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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] [NO] Von Schweden über Norwegen und zurück



jackryan
16.09.2008, 21:27
Land: Schweden & Norwegen
Reisezeit: August 2008
Region/Kontinent: Nordeuropa


Da einige hier so viel bei der Planung der Tour behilflich waren, hier mein erster kleiner Reisebericht und ein paar Fotos.

Leider ist die Zeit momentan bei mir ein rares Gut.. daher wird der Bericht über längere Zeit hinweg episodenweise fertig gestellt.

Wer Fehler in Interpunktion und Rechtschreibung findet - ist mir egal :P


01.08.2008 – Tag 1

Der Wecker klingelt um 03.50 Uhr. Das bedeutet das Ende einer sehr kurzen und viel zu heiß-schwülen Nacht. Ich quäle mich aus dem Bett und warte nach einer erfrischenden Dusche und einer guten Tasse Kaffee auf Elli, die mich um kurz vor fünf abholt. Gemeinsam geht’s Richtung Flughafen Frankfurt. Im Radio hören wir, dass es um 5 Uhr bei uns noch kuschelige 26 °C hatte. Schon bei dem Gedanken schwitze ich.. doch die Hoffnung, dass uns nördlich des Polarkreises angenehmere Temperaturen erwarten, will ich nicht aufgeben.
Am Flughafen angekommen, genießen wir ein völlig überteuertes zweites Frühstück und warten auf unsere Maschine Richtung Stockholm. Der Flug ist klasse, nur dass das Baby neben uns von Ffm bis Arlanda durchgehend schreit und weint, zehrt etwas an meinem übermüdetem Nervensystem ;-)
Wir landen in Stockholm bei gefühlten 30°C. Sehr schön. Meine Hoffnungen schwinden etwas, während mir der Schweiß von der Stirn tropft. Nach drei Stunden Warterei – versüßt durch ein formidables drittes Frühstück bei McDoof – geht es gegen Mittag weiter nach Stockholm. Der Pilot von Norwegian fliegt.. naja sagen wir .. „sportlich“ ;-)

Kiruna – ca. 14 Uhr – es gibt einen Gott!

12 °C und Sonne :D


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Nachdem wir uns gewundert haben, dass wir von Frankfurt bis Kiruna unseren Perso kein einziges Mal vorzeigen mussten, wandeln wir Richtung Bushaltestelle und treffen so zufälligerweise auf zwei nette Zeitgenossen – Michel und Yvonne – die beide den selben Plan wie wir hegen: von Nikkaluokta nach Abisko laufen.

Wir fahren gemeinsam nach Kiruna rein und während Michel und Yvonne am Bahnhof in der Sonne liegen und dabei dem Tabakgenuss fröhnen, machen Elli und ich uns auf dem Weg um Gas zu besorgen und Gepäck für den Rest unserer Reise im Yellowhouse zu deponieren. Am Yellowhouse angekommen, zeigt sich der Rezeptionsmensch von seiner leicht alkoholisiert netten Seite und schenkt uns eine fast voll Gaskartusche! Yay. Zeit und Geld gespart…
Zurück am Bahnhof liegen wir noch ein paar Minuten in der Sonne, bis der Bus uns und ca. 15 andere Wartende nach Nikkaluokta karrt.


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Dort angekommen versorgen wir uns mit einer Wasserflasche und hechten zum Flugplatz, denn von Busankunft bis zum Abheben des Helikopters haben wir nur 10 Minuten Zeit.
Der Flug ist absolut genial.. Nach der ein oder anderen sicher nicht ganz notwendigen Kurve in Schräglage kommen wir an der Kebnekaise Fjällstation an, kaufen dort Schoki und Mückenkrams und machen uns auf den Weg Richtung Singi. Achja, Michel und Yvonne haben den Heli nicht genommen und hatten den Plan uns in den nächsten Tagen wieder einzuholen…


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Nach vielleicht einem Kilometer merken wir allerdings, dass wir doch erschöpfter als gedacht sind und schlagen unser Zelt, mit Blick auf den Tuolpagorni, auf. Auch der Magen meldet sich langsam wieder, denn seit dem letzten nahrhaften Bissen, sind nun doch mehr als acht Stunden vergangen. Also gibt’s lecker Kartoffelbrei mit, da windstill, Gratisfleischbeilage in Form von Mückengetier. Nach dem Essen noch einen guten Schluck Whisky (Bunnahabhain). Nach dem Essen ging es recht zügig in die Schlafsäcke. Doch irgendwie wurde es nicht dunkel. Haha. Wen wunderts? Keinen. Aber für mich war es das erste Mal schlafen ohne nächtliche Dunkelheit.


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02.08.2008 – Tag 2

Um acht Uhr öffne ich das Zelt und genieße den genialen Ausblick auf die umliegenden Berggipfel, während Elli sich aus dem Schlafsack schält und mich anmeckert, ich soll doch gefälligst beim Frühstück machen helfen  Es gibt lecker Müsli, Oatsnacks und heißen Kaffee. Ein ausgezeichneter Start in den Tag.
Nachdem Rucksäcke gepackt, das Zelt abgebaut und das frische kristallklare Bachwasser genossen war, ging es weiter Richtung Westen. Doch irgendwie gingen wir nur bergauf und hielten uns zu weit rechts Richtung Kebnekaise…hö?

*amkopfkratz*

Wie sich dank Karte und Rat einer Wandergruppe herausstellte, waren wir auf dem Weg zum Gipfel. Ups.
Naja, da Elli für die Idee den Kebnekaise zu besteigen, nicht wirklich zu begeistern war, ging es querfeldein Richtung Kungsleden zurück.


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Mittagessen gabs auf einem sonnengewärmten Felsen im Bach, herrlich. Gleich auch mit den Füßen mal Temperatur testen. – schweinekalt. Na das wird in den nächsten Tagen ein Spaß mit der allgemeinen Körperhygiene =)

Der Weg ist landschaftlich mehr als überwältigend. Und dazu noch perfektes Wetter.. ich könnte glücklicher nicht sein und in meiner Erinnerung hüpfe ich fröhlich pfeifend von Stein zu Stein.


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Gegen Nachmittag treffen wir einen alten Schweden, der alleine wandert und uns Geschichten von Wetterumbrüchen (angeblich einen Meter Schnee über Nacht Ende Juli) und Rentierherden die sein Zelt umkreisten, erzählt. Er hat zur Sicherheit eine Art Radiostation dabei, mit der er, so seiner Erzählung nach, mit Leuten in Sibirien reden kann. Lustiger Vogel.

