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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : guter schlafsack gesucht



polli
25.04.2003, 01:23
hallo zusammen
ich bin schon seit längerer zeit auf der suche nach einem schlafsack der mich durch das ganze jarh begleiten kann und das ein oder andere mal auch richige extrem werte überstehet.
bei meiner suche die sich hauptsächlich auf internet recherchen beschränkt bin ich über gleihcermasen interesaante angebte von marken sowie militär anbietern gestossen.
So fand ich z.b. unter http://www.bundeswehr-versand.de/ einen aufsen erregenden artikel (Militärschlafsack Defence 6
19-92460) dessen angegebene temperaturwerte alles was ich bisdahin gesehen hatte in den schatten stellten. (Komforttemperatur: +20 Grad bis -35 Grad
Extremtemperatur: bis -45 Grad) Ausserdem macht der sensationelle preis von 195 € das angebot perfekt. Gar zu perfekt . Daher frage ihc mich jetzt ob es sinnvoll ist sich für ein solches modell eines militär austatters zu entscheiden oder ob ich nicht doch besser mit einem markenschlafsack (z.b. jack wolfksin) der dann zwar nicht so krasse temperatur werte erreicht aufgrund der zu hohen preise der markenhersteller ist es mir unmöglich einen solchen artikel zu erwerben aber zumindest hält was er verspricht.

Becks
25.04.2003, 08:01
Finger weg von dieser eierlegenden Wollmilchsau.
Ich habe 2 Schlafsäcke mit einem Komfortbereich von +12 bis -12°C bzw. 0°C bis -25°C und frage mich daher wie es jemand schaffen will, einen Schlafsack einerseits für extreme Minusgrade und solche Plusgrade andererseits zu bauen.
Der Begriff "Shelltrans" kommt mir bei dem Baby sehr bekannt vor, ich tippe mal da steckt Carinthia dahinter. Von den Burschen habe ich die Tieftemp.tüte und die wiegt schon 2800 g (keine Ahnung wie se dann -35°C bei 2500 g realisieren wollen). Ich hab mich damit mal spaßeshalber bei Zimmertemp. nur zugedeckt (alle Reißverschlüsse offen, nur bis knapp über den Bauch hochgezogen) und bin nach 5 min fast einen Hitzetod gestorben.. Daher trau ich den Plusgraden schlichtweg mal nicht.
Dann: 2.5 kg wollen geschleppt werden, Sommer wie Winter. Mein Sommerschlafsack fürs Gebirge (+12°C bis -12°C) wiegt knapp 1300 g - fast die Hälfte - und bringt genau so viel. Außerdem - wo willste denn mit -35°C hin ? Solche Temp. bekommste hier nicht zu Gesicht, außer Du hast Lappland im Winter als nächstes Ziel vor Dir. Mein dicker Schlafsack liegt jedenfalls ziemlich ungenutzt auf dem Schrank rum und verliert so langsam (nach 2 Jahren ) seine Loft.


Alex

MaMa
25.04.2003, 08:05
Morgens....

Von der Beschreibung würde ich den Defence 6 am ehesten mit dem Ajungilak Tyin Arctic vergleichen (Füllmenge,Gesamtgewicht...). Wenn dem so sein sollte, dann kannst du darin zwar bei satten Minustemperaturen - je nach persönlichem Kälteempfinden - gut schlafen, vielleicht wirst du auch bei -45 Grad nicht erfrieren, aber du wirst sicher nicht bei +20Grad von komfortablem Schlaf reden können: In +Graden schwitzst du dich tot! Bei warmen Nächten wirst du also mehr damit beschäftigt sein, den Sack zu lüften und Hitze abzulassen als zu schlafen.
Es gibt definitiv keinen Schlafsack mit 50 Grad Komfortspanne.

