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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [ES] Serra Tramuntana / Juli 2008



Michael1983
20.08.2008, 17:56
Land: Spanien / Mallorca

Reisezeit: Juli 2008

Region/Kontinent: Südeuropa


Buenos diaz!

Nachdem ich mich in den letzten Wochen wieder aklimatisiert habe, finde ich endlich Zeit, um ein paar Zeilen über unsere Tour durch die Serra Tramuntana niederzuschreiben. Mit meiner besseren Hälfte war ich Mitte Juli auf Mallorca und habe dort eine wunderschöne Landschaft fernab von Ballermann und Sangria kennengelernt.
Nach vielen Wochen des Planens, in denen wir etliche Wanderführer und Reiseberichte durchforstet hatten, war es am 21. Juli 2008 endlich soweit und wir machten uns auf Richtung Insel. Da wir nur eine Woche (21.-27. Juli) Zeit hatten, wollten wir natürlich soviel wie möglich von Mallorcas Norden entdecken, so dass wir zunächst auch ganze sieben Wandertage eingeplant hatten. Aber: Manchmal kommt es dann doch anders als man plant. Nun aber genug der Einleitung….


1. Tag: Hinflug / Palma – Soller – Biniaraix-Tal – Cuber-Stausee
Wir hatten Glück und konnten bei German Wings einen Flieger buchen, der uns schon um 7.30 Uhr wohlbehalten in Palma absetzte. Vom Flughafen ging’s direkt in die Innenstadt zum Plaza d’Espana, wo wir dann mit der Bimmelbahn, dem „Tren de Soller“ nach Soller fuhren. Nach etwas über einer Stunde Fahrzeit kamen wir im Sollertal an. Bevor es losging, erledigten wir noch einige Einkäufe (Tipp: ein SPAR-Markt befindet sich direkt am Beginn des GR 221) und machten uns dann auf den Weg ins Biniaraix – Tal. Die Strecke über Asphaltstraßen und Schotterwege verlief zunächst sehr flach durch die Orte Binibassi und Biniaraix. Als jedoch der Anstieg aus diesem grandiosen Canyon begann, wurde der Weg immer steiler und wir stiegen unzählige Kehren an der Wand der engen Schlucht hinauf in Richtung Coll de L’Ofre. Die Mittagssonne machte uns ziemlich zu schaffen, so dass es die 875m Höhenmeter schon in sich hatten. Am Coll de L’Ofre angekommen, entschieden wir uns jedoch gegen eine Besteigung des L’Ofre – Gipfels und trudelten stattdessen nach einer kleinen Pause eine Schotterpiste hinab zum Cuber-Stausee. Nach einer kleinen Erfrischung am Seeufer folgten wir dem GR 221 noch einige Zeit entlang einer alten Wasserrinne. Diese überquerten wir nach etwa einer Stunde über eine kleine Betonbrücke und ließen uns kurz darauf im nahe gelegenen Steineichenwald nieder.

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2. Tag: Cuber-Stausee – Lluc
Nach der anstrengenden Etappe vom Vortag tat die erste Nacht unter freiem Himmel sehr gut. Bis auf ein paar Mücken und die Glocken der Schafe war die sternenklare Nacht traumhaft still. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann auch in der Morgendämmerung schon wieder weiter Richtung Lluc. Dabei folgten wir zunächst einem alten steinigen Pilgerweg durch den Steineichenwald in Richtung Tossals Verds. Hinter dem Coll de Colloms verließen wir den GR 221 und folgten einer alten Wasserleitung, der Canaleta de Massanella, in Richtung Cases des Bosc. Die Strecke über den Kanalweg offenbarte uns ein grandioses Panorama über das Tossals Verds. Der schmale Pfad schlängelte sich nah am Felsen entlang und ging rechtsseitig steil bergab (schwindelfrei sollte man schon sein). Irgendwann erreichte der Pfad einen Steineichenwald und wir wechselten von der Canaleta auf einen steinigen Waldweg mit viel Geröll, der uns im Zickzack hinunter ins Tal von Mancor führte.

