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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Worauf ist bei Trekkingstöcken zu achten?



Pero
03.05.2007, 20:18
Hallo,

meine Freundin und ich möchten uns für die nächste Tour Trekkingstöcke zulegen. Da wir keine Ahnung davon haben wäre ich für ein paar Tipps sehr dankbar.
Genutzt werden sollen sie bei längeren Touren mit 15 bis 20 kg. Meine Freundin ist ca 1,65 und ich ca 1,75 m groß. Sollen außerdem auch mal als Stange für ein Tarp dienen.
Sind leichtere Stöcke auch automatisch unstabiler? Ich habe in der Schnellsuche so keine gebündelten Infos gefunden, wenn jemand doch einen thread weiß wäre ich für einen link dankbar.

Gruß Pero

Der Foerster
03.05.2007, 20:46
Darf man fragen in was für Gelände ihr damit wollt?

Pero
03.05.2007, 20:56
Wir wollen diesen Sommer gerne nach Norwegen oder Schweden. Das ganze ist aber noch am Anfang der Planungsphase. Da wir Skandinavien noch nicht kennen, tun wir uns noch ein wenig schwer damit das richtige Ziel zu finden. Ein baldiger thread dazu wird hoffentlich Abhilfe schaffen.
Wie auch immer, im letzten Italienurlaub hätten wir auf jeden Fall gerne welche gehabt.
Ich sag mal so, es wird wohl nicht alpin aber doch etwas hügeliger.

Gruß Pero

Marmotte
03.05.2007, 21:20
Wir haben ganz "normale" Leki Makalu. Die haben so einen Korkgriff, der sehr angenehm ist und man kann sie toll in der Höhe verstellen. Sehr stabil, haben schon einiges ausgehalten. Sobald es etwas steiler wird und man etwas Gepäck auf dem Rücken hat, sind die toll! Ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

Jenz
03.05.2007, 22:08
Hallo Pero,

folgendes aus eigener (subjektiver) Erfahrung:
- einfache Kunststoffgriffe machen bei schweißtribendem Wandern oder im Regen keinen Spaß, Kork-, Gummi- oder Schaumstoffgriffe fühlen sich einfach besser an
- Kröpfung des Griffes ist unnötig
- Federung ist blödsinn
- Einrastmechanismen wie bei Black Diamond oder Exped sind klasse, die Stöcke neigen allerdings bei jedem Aufsetzen zum klackern
- die Schlaufen sollten an der Handrückenseite weich sein
- Alu läßt sich nach dem evtl. Verbiegen wieder richten

Grüße Jenz

Pero
03.05.2007, 22:38
Danke für die erten Tipps!
@Jenz, darf ich fragen welches Modell du verwendest? mal blöd gefragt, warum klakkern die und andere nicht?
Versteh ich das richtig, dass Alu-Stöcke nach einem wieder gerade biegen langfristig weiter zu nutzen sind?

Gruß Pero

Midgardschlange
03.05.2007, 23:00
Versteh ich das richtig, dass Alu-Stöcke nach einem wieder gerade biegen langfristig weiter zu nutzen sind?

hängt davon ab, wie sehr verbogen.
wenn du da einen rechten winkel drin hast, wird es echt schwer sein, das teil nochmal vernünftig zu kriegen (bzw. es ist unmöglich).
wenn der leicht geknickt ist (leichte, gleichmäßige biegung), kriegt man den mit gutem fingerspitzengefühl und etwas kraft schnell wieder in eine recht vernünftige position. natürlich nicht so schön, wie es vorher was, aber immerhin gut genug um ihn noch etwas zu benutzen

Der Foerster
03.05.2007, 23:01
Danke für die erten Tipps!
@Jenz, darf ich fragen welches Modell du verwendest? mal blöd gefragt, warum klakkern die und andere nicht?
Versteh ich das richtig, dass Alu-Stöcke nach einem wieder gerade biegen langfristig weiter zu nutzen sind?

