
02.10.2008, 07:57
@sarek: die Bilder über z.Bsp www.imageshack.us hochladen. Dann den direkten Link nehmen und hier mit dem Button Grafik einfügen die Adresse eingeben von dem Bild.

@casper: Hund wiegt 23 kg + 4 - 5 kg Gepäck(zumindest am Anfang:bg:)

@paddel: Naja die meisten Leute würden ihn ja eh nicht gehen, weil Kungsleden klingt natürlich viel besser als Ich bin von Katterjak nach Ritsem gelaufen. :ignore::ignore::bg:

Viele Grüße
Sven

November
02.10.2008, 23:19
Naja die meisten Leute würden ihn ja eh nicht gehen, weil Kungsleden klingt natürlich viel besser als Ich bin von Katterjak nach Ritsem gelaufen
Auch wenn das vielleicht ironisch gemeint sein sollte, finde ich das eine ziemliche dreiste Unterstellung. Auch ihr seid schließlich ein Stück des Kungsledens gegangen, auch wenn es vorher nicht geplant war und die Umstände dies empfahlen. Woher kennst du denn die Beweggründe der anderen Wanderer?

So unbekannt ist dieser Weg auch nicht. Schließlich ist es ein regulär in den Fjällkarten eingezeichneter markierter Wanderweg. Auch ich bin mal das Stück von Unna Allakas nach Riksgränsen gegangen, allerdings im Herbst. Dabei bin ich durchaus einigen Wanderern begegnet, allerdings sicher nicht so vielen wie auf dem benachbarten Kungsleden, das stimmt. Ich war ganz begeistert von dem Weg und habe auch einige Stellen auf deinen Bildern wiedererkannt. Der Weg war übrigens ebenfalls gut markiert und selbst in dichtem Nebel noch relativ gut zu finden. Euer Problem war eben der Schnee.


Ein Stück zuvor hatte ich ein paar in der Landschaft liegende Holz Walkways gesehen. Also warum nicht holen und probieren eine kleine Brücke zu bauen.
Hast du etwa einige der Planken abgebaut, die als Wege über sumpfige Stellen dienen? Wenn ja, dann finde ich das unverschämt; sie liegen ja (meistens) nicht umsonst da. Oder habe ich da etwas falsch verstanden und ihr habt lose herumliegendes Holz gefunden?

mr.magoo
04.10.2008, 02:14
toller Bericht!
War vor einigen Jahren auch schon mal da. Habe auch einige Stellen auf deinen fotos woedererkannt.
Im Herbst war das laufen dort viel einfacher und viele Leute hat man auch dort nicht getroffen.

Was mich wundert, auch uns ist damals die Strecke Stuor Kärpel bis Unna Allakas unglaublich lang vorgekommen. Woran das wohl lag?

Das mit den Planken finde ich aber auch grenzwertig, die sind zum Schutz des Bodens vor Errosion da und nicht, wie viele denken zu underer bequemlichkeit. Also immer schön auf den Planken laufen.

Grüße
Ben

Waldwichtel
04.10.2008, 05:16
Auch wenn das vielleicht ironisch gemeint sein sollte, finde ich das eine ziemliche dreiste Unterstellung. Auch ihr seid schließlich ein Stück des Kungsledens gegangen, auch wenn es vorher nicht geplant war und die Umstände dies empfahlen. Woher kennst du denn die Beweggründe der anderen Wanderer?

So unbekannt ist dieser Weg auch nicht. Schließlich ist es ein regulär in den Fjällkarten eingezeichneter markierter Wanderweg.

Ganz genau, und dieser Weg ist zudem auch recht ausführlich in dem Buch von Peter Bickel beschrieben :bg: . Wird auch gerne von den Narvik-Bewohnern begangen.

Und die eigentlichen Schwierigkeiten, bei schlechten Wetterbedingungen, fangen eh erst nach der Unna Allakas Hütte an ;-) , der Knackpunkt der Route (bei flächendeckendem Schnee und Nebel) ist der Übergang von der Cainhavaggi- zur Gautelis-Hütte. Alles andere davor und danach ist ein netter Spaziergang in einer tollen Landschaft.

Der Grund, warum diese Strecke nicht so oft begangen wird, mag auch an den meist besseren Wetterverhältnissen entlang des Kungsledens liegen. Zwar nur ein Katzensprung weiter östlich, doch um die entscheidenden Höhenmeter tiefer gelegen, so daß man auch bis Ende September meist unterhalb der Schneegrenze wandert (Kungsleden), während es zur gleichen Zeit zwischen Stuor Kärpel und dem See kurz vorm Abstieg Richtung Unna Allakas 20-30cm Schnee haben kann (wenn man mal nur das Stück betrachtet, das ihr gewandert seid).

