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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zelt à la andersj



stefN
15.02.2008, 00:46
Hi,

nun, da das SilNylon schon einige Wochen hier ist, nimmt mein Zelt langsam Gestalt an.

ich habe endlich Zeit gefunden, mich mal etwas mit SketchUp zu beschäftigen und einen Entwurf zu basteln. @thefly und wesen: Ganz ohne trigonometrische Funktionen :bg:.

Orientiert habe ich mich bisher weitgehend am andersj-Zelt (wer's nicht kennt: quasi ein Akto, aufzubauen mit zwei Trekkingstöcken). Einziger Unterschied ist, dass es nicht 90 sondern 100 cm Innenzelthöhe haben soll.

Hier ist erstmal das Innenzelt zu sehen.

Bevor ich den Außenzelt-Entwurf mache, habe ich eine Frage an Euch: Wieviel Abstand würdet Ihr theoretisch zwischen Innen- und Außenzelt veranschlagen?
Ich hatte daran gedacht, an der "ausgebeulten" Seite oben ca. 10 und auf dem Boden in der Mitte ca. 15-20 cm Abstand fest zu legen. Zu den Stirnseiten hin dann wieder 10 cm.
Die Absis ( Abside, Apsis, ... wie heißt das Ding noch mal?, also das Vorzelt soll in der Mitte auf Boden 60 cm Abstand zum Innenzelt haben.
Was denkt Ihr?

http://img405.imageshack.us/img405/1070/innenzeltcc4.th.jpg (http://img405.imageshack.us/my.php?image=innenzeltcc4.jpg)

Grüße von
Stefan

Snuffy
15.02.2008, 05:36
Hej Stefan, lang nix mehr von dir gehört :D.

Also 20cm würde ich bei diesem kleinen Zelt als ziemlich viel ansehen. Denke 10 sind schon ein guter Wert.


Snuffy

barleybreeder
15.02.2008, 07:16
ich denke auch 10 cm sollten als Abstand IZ AZ reichen. Habe ich bei meinem auch so geplant. Die 60 cm Apsis könnten etwas steil werden. Ich nehme 80. Am bsten du konstruierst mal das ÜZ und stellst noch ein Bild rein.

Ich bin mit meinem ÜZ fast fertig. Spätestens nächste Woche gibts was zu gucken. Wie immer gibts Sachen die ich hätte besser machen können, und einige die toll gelaufen sind :roll:

stefN
25.02.2008, 16:16
So, es ist ein wenig Zeit ins Land gegangen ...

Ich habe nun ein Außenzelt so konstruiert, dass zwischen den Flächen jeweils 10 cm Abstand sind.

http://img258.imageshack.us/img258/6651/auenzeltmaecd2.th.jpg (http://img258.imageshack.us/my.php?image=auenzeltmaecd2.jpg)

Zum Vergleich habe ich mal im "Giebel" die Maße von andersj angesetzt und deutlich gemacht, wo dann überall der Abstand von 10 cm unterschritten wird (die gelben Flächen sind die jeweils um 10 cm nach außen "gezogenen" Innenzeltflächen):

http://img253.imageshack.us/img253/4650/auenzeltandersjgiebeley6.th.jpg (http://img253.imageshack.us/my.php?image=auenzeltandersjgiebeley6.jpg)

Ich brauche jetzt mal Eure Einschätzungen zu folgenden Punkten:

Im 1. Entwurf gibt es beim Außenzelt nur gerade Flächen. Im zweiten müssen die Seitenteile jeweils etwas „gebogen“ werden (entlang der sichtbaren Linie).
Denkt Ihr dass sich Letzteres ungünstig beim Abspannen auswirkt?

Im 1. Entwurf ist die Fläche des Daches größer als im 2.
Ist es besser, diese Fläche möglichst klein zu halten (wg. Regen und Schnee)?

Beim 2. Entwurf gefällt mir, dass der (andersj-)Giebel symmetrisch ist. Habe das Gefühl, dass das vielleicht besser abzuspannen ist.
Was denkt Ihr?

Der kleinere Giebel bringt mit sich, dass der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt wie in der Grafik zusehen ist unterschritten wird.
Wie problematisch schätzt Ihr das ein?

Freue mich auf Eure Kommentare!

