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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Outdoor Brot backen



hgr
17.09.2007, 23:20
Hallo Leute!

Da ich mich mit Bannock nie wirklich anfreunden konnte, mache ich auf meinen Touren meist alle paar Tage richtiges Brot. Das hält gut 3 Tage und dazwischen gibt's eben was anderes zu futtern. Anbei ein paar Bilder und eine Anleitung wie ich das mache. Es gibt hier aber verschiedenste Möglichkeiten.

Um gutes Brot hinzukriegen braucht man neben den Zutaten viele große Steine und viel Holz. Somit ist das denn auch eher etwas für Flusswanderer oder Wanderer die in der Nähe eines Baches / Sees campen:

Ich beginne immer mit dem Teig. Dann hat dieser Zeit etwas zu gehen, während ich mich um den Ofen kümmere. Einfach Mehl in einen Topf, Salz, Germ und warmes Wasser dazu. Daraus mache ich dann einen festen Teig und stelle diesen auf die Seite:

http://img114.imageshack.us/img114/852/teigcg2.jpg (http://imageshack.us)

Dann stelle ich einige große Steine so zusammen, dass sich eine Höhle bildet in der der mein Topf gut Platz hat. Ein Outdoor-Ofen braucht viel Masse. Also hier möglichst große oder aber viele Steine verwenden:

http://img114.imageshack.us/img114/6364/ofenbaubv4.jpg (http://imageshack.us)

Da muss dann ordentlich Feuer rein:

http://img114.imageshack.us/img114/4524/derofenbrenntwl1.jpg (http://imageshack.us)

Man sollte diesen Ofen zumindest so lange heizen, bis die Steine auch aussen heiss sind. Dann schiebt man das Feuer und die Glut raus und legt einen flachen Stein in den Ofen (damit das Brot von unten nicht anbrennt). Darauf stellt man dann den Teig (der zwischenzeitlich ordentlich "gegangen" sein sollte). Dann das wichtigste: Die Hitze muss im Ofen bleiben. Also nochmal Steine rauf. Mit Dreck, Sand und Kies dichtet man das Ganze dann ab. Je nach Topfgröße und Teigmenge lässt man das Brot jetzt zwischen einer 3/4 Stunde und 1 1/2 Stunden backen.

Und dann hat man ..

http://img404.imageshack.us/img404/4809/leckeresbrotrk9.jpg (http://imageshack.us)

super leckeres Brot, fast wie aus der Bäckerei.

Zugegeben, das dauert etwas. Aber man darf nicht vergessen, dass man damit schon 2 - 3 Tage auskommen kann. Wenn man etwas Zeit hat eine echt gute Sache.

Grüsse
hgr

kleinhirsch
17.09.2007, 23:42
hallo,

mein "bannock" habe ich auch aus hefeteig gemacht. das rezept ist ähnlich dem von pizzateig: mehl, hefe, salz, zucker (nur ein bißchen futter für die hefe) und lauwarmes wasser.
ich hab daraus jedoch fladen gemacht und die kurz von beiden seiten in etwas öl in der pfanne über dem kocher gebacken/gebraten. schmeckt auch lecker und ist gut, wenn man kein feuer machen kann.

deine variante sieht aber auch extrem gut und lecker aus. :D wenn ich mal etwas mehr zeit und weniger regen auf der tour habe, lohnt es sich bestimmt, das auszuprobieren.

uli

barleybreeder
18.09.2007, 07:51
Unsere Brote haben nur bis zum Frühstück gehalten (für 3 Mann) :bg:
Ergo mussten wir jeden Tag backen. Allerdings immer mit der Topf im Topf Methode. Die Brote waren deshalb auch etwas kleiner.
Das Ergebnis war aber mind. genauso lecker. Hab leider kein Bild davon auf dem Rechner, sonst könnten wir ne Galerie der schönsten Brote aufmachen.:grins:

silvertinka
18.09.2007, 10:39
Danke für den tollen Tip!
Ich werde das demnächst probieren.
Nur was ist "Germ"?
Irgendjemand hat mir mal erzählt dass manche Steine nach Möglichkeit nicht im Feuer liegen sollten, da sie sonst zerspringen. Geht es da um nasse Steine oder um eine bestimmte Sorte?