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Nach einer kurzen Rast am Cases des Bosc ging es dann weiter Richtung Coll de sa Linea. Highlight dieses Abschnittes hinauf zum nächsten Plateau war die Begegnung mit einer Schlange, die zischend aus dem Unterholz gekrochen kam. Danach wäre ich den Anstieg am liebsten hinaufgeflogen. Als wir schließlich am Coll de sa Linea angekommen waren, hatten wir als nächstes die Besteigung des Massanella geplant. Leider machte uns jedoch das Wetter einen Strich durch die Rechnung, so dass wir auch diesen Gipfel ausließen und direkt ins Tal nach Lluc hinabstiegen. An der Finca Comafreda durften wir für die Überquerung des Privatgrundstücks noch 4 Euro pro Nase latzen und dann ging es schnell über ein paar letzte Serpentinen hinab nach Lluc. Das Refugi Son Amer, welches wir für die nächste Nacht gebucht hatten, stellte sich als kleines Schmückkästchen auf einer kleinen Anhöhe heraus! Super sauber und gemütlich – einfach nur schön mit einer traumhaften Aussicht….und wir hatten es für uns ganz allein :p Den Abend verbrachten wir am Kloster Lluc und der näheren Umgebung.

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3. Tag: Lluc – Escorca – Torrent de Parreis – Sa Calobra – Port de Soller
In den frühen Morgenstunden verließen wir nur ungern das Refugi Son Amer, die Erinnerung an ein wunderschönes stilles Plätzchen im Herzen der Serra Tramuntana wirkt aber noch lange nach. Unsere Camelbaks und Trinkflaschen konnten wir am refugi – eigenen Brunnen noch auffüllen und dann ging es über die C 710 Richtung Escorca. Nach einer guten Stunde hatten wir den Einstieg in den Torrent de Parreis erreicht und ließen uns nicht lange bitten, den Eingang zur Schlucht aufzusuchen. Der eineinhalbstündige Abstieg in den Torrent de Lluc verlief durch teilweise hüfthohes Dissgras über etliche Kehren hinab. Die Suche nach den Steinmännchen stellte sich oftmals gar nicht so leicht dar. Unten angekommen, machten wir dann auch erst einmal eine Pause, bevor die Durchquerung des Torrents begann.

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Anfangs gestaltete sich die Etappe noch recht einfach und man musste nur stellenweise ein paar größere Felsbrocken umgehen oder konnte diese einfach überklettern. Doch je weiter wir in die Schlucht eindrangen, umso größer wurden die Felsbrocken und damit auch die Anstrengung, diese zu überklettern. Teilweise rutschten wir auf dem Hosenboden, auch unter Zuhilfenahme der Hände, die ein bis zwei Meter hohen Felsen herunter. Diese ganze Kletterpartie wurde immer komplizierter und nachdem wir etwa ein Drittel der Schlucht absolviert hatten, kamen wir schnell zur Einsicht, dass wir die Tour mit unseren schweren Rucksäcken schon etwas unterschätzt hatten. Ein glücklicher Umstand war dann jedoch, dass wir von einer Wandergruppe eingeholt wurden, die einen erfahrenen Wanderführer dabei hatte. Dieser schlossen wir uns an und dank der Tipps und Anweisungen unseres Leaders meisterten wir gemeinsam mit der Wandergruppe die etlichen Schikanen, die es auf dem Weg nach Sa Calobra noch zu überwinden galt. Die Gruppe hatte auch ein Seil dabei, was bei dem ein oder anderen Abstieg schon eine große Hilfe war. In einigen Berichten wird zwar geschildert, dass ein Seil nicht erforderlich sei, bestätigten kann ich das aber nach unserer Erfahrung nicht! Nachdem wir um 8 Uhr morgens in Lluc gestartet und um 9 Uhr in Escorca angekommen waren, erreichten wir Sa Calobra schließlich um ca. 15 Uhr total ausgepowert, aber auch total stolz, diese grandiose Schluchtendurchquerung gemeistert zu haben. Kleiner Wehrmutstropfen: meine charmante Reisebegleiterin war bei der ganzen Kraxelei umgeknickt und hatte nun mit einem dicken Knöchel zu kämpfen. Nachdem wir uns am Strand von Sa Calobra eine eiskalte Cola gegönnt hatten, war dann Spontanität gefragt. Der eigentliche Plan sah vor, am nächsten Tag die Sa Costera - Küste nach Port de Soller entlang zu wandern. Das konnten wir auf Grund des dicken Knöchels allerdings vergessen. Da gerade die Fähre nach Port de Soller am Strand eingelaufen war, nutzten wir die Gunst der Stunde und haben uns dort einen Platz gesichert. Und so sahen wir dann doch noch die Sa Costera, jedoch vom Seeweg aus. In Port de Soller angekommen, verbrachten wir dann noch einen schönen Abend am Strand, bevor wir zum Cap Gros zum Refugi Muleta hinaufstiegen. Eine ältere Dame, die uns die Anstrengung des Tages wohl angesehen hatte, ersparte uns gut die Hälfte der Serpentinen zum Cap Gros und fuhr uns mit ihrem Auto schnell den Berg hinauf! Das Refugi Muleta hat wohl die traumhaftestes Lage aller Wanderhütten auf Mallorca, oben auf dem Cap Gros neben einem Leuchtturm gelegen. Es war ebenfalls super sauber und modern und man hat eine traumhafte Aussicht auf das Meer. Den Abend verbrachten wir mit Toni, dem Herbergsvater, gemeinsam auf der Terasse und genossen bei einem Pläuschchen die tolle Atmosphäre dort oben.

