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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pumpen



Klassenprimus
02.09.2003, 17:53
Hi Leute!
Bin neu hier im Forum und wollte mal wissen ob hier auch jemand regelmäßig pumpt und wie Ihr so trainiert. Bin gespannt.
Klasse

LuNAtiC
02.09.2003, 18:05
pumpen ist sinnlos

die muskelbildung ist bei den verschiedenen bewegungsarten sehr individuell.
um körper fit zu halte würd ich was abwechslungsreicheres machen, was auch was für den kopf ist
z.b. klettern

außerdem hat man durch pumpen kaum kondition

weniger verausgaben, dafür aber länger aktiv sein ist besser und dauerhafter

Menelaos
02.09.2003, 18:43
Ja, aber Pumpen ist "in". Ich mein, wieviel Leute laufen im Freibad mit den "Bollen" am Arm rum ... Gott, viel zu viele ...
Zudem nimmt laut Gesundheitsamt der Konsum von Anakolika und anderen Aufputschmittel immer mehr zu und die "täter" werden auch immer jünger. Meiner Meinung nach einfach nur eine Entwicklung unserer Konsumgesellschaft ... schneller, besser, stärker, größer ...

Was die Jugendlichen sich damit einhandeln, wenn sie son Bullshit in sich reinstopfen, wissen sie meistens nicht genau ... ich auch nicht, aber ich kanns mir denken.

Tobias
02.09.2003, 19:07
@Klasse
Also ich "pumpe" dreimal in der Woche und es macht mir auch nach über 7 Jahren immer noch viel Spaß. Was die Einwände der beiden vorangegangenen Beiträge angeht, so kann ich diese nicht teilen. Es scheint sich immer noch das Vorurteil vom Dummen Bodybuilder zu halten. Sicher gibt es diese klassischen "Pumper" aber die meisten die diesen SPort ausüben erfüllen dieses Bild nicht. Was die Ausdauer angeht, so macht jeder der diesen Sport ernst nimmt 2-3 Einheiten Cardio in der Woche und was die angebliche nichtbeteiligung des Gehirns betrifft so ist auch dies nicht richtig. Koordiantion und Muskel- Kopf- Verbindung werden im Rahmen eines guten Krafttrainings excellent gefördert. Das in diesem Sport auch von einigen verbotene Substanzen eingenommen werden ist nicht verwunderlich, wer das Training ernst meint wird dies jedoch nicht tun. Verbotene Substanzen werden jedoch auch in der Leichtathletik, vielen Mannschaftssportarten und vielen anderen Sportarten eingenommen, sind also nicht nur ein Problem des Bodybuilding. Es gibt viele, wie mich selbst, die sich mit den Anfängen des Bodybuildings beschäftigen und in diesem Sinne "by fair means" trainieren. Zu guter letzt muß mann sagen, das ein gut ausgeführtes Kraftraining eine perfekte Präventivmaßnahme gegen Rückenleiden, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt.
@Klasse
Ich hoffe das Du all diese Punkte in Deinem Training berücksichtigst.
Gruß.
Tobias

Menelaos
02.09.2003, 19:13
Du weisst, dass im Kraftraining die Einnahme von Putschmitteln viel größer ist als in anderen Sportarten, und dies sogar bei Amateuren. Anabolika ist schnell zu haben und der Reiz groß.

Aber sorry, ich meine mit Pumpen auch eher die extremere Art und nicht das "ein paar mal die Woche", nur dass wir uns da nicht falsch verstehen. :bg:

LuNAtiC
02.09.2003, 19:29
also was isn abwechslungsreich daran immer im selben raum zu hocken und sich beim pumpen im spiegel zu beobachten.
ich finde man kann sein geld besser anlegen. eine umfangreiche kletterausrüstung kostet
weniger als ein jahr fitness-studio und hält ewig.. (bis auf schuhe, aber neubesohlung alle jahre kost kaum was)
und man kommt gut rum. man trimmt den körper und wird mit einer schönen aussicht belohnt.
wer was für das aussehen machen mag, ist klettern auch nicht verkehrt.
die muskeln sehen net so aufgepumpt aus, sonder eher estätisch definiert.
aber das ist einstellungs sache.
wenn mich einer nach paar jahren fragt, was ich davon hatte, kann ich sagen, daß ich klettern kann auch wenn meine muskeln sich zurückbilden... der bodybuilder ... was kann er sagen?