Susanne
18.09.2007, 10:45
Germ = Hefe

Asha'man
18.09.2007, 12:06
Sehr nette Idee. Probiere ich evtl. mal aus.

Bannocks funktionieren in meiner Trangia Aluminium HA Pfanne leider gar nicht (oder ich bin zu blöd). Unten brennt der Teig an, oben bleibt er flüssig. Es pappt außerdem unten so fest an der Pfanne, dass an Umdrehen nicht zu denken ist. Dünner machen habe ich probiert, ähnliches Ergebnis. :( Geht das mit NonStick Pfannen von Trangia besser?

@Barley: Hast du das Brot in den Trangia Töpfen gemacht?

Waldhoschi
18.09.2007, 12:10
Da hab icke auch ein Rezept zu:

Australian Damper, süßes Buschbrot:
http://www.vivalranger.com/htmincludes/images/icons/damper.jpg
(http://vivalranger.com/index.php?option=com_content&task=view&id=155&Itemid=100)

silvertinka
18.09.2007, 12:18
Gebacken werden kann das Brot entweder dadurch, dass es in einem Topf (am besten dickes Eisen) oder in Fladen direkt über der Glut gebacken wird.
wieso ist das mit dem dicken eisen wichtig? kann ich auch einen ganz "normalen" (alu) topf nehmen oder ist der hinterher hin?

jaakob
18.09.2007, 12:25
Sehr nette Idee. Probiere ich evtl. mal aus.

Bannocks funktionieren in meiner Trangia Aluminium HA Pfanne leider gar nicht (oder ich bin zu blöd). Unten brennt der Teig an, oben bleibt er flüssig. Es pappt außerdem unten so fest an der Pfanne, dass an Umdrehen nicht zu denken ist. Dünner machen habe ich probiert, ähnliches Ergebnis. :( Geht das mit NonStick Pfannen von Trangia besser?


mh... ich glaub du bist zu :baetsch:
hehe
nein
also ich hab auch immer bannocks in der alu-trangia pfanne ohne irgendwie beschichtet gebacken und war absolut überrascht dass es so problemlos war. Ich habe immer einen eher festen Teig gemacht und daraus kleine flache Brötchen geformt. Die sollten nicht an den Fingern kleben... ich habe immer relativ viel mehl zum "bestäuben" genommen. Dann einfach auf halber hitze gebraten.

ich bin davon übrigens absolut begeistert... mir schmecken die dinger richtig gut=)
liebegrüße
jaakob

Waldhoschi
18.09.2007, 12:29
wieso ist das mit dem dicken eisen wichtig? kann ich auch einen ganz "normalen" (alu) topf nehmen oder ist der hinterher hin?

Ganz einfach: Die Hitze verteilt sich gleichmäßig. Und ein Alutopf in der direkten Glut gibt genau an jenen stallen Hitze ab, wo das Glutstückchen liegt. Am Ende hat man enien rohen Teilaib mit schwarzen Flecken - dort wo ein Glutstück lag.

Bei Eisen (Gusseisen) hat man den richtigen Backofeneffekt. Die Hitze verteilt sich gleichmäßig and der Oberfläche und die Hitze wird gespeichert. Das Brot wid gleichmäßig gebräunt und kommt als wunderschöner Laib aus dem Topf.

(Mit dem Topf hatte ich auf dem Sommertreffen 07 ein ganzes Hähnchen mit Kartoffeln und Zwiebeln innerhalb von einer HALBEN Stunde herrlich braun geschmort, ohne dass nur eine Kartoffel angesängt war :bg: )

barleybreeder
18.09.2007, 13:14
wieso ist das mit dem dicken eisen wichtig? kann ich auch einen ganz "normalen" (alu) topf nehmen oder ist der hinterher hin?

Richtig große Hitze und Alu vertragen sich nicht. Ich hab beim Biwak schon mehrere Leuchten gesehen die ihr Alu Essgeschirr in Aluminiumoxid verwandelt haben. Das passiert aber nur wenn keine Feuchtigkeit mehr im Topf ist. Der Topf zerfällt in der Glut wie Asche.