Jaerven
04.10.2008, 11:48
der Knackpunkt der Route (bei flächendeckendem Schnee und Nebel) ist der Übergang von der Cainhavaggi- zur Gautelis-Hütte. Alles andere davor und danach ist ein netter Spaziergang in einer tollen Landschaft.
Das stimmt.
Obwohl ich denke dass sie da noch gut über den Schnee gegangen wären.
Die Blockfelder da am Aufstieg... :roll:


Dann wollten die doch sage und schreibe 12 Euro pro Person für einen Zeltplatz in Nähe der Hütte.

Nun, finde ich ok.
Dafür hast Du eine Küche zum kochen und sitzen, die Klos, da sind 12 Euro nicht zuviel.
Man sollte bei den Hütten im Fjäll immer bedenken dass es recht teuer ist die zu versorgen, und deshalb Preise von 200- 300 Kronen, also 22 bis 32 Euro für eine Übernachtung nicht unbedingt "hoch" sind.

Und was machten eigentlich die Mäuse in Stour Kärpel? Die hatten letzten Winter dort Pulka-Party in meinen Vorräten gefeiert...

Fjaellraev
04.10.2008, 12:56
Und was machten eigentlich die Mäuse in Stour Kärpel? Die hatten letzten Winter dort Pulka-Party in meinen Vorräten gefeiert...
Waren zumindest Anfang September wohl gerade auf einem Ausflug, ich habe zumindest nichts von ihnen gemerkt ;-)
Mich würde mal interessieren wo die fast unmögliche Flussquerung war, irgendwie kam mir im Herbst auf dem Abschnitt nichts so vor dass es schwierig werden könnte. Aber vielleicht kann ich mich auch einfach nicht daran erinnern, da ich im Schneeregen auf andere Sachen achten musste...
Meinen Bericht muss ich wohl nächstens auch mal starten ;-)

Gruss
Henning

Jaerven
04.10.2008, 13:25
Mich würde mal interessieren wo die fast unmögliche Flussquerung war, irgendwie kam mir im Herbst auf dem Abschnitt nichts so vor dass es schwierig werden könnte.
Mich auch.
Im Herbst sind die Flüsse und Bäche aber auch wesentlich niedriger. Im Frühsommer kann das je nach Grösse über einen halben Meter Unterschied ausmachen.

motion
06.10.2008, 08:14
Dafür hast Du eine Küche zum kochen und sitzen, die Klos, da sind 12 Euro nicht zuviel.
Man sollte bei den Hütten im Fjäll immer bedenken dass es recht teuer ist die zu versorgen, und deshalb Preise von 200- 300 Kronen, also 22 bis 32 Euro für eine Übernachtung nicht unbedingt "hoch" sind

War nur etwas überrascht, weil wir damals selbst in Norwegen wesentlich weniger bezahlt hatten. Vor allem wurde uns da unsere DAV Mitgliedschaft angerechnet was in Schweden nicht möglich ist. Aber vielleicht hatten wir in Norwegen auch Glück ;-)


Mich würde mal interessieren wo die fast unmögliche Flussquerung war, irgendwie kam mir im Herbst auf dem Abschnitt nichts so vor dass es schwierig werden könnte. Aber vielleicht kann ich mich auch einfach nicht daran erinnern, da ich im Schneeregen auf andere Sachen achten musste...

habe gerade mal auf der Karte geschaut. Und zwar war es an der Stelle an dem die Bäche vom Dossagemjavri und dem Dossagejavri zusammenfließen. Circa einen Kilometer vor Stuor. Das war eifach zuviel Wasser um die Stelle des Weges zum queren zu nutzen. Aber vielleciht ist es ja nach der Schneeschmelze nur so ein kleines Flüsschen. Wir sind dann auf jeden Fall erstmal flußaufwärts in das linke Tal gelaufen und nach dem 2. See fand sich eine Möglichkeit zum queren.


Und was machten eigentlich die Mäuse in Stour Kärpel? Die hatten letzten Winter dort Pulka-Party in meinen Vorräten gefeiert Zumindest während unserer Rast haben sie keine Party mit unserem Käse und Schinken gefeiert.


Hast du etwa einige der Planken abgebaut, die als Wege über sumpfige Stellen dienen? Es war nur eine Planke aus einem wirren herumliegenden Haufen mehrerer Planken. Bau doch keinen Weg ab, der einem das Laufen erleichtert.