Grüße von
Stefan

barleybreeder
25.02.2008, 19:07
Im 1. Entwurf gibt es beim Außenzelt nur gerade Flächen. Im zweiten müssen die Seitenteile jeweils etwas „gebogen“ werden (entlang der sichtbaren Linie).
Denkt Ihr dass sich Letzteres ungünstig beim Abspannen auswirkt?

Ich würde an deiner Stelle versuchen nur wirklich plane Seitenflächen zu gestalten. Wenn du eine Biegung mit einbaust hast du sicherlich Stellen mit erhöhter Spannung und Faltenbildung.



Der kleinere Giebel bringt mit sich, dass der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt wie in der Grafik zusehen ist unterschritten wird.
Wie problematisch schätzt Ihr das ein?

Sorry, aber bei dem 2. Bild steige ich trotz meiner einigermaßen guten 3-D Vorstellung aus. Geht dort die vordere Wand vom IZ nach außen? Vielleicht kannst du noch ein paar mehr Bilder vom Entwurf posten.
Wenn du an manchen Stellen wirrklich nur berechnte 5 cm Abstand AZ-IZ hast, fände ich das ein bisschen wenig. Könnte mir denken das bei Regen und Feuchtigkeit das ganze dann doch anneinander klebt.

Meine Meinung!

Ich werde es bei meinem IZ, nun erst mal so halten, das ich das AZ (siehe Tarptent->Barleybreeder) erst noch mal aufstelle und neu vermesse. Ich habe zwar schon das Modell im Rechner, aber die Praxis sagt dann ja manchmal doch etwas anderes. ;-)

stefN
25.02.2008, 19:32
Hallo Sebastian,

danke für Deine Antwort!

Mal eben auf die Schnelle eine Erklärung zum 2. Entwurf:

Die silbernen Flächen sind das Außenzelt.
Die Gelben Flächen, die quasi durch das Außenzelt durchkommen, entstanden dadurch, dass ich in SketchUp die Innenzeltflächen mit der "Ziehen&Drücken"-Funktion 10 cm nach außen gezogen habe.
Je weiter die gelbe Fläche heraussteht, desto geringer der Abstand zum Außenzelt.
Der geringste Abstand ist also an den Ecken und zur Mittelnaht hin geht der Abstand wieder auf 10 cm.

Wie siehst Du das denn mit der Dachfläche?

Grüße von
Stefan

barleybreeder
25.02.2008, 20:17
OK jetzt steige ich durch.:bg:

Warum versuchst du nicht die Wände parallel zu konstruieren? Wegen Raumgewinn?
Könnte mir aber vorstellen das der Abstand unten 5 oben 10 cm ausreicht.

Wegen der Dachfläche würde ich mir keine Sorgen machen. Schau dir mal das AR Ultraligth von ME an! Bei den Großen Dachflächen würde ich mir eher Sorgen machen.

Snuffy
25.02.2008, 22:40
Hab hier heute schon mehrfach reingeguckt, aber keine Zeit mit das im Detail anzugucken.

Denke auch das es einfacher ist, wenn man das Innenzelt einfach als "skaliertes" Außenzelt entwirft. Wegen Dachflächen würde ich mir auch keine Sorgen machen. Bzw soviel variieren kannst du ja bei deinem Entwurf dann doch nicht und ob es 5cm breiter ist, macht sicher nicht viel aus. Eher wenn es um den Platz im Inneren geht.

Probier doch lieber das zu realisieren was du dir wünschst und nimm nicht die Maße von anders ;-)


Snuffy

stefN
25.02.2008, 23:36
Warum versuchst du nicht die Wände parallel zu konstruieren? Wegen Raumgewinn?

Denke auch das es einfacher ist, wenn man das Innenzelt einfach als "skaliertes" Außenzelt entwirft.
Im 1. Enwurf habe ich das Außenzelt ja ausgehend vom Innenzelt mit konsequent 10 cm Abstand konstruiert.



Probier doch lieber das zu realisieren was du dir wünschst und nimm nicht die Maße von anders ;-)

Nun, ich will ein "Akto mit Trekkingstöcken", das aber 10 cm höher ist (als das Akto und das andersj-Zelt). Das habe ich ja im 1. Entwurf auch schon mal erreicht.
Aber weil ich (bis auf die Höhe ungefähr ausgehend von den andersj-Werten) beim Außenzelt dann doch auf nicht unwesentlich andere Maße kam, habe ich mal seine eingebaut und kam ins Grübeln, warum der Kerl das so und nicht anders gemacht hat. Denn alles, was ich bisher von ihm gesehen habe, hat immer Hand und Fuß.