Gruß Pero

Na ja das kommt natürlich darauf an wie doll die Verbogen waren und wie oft. Mit der Zeit müssen dann neue ran, aber man kann die Tour noch zuende machen, dass könntest du mit gebrochenen Carbon-Stöcken nicht (frag mich aber nicht ob man die wirklich durchgebrochen kriegt). Wie Jenz gesagt hat würde ich keine Federung und keinen billigen Plastik Griff nehmen. Ich würde an eurer Stelle das Modell nehmen das man am kleinsten zusammenschieben kann, da ihr sie ja wahrscheinlich nicht durchgängig benutzt. Mit ganz billigen Modellen muss man Vorsichtig sein, die BlackBear dinger von nem Kumpel haben sich bei voller Belastung langssam zusammengeschoben-das nervt! Im Grunde könnt ihr wohl die selben Modelle nehmen. Am besten Probiert ihr einfach ein paar aus und achtet dabei auf den 'atmunksaktiven' Griff und das kompakte Packmaß! Moosgummigriffe würde ich übrigens trotz atmunksaktivität nicht nehmen, da die sich natürlich bei Regen vollsaugen :-?
Da ihr nicht in wirklich Alpines Gelände wollt sind normale Trekkingstöcke wohl das richtige für den Zweck, Alpin streiten sich die Gelehrten ob die so toll sind :old: Ob ihr welche braucht könnt nur ihr entscheiden! Probiert vielleicht zuhause aus ob ihr damit klarkommt und ob sie euch nützen!

Der Foerster
03.05.2007, 23:03
Mit ganz billigen Modellen muss man Vorsichtig sein, die BlackBear dinger von nem Kumpel haben sich bei voller Belastung langssam zusammengeschoben-das nervt! Im Grunde könnt ihr wohl die selben Modelle nehmen.

Narürlich nicht die selben Modelle wie mein Kumpel, sondern ihr beiden, trotz Größenunterschied, die selben :lol:

Dekkert
03.05.2007, 23:19
mit Federung keine Erfahrung, aber ich habe Gelenkprobleme (Handgelenk/Schulter/Ellebogen) und konnte meine Probleme durch einen gekröpften Griff sehr verringern.
Die nächsten werden jedenfalls auch eine Federung aufweisen.
gruß

Traeuma
03.05.2007, 23:27
hatte welche mit Federung. Nicht gebraucht und nur Ärger damit gehabt.
Jetzt hab ich welche ohne Federung und mit Kork-Griff und bin sehr zufrieden damit.

Thunderbird
04.05.2007, 00:03
Ich denke mal, dass man das mit der Federung nicht pauschalisieren kann. Ich bin sehr zufrieden mit der Federung und hatte auch noch keine Probleme.

Da greift wohl wieder das alte Sprichwort:"Probieren geht über studieren"

Gn8, Dennis

stefN
04.05.2007, 01:43
"Probieren geht über studieren"
Dem ist ja eigentlich nichts hinzuzufügen, nur, dass man die Federung (zumindest bei den alten Lekis) auch ausbauen kann. Man braucht dazu allerdings 8-er Alu-Schrauben. Ich hatte die Federung eigentlich auch nie benutzt und sie dann letztlich ausgebaut, weil ich mir keine neuen Stöcke kaufen wollte.

Grüße von
Stefan

Norbert
04.05.2007, 09:10
Ich hatte letztes Jahr leichte Lekis mit Federung gekauft, weil es nach dem Weihnachtsgeschöft (oder nur wegen Geldschneiderei?) in mehreren Städten nichts anderes gab. Auf den Krauthängen in Schottland schaltete sich die festgestellte Federung immer wieder selbsttätig ein – großer Mist.

Ich (85 kg, 178 cm) komme mit Ultralight-Stöcken gut klar. Bei deutlich höherem Gewicht oder in felsigem Gelände mit der Wahrscheinlichkeit strapaziöser Querbelastungen würde ich stärkere Stöcke nehmen.

Gruß,

Norbert

barleybreeder
04.05.2007, 09:37
Ultraligth is geil. :bg:
Makalu Carbon Ergometric. Die Dinger wiegen nur fast die Häfte von meine alten Macalu Classic. So was bei 190 Gramm jede Seite. Man denkt man hat nichts in der Hand. Völlig ausreichende Stabilität. Winziges Packmaß.
Die Oberfläche ist aber etwas empfindlich, und die Linke Seite dreht sich ab und an auf. Das Problem hatte ich aber schon bei anderen Stöcken.

Antishock? Wer braucht sowas? Ich hatte schon welche mit Antishock und sehe eigentlich keinen deutlichen Vorteil. Ich bin gerne geshockt! :bg:

Der Foerster
04.05.2007, 09:59
Ich habe auch welche mit Federung und das Problem ist, dass die erstens das Packmaß verdoppelt (!) und das sie sich wenn man sie ausschaltet, wie schon gesagt wurde, regelmäßig wieder anschaltet :bash: Ich hatte sie mir auch aus dämpfungs Gründen fürs Handgelenk gekauft und muss sagen das die kaum was bringt :roll:
So ein schräger Griff ist ganz angenehm-aber das muss jeder selber herausfinden!