Sonst würde ich das so sehen wie Joe. Wenn du dünnwandige Töpfe nehmen willst dann lieber Edelstahl und Topf im Topf Methode.

Mein MSR Topf hat mittletweile aber auch ganz schön gelitten. Sieht nicht mehr nach "Edelstahl" aus.

Schönes großes Feuer, runterbrennen lassen bis weiße Asche auf der Glut ist. Dann Topf im Topf drauf. Deckel einen Ritz geöffnet, damit Feuchtigkeit abziehen kann. Nach ner Stunde ists fertig.
Die Prozedur war in Finnland jeden Abend Alltag und hat eigentlich immer geklappt.

silvertinka
18.09.2007, 15:35
so wie ich das verstehe stellt hgr den topf nicht in asche sondern nur zwischen die heißen steine, in diesem Fall müsste ich doch auch meinen Alutopf verwenden können..?
so einen dicken eisentopf nimmt ihr doch nicht mit auf tour oder?
ich werde mich mal nach den msr töpfen umsehen.

hgr
18.09.2007, 15:46
Ich verwende hier ganz normale Alutöpfe und sowohl Feuer als auch Asche müssen raus. Ein Problem mit zu großer Hitze für Alu hatte ich noch nie! Die Steine geben die Hitze kontinuirlich ab (ähnlich wie bei alten Brotback-Öfen, wie diese früher verwendet wurden).

Wichtig ist (wie beschrieben), dass der Topf auf eine kleine Steinplatte kommt. Sonst verkokelt das Brot an der Unterseite.

Grüsse
hgr

Waldhoschi
18.09.2007, 15:54
Moins HGR, du kochst in einem Steinofen, finde ich eine klasse idee.
Ich mache das gewöhnlciherweise mit einer Grube, die ich mit flachen Steinen auslege:
http://vivalranger.com/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=108&func=detail&id=462
http://vivalranger.com/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=108&func=detail&id=464
http://vivalranger.com/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=108&func=detail&id=466
http://vivalranger.com/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=108&func=detail&id=467
Lasse aber immer ein Wenig Glut am Rand.
Wie sicherst du, dass genügend Hitze gespeichert wird?
Liebe grüße Joe

rumtreiberin
18.09.2007, 16:00
@Silvertinka

Es gibt schon Leute die einen Dutch Oven mitnehmen, gewichtsmäßig machbar ist das bei Gruppen von 3-4 Leuten locker. So ein Teil wiegt etwa 4kg (nix für UL-Freaks:baetsch:) und man kann natürlich auch alle möglichen anderen Gerichte von Eintopf bis Grillfleisch (im umgedrehten Deckel) damit zubereiten, dann nimmt halt einer das Zelt, einer den Dutch Oven, einer die restliche Küche und einer kriegt etwas mehr von den Lebensmitteln oder das zweite Zelt wenns zwei Zweier sind aufgehalst und schon kommt das Ganze halbwegs hin. Bevorzugt natürlich bei Kanu- oder Radtouren wo man das Gewicht nicht buchstäblich schleppen muß. Besonders Kanadierfahrer haben manchmal einen Haufen Sachen dabei daß man einerseits neidisch guckt wenn man sie toll kochen sieht und andererseits sich fragt was für eine Plackerei die dann mit ihrem Equipment bei Portagen haben.

Waldhoschi
18.09.2007, 16:06
:)
Mein Dutch Oven wiegt nur 2 Kilogramm und ist genau richtig groß für meine Kleine und mich :)
Wie Rumtreiberin shcon sagte: wenn man Kanu, SULKY etc. hat und es nicht schleppen muss ist es herrlich - und man kann wirklich gut damit kochen ^^

rumtreiberin
18.09.2007, 16:26
@Vivalranger

Ich werd neidisch, wo kriegt man so nen schönen kleinen, meiner hat fast 4 Liter Volumen, für zwei Leute eigentlich zu viel.

Waldhoschi
18.09.2007, 16:33
Genau hier :) (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=broome&sll=37.0625,-95.677068&sspn=49.223579,82.265625&ie=UTF8&t=k&om=1&ll=-17.952122,122.243688&spn=0.003639,0.005021&z=18)

Jow, als wir ihn gesehen hatten, wussten wir: Das isser :) Der und kein anderer ^^

Eingeweiht wurde er übrigens mit einem BlueTounged Lizard :)

Susanne
18.09.2007, 16:39
@rumtreiberin
Wenn Du nicht ganz so weit reisen möchtest, gibts das Teil auch hier (http://www.camp-oven.de/campovenshop/campoven/2litercampoven20cmx8cm8x3.html). ;-)

Gruß Susanne

khyal
19.09.2007, 11:28
...Irgendjemand hat mir mal erzählt dass manche Steine nach Möglichkeit nicht im Feuer liegen sollten, da sie sonst zerspringen. Geht es da um nasse Steine oder um eine bestimmte Sorte?

Das waer aber schade, dann koennte ich ja keine Schwitzhuetten mehr machen :bg:

Da kann ich Dich beruhigen, die meisten Steine halten das locker aus, dass sie schoen rotgluehend gemacht werden, das dauert je nach Steinsorte und Feuer 1-1.5 std...und die Steine, die es nicht aushalten, zerfallen in 75% der Faelle, allerdings gibt es auch Steine, die so zerplatzen, dass die teilweise scharfkantigen Stuecke bis 10 m weit fliegen...

Wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, nimm nur Steine ohne Einschluesse, also keine sichtbaren Adern, die sich durch den Stein ziehen, kein Stein, der so aussieht, als waer ein Teil des Steins aus anderem Material. Ob der Stein im Wasser, unter Wasser oder trocken gelegen hat, ist wurscht, mal davon abgesehern, dass Du keine Steine aus stark chemisch belastetten Fluessen nehmen solltest, wegen evtl Ausgasungen. Schlecht sind grosse Kieselsteine u.A. geeignet, ok sind die meisten eisenerzhaltigen Steine, gut Sandsteine (meist etwas flache eifoermige sandfarbene Steine) hevorragend Basalt (das "schwere" grauschwarze Vulkangestein, meist kugel - eifoermig, wird in eckige Form (aus Steinbruechen) aber auch haeufig zur Uferbefestigung eingesetzt, dann aber bitte am naechsten Morgen zuruecklegen, wobei man das ja eh generell machen sollte, um den Platz wieder so zu verlassen, wie er war, also auch nicht vergessen, vor dem Feuermachen eine entsprechende Grube auszuheben, eine evtl Grasnabe beiseite zu legen und am naechsten Tag wieder drauf...). wenn man genuegend Holz hat, ist ein guter Schutz eben beim Feuer eine komplette Lage Holz um die Steine zu haben, wenn dann einer zerplatzt, fliegen die Steinteile nur bis ins Holz...wobei Dir das u.A. bei Sandstein und Basalt nicht passieren wird...

Gruss

Khyal

khyal
20.09.2007, 17:06
@rumtreiberin
Wenn Du nicht ganz so weit reisen möchtest, gibts das Teil auch hier (http://www.camp-oven.de/campovenshop/campoven/2litercampoven20cmx8cm8x3.html). ;-)

Gruß Susanne

Joo, danke fuer den Tip, hab schon mit denen telefoniert, leider stimmen die Gewichtsangaben da nicht so ganz auf der Webpage, hat mal die Toepfe auf die Wage gestellt, allerdings mit Verpackung :
2 l statt 2,2 kg 3,4 kg
2.5 l 3,5 kg
3.5 l 4.5 kg

Jetzt bin ich am ueberlegen, welcher Topf, wenn richtig ist...
der 2er macht ja keinen sinn, der 2.5 l ist nur unwesentlich schwerer...aber ist der gross genug zum Brot backen, der 3.5 l ist mir eigentlich zu schwer, da bleibt er wahrscheinlich doch immer zuhause....gruebel....:o

Praxiserfahrungen erbeten...:bg:

Gruss

Khyal

Christine M
20.09.2007, 19:31
@hgr: vielen Dank für die Beschreibung. Daß das mit einem Dutch Oven geht, hatte ich mir schon gedacht. Aber der wäre mir in den meisten Fällen zu schwer (Fahrrad oder Trekking mit Rucksack). Daher interessierte es mich, wie das nur mit Steinen geht. Ich denke eigentlich nicht, daß es bei der beschriebenen Vorgehensweise Probleme mit einem dünnwandigen Topf geben sollte, wenn man ansonsten eine möglichst gleichmäßige Hitzeverteilung hinbekommt. Im heimischen Backofen wird ja ggf. auch in dünnen Formen gebacken. Gegebenenfalls könnte man den Brotteig ja auch direkt (ohne Topf) auf den unteren Steil legen, wenn er sauber ist. Ich muss das unbedingt mal ausprobieren, zu Hause backe ich hin und wieder auch sehr gerne Brot.

Was für ein Mehl nimmst du? Am besten ist vermutlich 550er Weizenmehl, ggf. mit ein bißchen Vollkornmehl. Ein Sauerteigbrot wäre unterwegs dann wohl doch etwas übertrieben.

Christine

hgr
20.09.2007, 20:20
@Christine!

Ich verwende am liebsten geschrottetes Mehl (kann dir jetzt aber nicht sagen, was das genau für ein Ausmahlungsgrad ist). Das wird dann etwas kräftiger. Im Urlaub musste ich jetzt auf amerikanisches Vollkornmehl umsatteln. War auch ganz in Ordnung, ist aber nicht so kräftig im Geschmack.
Wenn du aber ohnehin zuhause schon teilweise Brot machst, würde ich erstmal das gleiche Rezept nehmen.
Sauerteig habe ich mir auch schon mal überlegt. Wäre dann natürlich ein Original. Den Starter mitnehmen ist aber auf Tour teilweise etwas mühevoll. Da das Zeugs zusätzlich warm haben muss, müsste man den Starter zusätzlich mit ins Zelt nehmen. In Bärengebieten nicht sehr ratsam.

Wenn du ohne Topf backen willst, wird es etwas aufwändiger. Der Ofen muss nachdem das Brot mal drinnen ist abgedichtet werden. Also nochmals eine Ladung Steine, Kies und Sand drauf. Dabei fällt meist auch etwas Sand auf das Brot. Ich habe das teilweise (aber nicht auf Touren) auch schon ohne Topf gemacht, dann aber einen richtigen Ofen aus Steinen und Schlamm gemacht. Somit muss am Schluss nur noch die "Ofentüre" zugemacht werden und dar Teig bleibt sauber.

Grüsse
hgr

Poldi
20.09.2007, 20:34
...geschrottetes Mehl...

:bg: Wie jetzt? Kann man damit noch backen? Wenn ich mal mein Fahrrad geschrottet hab geht da nix mehr.

Wir machen meistens Stockbrot, der Teig ist allerdings schon vorbereitet. Auf größeren Touren wird das Brot entweder vor Ort gekauft oder weggelassen.

Gersprenzfischer
21.09.2007, 11:18
Was für ein Mehl nimmst du? Am besten ist vermutlich 550er Weizenmehl, ggf. mit ein bißchen Vollkornmehl. Ein Sauerteigbrot wäre unterwegs dann wohl doch etwas übertrieben.

