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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [NO] Breheimen und Jotunheimen Skitour + Fotos



Coenig
04.04.2007, 15:37
Region/Kontinent: Nordeuropa

Vorgeschichte:
Nachdem ich lange nach Mitstreitern und einer Route gesucht und recherchiert hatte, entschloss ich mich letztendlich mangels Interessenten doch alleine nach Norwegen zu fahren. Dabei sollte es von Sota Saeter in Breheimen bis nach Finse gehen (gut 200km).

0. Tag:
Die Anreise nach Norwegen klappte problemslos. Mit Norwegian Air gings von Berlin nach Oslo Gardermoen (50€ + 20€ Skitransport). Dann ging es weiter mit dem Bus mit nach Bismo (295 NOK), dessen Fahrer mir ein Taxi nach Bismo bestellte (Danke für den Tipp Julia). Die Taxifaherin konnte ich dann entweder mit meinen kleinen Schwedisch-Kenntnissen oder mit meinem Charme ;-) dazu überreden mir einen "Studenter-prisen" zu gewähren (500 NOK). Ansonsten hätte das Taxometer locker 800-900 NOK angezeigt.
Die Übernachtung in Sota Saeter ohne meine STF-Mitgliedskarte klappte dann genauso einwandfrei, wie in allen anderen Hütten. Es gibt übrigens für unter 25 Jährige noch einen zusätzlichen 50% Rabatt, so dass ich in den Hütten jeweils nur zwischen 50 und 85 NOK bezahlen musste. Nur die private Sognefjellhütte kostete mich unverhältnismäßige 265 NOK. Damit aber erstmal genug Organisatorisches und zurück zum Erlebnis.
Die Fahrt selbst war nämlich schon eine tolle Einstimmung auf das kommende, denn langsam aber sicher wurde der Schnee mehr und im Tal von Sota Saeter wuchs er dann auf einen knappen Meter an. Es ist immer wieder erstaunlich was ein paar Höhenmeter doch ausmachen. Das verschneite Sota konnte ich dann abends auch noch ausführlich in der "blauen Stunde" bestaunen. Nach diesem, unseren nicht vorhandenen Winter, ein besonderes Erlebnis.

1. Tag:
Sota Saeter - Nordstedalsaeter (23km, 8,5h)
Nach einem ordentlichen Frühstück ging es bei ca. -12°C auf meinen ersten Tourtag. Dabei hiess es, zuerst die 850 Höhenmeter bis auf den Fortundalsbreen zu bewältigen.Der Schnee war dabei so fest , ja fast wie Eis, und der Weg gerade am Anfang so steil, dass ich fast ausschliesslich mit Fellen unter den Skiern lief. Das war zwar beschwerlich aber zuverlässiger als der Klister, mit dem ich immer wieder wegrutschte. So brauchte ich knappe 5h bis zum höchsten Punkt des Tages - begleitet von immer atemberaubenderen Panoramen. Die Sonne schien unaufhörlich und mein Blick reichte bis auf das spitzaufragende Hurrunganemassiv.
Auf der Kuppe angekommen, schnallte ich die Felle ab und dachte an ein gemütliches Bergabfahren bis Nordstedalsaeter. Meine Stahlkanten fanden jedoch kaum halt in dem verharschten Schnee und so machte ich das eine oder andere Mal Bekannschaft mit dem Untergrund. So arbeitete ich mich langsam herunter (teilweise von Gegenhang zu Gegenhang, teilweise mit Fellen, teilweise sogar zu Fuß) und kam ziemlich entkräftet in die Hütte, wo mich aber ein sehr nettes Vater-Sohn-Gespann erwartete. Nach einem Bier, einem strammen Max, Kaffee und gesponsortem Wein und Laphroaig, waren die Strapazen dann wieder vergessen. So verlief der Abend in gemütlicher Runde.