Der Weg zieht sich auf den letzten Kilometern doch sehr. (Ab Wegweiser „Singi 3 km“… fiese Strecke). So sind wir recht froh als wir an den Hütten ankommen und in der Nähe unser Zelt aufbauen.
Kaum verschwindet die Sonne hinter einem Berggipfel, wird es schon empflindlich kalt. Das ist natürlich eine super Ausrede um sich bei einem Schluck Bunna aufzuwärmen =)
Zu Essen gibt’s den Elchfleischtopf von Globi. Verdammt lecker für ein Fertigprodukt (im Allgemeinen scheinen die Globi Produkte nicht schlecht zu sein… zumindest die von uns schnabulierten).


03.08.2008 – Tag 3

Die Nacht kann man mit einem Wort sehr gut beschreiben: kalt. Sogar sehr kalt. Naja, jammern erwärmt die Luft auch nicht, also heißt es Zelt abbauen und warm laufen  Das Wetter ist leider nicht so gut wie gestern (es war so sonnig, das Elli sogar Sonnenbrand hat, hehe), aber die tief hängenden Wolken vorzogen sich doch recht schnell.
Richtung Sälka ist der Weg durch das Tjäktjavagge super schön und im ersten Drittel leider auch super steinig.
Auf ca. der Hälfte des Weges trafen wir auf einen ziemlich ausgepowerten Mountainbiker, der mit seinem Rad im Fjäll unterwegs war. Krasse Sache.. hätte nicht gedacht, das das wirklich geht.
Als wir in Sälka ankommen, suchen wir uns auf einer kleinen, von zwei Flüssen umspülten, Insel einen Platz um unser Zelt aufzubauen. Zur Feier des Tages gab es lecker Dosenfrüchte aus dem Shop der Hütte. Man kann dort sogar Bargeld von der Kreditkarte abheben. Davon können sich die deutschen mal eine Scheibe abschneiden.. (letztens konnte ich nicht mal bei Ikea mit KK zahlen). Vor dem allabendlichen im-Schlafsack-verkriechen-und-Tagebuch-schreiben noch lecker Essen, Haare waschen und todesmutige schwedische Frauen beim Baden im Bach (nach vorherigem Saunagang) beobachten.


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Tag 4 – 04.08.2008

Gut, dass wir in der Nähe von Sälka campiert haben. Denn, eigentlich war der Plan, noch ein Stück weiter zu laufen… aber so wie sich die Landschaft hinter Sälka präsentiert, wäre das auf den nächsten 3 – 4 km nicht wirklich komfortabel geworden.
Nachdem wir unsere erste Rentierherde, inklusive Albino-ren, beobachtet haben, stehen wir auch schon am Fuße des Tjäktjapasses und verputzen Unmengen an Schokolade.

Man muss schließlich gestärkt den Weg nach oben antreten ;-)


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In den nächsten Minuten ging die Pumpe erheblich schneller, aber alles in Allem, war der Pass kein großes Problem.. nur nervig, dass man zwei Mal denkt oben angekommen zu sein, nur um zu merken, dass es in Wirklichkeit noch weiter nach oben geht. Juhu!
Aber die Aussicht entschädigt für alles – das Panorama hat man zwar schon oft auf Bildern und in einem super Video ( ;-) ) gesehen, aber wenn man selbst oben steht: boah.
Auf der Passhütte machen wir eine Rast und tragen uns vorbildlicherweise ins Hüttenbuch ein.


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Der Weg zur Toilette führt dann auch am ersten Schneefeld auf Gehhöhe vorbei und gibt den Blick auf die Mondlandschaft nördlich von Tjäktja frei. Elli meint es sieht trostlos aus - Ich finde es einfach nur genial.
Nach kurzem Plausch mit einem netten Schweden finden wir uns in weglosen Geröllfeldern wieder, die das Vorankommen doch erheblich erschweren. Man muss höllisch aufpassen, keinen falschen Schritt zu machen.. und ich bin zum ersten Mal für die mitgenommenen Trekkingstöcke wahrlich dankbar.


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Wir bahnen uns also den Weg über die Steine, und wen erspähen unsere sonnengeblendeten Augen? Michel und Yvonne! Eingeholt an Tag 4. 
Zusammen laufen wir bis zur Tjäktjahütte und suchen nach guten Plätzen für die Zelte, was nicht ganz so einfach ist, wie die letzten Tage, da es verdammt windig ist und kaum geschützte Stellen gefunden werden wollen.
Nachdem wir einen halbwegs guten Platz gefunden haben, machen wir uns auf zum Bach um Wasser fürs Essen zu holen. Wahnsinn. Das Wasser schmeckt hier noch tausendmal besser als im Tal zuvor. Das ist definitiv mein Wasser-Highlight der Tour ;-)

Nach dem Essen (Globi Ungarntopf + Oreos) quatschen wir noch ewig mit Yvonne und Michel und es stellt sich heraus, dass wir da auf zwei dufte Menschen getroffen sind. Bei Musik- und Buchgeschmack (Flogging Molly, Amon Amarth, Bernard Cornwell, etc.) finden sich diverse vorzügliche Übereinstimmungen 

Nach Zigarillo folgt Schlaf.

casper
18.09.2008, 01:22
Hör auf mit Zigarillo und schreib weiter :motz:

Ne, mal im Ernst:
Sehr schöner Bericht und prima Bilder.
Also, fix ran an den PC und weiterschreiben :popcorn::popcorn:

BubiBohnensack
18.09.2008, 02:39
:)

NRWStud
18.09.2008, 09:52
Ich glaub es gab noch nie einen besseren Grund mit dem Rauchen aufzuhören, als dieses Bericht weiterzuschreiben :baetsch:

Sehr schön, Fotos & Bericht sind hervorragend und man ist schon auf die Fortsetzung gespannt :popcorn: Deshalb lass uns nicht solange zappeln ;-)

LG

Chris

gelöschter Nutzer
18.09.2008, 10:29
.... mehr mehr mehr :)

Leider dauert es noch mindestens ein halbes Jahr bis zur nächsten größeren Tour bei mir :(

casper
18.09.2008, 11:50
:)

@JanVincent:

Hat dich wohl ein wenig an deine/eure tolle Tour erinnert, oder???
Bin noch immer ganz fasziniert von deinem/euren Reisebericht :bg:

BubiBohnensack
18.09.2008, 11:56
@JanVincent:

Hat dich wohl ein wenig an deine/eure tolle Tour erinnert, oder???
Bin noch immer ganz fasziniert von deinem/euren Reisebericht :bg:

Auf jeden Fall! Es ist toll den Weg so noch einmal zu erleben. Nur dass ihr euch den Kebnekaise nicht angetan habt, ist ein Frevel ;)

lg

jackryan
18.09.2008, 13:15
05.08.2008 – Tag 5

Morgens hat der Wind etwas nachgelassen und wir bauen gemütlich das Lager ab, trinken Kaffee und essen Instant Pseudo Porridge. Mäßig lecker, aber sättigend.
Gegen 10 Uhr machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Alesjaure, doch bald merken wir, dass es wesentlich besser ist, wenn Yvonne und Michel ihr eigenes Tempo gehen, denn die beiden sind doch recht zügig unterwegs. So trifft man sich immer mal wieder beim pausieren und Schokolade verputzen.
Das Wetter ist weiterhin richtig gut. Heute schon zu gut, denn es ist warm wie am Baggersee und noch dazu windstill. Erstaunlicherweise haben sich bisher noch kaum Moskitos gezeigt, doch das sollte sich am Abend schnell ändern.
Die Strecke von Tjäktja nach Alesjaure ist ganz großes Kino. Schön².