Christine

Je höher die Type, desto mehr Inhaltsstoffe. Beim Weizenmehl darf es dehalb die Typenzahl schon höher sein, dann brauchst Du auch den "Vollkornmehl" Zusatz nicht. Es spricht übrigens kaum etwas dagegen auch Roggenmehl (Type 1150) dazuzumischen. Dann wird das Ganze noch eher ein gescheites Brot.
Sauerteig braucht Ihr prinzipiell nur bei Roggenmehl, bei Weizenmehl kann man säuern, muss aber nicht. Der Roggen braucht die Säure um überhaupt backfähig zu werden. Welche Säure ist dem Roggen aber auch egal!
Im Sauerteig sind prinzipiell neben ein paar wenigen Hefen, als Säurebeschaffer Essigsäure- und Milchsäurebakterien. Die erzeugen die für den Roggen benötigte Säure.
Wenn man nun unterwegs keinen Sauerteig mitnehmen will, muss man Teigen mit Roggenmehl nur irgendeine Säure zufügen, um ihn backfähig zu machen. Theoretisch müsste das sogar mit Zitronensaft funktionieren, mit Essig auf jeden Fall. Mit der Dosierung einfach mal experimentiern, ich denke 1-3% auf die Mehlmenge sollte genügen. Und dann gibt es noch die Trockensauermöglichkeit. Fragt einfach mal bei Eurem Bäcker nach ein bisschen Fertigsauer in Pulverform. Fast jeder Bäcker hat den als Reserve, falls sein eigener Haussauerteig aus irgendwelchen Gründen nicht verwendbar ist.

Uwe

Christine M
21.09.2007, 11:33
Je höher die Type, desto mehr Inhaltsstoffe. Beim Weizenmehl darf es dehalb die Typenzahl schon höher sein, dann brauchst Du auch den "Vollkornmehl" Zusatz nicht. Es spricht übrigens kaum etwas dagegen auch Roggenmehl (Type 1150) dazuzumischen. Dann wird das Ganze noch eher ein gescheites Brot.

Schon klar. Ich habe aber irgendwo gelesen, daß 550er Mehl den meisten Kleber hat und ein Brot z. B. nur aus 1050er Mehl nicht so gut wird und bei einer Mischung genug 550er dabei sein sollte. Roggenmehl, dunkles Weizenmehl oder Weizenvollkornmehl kann man natürlich auch bei einem reinen Hefebrot (ohne Sauerteig) dazumischen.

Christine

barleybreeder
21.09.2007, 12:17
Ich habe bei meiner "Bäckerei" gar nicht viel Aufwand gemacht.
Etwa 2 Drittel Weizenmehl 450 und 1 Drittel Roggenmehl. Dazu noch eine Handvoll von einer Körnermischung aus Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Sesam. Noch Salz, Wasser.
Geht alles wunderbar auf mit einem Päckchen Trockenhefe.

prunella
21.09.2007, 15:43
Um Sauerteigbrot zu backen kann man auch folgenden Sauerteigansatz herstellen: eine Scheibe Sauerteigbrot trocknen und im Cutter fein hacken. Ein Esslöffel davon reicht für 1kg Mehl.


Ich backe mir jeweils kleine Brötchen direkt auf dem Grill oder auf einem Stein, den ich in die Glut lege. Mehrmals wenden!

khyal
08.10.2007, 10:50
...Jetzt bin ich am ueberlegen, welcher Topf, wenn richtig ist...der 2er macht ja keinen sinn, der 2.5 l ist nur unwesentlich schwerer...aber ist der gross genug zum Brot backen, der 3.5 l ist mir eigentlich zu schwer, da bleibt er wahrscheinlich doch immer zuhause....gruebel....:o

Praxiserfahrungen erbeten...:bg:

Gruss

Khyal

Hi All,

hab meinen alten Beitrag nochmal aufgewaermt...

Wuerde mir gerne einen moeglichst kleinen Dutch Oven anschaffen, ueberwiegend um fuer 2 zu Kochen (auch mal zuhause, hab in der Kueche Gasherd + Wokbrenner) oder um mal fuer 3-4 Leute morgens Broetchen, Brot zu backen...

Beim Trecking / MTB-Zelt-Urlaub werde ich ihn wohl nicht mitnehmen :bg: bei Campanfahrten mit dem Auto ist Groesse / Gewicht wurscht, aber bei Fahrtenjolle und Motorrad ist doch der Platz ziemlich beschraenkt und jedes Kilo mehr macht sich handlingstechnisch bemerkbar...

Also an die Fraktion der kleineren Dutch Oven Benutzer, welche Groesse habt, Ihr, was "geht" damit gut, welche Groesse wuerdet Ihr mir empfehlen ?
Ach ja, wie sieht es mit Hobo-Erfahrungen aus ?