Tobias
02.09.2003, 20:34
Also.

Das die Einnahme von verbotenen Substanzen im Kraftsport bereich größer ist als in anderen Sportarten kan schon sein, doch disqualifiziert sich diese Sportart deshalb selbst? Die meisten die Krafttraining betreiben nehmen sicherlich keine verbotenen Substanzen, diesen Sportlern sollte man die Begeisterung nicht nehmen. Übrigens, unter "pumpen" versteht man ein Krafttraining, sei es nun 3 mal in der Woche oder 6 mal in der Woche. Ich sehe da keinen Unterschied.
Es ist natürlich müßig wenn ein "Pumper" mit einem Sportbegeistertem einer anderen Sportart über die eigenen Vorlieben diskutiert, das kann nur jeder für sich entscheiden. Allerdings kann ich ein sofortiges Ablehnen der Sportart die ein anderer ausübt nicht gutheißen. Diskutieren ja, aber bitte keine sinnlosen Schlagabtäusche.
In diesem Sinne.
Tobias

LuNAtiC
02.09.2003, 20:50
während der bundeswehrzeit hab ich mir die freizeit damit vertrieben (weit von zu haus stationiert) und
da ich es über 8 monate probiert habe, hab ich nen vergleich.
probieren kann mans ja. einfach hingehen und ein probetraining machen
(da muß man nur noch den lockangeboten wiederstehen)
mit klettern ists genauso.. probieren.. begeistern lassen ... klettern
ohne vertragsbindung über mehrere monate bis jahre

Tobias
02.09.2003, 20:57
@Lunatic
Du kannst nur vergleichen wenn Du mehrere Jahre die SPortart ausgeübt hast und ebenso begeister warst wie ich es beispielsweise bin. Ich kann verstehen das Dir das Krafttraining nicht gefällt, Du must aber auch verstehen das mir das Klettrn nicht gefällt.
Gruß.
Tobias

LuNAtiC
02.09.2003, 21:22
ebendrum soll man ja beides ausprobieren

vieleicht kannst du nochmal aufführen, was dir negativ am klettern aufgefallen ist und was so positiv am krafttraining ist, dann ergänzen sich unsere informationen. und klassenprimus hat schonmal einen kleinen einblick was ihn erwartet. nur sind alternativen wie klettern nicht bekannt.
ich war auch erstaunt wie weit verbreitet es ist und wo man überall klettern kann. mir war das vorher garnicht so bewußt.

aber ich entschuldige mich hiermit, daß ich krafttrainig gleich ausgeschlassen habe, daß muß jeder für sich entscheiden :wink:

PEACE BROTHER!!! :bg:

Tobias
02.09.2003, 21:30
@Lunatic
Das ich es selbst nicht ausprobiert habe kenne ich nur die theoretischen Grundlagen. Ich sage ja, ich habe meine Sportart schon gefunden. Was allerdings nicht heißen soll das das eine oder das andere "besser" ist.
Gruß.
Tobias

flying-man
02.09.2003, 22:59
hääääää???????????????????


Das ich es selbst nicht ausprobiert habe kenne ich nur die theoretischen Grundlagen






Du kannst nur vergleichen wenn Du mehrere Jahre die SPortart ausgeübt hast und ebenso begeister warst wie ich es beispielsweise bin.

also vielleicht ist ja krafttraining doch nicht so gut für die birne... innerhalb einer seite behauptet doch der liebe tobi man muß sportarten ausprobieren und zu vergleichen und behauptet daß klettern nix für ihn ist und daß luna keinen plan hat und dabei hat er nur nen buch gelesen.... hä? also echt überleg mal was du so daher schreibst. aber ich weiß schon: krafttraining ist alles :wink:

flying-man

Lemming
03.09.2003, 00:59
Hihi,

Also so ein bißchen Krafttraining mach ich auch, allerdings nur als Ausgleich und im Winter. Wenn ich's einrichten kann, ersetzt ich's allerdings liebend gern mit Klettern o.ä. Als reine Sportart kann ich's mir nicht vorstellen, bei mir ist's nur Zusatztraining, um Muskelgruppen zu trainieren, oder Muskeldisbalancen auszugleichen.
Zur sonstigen Diskussion:
-Ich glaube sehr wohl, daß jemand, der einen Sport 8 Monate ausgeübt hat, sich dazu eine Meinung bilden kann.
-Doping, oder sagen wir mal weiter gefaßt, der Gebrauch/ Mißbrauch zweifelhafter Substanzen ist im Kraftsportbereich leichter, weil kein Regelwerk existiert, das hier einen Riegel vorschiebt.

Gruß

Matthias

wie verhindert Krafttraining Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Ich dachte, das wäre eher Ausdauertraining.......

Tobias
03.09.2003, 01:36
@flying-man
Ich habe nie behauptet diese Sportarten von ihrer praktischen Seite vergleichen zu können, die Fazination die für manche vom Klettern ausgeht kann ich sicherlich nicht 100%ig nachvollziehen. Trotzdem kann ich beide Sportarten in ihrem theoretischen Nutzen für den Körper vergleichen, da dies aber keine subjektiven Gefühle umfasst ist das natürlich nur die halbe Wahrheit. Für mich belibt als Fazit: Jeder soll das machen was Ihm Spaß macht, die Hauptsache ist das jeder sich regelmäßig sportlich betätigt. Ich hoffe wir können uns darauf einigen.

@Lemming
Ähnlich wie bei einerm Cardio-Training entstehen auch beim Krafttraining Belastungen für das Herz-Kreislauf-System (zwar nicht so intensiv wie bei einem Kardio-Training, jedoch reicht dieser Reiz für eine Verbesserung der Herz-Kreislauf-Funktion). Ausderdem wird das Atmungssystem trainiert und somit die sogenannte "Atempunpe" die den venösen Rückstrom des Blutes unterszützt, ebenso wie die "Muskelpumpe" verbessert wird. Außerdem geht vom raschen Wechsel von hohem und niedrigem Blutdruck eine Art Trainingsreiz aus und beugt hohem Blutdruck vor. Letzten Endes hat jede Form von Bewegung einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, die eine mehr, die andere weniger.
Gruß.
Tobias