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4. Tag: Strandtag in Port de Soller
Der Knöchel war immer noch dick…also fiel auch die Wanderung von Port de Soller nach Deià ins Wasser. Daher beschlossen wir, einen Strandtag in Port de Soller einzulegen. Braten in der Sonne Spaniens, das war schon ganz schön heiß, zumal auch kaum ein Lüftchen wehte. Es war jedoch sehr erholsam. Am Abend ging es dann mit dem Bus nach Deià, wo wir im Refugi Can Boi eincheckten, welches den anderen beiden in keinem Punkte nachstand. Den Abend verbrachten wir am Refugi.

5. Tag: Wanderung zur Halbinsel Sa Foradada / Cala Deià
Früh morgens machten wir uns auf Richtung Sa Foradada. Der dicke Knöchel hatte sich etwas erholt und so legten wir zunächst einige Kilometer auf der Landstraße Richtung Valldemossa zurück. Die Halbinsel Sa Foradada stellte sich als ein tolles Plätzchen an Mallorcas Nordküste heraus. Nach einem kleinen Fotoshooting vom Landgut Son Marroig aus, ersparten wir uns jedoch den steilen Abstieg und machten uns stattdessen auf den Weg zur Cala Deià. Der Strand von Deià zählt wohl zu den schönsten der Insel und war trotz der vielen Steine mit seinem klaren Wasser eines der Urlaubshighlights (beim nächsten Mal packen wir noch die Schnorchelsachen ein). Das Restaurant direkt am Strand (keine 5 m vom Wasser entfernt) lädt zu frischen Fischspezialitäten und anderen Leckereien ein und das Wasser ist einfach genial. Am Abend erledigten wir noch Einkäufe im Ort selber, bevor es wieder zum Refugi ging.

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6. Tag: Deià – Soller
Als die ersten Sonnenstrahlen über die Berge von Deià herüberspickten, verließen wir das Refugi und machten uns auf den Weg nach Soller. Über den Cami de Castelló ging es über Steinpfade und Waldwege in drei Stunden zurück ins Sollertal. Es war eine schöne Wanderung an Llucalcari und einigen Fincas vorbei mit teilweise tollen Ausblicken auf Mallorcas Nordküste. Der Namesgeber dieser Route, die Capella de Castelló, stellte sich hingegen als absolut unspektakulär heraus. In Soller angekommen, checkten wir für unsere letzte Nacht im Hostal Nadal ein, einer kleinen, einfachen Pension nahe des Marktes von Soller. Die Unterkunft können wir nur weiterempfehlen, sauber und günstig. Den angebrochenen Tag verbrachten wir dann in den Gassen und Sträßchen Sollers und am Placa de Constitucio mit der schönen Kirche. Das altertümliche Bahnhofsgebäude lud zu Ausstellungen von Miró und Picasso ein und auch die berühmte Eisfabrik von Soller war uns einen Besuch wert. Den Sonnenuntergang, der die Berge des Talkessels zum Glühen brachte, ließen wir uns natürlich nicht entgehen und dann war der Tag auch schon wieder vorüber.

