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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Berg)wanderungen mit Baby...Infos??



kamikeeper
17.08.2008, 13:59
Hi,

seit inzwischen 5 Wochen sind wir zu dritt:D:D

Wir überlegen gerade, ab wann wir uns wieder "nach draussen" begeben können...?! Da wir in den letzten 3 Jahren nicht wirklich aktiv waren (und ziemlich nah an den Alpen wohnen) denken wir da an leichte Bergwanderungen; nur Tagestouren!

Wenn uns jemand Infos dazu geben kann/will, wären wir dankbar.
Gerne auch in Bezug auf Winter - Touren (zu Fuß).

Schonmal Danke im vorraus!

bergzwerg61
17.08.2008, 14:36
Erst mal: Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Mein Sohn "durfte" erst mit 7 Monaten mit zum Klettern, sein Vater war extrem vorsichtig :roll:,
dabei hab ich immer die Hängematte, Schlafsack usw. mitgeschleppt..und mal im Dreck buddeln kann ja auch schön sein.

Wenn ich noch mal anfangen könnte, dann wesentlich eher. Günstig ist's wenn das Kind gestillt wird, da fällt der Transport von irgendwelchen Flaschen weg ;-),
und natürlich sollte der Transport für den/die Kleine(n) möglichst bequem sein (Tragetuch oder ähnliches), ab und zu Pause sollte selbstverständlich sein.

Rajiv
17.08.2008, 19:19
Bevor der kleine Spatz sitzen kann bleibt an Transportmitteln ja nicht viel übrig. Also Tragetuch am ehesten (was anderes fällt mir neben Kinderwagen gerade nicht ein).
Wenn der Nachwuchs dann sitzen kann (kommt drauf an, wie schnell das klappt, kann ja nach 5 Monaten oder auch erst nach 9 Monaten soweit sein, um mal ein paar Zahlen fallen zu lassen), dann kommt auch die Rückentrage zum Einsatz.
Aufpassen sollte man, daß die Sonne nicht auf das Köpfchen scheint (scheint zwar i. J. 2008 aus der Mode zu kommen, wenn ich mir hier so die Mamas und Papas ansehe, aber man muß ja nicht jeden Blödsinn nachmachen;-)), aber da gibt es diverse Methoden was den Sonnenschutz angeht.
Klar, im ersten halbe Jahr (ungefähr, bitte nicht auf die Sekunde genau) dürfte ja noch voll gestillt werden; also die platzsparendste und billigste Möglichkeit zur Nachwuchsverpflegung.;-)
Später wird man dann doch das Futter mitschleppen müssen.

Touren im Hochgebirgen sind absolut machbar, die Grenze liegt eher in der Leistungsfähigkeit des Trägers (wird wohl meistens der Papa sein). Mit ordentlicher Gewöhnung sind auch 2500m oder mehr kein Problem, also nicht zu schnell in die großen Höhen, lieber ein paar sanftere Touren vorher.

Zeitplanung erfordert Reserven, man benötigt unterwegs eben Zeit für den Spatz; also keine 1800 Höhenmeter in vier Stunden, das wird einfach nicht klappen.
Ansonsten hilft nur ausprobieren, was man den Kleinen zumuten kann, da reagiert jeder anders.
Je eher man anfängt, desto besser (na ja, die ersten 8 Wochen lassen wir mal besser außen vor; da muß man nicht mit dem Zwerg auf den Watzmann rennnen). Gesunder Menschenverstand, dann funktioniert es auch.
Optimal ist es, wenn man 'ne Hebamme in der Nachsorge hat, die sich auch gerne im Gebirge bewegt. Da gibt es die richtigen Tipps passend zu eurer konkreten Situation.

5 Wochen? Dann ist jetzt die U3 gleich dran?
Viel Spaß euch und daß ihr auch mal ein paar Minuten für euch (zu zweit) habt.