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Gegen Mittag rasten wir an einem Bach und chillen gute zweieinhalb Stunden auf den warmen Felsen. Dann noch schnell Haare waschen und für Speis und Trank sorgen.

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Die Alesjaure Hütten sieht man schon auf halber Tagesstrecke, was ganz amüsant ist und uns dazu angeregt hat, uns heute noch mehr Zeit als sonst zu lassen 
Insgesamt ist die Etappe recht einfach, es gibt keine großen Schwierigkeiten – d.h. entspanntes Wandern in bestem Wetter. 
Doch je näher wir Alesjaure kommen, desto wärmer wird es. Als wir schließlich unser Zelt neben Michel & Yvonnes Platz (vor der Brücke) aufschlagen, könnten wir schwören, dass es locker 25°C hat. Dazu absolute Windstille. Ein Paradies für unsere Freundin Frau Mücke. Was solls, wir sind happy wettertechnisch solches Glück zu haben, denn so wie uns der Hüttenwart von Sälka erzählte, waren die Wochen davor eher bescheiden.


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Über die Brücke machen wir uns auf den Weg zum Shop… Der Weg über den Hang ist verdammt steil. Da macht der nächtliche Toilettengang gleich doppelt Spaß ;-)
Gekauft wird Müsli und ein halber Meter Knackwurst, die aus Tieren hergestellt wurde, die nicht mal die Hüttenwirtin kannte.
Zurück am Platz gibt’s ein allgemeines Wasch Event: Zu viert schrubben wir unsere Klamotten sauber und danach geht’s für mich auch noch in den Fluss. Herrlich kalt und bei dem Wetter ein wahrhaft erfrischendes Erlebnis. Perfekt.
Wieder trocken und warm machen wir uns an das Abendessen, welches mal wieder aus einem Globi Gericht und Oreos besteht. Doch Yvonne findet im Rucksack, noch Mousse au Chocolat Pulver, welches wir in einer waghalsigen Aktion mit unserem Schokopudding vermischen und so eine Kalorienbombe der besonders leckeren Art zaubern.
Nach dem Essen hören wir uns noch bei einer Tasse Tee alte Samígeschichten an und wundern uns darüber, dass sich unser Zeltplatz als sehr beliebt unter deutschssprachigen Individuen erweist.
Gegen Abend stehen hier insgesamt fünf Zelte mit Leuten aus D; CH und AUT… Da war ein Typ aus Köln (oder Karlsruhe?), der sich am zweiten Tag schon einen Wolf gelaufen hatte. Autsch.

Mit Wölfen, Blasen und sonstigem Gedöns hatten wir bisher übrigens überhaupt keine Probleme… Nur die Achillessehnen schmerzen bei mir (wer weiß woran das liegen könnte, bitte her mit Infos  )


06.08.2008 – Tag 6

Wie schon am Abend zuvor, ist auch am Morgen an Essen ohne Mückennetze über dem Kopf nicht zu denken. Diese miesen Blutsauger finden jede nicht mückendicht geschützte Stelle – da das Netz hinten im Nacken hochgerutscht war, zählten wir im Zelt fast 20 Stiche nur im Nacken.

Nach der Frukost begeben wir uns zum Anleger unterhalb der Hütten und nehmen das Boot über den Alesjaure… Michel wollte nicht mit und von daher packen wir sein Gepäck ins Boot und wetten wer als erstes am anderen Ende des Sees ankommen wird.
Michel gewinnt ;-) Naja dafür hatten wir einen tollen Ausblick und nehmen die Landschaft vom Wasser aus noch mal ganz anders war.


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Der weitere Weg nach Abiskojaure wartet schon mit reichlich Buschwerk und steinigem Pfad auf uns. Während des Laufens kommen meine Schuhe (Hanwag Cheyenne) langsam an ihre Grenzen. Irgendwie sind die Sohlen einen Tick zu weich und so stellt sich der Weg zur Baumgrenze als Qual für meine Füße heraus.

Langsam ziehen Wolken auf, doch wir opfern den Göttern einfach ein paar Mücken und so beschränkt sich der Regen auf ca. 2 Minuten 

An den Hütten von Abiskojaure angekommen, merkt man langsam immer deutlicher, dass wir uns Richtung Zivilisation bewegen. Die Hütten sind extrem gut ausgestattet und auch die Wiese für unser Zelt ist optimal.


07.08.2008 – Tag 7

Nach einem großen Pott Müsli mit Trockenfrüchten geht es weiter Richtung Abisko. Die Landschaft hat sich komplett geändert und so sind wir jetzt unterhalb der Baumgrenze durch Birkenwald unterwegs.
Mir persönlich hat das kahle Hochfjell doch deutlich besser gefallen. Der Weg ist hier auf deutsches Feldweg Niveau ausgebaut und je weiter man nach Norden kommt, desto mehr Leute trifft man, die nur noch mit Tagesrucksäcken unterwegs sind. Auch unsere Nasen erschnuppern die ersten Damen mit Parfum! Das wirkt mehr als ungewohnt und irgendwie absolut fehl am Platz.

Gegessen wir auf den Felsen den „Abisko Canyon“. Lecker Baked Beans mit den letzten zusammengesuchten Brotkrümeln.
Wir kommen alle extrem schnell voran und kommen so schon gegen 15 Uhr am Endpunkt unserer Wanderung an.


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Wir schreiten zu viert alle gleichzeitig durch das Kungsleden Tor und freuen uns darüber wie kleine Kinder, die zum ersten mal Karussell fahren. 

Man biegt um die Ecke und sieht den Parkplatz der Touriststation. Kein schönes Bild, aber was solls. Wir begutachten die Vorbereitungen des Fjällräven Classic, kaufen noch ein paar Kleinigkeiten im Shop der Station (Elchwurst, mjam), bevor wir uns auf den Weg zum gebührenpflichtigen Campingplatz von Abisko machen.

