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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Günstige Regenhose bis 70 Euro - BW-Kram ne Alternative?



Andi
22.05.2003, 16:33
Hi!


Zu meinem vollständigen Glück fehlt mir noch ne vernünftige Regenhose. Ich brauch nicht unbedingt ne XXX-Tex-Hose sondern einfach nur ein relativ bequemes Teil welches einen kräftigen Schauer oder isländischen Dauerregen einigermaßen standhält. Ob zum Überziehen oder Solo ist relativ egal, ersteres ist natürlich praktischer.
Preislich dachte ich so an maximal 50 bis etwa 70 Euro. hat jemand ne Idee?
Was taugen die neuen (tatsächlich GoreText ???) "Nässeschutz"-Hosen der BW? Meine Zeit beim Bund liegt ja jetzt schon 10 Jahre zurück, damals sind die Mistdinger noch unhandlich, unbequem und gummiert gewesen...

Grüße,

Andi

Loki
22.05.2003, 16:44
Zur BW-Hose kann ich leider nichts sagen, aber wenn du so viel Kohle nur für ne Regenhose ausgeben kannst/willst, dann empfehle ich dir mal in einem Motorradzubehör-Shop reizuschauen. In den Großstädten gibt's eigentlich immer einen Polo, einen Hein Gericke oder einen Louis. Dort bekommst du von der einfachen Plastik-Regenhose von 15 EURO an aufwärts eigentlich so ziemlich alles.

Cheers,

Loki.

Scubaron
22.05.2003, 16:47
Hi,

dann tret ich hier mal Erfahrungswerte breit:
Das Material der BW ist einlagiges GT. Für einen kurzen Schauer ganz nett (nett ist auch ein Toaster), für mehr nicht zu gebrauchen.
1. nicht besonders stabil (aus meinem Zug mussten nach jedem Geländetag erst einmal ein paar zum tauschen)
2. nicht besonders dicht, nach etwa 1-2 Stunden Dauerregen ist das Ding durch, wenn Du Dich hinkniest schneller.

Entweder kaufst Du vernünftiges GT oder halt doch was aus Gummi oder PVC oder...
Ich würde mal die Motorradausrüster im Internet abklappern. Da bekommst Du auf jeden Fall was günstiges zum überziehen, was dann auch dicht ist und sich klein verpacken läßt.

Gruß

Steve

Vamp
22.05.2003, 16:47
Hi, Also zu den neuen tex hastenichgesehen regenhosen kann ich dir leider nix sagen...hab selbst nur ne normale Aldi regenhose...musste bei selbiger aber leider feststellen das ich nach ca. 5 bis 10 minuten tragen dann statt nassgeregnet halt nassgeschwitzt bin... :bash:

also...doch lieber gleich keine und wenns nicht zu kalt ist...kurze schnelltrocknende Hose :D

hoffe etwas geholfen zu haben
Cu Vamp

Andi
22.05.2003, 17:28
Hi Loki!

Irgendwie hast du recht! Nach einigem rumgegooglen werde ich mir wohl irgendein Jeantex-Teil für wenig Euro besorgen. Das soll reichen.
Fahre zwar in ein absolutes Regenloch, aber ich habe sicherlich nicht vor bei strömenden Dauerregen mein Zelt abzureissen und stundenlang durch die Gegend zu marschieren...dann lieber Kohle in ne vernünftige Pulle Rum oder Whisky investieren. bin ja nicht auf der Flucht!

Grüße,

Andi

Jens
22.05.2003, 18:00
Ich habe eine ECWCS-Hose aus Gore-Tex von der US-Armee. Das Teil ist warm, sehr stabil, hat Reissverschlüsse bis zu den Waden, wiegt eben soviel was eine Gore-Hose wiegt - und hat mich bei Ebay 18 Euro gekostet...
Bei meiner Island-Tour habe ich aber keine Regenhose mitgenommen, Ich musste so häufig durch Bäche und Flüsse, das meine Beine alle halbe Stunde wieder nass wurden. Statt dessen hatte ich eine lange Nylon-Unterhose von C&A an und darüber eine Fjäll-Räven - Hose getragen. Sobald ich aus dem Wasser wieder raus war, waren meine Beine wieder warm, weil das Wasser im Stoff der Unterhose so schnell abgelaufen ist. Dann war es zwar noch feucht aber warm.

