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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Testbericht] Frisport Zeltofen



Pico
12.11.2007, 09:44
Kaufdatum: November 2007<br />Gebrauchszeitraum: 1 x zum Testen<br />Art des Einsatzes: Testbetrieb<br />Hersteller: Frisport<br />Modellbezeichnung: Zeltofen lackiert<br />Modelljahr: 2007?<br />Unverbindliche Preisempfehlung: 220,- €<br />Vorgesehener Einsatzbereich: heizen des Lavvus<br />Ausstattung und besondere Details: siehe Bericht<br />



Testbericht: Frisport Zeltofen

Nachdem mir bei der Auswahl meines Lavvus und eines dazu passenden Zeltofens in diesem Forum ja hervorragend geholfen wurde möchte ich mich an dieser Stelle durch einen weiteren Testbericht revanchieren:

Ursprünglich wollte ich zu meinem Tentipi Nibba den Zeltofen von Helsport nutzen. Da Feuerzelte diesen leider nicht liefern konnte hat der Rudi mir den Frisport-Ofen angeboten. Vorweggenommen sei das der Ofen dem Helsport doch sehr sehr ähnlich ist. Elementare Unterschiede gibt es eigentlich nur zwei, nämlich zum einen das der Frisport mit Ofenlack behandelt ist und zum anderen das er ca. 150,- € billiger ist als der Helsport!

Jedenfalls habe ich den Ofen letzte Woche bekommen und am Wochenende dann das erste mal in Betrieb genommen. Grundsätzlich muss gesagt werden das der Ofen vor dem ersten Einsatz im Zelt einmal richtig angefeuert werden muss um den Ofenlack einzubrennen. Mich persönlich stört das nicht, da ich den Ofen ohnehin erst einmal ohne Zelt anfeuern würde, allein schon um zu testen wie heiß die ganze Geschichte wird, wie viele Funken rausfliegen etc, denn das testet man ja bestenfalls bevor man ein Zelt drumherum hat das Schaden nehmen könnte.

Die Ofenrohre des Ofens passen alle samt in die Brennkammer, lediglich der Funkenfang und das „Hitzeschutzblech“ für den Zeltaustritt sind separat zu transportieren. Der Ofen verfügt unten über ein kleines Gitter, so das das Brandgut ständig von unten mit Luft versorgt wird, die Asche rieselt dann durch. Die Belüftung wird geregelt durch ein rausschraubbares Rad (siehe Bilder), welches mit einer Art Blechkasten hinterlegt ist. Dies bewirkt a) das die Luft immer von unten an das Brandgut geführt wird und b) das das Rad, welches auch aus lackiertem Stahl besteht noch lange anfassbar bleibt. Nach einer Weile ist es allerdings so heiß das man es mit einem Handschuh oder zumindest mit einem Stöckchen bedienen muss.

Funktionieren tut die Lüftung aber ausgezeichnet. Mit ganz geöffnetem Rad fing der Ofen bald an zu glühen, nach zudrehen des Rades hörte das Glühen innerhalb weniger Minuten auf und der Ofen bollerte ruhig weiter. Also super zum variieren der Zelttemperatur!

Die Ofenklappe wird mit einem kleinen Knauf aus Holz geöffnet. Dieser blieb die ganze Zeit kühl genug um ihn anfassen zu können.

Oben in der Brennkammer ist ein Blech eingeschweißt das dafür sorgt das die heiße Luft unter der „Herdplatte“ durch nach hinten zum Ofenrohr strömen muss, so gelangen schon kaum Funken in die Ofenrohre und die heiße Luft muss durch die ganze Brennkammer, was natürlich sehr effizient ist.

Das ganze Stecksystem der Rohre passt gut aufeinander, auch ist der ganze Ofen recht dicht, so dass die Abgase auch wirklich oben aus dem Rohr und nicht aus irgendwelchen Fugen dringen.

Das Hitzeschutzblech wird übergestreift und dann mit einer Flügelschraube fixiert, es kann also in jeder Höhe justiert werden und funktioniert sehr gut. Als die Rohre in dieser Höhe nicht anfassbar waren war das Blech, auch nach einiger Zeit, noch kühl, so dass das Zelt hier wirklich keinen Schaden nehmen dürfte. Der Funkenfang am obersten Rohr verhindert zusätzlich das Funken auf die Zelthaut fallen.

Alles in allem gefällt mir der Ofen nach dem ersten Test ausgezeichnet. Durch den Ofenlack erhoffe ich mir das der Ofen nicht so rostempfindlich ist wie ein nackter Stahlofen. Und der Preis spricht natürlich ebenfalls deutlich für diesen Ofen.

Unten habe ich noch ein paar Bilder beigefügt, wenn noch Fragen offen bleiben bitte einfach melden!

Ich werde dann irgendwann noch einen „Langzeittestbericht“ hier reinsetzen.

Gruß und viel Spaß beim lesen
Pico :D



http://img211.imageshack.us/img211/8135/zeltofen002qs3.th.jpg (http://img211.imageshack.us/my.php?image=zeltofen002qs3.jpg)

http://img251.imageshack.us/img251/5918/zeltofen003gm7.th.jpg (http://img251.imageshack.us/my.php?image=zeltofen003gm7.jpg)

http://img206.imageshack.us/img206/3583/zeltofen004kn9.th.jpg (http://img206.imageshack.us/my.php?image=zeltofen004kn9.jpg)

http://img210.imageshack.us/img210/8162/zeltofen005xc2.th.jpg (http://img210.imageshack.us/my.php?image=zeltofen005xc2.jpg)

http://img267.imageshack.us/img267/6915/zeltofen006wx4.th.jpg (http://img267.imageshack.us/my.php?image=zeltofen006wx4.jpg)

(Ich hoffe das mit den Bildern hat geklappt... :ignore: )

khyal
15.11.2007, 18:27
Schoener Test von dem Teil...

Ein paar Anmerkungen :

der Knauf der Tuere bleibt prima kuehl, allerdings ist er mit einer durchgehenden Schraube befestigt, wenn man also mittig vorne mit den Fingern auf den Knauf kommt, verbrennt man sich doch leicht die Flosse, aber leicht zum Umgehen...

Beim Einbrennen des Lacks qualmt er nicht zu knapp, also erstes Betreiben besser wirklich ausserhalb des Zelts und nicht zu nah an der Terrasse des Nachbarn...:bg:

Wenn man denn Rost im Ofen hochkant an die Seite stellt und nach den ersten 4 Rohren 2 nach "oben" hebt und dann die naechsten Beiden mittig nachschiebt, bekommt man insgesamt 8 Stueck in den Ofen.

Das Hitzeschutzrohr wird am oberen Ende merklich waermer als am unteren Ende, also Zelt lieber in der unteren Haelfte dran, aber haelt sich in Grenzen, selbst bei auf 2 m verkuerztem Rohr und nach 1 std kraeftigem Heizen am oberen Ende max 35-40 Grad.

Der Ofen ist dicht, da qualmt auch bei frischem nassen Holz nix raus.

Die Rohre des Ofenrohrs koennen in meinen Augen mit der Verarbeitungsqualitaet des Ofens nicht mithalten. Wenn sie zusammengesteckt sind, braucht es einige Ueberedungskraft oder hin und her Wackeln z.B. ueber´s Bein, um die Teile wieder von einander zu trennen und selbst bei verkuerzter Rohrlaenge auf 2 m ist der Aufbau wackelig, dass ich mir auf jeden Fall noch ein Stuetzschelle zur Lavvustange basteln werde (gibt Frisport auch an, dass das noetig ist). Der Lack der Rohre loest sich schon beim scharfen Angucken ab :motz: erst recht natuerlich, wenn die Rohre beim Verstauen in den Ofen gegeneinander schaben, oder die Abstandbleche des Hltzeschutzrohres beim Ueberstreifen ueber´s Rohr schaben, aber das muss man natuerlich auch mal in Relation zum (z. B. im Vergleich zum Helsport Ofen schoen niedrigen) Preis sehen und ist ja auch nicht wirklich wesentlich.

Der Ofen hat keine Ascheschublade oder Aehnliches, man muss also, um die Asche zu entfernen, ihn Ausbrennen & Abkuehlen lassen (das Abkuehlen geht allerdings recht schnell) und dann mit Fummelei und kleiner Schaufel o.a. die Asche rausholen...wenn man natuerlich eh abbaut, kann man ihn einfach ausschuetten...schaetze, dass das selbst bei 24 std Betrieb max 1* / Tag noetig ist.

Gewicht des Ofens mit 10 Rohrstuecken (habe etwas mehr, damit es u.a. auch noch fuer das grosse Lakselv passt) Funkenfang und Waermeschutzrohr ~ 12 kg.

Die Tiefe des Ofens ist ~ 35 cm, also 1/3 m Stuecke passen gut rein.

Hier gibt es mehr Infos
http://www.frisport.de/sites/produkter.asp?sitemod=emne&myActive=27&id=50
Allerdings Ofen + Rohr schwarz lackiert, Luftzufuhrscheibe anders, Hitzeschutzblech eine Schlitzschraube statt 6 Fluegelschrauben (dafuer 5 Blechstreifen innen) usw, aber das seht Ihr ja auf den Fotos von Pico

Der Ofen ist schoen niedrig, was eher Moeglichkeiten laesst, darauf aus "lungernder" Haltung Toepfe u.A. abzustellen oder oberhalb Klamotten zu trocknen, ausserdem heizt er dadurch auf der Hoehe, wo man sich ueberwiegend aufhaelt, nach oben geht ja die Waerme von alleine :bg:.

Der Boden unter dem Ofen wird so heiss, das trockenes Grass u.A. Feuer fangen wuerde, bei den momentanen Aussentemps und nassem Grass sah das Grass allerdings auch nach einigen std Befeuerung unbeschaedgt aus. Bei Lavvubetrieb empfiehl sich in meinen Augen ein entsprechendes Stueck Alublech o.A. bei sehr brennbarem Untergrund noch etwas hochgelegt.


Fazit
der Ofen gefaellt mir prima, perfekte Groesse, wie fuer mich gemacht :bg: natuerlich im Vergleich zum Helsport pflegeaufwendiger aber bei dem Preis sehr zu empfehlen, wuerde ich mir sofort wieder kaufen.

Gruss

Khyal

Pico
19.11.2007, 16:41
Danke für die gute Ergänzung!

Gruß
Pico

Pico
17.06.2008, 10:54
Nachdem ich den Ofen jetzt häufiger benutzt habe noch eine Ergänzung von mir:

Der Ofen heizt super und sehr sparsam. In meinem Tentipi Nibba 5 darf ich höchstens "Halbgas" fahren, sonst krieg ich Schweißausbrüche! Der Ofen ist super Dicht, da qualmt nix raus.

Zwei kleine Nachteile hab ich noch gefunden, die ich erwähnen möchte, die mich aber nicht so sehr stören:

1.) Die Rohre stehen nicht vonn allein fest genug, ich habe sie mit etwas Draht an die Mittelstange meines Lavvus gebunden, das erscheint mr sicherer.

2.) Zum Kochen auf dem Ofen bedarf es schon schöner Flammen im Ofen und etwas Geduld, das könnte wegen meiner etwas schneller gehen. Aber für einen gemütlichen Abend im Lavvu reichts, man sollte nur nicht zuuu hungrig sein, dann wird die Zeit lang. :-)

An sonsten bin ich mit dem Ofen aber sehr zufrieden, ein tolles Teil für "relativ" wenig Geld! *freu*

khyal
17.06.2008, 13:14
Der Ofen heizt super und sehr sparsam. In meinem Tentipi Nibba 5 darf ich höchstens "Halbgas" fahren, sonst krieg ich Schweißausbrüche! Der Ofen ist super Dicht, da qualmt nix raus.
Joo, die Erfahrung hab ich auch gemacht, braucht wenig Holz und absolut dicht, entsprechend kann man auch prima feuchtes Holz verfeuern.



1.) Die Rohre stehen nicht vonn allein fest genug, ich habe sie mit etwas Draht an die Mittelstange meines Lavvus gebunden, das erscheint mr sicherer.

Seh ich auch so, hab die Rohre kurz vor der Rauchlochoeffnung mitels Klemmschelle, kleinem Karabiner und duenner Kette gesichert.



2.) Zum Kochen auf dem Ofen bedarf es schon schöner Flammen im Ofen und etwas Geduld, das könnte wegen meiner etwas schneller gehen. Aber für einen gemütlichen Abend im Lavvu reichts, man sollte nur nicht zuuu hungrig sein, dann wird die Zeit lang. :-)

Koch eh auf den Spritkochern, dazu bin ich zu hungrig, aber fuer Teewasser u.a. reichts, faengt auch irgendwann an zu kochen.



An sonsten bin ich mit dem Ofen aber sehr zufrieden, ein tolles Teil für "relativ" wenig Geld! *freu*
Ja, kann man echt weiterempfehlen...

Gruss

Khyal