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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gewächshausheizung als alternativer Zeltofen



thomas.sc
21.08.2007, 12:33
Hallo zusammen,
beim durchblättern eines Gartenkatalogs bin ich auf eine Gewächshausheizung gestossen und dachte mir sowas könnte man doch als Zeltofen verwenden. Es gibt Gewächshausheizungen, die mit Petroleum betrieben werden und unterschiedliche Leistungen haben (von 0,1-2,5 KW). Die Dinger laufen je nach Modell von 20 Studnden bis 14 Tagen. Hat jemand von Euch schon Erfahrung mit sowas, was meint ihr welche Leistung man so benötigt? Ich dachte da an die Benutzung in einem Lavvu mit 1-4 Personen. Temperaturbereich dachte ich da an evtl. 5° bis -20°. Ich habe nun auch schon eine Heizung gesehen mit 2 Brenner, das finde ich ganz toll, dann kann man wenn es etwas wärmer ist nur einen Brenner, und bei richtig tiefen Temperaturen zwei Brenner benutzen. Hier mal zwei Links:

http://www.gekaho.de/html/gewachshausheizung.html

http://www.amazon.de/Ing-G-Beckmann-KG-Petroleum-Heizofen/dp/B000N22VFM/ref=sr_1_3/303-7381131-2861816?ie=UTF8&s=home-garden&qid=1187688702&sr=1-3

Viele Grüße

Thomas

Jaerven
21.08.2007, 20:12
Ich vermute da wird man ein Problem mit der Atemluft bekommen. (Was den Pflanzen weniger was ausmacht.)
Du bräuchtest auf alle Fälle ein Kaminrohr.
Und 0,1 KW für ein Lavvu im tiefsten Winter ist nicht viel.
2,5 ist schon ordentlich- aber was wiegt das Ding dann?
Und wie transportierst Du den Ofen- die funktionieren ja wie Petroleumlampen mit Docht- das läuft recht schnell aus. Wäre bei sowas vorsichtig.

Peter

Fjaellraev
21.08.2007, 20:25
Das Beckmann-teil sieht stark nach dem Muster der schwedischen POD Öfen aus http://www.lampenmaxe.de/pod.php Mein Bruder hat einen zweiflammigen POD in der Hütte, das Teil heizt ganz gut. Es sind Dochtbrenner, also nichts für liegenden Transport (wenn Petroleum drin ist), für ein längeres Lager aber sicher eine Idee...
Und man soll schliesslich jede Möglichkeit zumindest prüfen ;-)

Gruss
Henning

Der Entenmann
21.08.2007, 22:32
Wir benutzen die Dinger immer für die JF-Zeltlager, wenn den Kiddies richtig kalt ist gehts mit ein paar Kästen zur Baumschule, dann passt das schon.

Das Problem für den Trekker: Der Transport rentiert sich wegen der 2 1/4 Liter Tankvolumen (und des sperrigen Brenners) eigentlich nur gefüllt, was aber nicht geht, da der Docht eine 1A Flüssigkeitsbrücke ist, vor Allem bei senkrechter oder gar kopfständiger Lagerung. Ein Weiteres Problem: Der 5kw-Heizer der Baumschule wiegt 6kg. Der 2,er dürfe höchstens ein Kilo leichter sein.

thomas.sc
22.08.2007, 10:13
Hallo Peter,

Ich vermute da wird man ein Problem mit der Atemluft bekommen. (Was den Pflanzen weniger was ausmacht.)
Du bräuchtest auf alle Fälle ein Kaminrohr.
Und 0,1 KW für ein Lavvu im tiefsten Winter ist nicht viel.


Ich weiß nicht ob es da wirklich so "schmlimm" ist mit der Atmeluft, beim kochen funktioniert das bisher auch recht gut. Ich denke nicht das man ein Kaminrohr benötigt, ich vermute/hoffe mal das das Ding nicht rußt, sondern rückstandslos verbrennt.
0,1 kW halte ich auch für etwas wenig, ich dachte da schon auch an die Variante mit den zwei Brennern, da ist man dann flexibler.
Das Gewicht habe ich momentan bewusst mal ganz außer Acht gelassen.