Polarfuchs
22.05.2003, 19:40
hi

ich war schon einige male in norwegen. das erste mal hatte ich eine nicht atmungsaktive hose von jeantex mit: nach 20 minuten tragen war ich klitschnass. das zweite mal hatte ich eine gore-xcr hose und eine tnf hyvent jacke. das hyvent war nicht besonders dicht, aber der große nachteil im vergleich zum hier so verhassten high-tech material war die trockenzeit. die xcr-hose war nach einer nacht bei 5° im zelt aufregennassem boden bei regen trocken, die jacke noch nass. ich mag aber eher trockene regensachen, deshalb habe ich mir auch noch eine xcr jacke zugelegt

tschüß
alex

Thorsten
22.05.2003, 20:03
Das Material der BW ist einlagiges GT. Für einen kurzen Schauer ganz nett (nett ist auch ein Toaster), für mehr nicht zu gebrauchen
Einlagiges GoreTex? :o

1. nicht besonders stabil (aus meinem Zug mussten nach jedem Geländetag erst einmal ein paar zum tauschen)

Wäre Dein Zug mit Mammut, North Face, oder Arcteryx auf dem Gefechtsacker gewesen, sähe das Ergebnis kaum anders aus.

. nicht besonders dicht, nach etwa 1-2 Stunden Dauerregen ist das Ding durch, wenn Du Dich hinkniest schneller.
Nicht anders als bei anderen Gtx-Hosen, wenn die Imprägnierung nicht mehr wirksam ist.

Also: Die BW Nässeschutzhosen sind zumindest in halbwegs neuem Zustand qualitativ besser als jede mir bekannte Hose in dieser Preisklasse.
Wenn man berücksichtigt, daß es sich hier um einen Konstruktionsstand Anfang 90er handelt; also leicht brettig kein Stretch, XCR usw., bekommt man für kleines Geld eine robuste, vollwertige 3Lagen GoreTex(!!)Hose.
Auch Militärbekleidung wird nach den hohen Mindestanforderungen der Firma Gore hergestellt.
Was man von irgendeiner xytech Membran oder Beschichtung aus dem Motorradshop nicht immer behaupten kann.

Problematisch ist lediglich, daß die ältere olivgrüne Ausführung kaum noch zu kriegen ist.
Gebrauchtes GoreTex würde ich nicht kaufen; die Ausmusterung hat meistens ihre Gründe...
In Flecktarn erhält man diese Hosen auch neu recht günstig; die zivile Alternative kostet mindestens das doppelte.
In Flecktarn auf Tour zu gehen ist jedoch ausgesprochen rufschädigend, sollte man lassen :kotz:
Gerade im Ausland.
Meine aktuelle BW Goretex-Montur(neu) ist zwar nicht wirklich raffiniert geschnitten, dafür jedoch so wasserdicht, wie man es von wasserdampfdurchlässiger Bekleidung erwarten kann.
Wenn das nicht reicht, muss man halt Gummi tragen.

(sollte das irgendwann mal der Fall sein, tausche ich sie halt kostenneutral um, wozu ist man sonst Reservist :bg: )

Lemming
22.05.2003, 20:21
Schau doch mal bei VauDe rein:
Arrows II Hose, Ceplex 5000, 79,95 (ok, leicht über dem Limit, aber echt gut)
Raindrop Hose, Ceplex 2000, 59,95

Die BW-Tex-Sache hab' ich eigentlich auch recht dicht in Erinnerung, wenn nicht irgend so eine Leuchte versucht hat, die Rangabzeichen auf die Schulter zu nähen :bash: Sind halt nicht so leicht und klein verpackbar....

Gruß

Matthias

telly
22.05.2003, 21:55
Jup, Scubaron, du bist leider überstimmt..

Habe währrend meiner Grundi sehr gute Erfahrung damit gemacht, weiss aber auch von Leuten die damit zur MatKammer mussten, weil sie die Jacken falsch gewaschen haben o.ä. und die dann undicht waren.

spiele auch mit dem Gedanken mir eine zuzulegen, bin mir aber noch nich einig, weil die für goretex zwar rel. leicht sind aber dennoch einiges auf die waage bringen.

Polarfuchs
23.05.2003, 00:54
hi

@thorsten

einlagiges gtx - ja das gibt es: heisst z-liner. da ist dann gar nichts laminiert, sondern extra innenschicht, dann extra membran und dann wieder extra aussenschicht.

die wassersäule von gore-tex membranen, hab ich mal gehört, beträgt 80.000mm. im fjällräven-katalog heisst es immerhin noch 45.000mm. das heisst pro cm² einen druck von mindestens 4,5kg wasser. also selbst wenn man sich hinkniet oder hinsetzt, müsste es noch dicht sein (was ich aus meiner erfahrung auch bestätigen kann).
und das produkte namhafter anbieter nicht robust sind, kann ich auch nicht bestätigen. als ich auf einem felsen ausrutschte und einige meter auf dem stein schliff, hat meine hose keinen kratzer abgekriegt.

@all
also ich kann nur raten, vielleicht in einem sonderangebot, eine goretex-hose zu erstehen (oder eine hose mit einer membran[!!!!!] mit ähnlichen werten)

tschüß
alex

Thorsten
23.05.2003, 09:43
einlagiges gtx - ja das gibt es: heisst z-liner
Schon klar, aber nicht beim BW Nässeschutz


also selbst wenn man sich hinkniet oder hinsetzt, müsste es noch dicht sein
Eigentlich schon, in der Praxis steigt dann aber dadurch schon mal die Wassersäule über die erwähnten 80.000mm.
Das gleiche Problem tritt u.U. auch beim tragen eines schweren Rucksacks auf.
Ist ja auch nicht weiter dramatisch, die durchgedrückte Feuchtigkeit hält sich in gewissen Grenzen und ist bei funktioneller Unterbekleidung schnell wieder abgeleitet.

und das produkte namhafter anbieter nicht robust sind, kann ich auch nicht bestätigen. als ich auf einem felsen ausrutschte und einige meter auf dem stein schliff, hat meine hose keinen kratzer abgekriegt.

Gemeint war, daß ich die BW Hose für genauso robust halte.
Zumindest vom Material her, Kevlarverstärkungen im Knöchelbereich und und ähnliches hat sie nicht.
Wenn also eine Horde Soldaten, die im Gegensatz zu Outdoor-freaks kein Heidengeld dafür ausgegeben bzw. auf eine Hose längere Zeit gespart haben über den Übungsplatz pflügt, blieben auch Markenprodukte gelegentlich auf der Strecke.
Das tut sich im Outdoorbereich niemand an.

Auch die Membran der teuersten Hose ist bei Kontakt mit Disteln dauerhaft undicht.

GoreTex und co. ist schon eine tolle Sache, Wunder wirkt es aber leider nicht.
In allen Bereichen, in denen Wasserdichtigkeit über Komfort steht, wird auch heute noch auf "Gummi" gesetzt, also in der Seefahrt und der Fischerei.
Nicht nur aus Preisgründen.

Loki
23.05.2003, 10:30
...und im Motorradbereich - zumindest in meinem Bekanntenkreis. Da sind eigentlich alle von Tex-Klamotten zurück zu Plastik gewechselt. Warum? Weil die Tex-Klamotten einfach nicht dicht sind.
Wer mit dem Motorrad im Winter mehrere hunder Kilometer durch Nebel, Schnee und Regen zurücklegt, der weiss, was ich meine.

Cheers,

Loki.

Christian J.
23.05.2003, 14:54
Das mit den absolut wasserdichten Klamotten geht beim Motorradfahren sicher noch ganz gut da man da ja die Beine kaum bewegt und deshalb nicht so viel schwitzt. Aber beim Trekking/Bergsteigen wird ja massive Beinarbeit geleistet und es kommt zu einer entsprechenden Schweißproduktion.

Ich hab übrigens eine LoweAlpine Regenhose aus TriplePoint.

Christian

michi-s
23.05.2003, 17:17
hallo,
also ich würde auch zu einer gore tex hose tendieren, denn die billigen hosen, die nicht atmungsaktiv sind, sind innen schneller naß als wenn man gleich ohne geht.
hab selber eine gore tex xcr jacke und werde mir demnächst noch eine gore tex xcr hose holen.
natürlich sind die hosen schon etwas empfindlich, wenn sie halt leicht sein sollen können sie nicht so robust sein wie gummi jacken und hosen auf einem fischkutter.
mfg
michi

boehm22
23.05.2003, 17:36
Hi,
ich schließe mich an,

Beispiel:
Vor einigen Jahren auf dem West Coast Trail, Dauerniesel-Regen, es tropft von den Bäumen, alles ist naß.

Meine Freundin zieht über ihre Schöller-Berghose eine Plastik-Motorrad-Regenhose - nach 3 Stunden beim Tagesziel: Die auf der Haut getragene Berghose war komplett durchnäßt und durchgesifft.

Ich hatte die Berghose, hohe Goretex-Gamaschen und einen Poncho. Bei mir waren nur die Oberschenkel-Vorderseiten naß, aber innerhalb kurzer Zeit in der dann folgenden Sonne wieder trocken.

