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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Isomatten - Einsatzbereiche



Becks
15.09.2003, 08:40
Moin, will mal eben n Thema anhauen welches mir jetzt am WE aufgefallen ist:
Isomatten und deren Grenzen.
Ich hatte ne RidgeRest dabei und verwendete ne Tüte mit -12°C untere Komfortgrenze. Trotzdem würde ich mal behaupten daß ich bei knapp unter 0°C (geschätzt -2°C) Ende der Komfortfahnenstange war. Grund: Isomatte zu dünn. Zum Vgl.: Thorben mit nem -5°C Schlafsack und ner Therma-Rest ultra war nicht schlechter dran.

Daher Empfehlung
1) Ridge-Rest nur im Sommer und wenn es aufs Gewicht ankommt. Ab 0°C eher untauglich.

In Schweden hab ich ne Therma-Rest Classic ausprobiert. Bei -18°C freiliegend auf einer verschneiten Wiese in einem Winterschlafsack der bis -24°C geht. Keine Probleme.
2) Therma-Rest Classic dürfte bis locker -20°C tauglich sein.

Wie sieht es mit anderen Matten aus ? (Z.B. Evazote, die anderen Therma-Rest-Dingern) ?

Alex

Flachlandtiroler
15.09.2003, 09:13
Wie sieht es mit anderen Matten aus ? (Z.B. Evazote, die anderen Therma-Rest-Dingern)?
Meine Thermarest ist >10 Jahre alt, weiß der Teufel wie die genau heißt. Ist aber die dünn(st)e Variante, so etwa 2cm dick.
Taucht auch für tiefe Minusgrade.

Gruß, Martin

Corton
15.09.2003, 09:38
1) Ridge-Rest nur im Sommer und wenn es aufs Gewicht ankommt. Ab 0°C eher untauglich.

Praktische Erfahrung ist eben manchmal doch besser als der L&M-Katalog.
Die Münchner geben das Ding so viel ich weiß mit "bis -15°C" oder sogar - 20°C an.

Ich hab zwar noch nie unter - 10/15°C draußen übernachtet (was sich dieses Jahr hoffentlich ändern wird), bis zu dieser Temperatur gab´s aber sowohl mit der 5cm dicken TAR LE (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?GTID=40c5bdc7f93a9cf38a1bf72954271d1f&mod_nr=tq26011&artbez=Therm-a-Rest+Luxury+LE) (übrigens ein geniales Teil - einmal die, immer die!) als auch mit der nur 2,5cm dicken "Pathfinder" nie Probleme mit der Bodenkälte.

Corton

Menelaos
15.09.2003, 12:33
Also ich hab vor einer Woche (bei der Fahrt nach Italien) die Ridge-Rest auf dem Hahntennjoch (ca. 1900 oder so) getestet und hab die Nacht draussen geschlafen. Kufa-Tüte bis 0 Grad und drunter die Ridge-Rest. Wir hatten definitv Minusgrade und alles hat gepasst ... war super mollig. Ok, man muss dazusagen, dass es allerhöchstens -2 bis -4 Grad kalt war, mehr aber auch nicht.

Fraser
15.09.2003, 13:53
Hi,

ich habe mal den Fehler gemacht, eine recht kalte Nacht (aber nicht mal Minusgrade) auf einer TaR Performance Matte zu verbringen. SCHNATTER!Der gelochte Schaum läßt viel Kälte durch. Bin jetzt bei der ebenso dünnen Pathfinder angekommen, die ein unwesentlich höheres Gewicht und Packmaß hat (allerdings mit 60 € auch deutlich billiger ist). Das ist es mit aber allemal wert, um meine Nächte wirklich durchzuschlafen.
Grüße
Fraser

Marcel
15.09.2003, 14:11
Hallo zusammen!

Wie auf www.gooutdoor.de zu lesen, nehme ich künftig insgesamt 3 Isomatten ( 2x Evazote 1,4cm und eine Ridge Rest). Das reicht dicke auch bei -30 °C und man hat auch eine Reserve, falls mal ein Teil wegfliegen sollte.
Auch in die Biwakschuhe, emfehle ich, sollte man einen Innensohle aus EVA einlegen, so geht man dann wie auf Wolken und bekommt keine kalten Füße.

Gruss :)
Marcel

alaskawolf1980
15.09.2003, 20:23
tja ich will jetzt bis zum Wochenende noch ne Radtour mit meiner Freundin in sachsen machen. Ich überlege gerade, ob es in der Nacht, wo es bis +2 Grad schonmal werden könnten, meine Falt-Evazote Matte mitmacht. (Die bei Globi mit Roter und Schwarzer Seite....ich liebe das Ding). Aber meine fette Winter-Evazote ist ein ganz schöner Brocken. Will die nicht unbedingt mitschleppen. Meint ihr die reicht aus?

Haiko
16.09.2003, 11:16
Moin²,

@alaskawolf1980

Glaube nicht, dass Du mit der Matte bei den Temperaturen frieren wirst, solange der Schlafsack halbwegs dem Temperaturbereich gewachsen ist.

Ich würde der Falt-Matte den Vorzug gegenüber der Wintermatte geben.

Beim Zelten am WE hatten wir die Wintermatte mangels Alternativen mit und - ja, sie ist schon ziemlich groß und unhandlich.

Deshalb schließe ich mich Marcels Meinung an, dass mehrere Schaum-Matten gerade im Winter vorteilhaft sind: flexibel, komfortabel, leichter und kleiner als die dicken TAR-Matten. Hatte auf meiner Wintertour 1x Evazote 0,9cm und eine RR-Matte mit. War ganz prima so.