Poldi
04.05.2007, 10:41
Ich kann dir nur empfehlen, möglichst einfache, aber mit einem guten Einstellmechanismus auszusuchen, beispielweise die Contour von Black Diamond. Ich hatte schon so viel Ärger im Geschäft mit den Leki-Federungen und Feststellteilen, dass ich mich nur noch wunder warum wir die Dinger überhaupt noch haben. Aber naja.
Hab übrigens bei meinen BD-Stöcken kein "Klackern" feststellen können, wo soll den das herkommen?
Grüße, Norbert

Dekkert
04.05.2007, 11:10
Das untere Segment bei einigen BD-Stöcken (Contour; Terra CF) ist ausgezogen fest arretiert. diese Arretierung ist (etwa so wie bei Krücken) ein Nippel der vom inneren Segment in eine Aussparung des äußeren springt und so arretiert. dieser Nippel hat meist etwas Spiel und klackt dann bei jedem aufsetzen unten auf die Aussparung (fällt im Gelände nicht auf, aber auf der Straße mit Gummipuffern kann es schon etwas nerven).

Andere BD-Stöcke haben unten die Gleiche Arretierung wie oben.

Worf
04.05.2007, 15:30
Leki Makalu Classic; robust; guter Korkgriff, hat alles was man braucht. Federung ist meiner Meinung nach Quatsch; im alpinen Gelände sogar gefährlich. Also, einfach denken!!

Mark

Rajiv
04.05.2007, 16:42
Habe in den letzten Jahren diverse Leki-Stöcke(unterschiedliche "Makalu" und "Enzian") im Hochgebirge ausprobiert, Korkgriffe oder Gummigriffe halte ich für die richtige Entscheidung(Argumente wurden schon genannt).
Die Frage mit der Federung("Antischock") ist mir nicht vordergründig aufgefallen, da bei den Antischock-Modellen sich die Federung ausschalten läßt und bei uns nie das Problem auftauchte, daß sie sich dann irgendwie von selber wieder einschaltete. Aber auch bei eingeschalteter Federung habe ich keinen negativen Eindruck gehabt, da die Federung bei meinem "Enzian" erst relativ spät anspricht(mit meinen 81kg + Bekleidung und Gepäck bin ich auch nicht gerade ein Ultraleichtgewicht), bei den "Makalu Classic"-Modellen spricht sie aber eher und weicher an.

Zwei weitere Sachen kann ich nicht bestätigen(oder ich habe da etwas falsch oder unvollständig verstanden bzw. mißverstanden).
Das Packmaß der ungefederten Variante ist nahezu genauso klein oder groß wie das Packmaß der gefederten Variante; die ungefederten Leki-Stöcke sind zusammengeschoben 68cm lang und die gefederten Leki-Stöcke sind knapp 70cm lang.
Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, daß gefederte Stöcke im alpinen Gelände gefährlich sind bzw. gefährlicher als ungefederte Stöcke sein sollen.

Habe gerade mal die diversen Modelle auf die Briefwaage gelegt.
Alle drei Leki-Stöcke haben das Super Lock System.
Leki Makalu Classic Soft Antischock(also gefedert und mit Gummigriffen): 640g
Leki Makalu Classic CorTec Antischock(also gefedert mit Korkgriffen): 630g
Leki Makalu Classic CorTec(also ungefedert mit Korkgriffen): 570g

Die gefederte Ausführung ist also ca. 60g(oder 10% je nach Belieben) schwerer. Da man die Federung mit ziemlicher Sicherheit nicht benötigt, kann man sich dieses (sehr geringe) Mehrgewicht sparen.

Rajiv

derMac
04.05.2007, 18:21
Stöcke sind IMHO nicht nur Gehhilfen sondern haben auch einen Sicherheitsaspekt. In schwierigem Gelände mit schwerem Rucksack kann da schon mal schlagartig viel Gewicht drauf liegen. Ich würde deshalb im Zweifelsfall eher die stabilere Variante nehmen.

Außerdem sind Stöcke Verschleißmaterial. Bei einem dumm verlaufenen Sturz ist so ein Stock schnell hin (falls er dich nicht vor dem Sturz bewahrt hat). Und wenn man viel in felsigen Gegenden unterwegs ist, wird der untere Abschnitt des Stockes schnell stark zerkratzt sein. Auch das spricht wieder für robust und nicht all zu teuer.