Rajiv

ich
17.08.2008, 19:23
Wie oben schon gesagt, werdet ihr -hoffentlich- nur auf ein Tragetuch zurückgreifen. Ansonsten gehen halt Touren an Seen oder Flüßen, gerne auch mit Übernachtung. Wir haben hier ja keine Berge, aber unsere Mädels waren mit 4 bzw. 2,5 Wochen das erste Mal zelten und sind bis jetzt schwerst begeistert davon! (Bin schon gespannt, wie die das sehen, wenn sie in die Pubertät kommen :o , ist ja aber noch ein paar Jahre hin)


Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!

bergzwerg61
17.08.2008, 20:23
Wie oben schon gesagt, werdet ihr -hoffentlich- nur auf ein Tragetuch zurückgreifen. Ansonsten gehen halt Touren an Seen oder Flüßen, gerne auch mit Übernachtung. Wir haben hier ja keine Berge, aber unsere Mädels waren mit 4 bzw. 2,5 Wochen das erste Mal zelten und sind bis jetzt schwerst begeistert davon! (Bin schon gespannt, wie die das sehen, wenn sie in die Pubertät kommen :o , ist ja aber noch ein paar Jahre hin)



In der Pubertät geht das auch noch, dann aber mit eigenem Zelt und am besten Freunde/ Freundinnen mitnehmen...

Randonneur
18.08.2008, 07:45
Herzlichen Glueckwunsch.

Solange man sie bequem tragen kann geht es mit den Kleinen eigentlich sehr gut. Spaeter werden sie dann schwerer dafuer fangen sie an zu laufen. Dass sie erst in die Trage sollen, wenn sie sitzen koennen wurde ja schon gesagt. Vorher kann man sie vor dem Bauch tragen das ist aber etwas unbequem aber es geht.

Generell sollte man viel Reserven in der Tourplanung lassen fuer zusaetzliche Pausen, die noetig werden sollten.

Im Sommer ist Sonnenschutz sehr wichtig. Sonst eine Decke zum drauf rumspielen und viel Zeit.

Im Winter kann mit den Kleinen auch sehr schoen unterwegs sein. Man muss natuerlich die Kleidung anpassen, die Kleinen bewegen sich ja nicht viel also muss es warm genug sein. Zu warm ist aber auch schlecht, also oefter mal kontrollieren. Unsere vier haben jedenfalls keinen Schaden genommen.

schnuffiwuffi
19.08.2008, 10:51
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs :D

Es gibt ja auch diesen Fahrradanhänger von Chariot (http://www.chariot.de/modelle/cts-sets/). An den kann man alle möglichen Ergänzungen anbasteln - so auch ein Trekking-Set und ein Ski-Set. Ich nehme aber mal an, dass das Trekking-Set auch nur für relativ gut ausgebaute Wege geeignet ist. Für den Wagen gibt es jedenfalls eine Art Hängematte in der die Babys von Beginn an befördert werden können.

Hat hier jemand damit Erfahrung, ob solch ein Anhänger als vollwertiger Kinderwagenersatz ausreicht?

Viele Grüße
Schnuffiwuffi

volx-wolf
19.08.2008, 11:00
Für uns war ein Tragetuch das A und O, solange die Kleine nicht sitzen konnte. Danach kam eine Deuter-Kraxe, wobei wir das Tragetuch bei "Kuschelbedarf" noch heute verwenden (1,5 Jahre).
Bedenkt, dass, solange Euer Kleines nicht sitzen kann, es besser vor dem Bauch getragen werden sollte. Dass schränkt allerdings den Tragekomfort bei längerer Zeit (> 2Std.) doch etwas ein, vor allem wenn das Gewicht dann grösser wird.
Die Kraxe ist super, allerdings mag sie meine Freundin weniger, da unsere Kleine dann weiter entfernt vom Körper sitzt und durch die "Hebelwirkung" das Gewicht dann doch mehr belastet.