Aber schon mal gut, von euch zwei Experten zu hören, dass Ihr meine "Dachflächen-Sorgen" eher unbegründet findet.
... und schön, mal wieder von Dir, Snuffy, zu hören ;-)

Grüße von
Stefan

stefN
27.02.2008, 19:01
Ich hake noch mal nach, weil Ihr nichts zum Giebel gesagt habt.

Dies ist nochmal der Giebel aus dem 1. Entwurf:

http://img505.imageshack.us/img505/7417/auenzelt3maegiebeleo2.th.jpg (http://img505.imageshack.us/my.php?image=auenzelt3maegiebeleo2.jpg)

Der ist ja nun nicht symmetrisch (dafür hat der 1. Entwurf ja überall die 10 cm Abstand ...).
Denkt Ihr, dass die Unsymmetrie ein Problem sein könnte?

Freue mich über Eure Meinung!

Grüße von
Stefan

Poldi
27.02.2008, 19:41
Nein, ich würde die Unsymmetrie nicht als problematisch ansehen.
Schwieriger finde ich dagegen deine Konstruktion von Kopf- und Fussbereich. Willst du da wie beim Akto Stäbe reinmachen? Und laufen die dann an der Kante lang?

stefN
27.02.2008, 19:50
Nö, keine Stäbe.
Was findest Du denn genau schwierig daran?

Grüße von
Stefan

barleybreeder
27.02.2008, 19:58
Ist das die 1:1 Kopie des andersj Zeltes? Oder meintest du das mit der Unsymetrie? Warum baust du das Zelt nicht einfach nach? Genug eigene Note bekommt das trotzdem noch.

Irgendwie sieht es so aus als würde die Naht die in den First hochläuft nicht gerade nach hinten unten weiterlaufen. Also einen Winkel aufweisen. Die Naht zwischen Apside und Dachfläche.
Verstanden? Wenn das so ist wird Probleme beim Abspanne geben.

Wenn du willst schick mir doch mal die Sketch Up Datei. Dann fällts angucken leichter.

stefN
28.02.2008, 08:58
Hi,

so ganz nachbauen geht nicht, weil ich etwas mehr Höhe haben möchte.
Aber da mir das andersj-Zelt gut gefällt orientiere ich mich schon daran. Deswegen ja auch u. a. das Grübeln über Abstand IZ-AZ.

Bei andersj läuft auch die Naht zwischen Dach und Apsidenicht gerade. Allerdings die Naht auf der anderen Seite.

Ich schicke Dir gleich die Datei. Vielen Dank für das Angebot!

Grüße von
Stefan

Poldi
28.02.2008, 10:00
Ich sehe da ein Abspannproblem, wenn du die Ecken schräg nach außen ziehst. Dann werden die (mehr oder weniger senkrechten) Kanten gestaucht und ohne Stäbe oder einen anderen Schnitt gibts Falten. Bei einer reinen Stoffkonstruktion musst du halt immer auf Zugspannungen gehen.

stefN
28.02.2008, 10:44
Aber das hier (http://www.andersj.se/ul1_27.htm) sieht doch ganz gut aus, oder?

Grüße von
Stefan

Poldi
28.02.2008, 11:31
Ja, da gehts. Aber auch nur, weil die Abspannung (und das sieht man ganz gut an der Leine im hinteren Bereich) nicht schräg nach unten, sondern schräg nach "oben" gespannt ist. und zwar "oben" aus der Blickweise der ankommenden Zeltkannte. Ein kleines Bild zur Verdeutlichung:

http://img214.imageshack.us/img214/9757/zeltafn5.th.jpg (http://img214.imageshack.us/my.php?image=zeltafn5.jpg)

Nach "oben" bedeutet in diesem Fall ein Winkel kleiner 180°. Damit wird der mindestabstand deines Boden-Ankerpunktes aber sehr groß und damit auch der Platzbedarf. Wenn die Kante durch eine eingebaute Stange (wie beim Akto) auch auf Druck belastet werden kann, dann lässt sich der Winkel größer als 180° wählen und man kann näher am Zelt abspannen. Auch die Stabilität der Ecken nimmt stark zu (könnte sonst bei Wind / Schnee evtl. problematisch werden).

stefN
28.02.2008, 13:17
Ja, das leuchtet mir ein.

Hmm ...

