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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trekkingstöcke - worauf achten?



akonze
22.11.2007, 13:07
Also ich hab gesucht und auch im Wiki nachgeschaut. Nix gescheites zu Trekkingstöcken gefunden. Ich will mir zu Weihnachten endlich mal welche zulegen. Ich habe aber 0 Ahnung. Daher ein paar Fragen:

1. Wie groß müssen die sein (bin 1,78m)?
2. Gibt es verschiedene Arten oder sind alle gleich?
3. Welches Material müssen die haben?
4. Gibt es nützliche Gadgets (Federn, Raketenantrieb, etc..)?
5. Welche Firmen bauen gute Trekkingstöcke?
6. Welche nutzt ihr persönlich?

Susanne
22.11.2007, 13:22
Hi,
ich nutze den Black Diamond Trail (http://globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=iu_75605&GTID=4edcd6c1f824175020a93bb6368ea7eba33) und bin sehr zufrieden. Lässt sich schnell verstellen. Das Flick Lock-Verstellsystem ist super und stabil. Hatte mal welche mit drehbarer Verstellmöglichkeit, die aber immer wieder mal nachgegeben haben. Typischer Vertreter für solche Stöcke ist LEKI.

Zu Deinen Fragen:
1. bis 140 cm dürfte dicke ausreichen, eher könnten sie auch kürzer sein.
2. Carbon, Alu, Glasfiber, Flick Lock-Verstellung, Drehmechanismus
3. Carbon ist leichter, man sollte aber aufpassen, nicht draufzulatschen. Alu ist aber auch vollkommen in Ordnung
4. ist mir noch nicht aufgefallen ;-)
5. Black Diamond und sicher auch noch andere.
6. Black Diamond Trail

Gruß Susanne

hotdog
22.11.2007, 13:40
Ich nutze die Leki Makalu CorTec Antishock (http://www.wanderfritzen.de/shop/product_info.php?products_id=4479). Dieser Korkgriff fässt sich ganz angenehm. Probleme habe ich mit dem Super-Lock-System. Ich hab das System dahin noch nicht verstanden (obwohl ich Abitur habe ;-) ) und dreh mir immer nen Wolf in verschiedene Richtungen, bis die Stöcke endlich fest sind. Ein bisschen enttäuscht bin ich von der fehlenden Dämpfung, will sagen: beim Aufsetzen vibrieren die Stöcke spürbar. Ich hatte eigentlich in meiner Naivität gehofft, dass das in der Preisklasse nicht auftritt.

Hasenfuss
22.11.2007, 13:49
Hallo Arthur,

1. Bin 1,80m und nutze eine 1,35m Länge. Ist wohl auch von deinem persönlichen Wohlempfinden abhängig, einfach mal im Laden testen (ggf. Schneetiefe beachten).

2. (siehe Susanne)

3. Carbon halte ich für zu teuer, Alu ist vollkommen in Ordnung.

4. Es gibt Stöcke mit Federmechanismus und speziellen Griffen (für Kamera etc.) Habe ich aber bisher noch nicht vermisst. (ich meine, das Ganze sind doch nur Wanderstöcke :bg:!)

5. Black Diamond ist sicherlich i.O., Leki auch. (Hatte zuvor tschechische No-Name Stöcke, die habens auch getan und wurden nur ausgesondert, weil die Spitzen verschlissen waren und sich nicht wechseln ließen).

6. Leki Makalu (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=lk_75602&k_id=0710&hot=0)

Mein Fazit: Nicht zuviel Kohle investieren.

Gruß von Hasenfuss.

barleybreeder
22.11.2007, 13:49
Probleme habe ich mit dem Super-Lock-System. Ich hab das System dahin noch nicht verstanden (obwohl ich Abitur habe ;-) ) und dreh mir immer nen Wolf in verschiedene Richtungen, bis die Stöcke endlich fest sind.

Wie jetzt, :o ? Einfach zuschrauben, zudrehen, nach rechts halt, wie das Marmeladenglas zuhause halt, oder die Heizung, oder ne Schraube! Wie eben bemerkt die Dinger haben Rechtsgewinde!

@akonze

Ich habe von Leki die Makalu Classic und die Carbonstöcke (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=lk_75701&GTID=281ebca0688ac6ab28660f5106e1d9cba34) von denen. Bin eigentlich nur noch mit Carbon unterwegs. Läuft sich wesentlich leichter und bequemer. Wiegen ja auch 200 gramm weniger als normale, kosten allerdings exorbitant viel (wenn man sie nicht günstig wo abstaubt).
Dagegen sind die Classics richtige Prügel. Aber unempfindlicher gegen Kratzer!

Dämpfung braucht man nicht zwingend. Bringt keine wirklichen Vorteile (ich hatte auch solche), eher Nachteile (kann halt wieder was kapputt gehen).

hotdog
22.11.2007, 13:56
Wie jetzt, :o ? Einfach zuschrauben, zudrehen, nach rechts halt, wie das Marmeladenglas zuhause halt, oder die Heizung, oder ne Schraube! Wie eben bemerkt die Dinger haben Rechtsgewinde!

So dachte ich auch. Aber wenn man sie aufdreht, stösst man schnell an einen Widerstand, eine Art Verstellschutz bei Benutzung, über den man sich kraftvoll hinwegsetzen muss. Das verwirrt mich immer.

barleybreeder
22.11.2007, 14:05
So dachte ich auch. Aber wenn man sie aufdreht, stösst man schnell an einen Widerstand, eine Art Verstellschutz bei Benutzung, über den man sich kraftvoll hinwegsetzen muss. Das verwirrt mich immer.

Dieser Wiederstand ist von Leki als Rückdrehschutz angepriesen. Funktioniert allerdings nicht 100%ig bei mir.
Einfach ignorieren!!:bg:

Komtur
22.11.2007, 14:08
1. Wie groß müssen die sein (bin 1,78m)?
2. Gibt es verschiedene Arten oder sind alle gleich?
3. Welches Material müssen die haben?
4. Gibt es nützliche Gadgets (Federn, Raketenantrieb, etc..)?
5. Welche Firmen bauen gute Trekkingstöcke?
6. Welche nutzt ihr persönlich?

Also:

zu 1.: Wenn einstellbar, dann lieber etwas längere. Meine gehen bis 145cm. Denn beim bergabegehen (steil) kann man sie länger (auf 140cm) stellen und sich damit gut abstützen.
Bergauf stelle ich sie teilweise nur auf 110cm, damit die Hände immer nur in Hüfthöhe sind und sie mir nicht einschlafen. ;-)

zu 2.: es gibt viele verschiedene

zu 3.: Alu reicht mir, Carbon ist leichter, aber teuer
Bei meinem Gewicht mit Rucksack usw. = 147Kg sind die Carbon eh zu dünn und halten sicherlich nicht.

zu 4.: Habe als Extra die Tiefschneeteller für den Winter und Gummikappe für die Stahlspitze als Transsportschutz und für Asphalt.

zu 5.: Bin mit Leki sehr zufrieden

zu 6.: Leki Makalu Ergometric - verstellbar von 68 bis 145cm
Passen gut in meinen Rucksack (Flug), sind stabil genug.


@hotdog

Probleme habe ich mit dem Super-Lock-System.

Ist doch ganz einfach. Wenn die Stöcke fest gestellt sind, muss man erst mal eine Umdrehung lösen, bis sich der Klemmkeil überhaupt lockert. Dann etwas weiter drehen. Beim feststellen reicht ein "leichtes" anziehen.

Hat den Vorteil, das sich der Keil nicht sofort bei wenig drehen der Rohre öffnet und man daher nicht voll zudrehen muss.
Bin sehr zufrieden damit.
Einfach mal auf der Leki-Webseite nachlesen.

Gruß

Dirk

Rajiv
22.11.2007, 21:28
Also ich hab gesucht und auch im Wiki nachgeschaut. Nix gescheites zu Trekkingstöcken gefunden. Ich will mir zu Weihnachten endlich mal welche zulegen. Ich habe aber 0 Ahnung. Daher ein paar Fragen:

1. Wie groß müssen die sein (bin 1,78m)?
2. Gibt es verschiedene Arten oder sind alle gleich?
3. Welches Material müssen die haben?
4. Gibt es nützliche Gadgets (Federn, Raketenantrieb, etc..)?
5. Welche Firmen bauen gute Trekkingstöcke?
6. Welche nutzt ihr persönlich?

zu 1.: Es sollte eine max. Länge von 140cm vollkommen ausreichend sein.
zu 2.: Dies ist ein weites Feld. Es gibt auch "andere" Stöcke, siehe http://www.fastmont.de oder kleinere Hersteller wie http://www.sportstock.de
zu 3.: Alu, gegen Carbon spricht der Preis und geringere Robustheit
zu 4.: Irgendwo im Forum gibt es ein mehrseitiges Thema zu der Problematik ungefedert/gefedert
zu 5.: Viele, z. Bsp.: Fastmont, Brückl, Lekisport/Leki, Kohla, Komperdell, Gabel, Fizan, Masters, King/Mountain King etc.
zu 6. Einige(siehe zu 5., aber nicht von jeder Firma, wobei viel fehlt nicht, dabei benutze ich die Stöcke selten; ich schleppe aber im Hochgebirge immer wenigstens ein Paar brav mit auf den Berg und talwärts ist es häufig immer noch am Rucksack statt in den Händen...)

Rajiv

P.S.: Leki Makalu Antischock CorTec (http://www.hood.de/auction/29062101/teleskop-trekkingstock-leki-makalu-antischock-kork.htm)

Poldi
22.11.2007, 21:35
1. Wie groß müssen die sein (bin 1,78m)?
2. Gibt es verschiedene Arten oder sind alle gleich?
3. Welches Material müssen die haben?
4. Gibt es nützliche Gadgets (Federn, Raketenantrieb, etc..)?
5. Welche Firmen bauen gute Trekkingstöcke?
6. Welche nutzt ihr persönlich?

1.: 1,40m
2.: Es gibt unterschiedliche Arten was die Segmentfeststellung, die Segmentanzahl, das Griffmaterial, die Griffform und das Tellermontagesystem angeht.
3.: Müssen müssen sie garnix :bg: ich mein Alu, aber da muss jeder seinen Weg finden.
4.: lägnger nach unten gezogener Griff, tellerzubehör is praktisch
5.: Black Diamond, Leki
6.: BD Contour

Rio
22.11.2007, 21:43
BD Contour ist auch für mich "der Stock" :grins:
Hat mich auf den AT treu begleitet...

Nava
22.11.2007, 22:20
habe die Leki Makalu Classik
bin mit denen voll zufrieden, einfach, haltbar, angenehm

aber ich würde dir empfehlen einfach mal in einen Laden zu gehen und die Dinger in die Hand zu nehmen, haben ziemlich unterschiedliche Griffe, und da du wahrscheinlich vor hast die Stöcke an den Griffen zu halten :bg: ist es ziemlich wichtig das sie dir Liegen.

nützlich finde ich außerdem:
Wechselteller (z.b Tiefschnee Teller)
Ersatzteile wie Spitze gut zu bekommen,

Im nicht allzu stolpergefährdeten Gelände sind gute Handschlaufen Gold wert benutzt man sie richtig (was kaum einer macht) spart das enorm viel Kraft. Im atolpergefärdeten Gelände lass ich die Hände lieber aus den Schlaufen.

cd
22.11.2007, 23:09
Ich hab fast 10 Jahre alte Leki Super Makalu Antishock.
Die erfüllen ihren Zweck einwandfrei, sowohl beim Wandern als auch beim Skifahren.
Letztes Jahr hat sich ein schon etwas früher anbahnendes Problem zugespitzt: Die Klemmung ließ sich nicht mehr lösen...
Jedenfalls hatte ich die Stöcke immer recht kräftig zugedreht, da dies für zuverlässigen Halt mittlerweile einfach nötig ist. Und irgendwann gingen sie nur noch mit allergrößter Mühe auf... Ordentlich von innen putzen, auch die Gewinde abschrubben und neue Spreizdübel haben das Problem etwas, aber lange nicht vollständig gelindert.

Zum Wandern würd ich heut nach Möglichkeit leichtere hernehmen. Das Gewicht von den oben verlinkten Carbondingern ist schon verlockend...
Aber sie sollten auch zum Skifahren herhalten können. Ob das die Carbonstöcke packen? Naja, mal sehen.
Ein bissl werden es meine Stöcke noch packen, in ein oder zwei Jahren kann ich dann immer noch neue kaufen.

Praktisch wären nach unten verlängerte Griffbereiche z.B. á la Komperdell, aber da könnte ich ja auch Lenkerband oder so drumwickeln.
Austauchbare Teller sind auch nicht schlecht, dann muss man im Sommer in trockenem Terrain nicht mit breiten Schneetellern rumstochern und im Winter nicht mit schmalen Sommertellern im Tiefschnee versinken.
Die Federung würd ich mir glaub ich sparen, ist aber wohl Ansichtssache.

chris

hAsenmAnn
27.11.2007, 02:17
gibt bei leki 2 verschlußsysteme. bei dem alten system mit spreizdübel müssen die einzelnen segmente bis zum anschlag zugedreht werden und bei dem neuen genügt bereits eine umdrehung, um den stock zu arretieren. dabei wird der konus nicht am oberen ende gegen die stockwand (also quasi in v-form) gepresst, sondern wird gleichmäßig wie ein sich weitender zylinder an die stockwand gedrückt. außerdem (aber das wurde schon gesagt) unterscheiden sich die neueren stöcke durch ein federungssystem, das ich persönlich für ganz gut, aber nicht notwendig halte

-wf-
27.11.2007, 12:34
Habe die Leki Malaku Classic Jubiläumsausgabe ohne Dämpfung. Ich habe sie erst ein Jahr. Gekauft habe ich sie, weil sie mein Vater auch hat und sie schon 15 Jahre bei regelmäßiger Benutzung halten. Außerdem sind die Spitzen auswechselbar, was ich sehr wichtig finde. Meine Lidl Wanderstöcke waren an sich auch ok, aber die Spitze war nach drei Wochen schon total runter und ließ sich nicht auswechseln. Die von Leki verschleißen aber schon grundsätzlich nicht so schnell.

CArbon finde ich nicht unbedingt nötig. Alu ist stabiler, was mir wichtig ist, weil die Stöcke auch als Zeltstangen herhalten müssen. Ob Carbon das mitmacht? Wäre mir auch einfach zu teuer.

Nützlich finde ich wechselbare Teller und Spitzen sowie ordentliche Handschlaufen wie beim Skistock. Nicht nur die billigen Riemen wie beim Discounterstock.

Mit anderen Firmen habe ich mich nicht näher beschäftigt, weil der familieninterne Langzeittest eben auf die Lekis wies. Wer aber nur hin und wieder mal losgeht, für den reichen auch die Angebote aus den Billigmärkten.

Moschusochse
27.11.2007, 15:43
Von Discounterstöcken (Lidl, Aldi, Tchibo, etc.) würde ich abraten. Genauere Betrachtung des TÜV zeigt meistens TÜV China o.ä. und steht quasi nur zu werbezwecken drauf. jeder der sich schon einmal auf einen aldistock mit schwung gestützt hat(was bei jedem stolperer bergab der fall ist) wird umgeknickt sein. Leki zumindest wurde von TÜF Deutschland süd geprüft und entspricht deren Normen. diverse weitere vorteile wurden ja bereits genannt(Rückdrehmechanismus, verlängerter griff, weiches griffband, dämpfung ein-und ausschaltbar, austauschbare spitze).