Mac

Pero
04.05.2007, 18:59
Wow Leute mit so vielen Antworten in so kurzer Zeit hätt ich gar nicht gerechnet. Hier schonmal DANKE an alle.
Also, wenn ich ein Fazit aus euren Infos ziehe, sollten wir uns Stöcke ohne Federung, mit Kork oder Gummigriffen und evtl. mit Schnellverschlüssen zulegen.#
Dann nur noch die Frage des Materials. Irgendwelche schlechten Erfahrungen mit Alu oder anderen Leichtmetallen bezüglich der Stabilität gemacht?
Vielleicht kann mir kurz jemand aus´m Kopf sagen welche Modelle, welcher Hersteller (Exped, Black Diamond, Leki...) aus Alu sind.

Vielen dank und schöne Grüße
Pero

Dekkert
04.05.2007, 20:30
wenn die Stöcke aus einem anderen Material als Alu sind stehts eigentlich immer drauf. Titan und Carbon höhrt sich immer toll und nach Hightech an. Die stabilitätsunterschiede merkt man schon, wenn man sich im Laden mal ordentlich draufstützt.

Pero
05.05.2007, 18:47
OK, alles klar. Dann wird es wohl Alu. Vielen Dank

barleybreeder
05.05.2007, 19:07
80% aller Stöcke sind aus Alu. Carbon und Titan sind wesendlich teurer. Ich habe selber Alu und Carbonstöcke von Leki.
Beim draufstützen merke ich eigentlich keine "Stabilitätsunterschiede".
Was machst du denn mit den Stöcken im Laden? Die Klemmung ist genauso stabil wie bei Alu. Wahrscheinlich sind sie nicht ganz so belastbar wie die schweren Brüder.

Aber der enorme Gewichtsvorteil lässt mich fast nur noch zu den Carbonstöcken greifen. Ob ich 530g oder 370g mitschleppe macht für mich schon einen Unterschied.

Shorty66
06.05.2007, 01:30
Ich würde mal ganz spontan zwei Black Diamond Stöcke empfehlen:

Black Diamond Syncro: (http://www.schwanda.at/relaunch/shop/showProductDetail.php?productid=105&catid=37&offset=12&showAll=false)

Oben Flick Lock (hält halt auch größere belastungen im gegensatz zu den sich zusammenschiebenden lekis) unten ein einrast mechanismus.
Toll am einrastmechanismuss ist die geschwindigtkeit des ausziehens. Da die rohre elliptisch sind klappts auf anhieb mit dem einrasten.
Blöd daran kann sein, dass man den stock mit handschuhen nicht so doll zusammenschieben kann.
Der Syncro ist aus recht robustem alu gefertigt und trotzdem leicht.
Mit klackern hatte ich noch nie probleme. Meine Lawinenschaufel benutzt dasselbe system. da klackert auch nix.
den Syncro gibts für ca. 69€

Black Diamond Alpine CF: (http://www.outdoor-discount.com/oscommmerce/product_info.php?cPath=12_84&products_id=3845)
Leichter als der Syncro und leichter als alle anderen stöcke die ich kenne. Oben und unten FlickLock. Ist also super mit handschuhen zu bedienen und rutscht ebenfalls nicht in sich zusammen.
Toll ist an dem geringen gewicht, das man den stock wesentlich präziser setzen kann. Zudem bewegt man den Stock sehr viel - da machen ein paar hundert gramm wesentlich mehr aus als im rucksack.
Karbonfaser hat zudem den vorteil, das es nicht kalt wird wie metall. Daher kann man den stock auch gut mal kürzer fassen ohne dazu extra schaumstoff zu benötigen.
Der Alpine CF ist glaub ich etwas teurer als der Syncro[edit: jawoll: 89€]. aber wohl das geld auch wert.

Leider ist carbon aber anfällig gegen querbelsatungen. wenn der stock also am boden liegt sollte man nicht unbedingt drauflatschen. Ein paar mal hält der das wohl, aber sicher nicht so lange wie ein alustab.

Abstand würde ich von Korkgriffen nehmen. Die sind meiner meinung nach unnötoig teuer. Zudem nicht so haltbar und unnötig schwer. Ich komme super mit plastikgriffen aus.

Bei den Stöcken würde ich mir ausserdem sehr genau überlegen, ob ihr wirklich mehr als 125cm braucht. Die Kurzen Versionen sind meistens wesentlich leichter und oft günstiger. Zudem haben sie ein kleineres packmaß.
Ich brauche bei 180cm körpergröße auch im abstieg eigentlich nie mehr als 125cm stocklänge.

Dekkert
06.05.2007, 10:13
meine Korkgriffe halten jetzt schon fast 10 Jahre - sehe keine bis kaum Verschleisserscheinungen. Mein COusin hat welche mit Plastik, genausoalt und der bekommt mittlerweile schwarze Hände davon.

Carbon ist wohl auch weniger Vibrierend als Alu (meine ich mal gelesen zu haben).

Grüße

Jaerven
06.05.2007, 10:42
Ich nehm immer die genialen Eco- Sticks von Polarbjörk.
Super Material, leicht, haltbar, geniale Dämpfung und auch zum Durchwaten von Flüssen besser geeignet als Alu / Carbon...

M.

Christine M
06.05.2007, 12:32
Noch ein paar Erfahrungen meinerseits:

Ich bin damals mit der Federung überhaupt nicht zurecht gekommen. Ich denke, daß muss jeder für sich ausprobieren. Vielleicht wäre es auch nur eine Gewöhnungsfrage gewesen.

Bei dem gekröpften Griff ist zu beachten, daß die minimale Länge des (zusammengeschobenen) Stockes damit erheblich länger sein kann. Dies wiederum kann problematisch sein, wenn die Stöcke mal innerhalb von Rucksack/Seesack/Reisetasche transportiert werden sollen (Handgepäck dürfte in der Regel nicht funktionieren).

Mir war auch das Gewicht nicht ganz unwichtig.

Christine

Pero
06.05.2007, 13:28
Ok, danke für die weiteren Tipps. Nochmal was die Länge betrifft. Ist es richtig, das der Arm in ebenem Gelende einen rechten Winkel machen sollte?
Um wieviel cm wird der Stock beim Abstieg verlängert?
Oder kann man das nicht pauschalisieren?
Gruß Pero

Dekkert
06.05.2007, 17:04
Immer so, dass du den rechten Winkel im Arm hast.

Bei den neuen Lekis ist nur noch der Griff gekröpft, nicht mehr die Stange. damit erübrigt sich bei diesem Fabrikat das Packmaßproblem.

Wulf
06.05.2007, 17:50
Ich hätte da noch einen Punkt, der, wenn ich ihn nicht überlesen habe, noch nicht genannt wird. Mir ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass der Griff (also der Kork oder ähnliches) sich noch auf der Stange fortsetzt. Besonders im alpinen Gelände oder auch wenn es sonstwo unwegsam wird kann man so schnell umgreifen und den Stock verkürzen ohne ihn umstecken zu müssen. Am Metall rutscht man da gerne mal ab. Sinnvoll ist das zum Beispiel wenn man parallel zum Hang läuft und auf der Bergseite den Stock dann kurz fassen kann.

Ansonsten wurde glaube ich alles genannt. Bin mit Leki nicht klargekommen und würde jetzt spontan auch Black Diamond aus Erfahrung ans Herz legen. Aber die anderen wie Comperdell (hab ich den Namen richtig in Erinnerung?) kenn ich leider nicht.

Shorty66
06.05.2007, 20:41
also komperdell macht auch recht vernünftige stöcke. besonders die materialien sind top.
Allerdings sind die Black diamond stöcke einfach noch einen tick ausgereifter. Das einfach flicklock system ist für mich das einzig taugliche system für verstellbare stöcke.

Dekkert
06.05.2007, 20:48
dem stimme zu. und der Griff des Terra CF ist der beste, den ich bislang in der Hand hatte. Leki war mir immer zu dünn. Außerdem hat er oben eine Verbreiterung mit "Korknase", die man wunderbar umgreifen kann um so beim bergabgehen das Gewicht bequem von oben auf den Stock zu geben.

zoika
10.05.2007, 05:11
die federung kann man ausbauen? ist das irgendwo dokumentiert?
ich hab mir vor einigen jahren die leki makalu air ergo (gabs nur mit feder) gekauft, aber vor allem weil der griff mit abstand der angenehmste war (hab alle marken und sorten mal in die hand genommen, die in den läden waren).
es ist der gekröpfte mit verlängertem schaumgriff, beides möchte ich nicht mehr missen (obwohl mir dann irgendwann schon aufgefallen ist, daß ich am rucksack immer "den längsten" hatte...80cm :motz:), doch die griffmöglichkeiten sind klasse. (wasser dringt da nicht ein, ist geschlossenzellig) ich finde sie auch viel besser als harte korkgriffe, weil der schaumstoff leicht elastisch ist, aber sich dabei kein stück schwammig anfühlt und im gegenteil die kontrolle für mich verbessert, auch weil der "grip" von dem zeug einfach phantastisch ist. sogar im regen!
den verlängerten griff finde ich einfach nur genial, ich nehm ihn im sehr abwechslungsreichen gelände gern mal ein stück ohne schlaufe, das sind dann 35 cm griffzone.
leider gibts diesen griff nur bei wenigen (teuren...) modellen.

