PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [EU] Eine Reise ohne Geld



Dominik
11.06.2007, 22:48
Region/Kontinent: Mitteleuropa
Region/Kontinent: Südeuropa

Hallo zusammen,

folgende einleitene Worte, finden sich in meiner Reiseplanung:

„Philosophie der Reise:

Eine Reise ohne Geld, mit der Vorgabe sich ausschließlich durch Musizieren oder angebotene Tätigkeiten die nötigen Lebensmittel, Fahrscheine und sonstigen wichtigen Dinge zu erarbeiten, die für ein vorankommen - im realen sowie im geistigen Sinn - wichtig sind.
Könnte man diese Reise mit allerlei philosophischen bisweilen humanitären Gedanken füllen, so verfolgt sie doch keinen dieser in erster Linie.
Vielmehr geht es darum, eine spannende und hoffentlich lebensbereichernde
Zeit zu erleben und einfach die Freiheit zu genießen, die wir als Privileg
genießen dürfen; oder wenigstens könnten..“


http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/IMGP1390.JPG

Und genau so muss man sich die Reise vorstellen, möglichst wenig geplant, unabhängig und "auf der Straße".

2 'Wochen waren ein guter Freund und ich mit dem Daumen unterwegs. Angedachtes Ziel war Korsika inklusive Rückfahrt nach Deutschland.
Für mich persönlich war die Reise – im Gegensatz zu vorrausgegangen Wildnistouren – Neuland.
Städte, Straßen, Menschen, genau das, was ich sonst nicht suche. Doch irgendwie kam in der letzten Zeit der Wunsch hoch, einfach durch Europa zu tingeln, kein Geld dabei zu haben und zu gucken, wie weit man kommt. Es war verdammt aufregend und vor allem sau gut!


Folgende Zeilen sind nicht primär ein Reisebericht, sondern einzelne Fetzen der Tour. Vielleicht kann ich mit den Erfahrungen Impulse setzen, andere begeistern etwas ähnliches zu starten, denn auf diese Art zu Reisen bringt den Begriff „Reisen“ bzw. „Reisender“ in den eigenen Vorstellungen und Gedanken auf eine andere Ebene – so jedenfalls meine Erfahrung.
Vor 20 Jahren war das Trampen eine allseits beliebte Art zu Reisen. In Zeiten von billig Airlines und Mitfahrzentralen gerät diese aufregende Art zu Touren fast schon in Vergessenheit. Dabei erfordert es keine großen Anstrengungen, ist relativ easy planbar und vermittelt vor allem – wieder unsere Eindrücke – ein Gefühl von Freiheit.
Ich richte mich mit im folgenden an einen vor einiger Zeit verfassten Brief, den ich an jemanden verschickt habe. Ein zusammenhängender Text wie sonst üblich ist es ned..

--
...Das Gefühl nicht zu wissen, wo man am nächsten Tag pennt, ob man weit voran kommt und ob man was zu futtern hat...mit dieser Grundstimmung waren wir jeden Tag unterwegs.

Zugegebenermaßen ist das Gefühl eigenentlich nur Fake - wir können freiwillig so leben und in einem krassen Notfall auf unser Konto zurückgreifen. Aber es ist interessant wie weit man "persönlich" geht, bevor dies geschieht.
Wir haben jedenfalls die Sache ernst genommen.
Diese Stimmung des "nicht-Wissen" was morgen läuft und dieses rumziehen frei Schnauze - für einen begrentzen Zeitraum - war für mich die mit wichtigste Erfahrung und der Part der mir am meisten getaugt hat.
Einfach in den Tag leben, ohne an seine Träume und Ziele zu denken.
Je nach persönlichen Bedürfniss, kann das der Seele ziehmlich gut tun.


Das örtliche Ziel unserer Reise war wiegesagt Korsika und als grobe Planung hatten wir folgende Route ausgedacht:
Bonn - Koblenz - Trier - Lyon - Marseille - Korsika - Livorno - Madrid - Basel - Mannheim - Koblenz - Bonn
Da wir innerhalb "AltEuropas" nie richtig getrampt sind, waren wir nicht ganz sicher, wie weit wir überhaupt kommen würden. Korsika war in unseren Vorstellungen sehr weit gelegen.

Alles was wir dabei hatten, war ein Schlafsack, Hygieneartikel, frische Shirts/Unterwäsche, Besteck und Thermoskanne, Fotoausrüstung, kleiner Hocker, Tagebuch und Gitarren.
Nicht viel zu tragen (was beim Trampen zu zweit prinzipiell wichtig ist..)


Wenn ich so vor überlege, welche Bereiche der Reise die interessantesten Geschichten bieten, dann fallen mir einerseits die Leute die uns mitgenommen haben und anderseits die Stellen, an denen wir übernachtet haben ein.

Fange ich mit den Menschen an:

In Europa zu trampen funktioniert, entgegen meiner Skepsis zuvor, immernoch einigermaßen gut. In einigen Ländern geht es schnell, in anderen Ländern muss man schon ne Weile warten..
Deutschland steht in der Liste für "am wenigsten gewartet" sogar an erster Stelle - was mich doch wundert, da laut hören-sagen die meisten Menschen Skrupel haben, jemanden mitzunehmen (selbst aus dem Freundeskreis)
Wir standen in der Heimat jedoch nie länger als max 1. Std (bis auf eine Ausnahme), was im Vergleich zu Italien mit einer Rekordzeit von 12.Std locker auszuhalten ist ;)


Grundsätzlich wird man fast nur von Leuten mitgenommen, die entweder selbst Tramperfahrungen gesammelt haben oder Einwanderer aus irgendwelchen Ländern sind, und somit ein Stück offener für das Fremde sind.

An der Grenze zu Luxenburg z.B. hat uns ein Muster-Moslem bis hinter Lyon mitgenommen. Das sind über 500km und kanpp 6 Std. Autofahrt.
Die Fahrt mit ihm war hammer.
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/2_2.jpg
Wir haben uns Nonstop unterhalten und z.T. scharfe Diskussionen geführt. Vor allem war interessant, was der Mann zu erzählen hatte.
Er selbst sei in Marokko geboren, aber in Deutschland aufgewachsen. Nichts desdo trotz, hätte er ein ausgeprägtes Interesse an der Entwicklung Marokkos..
Und so hätte er mittlerweile ein Buch geschrieben, in dem die ScheinDemokratie Marokkos aufgezeigt wird. (Trotz des nicht wählbaren Königs, wird von Demokratie gesprochen; Zugang zur EU usw.)
Bei einer Reise in sein Heimatland wurde er dafür festgenommen und für mehr als 1 Jahr lang ins Gefängis gesteckt.
Erst durch Deutschlands Hilfe konnte er freigekauft werden.
Ich weiß nicht in wie weit die Geschichte stimmt, aber interessant zu hören war es allemal. Seitdem läuft er jedenfalls mit einem neuen Namen auf Anraten der BRD rum..

In Frankreich hat uns ein Holländer in seinem schrottigen Bulli mitgenommen. Schätze mal, dass er so um die 55 Jahre alt war - grinste uns dauernd an und meinte, dass er nach Barcelona unterwegs sei umd dort Hanfprodukte zu verkaufen. :-) Schon witzig.

Auch Raser hat man öfters mal. Zum Teil - ohne Witz - ständig auf der dritten Spur mit 200 km/h. Da ist man froh, wenn man an dem gewünschten Rastplatz rausgelassen wird...

Obwohl man schon noch mitgenommen wird, ist es mit der Zeit anstrengend 4.std und mehr an Rastplätzen zu verbringen. Klar es gehört dazu, aber ich muss sagen dass es auf Island wesentlich mehr Spaß gemacht hat, die Autos zum Stoppen zu bringen ;).
Der Spaß kommt dann eher beim Musizieren in den Straßen - im Vergleich hat man dabei schneller Erfolg.


Üernachtet haben wir unter den unterschiedlichsten Bedingungen und vor allem an ziehmlich abgefahrenen Orten.
Ich könnte zu jedem Schlafplatz die eigene Geschichte erzählen, aber das würde defintiv den Rahmen sprengen...daher lieber ein Abriss der Dinge.

Beim Trampen haben wir die Erfahrung gemacht, dass man vor den Abendstunden defintiv in einer Stadt sein sollte und nicht mehr auf der Autobahn oder an einer Tankstelle. Nachts wird man nur in seltenen Fällen weiter mitgenommen. Am Anfang haben wir eine ganze Nacht durchwacht, immer in der Hoffnung uns würde jemand mitnehmen - was nicht der Fall war.
Nach durchgemachter Nacht ist es doppelt schwer die Leute freundlich anzuschaun, um sie zum Bremsen zu bewegen (bei uns war es dann der Holländer, der sich nicht großartig um unser aussehen gekümmert hat ;= )) Wenn man ein Zeitlimit hat, kann man sich solche Aktionen jedenfalls nicht oft bringen.


Ein paar Nächte mussten wir also an Tankstellen verbringen. Mal im Eingangsbereich sitzend,schlafend, mal im Eingangsbereich einer Toilette, Im dümmsten Fall, direkt neben dem Haupteingang einer großen Raststätte, in den Büschen versteckt :-)


Auf Korsika durften wir hingegen in einem historisch wertvollen Gemeindezentrum einer Kirche übernachten. Dusche, Küche usw. alles für Umsonst und alles nur per Hand und Fuß erklärt (Priester sprach nur ein paar Brocken Englisch).
..Oder am Anfang und am Ende in einem "Familienzentrum mit Übernachtunsmöglichkeiten"..hatten unser eigenes Zimmer, wieder eigene Dusche usw. (hier halfen wir als Gegenleistung bei einigen Arbeiten die ums Haus erledigt werden mussten). Von einer schlechten Gastfreundschaft - gerade in Deutschland - haben wir jedenfalls nichts mitbekommen.
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/3_2.jpg


Die krasseste - und ich glaube hier das Wort wirklich passend - Erfahrung haben wir allerdings in Marseille gemacht. Ich bin mir bis heute noch nicht sicher, wie ich darüber denken soll.
Als wir in Marseille ankamen, wollten wir zum ersten Mal ausprobieren, wie sozial die Kirchen vor Ort nun sind, und ob sie zwei halbwegs normalen Typen auf Reisen Obdach gewähren. (Zumindest im Mittelalter war die Kirche verpflichtet, Menschen für eine Nacht eine Unterkunft zu bieten)

Wir gingen also, zugegebenermaßen bereits in der Dämmerung, zu diversen Kirchen in der Stadt, die natürlich bereits alle vereschlossen waren.
Irgendwann erreichten wir dann aber doch noch eine Kirche, in der eine Veranstaltung stattfand.

Man muss sich ein Gewölbe unter der Kirche vorstellen, in dem sich junge Menschen um die 25 zu einer Art Gruppengebet mit einem Prieser trafen.
Der Priester saß jedoch alleine in einer Kapelle, "schweigend in sein Gebet vertieft".
Also trugen wir unser Anliegen ersteinmal den anderen vor, mit der Frage, ob sie den Prieser vielleicht um Auskunft bitten könnten..."Kein Problem".
Irgendwer sprach daraufhin also mit dem Priester (Flüsterton - „Königsvorsprachen like“) und kam mit negativer Antwort zurück "Er wüsste nichts, wo wir übernachten könnten, aber es gäbe ja noch die kostenlose Notfallnummer für Obdachlose 115"....

Einer der Jungs zückte sein Handy und rief für uns bei der Nummer an..man man man :=
Kurz darauf kam dann mit blinkendem Blaulicht (!) ein Polizeiähnlicher Bulli (Samu Social) um uns abzuholen.
Zwei ziehmlich große Männer luden uns ein und gaben sich nicht sehr Kontakfreudig - ich glaube sie wusste nicht, dass wir eigentlich zwei Reisende waren.. Wir fuhren also durch die Stadt, die Hinterbank mit der Fahrerfront durch eine versiffte Plastikscheibe begrenzt.
Zwischendurch hielten wir an um einen dermaßen besoffenen Obdachlosen einzuladen..