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7. Tag: Port de Soller / Rückflug
Letzter Tag, leider! Da es uns so gut gefallen hatte, pilgerten wir am letzten Tag von Soller noch einmal nach Port de Soller, wo wir noch einen super schönen Tag am Strand verbrachten und die Seele baumeln ließen. Am Abend ging es dann zeitig mit dem Bus nach Palma, wo wir schließlich genug Zeit hatten, unsere Sachen für den Flug zu kramen. Um 22.55 Uhr verließen wir den mallorquinischen Boden und landeten pünktlich um 1.10 Uhr am Flughafen Köln / Bonn. Gegen 3 Uhr waren wir wieder im trauten Heim.

Insgesamt war es eine fantastische Tour mit so vielen tollen Impressionen…sei es der grandiose Canyon im Biniaraix – Tal, der Balance – Akt über die Canaleta de Massanella, die Schluchtendurchquerung bis Sa Calobra, die Bucht von Port de Soller oder auch Deià mit seiner wunderschönen Umgebung. Es war ein total abwechslungsreicher Urlaub und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in der Serra Tramuntana.

NRWStud
27.02.2009, 00:25
Hey,

wundervoller Bericht, auch wenn ich ihn nicht hier im Forum zum ersten mal gelesen habe ;-)

Wollte den GR 221/Serra Tramuntana um Pfingsten laufen bzw Teile davon. Ich hoffe Du hast nichts dagegen, wenn ich wegen der ein oder anderen Frage auf dich zurückkomme :bg:

Wenn ich mich recht erinner, schreibst Du, dass ihr zu große Rucksäcke dabei hattet und sie für die Strecke hinderlich waren, was für eine Größe hatten denn Eure Rucksäcke? :bg: Habe vor maximal meinen 45er zu nehmen und in den Berghütten zu nächtigen.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass die Eigentümer der Grundstücke auch "Wegezoll" haben wollen, habt ihr das auch erlebt?

Existiert zu dieser Tour von Euch einen Reisevorbereitungsthread?

und zum Schluß:

Welche Karten und Reiseführer könnt ihr empfehlen?


LG

Chris

Michael1983
03.04.2009, 09:09
Hallo NRWStud,

zunächst zu Deiner ersten Frage:
Wir hatten beide Deuter-Rucksäcke im Größenbereich von 60L dabei. Ansich waren die für diese Tour auch okay. Lediglich bei der Durchquerung des Torrent de Parreis waren sie absolut hinderlich. Auf Grund der engen Kletterpassagen mussten wir sie sogar das ein oder andere Mal abschnallen, um weitergehen zu können. Für so manchen Balanceakt auf den Felsen in der Schlucht war das Gewicht auch keine große Hilfe. Die Klettertour durch den Torrent war das absolute Highlight unseres Urlaubs, mit den schweren Rucksäcken jedoch eine sehr schwere Geburt!

Die Refugis kann ich zum Übernachten nur empfehlen! Für wenig Geld waren das super gemütliche und saubere Unterkünfte. Hast Du schon gebucht? Damals ging das bei uns nur via Telefon, mittlerweile sollte es aber auch per Email gehen, aber aufgepasst: es treten scheinbar immer wieder Buchungsfehler auf. Dabei werden Buchungen einfach nicht an die Herbergsvater weitergeleitet vom Consell de Mallorca. Uns ist das z.B. in Port de Soller so ergangen, wo der liebe Toni nichts von einer Buchung wusste. Weitere Infos zu den Refugis findest Du auf www.conselldemallorca.net

Wegezoll haben wir lediglich auf dem Weg zum Kloster Lluc an der Finca Comafreda bezahlt, das waren 4 Euro. An der Halbinsel Sa Forradada gibt es wohl noch eine ähnliche Mautstation.

Zum Kartenmaterial:
Wir hatten den Rother Wanderführer "Mallora" dabei. Als Karten hatten wir aus dem Verlag Editorial Alpina die Karten "Mallorca Tramuntana Central und Nord" dabei (bekommt man u.a. bei Globi).

Falls Du noch Fragen hast, meld Dich!