lonewolf
04.09.2003, 00:51
Pumpen? also, obwohl ich es nie so bezeichnen würde, weil es einfach eine simplifizierung des ganzen ist, muss ich doch sagen: ja, ich pumpe. und spiele basketball, fahre viel fahrrad und jogge, wenn ich mich dazu aufraffen kann. und klettern wollte ich schon immer mal, leider kann der körper nicht alles auf einmal machen und der tag hat auch nur 24 stunden, also mal schauen wie es sich weiter entwickeln wird aber eines ist klar, Krafttraining ist die nummer 1.
die gründe nenne ich euch gleich, aber einmal noch ein zusatz zu einem kommentar, dass soviel ich weiß klassenprimus von sich gegenben hat. krafttraining (also pumpen) bewirkt eine signifikant geringere anpassung des herz-kreislauf-systems an die belastung (weitaus geringer!!!), da solche anpassungen nur durch langfristige gleichmäßige, fast rythmische belastungen hervorgerufen werde, zu sehen am sportlerherz, welches meistens nur bei ausdauersportlern vorkommt (quelle: ftness.com...in den news suchen, die info ist schon älter) zweifellos ist krafttraining dennoch ein sinnvoller und nützlicher sport fernab von allen eitelkeit-klischees und vorurteilen. desweiteren ist hier auch vom anabolika-konsum gesprochen worden, der ein phänomen des bodybuildings sei (später wurde gesagt, dass es auf dem fakt basiert, dass es im pumpen ja keine kontrolle gäbe)
ich weiß, und dass kann dir jeder profisportler (vom sprinter bis zum gewichtheber) sagen, dass in fast jeder leichtathletikdisziplin excessiv gedopt wird, bei aller bewunderung für die tour-de-france absolventen ist es doch heutezutage keine frage der benutzung überhaupt. es ist eine frage, wieviel kann ich einnehmen und wie spät vor dem wettkampf (und dem damit verbundenem test) muss ich es absetzen. wer erwischt wurde, war einfach nur zu dumm. richtig ist sicherlich, dass im bodybuilding anabole supplements sowohl bei den 'krassen' bodybuildern als auch bei anfängern weiter verbreitet ist, als man denken möchte. mafiöse zustände durchziehen den sektor, ohne die situation überspitzen zu wollen. doch ist daran wohl eher übersteigertes geltungsbewußtsein, mangelndes selbstbewußtsein und eine verhaltensstörung bei den nutzer der grund, die sich durch ihre riesigen berge und ihre definierung profilieren wollen, als die art des sportes an sich. einen unterschied gibt es bei profibodybuildern, bei deren wettkämpfen durchaus betrachtliche summen auf dem spielchen stehen, woraus also ein sehr viel höherer druck entsteht. es ist jedoch keine vorraussetzung des krafttrainings, anabolika zu nehmen. nur weil sich millionen idioten weltweit dem schwachsinn hingeben, muss man sich ja nicht infizieren lassen. wenn der körper genetisch, und die genetik bestimmt zu einem großteil den grad der trainingserfolge, nur für eine bestimmte fitness geschaffen wurde, dann muss man es aktzeptieren. dass heißt für mich jedoch nicht, sich auf den arsch setzen und auf den tod warten, sondern mit sauberen training und kluger trainingsmethodik das machbare auszuloten.
doch nun zu mir. ich trainiere seit 3 jahren, erst zu hause, seit dez. 2002 im fitnesstudio. mittlerweile trainiere ich nach lust und laune 3 bis 6 mal die woche, jedoch immer fest an einem splittrainingsplan orientiert dass heißt, ich kann je nach verfügbarem trainingszustand (körperliche fitness, genügend schlaf, genügend zeit, mentale fitness) immer entscheiden, ob ich trainieren kann/will oder nicht. normalerweise, wenn ich viel zu tun habe mit studium und job etc. trainiere ich montag/mittwoch/freitag 90 bis 105 min. es wird immer abwechselnd brust/schultern/trizeps und beine/rücken/bizeps trainiert. zur zeit, ich habe momentan weniger zu tun, trainiere ich bis zu 6 mal die woche. pro trainingstag wechsle ich obige trainingseinheiten ab und reduziere das volumen, d.h. ich verringere die "arbeitssätze" pro übung, um dem muskel genügend regeneration zu geben. wie gesagt, die lust steuert das training, ein mindesttraining gibt es aber immer, auch wenn ich mich manchen tags zwingen muss, was aber nur noch selten vorkommt, weil es spaß macht seinen körper zu formen UND seine gelenke zu schützen.
