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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Outdoor mit Kind ?



Silja
07.02.2007, 22:34
Ich habe seit letztem Herbst eine kleine Tochter. Da schon 2006 durch die Schwangerschaft der Trekkingurlaub ausfallen musste, habe ich jetzt schon wieder schlimmes Fernweh. Diesen Sommer wäre sie ja noch in einer tragbaren Größe. Ich habe schon an die Pyrenäen gedacht, da ich dort 2005 den GR 11 gegangen bin (www.freiluftfieber.de)und dort die Möglichkeit von netten Tageswanderungen besteht. Hat irgendjemand Erfahrungen mit Trekkingurlaub mit kleinen Kindern ?

Fernwanderer
07.02.2007, 22:55
Outdoor mit Kind ?
...
Hat irgendjemand Erfahrungen mit Trekkingurlaub mit kleinen Kindern ?
Ja!
und:
Ja.
Und hier gibt es noch mehr von unserer Sorte. Was möchtest Du genau wissen?

Fernwanderer

Silja
07.02.2007, 23:10
Wo gibts denn schöne Wanderrouten, die man auch mit Kind auf dem Rücken und nur einer Person mit Rucksack gut wandern kann ? Ich hätte schon auch Lust mal eine Nacht zu zelten, aber die Möglichkeiten etwas mitzunehmen sind ja doch beschränkt. Einer von uns ist ja mit dem Kind beladen. Das heißt es darf nicht zu viel Equipment nötig sein (sonst hatten wir jeder jeweils 17-20kg dabei). Gott sei Dank ist unsere Süße sehr pflegeleicht. Trotzdem will ich sie auch nicht 8 Std. in der Kraxe stecken haben. Und ich will Berge oder zumindest Einsamkeit und Natur pur!

Flachlandtiroler
08.02.2007, 10:33
Leichter geht sowas sicher mit Fahrrad+Anhänger oder zu Wasser (sagt einer, der öfter schwere Rucksäcke schleppt und die "Kleine" auch mit fast fünf Jahren nochmal fallweise in die Kraxe gepackt hat).

Von Ganztagestouren mit Marschpensum würde ich bei Säuglingen oder Kleinkindern absehen, die sollen ja auch Gelegenheit zum Krabbeln etc. haben.

Gruß, Martin

Robiwahn
08.02.2007, 11:19
Moin

Mir sind vor 3 Tagen eine Familie mit 3 Kindern im Riesengebirge auf Skiern entgegengekommen. 2 Mädchen (ca.8-10Jahre) mit ganz kleinem Tagesrucksack, die ganz kleine (ca.2J) in der Trage hintendrin beim Papa auf dem Buckel und die Mutter mit ca. 75l-Rucksack. Alle auf Langlaufski. Die haben ne Hüttentour gemacht und hatten halt immer so 10-15km Tagesetappe oder auch mal nur ne Tagestour. An den Hütten gibts Essen, Übernachtung usw, da braucht man kein Riesen Selbstversorgergepäck. Geht so sicher auch in den Pyrenäen und Alpen, wenn ich mich dort an die Hüttensituation erinnere.

viel Spaß mit der Kleinen, Robert

Ina II
08.02.2007, 11:27
Rad- und Paddeltouren sind nicht nur wegen des Gepäcks in der Altersklasse einfacher. Beim Trekking kommt man, wenn man dem Kind auch nur ansatzweise gerecht werden will, ja nicht allzu weit. Ich würde die Kinder - gerade so kleine! - nur während sie schlafen in die Kraxe zwängen. Und die Zeit ist ja relativ begrenzt. Ansonsten: viele Krabbel, Lauf- und Spielphasen einlegen.
Mehrtagestrekking (ohne Zivilisation und Zeltplätze dazwischen) würde ich mit Kindern erst machen, wenn sie aus dem Windelalter raus sind.
Habe mal in der Canadischen Halbwildnis nen Einjährigen mit Durchfall erlebt - das war für alle Beteiligten schon hart an der Grenze.
Ihr könnt ja Tagestouren jetzt schon mal anfangen, von zu Hause aus, dann seht Ihr schnell, ob Ihr und v.a. Euer Zwerg, sich wohlfühlen damit, und wo seine/Eure Grenzen liegen.
Grüße aus Bayern
Ina

c.nick
08.02.2007, 12:13
Ich hab' ziemlich gestaunt als mir vorletztes Jahr in Norwegen eine junge Familie mit Baby(!) entgegenkam. Die Kleine war gerade mal 11Monate alt, hat in der Kraxe gepennt, ist während unserer Plauderei aufgewacht und war quietschfidel. Die beiden sagten mir, daß sie auch schon mit 6 Monaten ähnliche Tagestouren am Rande der Hardangervidda mit ihr gemacht hätten und alles wäre prima...