Nach kurzer Fahrt aus dem Zentrum ins Industrieviertel hinein hielten wir vor einem gefängnissähnlichen Gebäude.
Vor recht hohen Zäunen standen sicherlich an die 20 Obdachlose und Penner, z.T. mit ihren Hunden, Einkaufswagen und Flaschen in der Hand. Hinter den Zäunen sah es nicht anders aus, nur dass es dort keine Flaschen zu sehen gab.
Ich fühlte mich in einen NewYorker Film der 80er Jahre versetzt. Seeehr krass.
Bevor wir eintreten durften, mussten wir durch eine Kontrolle, in der unsere Pässe eingescannt wurden und unser Gepäck mit Nummern versehen und eingeschlossen wurde.
Die Pädagogen der Einrichtungen konnten Englisch und wir waren in der Lage unsere Lage zu beschreiben. Ich glaube, sie checkten, dass wir etwas an der Hand genommen werden mussten, um in dem Laden zurecht zu kommen - einer der Pädagogen zeigte uns jedenfalls ersteinmal alles.
Bzw. falsch. Zu aller erst gab es was zu futtern :)
Wir wurden in einen Raum geführt, der mit ca. 8 Personen gefüllt war, die absolut ins Klischee eines „Penners“ passten. Eine Frau mit blutig zerschlagenem Gesicht huschte dabei zwischen den Stühlen her..


Ich bin absolut kein Pingel, was Nahrungsmittel angeht - ich glaube, ich kann wirklich behaupten schon einige abgefahrene Dinge zu mir genommen zu haben, aber was wir dort vorgesetzt bekamen war selbst für mich Grenzwertig.
In einer nach Fisch schmeckenden Sauce, schwamm ein Spüllappenähnliches Fleischstück, verfeinert mit irgendwelchen kleinen Kartoffelnbällchen. Ich weiß nicht, wie man so ein Gericht "herzaubern" kann - selbst die Obdachlosen guckten komisch aus der Suppe.
Als Beilage gab es Baguette (die besten die ich je gegessen habe!), Käse, Rote Beete und einen Yoguhrt..satt wurde man also in jedem Fall! Und ich will eigentlich auch garnichts sagen, es war immerhin umsonst.

Gute gesättigt, zeigte uns unser "Betreuer" in einem größeren (übelst stinkendem) Haus unser Schlafzimmer. Die ganze Aufmachung war wieder Gefängnissähnlich, nur mit dem Unterschied, dass die Schlösser an den Türen und die Zäune ums Haus herrum nicht gegen das Ausbüchsen angebracht waren, sondern, dass keine unerwünschten Leute herein kamen. Logisch
Wir bekamen ein Zimmer, in welchem nur ein weiterer Mann untergebracht war, der zudem einen recht ordentlichen Eindruck machte.
Zwei Betten, ein Feldbett und neue Decken - für uns ein Traum!
Eine Unterhaltung mit dem Mann war ebenfalls möglich, was uns nocheinmal einen weiteren Einblick in die Welt der Obdachlosen gegeben hat - ich glaube es ist anders kaum möglich, so Nah die Menschen mit ihren Problemen kennenzulernen. Der Abend war daher für uns alle eine Bereicherung.
Die Nacht über schliefen wir fest und durch, wurden 7 Uhr aus dem Bett geworfen und bekamen ein Frühstück (wieder lecker Baguette mit Käse und Kaffee).
Böse war, dass ein Großteil der Obdachlosen ihr Frühstück wegwarf. Halb angebissene Baguette lagen auf den Tischen rum, umgekippte Becher usw.. Das einige der Menschen nicht zu schätzen wissen, was sie da eigentlich bekommen, hinterließ bei mir ein Fragezeichen.

Nach dem Frühstück gingen wir Richtung Gepäckaufbewahrung und kamen an einem Pavillionähnlichem Vordach vorbei, an dem um die 40 Obdachlose mukksmäußchenstill auf einen Fernseher starten, in dem MTV lief. Einer der Obdachlosen stand direkt neben dem Fernseher und zeigt mit riesen Kulleraugen immer mal wieder auf die "schönen Frauen" und die "dicken Karren". Ich - und wie sich später rausstellte auch mein Kumpel - bekam eine Gänsehaut und war kurz davor Tränen zu vergießen... Kurz darauf verließen wir mit einigen anderen die Stätte.