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2. Tag:
Nordstedalsaeter - Sognefjellhytta (20km, 8h)
Wieder wurde ich von strahlend blauem Himmel geweckt und wieder ging es anfänglich nur bergauf (600 Höhenmeter). Der Anstieg verlief zwar weniger kontinuierlich als am Vortag, dafür aber teilweise noch steiler. Bei manchen Abschnitten konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich dort in umgekehrter Richtung herunter fahren sollte. Trotz meines sicherlich nicht perfekten skifahrerischen Könnens, kann dies nicht die einzige Komponente sein. Ich denke, dass mich vor allem meine SNS-Bindung in den Abfahrten behinderte. Ich merkte richtiggehend wie ich beim Versuch einen Schwung zu ziehen mit meinem Schuh neben den Ski trat - die nötige Seitenstabiliutät war also nicht gewährleistet (zumindest für diese eisigen Bedingungen). Trotzdem war ich mit meinen Stahlkanten natürlich schon viel sicherer auf den Skiern, als ich es ohne gewesen wäre.
Nach dem steilen Anstieg bis auf den Punkt 1571 und dessen tolle Aussicht, ging es in ein stetiges Auf und Ab bis zum Sognefjell. Eigentlich hatte ich zwar nach Krossbu gewollt, aber anscheinend irgendwo hinter dem Storevatnet die Abzweigung verpasst (in meiner Konzentration auf jeden einzelnen Schritt näher zum Ziel).
Die Sognefjellhytta fand ich persönlich dann weniger einladend als das gemütliche Nordstedalssaeter - groß und leer wie sie war.



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3. Tag:
Sognefjellhytta - Skogadalsböen (14km, 4h)
Heute hiess es ein wenig auf der recht kurzen und stets abwärts gehenden Etappe zu regenerieren. Trotzdem war auch dies ob der Schneebedingungen wieder anspruchsvoll genug. Allein unterwegs, wie ich es war, hatte ich natürlich auch einen besonderen Respekt vor dem Abrutschen in etwaige Abgründe. An den ersten beiden Tagen hatte ich insgesamt gerade einmal eine Skigruppe des DNT gesehen und hatte nicht vor, irgendwo verletzt eine Nacht zuzubringen. Also schnallte ich auf den teils abfahrtsähnlichen Hängen im Zweifelsfall wieder lieber die Skier ab.
Trotzdem war es wieder ein toller Skitag, dessen freien Nachnmittag ich in der Sonne relaxend genoss. Die Märzsonne war wirklich schon kräftig und erwärmte die Talluft auf bis zu +5°C.

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4. Tag:
Skogadalsböen - Slettningsbu (33km, 9,5h)
Auch wenn ich den anfänglichen Anstieg bis auf 1400m wieder fast ausschliesslich mit Fellen lief, so kam ich doch ganz gut voran. Oben auf der Kuppe begegnete ich dann einem Huskygespann - so lässt es sich sicher etwas entspannter voran kommen. Am Ende des Urdalsvatnet beschloss ich dann auf Grund meiner guten Tagesform und dem, auf Grund der beginnenden Osterferien, voll erwarteten Fondsbu, statt wie geplant dorthin, doch nach Slettningsbu zu fahren. Der erste Abschnitt ins Köldedalen war dabei zwar nicht "kvisted", war aber ein absolutes Highlight auf meiner Tour. Ich zog eine eigene Spur in den hier pulvrigeren Schnee und hatte eine unbschreibliche Aussicht auf den Falketind und und den Koldedalstinden mit ihren Gletschern. Die Bilder geben dies wirklich nur unzureichend wieder. Es war eine so helle, leuchtende Atmosphäre wie ich sie wohl noch nie erlebt hatte. Das Gefühl dabei ein wenig eigene Wege zu gehen, verstärkte diesen Effekt noch. Danach war es zwar weiterhin nicht "kvisted", aber ich hatte keine Probleme den Strommasten und Scooterspuren über den Trollsjöen bis zum Tyin zu folgen. Diesen konnte ich dann endlich einmal mit meinen geklisterten Skiern klassisch und flott überqueren - ich habe das Skilaufen also doch nicht verlernt ;-)
Auf dem abschliessenden Anstieg bis zu Slettningsbu verlief ich mich dann mangels Markierung ein wenig Richtung Langlelskardnöse, korrigierte dies aber schnell. Nach einem langen und entkräftenden Tag, kam ich dann endlich in der Slettningsbu an, wo ich von 4 Norwegern klassisch norwegisch freundlich empfangen wurde. Wieder wurde ich mit einem Whisky empfangen (diesmal sogar mit Lagavulin), wieder wurde ich mit Kaffee und Wein überhäuft und deismal wurde ich sogar zu einem ausgiebigen Abendbrot eingeladen. Die Norweger wissen es sich auch in den Bergen gut gehen zu lassen.
Der Abend verlief dann in lustiger Runde meist auf englisch und teils auf norwegisch (ich verstand zumindest die Gesprächsthemen). Das einzige was mir ein wenig Sorgen machte, waren meine etwas geröteten und schmerzenden Augen, ich machte mir aber keine weiteren Gedanken.