Flachlandtiroler
25.04.2003, 09:14
Tach,

wenn der Wollmilchsau-Schlafsack 2,5 kg wiegen darf und 200 Euro noch günstig sind, kannste auch zwei kaufen:

1x Daunentüte so 1kg, ziemlich kompakt (Sommer, Hüttentour, Radtour)
1x Kunstfaser so 1.5kg, geräumig geschnitten (Touren in feuchten Gegenden; oder für Besucher / häufige Nutzung, da gut waschbar)

Mit beiden zusammen kommst Du selbst im tiefsten Winter hin. Empfiehlt sich auch für Trekkingtouren, wo ja i.d.R. vom subtropischen bis zum hochalpinen Klima alles dabei ist.

Gruß, Martin

Corton
25.04.2003, 09:58
Der Begriff "Shelltrans" kommt mir bei dem Baby sehr bekannt vor, ich tippe mal da steckt Carinthia dahinter
Richtig - da steckt Carinthia dahinter. Gut 70% der von Carinthia produzierten Tüten sind übrigens fürs Militär. Wolltest Du nicht mal was zu Deinem ME schreiben?

@polli

Der Defence 6 ist eigentlich nahezu identisch (bis auf den RV) mit dem Modell, das Becks hat (Lite ES). Ich frage mich daher auch, was Du an dem Preis von EUR 195,- so sensationell findest - der Lite ES kostet beim gleichen Händler EUR 200.
Leg Dich mal bei +20°C in dieses Teil - wird bestimmt angenehm! :bg: Bei -35°C hingegen wirst Du erfrieren. Die Temp.angaben (Komfort) von Carinthia sind einfach lächerlich...
Kauf Dir nen guten Daunenschlafsack, Gewicht max. 1500g für 3 Jahreszeiten und im Winter schaltest Du noch den Explorer Top (sehr weit geschnitten) von Carinthia als Außenschlafsack hinzu - dann bist Du für alles gerüstet. Mit 200 EUR wird das allerdings nix...

Corton

Flachlandtiroler
25.04.2003, 10:35
wenn's auf den Preis hinausläuft, vielleicht noch ein paar Details von meinem Doppelschlafsack:

Joutsen mit 96/4 Daune, Gewicht 980gr gesamt, Komfortbereich bis +2°C (ist eher untertrieben), kostete vor 5 Jahren so 300 DM.
Ajungilak Kompakt KuFa, Gewicht 1450gr gesamt, Komfortbereich so -5°C (mittlerweile wohl nicht mehr), kostete vor 12 Jahren auch so 300 DM.

Die beiden zusammen machen -20°C komfortabel. Damit ist allerdings die Außentemperatur gemeint, im Zelt ist's natürlich wärmer (in der Apside ist allerdings der Rotwein gefroren :bash: ).

polli
25.04.2003, 11:53
... also werde ich wohl die finger von diesem angebot lassen.
aber die idee mit dem koppeln zweier schlafsäcke gefällt mir ganz gut hatte zuvor noch nihts davon gehört. allerdings bin ich jetz einwenig verwirrt da Flachlandtiroler und Corton das gegenteil behaupten. ich denke das für zwei schlafsäcke die im sommer wie im tiefsten winnter komfort versprechen auch ein preis von 300 € eingemesen sei.
Stellt sich nun nur noch die frage welche schlafsäcke ich letztenendes kaufen sollte ? Und wie stehts es mit den sleepwalker bags wenn ich mir so einen für den sommer anschaffe muss ich ihn im winter aufjedenfall über den engeren mumien schlafsack ziehen? oder macht das der warmeleistung nichts aus. Ausserdem habe ich dann das prolem mit dem höheren packmaß :-?

Flachlandtiroler
25.04.2003, 12:03
Corton interpretiere ich so, eine Carinthia Daunen-Kombo für tiefste Minusgrade ist für 200 Euro nicht zu haben.
Bei -40°C würde ich meine beiden Schlafsäcke auch nicht benutzen :ill: , und selbst die haben vor Jahren schon (zusammen) rund 300 Euro gekostet. Wo ist da der Widerspruch?

Du hast immer noch nicht verraten, was für'ne Minimaltemperatur Dein Schlafsack leisten soll. Bei fixem Gesamtgewicht kann man bekanntlich Wärmeleistung gegen Preis aufrechnen.
Das mit den 2 Schlafsäcken lohnt aber wohl erst ab deutlich unter -10°C, und da wird's mit 200 Euro schon etwas knapp.