-wf-
29.11.2007, 17:36
Der Lidl Stock war gar nicht so übel. da hat sich nichts zusammengeschoben. Ich habe ihn drei Wochen durch Norwegen geschleppt mit 30 kg Rucksack, macht zusammen rund 90 kg. Das hat der Stock anstandslos verkraftet, nur die Spitzen taugten wenig. Sie waren nach der Zeit einfach abgenutzt. Da sie sich nicht tauschen lassen, mußte ich mir einen neuen Stock beschaffen. Da kam natürlich nur einer mit austauschbaren Spitzen in Frage. Aber grundsätzlich gegen Discounterstöcke bin ich nicht, für einfachere und gelegentliche Benutzung reichen sie völlig aus.

Murph
01.12.2007, 14:56
Kann man beim Black Diamond Trail die Spitze und die Teller auswechseln?

Ehemaliger
06.12.2007, 23:34
Ich plädiere mal für den vielgeschmähten Komperdell Carbon Duo Lock. Extrem super leicht. (Könnte mir nicht vorstellen, einen schweren Alustock durch die Gegend zu schleppen.) Und bislang hält er auch. Hat zwar viele Kratzer wegen häufiger Wanderungen durch Blockwerk usw. Aber ist nicht gebrochen. Hatte ihn auch schon öfters beim Laufen zwischen Steinen eingeklemmt...aber wenn man da halbwegs rechtzeitig loslässt, kann man den Bruch vermeiden.

Der Lock Mechanismus hält im Prinzip gut. Nur muss man aufpassen, dass man den Stock in der Nacht nicht so hinlegt, dass Wasser in den Stock reinläuft. Dann hält der Mechanismus nicht mehr so gut.

Dekkert
07.12.2007, 00:55
Ich habe Leki Makalu und BD Terra CF (http://www.blackdiamondequipment.com/gear/terra_cf.php) (den letzten benutze ich noch, ist aus Alu und Carbon aber trotzdem recht schwer (532g laut BD) und teuer)

Zu verschiedenen möglichen Details:

-Federung ist wohl sinnvoll, wenn du Gelenkprobleme hast, ob sonst, k.A.
-Ein gekröpfter Griff ebenfalls, ich empfinde ihn auch als sehr viel angenehmer.
-Das Flicklocksystem von BD ist immernoch etwas schneller als das Drehsystem von Leki, was ich angenehm finde, weil ich öfter mal die länge verstelle. Ich bin da halt ein Pedant und ein Spielkind. Die Länge wird dann für (fast) jede längere Steigung angepasst. Wenn Du solchen Kleinigkeiten eher gleichgültig gegenüber stehst, und die Länge nicht so oft verstellst, ist das Verstellsystem aber für dich eher egal.
-Die Griffverlängerung nutze ich auch, aber ich hab noch nicht viele andere gesehen, die das auch machen.

Beim Bergabgehen stützt man die Hand ja manchmal von oben auf den Stock, da ist der "Handteller" vom Terra CF super, bei manchen Stöcken sind da fast scharfe Kanten, die Blasen verursachen können.

Grüees

Michael1983
07.12.2007, 14:05
Meine Frage wäre auch, ob man beim Black Diamond Trail die Spitze und die Teller auswechseln kann.

Michael1983
18.01.2008, 18:21
Hallo, um das Thema nochmal anzuwerfen:

Bei Globi gibt es die Black Bear Wanderstock Antischock für 29,95 Euro. Ist das was? Kann man die gebrauchen? Wollte auf jeden Fall Teleskop - Stöcke...die Black Diamond Trail kosten ja das Doppelte, soviel muss man doch nicht unbedingt ausgeben, oder? Oder MUSS es unbedingt BD oder Leki sein?! Sind die Unterschiede so enorm? Vielleicht könnten ein paar wanderstockerfahrene Trecker mir da mal ne kurze Antwort zu abliefern. Wäre sehr dankbar!

wolke
18.01.2008, 18:42
Hallo,

Teller kann man bei Black Diamond definitiv auswechseln. Spitze weiss ich nicht genau.

Ich hatte bisher Stöcke von Noname, Leki, Komperdell und Black Diamond (teilweise mit, teilweise ohne Federung).

Mein Fazit:
- Federung finde ich unnötig; teilweise sogar nervig, wenn sie sich ungewollt "einschaltet"
- Die Metallspitze sollte gut greifen (wichtig auf nassem Fels). Das ist oft ein Manko bei den günstigeren Modellen.
- Seit ich das Klemmsystem von Black Diamond benutze, bin ich mir absolut sicher, dass ich mir keine Stöcke mit Drehverschluss mehr kaufen werde. Mittlerweile haben auch andere Hersteller das System bei einigen Modellen adaptiert.
- Handschlaufe sollte keine Schnalle haben und aus einem angenehmen Material gefertigt sein

Meine Empfehlung (habe ich selbst im Einsatz): Black Diamond Contour

Zu Deiner Frage: Teilweise werden die Black Bear Stöcke von Komperdell gefertigt. Vergleiche das Modell mal mit o.g. Kriterien und frage Dich, wieviel Aufpreis Dir die Annehmlichkeiten wert sind. "Ausreichen" werden die Black Bear Stöcke natürlich auch...

Viele Grüße,
Wolfgang

Info am Rande: Habe bei einer der ersten Skitouren mit den Stöcken das mittlere Segment (durch Sturz) verbogen. Das Ersatzteil sollte 30 Euro (in Worten: dreißig Euro!!!) kosten, habe es aber dann dankenswerterweise doch noch auf Kulanz bekommen. Hätte ich wg. Eigenverschulden nicht mit gerechnet.

ihn
18.01.2008, 19:35
Also ich habe die BD Alpine CF (kosteten 89,90 Euro). Der Klemmmechanismus ist sehr gut, in Handling und Funktion. Die Handschlaufen tragen sich angenehm. Für meine Größe mit 1,99m ist die Länge 130 cm gerade noch ausreichen. :D

Vor kurzem habe ich mir bei Bergzeit (http://www.bergzeit.de/index.php?sid=60bb11d913beee93852ef0122e8c4c02&cl=details&cnid=1dd4614d0de3a1771.66382737&anid=8554614d5378b4db3.05036763&3_4-Teller&) den 3/4 Teller gekauft. Die Montage war doch durch starke Beanspruchung der Sommerteller im Herbst und Frühenwinter sehr schwergängig.

Auf der zweiten Tour mit den neuen Stöcken bin ich auf einer gefrorenen Wurzel ausgerutscht und habe ein mittleres Rohr zerbrochen. Hat mich 25 Euro gekostet. Wenn mir so etwas noch mal passiert, kaufe ich mir ein zweites Paar dieser Stöcke und habe richtig viele Ersatzteile. :bg:

Ob sich die Spitzen wechseln lassen kann ich nicht sagen, aber der Grad der Abnutzung ist minimal bzw. nicht sichtbar. Da denke ich geht eher wieder ein Rohr kaputt, und da habe ich ja eine "Defence Strategie" im Petto.

Shorty66
18.01.2008, 20:07
Finde den ALpine CF auch klasse. Zwar besitze ich den noch nicht, aber wenn mal geld übrig ist und grad nicht in wichtigere ausrüstung investiert wird, dann sicher in den!
Nen freund von mir war mit mir mit so einem auf tour und die Vorteile gegenüber nem Leki sind schon ganz ordentlich:
1. Viiiieeel leichter! Und das eben nicht nur durch nen leichteren und instabileren verstellmechanismus oder so sondern auf ganzer linie und trotzdem ziemlich robust.
2. Carbon dämpft echt klasse. Nicht so wie die "normalen" dämpfungsysteme - mit denen hatte ich schon oft das problem, den stock nicht von bei jeder Plazierung direkt voll zu belasten, sondern durch die dämpfung einen langsamen druckaufbau zu haben wodurch der stock häufig von felsplatten abrutscht.
Meiner meinung nach sind ohne federung präzisere platzierungen möglich.
Die normalen Federungssysteme sind Frostanfällig. WIll heißen: wenn man die stöcke über nacht draußen (bzw. im zelt) liegen hat bekommt man sie am nächsten morgen nicht auseinander.

Bei Carbonstöcken dämpft das material selbst - es schwingt einfach nicht soviel wie ein alustock. Dadurch bleibt das angenehm präzise platzieren eines dämpfungslosen stocks und durch die fehlenden Schwingungen ist das ganze noch angenehmer.
Um gelenke zu schützen empfiehlt sich allerdings doch eine "richtige" federung.
3.Das flicklock system ist den anderen einfach überlegen. EInmal eingestellt sitzt es immer mit einem klick bombenfest und lässt sich genauso schnell lösen - auch bei frost und mit dicken handschuhen.


Bei der länge emfpinde ich 120cm für mich als 180cm Mensch als die perfekte normallänge. bei längeren abstiegen evt. etwas länger, die 125cm des alpinelite reichen dann aber auch noch. meistens stelle ich da nicht soviel rum.

Bei den BD stöcken lassen sich teller, spitzen und handschlaufen austauschen.
Zu empfehlen sind auf alle fälle tiefschneeteller, allerdings nur, wenn du auch in den schnee willst.
DIe meisten tiefschneeteller halten felskontakt nicht sonderlich lange durch, da sie recht biegsam gestaltet sind. besser für kombinierte schnee/fels geschichten sind die Blck diamond 3/4 teller.

wolke
18.01.2008, 21:12
DIe meisten tiefschneeteller halten felskontakt nicht sonderlich lange durch, da sie recht biegsam gestaltet sind.

Zumindest für BD kann ich hier Entwarnung geben: Ich habe die Tiefschneeteller jetzt knapp zwei Jahre drauf (aus Faulheit; habe die anderen Teller auch "irgendwo" :-? ) und sie drohen noch nicht zu zerfallen (bei ca. 100-120 Tourentage).

Viele Grüße,
Wolfgang

wolke
19.01.2008, 19:43
Hallo Michael,

nur so als kleiner Tipp am Rande:

Bei Globetrotter gibt es aktuell die Black Diamond Contour für 55 Euro. (Die negative Bewertung habe ich gelesen; halte ich aber eher für einen Einzelfall oder einen Bedienfehler. Man muss das untere Segment nämlich durch eine kurze Drehung einrasten, damit es fest fixiert ist.)

Einen kleinen Nachteil möchte ich aber nicht verschweigen: Durch den 15 Grad angewinkelten Griff, den ich sehr angenehm finde, ist das minimale Packmaß im Vergleich zu anderen Stöcken ein wenig größer. Mich stört's nicht...

Viele Grüße,
Wolfgang

Michael1983
18.04.2008, 10:08
Moin zusammen!

Bei Globi sind jetzt Trekkingstöcke von Exel im Angebot

> http://http://www.globetrotter.de/de/shop/rubrik.php?k_id=0710&hot=1 (http://www.globetrotter.de/de/shop/rubrik.php?k_id=0710&hot=1)

Die Stöcke sind recht günstig und Exel soll ja auch ganz ok sein, bzw. schon mal besser als irgendeine noname - Marke.

Was haltet ihr von dem Angebot? Klar, BD und Leki scheinen ja die Marktführer zu sein. Es ist auch schwer, zur Exel - Marke mal gescheite Bewertungen oder Infos zu bekommen. Habe bisher keine eigenen Stöcke. Für meine bisherigen Touren habe ich mir noname - Stöcke von Kollegen geliehen, die haben es auch getan. Bin daher immer noch auf der Suche nach meinem ersten Paar, bzw. wir brauchen dann direkt zwei Paar. Direkt 120 € für zwei Paar auszugeben, muss ja nicht unbedingt sein, wenn man günstig an halbwegs gute Stöcke rankommt.