Hmmm - nicht daß es bei uns akut wäre (meines Wissens :o) Aber Gedanken hab ich mir dann doch gemacht. Einerseits wäre das ja riesig toll - aber andererseits frag ich mich, ob so eine kleine Wirbelsäule einen halben Tag in der Kraxe überhaupt schon verkraften kann??

Christian

Flachlandtiroler
08.02.2007, 13:52
andererseits frag ich mich, ob so eine kleine Wirbelsäule einen halben Tag in der Kraxe überhaupt schon verkraften kann??
Die übliche Faustformel ist: Wenn das Kind aufrecht sitzen kann und darf (meist so nach +/- acht Monaten), geht auch die Kraxe -- mit der schon mehrfach genannten zeitlichen Einschränkung.

Gruß, Martin

Fernwanderer
08.02.2007, 14:14
Meiner Erfahrung nach muß man gerade wenn die Kinder so klein sind, bei seinem Aktionsradius erstaunlich geringe Einschränkungen hinnehmen.

Klar sollte das Kind stabil sitzen können.
Klar sollte das Kind nicht stundenlang in der Kiepe festgenagelt werden - bei uns haben sich 2h-Trageintervalle herausgestellt.
Klar wollen die Kinder auch spielen - aber die ganz kleinen sind damit schneller fertig. :bg:
Klar will das Kind auch was sehen - von daher würde ich nicht nur schlafende Kinder tragen.
Klar ist das Kind im Anhänger oder Boot leichter zu transportieren - nur kann man mit Kiepe auch ein paar Faxen machen und es wird nicht so schnell langweilig. Wiese also das eine tun und das andere lassen?

Worauf InaII richtig hinweißt ist, daß eigentlich harmlose Erkrankungen bei Kleinkindern sehr schnell verdammt dramatisch werden können, von daher sollte der "Rücksprung" in die Zivilisation in vertretbarer Zeit zu schaffen sein. Was vertretbare Zeit bedeutet ist natürlich eine knifflige Frage, das können wir hier gerne weiter diskutieren.

Was Sie auch ganz richtig anspricht ist das Thema Windel. Wer die jemals bei Temperaturen um 0 Grad und schneidendem Wind gewechselt hat weiß, daß die Kinder das überleben, aber ´Freude machen´ ist was anderes. Der Aufenthalt in exponierten Lagen wird also eher eng befristet sein.

Macht auf jeden Fall erstmal eine Pilottour in Eurer Umgebung, dann findet Ihr sehr schnell heraus was Ihr drei wollt, könnt und Euch fehlt um weiter zu kommen.

Fernwanderer

Ina II
08.02.2007, 14:48
ne Alternative wäre n vernünftiger, Geländertauglicher Wagen. Wir haben von Chariot den Cougar als Fahrradhänger, mit Umbausatz als 3rädriger Kinderwagen. Damit kommt man auch auf sandigem Boden (Strand) oder wenn es sehr uneben ist gut durch.
Klingt vielleicht im ersten Moment seltsam, auf Tour mit Kinderwagen, und viele Touren scheiden dabei natürlich aus. Aber man kommt mit so nem Ding doch weiter als man denkt, und in der zugehörigen Babyschale LIEGT das Kind, ist also weitaus rückenschonender als n normaler Autositz und erst recht als die Kraxe... denk ich.
Bei der Großen war's der Hit, bei meinen kleinen Kindern (1+2) kommt die Kraxe leider überhaupt nicht an. Seit sie laufen können, wollen sie nix anderes als laufen, was den Eltern-Radius natürlich erheblich einschränkt. Andererseits denk ich, daß das die Wanderer von morgen sind, und man dann schon recht bald - natürlich angemessene - kleine Touren mit ihnen unternehmen kann.
LG
Ina

dike
08.02.2007, 16:06
Wir waren mit einem Zweijährigen das letzte Jahr in Canada (u.a. Algonquin).