Gruss

Khyal

markrü
03.11.2007, 10:00
Hallo Khyal,
wir haben einen 2,5L DO (von camp-oven.de 8x4'') und sind mit der Größe für zwei Personen sehr zufrieden. Eintopf auf dem Feuer reicht für 2 locker, wahrscheinlich sogar für 3-4, wenn man Brot dazu ißt. Ach ja: Brot backen geht auch, reicht aber meistens nur fürs Frühstück... ;-)
Teigfladen auf dem Deckel gebacken sind auch sehr nett - die kann man dann ohne große Wartezeit wegknuspern. Beim Warten kommen einem dann auch noch Ideen, womit so ein Fladen denn wohl gerne gefüllt wäre: Käse, Wurst, Nutella, ..... .....

Zum Kochen auf dem Feuer ist ein Gußeisengerät das nonplusultra. Was Transport und Pflege angeht (nicht nass werden lassen), gibt es leichteres.

Markus


Ein einsamer Teigfladen:
http://img211.imageshack.us/img211/2968/070902pilawa250lf5.th.jpg (http://img211.imageshack.us/my.php?image=070902pilawa250lf5.jpg)

Wurst anbraten:
(Das Bier ist natürlich zum Ablöschen...)
http://img260.imageshack.us/img260/7457/070828pilawa074py0.th.jpg (http://img260.imageshack.us/my.php?image=070828pilawa074py0.jpg)

SwissFlint
03.11.2007, 11:34
@prunella
Supertipp!!!! danke! Vereinfachung der besten Art!

uschi
03.11.2007, 16:24
Was für ein Mehl nimmst du? Am besten ist vermutlich 550er Weizenmehl, ggf. mit ein bißchen Vollkornmehl. Ein Sauerteibrot wäre unterwegs dann wohl doch etwas übertrieben.


Fertige Brotbackmischungen sind auch lecker,
bequem und zuverlässig. Gibt es auch für Sauerteig Brot.

Aufgepeppen kann man den Teig z.B. mit gerösteten Kernen,
Nüssen, Kartoffel-, Zwiebel-,
getrockneter Tomate, Oliven, Speck oder Möhrenstückchen,
was man halt so dabei hat.
Evl. noch etwas Brotgewürz dazu und schon hat man
unterwegs jede Menge Variationsmöglichkeiten.

Bei großen Abpackungen wiege ich zuhause
die nötige Menge Backmischung aus und fülle die
Portionen in stabile Plastiktüten um.
Die nötige Wassermenge notiere ich auf den Tüten.
(Bei viel Gemüse-Schnitzen lieber erstmal etwas weniger
Wasser dazugeben).

Wenn der Teig unterwegs zubereitet wird, gebe ich
Kerne/Gemüse und das Wasser direkt zu dem Mehl in die Plastiktüte
so bleiben die Finger im ersten Knet-Durchgang noch sauber. ;-)

Für mich immer wieder ein kleines Highlight
auf Tour: warmes, lecker duftendes Brot vom Lagerfeuer.
Meist bleibt für den nächsten Tag nix übrig.

LG Uschi, die jetzt Hunger bekommen hat

prunella
06.11.2007, 17:12
Noch eine Idee zum Brot backen. So macht man es in der Wüste:

Glut wegschieben, Brotteig (ca. 2cm dicker Fladen) in die Feuerstelle legen, Glut wieder darüber. Nach etwa 5 Minuten den Teig wenden und nach Bedarf fertigbacken. Danach einfach gut abklopfen. Wenn man es richtig macht, isst man weder Kohle noch Sand!

http://img217.imageshack.us/img217/6139/sinai305fg7.jpg

Gruss prunella

pfadfinder
08.11.2007, 15:53
:( Warum habiks auf Tour nicht hinbekommen Pfannekuchen zu machen??:(

Haben einfach Pfannkuchenmehl mit wasser vfermischt und gezuckert...denn alles verrührt und mit Butter inne Pfanne zu Pfannekuchen backen wollen...