Auch wenn das vielleicht ironisch gemeint sein sollte
Ja es war ironisch gemeint ;-) Wobei ein ganz klein bissl Wahrheit wird auch drin stecken, wobei man natürlich nicht alle Wanderer über einen Kamm schären kann.


Der Grund, warum diese Strecke nicht so oft begangen wird, mag auch an den meist besseren Wetterverhältnissen entlang des Kungsledens liegen.
Wir hatten verdammt viel Glück. 5 Tage nur Sonnenschein vom Feinsten. Besser konnten wir es nicht treffen. Dafür lies uns dann das Wetter auf den Lofoten etwas im Stich.

Viele Grüße
Sven

Waldwichtel
06.10.2008, 19:14
War nur etwas überrascht, weil wir damals selbst in Norwegen wesentlich weniger bezahlt hatten. Vor allem wurde uns da unsere DAV Mitgliedschaft angerechnet was in Schweden nicht möglich ist. Aber vielleicht hatten wir in Norwegen auch Glück ;-)



Nein, die Norweger haben die Preise in den letzten Jahren enorm hochgeschraubt, gerade für Nicht-DNT-Mitglieder.

Der STF ist das schwedische Pendant zm dt. Jugendherbergsverband, deshalb auch keine Ermäßigung.

motion
06.10.2008, 22:38
Der STF ist das schwedische Pendant zm dt. Jugendherbergsverband, deshalb auch keine Ermäßigung.


Jetzt stell Dir mal mein Gesicht vor als der Hüttenwirt mir gesagt hatte, das ich mit der DJH Karte eine Ermäßigung bekommen würde. :shock:: Ich dacht ich muss vom Stuhl fallen, das ich in der Wildnis eine DJH Karte brauche. Aber man lernt ja nie aus :oldman:


Gruß
Sven

Fjaellraev
07.10.2008, 20:54
Sofern es in Norwegen eine DNT-Hütte war hattet ihr wirklich Glück, denn offiziell gibt es dort ausser mit DNT, STF, sowie einer finnischen oder isländischen Wandervereinsmitgliedschaft, keine Ermässigung. Weder mit DJH noch mit DAV. In Schweden gibt es, da die Hütten vom Jugendherbergsverband betrieben werden, mit jeder JH Mitgliedschaft und auch als DNT-Mitglied, Ermässigung.

Danke für das Nachschauen wo der schwer zu querende Bach war. Ja der hat ein rechtes Einzugsgebiet, da kommt die Schneeschmelze sicher voll zur Geltung.

Gruss
Henning

Prachttaucher
13.01.2009, 09:00
..Und die eigentlichen Schwierigkeiten, bei schlechten Wetterbedingungen, fangen eh erst nach der Unna Allakas Hütte an ;-) , der Knackpunkt der Route (bei flächendeckendem Schnee und Nebel) ist der Übergang von der Cainhavaggi- zur Gautelis-Hütte...


Das stimmt.
Obwohl ich denke dass sie da noch gut über den Schnee gegangen wären.
Die Blockfelder da am Aufstieg... :roll:


In der zweiten Augusthälfte ja wohl eher die Blockfelder? Ein Grund die Route garnicht zu gehen ? Stelle es mir anstrengend vor und daß man sehr aufpassen muß wenn´s feucht ist und bei Nebel vielleicht garnicht (s.o.). Vor der Cainhavaggi-Hütte kann man ja westlich (länger) oder östlich um den Cainhavarri gehen. Gibt es da eine bevorzugte Strecke?

Gruß Florian

P.S. Etwas Blockfelder kenne ich bisher aus dem Rogengebiet.

Jaerven
13.01.2009, 09:56
Nein, das ist kein Grund die Route nicht zu gehen.
Aber man sollte sehr vorsichtig sein und aufpassen dass man nicht abrutscht, sich den Fuss verstaucht u.s.w. Langsam, nichts übereilen, dann geht das.
Die Strecke ist nicht so schrecklich lang, wenn man oben am Pass ist geht es wieder.

Fjaellraev
13.01.2009, 18:05
Persönlich finde ich die Strecke sogar angenehmer wenn man aus Richtung Cainhavaggi kommt, Im Aufstieg ist der Blockschutt angenehmer als im Abstieg ;-)
Der Abschnitt ist definitiv kein Grund die Strecke nicht zu gehen. Einfach nicht hetzen, dann passiert einem da schon nichts...

Gruss
Henning

motion
13.01.2009, 20:46
ach man wie gerne wären wir den Abschnitt gegangen :motz: Naja da muss man nochmal wiederkommen.

