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Artoc
10.08.2003, 11:37
Moin Moin

macht einer von euch Fototouren? Das jeder auf seiner Tour Fotos macht ist klar
ich meine Touren, mit dem Ziel möglichst viele, oder schöne Photos von Natur, Tieren, Menschen... zu machen, die er eventuell hinterher weiterverkauft. Wo man also entsprechendes Equipment dabei hat. Tele, Macro, Weitwinkel, diverse Filter, Stativ.
Was habt ihr dabei und wie Transportiert ihr das.

Gruss Artoc

maro
10.08.2003, 17:45
Hallo Artoc,

ich unterteile die Antwort mal. Fotografieren auf Tour logisch, anschließend verkaufen nein!

Wenn Du anschließend die Bilder verkaufen willst, musst Du nicht nur ein gewisses Maß an Mehrgewicht mitschleppen, es geht auch einiges an Spaß auf der Tour verloren. Der Anspruch an die Bildqualität ist ziemlich hoch. Das hat nicht immer etwas mit authentischen Trekking- bzw. Tourensituationen zu tun. Vieles ist gestellt und wird weiß der Teufel wie oft wiederholt bis es perfekt in Szene gesetzt abgelichtet wurde. Das bedeutet auf verdammt viel zusätzliche Lauferei für den Fotografen. Ganz davon abgesehen, daß das beste Fotolicht morgen kurz vor und ein paar Minuten nach Sonnenaufgang zu finden ist. Nee das ist mir zu stressig. Ich dokumentiere lediglich meine Wegerlebnisse auf Tour.

Ob Deine Bilder sowohl von der Motivwahl sowie der Qualität außergewöhnlich sind, kannst Du ja mal in der Fotocommunity (www.fotocommunity.de) antesten. Je mehr Anmerkungen Du für ein Bild bekommst, desto sicherer kannst Du Dir sein, das Du Bilder zum verkaufen im Diakasten hast. Je weniger Anmerkungen um so eher handelst es sich um Motive die für Dich einen hohen Erinnerungswert haben, da Du mit ihnen etwas besonderes verbindest!

Was nehme ich auf Tour mit? Hängt davon ab wie viel Gepäck ich bereits im Rucksack habe. Anfangs hatte ich auf Klettersteigen und Hochtouren nur eine kleine vollautomatische Kleinbildknipse von Yashica inklusive einem integriertem 35-135mm Zoom dabei. Die Kamera war an der Rucksackseite bzw. am Hüftgurt in einer kleine Tasche von Lowe Pro (http://www.lowepro.com/) gut gepolstert untergebracht. Schnell griffbereit und ohne großen Aufwand in der Handhabung. Der Nachteil, beispielsweise die Bildschärfe oder auch das Thema Langzeitbelichtungen. Wie gesagt für schnelle Bilder bzw. Schnappschüsse eine feine Sache. Alles andere wäre vermessen. Beispiel= Das Motive »Im Reich der Klettersteige« (www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/26574/display/465756), die Motivwahl ist recht interessant. Durch den unscharfen Vordergrund (der Karabiner links unten), wäre das Bild jedoch nicht verkaufbar... Deshalb ist es trotz allem eines meiner Lieblingsbilder!

Auf Trekkingtouren hab ich mich jedoch lieber auf meine Nikon F301 verlassen. In der Zwischenzeit ist es eine Nikon F4. Objektivmäßig beschränke ich mich auf ein Nikkor 28-85mm - 1:3,5-4,5 und ein Nikkor 70-300mm - 1:4-5,6. Dazu ein Regula-Uraltblitz, Pol- und einen Verlauffilter (grau 2×), nicht zu vergessen der Fernauslöser. Zu guter letzt sollten die Ersatzbatterien für Kamera und Blitz nicht fehlen, denn das kann richtig böse Überraschungen geben! Das war eigentlich alles – ne halt hab das Stativ vergessen. Das Stativ bereitet mir immer wieder Kopfzerbrechen. Das Dreibein (manfrotto 055pro mit Kugelkopf ca. 3,2 kg) ist einfach zu schwer. Bewährt hat sich bisher aber das Ortec Stativ (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?&mod_nr=oc36001&r=614) (gibt es in zwei Größen). Die Stockvariante à la Leki (z.B. Makalu Antishock FS) (http://www.leki.de/deutsch/produkte/index.html) oder Komperdell (z.B. Guide Antishock) (http://www.komperdell.com/) müßte mal ausprobiert werden.