Viele Grüße

Thomas

Pico
12.09.2007, 13:15
Ich finde die Alternative interessant, vor allem weil das Ding (vorsichtig eingesetzt) ja auchh die Nacht durchhält. Oder irre ich mich?

Waldhoschi
12.09.2007, 13:41
Vorsichtig gefragt:
Das ist doch ironisch gemeint, dass jemand eine Zeltheizung mit auf Tour nimmt?
Bei Basecamps, Jagdzelten etc. ist das verständlich, aber zum trekken?

Oder ist das ernst gemeint?

(wirklich unwissend) Joe

Pico
12.09.2007, 16:44
Du hast keine Frau, oder? :baetsch:
Und wenn doch, nicht so eine wie ich... :motz:

rumtreiberin
12.09.2007, 19:56
@pico

eine erprobte Zeltheizung sind in kleinen Zelten Teelichte, die bringen wirklich etwas Wärme, nebenbei schaffen sie eine nette Beleuchtung und gut zu schleppen sind sie auch. In einem riesigen Lavvu kannst du das natürlich vergessen...

Der Entenmann
12.09.2007, 20:03
@pico

eine erprobte Zeltheizung sind in kleinen Zelten Teelichte, die bringen wirklich etwas Wärme, nebenbei schaffen sie eine nette Beleuchtung und gut zu schleppen sind sie auch. In einem riesigen Lavvu kannst du das natürlich vergessen...

Allerdings. Ich hab 2 von den Grossen auf einem stück Holz montiert, hält ca. 7-9 Stunden und erhöht die Zeltinnentemperatur (2-Mann-Zelt) um ca 10°

Lodjur
12.09.2007, 20:23
Hi Thomas,
ich denke das kannst du vergessen. Ich habe so eine 2-Flammige Gewächshausheizung mal gehabt. Tatsächlich als solche ;-). Zum einem ist es überteuert weil es nichts anderes ist als zwei popelige Petroliumbrenner die in einen kleinen Blechkamin reinheizen mit kleinem Querdach auch aus Blech. Die Heizleistung ist dürftig und wie eine Petroliumlampe stinkt das auch. Das günstigste was du in der Nacht im Zelt damit bekommst sind Kopfschmerzen. Der Transport würde ein weiteres Problem auftuen. Das ist alles nicht dafür gedacht das herumzutragen. Nichts ist richtig dicht. Man müsste sowieso das Petrolium jedesmal ausgiessen und dann muss alles absolut dicht eingetütet werden usw.
Warum nicht Nägel mit Köpfen machen und einen richtigen Zeltofen. Der günstigste am Markt ist der schwedische Armeeofen. Der ist in der Grösse noch manierlich und für um die 130 Euro incl. Rauchrohre zu haben. www.feuerzelte.de und auch Rangershop.de. Nat. nix für den Rucksack, da gibt es eh keine Version Zeltofen die Rucksacktauglich wäre. Im Boot aber machbar.
In einer Lavvu (Kultalavvu, Bisontelt 3 ,4 usw , Helsport Lavvulight, Tentippi usw. kann man aber auch gut mit einem kleinen Hobo heizen. Da gibt es wirklich sehr leichte und auch zerlegbare Versionen.

Die Nacht über durchbrennen macht man eh nicht ohne Wache und die Öfen haben alle auch nicht die Kapazität um die Nacht ohne nachlegen durchzuhalten. Es schleppt ja wohl niemand Briketts mit :o.
Alternativ zum einfachen sauberen Heizen bietet sich der Coleman Gaskatalyt Strahler an. Ist handlich klein aber nat. auch nicht gedacht die Nacht durch zu brennen. Es gibt (ist glaube ich aus Holland ) auch noch einen kleinen Katalytofen der mit Petrolium betrieben wird. Da da eine andere Verbrennung stattfindet soll der auch nicht stinken. Ich selber habe noch einen kleinen Coleman Benzinkatalytofen. Etwa so gross wie ein mittlerer Kochtopf .Nachteile dieser Öfen halt der recht teure Brennstoff , Gas, rein Petrolium oder Katalytbenzin.

die Eirelegende Wollmilchsau gibt es in dem Bereich wohl noch nicht.
CU Bernd

Pico
13.09.2007, 08:20
Teellichte find ich persönlich nicht so gut, ich bilde mir ein das gleich große Kerzen mehr Wärme erzeugen. In meiner alten schwarzzelt-Kothe habe ich damit öfters gearbeitet wenns noch nicht kalt genug für ein richtiges Feuer war oder wir nicht genügend Holz zur Verfügung hatten. Vom Packmaß natürlich super, aber als richtige "Heizung" wohl ehr nicht zu bezeichnen.