Wenn man Stäbe einbauen will:

Wäre es in Ordnung, wenn sie an/in den Kanten eingebaut werden? Die laufen ja oben aufeinander zu, was dann wohl sicher nicht so stabil wäre, oder?

Wäre es ausreichend, wenn sie von den jeweiligen oberen Ecken des Giebels nicht entlang der Kante sondern "gerade" (natürlich entlang der Stirnseite) entlanglaufen würden?

Weiß jemand, welches Material in welcher Stärke ausreichend wäre?

Grüße von
Stefan

stefN
28.02.2008, 13:47
Hab gerade gegoogelt:
Beim Akto sind die Stäbe aus Fiberglas.

Grüße
Stefan

barleybreeder
28.02.2008, 14:58
Hi,

ich habe mir mal das Problem angesehen welches eins werden könnte, was ich oben auch gemeint habe.
Hier auf dem Bild noch mal zur Verdeutlichung aus einer anderen Perspektive. Genau senkrecht darüber.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/12/3165312/400_3430633161643663.jpg

Meiner Meinung nach müssen die eingeschlossenen Winkel 180 Grad betragen, wenn die Nähte fast parallel verlaufen sonst bekommst du beim Abspannen das Problem das die Nähte diese 180 Grad einnehmen wollen und das Zelt die unmöglichsten Falten wirft. So ist meine Einschätzung. Stell dir vor du straffst das Zelt. In welche Richtung würde sich was bewegen.

Oder man konstruierts so, das die beiden Nähte nicht parrallel verlaufen, sondern deutlich gehen auseinander.

stefN
28.02.2008, 16:28
Hi Sebastian,

ja, auch das leuchtet mir ein.

Befürchte, da muss ich wohl noch mal etwas die Maus schwingen.
Vielleicht mit dem Außenzelt anfangen ...

Euch erst mal vielen, vielen Dank!

Grüße von
Stefan

wulxc
28.02.2008, 19:10
zum Thema Stäbe:
Bei meinem Zelt habe ich CFK (Kohlefaser) Rohre mit einem Außendurchmesser von 3 mm genommen, die wiegen mit Stabendkappen alle vier zusammen etwa 25 g. Wichtig ist sich beim Entwurf zu überlegen, welche Kräfte (also vor allem in welche Richtungen) auf die Stäbe wirken. Bei mir (und m.M.bei Andersj auch) dienen die Stäbe eigentlich nur dazu, das Zelt zu versteifen und Windbewegungen zu minimieren. Die Lasten werden durch die Abspannungen aufgenommen (wenn die Heringe an den richtigen Stellen sind).

Es hat große Vorteile in der Konstruktion, wenn die Abspannungen direkt am oberen Ende der Stäbe ansetzen und der Stoff nicht übersteht (also der Stab eigentlich nur außen die Abspannung stützt). Das bringt zwar weniger für die Innenzelthöhe, umgeht aber komplizierte Befestigungen der Abspannung (kannst dir mein Zelt ansehen, da sieht man die Probleme).

Grüße wulxc

Christian Wagner
29.02.2008, 10:13
zum Thema Stäbe:
Bei meinem Zelt habe ich CFK (Kohlefaser) Rohre mit einem Außendurchmesser von 3 mm genommen, die wiegen mit Stabendkappen alle vier zusammen etwa 25 g. Wichtig ist sich beim Entwurf zu überlegen, welche Kräfte (also vor allem in welche Richtungen) auf die Stäbe wirken. Bei mir (und m.M.bei Andersj auch) dienen die Stäbe eigentlich nur dazu, das Zelt zu versteifen und Windbewegungen zu minimieren. Die Lasten werden durch die Abspannungen aufgenommen (wenn die Heringe an den richtigen Stellen sind).

Bei Firstzelten dienen die senkrechten Stäbe vor allem dazu das Zelt oben zu halten. Was meinst du mit versteifen? Windbewegungen werden durch eine straffe Abspannung minimiert. Die Stäbe (falls sie nicht an irgendwelchen Zeltwänden befestigt sind (siehe uralte Hochlagerzelte aus den 50-70er Jahren) werden ausschliesslich auf Druck belastet. Da die meisten für Zeltstäbe (bei Firstzelten!) verwenden Materialien die Druckbelastung locker wegstecken, ist vor allem die Gefahr des Ausknickens relevant. Diese wird durch ausreichend große durchmesser erreicht. Mit 6-8 mm Durchmesser habe ich gute Erfahrung gemacht. 3 mm währen mir persönlich zu schlabberig- allerdings hab ich solche Durchmesser noch nicht ausprobiert.

Es hat große Vorteile in der Konstruktion, wenn die Abspannungen direkt am oberen Ende der Stäbe ansetzen und der Stoff nicht übersteht (also der Stab eigentlich nur außen die Abspannung stützt). Das bringt zwar weniger für die Innenzelthöhe, umgeht aber komplizierte Befestigungen der Abspannung (kannst dir mein Zelt ansehen, da sieht man die Probleme).
Das hab ich jetzt nicht so ganz kapiert.

IMHO ist es wurscht ob die Abspannung durch Zeltbahn erfolgt oder durch eien Zeltschnur. Wichtig ist halt der Winkel zwichen Abspannung und Boden. Ist der zu steil dann wird die Belastung auf den Hering zu hoch und der Hering reisst aus. Dies ist warscheinlich auch der Grund warum bei Anders' Zelt eine zusätzliche Abspannschnur zur Apside nötig war, da diese IMHO viel zu steil steht und alleine eine Belastung durch Sturm von der Steite nicht tragen kann. Dies ist meines Erachtens ein Konstruktionsfehler!!! Die Seitenwand steht sehr steil, der Wind verfängt sich leicht darin und dann ist auch die Verankerung im Boden nicht sehr gut. Apsiden sollten IMHO eher im Winkel von ~45° verlaufen. damit wird die Apside Windschlüpfriger, die Verankerung wird besser und mehr Platz hat man auch noch. Der Nachteil ist ein minimal höheres Gewicht durch etwas mehr Stoffverbrauch

wulxc
29.02.2008, 15:36
Kann sein, dass ich die Stangen verwechselt habe, da mir nicht klar ist, um welche Stangen es gerade geht. Meine Kommentare beziehen sich auf Stangen in den unteren Ecken (also am Kopf- oder Fußende), nicht den First stützende Stangen, die natürlich stabiler sein müssen. Die Firststangen müssen im Gegensatz zu den Eckstangen alle vertikalen Komponenten der Zeltkräfte (also resultierend aus Abspannung, Eigengewicht und Wind) aufnehmen (sie tragen sozusagen das Zelt). Die Eckstäbe nehmen bei bester Abspannung gar keine Kräfte auf (die Linie Hering-Firstspitze läuft genau durch den Endpunkt der Eckstütze), bei nicht ganz so optimaler Abspannung oder einem Windstoß müssen sie mmer nur einen kleinen Teil der Kräfte ableiten - daher dienen sie m.M. nach vor allem der Versteifung des Zeltes gegenüber dem Wind.

Grüße wulxc

Christian Wagner
29.02.2008, 18:38
Kann sein, dass ich die Stangen verwechselt habe, da mir nicht klar ist, um welche Stangen es gerade geht. Meine Kommentare beziehen sich auf Stangen in den unteren Ecken (also am Kopf- oder Fußende), nicht den First stützende Stangen, die natürlich stabiler sein müssen. Die Firststangen müssen im Gegensatz zu den Eckstangen alle vertikalen Komponenten der Zeltkräfte (also resultierend aus Abspannung, Eigengewicht und Wind) aufnehmen (sie tragen sozusagen das Zelt). Die Eckstäbe nehmen bei bester Abspannung gar keine Kräfte auf (die Linie Hering-Firstspitze läuft genau durch den Endpunkt der Eckstütze), bei nicht ganz so optimaler Abspannung oder einem Windstoß müssen sie mmer nur einen kleinen Teil der Kräfte ableiten - daher dienen sie m.M. nach vor allem der Versteifung des Zeltes gegenüber dem Wind.

Grüße wulxc

Ah- jetzt geht mir ein Licht auf- war wohl geistige Umnachtung oder so...;-). Wo haste denn diese 3 mm Rohre her? Bezugsquelle?