Sind überm Gaskocher sofort angebackt, angebrannt oder eben unten festgebackt und flüssig geblieben...:(
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=ms_02041&k_id=1208&hot=0
War halt keine beschichtete Pfanne...Bin ich zu blöd, oder is das normal, dass man mit einigen Pfannen keinen Teig zu Pfannekuchen verarbeiten kann`?
Hab gerade übrigens n Litech hier...;-)

LG

barleybreeder
08.11.2007, 16:14
:( Warum habiks auf Tour nicht hinbekommen Pfannekuchen zu machen??:(

War halt keine beschichtete Pfanne...Bin ich zu blöd, oder is das normal, dass man mit einigen Pfannen keinen Teig zu Pfannekuchen verarbeiten kann`?
Hab gerade übrigens n Litech hier...;-)

LG

Beschichtete Pfanne ist ein Muss! Sonst hast du null Chance. Reines Alugeschirr hat eine wunderbar poröse Oberfläche, da backt alles sofort an. Edelstahl könnte mit viel Fett eventuell noch klappen.

Ich hab auf dem Trangia 10 Tage lang jeden Tag 6 Stück hinbekommen. Hatte danach aber auch erstmal die Schnauze voll.

Mein Primus Litech Kettle hat aber eine Antihaftpfanne?! Wenn auch nur mit einem Kartuschendurchmesser.

KLICK (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=19763)

rumtreiberin
08.11.2007, 16:26
Das Dumme an den typischen Pfannen der Campingkochgeschirre ist daß sie aus superleichtem und dünnem Material sind. Die Hitze geht wie nix da wo die Flamme ist durch das Material zum Inhalt der Pfanne, verteilt sich aber durch das dünne und schlecht wärmeleitende Material (Alu halt...) nicht unbedingt gleichmäßig auch zu den Rändern hin. Ergebnis: In der Mitte brennts schnell an, und außen hast du Matsche. Obendrein neigt das dünne Material auch noch zum Verformen und wenn du nicht gerade in Fett schwimmend braten willst, passiert es sehr leicht, daß das Fett eben in die falsche Ecke läuft und der Pfannkuchen anbrennt. Eine Non-stick-Pfanne ist da wirklich eine enorme Erleichterung. Etwas verbessern kannst du das ganze indem du die Pfanne viel auf bzw über dem Kocher bewegst und schwenkst.

Ich nehme an unter Pfannkuchenmehl ist eine fertige Mischung mit allem drum und dran zu verstehen? Zu einem "normalen" Pfannkuchenteig gehören Mehl, Milch, Eier und Salz, kann es sein daß du besser Milch statt Wasser genommen hättest, zumindest die Schüttelflasche Pfannkuchenteig die ich irgendwann mal gekauft habe sollte mit Milch aufgefüllt werden...

KuchenKabel
08.11.2007, 16:55
Ich habs mit Alu auch schon hinbekommen. Kann also nicht unmöglich sein. Sobald es zu heiß wird nehme ich die Pfanne runter und wende den Fladen einmal. Kurz warten und wieder auf den Brenner drauf.

pfadfinder
08.11.2007, 17:29
:bg: Wenn sich denn überhaupt irgendwann bei irgendeiner Tempetarur irgendwas lösen würde...;-)Also in meinem fall wars wirklich unmöglich...

Hatte die oben verlinkte Pfanne...
LG

khyal
08.11.2007, 20:20
...wir haben einen 2,5L DO (von camp-oven.de 8x4'') und sind mit der Größe für zwei Personen sehr zufrieden...Brot backen geht auch, reicht aber meistens nur fürs Frühstück...Beim Warten kommen einem dann auch noch Ideen, womit so ein Fladen denn wohl gerne gefüllt wäre: Käse, Wurst, Nutella, .....

Zum Kochen auf dem Feuer ist ein Gußeisengerät das nonplusultra. Was Transport und Pflege angeht (nicht nass werden lassen), gibt es leichteres.


Danke, nach Deinen Angaben ist es jetzt klar, muss wenn schon, der 3.5 sein, damit das Brot laenger haelt :-)

Das mit den Fladenfuellungen kenn ich auch gut, vom Backen auf´m Grill...

Hihi den Amazon/Fackelmann-Grill sieht man auch immer haeufiger als Hobo...

Gruss

Khyal