die federung hat ja ein lockout (mit etwas restfederweg), und bei mir hat es immer gehalten. neue würde ich aber ohne kaufen, weil ich keinen vorteil in der federung sehe.
die klemmung hat auch immer super gehalten, die dinger funktionieren schon eine ganze weile einfach nur hervorragend.

heute wäre wohl der hier meine wahl: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=lk_75606&k_id=0710&hot=0

http://www.globetrotter.de/jpg_prod_xl/l/lk_7560601a.jpg

keine federung und auf 62 cm komprimierbar.
aber meine alten sind ja nicht totzukriegen...
achja leki: ersatzteile und zubehör gibts in massen, man bekommt sogar einzelne segmente.

aber wenn du in einen laden gehen kannst, nimm einfach alles in die hände, dann wirst du "deine" stöcke schnell finden.

Shorty66
10.05.2007, 11:04
Ich sehe in den fedrungen auch keinerlei vorteil. Vielleicht fühlen sich damit Flachland Opas etwas weniger belastet :lol:
Aber ich hab bei federungen immer das gefühl, den stock nicht so pärzise setzen und belasten zu können. echt doof im gebirge. Ausserdem Ist sie unnötig schwer, der stock wird zusammengeklappt unnötig lang und wenn man die federung abstellt ist der stock immer noch nicht so fest wei einer ohne.
Echt doo so ne federung :grrr:

Rajiv
10.05.2007, 12:53
Habe ja schon weiter vorne geschrieben, daß ich es nicht nachvollziehen kann bzw. nicht verstehe:
Wieso ist der gefederte Stock unnötig länger(<2cm Unterschied würde ich als vernachlässigbar ansehen bei einer Gesamtlänge von knapp 70cm) als ein ungefederter Stock? Bei welchen Modellen gibt es da deutlich größere Längenunterschiede zwischen beiden Varianten?

Klar ist der gefederte Stock etwas schwerer als der ungefederte Stock, aber 10% Mehrgewicht würde ich nun auch nicht als dramatisch ansehen um deswegen die Federung als völligen Unsinn darzustellen.

Bei den von mir bisher eingesetzten Leki Enzian und Makalu mit Federung war die Blockierung jedenfalls problemlos einzustellen und da federte dann auch nix mehr, nicht einen Millimeter. Ich habe selbst bei kritischster Betrachtung(weil ich das Vorurteil hatte, daß der gefederte Stock einfach labiler sei) keinen Hinweis gefunden, daß der gefederte Stock instabiler ist.

Ich habe auch keine Unsicherheit beim Setzen der Stöcke(und dem anschließenden sofortigen Belasten der Stöcke) verzeichnen können.
Von anderer Seite kam mal die Information, daß man sich sehr schnell an die minimal andere Handhabung der gefederten Stöcke gewöhnt.

Wie schon weiter oben erwähnt, auch ich halte die Federung nicht für unbedingt notwendig, eigentlich sogar für nicht notwendig; aber deswegen muß man der Federung nicht Nachteile zuschreiben die sie nicht nennenswert hat(bspw. Packmaß/Länge).
Schließlich gibt es gefederte Leki-Stöcke bei einigen Bezugsquellen zu niedrigen Preisen(da diese aber keine ungefederten Leki-Stöcke anbieten kann man dort nur gefederte Stöcke kaufen) und somit hat der Interessent dann die paradoxe Situation, daß der gefederte Stock billiger als der ungefederte Stock ist(obwohl es logischerweise sonst genau andersherum ist). Somit wäre dann abzuwägen, ob dieser günstige Preis(<50€) der gefederten Variante die kleinen objektiven Nachteile(also das geringe Mehrgewicht) stark in den Hintergrund treten läßt.

Vielleicht ist bei den gefederten Stöcken der subjektive Faktor sehr bedeutsam. Wäre dann wirklich interessant, wenn man mal einigen Leuten einen gefederten Stock mit ausgeschalteter Federung in die Hand drückt; irgendwie bin ich ja nicht überzeugt, daß da alle "Federungskritiker" merken würden, daß sie einen "falschen" Stock benutzen.
So lange der subjektive Teil doch teilweise stark abweichende Meinungen beinhaltet würde ich dem Neuling in Sachen Stöcke nicht unbedingt zu gefederten Stöcken raten, aber aus meiner Erfahrung gibt es da wesentlich weniger Probleme als einige hier aufführen, deswegen würde ich die gefederten Stöcke auch nicht verteufeln wollen.