@Marcel

Welche Biwakschuhe kannst Du empfehlen?

Ahoi,
Haiko

Christoph1972
16.09.2003, 14:41
Ich hatte ne RidgeRest dabei und verwendete ne Tüte mit -12°C untere Komfortgrenze. Trotzdem würde ich mal behaupten daß ich bei knapp unter 0°C (geschätzt -2°C) Ende der Komfortfahnenstange war. Grund:
Ich denke aber das daß Alter von deiner Matte eine große rolle spielt. Verglichen mit meiner neuen Ridgerest ist sie wirklich dünn, vielleicht solltest Du dir mal ne neue kaufen. Überleg mal wie oft Du wohl auf ihr gepennt hast und wo?

CU! Christoph

Marcel
16.09.2003, 14:44
Hallo Haiko!

Ich habe die Biwakschuhe von Ajungilak, wobei ich einen elastischen Schnürzug eingefädelt habe und die EVA Einlegesohle benutze, um die Kälte von unten zu minimieren.
Wenn man die Schuhe auch von Zeit zu Zeit mal imprägniert, sind die Dinger so perfekt.

Gruss
Marcel

Haiko
16.09.2003, 14:56
Moin²,

@Christoph

Kann zwar keine alte RR direkt mit einer neuen vergleichen, aber subjektiv sagen, dass meine 10 Jahre alte RR-Matte jetzt genauso "dünn" ist wie am Anfang. Und sie war mehr als nur einige Male im Einsatz. Ich denke, dass dieses "Dünnwerden" bei anderen Schaummatten eher ein Problem ist als bei der RR.

@Marcel

Vielen Dank für die Info! Verwendest Du die Biwakschuhe auch, um beim Zelten damit im Schnee umherzustapfen (sorry, falls die Frage naiv klingt)?

Ahoi,
Haiko

Marcel
17.09.2003, 10:49
Hallo!

Klar benutze ich die Biwakschuhe, um draußen pinkeln zu gehen usw.
Ich werde die Schuhe deshalb zur nächsten Tour nochmal nachimprägnieren, da der Aussenstoff doch etwas Feutigkeit annimmt, wenn es nicht so knackig kalt ist.
Habt ihr denn bisher keine Probleme mit den Selbstaufblasmatten gehabt, die sollen beim Nachpusten doch Eiskristalle im Inneren haben, die das Material schädigen... :-?

Gruss
Marcel

Nicht übertreiben
17.09.2003, 10:55
@Marcel: Ich hab bisher im Winter immer die TAR Ultralight mit einer zweiten normalen Isomatte kombiniert uind hatte noch nie Probleme. Außerdem hab ich noch von keinem Fall gehört bei dem das wirklich passiert ist, im Basislager aufm Everest werden z.B. fast nur selbsaufblasende Matten verwendet. Ich halte das ein bisschen für Panikmache...

Ich bin allerdings am überlegen ob ich beium nächsten mal eine normale Isomatte mitnehme, da das verpacken schon ziemlich lange dauert.
Mit Ridge-Rest hab ich im Winter übrigens auch anderweitig schlechte erfahrung gemacht: Durch die Rillenstruktur bleibt bei Wind jede Menge Schnee kleben und wenn dann die Sonne draufscheint schmilzt das ganze dann...

telly
21.09.2003, 18:12
Zum Thema Therma-Rest zusammenfalten.

wer da "schwierigkeiten" hat, hier mein Kochrezept:

- Ventil auf
- Matte auf 4 Lagen zusammnfalten
- Auf dem Boden Luft rauspressen
- Ventil zu
- von unten anfangen zu rollen
- nach der Hälfte/ drei viertel Ventil wieder auf
- Weiterrollen
- Ventil wieder zu, fertig!

DerChemiker
22.09.2003, 04:59
Wie schafft ihr es, dass sich die matte bei Kälte aufblässt?

Meine streikt schon ab ca -5 grad.
Mit dem mund aufblase darf man sie ja nicht, da die eiskristalle den schaumstoff zerstören würden.

Nicht übertreiben
22.09.2003, 09:00
Gibt da nen Geheimtrick: Eiskristalle ignorieren und trotzdem pusten :lol: (besser als nachts zu frieren und meine Matte macht das jetzt schon ganz schön lange mit...)

Thorben

Shirkan
22.09.2003, 10:45
vielleicht hilft ja ein Stofftaschentuch, welches man vor das Ventil hält :roll:

Corton
22.09.2003, 10:51
Bin wie Thorben der Meinung, dass da übertrieben wird.

Für Vorsichtige gibt es aber eine Lösung:

http://www.sackundpack.de/shop/Exped/down_aufblasen.jpg

Corton

Thorsten
22.09.2003, 19:44
Für die Nicht-Outdoor-Leser:
Ortlieb hat die Produktion seiner selbsaufblasenden Isomatten gestoppt.
Grund sind teilweise erhebliche Schwächen der ausgelieferten Matten gewesen.

Die Kundenbewertungen bei Globi sind auch dementsprechend vernichtend..

Schade eigentlich, damit hätte eine wirkliche Marktlücke geschlossen werden können.

Hoffentlich ist Ortlieb so klug, die überarbeiteten Matten in einer anderen Farbe herauszubringen.

Zum einen ist die bisherige Farbe grauenvoll, zum anderen würden die Kunden dadurchvor dem Kauf einer evtl. mangelhaften Alt-Matte geschützt.