DIES ist der hauptgrund meines trainings, durch den muskelaufbau, den man durch das richtige und gesunde training initiiert, werden schützende muskeldecken an sensiblen (unterer bauch, unterer rücken) und an überlastungsgefährdeten stellen (knie, schulter,hüfte,rücken) aufgebaut.
ich selber hatte vor 3 jahren eine phase in der ich mich nie auf einen stuhl setzen konnte, ohne es mit einem schmerzschrei zu quittieren. der grund war eine überlastung des knies und ein damit verbunder entzündeter knorpel, der bis heute einen dauerschaden davon trägt, und das in beiden knien, außerdem scheine ich wohl eine schwache lendenwirbelsäule zu haben, denn im oktober letzten jahres habe ich viel zeit liegend und wärmend verbracht :-)
stellen wir nun die verbindung zum training her. der brust/trizeps/schulter-tag ist ein tag, bei dem wohl am meisten auf aussehen trainiert wird. dennoch werden hier die, aufgrund ihrer ennormen beweglichkeit, anfälligsten gelenke des körpers, die schultern gestärkt. durch training der 3 schultermuskelköpfe beugt man verletzungen in anderen sportarten, auch im klettern, vor. stärkung der handgelenke und des ellenbogens kann u.a. auch für das klettern vorteile bringen, während beim brusttraining die oben genannten zusätzlich gestärkt, sowie einer der hauptmuskeln des körper trainiert wird und damit dysbalanzen zwischen vorderer und hinterer rumpfmuskulatur entgegen getreten wird.
der rücken/beine/bizeps-tag ist der wichtigere von beiden. den oberen rücken zu trainieren beugt haltungsschäden, auch im alter, vor und verhindert die daraus resultierenden verspannungen und schmerzen. bizepstraining ist von daher sinnvoll, da wir vieles im alltag, selbst wenn wir es aufheben, an uns heransziehen, was durch einen trainierten bizeps viel leichter geht. das training des unteren rückens ist obligatorisch und sollte theoretisch in jedem traingsplan notiert sein, die vorteile kann man sich denken. die beine sind wohl das wichtigste, denn obwohl wir industrielandmenschen heutzutage einen großen teil unseres lebens sitzend verbringen sind kniegelenksarthrose u.ä. oft gesehene krankheiten, die einen hohen prozentsatz der älteren menschen befällt. es ist ganz natürlich dem vorbeugen zu wollen, und wer sich nur annähernd mit mit der trainingslehre befasst, wird wissen, dass jogging, fahrradfahren u.a. nicht unbedingt zur prävention von kniegelenksbeschwerden durch muskelaufbau beisteuern. wenn jemand behauptet, dass jogging muskeln in den beinen aufbaut und diese darüberhinaus auch noch kniegelenk-stützend sein sollen, dann ist es schlichtweg falsch, da sind sich alle, aber auch wirklich alle sportwissenschaflter und sportmediziner einig. so ist krafttraining der beine ein hauptteil meines trainings, da sie mich ja durch täler, über berge, durch wälder, auen, seen und um die gesamte erde herum tragen müssen, kurz: mein ganzes, hoffentlich bewegtes leben. im übrigens werden bei kniebeugen mit gewicht auch die muskeln des beckens trainiert, welche eine stützende funktion für die hüftgelenke haben.
soviel zum krafttraining und seinem sinn. es wird mittlerweile in jeder sportart unterstützend eingesetzt, d.h. schwimmer schwimmen nicht nur um zu trainieren, sie machen unterstützende übungen für schulter, rücken und bauch. ebenso sprinter, wie man ja jüngst bei den leichtathleten in paris bewundern durfte, denn solche massiven brustmuskeln wie von maurice greene bekommt man nicht wenn man 100 mal 100 Meter rennt :-) Auch Radfahrer und selbst formel 1 fahrer trainieren z.b. nacken und rückenmuskulatur. aber alles aufzuführen währe müßig, denn es würde die größe dieses so schon zu einem monster gewordenen posting übersteigen.
meine meinung ist jedenfalls, jeder muss selbst entscheiden, was er machen will. und selbst wenn jemand keinen sport treibt, macht ihn das doch nicht zu einem schlechteren menschen. das gute in unserer gesellschaft ist, dass man es sich frei aussuchen kann, ob und was man macht, so dass jeder etwas nach seinem geschmack findet, und selbst wenn stundenlang im schnee bei -15°C hocken ist, um endlich mal die rehfamilie in großformat aufs foto zu kriegen. oder 3 monate durch die mongolei trekken, blockhütten in kanada bauen, wildcampen, wildscheissen...