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5. Tag:
Slettningsbu - Kyrkjestölane (13km, 5h)
Am Morgen ging es meinen Augen merkwürdigerweise noch schlechter (vor allem meinem rechten Auge). Meine neuen norwegischen Bekannschaften schauten sich daraufhin meine Augen an und beschlossen mir eine bessere Sonnenbrille zu "tunen", weil meine ihrer Ansicht nach, der Grund für meine Probleme sein könnte. So zog ich dann mächtig merkwürdig aussehend mit den Vieren los. Sie hatten dabei eine völlig entspannte Art, sich durch die Landschaft zu bewegen, folgten kaum den Markierungen, sondern bewegten sich nach Karte und Kompass grob in Richtung Sulebu. Viele kurze Pausen und eine ausgeprägter Lunch gehörten auch zu ihrem Stil. Aber auch das wäre eine angenehme Art der Skitour gewesen, wenn der Zustand meiner Augen nicht kontinuierlich schlechter geworden wäre. Schützte mich die neue Brille anfänglich noch hinreichend, so wurde es jetzt wieder schlimmer und jedesmal wenn ich meine Augen schloss schwoll der Schmerz unglaublich an.
Letztlich rieten mir die Norweger dazu einen Arzt aufzusuchen und so fuhr ich das kurze Stück zur E16, wo mich ein nettes norwegisches Ehepaar einsammelte und bis Vang brachte. Von dort ging es dann mit dem Bus nach Fagernes, wo der Arzt dann das Vermutete feststellte: Eine Vorstufe der Schnee- oder Sonnenblindheit und mindestens 3-4 Tage Pause, Dunkelheit und Ruhe.
Die Nacht verbrachte ich dann in einer Hütte des Fagernes Campings (375NOK).

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6. Tag:
Schweren Herzens entschloss ich mich dazu, mich auf die Heimreise zu begeben. Die Schmerzen in meinen Augen waren nicht signifikant zurückgegangen und die Aussicht 3,4 oder vielleicht 5 Tage alleine in einer Hütte irgendwo in einer norwegischen Kleinstadt zuzubringen, erfüllte mich nicht besonders. Ein Freund von mir buchte einen neuen Flug von Gardermoen nach Berlin und ich fuhr mit dem Bus bis Oslo. Alles verlief den Umständen entprechend problemlos ......

Fazit:
Mir geht es schon wieder recht gut, aber noch immer muss ich der Helligkeit natürlich aus dem Weg gehen. Ich bereue meine Entscheidung des Tourabbruchs auch nicht und denke, dass ich relativ vernünftig gehandelt habe. Trotz allem war die Tour wirklich traumhaft und was mich aufbaut ist, dass viele wohl in 2 Wochen weniger sehen, als ich bei truamhaften Bedingungen an den ersten 4 Tagen sehen konnte. Zudem hatte ich wahrscheinlich den ansprechendsten teil der Tour hinter mir.

Die fogenden Dinge würde ich trotzdem beim nächsten mal anders machen (von einer besseren Sonnenbrille brauch ich wohl nicht zu sprechen ;-) ):
1. Ich würde keinen Rucksack von über 20Kg mehr mitschleppen. Auf Skiern beeinträchtigt das, meiner Ansicht nach, noch viel mehr als zu Fuß. In einem steilen gelände wie Jotunheimen ist das vor allem auf den Abfahrten wirklich kein Genuss. Dann investiere ich lieber ein wenig mehr Geld in den Hüttenproviant.
2. Ich würde in ein solches Gelände nicht mehr mit einer Salomonbindung ziehen. Sie bietet wirklich nicht den nötigen Seitenhalt bei eisigen Bedingungen. Das norwegische System scheint hier deutliche Vorteile zu haben. Allerdings sollte man dafür wohl auch das Telemarken beherrschen. Dem werde ich mich wohl vorher widmen.
3. Ich würde zudem jedem empfehlen, der eine solche Tour macht und keinerlei Erfahrung (Langlauf und Alpin sind wirklich etwas völlig anderes) dain hat, ein paar Tage auf richtigen Abfahrtshängen und mit Gepäck zu üben. Ich hätte besipielsweise auf den Pisten des Harzes üben sollen. Die Langlaufstrecken dort sind kein Vergleich zu dem, was einen in Jotnuheimen erwartet. Ich schätze mich wirklich als ordentlichen Skilangläufer ein und war auch schon alpin unterwegs - das nur als Information.
4. Ich würde wohl nicht mehr alleine losziehen. Ich denke zwar, dass ich jederzeit alles unter Kontrolle hatte und habe die Tour wirklich genossen. Bei nicht so tollem Wetter kann man aber meiner Ansicht nach, gerade im Winter, schneller in ein Motivationsloch fallen. Dann ist es besser jemanden zum gegenseitigen Aufbauen zu haben. Auch ansonsten ist es einfach schöner das Erlebte zu teilen.
5. Für solch extrem kontrastarme Bedingungen zeichnet sich vielleicht auch eine bessere Kamera aus. Ich bin jedenfalls mit den Bildern nicht zufrieden. Es war dort wirklich atemberaubend.