Unsere Neueste Errungenschaft ist nun die Manduca-Trage (http://www.manduca.de), die sowohl vorne als auch hinten tragbar ist und für Babys/Kinder von 0-24 Monate ist. Für unsere Kleine ist sie wunderbar, da dicht am Körper und dennoch auf dem Rücken. Das mit dem Tragetuch auf dem Rücken binden, haben wir (bei alleiniger Anwendung) irgendwie nicht so hinbekommen ;-) Mit der Manduca geht's wunderbar.
Ab Anfang des Jahres können wir dann auch über Erfahrungen mit einem Baby darin berichten ;-)


Ansonsten: viel Pausenzeiten einplanen bzw. nicht die alten, "ohne-Kind"-Zeiten beim Planen verwenden. Dann spricht eigentlich nichts gegen Tagesausflüge. Viel Spass!

Jogi
19.08.2008, 15:20
Hi,
seit inzwischen 5 Wochen sind wir zu dritt:D:D


Herzlichen Glückwunsch! In vier Monaten werde ich auch in diesen exklusiven Klub aufgenommen :grins:. Wenn Ihr los wart, berichte doch bitte von Euren Erfahrungen. Meiner soll nämlich auch ein kleiner "Outdoorer" werden ....

barleybreeder
19.08.2008, 15:23
Meiner soll nämlich auch eine kleiner "Outdoorer" werden ....

Was denn nun... ? ;-)

volx-wolf
19.08.2008, 15:27
Meiner soll nämlich auch eine kleiner "Outdoorer" werden ....

Ob das mit dem "sollen" so klappt? ;-)

Wie sagte unserer Hebamme immer: Kinder machen, was sie wollen. Das fängt schon bei der Wahl des Geburtstages an...

Jogi
19.08.2008, 15:39
Was denn nun... ? ;-)
Schon geändert ;-)



Ob das mit dem "sollen" so klappt? ;-)

Wie sagte unserer Hebamme immer: Kinder machen, was sie wollen. Das fängt schon bei der Wahl des Geburtstages an...

"Sollen" im Sinne "ich würde mir wünschen" ;-) Und die ersten zwei/drei Jahre wird er einfach "mitgeschleppt".

schnuffiwuffi
19.08.2008, 16:06
Ob das mit dem "sollen" so klappt? ;-)

Zu dem Thema gibts einen klasse Erbse-Comic :bg:

barleybreeder
19.08.2008, 16:28
Zu dem Thema gibts einen klasse Erbse-Comic :bg:

http://www.erbsencomics.de/html/pop_1.html

:grins:

ich
19.08.2008, 19:59
Wenn Ihr los wart, berichte doch bitte von Euren Erfahrungen. Meiner soll nämlich auch ein kleiner "Outdoorer" werden ....
Nicht auf viele Berichte warten, einfach loslegen ;) Die Kleinen verhalten sich eh alle anders...

Randonneur
19.08.2008, 23:05
"Sollen" im Sinne "ich würde mir wünschen" ;-) Und die ersten zwei/drei Jahre wird er einfach "mitgeschleppt".

Unser Aeltester ist seine zehn Kilometer gelaufen bevor er zwei wurde, die anderen drei spaeter. Kinder sind sehr unterschiedlich, da hat "ich" voellig recht.

cd
20.08.2008, 00:23
http://www.erbsencomics.de/html/pop_1.html

Ich denke, du meinst den da ;-):
http://www.erbsencomics.de/html/pop_3/bd5_comic_1.html :grins:


Ich wurde übrigens mit 3-4 Monaten im Tragetuch durch verschneite Mittelgebirgslandschaften geschleppt, teilweise auf Langlaufskiern. Belegbar durch Fotos. Als ich aus dem Tragetuch herausgewachsen war, wurde ich in die Kraxe gesetzt, meine Eltern sagen, sie seien mit dem Teil damals echte Exoten gewesen. Und sie beneiden die Eltern von Heute um die technisch ausgefeilten und mit tollen Tragesystemen ausgestatteten Kraxen...

chris

Flachlandtiroler
20.08.2008, 10:25
Grautliere auch erstmal den Eltern (sind ja gleich mehrere hier) zum Nachwuchs!
[...]Fahrradanhänger von Chariot (http://www.chariot.de/modelle/cts-sets/)
Hat hier jemand damit Erfahrung, ob solch ein Anhänger als vollwertiger Kinderwagenersatz ausreicht?
Kenne Leute die praktisch ohne Kinderwagen auskommen (Mietwohnung xxxte Etage, kein Aufzug...).