- Wir haben im Camper übernachtet
- und jeweils bis 2 kleine Touren am Tag gemacht
- jedoch mit einem tauglichen Kinderwagen, den man auch über Wurzeln und Steine hinter sich herziehen konnte.
- und einige Paddeltouren jedoch nur max 1,5 Stunden

Der Campingplatz war für den Kleinen eigentlich genial. Auslauf ohne Ende.
Bei den Touren ist er immer abwechselnd gelaufen und im Wagen gewesen. Gehrt halt alles etwas langsamer.

dike

MrLast
08.02.2007, 17:47
Ich bin ja wie schon fast zu oft erwaeht gerade in NOrwegen...

Ich arbeite dort fur ein knappes jahr in einem kindergarten.
Meine Erfahrungen dort im Bezug auf deine FRAGE:

Mit den grøsseren kINDERN des KIndergartens wird einmal die Woche rausgegangen. Da gehen auch schon die 4jæhrigen auf skiern. das nicht gerade langsam.

Desweiteren haben wir ein Kind im Kindergarten, dessen Mutter Friluftslivlere ist. Mit ihrem Mann zusammen hat sie ein Buch ueber das draussen sein mit kindern geschrieben. und jetzt nicht so nach dem motto: beerensammeln und wuerstel braten. nein, sie beschreiben da auch, wie mann mit gany kleinen kindern eine mehrtagestour auf der vidda bei -30 grad gehen kann.

nach meinen erfahrungen hier sind die deutschen kinder da gany schoene weicheier. denn: wer geht schon in d. mit seinen kleinen zwei stunden bei -15 grad raus?

das buch koennte ich dir besorgen. ist nur die frage, ob du norwegisch kannst.

alles liebe,
von severin, der noch keinen nachwusch hat (in deutschland gwoehnlich in norwegen ungewoehnlich....)

nachtrag: von bergangs gibt es wohl sehr geniale kraxen.

Flachlandtiroler
08.02.2007, 18:41
nach meinen erfahrungen hier sind die deutschen kinder da gany schoene weicheier. denn: wer geht schon in d. mit seinen kleinen zwei stunden bei -15 grad raus?Abgesehen davon, daß es zumindest hier in Duisburg praktisch NIE so kalt wird (vielleicht einmal nachts alle paar Jahre) kommt es beim Kälteempfinden wesentlich auch auf die Luftfeuchte und natürlich auch Wind an.

Wir haben wie gesagt seltenst tiefe Temperaturen, dafür aber häufiger Werte um Null und hohe Luftfeuchte plus Wind, was insgesamt bzgl. Unterkühlung und Erfrierung auch nicht viel besser ist. Bei trockenen + windstillen -20°C kann man es gut aushalten, aber das kennt hier keiner.

Davon ab würde ich es erstmal mit einer überwiegend trockenen, gemäßigten Klimazone versuchen ;)

Gruß, Martin

Dirk N.
08.02.2007, 20:41
Leichter geht sowas sicher mit Fahrrad+Anhänger


Würde ich auch primär empfehlen, haben wir öfter gemacht, geht auch zwei Wochen lang, mit vielleicht mal zwei drei Pausentagen darüber verteilt.
Rucksacktouren haben wir nur Kurze (Wochenende) im Sommer bei gutem Wetter gemacht, so war die Menge der Sachen die mit müssen begrenzt und machbar. Das leichtestmögliche Zelt, nur ein Schlafsack der sich komplett öffnen lässt als Decke usw. Essen-Nachfaßmöglichkeit auf der Strecke....
Insgesamt lässt sich schon vieles machen, halt familientaugliche Gegenden wählen.

Dirk

Dirk N.
08.02.2007, 20:42
Doppelposting,sorry.

Dirk

Silja
08.02.2007, 21:30
Also erstmal danke für die vielen Reaktionen. Im Grunde habe ich mir das auch so ähnlich gedacht, wie es hier empfohlen wird.Ich denke ich werden ab dem Frühjahr, wenn Anna-Naike so 7-8 Monate ist, mal Testwochenenden in der schönen Eifel machen. Das Hohe Venn oder ähnliches würde sich sicher anbieten. Die Pyrenäen oder Alpen würden mich für den Sommer dann wirklich reizen. Dann muss man mal sehen, wie weit das mit der Höhe für die Kleine klappt. In den Pyrenäen weiss ich auf jeden Fall, daß es mit Refugios und super Zeltplätzen kein Problem gibt. Dort kann man auf den größeren Campigplätzen auch mal für ein paar Nächte eine Holzhütte mieten. