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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann ist ein Messer ein "Monster"?



derMac
08.01.2008, 21:02
Basierend auf diesem Thread (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=22255) möchte ich mal die Frage aufwerfen, ab wann ein Messer bedrohlich wirkt und warum viele Menschen schon bei manchen "mittelgroßen" bis "kleinen" Messen die Frage stellen, ob sowas nicht verboten sei und wozu man das braucht, bei anderen, mit nicht wirklich viel kürzerer Klinge wiederum nicht. Was denkt ihr ist ausschlaggebend für die bedrohliche Wirkung und wie kann man sie am besten vermeiden, wenn man trotzdem ein Messer tragen will?


Ich frag mich nur wozu man so ein Teil (Schweizer Taschenmesser und Tool ausgenommen) im Alltag denn benutzt. Oder tragt ihr die Dinger eher so als Hasenpfötchen-Ersatz?
War ja auch klar, dass da Ärger aufkommt wenn man so etwas auch nur ansatzweise in Frage stellt. Im Grunde ist es ja auch kein Problem, sondern nur ein mulmiges Gefühl, wenn die Oma gegenüber in der S-Bahn mit einem breiten Grinsen hinter ihren Rücken lang und sagt: "Das ist ein Messer? DAS ist ein Messer!". Aber ihr dürft ruhig weiter Crocodile Dundee spielen, solang es nicht verboten ist bleibt auch der größte Blödsinn erlaubt.
Das Zitat soll nur als Aufhänger dienen, ich beziehe meine Frage nicht ausschließlich auf den Zitierten.

Mac

Freak
08.01.2008, 21:05
Ich würde sagen, da spielt auch die Klingenform und nicht nur die Klingenlänge eine Rolle. Ich musste feststellen, das Tantos immer sehr bedrohlich wirken.

derMac
08.01.2008, 21:08
Meine Messer haben fast ausschließlich ziemlich "normale" Klingenformen. Mir scheint aber, dass die Klingenbreite eine Rolle spielt, ich versteh nur nicht warum.

Mac

Schattenwolf
08.01.2008, 21:51
@derMac
Gute Frage.

Nun ja, was ist bedrohlich. Eigentlich ist ja jedes Messer in gewisser Hinsicht doch bedrohlich, weil es sich um eine Hieb- und Stichwaffe handelt. Ein Messer ist für jeden Mann und für jede Frau leicht zu erwerben, man kann es immer und überall mit sich herumtragen.

Meine Frau schimpft auch immer wieder sehr oft :motz:, warum ich ein Messer, Tool und Taschenlampe ständig am Mann habe. Aber leider höre ich auch wieder sehr oft die Frage: "Hast Du zufällig Messer/Tool/Taschenlampe parat?"

Ich benutze oft mein Messer und Tool im täglichen Leben. Bevor ich zum Werkzeugkasten oder Messerfach gehe, hole ich mein Tool oder Messer hervor und schwupps ist dies oder das schon erledigt.

Der Gedanke der Selbstverteidigung mit dem Messer ist zwar vorhanden und trainiert, liegt aber weit, weit hinten.

In der Arbeit habe ich immer ein entsprechendes Messer und Tool mit dabei. Auch da gibt es Kollegen die mich hänseln :motz:, aber wiederum froh sind, daß ich das Zeug mit dabei habe.

Neben dem Sax ist noch mein Glock-Feldmesser das einzige große Messer. Das Sax liegt mit dem Tomahawk in der Vitrine und wenn ich zum Roven gehen, hole ich beides an die frische Luft :cool:. Das Glock-Feldmesser liegt mit dem Survivalkit griffbereit in der Minute-Man-Schublade.

Was mich immer noch am wichtigsten ist, daß ich eine Signalpfeife und Verbandszeug mit am Mann habe.

Shuya
08.01.2008, 22:00
Und vor allem ist es sehr personenabhängig.
Ich trage an der Uni verschiedene Messer. Während im Dezember zum Stollenschneiden das Benchmade Griptilian durchaus akzeptiert wurde, hat meine Freundin jetzt von einer ihrer Komilitoninnen ein Kommentar zu ihrem Messer bekommen.
Anmerkung: meine Freundin trägt ein Spyderco Dragonfly, das ausgeklappt ca. 14cm misst. Wenn ich da mein Military (das ich momentan oft dabei habe) daneben lege, ist der Griff schon so groß wie das ausgeklappte Dragonfly.

Freak
08.01.2008, 22:03
weil es sich um eine Hieb- und Stichwaffe handelt

Nö, ein Messer ist ein Werkzeug, das höchstens als Waffe missbraucht werden kann. ;-)

MK1974
08.01.2008, 22:03
Ich frage mich nur immer warum jeder gleich ein Messer als Hieb- u. Stichwaffe bezeichnet ... naja die Gesetzgebende und die Medien haben das wohl so durchgesetzt. :motz:

Alles eine Sache der Sichtweise ... also relativ

In aller erster Linie ist ein Messer für mich ein Werkzeug mit dem ich Arbeite!

Ob in der Küche ein guter Satz Messer um Fleisch, Fisch oder Gemüse zu verarbeiten.

Oder mein EDC (Eickhorn PRT VIII) um damit auf der Arbeit oder in der Freizeit etwas zu schneiden (heute wars ein flexibles Alu-Lüftungsrohr / und ein paar Pakete zu öffnen) oder mit den zusätzlichen gimmiks dadran (Gurtschneider / Scheibenzertrümmerer) evtl. leben zu retten (mein eigenes oder das anderer).

Ich habe also ein Messer, das ganz klar ein Werkzeug ist, erst wenn ich damit auf jemanden losgehen würde, würde es zu einer Hieb- und Stichwaffe mutieren.

Ein böser Mensch der böses dabei denkt. :ignore:

Gruß MK ;-)

Isildur
08.01.2008, 22:05
Messer sind nie Monster, höchstens Menschen können Monster sein. Gewisse Messer mögen halt eher bedrohlich wirken, halt alles was iwi nach "Kampfmesser" aussieht, aber das ist kein Problem - zu einem Problem wird es nur dann wenn irgendwer sich bedroht fühlt und der Meinung ist nicht er müsse was an seiner Paranoia ändern sonder "man" müssen anderen etwas verbieten.

Für mich kommt es darauf an, was jemand will. Wenn mir jemand etwas böses will ist ein kleines Küchenmesser verdammt bedrohlich und wenn das nicht der Fall ist können wegen mir die Leutz mit noch so großen Messern rumlaufen.


Eine andere Frage ist wozu man das braucht. Manche Messer haben ihren größten Sinn wohl darin sie zu haben, aber das ist kein Verbotsgrund sonst müsste man einige Autos, Klamotten, Uhren usw. auch verbieten.


Meine Meinung zu dem Thema.

Schattenwolf
08.01.2008, 22:16
Bingo!

In einigen Euren Posts steht genau drinn, warum ihr Eure Messer besitzt und mit dabei habt.

Für mich und für Euch ist das Messer auch in erster Linie ein Werkzeug und etwas alltägliches. So sollte es auch sein und bleiben.

Ich wurde letztes Jahr zu einem Fall gerufen, wo sich ein Busfahrer sich von einem Fahrgast bedroht fühlte. Als ich den Fahrgast um seinen Ausweis bat, erkannte ich, daß der gute Mann ein paar lange, feststehende Messer unter seiner Jacke hatte. Er führte dies mit, weil er sie zur Selbstverteidigung braucht.

Er ist einer von wenigen, die durch ihren Umgang mit dem Messer, die vielen in Verruf bringt, die ihr Messe wie wir mit sich führen.

Da es mittlerweile in Deutschland fast der Brauch ist einen Rundumschlag zu machen, bevor man denjenigen bestraft der etwas verbrochen hat, ist es auch nicht verwunderlich warum solche Diskussionen und Hatz entstehen.

Ich finde derMac hat was Gutes zum Nachdenken angeregt.

rumtreiberin
08.01.2008, 22:23
Gute Frage. Wer kein "Messerträger" ist, orientiert sich da sicher zum einen an den Klischees aus der Filmwelt (Motto so sah das Ding aus mit dem der Böse aus demunddem Film seine Opfer gekillt hat), militärisch aussehende Messer wie die Dinger die die gesammelten Rambos, Dirty Harrys und sonstigen Kämpfer notfalls zwischen den Zähnen transportieren werden sicher auch in die kategorie Monstermesser sortiert.

An der Klingenlänge liegts definitiv nicht allein. Ich habe ein Küchenmesser mit satt 20cm Klingenlänge, es ist eines meiner liebsten Messer zum Zwiebeln, Fleisch oder Kräuter klein schneiden. Eine Freundin findet genau dieses Messer bedrohlich weil sich mit einem ähnlichen Messer in ihrem Umfeld jemand die Pulsadern aufgeschnitten hat. Ein noch längeres in meiner Schublade, dessen Klinge aber weniger stabil ist und mit dem man dank Sägeschliff schön Tomaten oder nicht zu festes Brot schneiden kann, findet sie dagegen "unbedenklich". Vielleicht aus der Vorstellung, daß die Klinge gar nicht steif genug sei, um jemanden damit ernsthaft zu verletzen/"erstechen" - so wie man das in den bösen Filmen mit dem Küchenmesser als Mordwaffe immer sieht sind da ja so richtig breite massive Dinger im Einsatz.

Die Tantos wirken optisch ein bißchen als hätte man die Spitze nachträglich gekürzt um eben keinen zu filigranen möglicherweise abbrechenden Spitzenbereich zu haben. Je nach Machart entsteht dabei auch manchmal der Eindruck, sie seien beidseitig geschliffen.

Nach meinem Eindruck spielt also die Stärke der Klinge auch eine ziemlich große Rolle.

Was sicher auch zu Befremden führt: Messer mit Griffmulden oder sonstigen besonderen Griff-Formen, die ein Abrutschen verhindern sollen.

Daß ich ein Messer immer dabei in der Tasche habe, ist längst nicht mehr normal, wenn ich dienstlich unterwegs bin ein No-Name-Multitool das von Messer über Zange, Säge bis Kreuz- und Schlitzschraubenzieher einiges an Spielkram umfaßt - und das ist für mich eindeutig Werkzeug, damit werden Verpackungen aufgeschnitten, Leuchtenabdeckungen entfernt, Seile oder Panzerbandstücke abgeschnitten, sonstige Kleinreparaturen gemacht - aber das Teil würde nie jemand ein Monster nennen - außer es geht um "leichte Ausrüstungsteile". Müßte ich das Ding dauerhaft am Körper tragen würde ich wohl auch überlegen ob es nicht fliegengewichtiger geht und eventuell Richtung Rescue-Messer wie zum Beispiel von Eickhorn schielen- aber zum Glück tuts ja ein Staufach irgendwo im Fahrzeug in Reichweite.

Mephisto
08.01.2008, 22:45
http://fotos.outdoorseiten.net/templates/4blue_orange1/images/zoom_image.gifhttp://fotos.outdoorseiten.net/data/thumbnails/47/m16-01k.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/details.php?image_id=2805)
Bedrohlich oder nicht? Für mich nicht. Is wirklich winzig. Und deswegen immer dabei. Sehr schneidfreudig und öffnet auch Bierflaschen.

Kann man das denn als bedrohlich sehen, weil schwarz und spitz? Ich hoffe nicht...

chinook
08.01.2008, 23:00
http://fotos.outdoorseiten.net/templates/4blue_orange1/images/zoom_image.gifhttp://fotos.outdoorseiten.net/data/thumbnails/61/m16-01k.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/details.php?image_id=2805)

Bedrohlich oder nicht? Für mich nicht. Is wirklich winzig. Und deswegen immer dabei. Sehr schneidfreudig und öffnet auch Bierflaschen.

Kann man das denn als bedrohlich sehen, weil schwarz und spitz? Ich hoffe nicht...


Klar. Kann man. Es ist auf Stechen optimiert. Und das ist eine fast eindeutige Anwendung.



-chinoook

Fjaellraev
08.01.2008, 23:15
Schwierig, schwierig ;-)
Bei mir kommt es immer auch auf die Person an ob ich ein Messer als bedrohlich empfinde oder nicht. Wenn jemand dauernd mit seinem Messer rumspielt (Klappmesser aufspringen lässt und ähnliches) nehme ich das Messer sicher viel eher als Bedrohung war, als wenn ein grosses Messer einfach bei einem Sami im Fjäll an der Seite hängt.
Aber natürlich gibt es auch Messer, die ich als Nichtmesserfreak, halt einfach nicht wirklich als Werkzeug ernstnehmen kann, und die nehme ich dann auch eher als Bedrohung wahr. Aber auch hier ist es eigentlich eher die Person, der ich nicht zutraue mit dem Messer etwas Vernünftiges zu machen, als das Messer an sich das ich als Bedrohung wahrnehme.

Gruss
Henning

sjusovaren
08.01.2008, 23:27
Was denkt ihr ist ausschlaggebend für die bedrohliche Wirkung und wie kann man sie am besten vermeiden, wenn man trotzdem ein Messer tragen will?

Das ist wirklich eine gute Frage.
Als ich vor einigen Wochen in Berlin war, wurde mir mein "Mini-Griptilian" sowohl im Jüdischen Museum als auch im Reichstag am Eingang weggenommen.
Nun gut, sowas kennt man ja inzwischen vom Flughafen. Aber seltsam war, daß meine Begleitung ihr Schweizer Taschenmesser behalten durfte. :o
Offenbar wirkte mein Messer "gefährlicher". Ein Wachmann hat auch was in der Hinsicht gebrummelt: "DAS behalten wir mal besser".
Dabei ist IMO die schmale Klinge des Wenger in Sachen Stichwaffe sogar besser geeignet als mein Sheepfoot-Eumel, aber wie auch immer.... die müssen es ja wissen...
Vielleicht wirkt die bunte Farbe einfach freundlich? ;-)


PS, ich war ja selbst über 20 Jahre lang Victorinox-Nutzer. Aber mein Minigrip hat einfach seine Vorteile:
- Einhandbedienung
- inkl. Arretierung
- Clip
- breitere Klinge
- liegt viel besser in der Hand (Material, Struktur, Formgebung)

Darauf verzichten, der Optik wegen? Weil es nicht "schlicht" genug ausschaut, für manche?

Crosswind
08.01.2008, 23:34
Schwierig, schwierig ;-)
Bei mir kommt es immer auch auf die Person an ob ich ein Messer als bedrohlich empfinde oder nicht. Wenn jemand dauernd mit seinem Messer rumspielt (Klappmesser aufspringen lässt und ähnliches) nehme ich das Messer sicher viel eher als Bedrohung war, als wenn ein grosses Messer einfach bei einem Sami im Fjäll an der Seite hängt.
Aber natürlich gibt es auch Messer, die ich als Nichtmesserfreak, halt einfach nicht wirklich als Werkzeug ernstnehmen kann, und die nehme ich dann auch eher als Bedrohung wahr. Aber auch hier ist es eigentlich eher die Person, der ich nicht zutraue mit dem Messer etwas Vernünftiges zu machen, als das Messer an sich das ich als Bedrohung wahrnehme.

Gruss
Henning

Hallo!

Dem von Henning geschriebenen möchte ich absolut zustimmen - genau so wollte ich es auch eben formulieren. Es kommt immer auf den Messerträger, den Umgang damit und die Situation an.

Große, plumpe Messer wie einige auch im EDC-Beitrag gezeigt werden finde ich einfach hässlich. Dazu gehören z.B. auch die Eickhorn-Dinger. Seit 5 Jahren fahre ich Rettungsdienst, und nicht einmal da haben wir (also die Kollegen oder ich) solche Messer dabei. Ich selbst habe immer ein sehr zierliches Messerchen, das ich in den nächsten Tagen auch noch herzeigen möchte, dabei und benutze das selten sogar im Rettungsdienst - dann aber immer weit ab vom Patienten. Alles andere wäre unwillkürlich gefährlich und das würden auch meine Kollegen nicht akzeptieren.

Wer dann z.B. in der Uni drei Messer mit sich rumträgt oder eines das einfach schon auf große Entfernung als schweres, fettes Messer auffällt, der macht in meinen Augen schon einen komischen Eindruck...

Ein Schweizer Messer dagegen macht auf mich eher den Eindruck, ich hätte es hier mit jemandem zu tun, der geschickt ist und mit dem Messer umzugehen weiß.

Mit meinem eigenen (es ist ein Klötzli, wiegt kaum 40 Gramm und hat einen Carbon-Griff) habe ich am Wochenende eine Wurstpelle geschnitten. Als Kommentar hieß es nur ich hätte vielleicht doch Chirurg werden sollen...

Je weniger Messer desto besser also, und wie gesagt: Wer meint in der Uni drei Messer zu brauchen, am besten Tanto und Brechstangendick, der wird auch von mir komisch angeschaut. Das ist halt so.

Gruß
Philip

wesen
09.01.2008, 00:32
Bislang habe ich noch kein Messer als bedrohlich empfunden. Falls auf mich (oder auf andere in meiner Gegenwart) mal jemand mit einem Messer losgehen sollte, würde ich sicher in erster Linie die Person als Bedrohung empfinden. Und das Opfer eines professionellen Messermörders wird das Messer wahrscheinlich kaum lange zu Gesicht bekommen, bevor es ihn erwischt.
In beiden Fällen wird dafür wohl kaum ein Glock, WSK oder ähnlich martialisches verwendet, sondern eher ein Küchen- oder Rasiermesser.

Leute, die demonstrativ mit Messern rumspielen, sind imho meist der Pubertät noch nicht wirklich entronnen und bewirken bei mir höchstens Angst um ihre körperliche Unversehrtheit.

Leute, die mit (imho ;-)) unangebracht martialischen Messern rumlaufen oder Messer unnötig demonstrativ tragen, empfinde ich als albern (und deren Messer oft als subjektive Unterstützung ihrer Männlichkeit). Manchmal bringen sie mich zum Grinsen, manchmal ärger’ ich mich über ihre Blödheit (z. B. Rechtradikale bei irgendwelchen „Übungen“), manchmal bin ich genervt, aber meist lächle ich – natürlich heimlich :p

Ich empfinde tendenziell Messer als martialisch, die
groß sind,
eine ungewöhnlicher Form (z. B. Tantos, Dolche, Faustmesser) haben,
eine dicke Klinge haben,
feststehend sind,
brüniert sind,
einen Metallgriff (möglicherweise mit Durchbrüchen) haben,
keiner traditionellen Form entsprechen.

Ich mag übrigens Messer, habe selbst meist eins dabei. Oft ein sardisches Hirtenmesser mit deutlich längerer Klinge als den 8 cm von Mephisto. Aber ich glaube nicht, dass sich jemals jemand davon bedroht gefühlt hat.

Henningo
09.01.2008, 01:05
OT: Vielleicht ist hier der richtigere Platz als im Selbstverteidigungs-Thread. Ich habe im Telepolis-Forum einen Link gefunden, der auf eine wirklich sehr lesenswerte Seite führt.
Die Seite ist als jugendgefärdend eingestuft, weshalb ich den Link entfernt habe.

Joe

Auf der Seite geht es um Selbstverteidigung mit und gegen Messer. Viel zu lesen, aber von bester Qualität. Und es dürfte vielen Kampfsportlern, die waffenlose Messerabwehr trainieren oder trainiert haben (wie ich), die Augen öffnen und gleichzeitig trocken schlucken lassen... Aber lest selbst!

Waldhoschi
09.01.2008, 01:20
Also, welche Messer mich überhaupt nicht beeindrucken:

Alles was martialisch ausschaut und von bösen Menschen verwendet wird.
Warum?
Gewöhnlicherweise sind die großen Klingen breite, stumpfe Knochen. Wirklich gefährlich sind diese nur an der Schneide. Und wer mich überfallen will, wird keine Klinge aus G10 oder AUS haben.
Deshalb wird die Klinge nicht sonderlich scharf sein.

Wer aufschneiden, sprich angeben will nimmt eine dicke Klinge, wer mal mit so einem Teil nen Würfel Fleisch bearbeitet hat, weiß, dass solche Messer wirklich recht ungefährlich sind. Sofern jemand mich mit nem Glock oder Rambomesser bedroht, werde ich versuchen nicht zu kichern...
Was wirklich gefährlich ist, schaut nicht gefährlich aus.
Hier spreche ich vor allem zum Beispiel von Filetiermessern von uns Anglern. Diese Klingen sind mit Abstand die gefährlichsten Klingen überhaupt. Mit geringstem Druck punktiert man damit Kunge, Aorta, Herz und Rückenmark mit einem Stich.

Was ich sagen will: Messer, die gefährlich ausschaun sind nicht wirklich gefährlich. (Mit solchen Messern lässt man sich nicht wirklich beeindrucken, ich spreche aus gewisser Erfahrung :) )
Messer, die recht ungefährlich ausschaun sind wirklich böse. Dazu gehören schlanke Klingen wie Filetiermesser, Lagouille, Degen etc.

Liebe Grüße Joe

akonze
09.01.2008, 02:20
Was ich sagen will: Messer, die gefährlich ausschaun sind nicht wirklich gefährlich.

Stimme dir in allen Punkten zu. Aber du darfst in meinen Augen ist nicht außer Acht lassen, daß Menschen, die sich nicht mit Messern auskenne, das genau anders herum wahrnehmen.

semmi
09.01.2008, 02:34
Es kommt auf die Visage desjenigen an, welcher das Messer in Händen hält und auf die Situation.
Zum Beispiel fand ich ein großes, versteckt hinter dem Unterarm gehaltenes Küchenmesser bei einem mittelgroßen Mittzwanziger mit blutverschmiertem Hemd auf einem örtlichen Straßenfest schon sehr bedrohlich.
Andererseits machen mir Messer an sich überhaupt keine Angst und haben nichts Bedrohliches, ich finde im Gegenteil, dass die so verachteten Messer mit dolchartiger beidseitig (an-)geschliffener Klinge eine gewisse Ästhetik besitzen.

Messermonster sind für mich Phantasiemesser mit vier senkrecht zueinander stehenden Klingen, irgendwelchen Messingadlern als angedeutete Parierstange, bestückt mit Plastikrubinen. Aber Monster nicht weil bedrohlich, sondern einfach nur riesige unhandliche Stahlgebilde. Nicht nur unnütz und nur für die Vitrine gedacht, sondern in meinen Augen auch überaus hässlich. *pfui*
http://www.messer-spezial.de/msp/ausverkauf/ausserie/Hibben3.jpg

jackknife
09.01.2008, 03:11
Schwachsinn Ranger, Überheblichkeit ist der Tod, jede Bedrohung sollte man ernst nehmen. Große Messer sind gefährlicher, egal ob scharf oder nicht scharf, weil sie auf weitere Distanz dich ernsthaft verletzen.

In meinem Umfeld sind die Leute es schon gewohnt, dass ständig irgendwelche Zachel am Mann sind. Das Umfeld greift auch gern auf diese Möglichkeit zurück (gib mal eben dein Messer her). Gibt dort aber auch ein starkes Stadt/ Land Gefälle. In Städten leben die Menschen doch mehr in Watte. Da braucht man eher ein stylishes Handy als Identifikationsikone. Da ich seit über 25 Jahren mit Messern rumrenne, haben die Meisten in meinem Umfeld selbst ein Messer am Balg. Habe die wohl angesteckt. Meine Frau hat auch immer ein Spyderco Scorpius dabei ( ihre eigene Wahl, wollte sie selbst haben). Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich kenne eher wenige Leute, die nicht ein Messer täglich tragen.

Christine M
09.01.2008, 09:53
at derMac: dir war schon klar, was du damit lostrittst? ;-)

Ich glaube, es wurde insgesamt schon alles genannt, was eine Rolle spielt.

Zum einen das Aussehen des Messers - je größer, wuchtiger, Gestaltung Richtung "tactical" (z. B. brünierte Klinge), desto gefährlicher wirkt es wohl auf die meisten. Dies muss nicht zwangsläufig mit der objektiven Gefährlichkeit einhergehen. Auf der anderen Seite stehen als "sozial anerkannte" Messer die SAK (Victorinox, Wenger). Vermutlich, weil fast jeder eines hat (oder zumindest als Kind hatte) und ein SAK von fast jedem als das wahrgenommen wird, was es - wie die meisten Messer - ist: ein praktisches Werkzeug. Ich denke auch, ein traditionelles Messer wird eher akzeptiert als ein modernes. Mein Laguiole ist länger als mein Mini Griptilian, trotzdem würde das Laguiole sicher viel eher akzeptiert.

Der zweite wesentliche Aspekt sind die Person des Besitzers und der Kontext. Wenn jemand im Büroalltag in der Stadt ein großes Feldmesser wie das Glock dabei hätte, fände ich das auch etwas merkwürdig. In gewissem Sinn hängt dies auch wieder mit dem Aussehen des Messers zusammen. Bestimmte Messer verbindet man eher mit Personen, von denen man ausgeht, daß sie dieses als Waffe einsetzen, als andere. Der Prototyp des angsteinflössenden Messerbesitzers ist vermutlich der mit einem Butterflymesser (in D verboten) herumspielende Jugendliche. Wobei die meisten Gewalttaten unter Einsatz eines Messers vermutlich mit Messern erfolgen, die sich in jedem Haushalt befinden.

Und der dritte Aspekt ist die Person des Gegenübers, die das Messer wahrnimmt.

Christine

mimose
09.01.2008, 10:33
Ich denke, man kann Situationen. die eventuell bedrohlich wirken, nicht miteinander vergleichen:
Auf der Arbeit trage ich mind. 4 Messer erkennbar mit mir herum: dieses kleine Victorinox mit Schere, Pinzette und Zahnstocher, ein Stanley Teppichmesser mit Hakenklinge, ein Stanley Cuttermesser mit Abbrechklingen und ein Leatherman Charge. Findet das jemand bedrohlich? Nö.
Jetzt hänge Dir diese Messer mal zivil um und geh´damit einkaufen... :o
Letztes Jahr in Schweden fuhren meine Frau und ich in die Stadt zum Einkaufen. Auf dem Rückweg zum Camp stellen wir fest, daß ich mein Puma Expeditionsmesser, meine Frau ihr Fällkniven WM1 am Gürtel trugen.
Hat sich jemand gewundert? Nö!
So, mach letzteres mal in Deutschland, auf die Reaktionen wär ich gespannt.

Gruß

Andreas L
09.01.2008, 10:37
Ein Messer wird als Hieb-und Stichwaffe bezeichnet, weil das sein ursprünglicher Zweck war.

Einen deutlichen Unterschied würde ich zwischen Klappmessern und feststehenden Messern machen. Bei einem Klappmesser ist die Idee "das ist ein Werkzeug" noch am naheliegensten. Vor allem, solange die Klinge nicht zu sehen ist.

Dann entscheidet IMO die Aufmachung. Viele Klappmesser haben heutzutage ein eindeutig "militärisches Aussehen" - Farbe, Material usw. Bei meinem Buck Skinner bewundern die Leute oft das Ausehen: Messing, Stahl und Edelholz - und empfinden das als schön. Wenn man es aber aufklappt, und die Skinner-Form der Klinge zu sehen ist, dreht sich das oft wieder um, weil das dann als "gefährliches Aussehen" bewertet wird. Das ist eine Reaktion, die ich schon oft bekommen habe: "Oh, lass mal sehen. Das ist aber hübsch." Dann wird es aufgeklappt: "Das sieht aber ganz schön gefährlich aus."
Andreas

PS: Ich muss was berichtigen. Das Messer wird heute offenbar unter einem anderen Namen angeboten: Buck Folding Hunter. Das meine ich.

mimose
09.01.2008, 10:59
... Namen angeboten: Buck Folding Hunter. Das meine ich.


Welches meinst Du? Da gibt es wohl mehrere Modelle. Gibt´s ein Bild?

Andreas L
09.01.2008, 11:02
Hier zum Beispiel:
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=hb_04408&GTID=3c8d9303bea3ed6a8f77413cbd51b8f2a31

derMac
09.01.2008, 11:05
Vielleicht wirkt die bunte Farbe einfach freundlich? ;-)
Das Griptilian gibts ja auch in bunt (obwohl mir die Farben da nicht wirklich gefallen). Vll wäre ein Test interessant, ob bunte Griptilians weniger bedrohlich wirken als schwarze (gibts hier keine Psychologie-, Soziologie- sonder sonstwie passendes Studenten, die das mal als Diplomarbiet machen wollen?).Aber gerade das Griptilian zeigt IMHO deutlich, wie irrrational die Empfindung der Bedrohung ist. Durch das eigenwillige Aussehen werden sehr viele Leute "erschreckt" obwohl das Messer sehr als Schneidwerkzeug optimiert ist.


at derMac: dir war schon klar, was du damit lostrittst? ;-)
Ja. Aber ist doch ganz friedlich bisher.


Ein Messer wird als Hieb-und Stichwaffe bezeichnet, weil das sein ursprünglicher Zweck war.
Nein, das Messer hat auch eine sehr starke (IMHO überwiegende) Geschichte als Werkzeug (und die meisten kleineren Messer sind als Hiebwaffe völlig untauglich). Nahezu jeder Mensch auf der Welt besitzt wohl etwas Messerähnliches. Interessant ist allerdings, dass es Gesellschaften gibt, wo das Tragen eines Messers in der Öffentlichkeit ganz normal ist und andere, wo es schon nahezu ein Tabu darstellt.

@all:
Ich finde es interessant, dass hier hauptsächlich Leute schreiben, die oft ein Messer bei sich haben und das für relativ normal halten. Mich interessiert aber vor allem, was Leute denken, die (einen Großteil der) Messer als Bedrohung sehen.

Mac

Andreas L
09.01.2008, 11:22
Wikipedia stell das als ziemlich gleichwertig dar - aber egal.

Zitat:Geschichte [Bearbeiten]Außer ihrem ursprünglichen Verwendungszweck als Stich- und Hiebwaffe und Schneidewerkzeug entwickelten sich einige Messertypen (hier sind die bekannten Taschenmessertypen zu erwähnen) zu Multifunktionswerkzeugen mit mehreren Klingen, Sägen, Zangen und anderen mehr oder weniger nützlichen Teilen. (Zitat Ende)

Was Deinen letzten Satz angeht: Da hast du recht, das wäre viel interessanter. Aber solche Leute wirst du hier schwer finden, glaube ich.

Andreas

Nicht übertreiben
09.01.2008, 11:23
Für mich muss es irgendwie passen - wenn ein Handwerker, Pfadfinder oder Wanderer ein Messer am Gürtel hat, dann passt das und macht Sinn. Wenn jetzt aber ein Halbstarker etc. so ein Ding trägt, dann ist es erstmal aus praktischer Sicht unnütz und wird daher als Bedrohung eingestuft.

Die Form und Farbe der Messer spielt auch eine Rolle, wenn ich mich im EDC-Thread zu umschaue, dann tragen die meisten sehr technische Messer mit sich rum, die weder im klassischen Sinne als "schön" einzustufen sind und in einigen Fällen auch nicht für normale Schneidarbeiten optimiert sind, sondern eher militärisch anmuten. So ein Messer (bzw. seinen Träger) würde ich als vermeindlich gefährlich einstufen (wiederum aber entsprechend dem Umfeld in dem es getragen wird).

Klassisch designte, edle Messer kommen auf jeden Fall bei mir besser weg, als die technischen.

Was für mich immer ein no-go ist, sind Kampfmesser - der Messertyp wurde als Waffe optimiert und ist damit in seiner praktischen Verwendung als Werkzeug doch sehr limitiert. Wer sowas mit sich rum trägt wandert bei mir sofort in die Schublade "potentiell gefährlich, auf jeden Fall etwas gestört" ;-)

Poldi
09.01.2008, 13:05
Als "Ursache" dieses Threads möchte ich mich auch nochmal kurz zu Wort melden:

Für mich ist ein mitgeführtes Messer nur dann unbedenklich, wenn es als Werkzeug dienen soll und es das einfachstmögliche Messer für den jeweiligen Zweck darstellt. Es ist für mich also unverständlich, wenn jemand ein Glock zückt um damit eine Wurst oder Klebeband abzuschneiden.
Der Werkzeugcharakter ist natürlich abhängig von der jeweiligen Tätigkeit.
Ebenso ampfinde ich das auffällige Tragen von Messern (sowie Handies, Schlüsselbunden und Geldbeuteln, aber das ist eine andere Sache) am Gürtel oder Oberschenkelholster in den meisten Fällen als Posergehabe und reiner Zurschaustellerei. Nur in den seltensten Fällen braucht man ein Messer unbedingt sofort griffbereit (z.B. bei der Jagd, beim Angeln, als Sicherheitsmesser beim Klettern oder für den Rettungsdienst), bei eigentlich allen anderen Situationen kann man es auch aus einer Tasche oder einem Rucksack auspacken.
Feststehende Messer empfinde ich für den städtischen Alltag (und um den dreht sich ja auch meine Kritik) als unangebracht, dafür gibt es bis auf ein paar Ausnahmen nun wirklich keinen Verwendungszweck. Das alles wie schon gesagt bezogen auf den städtischen Alltag.
Mit Wattepackung hat das übrigens nix zu tun, es ist für mich lediglich eine Zweckfrage. Warum einen durchaus gefährlichen Gegenstand in der Öffentlichkeit mit sich rumtragen, weil man ihn als ästhetisch empfindet, ihn aber eigentlich nicht braucht??

Howie
09.01.2008, 13:51
keine Klinge aus G10 oder AUS haben.
Deshalb wird die Klinge nicht sonderlich scharf sein.


IMHO wird G10 Glasfaserverbundwerkstoff doch als Griffmaterial verwendet, oder nicht ?

Letzlich ist doch die Klingenform ausschlaggebend wie ein Messer eingestuft wird.
Dolch, Bowie, Tanto, usw. werden nunmal als "Kampfmesser" eingestuft.
Dagegen Jagdmesser mit Droppointform, und wegen mir mit Hirschhorngriff, wirken da eher harmlos.

Es ist eben auch seit geraumer Zeit "in" sogenannte "Tactical Knives" zu haben, die eine "böse" Ausstrahlung haben.
Sei es mit schwarzer Klinge, oder in Camo oder ... .
Wem' s gefällt.

Christine M
09.01.2008, 14:31
IMHO wird G10 Glasfaserverbundwerkstoff doch als Griffmaterial verwendet, oder nicht ?

Ich vermute, das war ein Verschreiber und sollte VG 10 heißen.

Christine

derMac
09.01.2008, 14:36
Für mich muss es irgendwie passen - wenn ein Handwerker, Pfadfinder oder Wanderer ein Messer am Gürtel hat, dann passt das und macht Sinn. Wenn jetzt aber ein Halbstarker etc. so ein Ding trägt, dann ist es erstmal aus praktischer Sicht unnütz und wird daher als Bedrohung eingestuft.
Das klingt als redest du von feststehenden Messern. Die meisten scheinen aber Klappmesser zu tragen, welche man von der Größe noch einigermaßen in die Tasche stecken kann.


Was für mich immer ein no-go ist, sind Kampfmesser
Wann ist ein Messer ein Kampfmesser? Das scheint mir nicht so eindeutig.


Für mich ist ein mitgeführtes Messer nur dann unbedenklich, wenn es als Werkzeug dienen soll und es das einfachstmögliche Messer für den jeweiligen Zweck darstellt.
Das einfachstmögliche Messer für jeden Zweck? Also mehrere Messer, wenn man den Zweck nicht vorher kennt? Im Alltag ergeben sich schon viele verschiedene Möglichkeiten, ein Messer zu benutzten, warum nicht ein möglichst universelles mitnehmen? Und "extravagant" darf es auch nicht sein?


Nur in den seltensten Fällen braucht man ein Messer unbedingt sofort griffbereit (z.B. bei der Jagd, beim Angeln, als Sicherheitsmesser beim Klettern oder für den Rettungsdienst), bei eigentlich allen anderen Situationen kann man es auch aus einer Tasche oder einem Rucksack auspacken.
Kann man, aber warum soll man das müssen? Ist es wirklich immer Posen, wenn man das Messer nicht jedesmal im Rucksack (der auch gar nicht immer dabei ist) suchen will? Ich denke, zwischen gut zugänglich und Posen ist noch viel Platz.


Dolch, Bowie, Tanto, usw. werden nunmal als "Kampfmesser" eingestuft.
Dagegen Jagdmesser mit Droppointform, und wegen mir mit Hirschhorngriff, wirken da eher harmlos.
Meine Messer haben nahezu ausschließlich (modifizierte) Droppoint- oder Sheepfoot-Klingen und als Klappmesser meist eine Klingenlänge zwischen 6 und 9 cm. Trotzdem werden sie nicht selten ärgwöhnisch betrachtet.


Es ist eben auch seit geraumer Zeit "in" sogenannte "Tactical Knives" zu haben, die eine "böse" Ausstrahlung haben.
Da ist ein Trend, den ich auch nicht ganz nachvollziehen kann und da spielt sicher ein gewisses Posen auch eine Rolle. Manche etwas kantigeren Messer sind aber durchaus praktisch. Aber ist das wirklich der Grund für die "Ablehnung" der meisten Messer? Solche Messer sehe ich im Alltag dann doch eher selten.

Mac

BigKahuna
09.01.2008, 15:08
@ Poldi: Dein letzter Beitrag strotzt nur so vor "für mich" und "empfinde ich". Wenn man seine Meinung darlegt, ergibt sich das natürlich zwangsläufig. Das "Problem" besteht nur darin, dass Du deinen Standpunkt zum Maßstab erhebst. Nur weil DU keinen Sinn darin siehst, bestimmte Messer mit Dir herum zu tragen, heißt das noch lange nicht, dass es auch für jeden Anderen sinnlos ist.

Du definierst Anwendungsgebiete/Trageweisen, die Dir legitim erscheinen (Angeln etc.) und alles, was Dir nicht in den Sinn kommt, ist auch unnötig. Diese Einstellung halte ich für kritikwürdig, nicht nur im Zusammenhang mit dem Tragen von Messern. Ein solches Urteil steht Dir einfach nicht zu. Die hier viel zitierten fiktiven Poser sind ja nun mal nicht die Regel und, wie ich finde, zurecht fühlen sich einige Forumsmitglieder in eine Ecke gestellt, in die sie nicht gehören.

Ich selbst trage nur selten ein Messer bei mir und auf Touren habe ich i.d.R. nur ein Tool dabei. Trotzdem ist es mir völlig Wurscht, wenn jemand ein Überlebensmesser oder was weiß ich mit sich herum trägt. Ob das Sinn macht, entscheidet nur einer - der Träger (solange es sich im gesetzl. Rahmen bewegt).
Natürlich läuft man unter bestimmten Umständen Gefahr, sich lächerlich zu machen oder andere Menschen zu verängstigen. Aus meiner Sicht trifft das aber auf die Messer im edc-Threat nicht zu und, den Statements zufolge, auch nicht auf ihre Träger. Hier fiktive Bedrohungen aufzubauen halte ich nicht für sehr hilfreich.

Mephisto
09.01.2008, 19:10
Wirkt ein Messer, weil mans leicht öffnen kann bedrohlicher? Mir scheint schon...
l2tjoaMY-G0

Isildur
09.01.2008, 19:22
Warum soll ein Messer bedrohlich sein? Ein Messer ist ein Stück Stahl - weiter nichts. Ein Mensch kann gefährlich sein oder nicht aber doch kein Messer. Ich denke da ist einiges verdreht in der allgemeinen Wahrnehmung heute.
Es kann doch jeder mit dem Messer seiner Wahl rumlaufen, ob ich das für bescheuert halte oder nicht ist mein Problem.

Für eine in meinen Augen 0815 Handtasche 500€ auszugeben halte ich auch für gestört, aber wer meint er bräuchte das solls tun.

Wir alle sind Narren und niemand hat das Recht dem anderen seine eigentümlich Narrheit aufzuzwingen

Lodjur
09.01.2008, 19:34
Hi, also vieles von dem was jetzt schon geschrieben wurde kann ich wohl nachvollziehen, einiges eher nicht. Richtig ist natürlich das es auf jeden Fall auch von der Situation abhängt in der der "Messerträger-dabeihaber" angetroffen wird.
Die meissten haben ja "nur" ein wie auch immer geartetes Taschenmesser mit. Wo ist das Problem. Im Normalfall wird das ja niemand aus der Tasche ziehen und jemand damit vor der Nase rumfuchteln. Wenn das Messer ans Tageslicht kommt dann ja wohl um etwas sinnvolles damit zu machen. Sei es nun ein Paket öffnen oder Stollen schneiden. Da sich da sofort der Sinn des Messers ergibt wird da wohl kaum ein Bedrohungsgefühl aufkommen. Ein Gürtelmesser offen zu tragen ist eigentlich hier in Deutschland wohl eher selten nötig.

Bei entsprechenden Aktivitäten wie Paddeln, Wandern/Trecken und Jagen z.B ist ein Messer eigentlich nichts ungewöhnliches und wird, denke ich auch nicht sofort als Bedrohung empfunden. Wie gesagt, die Situation der Begegnung erachte ich als entscheidend. Und man muss ja ein Gürtelmesser auch nicht demonstrativ unbedingt offen tragen. Wenn eine Jacke oder Pulli usw. das Messer verdeckt ist es immer noch griffbereit und fällt kaum auf. Ich gehöre auch zu den immer ein Messer dabei Typen. Im Alltag halt ein Einhandmesser in einer Grösse die einen nicht gleich in die Knie zwingt, beim Paddeln und 3D-Bogenschiessen ein dem Zweck angepasstes Gürtelmesser.

"Bedrohlich" wenn man es so nennen möchte empfinde ich Messer die eine extreme Klingenform haben. Sowas wie Hakenklinge und extreme Zackung. Also eine Form die eine normale Nutzung ausschliessen und nur gedacht sind üble Wunden zu erzeugen. Aber auch hier ist die Situation entscheidend. Ein Sammler der mir sein entsprechendes Messer aus der Vitrine zeigt, sei es noch so extrem, wirkt nicht bedrohlich. Jemand der im Wald damit herumhantiert schon. Ob ein Messer nun mattiert, brüniert oder grau phosphatiert ist spielt doch keine Rolle. Für mich ist immer die gesamte Situation entscheidend in der ein Messer eine Rolle spielt. Einer meiner Kumpel trägt zum Training im Wald immer eine sehr schöne Bowiemesser Replik. Das Ding ist richtig gross und ersetzt mehr als einmal eine Machete oder Heppe wenn wir mal wieder unsere Pfade freischlagen müssen. Noch nie hat uns ein Spaziergänger oder Jogger seltsam angesehen wenn wir uns im Wald begegnen. Eine Truppe gemischten Alters, Frauen und Männer in Outdoorklammoten mit Bögen und Messern am Gürtel. Da kommt höchstens Belustigung auf meisstens aber Neugier. Noch nie Unsicherheit. Das gleiche Messer an der Hüfte eines Jemands in einer Truppe die schon dazu animiert denen aus dem Weg zu gehen, würde mir dann schon sehr bedrohlich vorkommen. Eben die Situation.
CU Bernd

RSous
09.01.2008, 20:13
Mal eine kurze Klarstellung bezüglich Hieb- und Stichwaffen, verbotenen Gegenständen und Messer als Gebrauchsgegenstand/Werkzeug...

Vorweg: Ein klassisches Bowie ist kein Kampfmesser - gesetzl. Hieb- oder Stichwaffe!

Ich fasse mal ein paar Dinge grob zusammen:

Messer mit beidseitiger, scharfer Klinge ob symmetrisch geschliffen (Dolch) oder mit einer Fehlschärfe (Spearpoint) sind Hieb- und Stichwaffen. In Deutschland erlaubt, jedoch ist das Mitführen an öffentlichen Plätzen oder bei öffentlichen Veranstaltungen verboten und diese Gegenstände dürfen nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft oder abgegeben werden.

Selbst große Messer wie Bowies (ob als Clippoint- oder Droppointversion oder Tanto) sind keine Hieb- und Stichwaffen und dürfen von Jung und Alt jederzeit und überall mitgeführt werden. - Nein...nicht in der Disco, da ist das Hausrecht des Eigentümers ausschlaggebend. Aber auf dem Schützenfest darf man seine Wurst theoretisch mit dem Wikingerschwert schneiden, solange dieses einseitig geschliffen ist, aber nicht mit einem 5 cm Dagger...

Springmesser (bis auf eine Ausnahme - s.u.), sowie Faustdolche, Butterflymesser und Messer die andere Gegenstände vortäuschen (Großvaters alter Stockdegen, Kugelschreiber mit Klinge, etc.) sind verbotene Gegenstände und nur als Bestandteil Kulturhistorischer Sammlungen unter Auflagen erlaubt. Zudem sind Sideopener mit einer maximalen Klingenlänge von 85 mm und einer Klingenhöhe von min. 20 % der Länge (also keine Stilettos) noch erlaubt. Zuwiderhandlung ist kein Kavaliersdelikt, sondern wird ähnlich geahndet wie unerlaubter Besitz von Schusswaffen...

Kommt es zu einer Auseinandersetzung bei der jemand mit einem Messer verletzt wird, dann ist es wurscht um welchen Gegenstand es sich handelte, da es dann sowieso ans eingemachte geht.

Sollte man mit einem Messer wirklich bedroht werden, dann ist es egal ob ein aus getrocknetem Urin- Pappmix im Gefängnis gebastelter Stecher, ein großes Rambomesser oder die meistgebräuchliche Mordwaffe schlechthin - das Küchenmesser - die Bedrohung ist ernst und die Furcht geht, wie Henning als erster, aber auch andere oben bereits geschrieben haben vom Auftreten des Aggressors sowie der Situation aus.
Was die Gefahr des Gegenstandes selber angeht, so ist ein Filetiermesser oder Lagouille weniger gefährlich als ein ein scharfes, stabileres Messer. Durch die geringe Klingenstärke bricht es in dicker, fester Kleidung ehr ab oder biegt sich weg. Das soll nicht heissen, dass diese Messer einen Menschen nicht schwer verletzen oder gar töten können...

Ich hoffe mir bleibt sowas auf Lebenszeit erspart, aber sollte es passieren und ich müßte mich wehren, dann hoffentlich gegen ein Lagouille und nicht gegen einen großen Dolch im Applegatestil.


Wer genaueres über Messer und Recht wissen will möge in der Infothek des folgenden Links die PDF Files lesen, oder sich mit der Suchfunktion im zweiten Link ein paar Stunden amüsieren.

www.messermagazin.de

www.messerforum.net

Gruß,
Raoul

derMac
09.01.2008, 21:21
Wenn das Messer ans Tageslicht kommt dann ja wohl um etwas sinnvolles damit zu machen. Sei es nun ein Paket öffnen oder Stollen schneiden. Da sich da sofort der Sinn des Messers ergibt wird da wohl kaum ein Bedrohungsgefühl aufkommen.
Doch, genau das kommt nach meine Erfahrung öfter vor. Nicht wirklich extrem oft, aber doch öfter als ich das erwarten würde.


Mal eine kurze Klarstellung bezüglich Hieb- und Stichwaffen, verbotenen Gegenständen und Messer als Gebrauchsgegenstand/Werkzeug...

Vorweg: Ein klassisches Bowie ist kein Kampfmesser - gesetzl. Hieb- oder Stichwaffe!
Um die Meinung des Gesetzgebers ging es hier eigentlich gar nicht. ;-)


Selbst große Messer wie Bowies (ob als Clippoint- oder Droppointversion oder Tanto) sind keine Hieb- und Stichwaffen und dürfen von Jung und Alt jederzeit und überall mitgeführt werden. - Nein...nicht in der Disco, da ist das Hausrecht des Eigentümers ausschlaggebend. Aber auf dem Schützenfest darf man seine Wurst theoretisch mit dem Wikingerschwert schneiden, solange dieses einseitig geschliffen ist, aber nicht mit einem 5 cm Dagger...
Falls du damit ausdrücken willst, dass ein einseitig Wikingerschwert für den Gesetzgeber keine Waffe ist, dürftest du falsch liegen. Allenfalls ist es keine verbotene Waffe.

Mac

Schattenwolf
09.01.2008, 21:59
Ich will ja nicht unhöflich sein RSous, aber Du hast Dich total vergriffen.
Jedes Messer ist im Sinne des WaffG eine Hieb- und Stichwaffe.

Ein Blick ins WaffG wird Dir auch sagen, daß Du niemals ein Messer in eine Disco bzw. ein Wikingerschwert in ein Bierzelt mitnehmen darfst. Dazu auch noch ein kleiner Blick ins Versammlungsgesetz, da steht auch was drinn über Messer bei Veranstaltungen wie Volksfesten etc.

Egal wie dick, dünn, stabil, geschliffen, usw. eine Klinge bzw. das Messer ist, es ist ein gefährlicher Gegenstand, welcher schlimme auch tödliche Verletzungen hervorrufen kann. Ich habe eine Hülle und Fülle an Material hier, manch einer meiner Kollegen hat schon ordentlich abgekotzt.

Auf Grund meiner langjährigen Praxiserfahrung im Polizeidienst und Kampfkunst/-sport bereich habe ich mehr Respekt vor den kleinen Biestern als vor den großen Teilen.

Grundsätzlich sollte man vor jeder Klinge Respekt haben!

wesen
09.01.2008, 21:59
Springmesser (bis auf eine Ausnahme - s.u.), sowie Faustdolche, Butterflymesser und Messer die andere Gegenstände vortäuschen (Großvaters alter Stockdegen, Kugelschreiber mit Klinge, etc.) sind verbotene Gegenstände und nur als Bestandteil Kulturhistorischer Sammlungen unter Auflagen erlaubt. Zudem sind Sideopener mit einer maximalen Klingenlänge von 85 mm und einer Klingenhöhe von min. 20 % der Länge (also keine Stilettos) noch erlaubt.

Mein "Side Opener" ist definitiv erlaubt, obwohl dessen Klinge über 10 cm lang ist. Auch viele Laguioles haben eine Klinge, deren Länge 85 mm übersteigt. Die 85 mm max. erlaubte Klingenlänge beziehen sich nur auf automatisch öffnende Side Opener - also Springmesser.

Wahrscheinlich meintest du nichts anderes, aber durch die zwischendurch erwähnten Messer, die andere Gegenstände vortäuschen, geht der Zusammenhang verloren.

RSous
09.01.2008, 22:21
Richtig. Sideopener als Auto!

Wie am Anfang geschrieben - grober Überblick.

Das mit dem Wikingerschwert war eine Übertreibung. Natürlich ist so ein Teil Hieb und Stichwaffe.

Was das WaffG angeht ist es Fakt, dass Messer die nicht darin aufgeführt sind juristisch wie ein Hammer oder Schraubendreher gehandhabt werden. Es steht ausser Frage, dass Messer auf Volksfesten nicht unbedingt was verloren haben. Auch das VersammlG kann daran juristisch nicht tippen. In Biergärten oder Discos gilt das Hausrecht...

Was ich meine verdeutlicht vielleicht das Teppichmesser (ganz klar ein Werkzeug) als Extremfall. Ein Klappmesser mit normaler Droppoint Klinge wird gerichtlich genau so gehandhabt. Was so ein Teppichmesser aber anrichten kann zeigt der 11.September...

Das soll nicht respektlos gegenüber deinen Erfahrungen als Beamter klingen!!!
Ich denke ehr wir reden einfach aneinander vorbei. Jeglicher scharfer Gegenstand, ein Stuhlbein oder auch der erwähnte Schraubendreher sind schon im Moment des nicht verhältnismäßigen Gebrauchs bei der Verteidigung (about Kampfsport ;) ) vor Gericht eine Waffe.

Ein Bekannter von mir mußte wegen dem Ausstieg aus der Kirche zum Amtsgericht, wo man ihm nach Detektor Kontrolle ein Strider SMF und eine 69° Nord MYGG abgenommen hat.

Ende vom Lied waren ein gewonnener Prozess, Jahre des Wartens auf die Messer und unnötiger Stress. Daß dies Dummheit war ist keine Frage, aber Ihm wurde Recht gegeben.

Nachzulesen hier:

http://www.messerforum.net/showthread.php?t=32181

Genaueres zur Gesetzeslage, vor allem zur aktuellen, heiss geführten Debatte findet man hier (Hier sind viele Anwälte und Beamte unterwegs):

http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?s=&f=25&page=1&pp=30&sort=lastpost&order=desc&daysprune=-1


Desweiteren, um den von mir beschriebenen Status gewisser Messer - eben nicht als Waffe, sondern als Werkzeug - zu erhalten gibts diese Initiative, die für Mitglieder dieses Forums sicher interessant sein dürfte:

http://www.messerforum.net/initiative/

Die Gesetzeslage ist recht schlecht. Karambits als reinrassige Kampfmesser z.B. sind bei einseitigem Schliff juristisch nicht als solche deklariert....

Ich hoffe das klärts nun.

Gruß,
Raoul

derMac
09.01.2008, 22:22
Jedes Messer ist im Sinne des WaffG eine Hieb- und Stichwaffe.
Auch falsch. Ein Küchenmesser ist auch im Sinne des WaffG keine Waffe. Nur die Messer, welche als Waffe konzipiert worden sind, sind auch eine. Alle anderen Messer sind Werkzeuge.

Mac

Schattenwolf
09.01.2008, 22:27
Bevor wir jetzt in die juristische Haarspalterei übergehen, sollten wir uns alle im Klaren sein, daß ein Messer, ob Teppich-/Küchen-/Einsatz-/Survival-/Rettungs- undsoweiter-Messer als Waffe eingesetzt werden können.

Ich bin auch im Messerforum, und naja, jedes Forum, bitte verzeiht mir, hat so seinen Tunnelblick und seine Freaks.:baetsch:

Die Gesetzeslage ist recht deutlich, nur so ist nun mal in der Juristerei (bin selber a Studierter), kann jeder so oder so sehen bzw. auslegen.

Mephisto
09.01.2008, 22:28
Krampf, Karambits sind Erntehilfsgeräte, Sicheln also :grins:

derMac
09.01.2008, 22:29
Was das WaffG angeht ist es Fakt, dass Messer die nicht darin aufgeführt sind juristisch wie ein Hammer oder Schraubendreher gehandhabt werden.
Nein. Alle "tragbare Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen" gelten als Waffen, egal ob sie explizit im Gesetz erwähnt sind oder nicht. Messer die als Werkzeuge gedacht sind, sind auch Werkzeuge. Und nun bitte back on topic.

Mac

Nicht übertreiben
11.01.2008, 11:01
Da es gerade im Nachbarthread gepostet wurde, hier mal ein Bild von einem Messer, dass für mich unter Kampfmesser fällt:

http://links.pictures.aol.com/pic/11c0c4ghMnl2zPue0eLVfQsU1Vuw3clhbC1Jv4xQp5Fd3Ig=_l.jpg

Spitze beidseitig angeschliffen, Nutzen als Werkzeug durch die Klingenform eingeschränkt, tarn-look auf der Klinge und nachschleifen will ich das Ding auch nicht.

RSous
11.01.2008, 14:33
Hi

Ganz genau. Ist ein kleines "Monster" und was das mitführen angeht eine erlaubte Waffe.
Was am Schärfen schwer sein soll würde mich mal interessieren. Ich zieh das Teil unterwegs mit einem weissen Korrundstein ab und wenn ich wieder zuhause bin mit dem Spyderco Sharpmaker oder Jürgen Schanz. Jedoch muss ich sagen, dass die Schnitthaltigkeit des S30V schon extrem ist.


Nutzen als Werkzeug durch die Klingenform eingeschränkt

Die Fehlschärfe benutze ich zum Beispiel für Feuerstein und groberes Kloppen. Zudem ist das Messer so als Speerspitze tauglich und die Spitze wesentlich stabiler gegenüber einem Clippoint, was meiner persönlichen Arbeitsweise als Vorteil entgegen kommt. Der Recurve Schliff hat sich als sehr praktikabel herausgestellt. Ich war da zunächst auch sehr skeptisch...

Die Färbung ist Geschmacksache, gefällt mir aber sehr gut.

Das Messer wurde als Pilotensurvivalknife designed.

Ich hoffe es hat jetzt niemand Angst vor mir :D

Schönen Gruß,
Raoul

Poldi
11.01.2008, 14:51
@ Poldi: Dein letzter Beitrag strotzt nur so vor "für mich" und "empfinde ich". Wenn man seine Meinung darlegt, ergibt sich das natürlich zwangsläufig. Das "Problem" besteht nur darin, dass Du deinen Standpunkt zum Maßstab erhebst. Nur weil DU keinen Sinn darin siehst, bestimmte Messer mit Dir herum zu tragen, heißt das noch lange nicht, dass es auch für jeden Anderen sinnlos ist.

Du definierst Anwendungsgebiete/Trageweisen, die Dir legitim erscheinen (Angeln etc.) und alles, was Dir nicht in den Sinn kommt, ist auch unnötig. Diese Einstellung halte ich für kritikwürdig, nicht nur im Zusammenhang mit dem Tragen von Messern. Ein solches Urteil steht Dir einfach nicht zu. Die hier viel zitierten fiktiven Poser sind ja nun mal nicht die Regel und, wie ich finde, zurecht fühlen sich einige Forumsmitglieder in eine Ecke gestellt, in die sie nicht gehören.

Ich selbst trage nur selten ein Messer bei mir und auf Touren habe ich i.d.R. nur ein Tool dabei. Trotzdem ist es mir völlig Wurscht, wenn jemand ein Überlebensmesser oder was weiß ich mit sich herum trägt. Ob das Sinn macht, entscheidet nur einer - der Träger (solange es sich im gesetzl. Rahmen bewegt).
Natürlich läuft man unter bestimmten Umständen Gefahr, sich lächerlich zu machen oder andere Menschen zu verängstigen. Aus meiner Sicht trifft das aber auf die Messer im edc-Threat nicht zu und, den Statements zufolge, auch nicht auf ihre Träger. Hier fiktive Bedrohungen aufzubauen halte ich nicht für sehr hilfreich.

Schätzchen, ich zwinge niemandem meine Meinung auf und mein Standpunkt ist nur für mich maßgeblich. Ich gestehe mir allerdings das Recht zu, für mich nicht nachvollziehbare Handlungen zu kommentieren oder zu kritisieren. Tut mir natürlich sehr leid wenn du dir da auf deinen langen Schlips getreten fühlst. :cool:

Ums nochmal genauer zu formulieren:
Es geht um Alltagssituationen (Einkaufen, im ÖPNV, bei der Arbeit im Kino, etc). Wer hier ein "auch als Speerspitze taugliches" Schneidgerät benötigt muss sich schon auf ein gewisses Maß an Unverständnis gefasst machen.

RSous
11.01.2008, 15:50
Ums nochmal genauer zu formulieren:
Es geht um Alltagssituationen (Einkaufen, im ÖPNV, bei der Arbeit im Kino, etc). Wer hier ein "auch als Speerspitze taugliches" Schneidgerät benötigt muss sich schon auf ein gewisses Maß an Unverständnis gefasst machen.

Sollte das auf mich gemünzt sein - Das Speerspitzentaugliche :bg: ist mein Trekking und Tourenmesser. Damit lauf ich nicht in der Stadt rum. ;-)

Gruß,
Raoul

Poldi
11.01.2008, 15:59
War nur ein Beispiel um zu verdeutlichen worum es mir geht. Sorry.

Nicht übertreiben
11.01.2008, 16:08
Hi

Ganz genau. Ist ein kleines "Monster" und was das mitführen angeht eine erlaubte Waffe.

[...]

Das Messer wurde als Pilotensurvivalknife designed.

Ich hoffe es hat jetzt niemand Angst vor mir :D

Schönen Gruß,
Raoul

Dann muss ich jetzt die Frage stellen für welchen Zweck Du so ein "Monster" als EDC jeden Tag mit dir rum schleppst?

Gruß,
Thorben

Christine M
11.01.2008, 16:16
Zu welchem Zweck fährt jemand in der Stadt einen Gelände(sport)wagen? Für mich nicht nachvollziehbar, aber es gibt offenbar Leute, die Spaß daran haben. Ich würde in der Stadt auch nicht unbedingt ein Strider mit mir herumtragen, aber wem das Messer nun mal gefällt und wer Spaß daran hat - warum nicht?

Christine

Poldi
11.01.2008, 16:19
Nun ja, ein SUV ist wohl nicht die richtige entsprechung. Sowas schon eher: brummbrumm! (http://www.rheinmetall-wm.de/produkt/html/bilder/leo2.htm)
happy polarisiering! :bg:

Mephisto
12.01.2008, 00:45
Ich empfinde sowas definitiv als Kampfmesser. Potthässlich isses auch: http://www.coltelleriacollini.it/intershop/Large800/4282.jpg :ignore:

Mephisto
12.01.2008, 01:04
Waffe:
http://fotos.outdoorseiten.net/templates/4blue_orange1/images/zoom_image.gifhttp://fotos.outdoorseiten.net/data/thumbnails/47/spyderco_ladybug.jpg (http://fotos.outdoorseiten.net/details.php?image_id=2816)

ex Vento
12.01.2008, 02:46
Damit kommst du bei mir noch nicht mal durch den Speck:bg:

wesen
12.01.2008, 03:04
@ Mephisto:

Wo ist dein Post mit dem Film über das Öffnen des Springmessers hin?

Ich wollte dir gerade zustimmen: Allein schon das Geräusch empfinde ich als agressiv. Nach meiner unmaßgeblichen subjektiven Empfindung sind das optimale Wichtigtuermesser :baetsch:

RSous
12.01.2008, 03:13
Dann muss ich jetzt die Frage stellen für welchen Zweck Du so ein "Monster" als EDC jeden Tag mit dir rum schleppst?

Gruß,
Thorben


Ist kein EDC. Hab das in den falschen Thread gepostet. Lies mal meinen letzten beitrag vor deiner Antwort, sowie meinen Kommentar im entsprechenden Beitrag zu den Bildern.

Das Thema Sinn und Unsinn, die Autovergleiche und co sind nach dem, was die Suchfunktion ausspuckt, schon 20000000 mal durch. Jedem das seine ist in fast allen Fällen das Fazit.
Ich kenne nun Leute für die ist ein Filetiermesser ein "Monster". Andere halten mein kleines Fixed für unsinnig und bezeichnen die Klingenform pauschal als nicht praktikabel oder einfach schleifbar :cry: :bg:.
Ich war schon mit Leuten auf langen Touren, die kamen mit Glock, Wenger, Machete oder Beil jeweils am besten parat. Ich eben nicht.
Die meisten Naturvölker arbeiten, speisen und treiben sogar teilweise Hygiene mit Macheten. Nehberg reicht ein Nagel und Leuten die "nicht übertreiben" halt ein Schweizer Messer. Ist doch alles legitim und gut so.

Lasst mir doch mein Messer, mit dem ich nach langer Suche am besten parat komme, für das ich sehr viel Geld ausgegeben hab, da es mir sehr gut gefällt, und von dem ich als ein Teil meiner Ausrüstung, die ich lange durchdacht und ausprobiert hab überzeugt bin.

N´ schönes WE an euch alle!

Gute Nacht.
Raoul

BigKahuna
12.01.2008, 03:13
Schätzchen
Dafür, dass wir noch nicht mal gemeinsam Gänse gehütet haben, ist das ganz schön persönlich ;-)

ich zwinge niemandem meine Meinung auf und mein Standpunkt ist nur für mich maßgeblich. Ich gestehe mir allerdings das Recht zu, für mich nicht nachvollziehbare Handlungen zu kommentieren oder zu kritisieren.
Deine Rechte macht Dir niemand streitig. Für (kontroverse) Diskussionen ist so ein Forum schließlich da. Die Heftigkeit einiger Reaktionen hat vielleicht auch etwas mit Deiner Wortwahl zu tun. Wenn Du das Tragen gewisser Messer als "Blödsinn" bezeichnest (siehe edc-Threat) ist das einer sachlichen Diskussion - sofern Du daran überhaupt interessiert bist - sicherlich nicht zuträglich.


Tut mir natürlich sehr leid wenn du dir da auf deinen langen Schlips getreten fühlst. :cool:Oh, das hast Du falsch verstanden. Ich gehöre schließlich nicht zur Zielgruppe Deiner Kommentare und fühle mich daher nicht angesprochen.
Auch ich habe lediglich von meinem Recht Gebrauch gemacht, Kritik zu üben - ebend an Dir.
Ich wende mich in erster Linie gegen die kleinkarierte Geisteshaltung, mit der Du getreu dem Motto "Wenn ich es nicht verstehe muss es Unsinn sein" die Träger bestimmter Messer stigmatisierst. Und wie ich bereits geschrieben habe, fehlt Dir dazu (genau wie mir) die Legitimation.

Mephisto
12.01.2008, 03:13
@Wesen: Konntest du den Film anschauen? Ich hab den gelöscht, weil ich gedacht hab, der geht nicht. BTW: Du solltest mal das kleine Spyderco beim Öffnen hören. Macht schön Klack ;-)

@Joe: Stell doch bitte mein gelöschtes Posting wieder her, danke!

wesen
12.01.2008, 03:19
@Wesen: Konntest du den Film anschauen? Ich hab den gelöscht, weil ich gedacht hab, der geht nicht. BTW: Du solltest mal das kleine Spyderco beim Öffnen hören. Macht schön Klack ;-)

@Joe: Stell doch bitte mein gelöschtes Posting wieder her, danke!

Jep, der Film funktioniert. Kannst vielleicht ne Menge Leute mit dem Ding nerven :bg:

jackknife
12.01.2008, 03:22
Ich empfinde sowas definitiv als Kampfmesser. Potthässlich isses auch: http://www.coltelleriacollini.it/intershop/Large800/4282.jpg :ignore:

Ist ein Rettungsmesser, bzw ein Messer für Fallschirmspringer. Vereint viele Eigenschaften, ist eher als ein Werkzeug gedacht.

Mephisto
12.01.2008, 03:27
Hm, ok, schaut aber trotzdem scheisse aus.

BTW: Das ist ein Rettungsmesser:
http://www.benjamin-kosche.de/images/messer/rm1-01.jpg

RSous
12.01.2008, 03:33
Ist ein Rettungsmesser, bzw ein Messer für Fallschirmspringer. Vereint viele Eigenschaften, ist eher als ein Werkzeug gedacht.

Das ER eines dieser taktischen Rettungsmesser ;) Steht ja drauf - vom Martialarts Typ und SF Ausbilder entworfen, aber du hast natürlich Recht! Die Elemente eines Rettungsmessers wie Gurtschneider und Serrations sind vorhanden!

Kampf- Rettungsmesser :bg:


Jetzt aber - jut nacht!

Waldhoschi
12.01.2008, 09:41
@benni: done, das Video ist absolut in Ordnung. Null Problemo.
Der Rest: Bitte im kammeradschaftlichen Ton bleiben.
LG Joe

Jaerven
12.01.2008, 10:09
Es kommt auf die Visage desjenigen an, welcher das Messer in Händen hält und auf die Situation.
GENAU!
Wenn ich ein kleines stumpfes Opinel in der Hand habe, da werden alle wesentlich blasser als wenn z.B. Jacknife ein Super-duper- Messer in Apache- Fightclub- Manier schwingt.
Da reicht der Blick. Das Messer ist nur Show! :grins:

-und wozu brauch ich ein Messer auf Touren?- Zum Wurst und Käse schneiden.

Christine M
12.01.2008, 10:30
-und wozu brauch ich ein Messer auf Touren?- Zum Wurst und Käse schneiden.

Na ja, ich mache mit meinem auch schon mal Anmachholz. Wobei man in den Situationen, in denen man in Skandinavien Holzscheite und einen Ofen oder eine Feuerstelle hat, in der Regel auch eine Axt zur Verfügung hat, die man dafür nehmen könnte.

Christine

jackknife
12.01.2008, 11:34
Järven, bei Dir ist ja auch "ich bin böse " auf der Unterlippe tätoviert. Da nehme ich auch Abstand, wenn Du nur einen Löffel in der Hand hältst.:o:ignore:

Poldi
12.01.2008, 16:12
Dafür, dass wir noch nicht mal gemeinsam Gänse gehütet haben, ist das ganz schön persönlich ;-)

Stimmt. Ich möchte halt schnell Freundschaft mit dir schließen, damit wir gemeinsam Gänse hüten gehen können. Ok, eigentlich hab ich auf einen Burger spekuliert, aber das ist wohl noch nicht drin. :D


Wenn Du das Tragen gewisser Messer als "Blödsinn" bezeichnest (siehe edc-Threat) ist das einer sachlichen Diskussion - sofern Du daran überhaupt interessiert bist - sicherlich nicht zuträglich....Ich wende mich in erster Linie gegen die kleinkarierte Geisteshaltung, mit der Du getreu dem Motto "Wenn ich es nicht verstehe muss es Unsinn sein" die Träger bestimmter Messer stigmatisierst. Und wie ich bereits geschrieben habe, fehlt Dir dazu (genau wie mir) die Legitimation.

Da es eine solche Legitimation definitionsgemäß grundsätzlich nicht gibt maße ich sie mir erst gar nicht an. Ich bezeichne niemanden als "Idiot" oder "Blödmann", weil er in der Stadt eine Machete mit sich rumträgt. Ich schüttle nur den Kopf darüber und wundere mich. Und habe vielleicht etwas Bauchgrimmen.
Es ist übrigens überhaupt nicht problematisch, gewisse Verhaltensweisen als "Blödsinn" zu bezeichnen. Ist zwar nicht die feine englische, aber ein Mensch mit ein wenig Selbstbewusstsein wird sowas wegstecken und sich ein "rutsch mir doch..." denken. Da brauchts keinen Sheriff, der heldenhaft gegen die Stigmatisierung bestimmter Messerträger eine Lanze bricht. Wer sowas trägt hat doch auch ein großes Ego, oder nicht? :baetsch:

Es sieht IMO halt so aus: wer ein Messer als Werkzeug braucht, kauft sich auch ein entsprechendes Werkzeug. Wer Gefallen an einem subjektiv ästhetischen Messer findet, für den ist der Werkzeugcharakter eher zweitrangig bzw. geht dann mehr Richtung "Autoquartett" (PS, Hubraum, Zylinder - Schnitthaltigkeit, Rockwell-Härte, Klingenlänge).
Die meisten Messer aus den jeweiligen Threads gehen wohl eher in Richtung subjektive Ästhetik und nicht Richtung Werkzeug. Deswegen zeigt man sie auch gerne her. Ist halt ein Fetisch oder eine Sammelleidenschaft wie jede andere. Klar kann man auch mit ihnen Brot oder Stollen schneiden, ein Stöckchen schnitzen oder einen Fisch ausnehmen, aber das ist wahrscheinlich nicht der Grund für den Kauf gewesen.
Wie wärs mit ner Initiative: mehr dickes Fell im Bergell! :roll:

BigKahuna
12.01.2008, 17:07
@Poldi: Ok, Du hast mich überzeugt. Ich sehe das jetzt wie Du :bg:

Shuya
13.01.2008, 13:54
Es sieht IMO halt so aus: wer ein Messer als Werkzeug braucht, kauft sich auch ein entsprechendes Werkzeug. Wer Gefallen an einem subjektiv ästhetischen Messer findet, für den ist der Werkzeugcharakter eher zweitrangig bzw. geht dann mehr Richtung "Autoquartett" (PS, Hubraum, Zylinder - Schnitthaltigkeit, Rockwell-Härte, Klingenlänge).
Die meisten Messer aus den jeweiligen Threads gehen wohl eher in Richtung subjektive Ästhetik und nicht Richtung Werkzeug. Deswegen zeigt man sie auch gerne her. Ist halt ein Fetisch oder eine Sammelleidenschaft wie jede andere. Klar kann man auch mit ihnen Brot oder Stollen schneiden, ein Stöckchen schnitzen oder einen Fisch ausnehmen, aber das ist wahrscheinlich nicht der Grund für den Kauf gewesen.
Da halte ich, zumindest teilweise, dagegen. Nicht jeder, der sich ein preisintensives Messer kauft, tut dies, um damit sein Ego aufzumotzen. Viele wollen einfach ein Werkzeug, das auch was taugt. Viele günstige Messer sind nunmal vom Material her nicht unbedingt der Bringer. Klar, schneiden tun sie auch, aber wer Ansprüche hat...
Da kann man jetzt dran rum argumentieren oder auch nicht.
Käme jemand auf die Idee, anderen vorzuwerfen, dass man auch im Aldi-Zelt schlafen kann? Dass es auch ein Noname-Rucksack sein kann? Dass das Fahrrad keinen Tausender kosten muss?
Jeder schaut auf die Seite, die er nicht kennt, mit Argwohn und fragt sich "muss das sein? Gehts nicht auch anders?".
Klar, nicht jeder kann und will sich sowas leisten, aber viele meiner Freunde haben, als ich ihnen ein qualitativ höherwertiges Messer in die Hand gegeben haben, eingesehen, dass diese doch eine ganz andere Arbeit zulassen.
Dass solche Messer nur zur Show sind, streite ich ab. Ich benutze mein Military genauso wie andere ihr Opinel, und jeder hat seinen Spass daran und ist glücklich. Ich will weder das eine verteufeln noch das andere vergöttern.
Und wer was als schön einstuft, darüber können wir und bis ans Lebensende streiten. Aber Qualität, zumindest in weiter Sicht, ist einfach unabdinglich. Und Herbertz und Black Bear laufen bei mir definitiv nicht darunter. Ein Opinel schon.
Etwas mehr Toleranz täte hier ganz gut.


Grüße
Micha

RSous
13.01.2008, 20:46
Da halte ich, zumindest teilweise, dagegen. Nicht jeder, der sich ein preisintensives Messer kauft, tut dies, um damit sein Ego aufzumotzen. Viele wollen einfach ein Werkzeug, das auch was taugt. Viele günstige Messer sind nunmal vom Material her nicht unbedingt der Bringer. Klar, schneiden tun sie auch, aber wer Ansprüche hat...
Da kann man jetzt dran rum argumentieren oder auch nicht.
Käme jemand auf die Idee, anderen vorzuwerfen, dass man auch im Aldi-Zelt schlafen kann? Dass es auch ein Noname-Rucksack sein kann? Dass das Fahrrad keinen Tausender kosten muss?
Jeder schaut auf die Seite, die er nicht kennt, mit Argwohn und fragt sich "muss das sein? Gehts nicht auch anders?".
Klar, nicht jeder kann und will sich sowas leisten, aber viele meiner Freunde haben, als ich ihnen ein qualitativ höherwertiges Messer in die Hand gegeben haben, eingesehen, dass diese doch eine ganz andere Arbeit zulassen.
Dass solche Messer nur zur Show sind, streite ich ab. Ich benutze mein Military genauso wie andere ihr Opinel, und jeder hat seinen Spass daran und ist glücklich. Ich will weder das eine verteufeln noch das andere vergöttern.
Und wer was als schön einstuft, darüber können wir und bis ans Lebensende streiten. Aber Qualität, zumindest in weiter Sicht, ist einfach unabdinglich. Und Herbertz und Black Bear laufen bei mir definitiv nicht darunter. Ein Opinel schon.
Etwas mehr Toleranz täte hier ganz gut.


Grüße
Micha

Jepp. Siehe auch meinen Kommentar.
Ich hab mich immer gefragt was an einem über 200 € teuren Wanderstiefel besser sein soll als das was ein auf 30 € reduzierter Adidas Stiefel hergibt, der immerhin mal 90 € gekostet hatte.
Die meisten hier kennen den Unterschied. Auf beiden kann man zwar laufen, aber die Frage ist "wie?"...
Ein Werkzeugsatz von Aldi ist kein Facom oder Hazet. Ein Kolibri kein Klepper, ein Rangershop Tarp kein Hilleberg Staika, eine Hohner Rockwood ist keine Fender Stratocaster und zwei Wochen All Inclusive Türkei ist nicht gleich 2 Wochen Luxusurlaub auf den Seychellen.

Natürlich gibt es Messer, wie ich sie auch besitze, da ist der Preis so hoch, dass es bezüglich der Qualität keine Relevanz mehr hat.

Mein Großvater hat mir ein Helle Laminatmesser überlassen, dessen Preis zur damaligen Zeit dem eines heutigen Customs entspricht.