Viele Grüße
Sven

Prachttaucher
13.01.2009, 22:38
;-) So früh im Jahr wollte ich das aber nicht machen...Bisher ist der Plan nach Gautelis Richtung Kungsleden abzubiegen. Hoffe daß es sich mit den Watstellen auf dieser "Nordkalottledenschnuppertour" in Grenzen hält.

Gruß Florian

motion
13.01.2009, 23:23
Ich glaube die einzige Stelle ist im Sommer die die auch auf den Bildern zu sehen ist. Die ist auch auf den Wanderkarten eingezeichnet. Ansonsten waren wir halt etwas zu früh dran dieses Jahr mit der Kombination das noch ganz gut Schnee lag. Und das ergibt halt recht viel Wasser. Schön war es trotzdem und vom Wetter ganz zu schweigen. Ich hab nich nie in Norwegen im Zelt morgens um 8 Uhr geschwitzt :bg:

dingsbums
24.01.2009, 23:51
Vor der Cainhavaggi-Hütte kann man ja westlich (länger) oder östlich um den Cainhavarri gehen. Gibt es da eine bevorzugte Strecke?
Hm, welcher See ist denn der Cainhavarri? Wir sprechen doch von den beiden südlich von Caihna, oder? 1004 und 1094. Ich glaube, den 1004 geht man nur westlich, der offizielle Weg um den 1094 ist dann östlich. Wir sind dem vor 3 Jahren gefolgt und haben (wie alle) über die Blockfelder im Anstieg gejammert. Deswegen sind wir letzten Sommer westlich vorbei. Das war aber ganz sicher nicht länger, eher kürzer. Ich fand es prima und würde es wieder machen, Knackpunkt sind aber vermutlich die Schneefelder, die sich im Westen bis zum See runter ziehen. Wir waren da Ende August und es war gerade so ein Fleckchen zwischen Schneefeld und See frei. Ich glaube nicht, dass das sich gut über den Schnee gehen lässt (zu große Steine, zu viele Lücken). Habe dazu auch was in meinem Bericht geschrieben (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=402658&postcount=5).

Prachttaucher
25.01.2009, 22:04
Hallo, :p Deinen tollen Bericht habe ich ja schon mehrfach gelesen...Es geht um den Berg (oder die Berge) vor den Seen, wenn ich aus nördlicher Richtung den Weg von der Cunojavrrehytta komme. Dieser Weg teilt sich am Caihnajohka.

Gruß Florian

P.S. Vielleicht mach ich mir da jetzt zuviel Gedanken und frage einfach vor Ort ?

P.P.S. Das mit der Westumgehung des 1094 ist aber hilfreich, dann weiß ich jetzt auch genau wo die Blockfelder sind.

dingsbums
26.01.2009, 00:56
Ah, um diesen Bogen geht es.
Wir sind ja letztes Jahr den westlichen Bogen gegangen (kamen von Lossi) und vor drei Jahren die östliche, kürzere Strecke, als wir damals von Cuno kamen.
Das einzige Stück, das ich dann nicht kenne, ist von der Brücke am Caihnajohka zur Brücke im Norden. Ich kann mich auf beiden Strecken an keine großen Schwierigkeiten erinnern, also mach dir keine Sorgen.
Ich fand den Aufstieg letztes Jahr überraschend harmlos. Wenn du also Lust auf einen schönen Pass mit Blick auf Gletscher hast und fit genug für die längere Strecke bist, kannst du den Bogen ruhig gehen.
Vor 3 Jahren hatten wir sogar direkt nach der Brücke auf der östlichen Variante das Problem, dass wir kurz den Weg verloren hatten. Ich habe keine guten Erinnerungen an unseren Weg quer durch die Büsche und über die Steine - aber gut, man kann ja besser nach Markierungen suchen. Erinnere mich aber, einen Bericht gelesen zu haben, wo das anderen auch passiert ist ...

Fjaellraev
27.01.2009, 20:08
Also das Stück von der Brücke südlich von Cunojaure bis zur Brücke über den Caihnajohka ist sehr angenehm zu laufen.
Von der Brücke bis Caihnavaggi kenne ich nur den östlichen Weg kann also nicht vergleichen ;-) Aber abgesehen von den mannshohen Weidenbüschen im untersten Stück, wo auch ich im Aufstieg mal den Weg verloren habe ;-), finde ich den ganz angenehm zu laufen.
Im Weidendickicht gilt: Der Weg ist eher weiter oben wenn man ihn mal verloren hat :p

Gruss
Henning

Prachttaucher
27.01.2009, 20:47
Danke Euch beiden !
:roll: Habe lange gebraucht um zu verstehen wo Ihr gelaufen seid (in Euren Reiseberichten) und wo ich laufen werde (ist ja nur ein kleines gemeinsames Teilstück).