Robiwahn
04.04.2007, 16:02
Moin

Mensch, du erinnerst mich wieder daran, das ich noch meinen Bericht über Schweden fertig machen muss. Aber coole Bilder auf jeden Fall. Ich hoffe, deinen Augen gehts wieder etwas besser, aber hier scheint ja auch nur die Sonne.
Darf ich noch 2 Anmerkungen aus meiner Erfahrung machen. Zu deinen Anmerkungen:

zu 1. Meiner Erfahrung nach ist es egal, ob der Rucksack 18 oder 25kg wiegt. Zumindest für die Abfahrten. Auch der 18kg Rucksack zieht dich in den Kurven raus und macht die Fahrerei eher zu einer Eierei.

zu2. Bei dem Thema sind kommt es eher auf die Ski denn auf die Bindung an. Eine Stahlkante an einem leicht taillierten BC-Ski bringt mehr als die Umstellung von SNS auf Telemarkbindung auf deinen normalen LL-Latten. ICh war dieses Jahr auf nem Hügel drauf und bin eher dank meiner Stahlkanten als dank meiner Bindung gut wieder den Eisharsch runtergekommen. Vor 2 Jahren am Helags konnten wir direkt vergleichen und waren der Meinung, das die Kante der entscheidende Faktor ist. Einen richtig echten Telemarkschwung (nebenbei Riesenradius) habe ich mit den Dingern übrigens erst einmal in ganz gleichmäßigen Pulver auf einem gleichmäßig leicht geneigten Hang im Riesengebirge hingekriegt (und im Zurückschwingen hat es mich trotzdem ausgehebelt). Da braucht man jahrelange Übung für (die ich nicht habe), aber es geht ja auch der klassische Parallelschwung mit der Telemarkbindung, da kommt dann wieder die stahlkante ins Spiel.

zu3. Das ist sicher sehr sinnvoll, aber diesen winter war das ja eher schlecht möglich. Ansonsten halt Abschnallen und Tragen (habe ich dieses Mal auf 25km von 195km gemacht, vor allem wegen dem mistigen Eis, der jeglichen Abdruck verhindert hat)

Grüße, Robert

Coenig
04.04.2007, 16:14
Sicher zieht Dich jeder Rucksack aus der Kurve und erschwert das Gleichgewicht und sicher sind Stahlkanten das wichtigste Skiutensil auf Tour. Nur denke ich, dass jedes Kilo weniger einen Effekt hat. Dann noch eine festere Bindung und eine Taillierung ...... und die Effekte verstärken sich so, dass man eine signifikante Verbsserung spürt.

Die Norweger waren jedenfalls alle mit leichterem Gepäck unterwegs und hatten andere Bindungssysteme. Und beim normalen Skilanglauf nutzen sie ja teilweise auch SNS-Bindungen. Einen Grund wird das schon haben, denke ich.

Robiwahn
04.04.2007, 16:25
... Nur denke ich, dass jedes Kilo weniger einen Effekt hat. Dann noch eine festere Bindung und eine Taillierung ...... und die Effekte verstärken sich so, dass man eine signifikante Verbsserung spürt...



Das ist natürlich völlig klar. Mein Mitfahrer war dieses Mal übrigens mit ca. 30kg Startgewicht dabei, Wahnsinn. Auch auf etwas breiteren BC-Ski ohne Stahlkante und mit SNS. Ging auch, aber die ersten Tage hat ihm ziemlich der Rücken geschmerzt. Natürlich habe ich ihm freundschaftlich und selbstlos beim Wegfuttern der schweren Schokivorräte geholfen :bg: .