Gruß,
Raoul

Poldi
13.01.2008, 22:18
Und diese vielbeschworene Qualität ist auch so dermaßen ausschlaggebend, dass man sie unbedingt zum Schneiden eines Christstollens braucht? :bg:

Alle angeführten Vergleiche mit Aldizelt, Adidas-Stiefel und Fender-Gitarre hinken doch sehr. Schließlich gehts bei einer solchen Entscheidung hauptsächlich um die vorhandene Kohle. Jeder Aldizelt-Besitzer würde sich sicherlich ein Hilleberg zulegen, wenns den selben Preis hätte. Hats aber nicht, und das aus gutem Grund. So muss sich halt jeder "nach seiner Decke strecken".

Der springende Punkt dieses Threads ist doch: ein Hilleberg macht niemandem Angst. Eine Fender (trägt die einer hier im Forum einfach so in der Stadt rum?? :D) schüchtert niemanden ein. Und Adidastreter haben noch niemanden verletzt (mhm, vielleicht durch Käsegeruch...). Mit Messern ist das aber manchmal etwas anderes.

@RSous, Shuya: Toleranz ist nicht, wenn man zu jedem Tick oder Spleen "ja und Amen" (oder am besten gar nichts) sagt. Sondern wenn jeder seine Meinung vertreten darf, ohne dadurch körperliche oder seelische Repressalien befürchten zu müssen.
Wenn also irgendjemand hier im Forum oder auch draußen auf der Strasse nicht deiner Ansicht ist (und dies durchaus auch verbal zum Ausdruck bringt) hat das nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit Meinungsfreiheit. Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich allen Monstermesserträgern eins vor den Latz knalle wenn ich sie auf der Strasse treffe, sondern dass ich für die meisten angeführten (EDC)Messer eher den Liebhabersinn als wirklichen Werkzeugcharakter im Vordergrund sehe.

Was ich allerdings etwas verwunderlich finde, ist dass du schon im Vorfeld des EDC-Bilderthreads folgendes sagst:

...und Diskussionen ausbleiben, sodass es ein reiner Bilderthread wird. Dir war also schon vorher klar, dass so ein Thread höchstwahrscheinlich zu (Sinn-)Diskussionen führend wird. Du möchtest aber anscheinend lieber in der "heilen Wattebausch-Messerwelt" Bilder angucken und jegliche Diskussion ausschließen. Anderen Leuten jetzt genau diese Wattebausch-Mentalität vorzuwerfen kommt schon ein wenig scheinheilig rüber. :roll:

Shuya
13.01.2008, 23:11
Und diese vielbeschworene Qualität ist auch so dermaßen ausschlaggebend, dass man sie unbedingt zum Schneiden eines Christstollens braucht? :bg:
Nö, genausowenig wie man ein Hilleberg zum schlafen braucht. Aber es geht damit etwas besser oder komfortabler oder ...

Alle angeführten Vergleiche mit Aldizelt, Adidas-Stiefel und Fender-Gitarre hinken doch sehr.
Wieso?
Es wurde die Qualität angesprochen, und genau das tue ich mit diesen Vergleichen ebenfalls.

Schließlich gehts bei einer solchen Entscheidung hauptsächlich um die vorhandene Kohle.
Korrekt. So what? Was ist bei Messern anders als bei Zelten, was ist bei Schuhen anders als bei Gitarren? Jeder kauft sich die Qualität, die er sich leisten kann/will und mit der er zufrieden ist.

Jeder Aldizelt-Besitzer würde sich sicherlich ein Hilleberg zulegen, wenns den selben Preis hätte. Hats aber nicht, und das aus gutem Grund. So muss sich halt jeder "nach seiner Decke strecken".
Und du würdest dir kein Benchmade kaufen, wenns den Preis eines Opinels hätte? Benchmades kosten eben nicht so wenig. Wie du schon sagtest, aus gutem Grund.

Was ich allerdings etwas verwunderlich finde, ist dass du schon im Vorfeld des EDC-Bilderthreads folgendes sagst:
Dir war also schon vorher klar, dass so ein Thread höchstwahrscheinlich zu (Sinn-)Diskussionen führend wird. Du möchtest aber anscheinend lieber in der "heilen Wattebausch-Messerwelt" Bilder angucken und jegliche Diskussion ausschließen. Anderen Leuten jetzt genau diese Wattebausch-Mentalität vorzuwerfen kommt schon ein wenig scheinheilig rüber. :roll:
Nein, ich erwartete nicht eine dermaßen kleinkarierte und sinnfreie Diskussion über das Aussehen von Messern (was wohl jedem selbst zu überlassen ist, was er trägt).
Ich meinte damit die bereits im MF immer wieder auftretenden Diskussionen ala "was ist denn das, ist das toll, was kostet das, wo gibts das" etc.
Das das so ausartet, find ich ehrlich gesagt nicht ok, aber ich bin kein Mod, dass ich dort die Beiträge abtrennen und in ein anderes Thema packen würde.

Musst dir nicht aufn Schlips getreten fühlen.


Zur Aggressivität der Messer:

Jeder definiert es anders, was ihn stört. Allen Menschen recht zu machen, kann keiner. Eine Komilitonin findet ein Spyderco Dragonfly (das meiner Freundin gehört) riesig, einem Freund gefällt mein Military riesig und er will sich irgendann selbst eines kaufen... (obwohl, krass gesagt, der Griff des Military so groß ist wie das Dragonfly ausgeklappt).
Klar, manch einer hat Angst.
Aber DAS kommt meiner Meinung nach von der von Poldi angesprochenen "Watte" Welt, wo sich keiner Weh tun kann/will, wo in den Medien jedes Messer verteufelt wird.

Vor 2 Wochen war in der Regionalzeitung bei uns zu Hause ein Artikel über Jugendliche und ihre Bewaffnung. Wisst ihr, was unter anderm auf dem Foto (ein Haufen Messer war zu sehen), abgebildet war? Eine Fiskars Machete und ein Fiskars Camping Beil...so viel zum Thema. Und dann wundert man sich, wenn Leute Angst haben. Weil dieser Sch**** durch jegliche Medien in paranoider Weise breit getreten wird und den Leuten durch irgendwelche "Wissenssendungen" Halbwissen bzw totaler Blödsinn beigebracht wird.
Siehe MF im Medienforum. Da gibts tolle Geschichten...


So, das wars.

Grüße
Micha

derMac
13.01.2008, 23:17
Und diese vielbeschworene Qualität ist auch so dermaßen ausschlaggebend, dass man sie unbedingt zum Schneiden eines Christstollens braucht? :bg:
Nein, aber eine gewisse Klingenlänge ist dafür ganz nett. Wo kommt eigentlich diese Qualitätsdiskussion her, es ist doch nicht die Qualität, die bei einem Messer Ängste erzeugt.


Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich allen Monstermesserträgern eins vor den Latz knalle wenn ich sie auf der Strasse treffe, sondern dass ich für die meisten angeführten (EDC)Messer eher den Liebhabersinn als wirklichen Werkzeugcharakter im Vordergrund sehe.
Und noch immer nicht begründet, warum das bei den meisten dieser Messer so ist. Und ich betone dieses "meiste" extra, weil das hier immer wieder so rüber kommt, als würden die meisten gezeigten Messer als Kampfmesser und/oder "Monster" gesehen. Das find ich schon etwas verwunderlich.

Mac

Poldi
13.01.2008, 23:43
Zur Qualität: wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurde von Shuya und RSous eine hohe Qualität der als "Monster-Messer" verunglimpften Messer als Kaufkriterium angeführt. Hat nicht mehr viel mit dem Thread-titel zu tun, aber das ist ihnen wohl ein großes Anliegen.


Und noch immer nicht begründet, warum das bei den meisten dieser Messer so ist

Begründung: die alltäglichen Anwendungen, die von den "Messerfans" bis jetzt angeführt wurden, waren:

Stollen schneiden
Klebeband schneiden
Wurst und Brot schneiden

Bitte vervollständigt die Liste falls ihr noch was findet.

Für die angeführten Tätigkeiten ist auch das einfachste "Furz-Opinel" ausreichend. Es gibt vielleicht Qualitätsunterschiede im Sicherungsmechanismus oder in der generellen Verarbeitung, aber für solche Arbeiten braucht niemand eine 4mm Klingestärke oder einen Einhandöffner oder was auch immer. Die meisten angeführten Messer (erspar mir bitte die einzelne Aufzeichnung) sind aber keine einfachen Opinels oder SAKs, sondern hochwertige Tacticals. Das ist zwar von der Qualität, dem Klingenstahl und der Optik sehr nett, aber (für die angeführten Tätigkeiten) absolut kein Muss - deswegen also aus Liebhaberei gekauft. Nenns meinetwegen Qualitätsbewusstsein, Fetisch oder was auch immer, es liegt nicht daran, dass es ein einfaches Messer nicht auch tun würde.
Ich möchte niemanden zwingen oder auffordern, survivalmäßig mit einem "Eisensäge-Messer" rumzulaufen, weil "es das auch tun würde", aber es soll doch bitte niemand behaupten er bräuchte unbedingt ein Marke Blub messer mit ASxx Stahl, weils sonst an seinem Stollen zerbricht. :roll:

Shuya
13.01.2008, 23:45
Zur Qualität: wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurde von Shuya und RSous eine hohe Qualität der als "Monster-Messer" verunglimpften Messer als Kaufkriterium angeführt. Hat nicht mehr viel mit dem Thread-titel zu tun, aber das ist ihnen wohl ein großes Anliegen.
Nö. Ich hab ja nich drauf rum gehackt... :bang:

Du beisst dir in den Schwanz, merkstes nich, Poldi? Wirfst uns vor, es würde auch anders gehen, und argumentierst gleichzeitig fürs Hilleberg-Zelt...

Egal, ich sag nix mehr zu, wird mir zu doof hier.

Gute Nacht!

Micha

Poldi
13.01.2008, 23:48
PS: Ich empfinde die Mehrzahl der angeführten Messer im EDC-thread übrigens nicht als "Kampfmesser" (wie man das auch immer auslegen muss), sondern als overequiped. Das ist eine geschmacksfrage, deren Kritik mir natürlich nicht zusteht. Mein komentar bezog sich auf das Bild von Weinzierl, was auch dem thread zu entnehmen war. Vielleicht auch ein wenig auf die Messer von Schattenwolf, aber der hat ne Axt und ist auch nicht mehr in der Ausbildung -> größeres Gefahrenpotential :bg:

Nett übrigens, dass grad die Mitglieder der Exekutive so interessante Messersammlungen mitführen. Da gibts keinen statistisch erhärtbaren zusammenhang, oder? :ignore:

RSous
13.01.2008, 23:52
Und diese vielbeschworene Qualität ist auch so dermaßen ausschlaggebend, dass man sie unbedingt zum Schneiden eines Christstollens braucht?

Nö. Wo steht das? Ich brauche diese Qualität, da ich das Messer altern sehen will. Es soll mich auf allen Reisen begleiten und immer zu 100 % zuverlässig funktionieren.


Alle angeführten Vergleiche mit Aldizelt, Adidas-Stiefel und Fender-Gitarre hinken doch sehr. Schließlich gehts bei einer solchen Entscheidung hauptsächlich um die vorhandene Kohle. Jeder Aldizelt-Besitzer würde sich sicherlich ein Hilleberg zulegen, wenns den selben Preis hätte. Hats aber nicht, und das aus gutem Grund. So muss sich halt jeder "nach seiner Decke strecken".

Die Vergleiche wurden beispielsweise nicht zwischen Fender und teurem Messer gezogen, sondern z.B. Fender und Hohner Rockwood. Ein Vergleich zwischen billig und teuer niedergeschrieben. Wer lesen kann ist klar ....:roll:

Es ist längst geklärt, dass Messer wie Zelte und Gitarren von der Person und den Einsatzzweck abhängen. Wäre ein Hilleberg so teuer wie ein Aldi Zelt, dann gäbs das Aldi Zelt nicht und ich hätte kein Billigzelt mehr fürs Faltbootfahren. :-D

Der springende Punkt dieses Threads ist doch: ein Hilleberg macht niemandem Angst. Eine Fender (trägt die einer hier im Forum einfach so in der Stadt rum?? ) schüchtert niemanden ein. Und Adidastreter haben noch niemanden verletzt (mhm, vielleicht durch Käsegeruch...). Mit Messern ist das aber manchmal etwas anderes.

Es hat eigentlich jeder mal geschrieben was ein Monstermesser sein könnte, aber dass es im Grunde vom Träger abhängt ob etwas bedrohlich ist oder nicht. Ein tolles Fazit, was das Niveau dieses Forums wiederspiegelt.

@RSous, Shuya: Toleranz ist nicht, wenn man zu jedem Tick oder Spleen "ja und Amen" (oder am besten gar nichts) sagt. Sondern wenn jeder seine Meinung vertreten darf, ohne dadurch körperliche oder seelische Repressalien befürchten zu müssen.


Verstehe ich es richtig, dass du aufgrund einer meiner Beiträge Angst vor mir hast? Körperliche oder seelische Repressalien ... Junge Junge :o
Ich lese nun aus dem Satz, dass deiner Meinung nach Toleranz heisst seine Meinung vertreten zu dürfen und das ernsthafte Anschaffen eines hochwertigen Ausrüstungsgegenstands als Tick oder Spleen bezeichnen kann. Ich hab also einen Tick oder Spleen! Da kann ich dich beruhigen. Mein Fetisch reicht lediglich dazu bei dem Wetter momentan noch Seen mit Ponscho-Floß zu überqueren und ohne Zelt los zu ziehen. Ich habe keine toten Tiere in meinem Haus hängen :bg:

Wenn also irgendjemand hier im Forum oder auch draußen auf der Strasse nicht deiner Ansicht ist (und dies durchaus auch verbal zum Ausdruck bringt) hat das nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit Meinungsfreiheit.

Stimmt. Wurde irgendwo was von Intoleranz gesagt, oder sachlich über hoch- und niedrigpreis Messer diskutiert?


Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich allen Monstermesserträgern eins vor den Latz knalle wenn ich sie auf der Strasse treffe, sondern dass ich für die meisten angeführten (EDC)Messer eher den Liebhabersinn als wirklichen Werkzeugcharakter im Vordergrund sehe.

Und genau darauf hab ich geantwortet. Also nochmal nachlesen. Ich bin der Meinung, dass ein teures EDC den Werkzeugcharakter im Vordergrund haben kann (in meinem Fall hat).


Was ich allerdings etwas verwunderlich finde, ist dass du schon im Vorfeld des EDC-Bilderthreads folgendes sagst:

Zitat:
...und Diskussionen ausbleiben, sodass es ein reiner Bilderthread wird.

Dir war also schon vorher klar, dass so ein Thread höchstwahrscheinlich zu (Sinn-)Diskussionen führend wird. Du möchtest aber anscheinend lieber in der "heilen Wattebausch-Messerwelt" Bilder angucken und jegliche Diskussion ausschließen. Anderen Leuten jetzt genau diese Wattebausch-Mentalität vorzuwerfen kommt schon ein wenig scheinheilig rüber.


???


Back to topic: Würde mir jemand erzählen, ein solches Messer sei sein/ihr EDC, dann würde mir das zu denken geben, da diese Teile definitiv keine zivilen Tool Eigenschaften haben...

http://www.youtube.com/watch?v=7VLSMxlF5gY


Schönen Gruß,
Raoul

Christine M
13.01.2008, 23:55
Begründung: die alltäglichen Anwendungen, die von den "Messerfans" bis jetzt angeführt wurden, waren:

Stollen schneiden
Klebeband schneiden
Wurst und Brot schneiden

Bitte vervollständigt die Liste falls ihr noch was findet.

Wie oben schon angemerkt: Anmachholz spalten, wofür ein mittelgroßes Fixed sinnvoll ist (mittelgroß = Klingenlänge ca. 10 - 12 cm). Das habe ich aber nicht als EDC dabei, da ich im Alltag nun mal kein Holz spalte (höchstens Haare ;-) ). Aber versuch das mal mit einem Opinel ...

Natürlich spielt da bei manchen auch Liebhaberei und der Geschmack eine Rolle. Wieso auch nicht? Um nicht wieder auf Autos zurückzugreifen: Jackknife hat anderweitig eine Uhr für über tausend Euro vorgeschlagen. Die Uhrzeit ablesen kann man auch von einer Uhr für einen Bruchteil dieses Preises. Wenn aber jemand Spaß an einem solchen Präzisionswerkzeug und das notwendige Kleingeld hat, warum sollte er/sie die Uhr nicht kaufen?

Was die Gefährlichkeit betrifft: Gefährlich ist nicht das Messer, sondern dessen Besitzer.

Christine

RSous
14.01.2008, 00:09
In der Zeit in der ich meinen Beitrag geschrieben hatte kamen noch die anderen Antworten...

@ Poldi: Nein hast mich falsch verstanden. Ich hab nirgens gemeint, dass Kampfmesser ein Kaufargument ist. Ich habe mich zur Preisproblematik geäussert und auch da nicht gesagt, das teurer gekauft werden sollte. Es gibt ja Leute die kommen beim Paddeln prima mit nem AldiZelt zurecht, zocken aber live lieber ne ESP :bg:

Christine bringts erneut aufen Punkt!

Raoul

Poldi
14.01.2008, 00:10
Ein tolles Fazit, was das Niveau dieses Forums wiederspiegelt.

Ach, zuviel der Ehre. Das nehm ich gern auf meine Kappe, das Forum kann ja nix dafür.

RSous
14.01.2008, 00:11
Ach, zuviel der Ehre. Das nehm ich gern auf meine Kappe, das Forum kann ja nix dafür.

:bg::bg::bg:

Peter1960
14.01.2008, 00:18
... Was denkt ihr ist ausschlaggebend für die bedrohliche Wirkung und wie kann man sie am besten vermeiden, wenn man trotzdem ein Messer tragen will?...
In einem beruflichen Training habe ich mal gelernt: "Der Mensch spricht in erster, zweiter, dritter, .... Linie am Liebsten von sich selbst.". Also mach ich das mal ;-)

Vor ein paar Jahren war ich in einem Messergeschäft und hatte vor dem Verkäufer ein wenig Angst, denn der jonglierte mit Einhandmessern nur so rum, obwohl die Rasurschärfe hatten. Nur das Auf- und Zumachen allein wirkte bedrohlich auf mich - definitiv - obwohl ich selbst die Aktion in Gang gebracht hatte und kaufinteressiert war.

Bedrohlich wohl deshalb, weil ich in der Materie unerfahren war und auch weil zwischen Mensch A und Mensch B ein riesiger Unterschied im Wissen und Verständnis vorlag.

Ich habe mich näher mit der Materie befaßt, empfinde heute keinerlei Bedrohung bei sachgemäßer Verwendung und trage ständig ein Taschenmesser bei mir, weil's im Alltag einfach praktisch ist.

Was habe ich selbst davon gelernt? Das eigene Vorurteil ist die größte Hürde!

derMac
14.01.2008, 00:21
Für die angeführten Tätigkeiten ist auch das einfachste "Furz-Opinel" ausreichend. Es gibt vielleicht Qualitätsunterschiede im Sicherungsmechanismus oder in der generellen Verarbeitung, aber für solche Arbeiten braucht niemand eine 4mm Klingestärke oder einen Einhandöffner oder was auch immer. Die meisten angeführten Messer (erspar mir bitte die einzelne Aufzeichnung) sind aber keine einfachen Opinels oder SAKs, sondern hochwertige Tacticals.
Also ich hatte nicht den Eindruck, dass die meisten Messer in dem Thrad Tacticals mit 4 mm Klingenstärke sind. Und das ist der Punkt der mich stört. Du schreibst extrem verallgemeinernd.