....
Puha,
habe mir grade mal das Zelt von Anders genau angeguckt. Ich bin ehrlich gesagt nicht begeistert. Der hintere Firststab ist schief gestellt- macht einen noch ungünstigeren Winkel zum abspannen.
Die Kopf- und Fußenden sehen so aus als ob das Designziel möglichst viele, leider zwingend nötige Abspannpunkte einzubauen.
Warum muss die Stirnfläche nach oben so stark verjüngt werden? Dadurch lässt sich Halt gegen Seitenwind extrem schwer bewerkstelligen. Ständen die Stangen gerade dann kommt man locker mit zwei Heringen pro Seite aus. Vom Hering führt dann eine Abspannschnur zum oberen Ende der Stange, und eine andere zum unteren Ende der Stange- fertig (Hilleberg hat das am Akto IMHO genau richtig gemacht).
Auch sollten die Gestänge fest im Zelt eingearbeitet sein- warum muss da eine aufwändige Verstellmöglichkeit und Schlaufen etc hin, wenn das ganz easy mit einer Stangentasche oben und unten, in die die Stange dann fix eingespannt wird erledigt werden kann.

wulxc
29.02.2008, 21:09
Bezug für Kohlefaserrohre: Drachenladen (Internet oder in deiner Umgebung, die haben auch die Endkappen)

Die starke Verjüngung an den Enden finde ich auch nicht toll (bei mir sind das nur 5 cm je Seite) da ich gerade im Kopfbereich (und die Augen sind oben, wenn man auf dem Rücken liegt) nicht so eingeengt sein möchte. Gewichtsmäßig macht das auch keinen großen Unterschied. Ich hatte für mich unterschiedliche Varianten durchprobiert und bin auf einen Maximalunterschied von nicht mal 0,5 qm (mit größerer Apsis, mehr Kopffreiheit) gekommen, was 26g entspricht (das sind 1,7 % vom Endgewicht, also nichts). Dafür Komforteinbußen einzuplanen (und für nichts anderes halte ich einen engen Kopfraum), halte ich für unsinnig.

Noch zur Abspannung:
Wenn ein Ende der Abspannung zum unteren Ende der Stange führt, dann muss auch der Zeltstoff bis zum Boden gehenm, sonst wirken Biegekräfte auf den Stab und dafür brauch man mehr Querschnitt (oder man denkt sich etwas aus - das hab ich getan, wenn die Bilder funktionieren würden, würde man es bei meinem Zelt sehen)

Wichtige Sache: Mein Zelt hat noch keinen Praxistest hinter sich!!! Ob es gut ist - wer weiß

Grüße wulxc (ohne seine Bilder)

stefN
07.03.2008, 00:21
Hallo liebe Experten,

ich habe noch mal ein Außenzelt konstruiert:

Die beiden Dachnähte laufen parallel.
Winkel der Absiden-Naht: ca. 48°

In dem Modell sieht man zwei unterschiedliche Arten, den Giebel zu konstruieren:
1. (Vordergrund): die Dachnähte werden quasi parallel weitergeführt. Dann hat man an der Absidenwand allerdings keine Fläche mehr.
oder
2. (Hintergrund): die Absidenwand ist eine Fläche, dann laufen die beiden Ecknähte auseinander.

http://img341.imageshack.us/img341/4484/zeltzweigiebelxt1.th.jpg (http://img341.imageshack.us/my.php?image=zeltzweigiebelxt1.jpg)

Die 1. Art sagt mir irgendwie mehr zu. Es gibt dann zwar wohl Falten im unteren Bereich der Absiden-Wand, aber die gibt es beim Akto in dem Bereich auch. (OK, mein Name ist nicht Hilleberg :bg:).
Aber auch der Einsatz von Stäben in den Ecken scheint mir hier sinnvoller/wirksamer als in der 2. Art.

Was denkt Ihr?
Ich freue mich auf Eure Einschätzungen!

Grüße von
Stefan

barleybreeder
07.03.2008, 07:52
Ich sehe da macht sich jemand wirklich Gedanken.:bg:

Von der Geometrie (Steilheit der Seitenwände) sieht das schon mal nicht schlecht aus.

Hat alles Vor und Nachteile.
Bei deiner ersten Variante mit den parallelen Nähten brauchst du im Notfall auch mal keine Häringe an den End-Ecken und das Zelt steht trotzdem noch relativ sauber. Mit den Abspannschnüren und einem Häring an der Apside dürfte das schon reichen.

In der 2. Variante musst du zwingend die Ecken abspannen wenn du nicht willst das die Apside rumflattert. Könnte man aber auch mit Schnüren lösen wie beim Akto.