Da wir alle seit einer Woche nicht mehr geduscht haben, ist das auch das erste was nach dem Zeltaufbau auf dem Plan steht.  Ein mehr als gutes Gefühl. Die Platzgebühr hat sich also gelohnt.
Danach wird gekocht, lecker Bannock gegessen, gequatscht und im Schalfsack verkrochen.


08.08.2008 – Tag 8

Wehmütig bauen wir unsere Zelte ab und gehen langsam, den Kopf voller Bilder der vergangenen Tage, Richtung Bushaltestelle.
Das war also unsere größere Wanderung im Norden. Von 2°C bis 25°C war alles dabei, wir haben super nette Leute getroffen, eine beeindruckende Landschaft genießen können… das war sicher nicht unsere letzte Tour in Lappland 
Als der Bus kommt, verabschieden wir uns von Michel und Yvonne, da die beiden weiter nach Stockholm wollen und wir nach Kiruna fahren um dort unseren Mietwagen entgegen zu nehmen.

In Kiruna angekommen, checken wir im Yellowhouse ein und sind erstaunt, dass es wirklich ganz heimelig ist. Good value for money.

Dann wollen wir uns mal in Kiruna umsehen und stellen schnell fest, dass es gar nicht so viel zum umsehen gibt, denn es ist keine wirklich schöne Stadt. So essen wir in einer lokalen Imbissbude einen Burger, gehen einkaufen und machen uns gegen Abend auf den Weg zurück zum Yellowhouse.


09.08.2008 – Tag 9

Der Tag des Autos. Gegen sieben Uhr stehen wir auf und schlagen uns erstmal den Bauch voll. Das Frühstück im Yellowhouse ist nämlich mehr als reichhaltig.
Nach dem Duschen pflanzen wir uns in unserem Zimmer vor den Fernseher und schauen uns eine Stunde lang seltsame amerikanische Shows an.
Um elf holt uns dann ein kleiner postpubertärer Junge von der Autovermietung ab und übergibt uns die Schlüssel für unseren fahrbaren Untersatz.
Nach einem kurzen Stopp bei Coop geht es für uns Richtung Finnmark. Wir fahren durch eine flache Landschaft mit endlosen Wäldern und Unmengen an Rentieren, auf die es zu achten gilt. Das Wetter ist nicht ganz so toll (12°C und ziemlich tiefe Wolken) und wir beschließen am Abend in Kautokeino zu bleiben und uns dort eine Hütte zu nehmen.

Gesagt – getan. Neben unserer Hütte feiern ziemlich viele betrunkene Leute in einem Lavvu ein Hochzeit oder so.

Wir kochen Spaghetti und ich probiere zum ersten mal Snus. Gehört hab ich ja schon davon, aber ausprobiert hatte ich es noch nie. Snus ist mit Salz angereicherter Tabak, der in kleine Beutel verpackt, unter die Lippe geschoben wird. Effekt ist, dass das Nikotin extrem schnell in die Blutbahn gelangt, was wiederum zu einem heftigen Nikotinflash führt. Zumindest bei mir 

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10.08.2008 - Tag 10

Nordkapptag. Früh morgens machen wir uns auf unseren Weg zum Nordkapp. Über Alta geht es durch wunderschöne Landschaft immer weiter Richtung Norden.

Es sind kaum Touristen unterwegs und die einzigen Begegnungen mit etwas lebendem haben wir eigentlich mit Rentieren :D
Die putzigen Geschöpfe können einem aber ein bisschen den Nerv rauben, wenn eine ganze Herde die Straße blockiert und keine Anstalten macht, sich von der Stelle zu bewegen.

Eigentlich sollte man hier nicht so schnell unterwegs sein. Es gibt so viel zu sehen und so viel zu erleben. Eine Schande, dass wir uns hier nicht länger Zeit gelassen und das ein oder andere Mal die Wanderschuhe ausgepackt haben.


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Gegen 14 Uhr erreichen wir den gebührenpflichtigen Nordkapptunnel.

Über das Nordkapp und die vermeintliche Touristenabzocke hat man ja schon viel gehört, aber ich wollte schon dahin, seit ich ein kleiner Stöpsel war. An diesem Tag sollte also ein Kindheitstraum Wirklichkeit werden.

Das Wetter ist mal wieder bestens und wir genießen die Landschaft der Insel Mageroya. Selbst wenn man nicht zum Nordkapp will, ist die Insel sicher eine Reise wert, denn die Landschaft erinnert hier sehr an die Isle of Skye und insofern bin ich ganz hin und weg :D


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Nach einem Zwischenstopp in Honningsvag tasten wir uns Stück für Stück nach Norden vor, bis wir schließlich am Tickethäuschen stehen und unseren Obolus bezahlen.

Was mich erstaunt ist, dass kaum Touristen hier sind. Auf dem Parkplatz stehen nur ein paar Autos und sonst nichts.
Wir bleiben einige Stunden und genießen den Blick aufs offene Meer, den Knivskjellodden und die restlich Küste. Natürlich muss jeder für sich entscheiden, ob er für das Nordkapp bezahlen will, aber für uns hat es sich in jedem Fall mehr als gelohnt.


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Bevor wir es uns in unserer Hütte gemütlich machen, wandern wir noch von Skarsvag aus zum Kirkeporten, was super schön und ohne Probleme zu machen ist.

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gelöschter Nutzer
18.09.2008, 13:44
kommt dir das Bild bekannt vor???

http://www.cathohi.de/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=69&g2_serialNumber=2

Aufnahme ist vom April 2008 :)

Nur das wir das super "Glück" hatten das 13km vor dem Nordcup die sch.... Schranke geschlossen war :(
Wir mussten nach vielen tausend km kurz vor dem Zeil umkehren.

Dethix
18.09.2008, 14:03
So ihr wart das also denen wir in Absikojaure begegnet sind :-)
Der Typ aus Karlsruhe mit dem komischen Tier gehörte zu unserer Gruppe.
Er scheint ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben das er es sogar bis in euren Bericht geschafft hat ;-)
Auch an eure Kochaktion kann ich mich noch gut erinnern. Hatte so ein bisschen das Gefühl als ob ihr da ein 5 Gänge Menü gezaubert habt ;-)

Ihr seid die Strecke auf jeden Fall richtig herum gelaufen bzw. auch rechtzeitig. Wir hatten nicht so viel Glück und haben uns die letzten 2 Tage mit den Teilnehmer des Fjällraven Classic rumschlagen dürfen. Nicht wirklich erholsam!

jackryan
18.09.2008, 14:48
@eimoti: Klasse Bild! Aber ich dachte immer man kann im Winter auf jeden Fall zu Fuß zum Kap?! Liege ich da falsch?