Rajiv

Dörner
10.05.2007, 21:29
Ich nehm die von Lidl :bg: Ich find sie ganz OK und verbogen hab ich sie bisher auch nicht. Sind auch nicht viel schwerer als manche teuren Stöcke aber viel günstiger.

Der Foerster
10.05.2007, 21:49
Habe ja schon weiter vorne geschrieben, daß ich es nicht nachvollziehen kann bzw. nicht verstehe:
Wieso ist der gefederte Stock unnötig länger(<2cm Unterschied würde ich als vernachlässigbar ansehen bei einer Gesamtlänge von knapp 70cm) als ein ungefederter Stock? Bei welchen Modellen gibt es da deutlich größere Längenunterschiede zwischen beiden Varianten?


Meine Leki Makulu Cortec Antishock haben ein Packmaß von ca 78cm (!) Das ist definitiv viel zu viel!!!!!!!!

stefN
10.05.2007, 22:00
@ zoika:

die federung kann man ausbauen? ist das irgendwo dokumentiert?
Dass das irgendwo dokumentiert ist, vermute ich eher nicht. Und mein Posting oben bezieht sich auch nur auf die "alten" Lekis (mit den roten Spreizteilen).

Die Federungen werden mit Muttern gehalten, und die kannst Du lösen und die Feder dann abnehmen.
Dann musst Du den Stift, um den die Feder sitzt, durch eine entsprechend bearbeitete 8 mm Alu-Schraube (ich meine: Länge 80 mm) ersetzen und mit der erwähnten Mutter fixieren.

"Entsprechend bearbeitet" meint:
- an einem Ende die Spitze nachbilden (Ich habe das so gemacht: Bohrmaschine irgendwie fixiert, die Schraube in die Bohrmaschine eingespannt und dann die Feile so lange drangehalten, bis ich die benötigte Spitze hatte.)

- am anderen Ende eine Bohrung für den Stift, der dafür sorgt, dass sich die Schraube (oder vorher der Stift) nicht dreht.

Für das Einsetzen brauchst Du ein langes Röhrchen, mit dem Du die Schraube durch das Segment führen kannst.

Ich brauchte die Utensilien nicht extra zu besorgen, und so war es an einem Abend erledigt.
Ist halt etwas "frickelig", aber ich fand es den Aufwand wert.

Mit meinen eigenen Griff- und Schlaufenkreationen kommen die beiden Stöcke zusammen nun auf 440 g :bg: :bg: :bg: .

Grüße von
Stefan

zoika
11.05.2007, 00:27
vielen dank für die anleitung!
aber für mich ist das zu anstrengend.
mich hat die feder ja auch nie gestört, aber ich würde sie auch nicht vermissen. zu lang sind meine stöcke wegen der kröpfung, und zu schwer sind die auch nicht.
das wichtigste kriterium waren die griffe, ich hab mir gesagt, die hast du sehr viele stunden in der hand, es muß immer wieder spaß machen, sie in die hand zu nehmen.

Jodoso
13.05.2007, 13:52
Hab auch mit günstigen Stöcken von Tschibo angefangen und mir dann aber nach 2J. andere gegönnt.
In der näheren Auswahl standen Leki Makalu und Black Diamond Spire Compact. Hab mich dann für die BD entschieden!

http://www.bdel.com/gear/spire.php

Konnte die BD Stöcke bisher nur auf einer kurzen Tour testen aber war total begeistert.
Im nachhinein würd ich mir keine billigen mehr kaufen. Die neuen sind leichter da sie keine Federung haben und aus besseren Material sind, stabiler ebenfalls wegen des Materials und wegen der ovalen Rohrform, besser zu verstellen dank Flick Lock und die abgewinkelten Griffe find ich auch angenehmer. Grad wenn man mit viel Gepäck unterwegs ist muß man sich 100% auf die Stöcke verlassen können.
IMO sparen lieber woanders!

Gruß Marco

Ebisch
13.05.2007, 19:06
Erst Lidl und Aldi, dann Komperdell und jetzt BD Trail ( mit 2x Flicklock)

Bisher einfach der beste Stock in meinen Händen.
Federung?- wer´s mag.