In einem "normalen" Trekkingzelt aber sicher vollkommen ausreichend. Da hatte ich allerdings immer die Kerzenlaterne von UCO / Candle-Lantern mit den dazugehörigen Hartwachskerzen dabei, die reichte auch um das Zelt ein gutes Stück aufzuwärmen, macht nettes Licht und ist etwas sicherer als Teelichte und man kann sie aufhängen. Die Kerzen halten eine ganze Nacht durch.

Erny
13.09.2007, 09:28
Vorsichtig gefragt:
Das ist doch ironisch gemeint, dass jemand eine Zeltheizung mit auf Tour nimmt?
Bei Basecamps, Jagdzelten etc. ist das verständlich, aber zum trekken?

Oder ist das ernst gemeint?

(wirklich unwissend) Joe


Wiso nicht. Man will es doch warm haben, wenn man im Taschen-
Sateliten-Fernseher, neben sich die Minibar, die Bundesliega ansehen will.

Immerhin muss man immer auf dem neusten Stand sein. Auch wenn man durchs Sarek robbt.
:baetsch:

Gruss

Erny

Ari
13.09.2007, 16:52
Ich habe mir den "Heat Pal 5100" (von Tentipi auch als Heizfreund 5100 vertrieben) bestellt, da ich eine leicht transportable Alternative zu meinem Lavvuofen gesucht habe, die auch in "holzlosen" Gebieten funktioniert.
Soll (je nach Quelle) 1200-1500Watt Heizleistung haben.
Müßte sich im Lavvu schon ordentlich bemerkbar machen.

Gruß,
Andrej

Waldhoschi
13.09.2007, 16:53
Für was hab ich meinen Dragonfly? :bg:

Gladinez
16.08.2016, 19:58
Hallo Peter,


Ich weiß nicht ob es da wirklich so "schmlimm" ist mit der Atmeluft, beim kochen funktioniert das bisher auch recht gut. Ich denke nicht das man ein Kaminrohr benötigt, ich vermute/hoffe mal das das Ding nicht rußt, sondern rückstandslos verbrennt. :bg: (http://www.gewaechshausheizung.info/)
0,1 kW halte ich auch für etwas wenig, ich dachte da schon auch an die Variante mit den zwei Brennern, da ist man dann flexibler.
Das Gewicht habe ich momentan bewusst mal ganz außer Acht gelassen.

Viele Grüße

Thomas

Hallo,

die Dinger rußen leider immer so. Einschränken kann man dies leicht in dem man hochwertiges Petroleum/Paraffin nutzt. Das rußen gänzlich zu unterbinden ist nicht möglich. Aufgrund der Tatsache würde ich nie eine Petroleumheizung als Zeltheizung nutzen. Den Pflanzen macht es nichts, für uns Menschen hingegen ist es sehr gefährlich!:(

Greif lieber zu einer Elektroheizung ;-)

Gruß Daniel:o
:baetsch::baetsch::baetsch::baetsch::baetsch::baetsch:

DerSeb
16.08.2016, 23:59
Hallo,

die Dinger rußen leider immer so. Einschränken kann man dies leicht in dem man hochwertiges Petroleum/Paraffin nutzt. Das rußen gänzlich zu unterbinden ist nicht möglich. Aufgrund der Tatsache würde ich nie eine Petroleumheizung als Zeltheizung nutzen. Den Pflanzen macht es nichts, für uns Menschen hingegen ist es sehr gefährlich!:(

Greif lieber zu einer Elektroheizung ;-)

Gruß Daniel:o
:baetsch::baetsch::baetsch::baetsch::baetsch::baetsch:

Elektroheizung im Zelt ist ne geile Idee, dass ich da nicht vorher drauf gekommen bin... ;-)
Btw., Leichenfledderer...:D