Aber wirklich schön da oben, oder. Ich finde ja diese rel. sanften Hänge, Hochebenen und breiten Täler so genial. Wenn das alles weiß ist und man von oben draufschaut, Wahnsinnig schön. Und diese Weite. Herrlich.

Grüße, Robert

Fjaellraev
04.04.2007, 17:55
Schöner Bericht :D Danke für die Bilder und den Text.
Der Entscheid zum Abbruch war sicher richtig und wie du schreibst, hast du ja wenigstens den erlebten Teil echt genossen.
Ich hoffe deine Augen sind schnell wieder in Ordnung, von der Sonne und dem Schnee kenne ich das Gefühl bisher noch nicht, nur von schweissen... Ist echt nicht schön, aber es geht vorbei.

Gruss
Henning

Troll
23.05.2007, 17:18
schöner Bericht und auch wenn Du nicht zufrieden bist schöne Bilder.
Hach ich muss wieder nach Norge ...

derMac
23.05.2007, 17:47
Schöner Bericht, sehr schöne Fotos.


Die Norweger waren jedenfalls alle mit leichterem Gepäck unterwegs und hatten andere Bindungssysteme. Und beim normalen Skilanglauf nutzen sie ja teilweise auch SNS-Bindungen. Einen Grund wird das schon haben, denke ich.
Aus deiner Beschreibung geht nicht ganz hervor, ob die Backcountry- oder die Langlaufvariante der SNS Bindung hattest. Erstere bietet deutlich mehr Seitenhalt. Ich denke zwar, dass der Seitenhalt bei der NN noch ein klein wenig höher ist, aber bei Backcountry-Touren dürfte der Unterschied keine große Rolle spielen. Wie Robert schon sagte, sind es dann eher die Ski.

Mac

Coenig
01.06.2007, 15:09
Habe die normale Skilanglaufvariante der SNS.

Julia
02.06.2007, 11:03
Na, da war ja endlich der Bericht, auf den ich so lange gewartet habe! Schöner Mist mit Deinen Augen, und definitiv die richtige Entscheidung. Ich kenne bisher keine Verhältnisse (ausser auf dem Wasser), die der Sonnenstrahlung im Frühling im norwegischen Schnee entsprechen, weil hier die Sonne bereits so hoch steht. Und Du hast zweifellos das beste was die Landschaft anbelangt, erlebt! (Und langsam warst Du auch nicht gerade...)

Zum Wetter kann ich ansonsten nur sagen, dass das ja absolut geil war, und ich nur weinen könnte, weil ich dieses Frühjahr aufgrund meiner kleinen Adoptivtochter, die im März zu uns kam, nur kürzere Touren auf der Valdresflya gehen konnte und Jotunheimen mit Rucksackrichtig vermisst habe. Aber der Grund ist jedenfalls ein fantastischer :wink:.

Zum Thema Ski und Bindung: Ich kann auch keinen Telemark, d.h. ich kriege ihn nur unter Idealbedingungen, sprich feste Unterlage und 10 cm Pulver drüber so halbwegs hin. Aber ich finde, auf einer solchen Tour ist das Gesamterlebnis das Wichtigste. Ich pflüge viel, rutsche auf eisigen Partien gern parallel ab und ziehe zur Not auch die Skier aus. Da kenn ich nichts :wink:. Aber grundsätzlich ist ein etwas stabilerer Ski wie der Fischer E99 oder so und die NNN-Bindung schon ein klein wenig stabiler. Mit schwererer Ausrüstung (Telemark) würde ich nicht auf Langtour gehen, da hat man von den Streckenetappen zu wenig. Aber das ist nur meine Meinung 8). Rucksack passt schon, der Weg ist das Ziel, und nicht die Geschwindigkeit. Man muss nur auf die etwas andere Art des Vorankommens eingestellt sein.

Toller Bericht, und wenn Du mal wieder Lust auf Jotunheimen im Winter hast, meld Dich nächstes Jahr bei uns. Langtour wird es mit einer Dreijährigen sicher nicht (dazu kann das norwegische Winterfjell bei Schlechtwetter doch ein wenig zu ungemütlich werden), aber Standortaufenthalt in Leirvassbu oder Spisterstulen mit Bergtourabstechern ist geplant, und man könnte sich ja vielleicht zumindest für eine oder zwei Touren treffen. Ort: Nordwestjotunheimen (Bereich Galdhøpiggen-Glittertind), zwecks Feldarbeit Jotunheimen-Serie Band 2.