Nicht übertreiben
25.04.2003, 12:30
http://www.military-sleeping-bags.com/home.htm
da hast Du Deinen Defense6
und als Zivilmodell:
http://www.carinthia-bags.com/home.htm

(jeweils Katalog --Synthetic)

einmal hat der Schlafsack -26° Komfort und dann als Militärvariante -35° schon erstaunlich was die Tarnfarbe so ausmacht :lol: (und ich halte beides für übertrieben)

Kauf dir einen guten 3-Jahreszeiten Daunenschlafsack und dann noch nen Explorer-Top von Carinthia und Du bist wirklich für alles gerüstet (wenn Du denn keine 2 richtigen Schlafsacke kaufen willst.

Ich hab son Explorertop zusammen mit nem Kufa -18° (angeblich :o ) benutzt und selbst bei -26° konnte ich das Ding nie ganz zumachen.

Angenehmer schlafen tut man allerdings in einem einzelnen Schlafsack.

Bei +20 musst Du allerdings beim Carinthia ne Schweißablaufrinne bauen :wink:

Gruss Thorben

polli
25.04.2003, 14:21
also die minimal temperatur sollte schon um die -10 grad betragen.
ich hab das mit dem top jetzt so verstanden das es sich um eine art zusetzlichem schlafsack handelt der einzeln als sommerschlafsack genutzt werden kann also brauche ich zusetzlich zu dem top einen weiteren schlafsack vermutlich aus daune wie es mir hier so oft empfohlen wurde
nur für welches modell soll ich mich entscheiden wie gesagt sollte der schlafsack ne comforttemperatur von min -10 grad haben und der gesammt preis sollte nicht über 300€ hinausgehen
auf der Carinthia homepage habe ich explorer top sets gesehen leider ohne preise aber dort war auch nur von einem packmaß die rede müsste ich nicht aber zwei beutlechen zu verstauhen haben einmal das top und einmal den daunenschlafsack oder leigt das daran das es ein angebot von Carinthia ist und sie somit das packvolumen für beide bags angeben konnten

p.s.: handelt es sich bei dem top auch um eine art biwacksack

Nicht übertreiben
25.04.2003, 22:05
Du hast recht, das gibt 2 Beutel. Der Überschlafsack ist nicht als Biwaksack verwendbar, da er nicht wasserdicht ist. Wenn Du ihn als Sommerschlafsack verwenden wills, dann muss es schon relativ warm sein, da das Ding echt weit geschnitten ist um den Loft des inneren Schlafsacks nicht zu behindern. Vorteil von dem Ding beim Wintercampen (wenns auf Packmass nicht so ankommt) ist, dass der Taupunkt ausserhalb des Daunenschlafsacks liegt, die Daunen also trocken bleiben.
Nachteil ist zum eine das größere Packmass, das etwas höhere Gewicht und (zumindest wenn Du keinen Carinthia-Innenschlafsack verwendest) das Verdrehen der Schlafsäcke.
In diesem Sinne
Thorben

polli
25.04.2003, 22:51
ok also entfällt auch diese lösung
womit ich wieder am anfang stehe
gibt es denn keine lösung für dieses problem :shock:
wie seit ihr denn so ausgestattet ?

Flachlandtiroler
25.04.2003, 22:58
das hab' ich doch vorhin geschrieben?! :grrr:

Martin *staunend*

polli
25.04.2003, 23:35
das mag ja sein
aber vielleicht interessiert mich auch die meinung anderer
ausserdem kann ich mit joutsen nichts anfangen
aber von dem ajungilak hab ich schon mehreres gutes gehört

Christian J.
26.04.2003, 00:06
aber vielleicht interessiert mich auch die meinung anderer


Hallo
dann lies mal das hier (http://forum.saloon12yrd.de/viewtopic.php/t.1108/) und nutze ggf. die Suchfunktion. Es wurde schon unendlich viel über Schlafsäcke geschrieben.

Christian