Das ist zwar von der Qualität, dem Klingenstahl und der Optik sehr nett, aber (für die angeführten Tätigkeiten) absolut kein Muss - deswegen also aus Liebhaberei gekauft. Nenns meinetwegen Qualitätsbewusstsein, Fetisch oder was auch immer, es liegt nicht daran, dass es ein einfaches Messer nicht auch tun würde.
Es ist sicher von allem ein bisschen und bei jedem anders, aber gerade deshalb stören mich deine Verallgemeinerungen. Du praktizierst bei diesem Thema schon die ganze Zeit ein unglaubliches Schubladendenken. Ein Opinel ab einer gewissen Klingenlänge ist übrigens nur recht unschön in die Hosentasche zu stecken, da sind halt viele andere Messer angenehmer weil flacher.


Ich möchte niemanden zwingen oder auffordern, survivalmäßig mit einem "Eisensäge-Messer" rumzulaufen, weil "es das auch tun würde", aber es soll doch bitte niemand behaupten er bräuchte unbedingt ein Marke Blub messer mit ASxx Stahl, weils sonst an seinem Stollen zerbricht. :roll:
Hat das irgendwer behauptet?


Mein komentar bezog sich auf das Bild von Weinzierl, was auch dem thread zu entnehmen war.
Ah, Plurales Majestatis. Hätt ich natürlich wissen müssen. ;-)


Nett übrigens, dass grad die Mitglieder der Exekutive so interessante Messersammlungen mitführen.
Du wirst schon wieder persönlich, irgendwie hab ich dich schon besser diskutieren erlebt. :roll:

Mac

Poldi
14.01.2008, 01:14
Noch ein paar Dinge:


Du schreibst extrem verallgemeinernd.
...Du praktizierst bei diesem Thema schon die ganze Zeit ein unglaubliches Schubladendenken...

Aha. Alles ganz arg extrem und unglaublich. Mir bleiben also drei Möglichkeiten:

Kurz und verallgemeinernd zu schreiben - dann bin ich aber ein extrem (all)gemeiner Schubladenmensch
auf jeden Vorwurf oder Einwand einzeln mit Zitat zu antworten - dann liest niemand mehr den Thread, weils viel zu mühsam ist sich durch diese Argumentationsschlangen durchzuwühlen
oder aber drittens gar nix mehr zu schreiben - komisch, oder? :grins:


Da bleib ich doch lieber bei der ersten Möglichkeit.



Hat das irgendwer behauptet?
Das mit dem Stollen? Nein. Das ist nur eines meiner verallgemeinernden, überheblichen, schubladigen Pseudoargumente, um die friedfertigen Monstermesserbesitzer (Vorsicht: Verallgemeinerung!) auf die Palme zu bringen :baetsch:



Ah, Plurales Majestatis. Hätt ich natürlich wissen müssen. ;-)
Ein PM wars ja jetzt nicht, oder? Sonst hätte es heißen müssen: "Unser Kommentar..." Naja, is ja auch wurscht. Hauptsache es fühlt sich jemand von mir angegriffen und beleidigt. DAS ist nämlich meine wahre Intention. HARHAR :roll: (Vorsicht: Ironie!)



...irgendwie hab ich dich schon besser diskutieren erlebt
Sorry, man kann nicht immer nur gute Tage haben. Ich bin nur etwas angepisst, weil mein stilles Mineralwasser fast alle ist. (Vorsicht: Ironie!)


Du beisst dir in den Schwanz, merkstes nich, Poldi?
DAS hätte ich gemerkt... :bg:

Nix für Ungut, Leute.

RSous
14.01.2008, 01:41
Ich bin nur etwas angepisst, weil mein stilles Mineralwasser fast alle ist. (Vorsicht: Ironie!)



Die Ironie verstehe ich schon so... Wenn das Wasser ist was du trinkst, dann ist OJ Simpson unschuldig, Oswald hat Kennedy erschossen und um Irak gabs Massenvernichtungswaffen...:bg:

wesen
14.01.2008, 01:54
Der springende Punkt dieses Threads ist doch: ein Hilleberg macht niemandem Angst. Eine Fender (trägt die einer hier im Forum einfach so in der Stadt rum?? :D) schüchtert niemanden ein. Und Adidastreter haben noch niemanden verletzt (mhm, vielleicht durch Käsegeruch...). Mit Messern ist das aber manchmal etwas anderes.
Danke für diesen Satz, Poldi! Jedem seinen Spleen - aber ich denke, dieses Satzes sollten wir uns alle bewusst sein, die wir ein Messer mit uns rumtragen - und uns entsprechend verhalten.


Was die Gefährlichkeit betrifft: Gefährlich ist nicht das Messer, sondern dessen Besitzer.
Sorry, Christine: Der Satz mag zwar inhaltlich richtig sein, erinnert mich aber unangenehm an die Argumentation der National Rifle Association (und der Besitzer großer Hunde :bg:). Messer sind aber für mich nun mal Werkzeuge. Würde ich den Waffencharakter im Vordergrund sehen, wäre ich für ein Trageverbot.

derMac
14.01.2008, 03:07
Ein PM wars ja jetzt nicht, oder? Sonst hätte es heißen müssen: "Unser Kommentar..." Naja, is ja auch wurscht. Hauptsache es fühlt sich jemand von mir angegriffen und beleidigt. DAS ist nämlich meine wahre Intention. HARHAR :roll: (Vorsicht: Ironie!)
Nur damit die Sache mit dem PM klar wird:

Ihr habt jeden Tag solche Monster dabei? Und damit mein ich jetzt nicht nur unseren lieben Weinzierl. Irgendwie beängstigend. :o

Mein komentar bezog sich auf das Bild von Weinzierl, was auch dem thread zu entnehmen war.
Hervorhebungen von mir. Ich konnte das so leider nicht entnehmen.

Ich hatte dich ja nun recht ausdrücklich gefragt welche Messer du genau als Monster empfindest und eine ausdrückliche Antwort war: Die meisten gezeigten. Und wenn du dann als Kriterium für die Sinn und Unsinn von Messern noch den Preis bringst, weiß ich wirklich nicht mehr wie ich weiterdiskutieren soll. Dabei hätte mich wirklich interessiert, wo das Problem liegt.

Gute Nacht
Mac

Mac

RSous
14.01.2008, 08:42
(...)Der Satz mag zwar inhaltlich richtig sein, erinnert mich aber unangenehm an die Argumentation der National Rifle Association (und der Besitzer großer Hunde :bg:). Messer sind aber für mich nun mal Werkzeuge. Würde ich den Waffencharakter im Vordergrund sehen, wäre ich für ein Trageverbot.

Hi

Der Unterschied zwischen einer Feuerwaffe, und einem Messer, das (wie auch meins) als Waffe deklariert werden kann ist, dass das Messer dennoch ein Tool sein kann. Wer behauptet er benutzt einen Colt als Hammer, der ist nicht unbedingt ehrlich:bg:.
Aber für mich hat sich eine Fehlschärfe (Aschliff der Oberseite der Klinge und "Waffenmerkmal") als äusserst praktisch erwiesen. (Nicht am Alltagsmesser)

Ich stimme zu, dass wenn jemand diesen Waffencharakter als primären Besitz-, oder Tragegrund nennt, ein solches Teil nicht mit rumschleppen sollte.

Momentan wird aber leider debattiert u.a. solche Klingenformen gänzlich zu verbieten...Man könnte sagen - Ja wenns Tote und Gewalttaten vermeidet - Leider müßte man dann vor allem Küchenmesser verbieten, denn die sind meist im Spiel wenns um Mord und Totschlag geht...

Hier nochmal der Link:

http://www.messerforum.net/initiative/

Gruß,
Raoul

Christine M
14.01.2008, 09:18
Sorry, Christine: Der Satz mag zwar inhaltlich richtig sein, erinnert mich aber unangenehm an die Argumentation der National Rifle Association (und der Besitzer großer Hunde :bg:).

Hallo Uta,

der Vergleich zu Hunden paßt nicht so ganz. Das typische Problem ist ja, daß diese gegen oder zumindest ohne den Willen ihres Besitzers angreifen (auch wenn dieser meistens die Schuld am Verhalten des Hundes hat). Ein Messer kann aber nur in der Hand eines Menschen gefährlich sein.

Einen Unterschied zu Schußwaffen sehe ich insofern, als diese immer Waffen sind. Natürlich kann man ein Gewehr auch irgendwie anders verwenden, aber ihr eigentlicher Bestimmungszweck ist es, Tiere oder Menschen zu verletzen oder zu töten. Die meisten Messer - und fast alle Messer aus dem EDC-Thread - sind aber von der Bestimmung her Werkzeuge. Die sich allerdings als Waffen gebrauchen (mißbrauchen) lassen.

In diesem Thread ging es ja um die Frage, warum bestimmte Messer von vielen Menschen als bedrohlich wahrgenommen werden, andere wiederum nicht. Viele hier haben meines Erachtens zu Recht geantwortet, daß es auch stark auf die Situation ankomme. Sofern jemand in Frankfurt auf der Zeil stünde und demonstrativ mit einem Strider herumspielte, würde ich wohl auch einem Bogen um ihn machen. Es ist in diesem Kontext ein Verhalten, das nicht in den Rahmen paßt. Genausowenig, wie wenn ich dort mit meinem 20cm Küchenmesser herumwirbeln würde. Wenn dagegen jemand, von der Kleinmarkthalle kommend, sich auf die Treppenstufen setzt, das gekaufte Bauernbrot und die italienische Salami auspackt und anschließend zum Schneiden einen kleinen bis mittelgroßen Folder herausholt, um eine kleine Vesper abzuhalten, würde das wohl niemand als bedrohlich empfinden.

Natürlich gibt es Messer, die subjektiv bedrohlicher wirken (darum geht es ja in diesem Thread) und die objektiv gefährlicher sind als andere. Fast alle Messer aus dem EDC-Thread, zu denen ihre Besitzer gesagt haben, sie hätten sie im Alltag dabei, sind kleinere bis mittlere Folder. Die mögen mal mehr oder weniger bedrohlich wirken, aber niemand hat gesagt, er laufe mit einem Rambomesser durch die Stadt. Da dieses Messer nun mal aufgegriffen wurde: Raoul hat bei seinem Strider gesagt, daß es sein Trekking- und Tourenbegleiter sei. Weinzierl hat in Verkennung des Threadtitels gleich seine ganze Messersammlung abgebildet. Darauf hingewiesen, hat er aber geantwortet:

ja gut ich habe jeden Tag eigentlich nur mein Leatherman Wave dabei!!!
Das scheint mir hier ein wenig unterzugehen.

Insofern würde mich jetzt wirklich mal interessieren, wieso Poldi die meisten der gezeigten Messer - wie gesagt diejenigen, die laut ihrer Besitzer täglich dabei sind - als "Monster" ansieht. Darum geht es hier ja eigentlich.

Christine

Nicht übertreiben
14.01.2008, 09:34
Einen Unterschied zu Schußwaffen sehe ich insofern, als diese immer Waffen sind. Natürlich kann man ein Gewehr auch irgendwie anders verwenden, aber ihr eigentlicher Bestimmungszweck ist es, Tiere oder Menschen zu verletzen oder zu töten.

Das werden ungefähr 100% aller Sportschützen anders sehen - und haben damit von ihrer Position betrachtet auch recht, da sie Gewehr/Pistole etc. als Sportgerät benutzen. Ist genau wie bei den Messern immer eine Frage der Sichtweise.

Für mich bleiben alle Messer, die nicht als Werkzeug sondern als Waffe designt wurden (also alle Tacticals, Kampfmesser etc.) in erster Linie ein Waffe. Wer sowas mit sich rumträgt ist imo nicht in erster Linie an einem guten Werkzeug interessiert, denn da werden bei dem Design zur Optimierung anderer Eigenschaften bewußt Abstriche gemacht. Für mich sind aber auch alle Schusswaffen Waffen. ;-)

derMac
14.01.2008, 10:55
Aber für mich hat sich eine Fehlschärfe (Aschliff der Oberseite der Klinge und "Waffenmerkmal") als äusserst praktisch erwiesen. (Nicht am Alltagsmesser)
Ich wollts neulich schon schreiben, ab jetzt muss es doch mal sein: Eine Fehlschärfe ist nicht scharf, daher der Name. ;-) Auch ist üblicherweise der nicht geschliffene Teil vor dem Heft gemeint.

Mac

derMac
14.01.2008, 11:12
Für mich bleiben alle Messer, die nicht als Werkzeug sondern als Waffe designt wurden (also alle Tacticals, Kampfmesser etc.) in erster Linie ein Waffe. Wer sowas mit sich rumträgt ist imo nicht in erster Linie an einem guten Werkzeug interessiert, denn da werden bei dem Design zur Optimierung anderer Eigenschaften bewußt Abstriche gemacht.
Kann ich verstehen. Allerdings wurden im EDC-Thread IMHO nur wenige Tacticals und/oder Kampfmesser gezeigt. Auch sind die Begriffe völlig schwammig. 2 verschiedene Leute können das gleiche Messer aus ihrer Sicht einmal als Werkzeug und einmal als Waffe kaufen. Ein "eindeutig" als Waffe zu bezeichnendes Messer wurde IMHO von niemandem im EDC-Thread vorgestellt. Aber mich interessieren eigentlich ja nicht die "klaren" Flälle, sondern die Grauzone bzw. diejenigen Messer, die ganz klar nicht Tactical/Kampfmesser sind und trotzdem scheinbar bei manchen Leuten Unbehagen hervorrufen. Und noch immer erscheint mir dieses Unbehagen nicht wirklich fassbar.

Mac

Nicht übertreiben
14.01.2008, 11:35
Du wirst es auch nie fassbar machen können - rate mal warum bei Klima-, Politik- und Messerdiskussionen immer so ausartend diskutiert wird: Es gibt keine wirklichen Argumente die von allen anerkannt werden, sondern sie ändern sich je nach Sichtweise teilweise total und werden statt pro als contra eingestuft. Wenn es keine Messerfreaks geben würde, wäre es sehr schwer Messer für zig 100 € an den Mann/die Frau zu bringen, da sich der Funktionalitätengewinn einfach sehr schwer erklären läßt.

derMac
14.01.2008, 11:58
Wenn es keine Messerfreaks geben würde, wäre es sehr schwer Messer für zig 100 € an den Mann/die Frau zu bringen, da sich der Funktionalitätengewinn einfach sehr schwer erklären läßt.
Schon wieder die Extreme. ;-)
Bleiben wir doch mal im Bereich von 50 bis 150 €. Das ist der Preis einer längeren Bahnfahrt (bitte jetzt keine Bahnpreisdiskussion). Dafür bekommt man ein Messer das bei Dauernutzung locker 30 Jahre hält. Aus praktischen Gründen wählt man dann noch eins mit Einhandmechanismus (wirklich praktisch, sollte man einfach mal ausprobiert haben) und mit Klingenfeststellautomatik (wirklich sicher, soll ja ein Universalmesser sein) und schon ist man ein Freak und potentiell gefährlich. ;-)

Mac

Christine M
14.01.2008, 12:31
Wobei man jemandem, der beispielsweise 500 Euro für ein Damast-Laguiole ausgibt, eventuell eine Meise, aber vermutlich keine Gefährlichkeit unterstellen würde.

Wir sollten mal von dieser Preisdiskussion wegkommen. Das hat mit der eigentlichen Frage nichts zu tun.

Christine

Nicht übertreiben
14.01.2008, 12:44
Die Preisangabe sollte auch nur ein Beispiel dafür sein, dass das Produkt "Messer" sehr schwer zu erklären bzw. rechtfertigen ist und darum die Diskussionen leicht ausarten - eben weil echte "harte" Argumente fehlen. Bei den Klingenformen würden mich von den ganzen EDC-Trägern mal die Gründe für eben ihr Messer interessieren. Wer hauptsächlich praktische Gesichtspunkte bei der Auswahl seines Messers berücksichtigt, wird meinst ein Messer mit sich rum tragen, das ich nicht als gefährlich einstufen würde ;-)

jackknife
14.01.2008, 13:44
Wenn es keine Messerfreaks geben würde, wäre es sehr schwer Messer für zig 100 € an den Mann/die Frau zu bringen, da sich der Funktionalitätengewinn einfach sehr schwer erklären läßt.

Was ist das denn für eine Blödsinnsaussage!?!?
Mit dieser Aussage läßt sich wohl der gesamte Handel auf der Erde in der Neuzeit in Frage stellen. Dann bekommt Deine Piepsi auch gleich wieder einen wollenen Busenbezug und keinen Pushup!

pfrinz
14.01.2008, 13:50
Was ist das denn für eine Blödsinnsaussage!?!?
Mit dieser Aussage läßt sich wohl der gesamte Handel auf der Erde in der Neuzeit in Frage stellen. Dann bekommt Deine Piepsi auch gleich wieder einen wollenen Busenbezug und keinen Pushup!

Aber wollene Busenbezüge sind doch ohnehin viel besser als Pushup-Zeugs !

Oder trägst du sowas :o

:grins:

rumtreiberin
14.01.2008, 13:58
Ich hab mir am Wochenende mal den Spaß gemacht, einer Freundin die kein Messerfreak ist die Frage zu stellen, bei welchen von den Messern aus dem EDC-Thread sie die Vorstellung jemand hätte sowas ganz normal täglich in der Tasche während er neben ihr in der U-Bahn fährt, an der Frittenbude ne Cola trinkt oder von der bahnstation durch dunkle Ecken nach Hause geht beängstigend finden würde.

Ergebnis: Was als klassisches Taschenmesser durchgeht mit Klingen die deutlich länger als breit sind und keine Fehlschärfe haben ist unbedenklich. Metallene Griffe mit Durchbrüchen durch die man die Klinge im geschlossenen Zustand sehen kann findet sie bedrohlich. Außerdem meint sie daß schwarze Klingen und Griffe dazu dienen sollen das Messer zu tarnen weil es nicht wie blankes metall das Licht reflektiert wenn man es benutzt - und wer sein Messer tarnen muß hat damit natürlich Böses im Sinn.

Das deckt sich ungefähr mit dem was für mich auch Auswahlkriterien für meine ersten Messer waren und ist wohl ungefähr das was die meisten Laien dabei denken. Zumindest für ein "Ich schlepp es in der Stadt täglich mit mir rum-Messer" sind das für mich nach wie vor Auswahlkriterien, aber eigentlich habe ich eher eine mini-maglite und ein kleines Tool im (City-)Rucksack als solche Folder wie sie im EDC-Thread zu sehen sind. Liegt aber auch daran daß ich die Klingenform nicht unbedingt schön finde.

jackknife
14.01.2008, 14:20
Die Preisangabe sollte auch nur ein Beispiel dafür sein, dass das Produkt "Messer" sehr schwer zu erklären bzw. rechtfertigen ist und darum die Diskussionen leicht ausarten - eben weil echte "harte" Argumente fehlen.

Ebenso Blödsinn, das ist wohl für alle Luxusgegenstände übertragbar. Grützwurst schmeckt auch, muß kein Hummer sein. Wie Christine schon oben erwähnte, zeigt eine Swatch auch die Uhrzeit an, da braucht man keine Breitling für.

Seit jeher schmücken sich Menschen, um ihren Stand zu waren, bzw. zu zeigen.
Der Dolch/Schwert des Edelmannes brauchte keine Smaragde um zu funktionieren, erweckte aber dennoch auch die Begehrlichkeit des Bauern. Dieser hatte aber nur einfache Messer, weil er es sich nicht leisten konnte, nicht weil er bessere/schönere Messer nicht zu schätzen wusste. Ich kauf mir Messer, die mir gefallen, weil ich es kann und darf!!!
Diese Diskussion zielt doch schon wieder vollkommen auf die momentan anstehende Gesetzesnovellierung hin. Ja, ich habe auch Schusswaffen, weil ich es darf, für mein Leben gerne Schiesse und es mir leisten kann.
Diese Diskussion ist medial gestützt in Deutschland. Mach den gleichen Thread mal in einem Forum in EX Jugoslavien auf. Da findet man Messer bestimmt nicht bedrohlich, weil jeder noch eine AK im Keller versteckt hat.
Bedrohlichkeit steht in Relation zu der Unbedrohtheit der Bevölkerung!

derMac
14.01.2008, 14:21
Die Preisangabe sollte auch nur ein Beispiel dafür sein, dass das Produkt "Messer" sehr schwer zu erklären bzw.
Ich denke schon, dass der Preis bei der Ablehnung eine Rolle spielt. Es ist aus der Mode gekommen, für ein Messer "viel" Geld auszugeben (auch für Küchenmesser u.ä.). Das geht damit einher, dass es aus der Mode gekommen ist ein "vernünftiges" Messer bei sich zu tragen. Deshalb ruft es Verwunderung hervor, wenn man mehr als 10 € für ein Messer ausgibt (ein billiges tut es doch auch) oder eins mit sich rumträgt (wozu brauchst du denn das). In beiden Fällen scheinen mir die dahinter liegenden Gedanken aber etwas irrational: die Qualitätssteigerung eines mittelteuren gegenüber einem billigen Messer ist für jeden recht leicht zu erfahren und die Frage wozu man ein Messer im Alltag braucht erübrigt sich spätesten dann, wenn jemand nach einem fragt. ;-)
Wie gesagt, ich will eigentlich gern von den Extremen weg (sehr teuer, besonders martialisch aussehend), weil die IMHO im Alltag praktisch keine Rolle spielen. Die fallen nur in bestimmten Threads auf.


Ergebnis: Was als klassisches Taschenmesser durchgeht mit Klingen die deutlich länger als breit sind und keine Fehlschärfe haben ist unbedenklich.
Das mit der Breite ist mir auch schon oft aufgefallen. Aber das ist einer der Punkte, die ich überhaupt nicht verstehe. was macht breite Messer gefährlich?

Mac

rumtreiberin
14.01.2008, 14:45
Erklären kann ich das mit der Breite auch nicht. Ich hab auch nicht nach dem Warum gefragt, wichtiger war mir erst mal die Wahrnehmung an sich.

Wenn ich mal so mutmaße: Diese Messer haben entfernte Ähnlichkeit mit den Krallen eines Raubtiers - vielleicht spielen da iegendwelche Urängste mit.

RSous
14.01.2008, 17:05
Hab das "Experiment auch mal gemacht und anstatt Bilder direkt Messer gezeigt.

Komischerweise fallen meine "Kampfmesser" dabei nicht so auf wie ein poliertes AlMar Bowie und ein kleines Microtech Klappmesser mit "silberner" Klinge. Zudem fanden alle ein selbstgeschmiedetes großes Sashimi Messer mit schwarz gebaitztem Ahorngriff bedrohlich...

Für SV Zwecke wird allgemein meist zu Messern mit "silberner" Klinge geraten, da diese besser zu sehen ist und damit vielleicht abschreckt...(Ist nicht mein Bier!)

Adios
Raoul

Nicht übertreiben
14.01.2008, 18:49
@Jackknife: Erst lesen, dann denken und anschließend evtl. posten ;-)

Ich habe weder etwas gegen teure Messer noch gegen Wollbhs (wenn der Inhalt stimmt :bg:), aber der Vorteil eines sehr teuren Messers gegenüber einem normalen teuren Messer läßt sich einfach schwerer erklären als der Vorteil eines Pushup-Bhs gegenüber einem Wollbh :grins:

Ewald
14.01.2008, 19:43
@ Jackknife

Geh mal mit "Adorno" (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik_der_Aufkl%C3%A4rung). Danach hast du ein Problem weniger! :bg:

Liebe Grüße
Ewald

ex Vento
14.01.2008, 22:16
Für mich bleiben alle Messer, die nicht als Werkzeug sondern als Waffe designt wurden (also alle Tacticals, Kampfmesser etc.) in erster Linie ein Waffe. Wer sowas mit sich rumträgt ist imo nicht in erster Linie an einem guten Werkzeug interessiert, denn da werden bei dem Design zur Optimierung anderer Eigenschaften bewußt Abstriche gemacht. Für mich sind aber auch alle Schusswaffen Waffen. ;-)

Dann würde ich gerne wissen warum das eine Waffe ist:
http://img146.imageshack.us/img146/7535/smf1jo2.jpg (http://imageshack.us)

Ein schweizer Messer ist dann ja auch eine Waffe, ist schließlich ein Swiss Army Knife;-)

Grüße, Frank,
der sowohl Opinel, SAK, Spydercos und Strider spazieren trägt

derMac
14.01.2008, 22:29
@ Jackknife

Geh mal mit "Adorno" (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik_der_Aufkl%C3%A4rung). Danach hast du ein Problem weniger! :bg:
Schreib doch nicht sowas, schont kauf er sich nur noch das teure handgefertigte Zeuch. ;-)

Mac

Nicht übertreiben
14.01.2008, 23:21
@ ex Vento: Ich finde es zwar nicht schön (Geschmackssache), aber die Klinge macht einen praktischen Eindruck, warum?

So langsam muss ich vor jedem Messerträger Angst haben, was ich auch schreibe, irgendwer fühlt sich immer provoziert :bg:

Randonneur
14.01.2008, 23:30
Dank jackknife verstehe ich endlich wozu man ein gutes Messer braucht und warum ein Opinel nichts taugt. Ein Messer dient zum Schmuck. Dann muss es natuerlich edel sein.

wesen
14.01.2008, 23:43
Gefährlich ist nicht das Messer, sondern dessen Besitzer.
Sorry, Christine: Der Satz mag zwar inhaltlich richtig sein, erinnert mich aber unangenehm an die Argumentation der National Rifle Association (und der Besitzer großer Hunde :bg:). Messer sind aber für mich nun mal Werkzeuge. Würde ich den Waffencharakter im Vordergrund sehen, wäre ich für ein Trageverbot.
der Vergleich zu Hunden paßt nicht so ganz.

Hallo Christine,

da liegt ein Missverständnis vor, ich habe keinen Vergleich zwischen Messern und Hunden oder Waffen gezogen, sondern zu verdeutlichen versucht, dass dein Argument zwar inhaltlich richtig ist, aber (vielleicht nicht nur bei mir ;) ) negative Emotionen auslöst. Und gerade darum halte ich es für kontraproduktiv; für mich sind Messer eben in erster Linie Werkzeuge und keine Waffen.

Dass ich neben der NRA auch Hunde aufgeführt habe, ist eher persönlicher Natur, denn ich habe Angst vor Hunden (ebenso wie vor Waffen) und dieses Argument eben auch von Hundebesitzern schon oft gehört. Unvergessen ist für mich der Hundethread, den ich vor Jahren mal hier losgetreten habe. :p


Bei den Klingenformen würden mich von den ganzen EDC-Trägern mal die Gründe für eben ihr Messer interessieren. Wer hauptsächlich praktische Gesichtspunkte bei der Auswahl seines Messers berücksichtigt, wird meinst ein Messer mit sich rum tragen, das ich nicht als gefährlich einstufen würde ;-)
Ich bin zwar nur ein "Fast-EDC-Träger" und habe (zumindest im Vergleich mit meiner Wollshirtmacke) nur einen milden Messerspleen, aber ich habe durchaus auch schon 100 € für ein Messer ausgegeben, für die Anschaffungen waren nicht nur praktische Erwägungen von Belang und ich hoffe, dass meine Messer trotzdem niemanden ängstigen:

Das Messer, das ich am häufigsten dabeihabe, ist ein Urlaubsandenken aus Sardinien (http://i5.ebayimg.com/08/i/000/cf/39/902e_1.JPG). Zum Zeitpunkt des Kaufes hatte ich kein Taschenmesser, sondern nur ein Matrosenmesser, das mir mein Großvater geschenkt hatte, als ich vielleicht 6 Jahre alt war - und das ich schon als Kind zu unhandlich - und nicht scharf genug - fand. Das sardische Hirtenmesser fand und finde ich trotz der Klingenlänge von gut 10 cm handlicher und, obwohl es keinen Sicherungsmechanismus hat, praktischer. Außerdem finde ich es schön - obwohl es handwerklich sicher alles andere als ein Optimum darstellt.

Das andere Messer, das ich ab und zu mit mir herumtrage, habe ich von meinem Vater geerbt. Es ist ein "Paul Knife" (http://www.rakuten.co.jp/yamahide/img1032492358.jpeg) mit abgebrochener Klingenspitze und deutlichen Gebrauchsspuren, das mir aber aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen am Herzen liegt. Es ist mit einer Hand einfach zu öffnen; ich weiß aber nicht, ob es schon unter "Einhandmesser" läuft.

Beide Messer eignen sich allerdings nicht zum - von Christine angesprochenen - Anmachholz machen. Das Paul Knife ist zu klein dafür und das Hirtenmesser birgt, des nicht vorhandenen Feststellmechanismus wegen, eine zu große Verletzungsgefahr. Seit einigen Monaten habe ich daher außerdem noch ein handgemachtes feststehendes Messer, das sich zumindest im Notfall dafür verwenden lässt.
http://fotos.outdoorseiten.net/templates/4blue_orange1/images/zoom_image.gifhttp://fotos.outdoorseiten.net/data/thumbnails/47/Messer.JPG (http://fotos.outdoorseiten.net/details.php?image_id=2821)
Ausschlaggebend für meine Entscheidung für dieses Messer waren dessen moderate Größe, das altmodische und zivile Äußere, der Kohlenstoffstahl, der moderate Preis und die imho augenscheinlich liebevolle Fertigung. Als EDC würde ich aber auch dieses feststehende Messer nicht mit mir herumtragen.

ex Vento
15.01.2008, 00:03
@ ex Vento: Ich finde es zwar nicht schön (Geschmackssache), aber die Klinge macht einen praktischen Eindruck, warum?



Na, weils ein Strider und damit quasi der Inbegriff des "taktical folder" ist. Und damit nach deiner Definition eine Waffe.
Klinge ist sehr brauchbar und hat einen durchgeheden Flachschiff, habe ich sogar schon in der Küche verwendet

Nix für Ungut, Frank

Christine M
15.01.2008, 07:47
at wesen: Sorry, ich hatte dich da etwas mißverstanden. Ich bin mit den Argumenten der NRA nicht so vertraut und bei Hunden kenne ich nur den üblichen "der will doch nur spielen"-Spruch.

Dein neues Fixed finde ich sehr schön - gibt es ein paar mehr Infos?

Ich glaube, viele Messerbesitzer sind bei dieser Diskussion auch deshalb etwas sensibel, weil die Thematik der "bösen gefährlichen Messer" in der letzten Zeit gerne immer mal wieder von Medien und Politikern aufgebracht und hochgepushed wird - häufig unbelastet von jeglicher näherer Kenntnis der Materie und sachlichen Argumenten.

Christine

RSous
15.01.2008, 08:48
Na, weils ein Strider und damit quasi der Inbegriff des "taktical folder" ist. Und damit nach deiner Definition eine Waffe.
Klinge ist sehr brauchbar und hat einen durchgeheden Flachschiff, habe ich sogar schon in der Küche verwendet

Nix für Ungut, Frank

...genau wie das Schweizer Offiziersmesser. Wie oben gesagt. genau wie das SMF - Kampfmesser! ;)

biograph
16.01.2008, 19:11
Hallöle,

wollte auch mal noch kurz meine Erfahrungen schildern. Ich habe immer mein Schweizer Messer dabei. Dieses verwende ich auch häufiger in der Schule um mal wieder mal ´ne Schraube festzudrehen, ein Kabel abzuisolieren oder einen Apfel zu zerteilen. Eigentlich hatte ich bisher keine Probleme mit der Akzeptanz weder unterden Kollegen noch unter den Schülern. Alle haben mein Messer als das gesehen was es war: als ein Werkzeug.

Nachdem ich gestern im Unterricht wieder mein Messer auspackte um Kabel abzuisolieren (wir arbeiten grade mit Fischer Technik E-Tec Baukästen, da wird schon das ein oder andre Kabel benötigt), meinte eine Schülerin (allerdings über beide ohren grinsend): Herr .... jetzt hab´ ich aber Angst vor ihnen!"

Ich habe sie dann gefragt, weshalb sie denn Angst hätte, die Frage konnte sie mir aber nicht beantworten.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich ein Messer in die Schule mitnehmen kann.
Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, ich kann.
Vielleicht kann ich so mithelfen, dass Messer als Werkzeug angesehen werden. Ich möchte inzwischen auch nicht mehr drauf verzichten, es ist einfach nur praktisch.

Ich kann verstehen, wenn Menschen Angst vor Messern haben, sie ist ja nicht unbegründet. Viele andere Alltagsgegenstände sind aber ebenfalls "multifunktionell": Hämmer, Kopfkissen, Gürtel, Kälberstricke, Klavierseiten, Medikamente... all diese Gegenstände können als Waffe missbraucht werden.
All diese Gegenstände kann man durch die Gegend tragen, ohne schief angeschaut zu werden. Bei Messern ist das wohl anders.

Grüße Tobias

Crosswind
16.01.2008, 19:23
Mensch, Tobias,

da wollt Dich ne Schülerin auf den Arm nehmen...darf man denn nicht mal mehr nen dummen Spruch machen wenn einer ein Messer auspackt? ;-)

Vielleicht liegen die komischen Reaktionen ja auch daran, dass man irgendwie geheimnisvoll tut, wenn man ein Messer zückt? Einfach rausholen, benutzen, wegstecken...sollte doch gehen?

Gruß
Philip

biograph
16.01.2008, 19:46
Mensch, Tobias,

da wollt Dich ne Schülerin auf den Arm nehmen...darf man denn nicht mal mehr nen dummen Spruch machen wenn einer ein Messer auspackt? ;-)

Doch, aber ich mach halt auch gern "manchmal" dumme Sprüche:bg:


Vielleicht liegen die komischen Reaktionen ja auch daran, dass man irgendwie geheimnisvoll tut, wenn man ein Messer zückt?

Nene mach´ ich nicht ich mach´s eher so:
Einfach rausholen, benutzen, wegstecken...:baetsch:

Gruß
Tobias

vince
20.01.2008, 12:41
Meine Erfahrungen zum Thema: Gestern haben mich die Polente auf dem Weg zu einer Demo aus dem Verkehr gezogen. "Hände ans Auto, Taschen ausleeren" Naja, Auto wurde auch auf den Kopf gestellt und sie fanden ein Buck Strider (sieht aus wie das Original). Der P. hat sich dabei aber nichts gedacht und weiter gesucht. Ich fragte daraufhin eine Polizisten ab wann ein Messer auf einer Demo nicht mehr akzeptiert wird, sie sagte dann; "Wenn das MEsser zum apfelschälen da ist, ist das ok*". Aus dem Auto hörte ich dann den P. "Das Messer ist nicht problematisch*" Hmm also das zum Thema Kampfmesser und Strider ;) Es ist ein Apfelschälmesser!

Ich finde die Diskussion irgendwie überflüssig, was der Nutzer damit macht, ist seine Sache, das Optische ist einfach nur Geschmack und darüber lässt sich nicht streiten. Es gibt Menschen die finden einen Militärlook geil, aufgetakelte Tussen mit BW Hose, über den Sinn lässt sich da auch streiten, es ist einfach Mode, mehr nicht. Bei speziellen Messerformen wie Butterfly oder Springmesser ist das evtl anders, aber ich habe auch schon Leute mit diesen Messern "schnitzen" sehen....

Ein Gewehr ist zum töten da, hab aber trotzdem keine Angst vor den Studenten die des öffteren mit der Wumme in der Uni rumrennen. Wie bereitrs gesagt, gefährlich ist der Nutzer nicht der/die/das Messer/Gewehr/Gabel/Auto/Flasterstein....

Freie Waffen für freie Bürger :ignore: :baetsch: *Ironie*

*Zitate entsprechen dem Sinn, sind aber nicht wortwörtlich übernommen"

Schattenwolf
20.01.2008, 12:58
Ich hoffe nicht, Du meinst mit Pigs (Schweine) die Polizisten?
Sonst fühle ich mich in meiner Ehre beleidigt!:grrr:
Anstand muß sein. Umstonst wird keiner von der Polizei "rausgezogen".
Wer mit einem Messer zu einer Demo geht, verstößt gegen das Versammlungsgesetz.

Ich bitte darum, daß dieser Post geändert oder gelöscht wird.

vince
20.01.2008, 13:09
Ich hoffe nicht, Du meinst mit Pigs (Schweine) die Polizisten?
Sonst fühle ich mich in meiner Ehre beleidigt!:grrr:
Anstand muß sein. Umstonst wird keiner von der Polizei "rausgezogen".
Wer mit einem Messer zu einer Demo geht, verstößt gegen das Versammlungsgesetz.

Ich bitte darum, daß dieser Post geändert oder gelöscht wird.

Willst du den Grund wissen? Es gab keinen! Wir sind nun mit nem älteren Bus gekommen. Das war wie so oft, Grund genug und anscheinend habe ich gegen kein Gesatz verstoßen. Das Messer blieb im Auto, ich habe es einfach in der Tasch vergessen. Aber ich will hier jetzt keine Grundsatzdiskussion zu unserer Polizei lostreten ;)

Ps: tut mir leid wenn du dich in deiner "Ehre" verletzt fühlst, sollte kein persönlciher Angriff sein!

Shuya
25.01.2008, 16:17
Wer mit einem Messer zu einer Demo geht, verstößt gegen das Versammlungsgesetz.
Wie ich das in dem Beitrag rauslese, wurde das Messer im Auto gefunden. Dort darf mans doch wenigstens lagern, während man demonstriert oder? :motz:

Grüße
Micha

Fjaellraev
25.01.2008, 19:44
Wie ich das in dem Beitrag rauslese, wurde das Messer im Auto gefunden. Dort darf mans doch wenigstens lagern, während man demonstriert oder? :motz:

Grüße
Micha
Nur wie soll der Polizist wissen, dass du wenn du aussteigst um zur Demo zu gehen das Messer auch wirklich im Auto lässt?
Von daher ist es absolut in Ordnung wenn die Polizei ein Messer einzieht dass sie als Waffe ansieht und bei der Kontrolle während der Anreise zu einer Demo entdeckt.
Was ja in diesem Fall nicht geschehen ist.
Sonst könnte man sich die Kontrollen ja gleich sparen, es wird wohl kaum jemanden geben der, falls bei einer Kontrolle eine Pistole gefunden werden sollte, sagt: Ja die will ich auf die Demo mitnehmen.