:-)

ihr seht, jedem das seine. ich weiß nur, ich kann mir nicht vorstellen jemals mit dem training aufzuhören, was jedoch nicht heißt, dass ich nicht auch mal anderes ausprobieren werde, also werft mir den hüftgurt rüber...ach so, ein muss ich noch sagen, ich stelle mir in der tat in 50m höhe hängen aufregender vor als hanteln stemmend, aber es kommt auch immer auf die einstellung an.

Tobias
04.09.2003, 01:21
@lonewolf
Endlich nochmal einer der auch vom Krafttrainingsvirus infiziert ist. Ergänzend zu Deinen Ausführungen möchte ich hinzufügen, dass ein Schultertraining nur das Schultergelenk schützt, wenn man auch die Rotatoren im Schultergelenk trainiert. Dies machen allerdings leider die wenigsten, was zur Folge hat, dass der Gelenkkopf des Oberarmes immer stärker in die Gelenkpfanne des Schultergelenkes gepresst wird was zu einer stärkeren Abnutzung des Gelenkknorpels führen kann.
Gruß.
Tobias

Lemming
04.09.2003, 01:38
Hi Lonewolf,

Ganz schön viel zu lesen... Aber ich kann dir zum großen Teil zustimmen. Ich will auch nicht Kraftsport komplett verurteilen. Er hat durchaus seine Berechtigung. Aber wie du geschrieben hast, nicht als Herz-Kreislauftraining o.ä. da gibt wirklich weitaus effektivere Methoden, sondern im gezielten Muskelaufbau um Zivilisationskrankheiten oder Verletzungen zu therapieren oder zu verhindern.
Nur noch ein paar Dinge meinerseits, die vielleicht falsch verstanden wurden:
Thema Doping:
In den meisten anderen Sportarten gibt es ein Regelwerk, das zum Schutz der Gesundheit und auch aus Fairnessgründen Doping verbietet. Ich stimme dir aber hier durchaus zu, daß hier trotz Kontrollen einiges im Argen liegt. Allerdings schreckt das Kontrollsystem einige schon ab und dann gibt es vielleicht noch ein paar Idealisten wie mich, für die der Fairnessgedanke eben der wichtig ist und einige werden ja auch ab und zu erwischt :bg: Im Kraftsportbereich gibt es in den angesprochenen Bereichen keine Wettkämpfe. Der Wettstreit ist eher, wer besser, schöner,... aussieht, wer den dickeren Bizeps.... hat. Da hier keine Kontrolle/ Regelwerk etwas verbietet, außer vielleicht die Vernuft und der Arzt sind die Möglichkeiten des Mißbrauchs deutlich höher. Ob dies wirklich so ist, mag ich nicht zu beurteilen....
Thema Krafttraining allgemein:
Das Bild des Sports wird durch das geprägt, was man in der Presse sieht. Und das sind eben meist jene netten Show-Wettkämpfe. Die 'Athleten' hungern sich vorher auf ungesunde Fettanteile runter und dehydrieren vorher komplett, damit man die Muskeln besser sieht. Denn 'normalen', gesunden Teil von dem Sport kriegen die meisten eben leider nie mit. Aber das ist eben in jeder Sportart so, ich hab' mich auch damit abgefunden, daß die meisten mich in Hawaii über die Ziellinie kriechen sehen, sobald ich von Triathlon spreche....

Also in dem Sinne, wie du schon gesagt hast, jedem das seine. Ich find's halt draussen schöner als in einer stickigen Hallte, aber vielleicht leigt das auch an dem miesen Kraftraum unserer Uni :bg:

Matthias

lonewolf
06.09.2003, 16:32
@ tobias.

kannst du das schulterproblem weiter ausführen, denn das von die angesprochen problem des erhöten abriebs sehe ich nicht, desweiteren hege ich momentan noch zweifel ob das training der rotatorenmanschette, welches ohne zweifel sehr sinnvoll ist, hierbei abhilfe bringt.
lass mich aber gerne überzeugen :-)

Marcel
06.09.2003, 20:04
Hallo!

Wie ich es verstanden habe, ist hier vom sogenannten Impingement-Syndrom die Rede, das aber vorwiegend bei Werfern, Golf-und Tennisspielern etc. vorkommt, halt Sportler, die viel überkopf arbeiten.
Hierbei wird die Sehne des Supraspinatus (einer der Rotatoren) eingeengt, scheuert dann zwischen Humeruskopf(Oberarmknochen) und Schulterdach. Das tut dann ordentlich weh, aber ob Krafttraining da sinnvoll ist, oder dies verhindern kann weiss ich nicht. Es liegt hier eher an einer von der Natur nicht so gedachten Überbeanspruchung der Schulter vor.
In der Behandlung wird eine Traktionskrankengymnastik mit Zug des Armes nach unten, oder wenn nötig eine OP vorgenommen.

Gruss
Marcel

Tobias
06.09.2003, 21:00
Hi Lonewolf!
Wenn das Kräftegelichgweicht zwischen Rotatoren und Deltoideus nicht stimmt, hervorgerufen durch einseitige Beanspruchung, wird der Gelenkkopf immer stärker in die Gelenkpfanne gedrückt.
Gruß.
Tobias

lonewolf
07.09.2003, 00:07
thx an euch beide