@dethix: :o So trifft man sich wieder... Hoffe der Wolf hat sich bald verzogen und ihr hattet noch ne schöne Zeit.

gelöschter Nutzer
18.09.2008, 14:59
Laut Schilder war auch "zu Fuss" verboten. In der nächsten Ortschaft stand aber ein Bus, der wäre dann am nächsten Tag wieder gefahren. Fahrpreis pro Person ca. 100€ (für 13km).

Wir waren uns dann schnell einig das wir uns das nicht antun werden. Quasi reine abzocke. Aber wir haben ja auch so alles sehen können und hatten zumindest den Vorteil relativ alleine da oben zu sein ^^

Gruß Thomas

casper
20.09.2008, 12:40
Sehr schöner Bericht und klasse Bilder
:popcorn::popcorn::popcorn:

jackryan
01.10.2008, 12:48
10.08.2008 – Tag 10

Eigentlich wollten wir heute zum Knivskjellodden, dem nördlichsten Punkt der Insel Mageroya wandern, aber da uns akute Faulheit überfallen hat, packen wir unsere sieben Sachen, schlendern ein wenig durch Honningsvag und schauen uns ein kleines Sami Freilichtmuseum an.
Den stahlblauen Himmel befleckt keine einzige Wolke und so ziehen wir mit guter Musik auf dem Ohr wieder gen Süden, der Sonne entgegen.
Am späten Nachmittag kommen wir am Altafjord an, an dem wir campieren, eine schieke kleine Gallerie besuchen und uns dann auf den Weg zur Bubbelen Quelle machen.
Auf den Anschlägen steht, dass die Quelle ähnlich spektakulär wie Kirkeporten und das Nordkapp sei. :D Naja, wir legen das gedanklich als Übertreibung des Jahrhunderts ab, denn was uns nach gut einer Stunde Wanderung erwartet, ist so spektakulär wie ein Sack Reis. Die Aussicht vom Berg ist jedochausgezeichnet, und so rasten wir an einer gemütlichen Feuerstelle und lassen uns das Isbjörn Pils schmecken, bis langsam Regenwolken aufziehen und uns Richtung Schlafplatz zurücktreiben.


11.08.2008 – Tag 11

Am frühen Morgen brechen wir zum Oksfjordjökelen auf – dem einzigen Gletscher in Norwegen, der bis auf Meereshöhe hinunterreicht.
Da wir von einem netten Mann in Langfjordbotn den Tipp bekamen, uns von einem lustigen Gesellen namens Helge zum Gletscher schippern zu lassen, suchen wir sein mehr als spektakulär gelegenes Haus auf und treffen den guten Helge im Garten, der uns erklärt, dass er erst noch sein Boot fertig machen muss. Gemeinsam machen wir uns also auf den Weg zum Bootshaus, hieven das Boot ins Wasser und machen es fahrtüchtig.
Helge lebt schon seit seiner Geburt am Öksjordjökelen und weiß daher eine Menge über die Region und den Gletscher an sich…. Während uns die eiskalte Fahrtluft ins Gesicht bläst, kommen wir dem Eis immer näher und können immer mehr Einzelheiten erkennen. Schon auf der Hälfte der Strecke sehen wir ein paar kleine Avalanches, was wirklich beeindruckend ist. Helge freut sich wie ein kleines Kind und fährt uns so nah an den Gletscher, wie es mit dem kleinen Boot geht.


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Wir hören Geschichten vom Rückgang des Gletschers, von Touren, die auf dem Eis feststeckten und von den unglaublich guten Fischgründen im Fjord.
Helge scheint in Plauderlaune zu sein und so wird aus der normalerweise einstündigen Tour sehr schnell weit mehr als zwei Stunden.
Als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, verabschieden wir uns von Helge und rollen die Single Track Road zurück auf die E6 und dann entlang der Lyngenalpen.
Die Gegend ist der Hammer. Zwar hängen die Wolken tief und Nebel versperrt die Fernsicht, doch die Konturen der Landschaft lassen ihren majestätischen Anblick erahnen.
In Olderdalen nehmen wir spontan die Fähre nach Lyngen, um so die Landschaft auch noch mal vom Wasser aus genießen zu können. Nach kurzer Strecke entlang des Sörfjords, nehmen wir von Svensby aus die Fähre Richtung Tromsö.
Auf dem Weg klart das Wetter wunderbar auf und so können wir uns auf einen schönen Abend in Tromsö freuen.
Wir schlagen unser Zelt auf dem Stadtcampingplatz der Stadt auf und schauen uns noch ein wenig die Stadt an, die sich von einer ganz netten Seite zeigt. Irgendwie ist es jedoch mehr als merkwürdig, eine so große Stadt plötzlich vor sich zu sehen.


http://s7.directupload.net/images/081001/achfyb7d.jpg (http://www.directupload.net)


Wir schlendern ein wenig umher und landen schließlich in einer Studentenkneipe am Hafen, in der man sich für umgerechnet schlappe fünf Euro ein Bier gönnen kann.


12.08.2008 – Tag 12

Das Wetter hat mal wieder umgeschlagen und Tromsö liegt nun im Nebelkleid vor uns. Wir konsultieren noch mal einen Supermarkt und machen uns dann auf zum Polaria Museum, welches zwar sehenswert ist, allerdings nichts wirklich aufregendes und neues bietet.
Nach leckerem Meeresfrüchte Mittagssnack geht unsere Reise per Fähre weiter zur Insel Senja, die uns mit Regen en masse willkommen heißt.


http://s2.directupload.net/images/081001/qgoivibo.jpg (http://www.directupload.net)


Da wir keine Lust haben, bei dem Wetter unser Zelt aufzustellen, ist der Plan sich auf einem Campingplatz eine Hütte zu nehmen.
Leichter gesagt als getan, denn Campingplätze sind auf Senja nicht wirklich im Übermaß vorhanden, und so machen wir uns auf eine lange Fahrt über schlaglochdurchzogene Schotterpisten (Nebenstraße auf Senja bedeutet meist Schotter oder Erde) und kommen um 21 Uhr auf einem Campingplatz im Inselinneren an. Wir ergattern für günstich Geld eine ultra gemütliche Hütte und wundern uns darüber, dass der Platz einen beheizten Swimmingpool hat. Mittelmeerfeeling über dem Polarkreis?


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Henna
01.10.2008, 13:39
sehr schöne Bilder , schöne Tour... wir waren bis 08.08. auch dort oben allerdings sind wir mit dem Auto quer durch "die Lande " gefahren ... ja ja der gute Knivsjelodden ... wir sind ihn gelaufen bei schiet wetter und 4C° , da wurden aus 9 km gefühlte 90 km ... trotzdem immer wieder gerne ...

armes bärchen
01.10.2008, 19:36
sehr schöner bericht und die bilder sind der hammer;-)

mich persönlich würden eure wanderung (die ersten 8 tage, wenn ich mich nicht irre) nochmal näher interessieren.