Davon ab neigen die Radanhänger etwas dazu, ohne die Fixierung an der Fahrraddeichsel nach hinten zu kippen; dies besonders, wenn man den "Kofferraum" noch belädt. Sonst durchaus brauchbar und v.a. sehr leichtgängig. Wer überwiegend mit dem Rad unterwegs ist braucht vielleicht wirklich nichts anderes.

Für ein größeres Kind was überwiegend selber laufen möchte ist das Teil natürlich recht sperrig, in Konkurrenz zu einem faltbaren Buggy.

Gruß, Martin

volx-wolf
20.08.2008, 10:45
Für einen kleinen, faltbaren Buggy würde ich (zusätzlich) später ebenso raten, da der Fahrradanhänger für unterwegs (bspw. per Zug) oder beim Einkauf möglicherweise doch zu sperrig ist. Aber die gibt es ja auch gebraucht recht viel und günstig.

wesen
20.08.2008, 15:05
Kenne Leute die praktisch ohne Kinderwagen auskommen (Mietwohnung xxxte Etage, kein Aufzug...).

Zu den Leuten geör(t)e ich. Obwohl ich im ersten Stock wohnte und den Kinderwagen im Erdgeschoss hätte abstellen können. ;-)

Dabei hatten wir nicht mal einen Fahrradanhänger (sowas Ausgefeiltes wie heute gab's vor 27 Jahren auch noch nicht), sondern nur einen Fahrradsitz.

Kinder (und Eltern) sind halt wirklich unterschiedlich - und mein Sohn hat das getragen werden dem geschoben werden sehr früh vorgezogen. Passte gut zu mir, weil ich Kinderwagen und -karren im Bus, beim Einkaufen, bei Besichtigungen etc. viel zu sperrig und unhandlich fand. Da wars für mich einfacher, mein Kind "unter den Arm zu klemmen" und mich frei bewegen zu können. Nur in den ersten Wochen erforderte das Tragen etwas mehr Aufmerksamkeit, weil er den Kopf noch nicht lange halten konnte und sein Rücken noch nicht stabil war.

Wir hatten

einen Kinderwagen - der nur in der ersten Wochen in und wieder für Spaziergänge genutzt wurde -> Würde ich nicht wieder anschaffen,

eine "Sportkarre", die so gut wie nie genutzt wurde -> unnütze Ausgabe,

eine Art Trage, die man sich vor den Bauch schnallte - und die fürchterlich rückenunfreundlich war -> unnütze Ausgabe

eine Tragetasche, die wir zu Besuchen mitgenommen haben und in der das Kind gerne geschlafen hat -> war gut,

einen Fahrradsitz, der viel genutzt wurde und

einen Sitz fürs Auto.

Heute würde ich wohl ein Tragetuch, eine Tragetasche und je einen Sitz für Fahrrad und Auto kaufen. Und/oder einen Fahrradanhänger. Obwohl ich die Dinger (rein subjektiv!) als gefährlich empfinde.

Ach das noch: Eine weitere absolut sinnlose Ausgabe war der Laufstall. Da habe ich mein Kind genau ein mal reingesetzt, um in Ruhe den Mülleimer runterbringen zu können. Das Gejammer hätte Steine erweichen können... :p

Voronwe
20.08.2008, 16:49
Was vermieden werden sollte, sind Seilbahnen, da die Kleinen das mit dem Druckausgleich im Ohr nicht so hinkriegen und da wohl teilweise ziemliche Schmerzen haben.

Ansonsten im Tragetuch, wenn sie den Kopf schon selber halten können, kann man sie auch auf den Rücken schnallen. Kraxe erst, wenn sie sitzen können.
Unsere will inzwischen viel selber laufen, kommt auf die Kraxe nur bei Müdigkeit.

Sonnenhut und -creme nicht vergessen, und auch an eine Sonnenbrille denken - besonders, wenn es im Winter in den Schnee geht

Puachberger
22.08.2008, 00:58
Hallo..