Gruss
Henning

Schattenwolf
25.01.2008, 21:12
Danke Fjallraev.

Und wer sagt denn nun wirklich, ob das Messer im Auto zurückgelassen worden wäre? Ich will hier keinen etwas unterstellen.

Aufgestoßen ist mir nur, das was jetzt Polente heißt vorher Pigs waren. Egal, wie man seine Arbeit macht, man macht sie verkehrt. :motz:

Wenn ich so manchen Threat mit deren Posts in verschiedenen Foren lese, bin ich immer mehr dafür, daß Messer/Gabel/Schere/Licht nicht in gewisse Hände bleiben sollten.

Wer Rechte hat, hat auch Pflichten. Nicht nur immer auf die eigenen Rechte pochen, sondern die Rechte der anderen und die der Gesellschaft wahrnehmen und respektieren.

Der Foerster
25.01.2008, 23:51
To Schattenwolf: Mal eine Frage an den Insider (angeregt durch die obige Diskussion): Ich habe eigentlich immer ein Messer im Auto liegen (also nicht griffbereit/sichtbar) ist das verboten wenn ich nun mit diesem Auto zu einer Demo oder durch die Hamburger Innenstadt fahre? Ab wann fahre ich zu einer Demo, wann fahre ich nur zufällig in der Nähe in die richtige Richtung? Wie handhabt das die Polizei?
Dankeschön schonmal für die Info!

ich
26.01.2008, 00:01
Wer Rechte hat, hat auch Pflichten. Nicht nur immer auf die eigenen Rechte pochen, sondern die Rechte der anderen und die der Gesellschaft wahrnehmen und respektieren.

Wohl wahr!

Shuya
26.01.2008, 14:47
Schon klar mit den Rechten.
Aber darf man als Polizist einfach beliebige Personen anhalten und Kontrollieren, nur weil sie an einer Demo teilnehmen könnten? (weil sie Beispielsweise in eine Stadt fahren, wo eine Demo stattfinden wird etc)
Welche Rechte hat man als "Kontrollobjekt"? Was darf die Polizei und wovon hat sie die Finger zu lassen?
Vielleicht könnt ihr mir das ja mal erklären, bin da jetzt etwas verwirrt ob meiner Rechte UND Pflichten (was ich machen darf und was man mit mir machen darf!)

Grüße
Micha

Buck Mod.93
26.01.2008, 15:53
Obwohl ich der Meinung bin da ein Messer in der Regel ein Werkzeug ist denke ich doch das man da unterscheiden muss.In Deutschland zB.ist ein Springmesser
welches sich zur Seite öffnet mit einer dicken breiten und gebrauchsfähigen Klinge erlaubt.Aber das eigentlich selbe Messer mit dünner stilettartiger Klinge
verboten.Da diese Klingenform nicht dazu geeignet ist mit dem Messer zu "arbeiten".Es spielt natürlich vom Gesetz her auch eine wichtige Rolle ob die Klinge arretierbar ist.Ist dies nicht der Fall wird das Messer meistens als "harmlos"
eingestuft.

jackknife
26.01.2008, 16:07
Nur wie soll der Polizist wissen, dass du wenn du aussteigst um zur Demo zu gehen das Messer auch wirklich im Auto lässt?
Von daher ist es absolut in Ordnung wenn die Polizei ein Messer einzieht dass sie als Waffe ansieht und bei der Kontrolle während der Anreise zu einer Demo entdeckt.
Was ja in diesem Fall nicht geschehen ist.
Sonst könnte man sich die Kontrollen ja gleich sparen, es wird wohl kaum jemanden geben der, falls bei einer Kontrolle eine Pistole gefunden werden sollte, sagt: Ja die will ich auf die Demo mitnehmen.

Gruss
Henning

Sehr geehrter Herr Henning, was Du da schreibst ist Bockmist. Damit werde ich also im Vorfeld schon kriminalisiert. Ich darf ein Messer mit mir führen, und wenn ein Polizist es mir im Zuge einer Kontrolle abnimmt, soll er mir erst mal die Verfügungsverordnung zu diesem Fall zeigen, weil sonst ist es Diebstahl. Denn in meinem Fahrzeug darf ich ein Messer haben und führen. Nur weil ich zufällig an einer Demo vorbeifahre, nehme ich noch nicht an der Demo teil. Noch ist es mein Grundrecht ein Taschenmesser zu haben. Ebenso mit einer Schusswaffe. Wenn ein Jäger oder Sportschütze auf dem Weg in sein Revier oder in die Sportstätte, bzw auch Waffenladen ist, darf er seine Waffen im Auto haben und dorthin verbringen. Nur weil dort eine Demo in der Nähe ist, darf man ihm die Waffen nicht abnehmen.
Mit solcherart Blödgeschwaffel schürst Du auch noch die weitere Reglementierung unserer Bürger, welche zum Großteil mündige, gesetzestreue Bürger sind. Du wirst jetzt schon gemolken vom Staat wie eine Eins. Rauchen darfst Du bald auch gar nicht mehr, als nächstes fällt Dein Feierabendbier unter das Drogengesetz, Bargeld wird auch bald abgeschafft ( was der Staat längst gemacht hätte, wenn er könnte) damit Du noch gläserner wirst. Deine Telefone werden abgehört, dein Computer darf nun auch einfach so mal ausspioniert werden. Zu all dem sagst Du mit Deiner Aussage also ja. :bang:
Ich sage dazu nein!!!
In England haben sie die Fehler schon gemacht, nur damit unser Staat die gleichen wiederholt. Dort wurde dem gesetzestreuen Bürger auch das Recht auf sein Taschenmesser aberkannt. Ebenso auf Faustfeuerwaffen! Dies hatte eine sofortige Zunahme der Kriminalität um sage und schreibe 10% zur Folge.
Der Kriminelle nimmt nämlich das Delikt des unerlaubten Waffenbesitzes als geringstes Übel billigend in Kauf. Opa wird jetzt aber verkackt, weil er für seinen 50 Jahre alten Gasrevolver keinen kleinen Waffenschein beantragt hatte, weil dieses an ihm irgendwie vorbeigegangen ist, bzw. er nicht wusste, das nach Erfuhrt so ein Schwachsinn eingeführt wurde.
Was hier gemacht werden soll, ist pure Gängelei unseres Staates am Bürger!
Wenn Du z.B. Sportschütze oder Jäger bist, gehörst Du zu den Leuten, die zigmal ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen mussten, Prüfungen dafür abgelegt haben und sicherer mit Schusswaffen umgehen, als die meisten Polizisten. Dennoch wurden diese Menschen nach der ersten Waffenrechtsnovellierung kriminalisiert, bzw in ihren Grundrechten beschnitten. Dort wurde nämlich verordnet, das man einfach so, seitens des Ordnungsamtes Haussuchungen in den Wohnungen legaler Waffenbesitzer machen kann, ohne Durchsuchungsbefehl seitens der Staatsanwaltschaft. Dieses geht aber bei einem Normalbürger nicht. Dort wurden die Grundrechte von über einer halben Million Bürger in Deutschland mal eben so mir nichts dir nichts beschnitten. Dieses entbehrt aber jeglicher Logik, wenn man sich mal mit der Kriminalstatistik auseinander setzt, die Besagt, dass nur 2% aller Delikte mit Schusswaffen durchgeführt werden. Von diesen 2% sind aber nur 0,1 mit Legalen Waffen begangen worden. Wobei in dieser Statistik auch noch die Suicide mit eingerechnet sind. Logischerweise setzt sich ein Jäger nicht mit einem Wurf vor dem Zug ein Ende, sondern säuft sich ne Pulle Whisky und nimmt seinen schönsten Revolver. Auf jedenfall geht von legalen Waffenbesitzern keine Gefahr aus, was unser Staat aber dem Volk einredet.:bang:

Shuya
26.01.2008, 16:28
Danke Jackknife. Danke! :D

Fjaellraev
26.01.2008, 17:15
Die Diskussion ist ja schon verdammt OT, aber da Jackknife behauptet ich schreibe Unsinn muss ich mich halt nochmal melden ;-)

Art. 40 Sicherstellung
1. Voraussetzungen

Die Kantonspolizei [Fassung vom 11. 3. 2007] kann eine Sache sicherstellen,
a um eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren oder
...
Art. 41
2. Durchführung

1 Der Person, bei welcher eine Sache sichergestellt wird, ist der Grund der Sicherstellung mitzuteilen.

2 Über die sichergestellten Sachen wird ein Verzeichnis angelegt. Den Betroffenen wird auf Verlangen eine Kopie abgegeben.

3 Die Sachen werden gekennzeichnet und amtlich verwahrt.
...
Art. 43
4. Herausgabe sichergestellter Sachen oder des Erlöses

1 Sobald die Voraussetzungen für die Sicherstellung weggefallen sind, sind die Sachen an die Person herauszugeben, bei der sie sichergestellt worden sind, wenn nicht deren Berechtigung zweifelhaft ist.
Dies nur ein Ausschnitt aus dem Polizeigesetz des Kantons Bern http://www.sta.be.ch/belex/d/5/551_1.html viel anders wird es auch in Deutschland nicht sein.
Ob es ihm jetzt passt oder nicht, die Polizei hat das Recht (und in meinen Augen auch die Pflicht) einzugreifen bevor eine Straftat begangen wird, dies gerade auch zum Schutz der Bürger die mit den ihnen zugestandenen Rechten (und dazu gehören auch Jäger und Sportschützen mit ihren Waffen) verantwortungsvoll umgehen.
Im Übrigen hat die Polizei ja auch ein Wegweisungsrecht, das sie durchaus als Alternative zum Einziehen der Waffe (oder was sie als solche ansieht) einsetzen kann.
Dem Jäger auf dem Weg zum Revier, oder dem Sportschützen auf dem Weg zum Stand, kann durchaus zugemutet werden einen kleinen Umweg zu fahren, der um die Demonstrationszone herumführt.
Und im Übrigen sind Polizisten auch Menschen mit denen man durchaus reden kann, wenn man sachlich bleibt und dem Beamten erklären kann weshalb man die Waffe dabei hat, findet sich in 99% der Fälle eine einvernehmliche Lösung.

Und jetzt back on Topic bitte

Gruss
Henning

Schattenwolf
27.01.2008, 16:14
Ich gebe Henning recht!

Polizisten handeln aufgrund ihrer rechtlichen Befugnisse gefahrenabwehrend und strafverfolgend nach den Gesetzen ihres jeweiligen Landes.

Bevor man herumdiskutiert, was ein Polizist tun darf oder nicht, sollte man die Vorschriften und Gesetze (z. B. Polizeiaufgabengesetz, BPOLG, VersG, WaffG, usw.) kennen.

Und mit kennen meine ich nicht nur die Passagen, die einem sagen was sie dürfen sondern auch die auf die jeweiligen Pflichten hinweisen.

Also liebe Foris, wie Henning schon sagte back to topics.

jackknife
27.01.2008, 17:06
Henning, ich nenne sowas vorauseilenden Gehorsam. Füher viel das unter ... [snip] ... wir wollen mal nicht beleidigend werden. Gruss, Nam

Jogi
27.01.2008, 20:23
Umstonst wird keiner von der Polizei "rausgezogen".


Das stimmt nicht! Das habe ich mit eigenen Augen schon oft genug gesehen. Und noch schlimmeres ...
Da wundere ich mich nicht, wenn es oft heißt:
Acht Cola, Acht Bier ...

Alces-alces
27.01.2008, 21:29
Warum verwundert es mich nach Deinem Zitat nicht, dass Du schon desöfteren Augenzeuge "übler Wilkür" wurdest ;-).

Ansonsten, siehe Link unten.

ROW Husky
30.01.2008, 17:38
Wenn Du z.B. Sportschütze oder Jäger bist, gehörst Du zu den Leuten, die zigmal ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen mussten, Prüfungen dafür abgelegt haben und sicherer mit Schusswaffen umgehen, als die meisten Polizisten......

....wenn man sich mal mit der Kriminalstatistik auseinander setzt, die Besagt, dass nur 2% aller Delikte mit Schusswaffen durchgeführt werden. Von diesen 2% sind aber nur 0,1 mit Legalen Waffen begangen worden....:bang:

Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt????


Akwaho

jackknife
31.01.2008, 00:56
Verstehe ich nicht. Mir geht dieses satzweise aus dem Zusammenhang heraus zitieren, voll auf den Geist. Damit kann man jeden Inhalt eines Textes zerbröseln und in eine andere Aussage umformen.

Gersprenzfischer
31.01.2008, 10:00
Ich stimme Jackknifes Kernaussagen voll zu.

Letztes Jahr habe ich den Verlängerungsantrag meinens Schwarzpulverscheins ein Woche zu spät abgegeben. Ich wurde von der zuständigen Behörde aufgeklärt, dass, wenn ich in diesem Moment noch Schwarzpulver daheim lägere (Erlaubterweise sind das sowieso nur noch Kleinstmengen), ich mich bereits strafbar gemacht hätte.
Dann wollte er mir keinen neuen Schein ausstellen, da ich in den letzten fünf Jahren kein Schwarzpulver gekauft hatte. (Selbst bei regelmäßigen Pistolenschießen, dauert der VErbrauch eines Kilos schon ewig, das sind ca. 2.000 Schuß, eine Saison Rundenkämpfe samt Training sind ca. 400 Schuß). Ich hatte kurz vor dem vorherigen Ablauf, also vor ca. 6 Jahren 2 kg gekauft.)Ich musste also nachweisen, dass ich noch aktiv schieße. Da mein Schießinteresse aber in den letzten Jahren etwas zurückging, konnte ich nur sporadische Schießen nachweise, weshalb er mir fast keinen neuen Schein ausstellen wollte. Ich sagte ihm, dass mir 2 kg Schwarzpulver in 5 Jahren dicke reichen. Das wäre ihm egal, er genehmige immer 25kg oder gar nichts.....

Soviel zum Thema Freiheit, Ämter und Waffen in Deutschland.

Dazu fällt mir immer nur der amreikanische Spruch:

If guns are outlawed, only outlaws will have guns ein.

ROW Husky
31.01.2008, 16:12
Verstehe ich nicht. Mir geht dieses satzweise aus dem Zusammenhang heraus zitieren, voll auf den Geist. Damit kann man jeden Inhalt eines Textes zerbröseln und in eine andere Aussage umformen.

Entschuldige bitte, dass ich diese 2 Punkte nicht im richtigen Kontext zitiert habe. Deshalb formuliere ich es mit meinen eigenen Worten:

Könnte es sein, dass so wenig Straftaten mit "legalen" Waffen passieren, weil die Bestimmungen für Besitz, Führen und Gebrauch so streng sind???

Ist ja nur mal ne Frage.
....und daß es jede Menge unsinniger Bestimmungen und Reglementierungen gibt (übrigens in jedem Rechtsstaat in dem ich bisher gelebt habe) dem wiederspreche ich sicher nicht.

Akwaho

ex Vento
31.01.2008, 19:05
In Deutschland gibts nen Schwarzpulverschein? Wieder was gelernt! Eh alles etwas komisch, alles wo wir als Kinder mit gespielt haben, ist heute verboten: Chackos (schreibt man die so?), Wurfsterne, Butterflys, Mafiosobesteck (Stiletto) und Kaliumpermanganat (da habe ich einiges von in der Aphotheke geholt). Noch dazu ne Zwille mit 10mm Vierkantgummie, die hatte auch etwas mehr als die paar Joule, die erlaubt sind.

Aber der heutigen Playstation-Generation gibt man das besser nicht in die Hände. Wobei ich ja fast sagen würde, damit können die eh nicht umgehen:bg:

Mephisto
31.01.2008, 19:17
Seit wann is Kaliumpermanganat verboten?

Freak
31.01.2008, 22:36
Ist es nicht, bekommst du in (fast) jeder Apotheke.

The Joker
31.01.2008, 22:50
Könnte es sein, dass so wenig Straftaten mit "legalen" Waffen passieren, weil die Bestimmungen für Besitz, Führen und Gebrauch so streng sind???

Wenn ich jetzt auch so einen Umkehrschlußziehen darf, dann würde ich mal sagen daß es in der Schweiz, wo ja in privaten Haushalten größtenteils noch Sturmgewehre mit Munition gelagert werden, täglich größere Massaker geben müßte.
Kann ja auch sein daß Dir von allen medialen Seiten eingetrichtert wird daß alle Menschen schlecht sind, und es in Wirklichkeit gar nicht so ist...
Mal davon Abgesehen bin ich auch nicht dafür daß sich jeder eine Schußwaffe kaufen darf wenn er möchte.
Bei Messern ist das aber etwas ganz anderes. Messer sind Werkzeuge.
Und mir macht es eben eine Riesenfreude wenn ich beim Einkaufen die Stiele des Kohlrabis mit einem hochwertigen, großen Klappmesser kappen kann.

Fjaellraev
31.01.2008, 23:25
Wenn ich jetzt auch so einen Umkehrschlußziehen darf, dann würde ich mal sagen daß es in der Schweiz, wo ja in privaten Haushalten größtenteils noch Sturmgewehre mit Munition gelagert werden, täglich größere Massaker geben müßte.
Grosse Massaker nicht, aber es ist durchaus so, dass eine rechte Anzahl von Tötungsdelikten (gerade im familiären Umfeld :([Nein nicht in meinem]) mit Armeewaffen passiert, und dabei oft auch noch die bisher zuhause gelagerte Munition im Spiel ist. Aus diesem Grund wird die sogenannte Taschenmunition jetzt nicht mehr abgegeben und die Diskussionen ob das Sturmgewehr noch zuhause gelagert werden soll/muss ist im Moment wieder sehr aktuell.
Persönlich bin ich durchaus der Meinung dass der Zwang, dass jeder Soldat sein Gewehr zuhause haben muss, aufgehoben werden sollte.

Gruss
Henning
(Der sein Gewehr vor ein paar Jahren endgültig abgegeben hat)

The Joker
31.01.2008, 23:33
Man darf niemanden zwingen eine Waffe im Haus zu haben. Daß immer wieder Tötungsdelikte vorkommen will ich auch nicht abstreiten. Ich wollte zuspitzen was gesagt wurde. Das viel mehr an Waffen führt nicht zu ausschweifendem Waffenmissbrauch.

ex Vento
01.02.2008, 22:02
Seit wann is Kaliumpermanganat verboten?

habs hier irgend wo im Forum gelesen, fällt unter irgend ein Gefahrstoffblabla und ist nur mit Rezept/ gutem Grund/ in Kleinstmengen/ Volljährig zu bekommen. Als ich das gekauft habe, war das irgendwo 5 bis 10 Klasse

doni
05.03.2012, 21:05
Hi!
Meiner Meinung nach spielt auch die Spitze eine nicht unerhebliche Rolle! Während bei Messern mit Tantoschliff meist doch recht böse aussieht, empfinde ich die Spearpoint Spitze als weniger bedrohlich, hängt wahrscheinlich auch mit der bauchigen Form zusammen. Hab außerdem mal gehört, dass Tantoklingen sogar durch so mache Sicherheitswesten durchgehen!?