Vlt. könntest du die route mal auf einer karte aufmalen und die ungefähren reise-kosten posten, die aufgewendet werden mussten bevor ihr überhaupt den ersten schritt auf eurer wanderung machen konntet (flug z. b.)

mfg a. b.

jackryan
01.10.2008, 21:13
@armes bärchen: Wir waren auf dem nördlichen Kungsleden zw. Kebnekaise und Abisko unterwegs.
Hier mal als Karte:

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Thema Kosten: wir haben von Frankfurt nach Kiruna für die Flüge mit Lufthansa und Norwegian ca. 160 € bezahlt. Der Bus von Kiruna nach Nikkaluokta kostet nicht wirklich viel.. ich glaube es waren so 70 - 80 SEK pro Person.
Von dort aus kann man sich schon auf den Weg machen.. Wenn man, wie wir, mit dem Heli von Nikkaluokta zum Kebnekaise will, muss man noch mal ca. 600 SEK einrechnen...

armes bärchen
01.10.2008, 21:34
danke erstmal für die antwort:D
(wenn du pech hast werden noch weitere folgen^^)

kawajan
02.10.2008, 11:57
Super Fotos und toller Bericht

Echt zum neiden , heul !!!!!!!

Aber nächstes Jahr gehts auch wieder hoch gen Norden von August bis September und bis dahin müssen die Alpen herhalten und die sind auch echt toll und einsame Gegenden gibt es dort auch noch viele.

Grüsslis

jackryan
11.10.2008, 20:51
14.08.2008/15.08.2008 – Tag 14 & 15

Das Wetter hat über Nacht aufgeklart und so starten wir unseren Tag auf der Insel Senja bei Sonnenschein und 12 °C. Zunächst führt uns unser Weg nach Finnsnes, wo wir einem Hurtigrutenschiff beim Ankern zuschauen und belustigt die Kreuzfahrtpassagiere beim umherirren beobachten.
Über viel Schotter geht es in ins Kapperdalen, quer durch den fast unbewohnten inneren Teil der Insel. Die Landschaft auf Senja ist wirklich abwechslungreich: während es im Süden der Insel recht lieblich zugeht, wartet der Norden mit wild zerklüfteter Landschaft auf.
Unsere Wanderpläne (Anderdalen Nationalpark) werden am 13. leider durch richtig mieses Wetter jäh zerstört und so schlagen wir unser Zelt in der Nähe des Parks auf und hoffen auf besseres Wetter. Gegen Abend spazieren wir noch bei einer Flasche Isbjörn Pils am Tranoybotn entlang und lassen unsere Blicke über die nebelverhangene Landschaft gleiten.

Der nächste Morgen startet mit einem einminütigen Regenschauer, gefolgt von ca. 12 Stunden strahlenden Sonnenschein. Wir packen unsere sieben Sachen und fahren in den Norden Senjas um in der Nähe von Grunnfarnes einem Pfad zu folgen, der an eisenzeitlichen Siedlungsresten vorbeiführt.
Nur dummerweise findet sich dieser Pfad nirgends…und Einheimische sind weit und breit keine zu sehen. Dumme Sache, aber was solls. 
Da unser Tank fast leer ist, beten wir darum, dass es in Gryllefjord beim Fähranleger eine Tankstelle gibt. Die gibt es natürlich nicht, aber es gibt eine Art Supermarkt der eine Zapfsäule betreibt. Ausgezeichnet.. wir sind also gerettet und müssen nicht nach Hause schwimmen ;-)
Dumm, das der Supermarkt nur norwegische Karten annimmt… Miese Sache. Aber die nette Besitzerin übernimmt einfach das Bezahlen an der Säule und wir heben im Supermarkt Geld mit unserer Karte ab (was im Gegensatz zum Bezahlen komischerweise ohne Probleme funktioniert…).
Vollgetankt tingeln wir durch die Fjorde Nordsenjas und wandern etwas an der Küste des Steinfjords, von dem man einen Superblick auf die Okshornan hat.


http://s4b.directupload.net/images/081011/kgq3dz9r.jpg (http://www.directupload.net)



Hier lässt die Landschaft durchblitzen was uns auf den Lofoten erwarten wird… Wir können uns gar nicht satt sehen und turnen noch das eine oder andere Stündchen zwischen Felsen und Meeresgischt hin und her, bis wir uns wieder auf den Weg machen.


http://s4b.directupload.net/images/081011/n23lwfen.jpg (http://www.directupload.net)


Gegen Abend kommen wir auf der kleinen Insel Husoy an, die Mitten im Fjord liegt und auf der wir ein kleines Apartment nehmen um ein wenig dem Luxus zu fröhnen ;-)
Neben uns haben sich allerdings zwei stark alkoholisierte norwegische Familien einquartiert, die die nette Atmosphäre ein klein wenig ankratzen.. Aber egal, der Blick von der Terrasse entschädigt für fast alles.


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16.08.2008 – Tag 16

Es schüttet wie aus Eimern und so verbringen wir den größten Teil des Tages im Auto auf dem Weg zu den Lofoten.
Auf Austvagoy angekommen, bessert sich das Wetter.. und zwar schlagartig. Die Lofoten empfangen uns mit einer Landschaft wie aus dem Bilderbuch und wir sind einfach nur beeindruckt von dem Panorama, das sich hinter jeder neuen Kurve auftut.


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Wir suchen uns im Norden der Insel einen schönen Campingplatz und schippern noch mit einem kleinen Boot über den Fjord um möglichst viele Fische zu fangen.
Ausbeute: 0 – lustig war es trotzdem. 

17.08.2008 – Tag 17

Recht spät kommen wir aus den Federn und so ist es schon fast Mittag als wir uns das nette Fischerdorf Henningsvaer anschauen…


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Die von hier aus geplante Safari im Zodiac fällt leider flach, da alles ausgebucht ist und für die nächste Tage schlechtes Wetter ins Haus steht. Kurzentschlossen fahren wir zurück nach Svolvaer und schippern mit einem kleinen Kahn zu einer Seeadlersafari in den Trollfjord.


http://s1b.directupload.net/images/081011/trkx6igw.jpg (http://www.directupload.net)


Unterwegs legt ein Hurtigrutenschiff bei uns an und schleust einige zusätzliche Passagiere aufs Boot. So auch einen reich aussehenden Russen mit seiner schlecht operierten Frau, die ihr Gesicht unter einer zu groß geratenen Dior Sonnenbrille versteckt. Da der Guten schnell zu kalt ist, setzt Sie sich dann – selbstverständlich mit Sonnenbrille – unter Deck.
Lustig ist auch, dass es für uns, die wir von Svolvaer aus gestartet sind, keine Ansagen der Schiffscrew gab. Keine Sicherheitseinweisung – nichts. Kaum kommen aber die Hurtigrutenpassagiere, gibt es einer Sicherheitseinweisung, kostenlose Kekse, Kaffee, Tee, Decken und Ferngläser. :D


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Am Abend gibt’s noch lecker Spaghetti mit Köttbullar am Strand im Sonnenuntergang.


