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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was genau ist Sherpa-Tee



Macintechno
26.09.2008, 12:51
Hallo zusammen,

hab mal ne Frage so rein aus Interesse weil ich gerne die reiseberichte von Himalaya-Expeditionen lese. Da steht dann immer was von nem speziellen Sherpa-Tee den die da literweise verhaften und der so richtig toll kraft und so geben soll,....

Naja wie dem auch sei - im internet hab ich nicht wirklich viel gefunden.
Angeblich besteht der Sherpa-Tee laut internet aus
1/3 Rotwein
2/3 Schwarztee
3 Löffel Zucker
1 zitronenscheibe

Irgendwie passt des meiner Ansicht nach nicht wirklich ins Himalaya,...??
Kann mir nämlich gut vorstellen dass wenn man auf über 6000meter sich davon 2 Liter reinschüttet dass man dann ziemlich platt ist,...

Was meint Ihr - wisst Ihr was über diesen Tee ?? ?? ?? ?? ??

Liebe Grüße
Daniel

lutz-berlin
26.09.2008, 12:55
Tee mit Yak-Butter

Macintechno
26.09.2008, 13:25
lecker,... und des is alles ,... Tee mit Yak-Butter,.... aber was für Tee,.... da gibts ja massig unterschiede,.... kräuter oder schwarztee,... oder vielleicht sogar hagebuttentee :bg:

lutz-berlin
26.09.2008, 13:36
schwarzer tee wird aufgekocht,dann wird salz und yak-butter dazugegeben,etwas abkühlen lassen alles gut verrühren und dann nochmal aufkochen.fertig

Macintechno
26.09.2008, 13:40
ok - alles klar,... dann versteh ich das jetzt so einigermaßen,.... Yak-Butter gibts sicherlich nur in solchen gebieten ,... ausprobiert hätte ich das ja schon gern mal,.... ;-)

SwissFlint
26.09.2008, 13:42
Die Yak-Butter sei ranzig habe ich gelesen :bg: - vermutlich wurde sie gesalzen um länger haltbar zu sein.. deshalb das Salz im Tee

lutz-berlin
26.09.2008, 13:48
vielleicht gibt es die butter hier:
http://www.yaks.ch

Christine M
26.09.2008, 14:26
Wenn unter "Sherpa-Tee" Buttertee zu verstehen ist, dann wurde die Antwort ja schon gegeben. Normaler schwarzer Tee mit (Yak-)Butter und Salz. Als Ergebnis sollte man nicht etwas erwarten, das unserem Begriff von "Tee" entspricht, sondern eher eine Art Brühe/dünne Suppe. Unter der Voraussetzung ist es ganz gut genießbar und ist vor allem ein guter Energielieferant. Ich würde es jetzt aber nicht unbedingt als kulinarische Spezialität ansehen, die man unbedingt "nachkochen" müsste. Es ist halt ein optimal auf die Bedingungen in Tibet und einigen angrenzenden Regionen zugeschnittenes Lebensmittel.

Natürlich wird der Tee normalerweise mit frischer Butter gemacht. Da aber die Lagermöglichkeiten nicht immer optimal waren und sind, kann es natürlich auch mal vorkommen, dass die Butter schon ranzig ist. Das wirkt sich natürlich geschmacklich auf den Tee aus.

Wenn Du unter "Buttertee" googelst, findest Du verschiedene Rezepte - auch Vorschläge zum Ersetzen der Yak-Butter durch Milch und normale Butter aus dem Supermarkt.

Christine

Macintechno
26.09.2008, 14:36
Fett,...Vielen Dank,... hab grad mal n bissle gesucht und das hier gefunden:



Zutaten:

1 Liter kaltes Wasser,

ca. 5 Gramm Schwarztee
50 Gramm Süß- oder Sauerrahmbutter,

200 ml Vollmilch,

1 gestrichener Teel. Salz


Zubereitung:

Das Wasser mit dem Tee in einen Topf geben und aufkochen, abdecken und auf kleiner Flamme noch ca. 15 Minuten köcheln lassen. Den Tee abseihen und in einen Topf geben. Salz, Milch und Butter hinzufügen und alles kräftig mit dem Schneebesen oder besser einem elektrischem Mixer durchschlagen bis sich alle Zutaten gleichmäßig mit dem Tee vermischt haben.

Viel Spass beim ausprobieren!



Infos zum Butter-Tee:

Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, da in den Teerezepten immer eine gute Prise Salz angegeben wird. Buttertee ist ein Energielieferant, man sollte ihn also wirklich nicht trinken, wenn man auf die "schlanke Linie" achten will. Die Tibeter, die in Höhen um die 4000 Meter über dem Meeresspiegel
leben sind aber auf einen solchen Energielieferanten angewiesen,da sie in diesen Regionen weit höheren Strapazen ausgesetzt sind wie wir. Daher ist dieser Tee für für die Krisenzeit ideal, da bei Winter und Hunger eine reichliche Energieversorgung von besonderer Bedeutung ist.

TIPP: Man kann normale Süßrahm- aber auch Sauerrahmbutter praktisch in jeden schwarzen Tee geben und wird feststellen, das es den Geschmack verfeinert. Für die Bevorratung eignet sich aber Fett (geschmolzener und wieder abgekühlte Butter oder Ghee) besser als Butter, weil besser haltbar. Salz und Tee darf sowieso in keiner Speisekammer fehlen.

Edit:
Im Prinzip doch der Ideal-Tee für ne ausgedehnte Wintertour oder nicht??