Allerdings ist die 2. Variante weniger Näharbeit und das Zelt wird meines Erachtens sauberer stehen wenns fertig ist.
Auf Stäbe würde ich ganz verzichten. "Keep it simple";-) Wenn die Spannschnüre leicht nach oben weggehen sollte das Zelt straff stehen. Das Akto hat doch auch keine.
Klar kommt man in Versuchung allerlei Gimmicks einzubauen.

Die 2. Variante ist ja eigentlich die die auch schon andersj verwendet hat. Bei ihm sieht diese Variante sehr sauber aus. Es gibt also schon Erfahrung auf die du zurückgreifen kann. Ein Vorteil wie ich meine. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden.

Ich finde es einfach schöner wenn die Apsidenfläche aus einem Stück ist.
Gefällt mir persönlich besser.

Wahrscheinlich habe ich dir damit jetzt aber nicht geholfen. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es wird! :popcorn:

stefN
07.03.2008, 10:45
Ich sehe da macht sich jemand wirklich Gedanken.:bg:Vielen Dank für die Blumen ;-).


Allerdings ist die 2. Variante weniger NäharbeitMacht denn die 1. Variante soo viel mehr Näharbeit? Ich stelle mir die Absidenwand als ein Teil vor - es sind ja nur zwei zusammengesetzte Dreiecke. Und die Stangentaschen sind doch nur kleine Stücke umgenähter Gurt.


und das Zelt wird meines Erachtens sauberer stehen wenns fertig ist.Das vermute ich auch. Mal ganz blöde gefragt: was ist der Vorteil, wenn es "sauberer" steht?
Höhere Sturmstabilität als in der 1. Variante? Weniger Geräusch im Wind?
Ersteres wäre mir natürlich wichtig, letzteres weniger.


Wenn die Spannschnüre leicht nach oben weggehen sollte das Zelt straff stehen. Das Akto hat doch auch keine.
Das Akto hat doch sehr wohl Stäbe. Oder habe ich Dich jetzt falsch verstanden?


Klar kommt man in Versuchung allerlei Gimmicks einzubauen. Och, darum will ich mich jetzt nicht reißen, aber die Gründe von weiter oben leuchten mir schon ein. Und dann investiere ich lieber etwas mehr.


Die 2. Variante ist ja eigentlich die die auch schon andersj verwendet hat. Bei ihm sieht diese Variante sehr sauber aus. Es gibt also schon Erfahrung auf die du zurückgreifen kann. Ein Vorteil wie ich meine. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden. Das stimmt, aber auch er zeigt auf irgendwelchen Fotos, wie er mit Stäben oder Ästen den Giebel "pimpt". Und so einen echten Erfahrungsbericht gibt es nicht :(. Man kannn ihm auch keine Mail senden, um mal genauer nach zu fragen.


Ich finde es einfach schöner wenn die Apsidenfläche aus einem Stück ist.
Gefällt mir persönlich besser. Ich werde das bei Deiner ersten Bestellung beachten :bg: ;-).


Wahrscheinlich habe ich dir damit jetzt aber nicht geholfen.Doch, denn langsam wird alles klarer.

Grüße von
Stefan

barleybreeder
07.03.2008, 10:53
Macht denn die 1. Variante soo viel mehr Näharbeit? Ich stelle mir die Absidenwand als ein Teil vor - es sind ja nur zwei zusammengesetzte Dreiecke. Und die Stangentaschen sind doch nur kleine Stücke umgenähter Gurt.
Man hat halt auch noch die Arbeit beim Anfertigen des Schnittmustern, beim Übertragen und Ausschneiden.


Das vermute ich auch. Mal ganz blöde gefragt: was ist der Vorteil, wenn es "sauberer" steht?
Höhere Sturmstabilität als in der 1. Variante? Weniger Geräusch im Wind?
Ersteres wäre mir natürlich wichtig, letzteres weniger.
Sieht halt praller aus! :bg:
Flattert sicher auch weniger.

Das Akto hat doch sehr wohl Stäbe. Oder habe ich Dich jetzt falsch verstanden?
Upps, mein Fehler. dann habe ich was verpeilt! :ignore:


Ich werde das bei Deiner ersten Bestellung beachten :bg: ;-).
Sehr schön aber ich denke nach einem hat man erst mal die Schnauze voll. Geht mir jedenfalls immer so.


Doch, denn langsam wird alles klarer.
Das freut!:grins:

Snuffy
12.03.2008, 23:39
Und schon weiter gemacht?

Was machst du an Ostern? :grins:


Snuffy