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18.08.2008 – Tag 18

Wir verlassen Austvagoy und umrunden heute die Insel Gimsoy um uns dabei den Hoven anzusehen, der in der flachen Moorlandschaft von Nordgimsoy fast fehl am Platz wirkt *g*

Auf Vestvagoy besuchen wir das Wikingermuseum in Borge, was äußerst interessant ist. Man hat ein Langhaus rekonstruiert und auf dem gesamten Museumsgelände gibt es noch andere kleinere Gebäude aus der Wikingerzeit zu bestaunen.
Für eine Fahrt im Drachenboot sind wir leider zu spät dran, denn die Hauptsaison ist offiziell seit 2 Tagen vorbei – schade.


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In Leknes decken wir uns mit Leckereien ein um diese, so der Plan, am Strand von Haukland zu schnabulieren.
Gedacht – getan. Wir sitzen an einem grandiosen weißen Sandstrand und hauen uns den Wanst voll.


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Gegen Abend fahren wir in das Trogtal von Unstad ein, wo wir am lokalen Campingplatz unser Zelt aufschlagen. Der Campingplatz scheint Basecamp für norwegische Surfer zu sein.. zumindest erzählt uns das der Platzwart, der selbst schon seit zig Jahren in der Bucht von Unstad surfen geht.


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Als das Zelt aufgebaut ist, fahren wir nach Ballstad um dort in einem Restaurant am Hafen lecker Fisch zu essen. Zwar sind die Preise gesalzen, aber das Essen ist der absolute Hammer.. definitiv der beste Fisch, den ich je gegessen habe. Außerdem gabs für den Preis noch Livemusik von einem lustigen alten Mann am Flügel. Super :D

Zurück in Unstad sind wir noch an den Strand gegangen um beim Sonnenuntergang einen perfekten Tag auf den Lofoten ausklingen zu lassen.


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19.08.2008 – Tag 19

Wir fahren nach Ramberg um uns dort in einem Kiosk nach den Wandermöglichkeiten auf Moskenesoy zu informieren und gleichzeitig eine Bleibe für den Abend zu finden.
Der nette Besitzer des Kiosks erklärt uns, dass es mit guten Campingplätzen auf Moskenesoy nicht so prall sei, aber er hat einen Freund, der uns vielleicht eine Wohnung vermieten könnte.
Zehn Minuten später steht Bro, der Freund des Ladenbesitzer vor uns. Bro ist Mitte Fünfzig und sieht aus wie ein zwei Meter großer Actionheld.
Unser Actionheld ist aber extrem nett.. wir kommen ins Gespräch und stellen fest, dass Bro die letzten 35 Jahre für die gleiche Firma gearbeitet hat, bei der ich auch arbeite. Lustige Sache. So kommen wir zu einem super Appartment mit eigener Sauna – und das ganze für günstich Geld.


http://s1b.directupload.net/images/081011/cxdxcpcj.jpg (http://www.directupload.net)


Bro fährt uns noch zum Einstiegspunkt der Wanderung zur Kvalvika, erklärt uns grob den Weg und erzählt, dass in der Bucht vor kurzem ein Wal gestrandet sei. Wir sollten nach Knochen Ausschau halten.

Die Wanderung sieht auf der Karte eigentlich recht einfach aus. Das täuscht allerdings. Die Blockfelder auf dem Sattel sind nicht ohne und man muss höllisch aufpassen um sich nicht bei einem falschen Schritt das Bein zu brechen.
Doch die Mühe lohnt – der Strand von Kvalvikal liegt schneeweiß und menschenleer vor uns. Wir packen den Kocher aus, machen uns lecker Essen und genießen den ganzen Nachmittag die Sonne am Strand.


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Zurück in unserem Apartment wird wieder gekocht, gegessen und ausgiebig sauniert. Danach noch ein Schluck Malt und ein Zigarillo. Die Welt ist gut.

jackryan
03.11.2008, 20:42
Die folgenden Tage sind wettertechnisch richtig fies – es regnet fast ohne Unterbrechungen in Strömen… unsere Pläne zur Stokkvikka und zu Horseid zu wandern können wir also erstmal abhaken. Auch die Reinebringen Besteigung ist bei dem Wetter leider nicht zu machen. Daher lassen wir das Wetter links liegen und nehmen uns in A eine gemütliche Rorbu in direkter Nachbarschaft zu dem trocknenden Stockfisch… Unsere Hüttenvermieterin sagt es riecht nach Geld… naja, bestätigen kann ich das nicht ;-)


http://s9.directupload.net/images/081103/ectgaj64.jpg (http://www.directupload.net)


http://s9.directupload.net/images/081103/skk64glb.jpg (http://www.directupload.net)


Achja, interessant zu erwähnen: wir hatten bei einem Fischer angefragt, ob er trotz des schlechten Wetters mit uns zum Fischen rausfahren würde und hatten Glück, denn er hatte zwei Schweden, die von A aus nach Hell - an der Südspitze Moskenesoyas – gewandert sind und jetzt wegen des Wetters dort festsitzen, versprochen er würde sie mit dem Boot in Hell abholen…
Die Fahrt durch den Moskenestraumen war, wie man sich vorstellen kann, sehr bewegt und absolut genial…. um die alten Fischersiedlungen südlich von A gibt es zum Teil sehr interessante Geschichten, die uns gerne und ausführlich von Knut, dem Fischer, dessen Großvater aus Hell stammte, erklärt wurden.
Auf dem Weg durch das Moskenestraumen Gebiet haben wir drei leckere Fische gefangen, die wir am Abend in unserer Hütte zubereiteten. Da es aber insgesamt viel zu viel Fisch war, haben wir der netten Rorbubesitzerin ein paar Kilo abgegeben, was die gute Frau mit einem Teller voll hausgemachter Waffeln & Beerenmarmelade vergütete :bg:

Der Abschied von den Lofoten fiel uns (jetzt wieder bei bestem Wetter) wahrlich schwer, haben wir doch hier eine der faszinierendsten Landschaften die man sich nur vorstellen kann erleben dürfen und viele herzensgute Leute kennengelernt. Doch der Flieger wird nicht auf uns warten.. Also tuckern wir gen Norden, machen einen Zwischenstopp in Narvik und kommen am 25.08. wieder im Yellowhouse in Kiruna an.


http://s9b.directupload.net/images/081103/hbu65rd7.jpg (http://www.directupload.net)


Am nächsten Morgen warten wir in der kleinen Empfangshalle des Flugplatzes auf den Flieger Richtung Deutschland. Scheinbar vergeht die Zeit im Norden schneller, denn die vier Wochen kamen uns höchstens wie ein paar Tage vor..