Die Erfahrung mit der absoluten sozialen Unterschicht nah auf nah zusammen zu sein, einen Blick in diese Welt werfen zu können - ich will die Erfahrung nicht missen und habe einen noch größeren Respekt vor den Menschen bekommen, die sich für diese Schicht einsetzen und ihnen Hilfe anbieten. Ich bin davon überzeugt, in meinem sozialen Empfinden nachhaltig positiv geprägt worden zu sein.
Man kann sagen, dass es eine andere Welt war.
(Trotzdem besteht weiterhin die Frage, ob der Schritt umsonst in einem solche Haus zu übernachten nicht die Grenze des Anstands überschritten hat. Eigentlich waren wir ja Touristen..)
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/4_2.jpg



Ganz kurz will ich noch etwas zum Musizieren erzählen.
Wir haben unsere gesamte Reise (bis auf die Fährenfahrt und eine Zugfahrt, aufgrund von Zeitmangel) wirklich mit der Musi finanzieren können.
Zum Anfang war unser erspieltes Geld noch relativ gering..innerhalb von 40 min. 8 Euro.. im Vergleich nicht viel.
Man muss die Menschen unterhalten, sie anlachen, sie zum träumen bewegen..alles Dinge die wir erst mit der Zeit erlernten. Aber erfolgreich..zum Schluss unserer Tour haben wir in Mannheim innerhalb von
1 Std. 38 Euro (!) verdient..
Wenn die Menschen einfach da stehen und dir zuhören, wenn Leute auf dich zukommen und dir sagen "Hey, super was ihr macht" und es dann noch deine eigenen Stücke sind, dann kann man schon etwas stolz werden. :-)


Insgesamt haben wir unsere geplante Strecke geschafft und können auf 2 dick gefüllte Wochen zurück blicken.
Trampen ist mit der Zeit eine anstrengende Sache - wenn man kein Geld dabei hat und sich seine Schlafplätze ständig suchen muss. Trotzdem ist es ein Gefühl von Freiheit, was ich so bisher noch nicht erlebt habe.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen und freue mich, wenn jemand aus dem Forum über ähnliche Erfahrungen berichten würde.

Grüße
Dominik
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/5.jpg
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/6.jpg
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/7.jpg
http://fotos.outdoorseiten.net/data/26/laufen.jpg

MrLast
12.06.2007, 00:56
DANKE! für deinen Bericht!

Und Respekt für die Aktion auf jedenfalls nachahmenswert!

DANKE!

Severin

KuchenKabel
12.06.2007, 01:18
Ich schließe mich an. Super klasse! Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie stark das Erlebte in solchen Situationen, wie du sie beschrieben hast, einen beeinflussen und zum Denken anregen kann. Und auch beim Lesen stellt man sich hin und wieder ein paar Fragen, bezüglich der eigenen Gewohnheiten beim Reisen. Deshalb ein großes Dankeschön, dass du uns hast Teil haben lassen an deinen gewonnen Erfahrungen!

Christian J.
12.06.2007, 07:16
saugeile Sache!

Dein Bericht ist schuld, dass ich jetzt zu spät zur Uni komme (oder meinen Streckenrekord beim Radfahren verbessern muss)

Simon
12.06.2007, 08:20
Lässig, erinnert mich an meine ersten Reisen (träum). Super ist auch die kombination Jonglieren und Musizieren. Gerade in Italien bin ich immer wieder auf andere umherziehende Gruppen gestoßen, jeder hat dann etwas von seiner Kunst eingebracht und das Geld wurde gemeinschaftlich verwaltet.
Gruas
Simon

OliverR
12.06.2007, 13:41
Respekt! Sich freiwillig auf solch ein Abenteuer einzulassen ist sicherlich nicht jedermanns Sache, bringt einen aber mal wieder auf den Boden zurück und eröffnet neue Horizonte.

Dirk N.
14.06.2007, 07:54
Das gefällt mir. Freigemacht und auf das wesentliche beschränkt.
Reisen pur.

Dirk

Hannes1983
14.06.2007, 10:17
Kann ich mich den anderen nur anschliessen. Find ich eine besondere Art des Reises. Ganz ehrlich gesagt, weiss ich net ob es etwas für mich wäre, aber trotzdem Respekt für so etwas.

Hannes

Fjaellraev
20.06.2007, 18:15
Genialer Bericht von einer in meinen Augen echt guten Aktion.
Kam vor der Zwangspause nicht mehr dazu den Bericht zu lesen, habe die ganze Zeit darauf gewartet und jetzt konnte ich ihn endlich lesen :wink:

Gruss
Henning

Rainer Duesmann
26.06.2007, 08:35
Sehr beeindruckend!
Das bestärkt mich in dem Gefühl das es ein großer Fehler meinerseits war im jugendlichen Alter nicht durch Europa getrampt zu sein.

Besten Dank,
Rainer

Markus K.
27.06.2007, 08:48
Hi Dom,
voll fett, Mann. Geile Aktion. Gefällt mir.

Gruss Markus

BennyB
25.08.2007, 20:09
Danke für den Bericht, habe auch ähnliches im Kopf.
Gibt auch ein tolles Buch, vlt. interessiert es den einen oder anderen:
Michael Holzach: Deutschland umsonst

LG, Benny

Ingo
27.08.2007, 09:16
Klasse....
Will ich seit Jahren selbst machen und finde immer wieder gute Gründe es in diesem Jahr nicht zu tun......deshalb meinen Respekt, dass ihr nicht gefackelt habt!

Gruss
Ingo

Dominik
29.08.2007, 23:24
Hab die Fotos wieder eingefügt

patiperra
04.01.2011, 01:10
Eine tolle Idee und ein schöner Bericht.
Die Idee ganz ohne Geld loszuziehen reizt ja...
Ganz ohne Geld bin ich bisher noch nicht unterwegs gewesen.
Nur einmal nach Südportugal getrampt und einmal nach Schweden.
Wobei zwei Wochen auf Achse da sicherlich nochmal ein anderer Schnack sind...

Ist ja nun schon etwas her, hast du seitdem nochmal eine ähnliche Reise gemacht?

Dominik
04.01.2011, 17:37
Getrampt bin ich seitdem wieder einige Mal - allerdings immer mit etwas Reserve im Geldbeutel.
Solange man eine kleine Fähigkeit hat, die man in den Straßen zum Besten geben kann, funktioniert das Reisen ohne Geld imo wunderbar.

Have a try ;)
Dom

Ditschi
04.01.2011, 18:20
Hallo,
es gibt sicher viele Frauen und auch mache Männer, die eine kleine Fähigkeit haben, die man in den Straßen zum Besten geben kann. Aber ob das bei der Obrigkeit überall gut ankommt? Oder an was dachtest Du?
Gruß Ditschi
P.S. Ausnahme Molwanien!

Dominik
04.01.2011, 20:58
Normalerweise benötigt man in den meisten deutschen Städten für Straßenkünste (! - ob du mit deiner Anfrage etwas anderes im Sinn hast, wird nicht deutlich) eine Anmeldung über ein Stadtbüro (Ausnahmen: z.B. Köln).

I.d.R. darf man jedoch max. 20 - 30 Minuten an einer Stelle Straßenkünste zeigen, ohne dass man sich zuvor beim Stadtbüro o.ä. angemeldet hat.
Danach muss man seinen Standort in Sicht und Hörweite verlagern.

Dieses Prinzip klappt meiner Erfahrung nach auch in anderen Städten Europas wunderbar.

Aufpassen sollte man mit festen Standorten von Obdachlosen und Bettlern. Da gibt es teilweise echte Konkurenzen und ungeschriebene Gesetze.

Waidmann
05.01.2011, 15:10
Sehr schöne Aktion!

Irgendwie ist der veränderte Horizont und das Erleben von besonderen Situationen und Menschen genau das was einen am meisten bereichert - der Ort selbst ist für mich dann oft nur Nebensache.

Zumindest bleiben solche Momente bei mir wesentlich besser in Erinnerung als ein Ort wo "nur" ich von der Landschaft fasziniert bin.

Dominik
05.01.2011, 17:09
Das stimmt meiner Erfahrung nach auch. Der Ort tritt auch bei mir zunehmend mehr in den Hintergrund (da habe ich früher völlig anders gedacht..).

Habe die Bilder wieder eingefügt.
Grüße
Dom

Ditschi
05.01.2011, 17:18
Normalerweise benötigt man in den meisten deutschen Städten für Straßenkünste (! - ob du mit deiner Anfrage etwas anderes im Sinn hast, wird nicht deutlich) eine Anmeldung über ein Stadtbüro (Ausnahmen: z.B. Köln).

I.d.R. darf man jedoch max. 20 - 30 Minuten an einer Stelle Straßenkünste zeigen, ohne dass man sich zuvor beim Stadtbüro o.ä. angemeldet hat.
Danach muss man seinen Standort in Sicht und Hörweite verlagern.

Dieses Prinzip klappt meiner Erfahrung nach auch in anderen Städten Europas wunderbar.

Aufpassen sollte man mit festen Standorten von Obdachlosen und Bettlern. Da gibt es teilweise echte Konkurenzen und ungeschriebene Gesetze.

Hallo Dominik,

ja, ich hatte etwas anderes im Sinn, als ich die schöne Formulierung in Beitrag 16 las.
Da Du aber ohne Arg bist --was für Dich spricht--, möchte ich das nicht vertiefen.
Ansonsten auch Kompliment von mir für einen spannenden und gelungenen Bericht.
Gruß Ditschi

arcticus
05.01.2011, 22:57
Danke Dominik für den Bericht,

sicher eine inspirende Art zu reisen, so vermute ich, auch wenn ich es selbst noch nicht gemacht habe. Mal etwas mehr mit dem echtem Leben, Menschen, Emotionen, Empfindungen verbunden zu sein. Zum Thema "ohne Geld Reisen" und doch einen Schlafplatz finden kann ich übrigens auch www.couchsurfing.org empfehlen.

Grüße,
arcticus

peavis
25.01.2011, 08:11
Hallo Dominik,

Ein wirklich Interessanter Bericht.
Michael Wigge (http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8074896,00.html) hat darüber ein Buch geschrieben wie er Ohne Geld bis ans Ende der Welt gereist ist. Mittlerweile auch als Doku bei ZDF. Schade ist nur das er auf sein Manuscript verwiesen hat was sein Ziel ist um z.B. die Fährfahrt zu bekommen.
Italien ist auch ein Land wo ich nie wieder freiwillig Trampen würde wir mussten zwars keine 12 Stunden warten (was viell. auch daran lag das Trampen offiziell nicht erlaubt ist) aber da haben uns die kuriosesten Fahrer mitgenommen.
Couchsurfing (http://www.couchsurfing.org/) oder Hostpitalityclub (http://www.hospitalityclub.org/) kann ich auch nur Empfehlen eine tolle Sache.

vg
peavis

wanderhans
05.02.2011, 14:06
Morjn Dominik!
Joo, ein interessanter Bericht und eine feine "Schreibe" dazu! Offensichtlich brauchst Du den Zeitrahmen für Deine vielen Unternehmungen nicht mit der "Familie" ("meins") abzustimmen, also die sog. Permission zu erbitten/ -flehen. Ein ähnliches Projekt absolvierte ich 2005 - " ... mit 66-ziiig ist noch lange nicht Schluß!" Es war meine erste und einzige "Reise umsonst", also "für nix" wie man hier sagt. Um Spielerlaubnis habe ich nie gefragt und auch nie Probleme gehabt - bis auf den Wallfahrtsort Altötting, wo es eine "Satzung für religiöse Orte" o. ä. gibt, gegen die ich unwissentlich verstoßen hatte. So erschien mir zwar nicht die Mutter Maria, aber imposanter Ordnungshüter; s. Bericht.
Der "Benny B" hat auf ein Buch hingewiesen: "Deutschland umsonst". Genau das war's:

http://www.wandernmithans.de/koenigssee.html

http://www.wandernmithans.de/21-n-brunn-2jap.JPG
Das war in Nürnberg beim "Schönen Brunnen".
Mach's gut und pass auf Dich auf! Gruß - (Wander-) Hans