;-)Stellt sich für mich ein bißchen die Frage, ob es trifftige Gründe gibt in Katterat statt Katterjakk zu starten. Vermute mal, daß Ihr die andere Strecke schon öfters gegangen seid. Für mich wär´s eh das erste Mal.

Gruß Florian

Fjaellraev
27.01.2009, 20:56
;-)Stellt sich für mich ein bißchen die Frage, ob es trifftige Gründe gibt in Katterat statt Katterjakk zu starten. Vermute mal, daß Ihr die andere Strecke schon öfters gegangen seid. Für mich wär´s eh das erste Mal.
Ich bin beide Strecken bisher auch nur einmal gelaufen ;-)
Der Grund weshalb ich damals in Katterat (Oder weil kein Zug fuhr dann via Riksgränsen-Katterat) gestartet bin, war dass es eine reine Hüttentour war auf der ich (aus Gewichtsgründen) gar kein Zelt dabei hatte.
Schön sind auf jeden Fall beide Strecken, auch wenn meine Erinnerungen an den Einstieg über Katterat schon etwas am verblassen sind und ich zwischen Hunddalen und Cunojauri ziemliche Wolkensuppe hatte. Aber vielleicht macht gerade die den Reiz in meier Erinnerung aus ;-)

Gruss
Henning

dingsbums
28.01.2009, 00:18
Ich bin auch beide erst einmal gelaufen. Vor 3 Jahren sind wir von Katterat nach Ritsem - nachdem wir darauf im Vorjahr wegen zu viel Schnee Anfang/Mitte September verzichten mussten.
Wir waren dann zwar im nächsten Jahr nicht früher da, hatten aber viel Sonne. Besonders auf unserem 'Rückweg', mal wieder den Kungsleden hoch. Sälka am letzten Tag, bevor sie schließen, war nett. Das Bier wurde verschenkt, denn die Alternative wäre ausschütten gewesen, die Sauna wurde nochmal eingeheizt, ein schöner Abend. :-)
Letztes Jahr wollten wir dann mal den westlichen Bogen des Nordkalottleden gehen und sind in Katterjakk gestartet, einfach um eine neue Strecke zu haben.
Sie sind beide sehr schön. Ich glaube, ich würde dir aber beim ersten Mal den Start von Katterat empfehlen, allein deshalb, weil Unna Allakas so toll liegt. Und eine Dusche hat! Das ist aber natürlich Geschmackssache.

OttoStover
28.01.2009, 05:32
I saw that you had the dog with you, what a lucky dog! :D

I too walk with my dog, and for that reason I keep away from the national parks in Sweden. It is only Abisko NP where chained dogs are allowed on the marked paths from may to december. Dogs are also allowed on Kungsleden when it is inside Sarek and Pieljekaise NP, otherwise not. Just wanted to point this out so that others do not come into trouble.

Too bad, I'd love to hike inside Padjelanta and Sarek. :( This area is just across the border of where I live, and I have been there several times but only in winter when sledgedogs are allowed.

Jaerven
28.01.2009, 07:40
Stellt sich für mich ein bißchen die Frage, ob es trifftige Gründe gibt in Katterat statt Katterjakk zu starten. Vermute mal, daß Ihr die andere Strecke schon öfters gegangen seid. Für mich wär´s eh das erste Mal.

Im Winter würde ich Katteratt bevorzugen da die Strecke über Katterjakk zu Scooterverseucht ist.
Zum Wandern tun sich beide Strecken nicht viel, die sind beide sehr eindrucksvoll. Nach Unna Allakas kommt man auch über beide Startpunkte wenn man will.


Das Bier wurde verschenkt
Kenn ich, der alte Ossi in Unna Allakas hat uns auch mal am letzten Tag gut versorgt. Das machen die damit die Dosen im Winter nicht zu Frostbomben werden :grins:

motion
28.01.2009, 08:17
also ich kann die Strecke von Katterjak nach Unna nur empfehlen. Traumhaft schön mit genialen Aussichten. EIn besonders schönes Stück ist vor Allem wenn man nach Stuor oben auf 1000 Metern ist und dann Richtung UNna absteigt. Traumhafte Aussichten rüber Richtung Kungsleden und Kebnekaise.

Viel Spaß

Sven

Prachttaucher
28.01.2009, 08:29
:motz: dauert ja noch sehr lange bis August ;-) Vorfreude soll ja auch eine Freude sein