Manduca-Trage (http://www.manduca.de),

was ähnliches: http://www.weego.de/

unsere Hebamme und Kinderärztin bleuten mir aber mit Nachdruck ein, dass auch in diesen Geräten die Kinder maximal 1/2 Stunde am Stück und auch nicht sehr oft am Tag darin sein sollten, solange sie nicht selber sitzten... (weil sie damit ihr Gewicht darin quasi selber tragen)


mein Kleiner ist soebene mit seinen 8 Wochen bereits das erste mal campen in Südtirol, während ich arbeiten muss :grrr:


Lg Puachberger

bea_aurora
22.08.2008, 01:40
Dann hätten ja alle Kinder von Naturvölkern irgendwelche Schädigungen vom herumtragen. Ich finde das echt witzig, das jetzt solche Einwände wieder aufkommen.

Wir hatten damals bei unseren Kindern (heute zwischen 21 und 26 J. alt) den "Snugli", vom dem ich leider im Internet nirgends mehr ein Bild finde, er sah aber sehr ähnlich aus wie beim weego-Link. Damals war das etwas ganz Neues und wir sind laufend gefragt worden, ob das denn unseren Kindern nicht schade? Unser Kinderarzt sagte damals "wenn der Rücken und der Kopf des Kindes gut gestützt sind, dann schadet das weniger als das Liegen im Kinderwagen. Kinder von Naturvölkern haben bei weitem weniger Rückenprobleme."

Unser Ältester war eine Frühgeburt, ich habe ihn jeden Tag im Snugli herumgetragen, z.T. mehrere Stunden. Immerhin liegt das Kind in der Fruchtblase auch nicht, sondern hat zumindest im letzten Monat genau diese Lage wie im Snugli, lediglich Kopf abwärts *g* (meistens jedenfalls, gibt ja auch solche die unbedingt mit dem Hintern voran rauswollen...) Dass die Lage im Bauch dem Kind schaden soll, wäre mir neu.

Flachlandtiroler
22.08.2008, 10:11
Immerhin liegt das Kind in der Fruchtblase auch nicht, sondern hat zumindest im letzten Monat genau diese Lage wie im Snugli, lediglich Kopf abwärts *g* (meistens jedenfalls, gibt ja auch solche die unbedingt mit dem Hintern voran rauswollen...) Dass die Lage im Bauch dem Kind schaden soll, wäre mir neu.
Da schwimmt der Embryo ja auch => kein Gewicht => keine Belastung. ;-)

Aber vielleicht sollte man Kinder kopfüber :ignore: in die Kraxe stopfen, da wären schon mal die Bandscheiben entlastet :bg:

Bei all' den Diskussionen sollte man aber auch mal an den geplagten Träger denken. Für ein größeres Baby hat 'ne Kraxe mit Hüftgurt da definiv einen Riesenvorteil.

Gruß, Martin

Puachberger
22.08.2008, 10:11
Dann hätten ja alle Kinder von Naturvölkern irgendwelche Schädigungen vom herumtragen.

nicht das Tragen selbst... sondern die Art zu tragen ist entscheidend....

in zB. unserem Gerät sitzt das Kind (also das Gewicht geht über die Wirbelsäule auf´s Sitzfleich, der Kopf und Körper ist nur stabilisiert)...
bei den Tragetüchern liegen die Kinder (zumindest die ganz kleinen) eher drinnen (soweit ich das bisher gesehen habe)

das, Bea, ist der Unterschied (lt. unserer Ärztin)


Immerhin liegt das Kind in der Fruchtblase auch nicht, sondern hat zumindest im letzten Monat genau diese Lage wie im Snugli, lediglich Kopf abwärts *g*

naja, dass das "lediglich abwärts" aber eine vollkommene Umkehrung der Kräftverhältnisse ist aber schon klar...
und dass man die Lage im Bauch, von Wasser umgeben auch nicht mit sowas vergleichen kann, is wohl auch logisch...

soll jeder machen wie er glaubt, oder besser gesagt, wessen Meinung er mehr vertraut...