In Frankfurt angekommen sitzen wir schwitzend im Auto, doch in Gedanken schauen wir von unserer Hütte aus, auf die nebelverhangenen Berge vor A.

http://s9.directupload.net/images/081103/m86geaua.jpg (http://www.directupload.net)



So, nochmals danke an alle, die bei der Vorbereitung bereitwillig die Packliste optimiert und uns mit tollen Ratschlägen weitergeholfen haben :)

BubiBohnensack
22.06.2009, 10:58
Hey Ryan,

ich habe eine kurze Frage zur Kvalvika-Bucht. Seid ihr wie das Foto suggeriert über den kurzen Weg von Süd-Osten gekommen (Einstieg knapp südlich von Bergland und den Pass zwischen Tosfjordtinden und Skoren überquerend), oder die Tageswanderung von Süd-Süd-West (Kjerkfjorden, Selfjorden etc)?

Nagelfar
22.06.2009, 12:16
wahnsinns reisebericht, vielen dank!

Peet
22.06.2009, 13:16
Danke für den tollen Bericht! Hat mir sehr viel Freude beim Lesen gemacht.

c.nick
22.06.2009, 13:27
Große große Klasse der Bericht!
Dann dürftet Ihr nun also unheilbar nordsüchtig sein :bg:
Christian

jackryan
22.06.2009, 20:53
Dann dürftet Ihr nun also unheilbar nordsüchtig sein :bg:


Genau so schauts aus :D

@JanVincent: Wir sind über den Skoren zur Kvalvika gekommen.. wobei wir das nur gemacht haben, weil wir unbedingt an diesem Tag noch an die Bucht wollten. Von Bro hatten wir noch den Tipp bekommen, dass der Weg von Yttresand über die Flanke des Ryten auch richtig schön sein soll...

BubiBohnensack
22.06.2009, 21:31
Ich werde die Bucht in 1,5 Monaten von euch grüßen :)

jackryan
22.06.2009, 21:33
Schwein :bg:

Wie schaut deine Planung denn aus?

BubiBohnensack
22.06.2009, 22:16
Hamburg->Nordkap->Hamburg über Helgelandkusten und Lofoten (8000km) in 3,5 Wochen per Auto. Zwischendurch 2-4 tägige Wanderungen (Lofoten, Rondane, Jotunheimen etc). Genaueres werde ich heute Nacht oder morgen tagsüber noch im Reisevorbereitungsforum ausbreiten :)

Ari
22.06.2009, 22:22
Schöner Bericht und ausgesprochen coole Fotos.


Helgelandkusten - vielleicht sieht man sich ;-).

P.S. Bei den Strecken die ihr vorhabt, werdet ihr an den meisten Schönheiten vorbeirauschen müssen. Für Touren werdet ihr dann nur sehr wenig Zeit haben (rechne mit einem Schnitt von maximal 60km/h)
Für mich wäre das nichts, ich fahre schon seit vielen Jahren nach Norwegen und nehme mir um die 4 Wo Zeit. Beschränke mich aber immer auf ein, zwei Gebiete.

BubiBohnensack
23.06.2009, 18:36
Jup, ich war auch schon mehrmals per Automobile dort oben unterwegs, daher habe ich auch eine ganz gute Vorstellung, was ich konkret sehen möchte. Wir fahren also nicht täglich 400km o.ä., sondern einige sehr lange Etappen "am Stück", um dann vor Ort ordentlich Zeit zu haben.
Von Hamburg startend, und einem Zwischenstop bei meinen Eltern in Südschweden einlegend, gehe ich z.B. derzeit davon aus am dritten Abend das Zelt in der Kvalvikka auf den Lofoten aufschlagen zu können, 4-5 Tage auf den Lofoten zu wandern und zu flanieren und dann locker über Hammerfest gen Nordkap zu fahren.

Alles weitere gibt es gleich in einem separaten Thread - Vielleicht irre ich mich ja auch. Ich hoffe noch auf jede Menge Input :)

ulfs
26.06.2009, 12:54
Sehr schöne Bilder, schöner Bericht, finde es nur schade, dass das einfliegen mit dem Heli immer mehr salonfähig wird (vielleicht war es das auch schon immer). Naja man sollte sich vielleicht ein zwei Gedanken machen, ob die Natur noch so schön wäre, wenn alle mit dem Heli einfliegen würden und ob eine kürzere, aber komplett selbst geleistete Tour nicht noch schöner ist. Finde es z.B. sehr gut, dass im Sarek nur Samen und Bergwacht Helis unter 300m nutzen dürfen.
Versteh das jetzt nicht persönlich gegen dich, machen aber zig andere genauso, aber ich denke es darf trotzdem gesagt werden.
Lg
Ulf

Goettergatte
26.06.2009, 18:03
Sehr schöne Bilder, schöner Bericht, finde es nur schade, dass das einfliegen mit dem Heli immer mehr salonfähig wird (vielleicht war es das auch schon immer). Naja man sollte sich vielleicht ein zwei Gedanken machen, ob die Natur noch so schön wäre, wenn alle mit dem Heli einfliegen würden und ob eine kürzere, aber komplett selbst geleistete Tour nicht noch schöner ist. Finde es z.B. sehr gut, dass im Sarek nur Samen und Bergwacht Helis unter 300m nutzen dürfen.
Versteh das jetzt nicht persönlich gegen dich, machen aber zig andere genauso, aber ich denke es darf trotzdem gesagt werden.
Lg
Ulf

Wahre Worte!
Letztes Jahr im Sarek und Umland verging kein Tag ohne Heli, und im Alkavagge scheint sich niemand um die 300m Grenze gekümmert zu haben.
Zur absoluten Seuche wurden die Helis zwischen Kisuris und Ritsem:motz:

Besonders krank finde ich auch die Kebnekaise-Flüge:bang:

Gruß Göga.

Paradiso
04.10.2009, 16:39
Hei,

durch diesen schönen Bericht und den tollen Bildern weiß ich wo ich nächstes Jahr meinen Ulaub verbringen werde. :bg:

Gruss Daniel