-wf-
19.05.2007, 15:15
Ich hatte auch die Stöcke von Lidl mit auf meiner Wanderung über rund 300 kg durch Schweden und Norwegen. Sie haben gut gehalten und sind nicht verbogen, dennoch kann ich sie jetzt wegschmeißen. Die Spitzen sind komplett abgelaufen und können bei so billigen Modellen natürlich nicht ersetzt werden. Den Plastegriff fand ich beim Regen nicht so gut. Ich bekam schwarze Hände davon. Die Farbe ist im Bereich der Verschlüsse durch die Federung jeweils ca 1 cm abgeschliffen. Der schwarze Stock ist jetzt teilweise Alufarben. Für den Preis von 17,99 ist das aber ok.

Nun möchte ich mir neue Stöcke kaufen. Ich weiß nicht, wie ich es richtig mache. Wieder auf das Lidl Angebot warten und gleich zwei Paare kaufen, zur Sicherheit. Lieber einen teuren Stock kaufen, vielleicht einen mit auswechselbaren Spitzen? Hält ein teurer Stock wirklich länger als das Billigteil? Wie lange halten eure Stöcke ungefähr und in welchem gelände wart ihr damit unterwegs? Wäre toll da mal ein paar Zahlen zu sammeln.

Saltir
19.05.2007, 16:03
Von Billigstöcken halte ich überhaupt gar nichts. Soweit ich früher mal welche im Einsatz gehabt hatte, waren sie nach wenigen Tourtagen nicht mehr einsatzfähig (zumeist Gewinde-Probleme, aber auch schnelles Verbiegen etc.). Das gleiche muss ich allerdings auch von einem Exemplar Komperdell-Stöcken behaupten. Die besten scheinen mir von Leki und BlackDiamond. Solche Stöcke sollten bei guter Pflege und auch bei intensivem Einsatz durchaus 5 Jahre oder länger halten - sofern man sie nicht gerade abbricht...

Nicht übertreiben
19.05.2007, 16:48
Jupp, da gerade bei alpinen Touren oft das Leben davon abhängt, dass die Stöcke halten, würde ich da nur Qualität kaufen. Leki hat da einen sehr guten Ruf.

Christine M
20.05.2007, 17:59
Ich habe gerade mal nachgerechnet. Ich muss meine Leki wohl vor vier Jahren gekauft haben. Natürlich werden sie nicht täglich und auch nicht jedes Wochenende eingesetzt, aber sie haben schon so einiges an Wanderungen und Trekkingtouren mitgemacht und funktionieren nach wie vor einwandfrei. Das einzige Problem - das aber von Anfang an bestand - ist, daß sie sich manchmal nicht festdrehen lassen; dann muss man die betreffenden Segmente einmal auseinander nehmen und wieder zusammenschieben, bis jetzt habe ich sie immer überreden können.

Ich habe hier schon gelesen, daß Stöcke von Discountern bei Leuten gut gehalten haben (die Diskussion gibt es ja nicht zum ersten mal); ich selber habe aber bei Reisekameraden nur zwei mal die Erfahrung gemacht, daß die Stöcke mitten auf der Tour kaputt gingen.

Christine

Shorty66
20.05.2007, 18:20
[...]
Das einzige Problem - das aber von Anfang an bestand - ist, daß sie sich manchmal nicht festdrehen lassen; dann muss man die betreffenden Segmente einmal auseinander nehmen und wieder zusammenschieben, bis jetzt habe ich sie immer überreden können.
[...]
Christine

Genau diesem Problem wirkt das Flicklock system von Black Diamond äusserst wirkungsvoll entgegen.
Zudem lösen sich die BD-Stöcke auch nicht bei häufigen kräfitgen Belastungen und können im gegensatz zu allen schraubsystemen nicht einfrieren.
Das Passiert recht häufig mit meinen lekis wenn man sie in tiefem schnee verwendet. An und für sich nicht weiter tragisch, aber nervig wenn man sie dann doch mal gerne zusammenschieben möchte.

-wf-
21.05.2007, 14:25
In meiner Familie gibts eigentlich nur positive Erfahrungen mit Billigstöcken. Bei meinen Eltern halten sie Jahre, werden aber nur in Mittelgebirgen ausführt, dafür aber fast jedes Wochenende. Nach ca vier Jahren war jetzt von einem Paar das Gewinde locker geworden. Sie lassen sich nicht mehr festschrauben. Wenn man nun 15 Euro wegschmeißt macht es einem nicht viel aus. Deswegen schwanke ich halt noch sehr im Bezug auf die Neuanschaffung. Für 60 oder mehr Euro will ich die Stöcke natürlich länger als nur eine Tour über 350 km benutzen. Deswegen bin ich so neugierig auf Erfahrungswerte.

Alpenkönig
28.05.2007, 12:54
Klick:

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