lg Puachberger

bea_aurora
22.08.2008, 19:18
[OT]Da schwimmt der Embryo ja auch => kein Gewicht => keine Belastung. ;-)


Ich habe extra vom letzten Monat gesprochen, da ist nichts mehr mit schwimmen. Da schwimmst du in der Badewanne noch mehr als das Kind in der Fruchtblase. :bg:

bea_aurora
22.08.2008, 19:25
nicht das Tragen selbst... sondern die Art zu tragen ist entscheidend....

in zB. unserem Gerät sitzt das Kind (also das Gewicht geht über die Wirbelsäule auf´s Sitzfleich, der Kopf und Körper ist nur stabilisiert)...
bei den Tragetüchern liegen die Kinder (zumindest die ganz kleinen)

Ok, ich kenn euer Tragesystem nicht und das Tragetuch gab's zu unserer Zeit noch nicht. Aber guck dir mal Bilder von Naturvölkern an, da sind viele Babies aufrecht an den Rücken gebunden. Es geht darum, dass das Kind seinen Rücken und Kopf nicht selber halten sollte, also eng genug an den Körper gebunden ist. Das war beim Snugli der Fall. Die aufrechte Lage ist dann kein Problem.

Ich bin einfach äusserst erstaunt, dass jetzt plötzlich wieder so eine Meinung aufkommt, die war vor 35 oder 40 Jahren schonmal da und vor 25 Jahren kamen die Ärzte dann zur Erkenntnis, dass es den Kindern im Gegenteil sehr gut tue, solange Rücken und Kopf genügend gestützt sind.

kamikeeper
22.08.2008, 21:56
... ja nicht schlecht, da stellt man eine Frage und bekommt viel mehr Antworten als man erhofft hat :p -> Klasse, Danke!

Tragetuch, bzw später Ergo Baby Carrier, ist ja eigentlich klar; da unsere kleine gestillt wird ist das Futter auch dabei.
Wir werden also im Herbst anfangen, unsere kleine an "draussen" zu gewöhnen.

Wobei wir vermutlich zuerst mal nur im Wald bei uns vor der Tür unterwegs sein werden. Die 10 Km zu den (Groß-)Eltern bieten sich ja förmlich an..
Später dann im Allgäu oder den (Vor-) Alpen.

Eine Frage noch, gerade bei "längeren" Touren.... wie macht ihr das mir der Windel - Logistik? Zwecks geruchsneutralität einfach in Plastiktüten , und fertig, oder?

Ich werd dann mit Sicherheit von mir / uns hören lassen.

OT: Kinderwagen.... haben wir auch.
Wurde sogar schon 2x benutzt... ;-)

bergzwerg61
24.08.2008, 21:20
...
was ähnliches: http://www.weego.de/

unsere Hebamme und Kinderärztin bleuten mir aber mit Nachdruck ein, dass auch in diesen Geräten die Kinder maximal 1/2 Stunde am Stück und auch nicht sehr oft am Tag darin sein sollten, solange sie nicht selber sitzten... (weil sie damit ihr Gewicht darin quasi selber tragen)
....

Zum Glück gab's 1992 schon Tragetücher, so was ähnliches wie euren Tragsack hatten wir auch (als Geschenk), aber das Tragetuch fand ich praktischer, das kann man genau so fest ums Kind binden, wie es nötig ist und damit ist die Wirbelsäule genügend abgestützt.
So waren z.Bsp. auch Wanderungen mit Kind auf der Hüfte sitzend + Rucksack für wesentlich mehr als 'ne 1/2 Stunde kein Problem.;-)
Hier gibts noch paar Tipps dazu:
http://www.hoppediz.de/wissenswertes/faq.htm#tragen4

volx-wolf
25.08.2008, 01:11
Das schöne and er Manduca ist ja, dass es

1. Einen sehr guten ("fraulichen") Hüftgurt hat, dass heisst das Gewicht gut "abgeleitet" wird.
2. Durch verschiedene Ein- und Umbauten (Knöpf-Technik) sehr gut mit dem Kind mitwächst. Anfangs wie im Tragetuch mit sehr guter Rücken und Kopstütze ... später mit mehr/viel Freiraum, zum gucken & bewegen.

Das Konzept ist schon noch etwas anders, als bei der weego-Trage...

bea_aurora
25.08.2008, 02:40
Bei unserer Traghilfe konnte ich meine Kinder bis ca. 6 kg gut vorne am Bauch tragen, danach wurden sie mir vorne zu schwer. Wir hatten ebenfalls innen eine Sitzverkleinerung, die anfangs zusätzlich stützte. Leider hatte ich damals nicht diesen komfortablen Hüftgurt wie ich es jetzt bei der Manduca sehe. Das wäre wirklich eine willkommene Entlastung gewesen.

CKi
01.09.2008, 21:50
Wir benutzen für normale, einfache Wanderungen ein Sleepy Wrap (Tochter ist 10 Monate alt) und haben jetzt zusätzlich eine Manduca bestellt.

Aber Vorsicht: lies mal den Beitrag von StoiBär
http://www.freiluft-blog.de/2007/08/wandern-und-trekking-mit-babys-und-kleinkindern/

volx-wolf
01.09.2008, 22:49
Danke für den Link!

Aber, puh, der Beitrag mit den amputierten Babybeinen ... da wird mir ganz schlecht!!!

Puachberger
02.09.2008, 08:10
der Beitrag mit den amputierten Babybeinen ... da wird mir ganz schlecht!!!

"Winter einem Baby mit 8 Monaten beide Beine amputieren müssen, weil die abgefroren waren. Das Kind war nämlich in einer Kraxe beim Skifahren dabei!"

wer ist denn bitte sooo deppat...

Flachlandtiroler
02.09.2008, 10:10
Also ich halte das für einen Fake ("Stoiber"... :roll:). Was nicht heißt dass sowas im Einzelfall nicht vorkäme.

Grundsätzlich würde ich mit dem Baby keine extrem langen Touren machen; wenn es schläft kann man ja ein, zwei Stunden zügig vorwärtskommen. Aber wenn es wach ist sollte es sich auch bewegen können (-> Wärme, ungefährliches Gelände).

Die Berge hüpfen nicht weg...

Gruß, Martin

Voronwe
02.09.2008, 10:20
A
Grundsätzlich würde ich mit dem Baby keine extrem langen Touren machen; wenn es schläft kann man ja ein, zwei Stunden zügig vorwärtskommen. Aber wenn es wach ist sollte es sich auch bewegen können (-> Wärme, ungefährliches Gelände).

Meistens ist man nach 1-2h auch ganz froh, die Kraxe mal vom Rücken zu bekommen, ist ja doch nicht ganz leicht.

Was Wintertouren angeht: Da hab ich in Norwegen dieses Jahr ganz hervorragende Erfahrungen mit einer Fjellpulka (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=fj_70671&GTID=6c6e10f79a288bc850a5bb49c2f063b8a31) gemacht: Kind sitzt warm im Schlitten, und Mama oder Papa ziehen es an einem Gestänge hinterher. Besonders gut geeignet für Schneeschutouren, beim Langlaufen hat es mich ein paar mal übel verrissen (hab es lange nicht mehr gemacht, und durch den Schlitten kriegt man auch noch zusätzlich Tempo bei der Abfahrt)
Unserer Tochter hat es gefallen, die hat da meistens drin geschlafen

Flachlandtiroler
02.09.2008, 10:25
Was Wintertouren angeht: Da hab ich in Norwegen dieses Jahr ganz hervorragende Erfahrungen mit einer Fjellpulka gemacht: [...]
http://fotos.outdoorseiten.net/data/52/thumbs/pulka.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/1252)

;-)

Gruß, Martin

Voronwe
02.09.2008, 10:28
http://fotos.outdoorseiten.net/data/52/thumbs/pulka.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/1252)

;-)

Gruß, Martin

Genau. Unsere hatte allerdings noch eine Sonnenbrille auf, das war da oben nämlich ziemlich grell

kamikeeper
08.09.2009, 23:11
Vor über einem Jahr habe ich diesen Thread gestartet...

... im ersten Jahr war nichts möglich, da meine Kleine sich standhaft weigert / geweigert hat, in einem Transportsystem (Ergo Baby carrier, Tragetuch,Kinderwagen, ...) länger als 1 Stunde auszuhalten.

Diesen Winter werden wir es dann doch Mal wagen, ein oder zwei Ausflüge in die Alpen zu unternehmen (Tagestour, mehr fun als hike). Und natürlich auch Schlitten fahren bei uns um die Ecke...

Bin mal gespannt wie das klappt.
Richtige Wanderungen haben wir uns erst Mal abgeschminkt. Kommt schon noch!

Gruß,

Sam
09.09.2009, 11:13
Glückwunsch zum Nachwuchs! Mann, Mann, wie die Zeit vergeht. Unsere ist vor einem Monat schon 2 geworden!

Wandern und Outdoor klappt mit unserer Kleinen sehr gut (erst Tuch, jetzt Kraxe bzw. Fahrradsitz). Bezüglich der Höhenwanderungen würde ich vielleicht euren Kinderarzt befragen. Wir haben da schon einiges gehört bezüglich der (Höhen)Einschränkungen. Unser Arzt (selbst seit Jahrzehnten Outdoorer und Afrikareisender sowie Vater) rät da zu Vorsicht.

Tagaloa
12.10.2009, 23:03
... im ersten Jahr war nichts möglich, da meine Kleine sich standhaft weigert / geweigert hat, in einem Transportsystem (Ergo Baby carrier, Tragetuch,Kinderwagen, ...) länger als 1 Stunde auszuhalten.
,

Das kenne ich sehr gut :bg:. Wir haben ebenfalls eine Manduca, ein Tragetuch, den Chariot Fahrradanhänger (auch als Kinderwagen) und einen Buggy. Das Einzige was bei unserer Maus auch wirklich länger funktioniert, ist die Macpac Possum Kraxe. Diese ist in Benutzung, seit die Kleine selbständig sitzen kann (6. Monat).

Hier im Einsatz bei einer Fjelltour auf den Vesterolen:

http://img119.imageshack.us/img119/9816/p8127370.th.jpg (http://img119.imageshack.us/i/p8127370.jpg/)

montaine
13.10.2009, 01:23
Ich habe 2 Kinder, beide nur getragen, ohne Kinderwagen ausgekommen, und bin zertifizierte Trageberaterin mit viiiiel Trekking- und Bergsteig-Erfahrung.
Ich habe meine Babies immer im Tragetuch getragen. Auf Tageswanderungen trug mein Mann das Gepäck, ich das Baby im Tragetuch am Rücken. Vom orthopädischen Standpunkt her ist das für das Kind am vernünftigsten.
Wurden die Kinder grösser und wollten auch mal selber gehen, sind wir auf Mei Tais und Ergo / Manduca umgestiegen.
Eine Kraxe haben wir nur gebraucht für Unternehmungen mit viel Gepäck.
Ich habe aus trageberaterischer Sicht hier (http://www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?f=103&t=45725&sid=55bbe1f6b96de3032002a21e058c689c) darüber geschrieben.

Als Fachfrau wollte ich Euch mit Kindern, die nicht getragen werden wollen, darauf hinweisen, dass Eure Kinder unter Umständen unter Blockaden im Wirbelbereich leiden könnten. Das kommt oft vor. Das Getragenwerden kann daher diesen Kindern Schmerzen verursachen, und sie wehren sich.
Ein guter Osteopath, noch besser ein Manualtherapeut, kann Blockaden feststellen und behandeln. Danach lassen sich fast alle Kinder anstandslos tragen.

Wir haben eine eigene Alphütte in den Südschweizer Alpen. Dort hinauf sind es 550 steile Höhenmeter. Unsere Kinder schafften das erstmals mit 3 Jahren, und mittlerweile (sie sind 5 und 7) untermehmen wir mit ihnen mehrtägige Trekkingtouren durch die Alpen. Hier (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?p=555509#post555509) ein Beispiel.

Liebe Grüsse
Montaine