Becks
24.05.2003, 19:27
Zu BW-Regenhosen:
Wir hatten die gefütterte Goretex-Version. Hatten (haben ?) nur die Gebirgsjäger und wurde bei uns ganzjährig verwendet. Ich bin damit 2 Wochen lang jeden Tag bei Baumfällarbeiten (Kat.-Einsatz) gewesen, dabei hat es einige Tage tierisch gekübelt. ich blieb dabei ebenso trocken wie bei nem Tag lang Schneehöhlengraben (immer schön im nassen Pappschnee rumwälzen). Soviel zu den Dingern, aber ich verwend jetzt was anderes.
Ist ne Regenhose (Marke Peter Storm), einlagig, besteht nur aus der Membran und etwas Stützgewebe. Ist nicht mal Goretex sondern irgendwas anderes. Hab ich für unter 50 Oiro in GB gekauft. Das Teil wiegt nix und hält auch 5 Stunden britischen Regen aus (mehrfach getestet). Habe ich immer in Kombination mit meiner Trekkinghose dabei und ist ausreichend um jeden Regen zu blocken oder zusätzliche Wärme bei nerviger Kälte zu spenden.

Aber egal was Du kaufst, achte unbedingt darauf daß man die Beine unten möglichst weit erweitern kann (Reißverschlüsse), denn meist erwischt einen das miese Wetter unterwegs und dann hat man nicht gerade Bock darauf die Bergstiefel auszuziehn um in die Hose reinzuschlüpfen...

Alex

alaskawolf1980
24.05.2003, 21:51
Es scheint als ob ihr alle irgendwie Pech hattet mit eurer Hose......

also ich war vor 5 Jahren beim Bund. Und die Hose die ich hatte. Auch ne...Tex Hose....logischerweise die glecihe........war ultimativ. Hat jeden Regen Stand gehalten. Egal ob ich im Matschloch lag oder gekniet habe. Ich fand die so gut, dass ich die im gleichen Jahr und noch in der Bundeswehrzeit in den Kanadaurlaub mitnahm. Und da hatte ich 1 Woche lang (man könnte es fast gar nicht anders nennen) Dauerregen. UNd die hat alles mitgemacht. Ebenso die Jacke dazu. Fand ich damals ultimativ die Teile.

verstehe die ganze Kritik an den Hosen nicht...wahrscheinlich hattet ihr alle übelst alte gebrauchte bekommen.

alaskawolf1980

Andi
26.05.2003, 15:55
Hei!

Also danke für die Fülle an Tips!


Grüße aus Kölle,

Andi :P

Philipp
26.05.2003, 16:38
Schließe mich Christian J. an: Lowe Alpine mit seinem Triple Point ist eine hervorragende Alternative zu GoreTex. Meine Regenhose ist dicht, atmungsaktiv und sitzt richtig gut. Beinreißverschlüsse sind selbstverständlich. Ich kann keinen nennenswerten Unterschied in Sachen Dichtigkeit und Atmungsaktivität zu meiner Mammut-Gore-Hose feststellen. Auch eine entsprechende Jacke, die ich habe, steht Gore in nix nach, wie ich finde.
Globi und Konsortien haben immer mal wieder interessante Angebote, wo man so'n Teil für ca. 60 Euronen kriegen kann.

Finn
28.05.2003, 00:18
Moin!

Ja, Regenhosen sind so eine Sache... Also die BW-Hosen sind IMO nicht so gut geeignet, da schwer. Welche Hose mir ganz gut (und nicht zuuu teuer) erscheint, ist diese hier:

Erste (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?&mod_nr=or41401&artbez=Sch%F6ffel+Timber+Hose&k_id=0004&h_kat=Bekleidung&u_kat=Hosen)

Zweite (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?&mod_nr=ul45681&artbez=Jeantex+T-3000+light+Melfort+Hose+lang&k_id=0004&h_kat=Bekleidung&u_kat=Hosen)

Gruß
Finn

Thorsten
28.05.2003, 07:28
Na ja, die Schöffel ist etwas ganz anderes und die Jeantex mit ihrer PU Beschichtung, ob nun mikroporös oder nicht, ist nunmal definitiv kein Goretex.
Da würde ich die BW-Hose der Jeantex allemal vorziehen.
Zur Schöffel: Eine normale Trekkinghose mit festeingebauter Nässebarriere ist weder Fisch noch Fleisch; der Einsatzbereich recht eingeschränkt.
So etwas ähnliches habe ich auch; Fjällräven Gore-Hunter.
Also eine Grönlandhose mit Z-Liner.
Ersetzt keine Regenhose und wird schnell schwitzig.
Dann lieber eine schnelltrocknende Trekkinghose und bei Bedarf eine wasserdichte Überhose.
All in one ist wirklich nur für den Spaziergang mit dem Hund oder eher statische Aktivitäten geeignet(Jagen/Angeln).