Verpackt wird alles, wenn irgendwie möglich noch im Rucksack. Im Deckelfach hab ich oft den Body (F4) und das kleine Objektiv (28-85mm). Das große Zoom (70-300mm) ist oben auf im Hauptfach untergebracht. Blitz und der Rest, wird bruchsicher im Deckefach auf der Innenseite verstaut. Klappt das alles nicht wie es soll, kommen Variante A oder B zum Zuge. Variante A= Off Trail (http://www.lowepro.com/pages/series/trekking/oftrail1.htm) oder eben Variante B= Orin AW (http://www.lowepro.com/pages/series/trekking/orionaw.htm). Variante B bietet übrigens guten Schutz vor Dreck und Feuchtigkeit durch eine integrierte Regendecke.

Jetzt fehlt nur noch das Filmmaterial. Ich verlass mich da seit einigen Jahren auf Fuji-Diafilme. Ist allerdings Geschmacksache, nicht nur was die Farbintensität angeht, auch ob Dia oder Bilder. Willst Du die festgehaltenen Erlebnisse verkaufen, bleibt Dir lediglich der Diafilm. Je nach Motive und Lichtverhältnis nehme ich nen Vilvia (ASA 50°), den Provia (ASA 100°), oder den Sensia (ASA 100° oder 200°). Je nach Länge der Tour hab ich zwischen 10 (5-7 Tage) und 20 (8-13 Tage) Filmen dabei. Das ist eigentlich eher zu wenig Filmmaterial - wenn es Profimäßig werden soll! Ich war im vergangenen Jahr an einer Produktion im Stubai beteiligt (nu als Bergler, nicht zum Knipsen), da wurden in vier Tagen ca. 50 Filme durchgezogen. Wohl gemerkt "fünzig Filme" später kamen ca. 12 bis 15 Bilder zum Abdrucken... %-|

Sicherlich könnte ich das Macro (Nikkor 105mm 1:2,8) inklusive dem Ringblitz und den dazugehörigen Ersatzbatterien, den zweiten Body als Ersatzgehäuse, den Konverter (1,4 bzw. 2×) auch mitnehmen - nur wer trägt das bitte alles...? Grundsätzlich wäre Festbrennweiten eh vernünftiger in Betracht auf die Tiefenschärfe und und und...

Unter und und und, dürfte wohl auch die seit jeher gestellte Philosophiefrage Kleinbildformat oder Mittelform fallen. In Zukunft wird noch die Überlegung analog oder digital dazukommen. Mit Digitalkameras meine ich jetzt jedoch nicht die kleinen netten Spielzeuge die relativ preisgünstig für ca. 200 bis 700/800 Euro angeboten werden. Ein Beispiel wäre die Nikon D100 (ist glaube ich gerade das laufende Modell), wir reden hier auch gleich mal über ca. 5.500 - 6.000 Euro... Der Vorteil, Du kannst all Deine bisherigen Objektive verwenden (zu mindest bei Nikon (war damals eine meiner Überlegnugnen warum Nikon, ein einheitlicher Objektivverschluss)).

So ich habe Dir hoffentlich nicht die Lust am Versuch es mal auszuprobieren genommen. Versuch es - nur so kannst Du Dir eine objektive Meinung bilden. Schick einfach ein paar Bilder an Globetrotter, Larca, Finnmark-Gruppe..., ... Mach bei Fotowettbewerben, schick eine Auswahl an Postkartenverlag - lass Dich nicht von den ersten Ergebnissen entmutigen. Interessant Tipps findest Du in der Berge (Ausgabe 4/2003).

In diesem Sinne - tschüß Mark

Saloon12yrd
10.08.2003, 22:44
Es gibt schon einen großen Fotothread (http://forum.saloon12yrd.de/viewtopic.php/t.1286/). Hängt Euch da dran.

Sal-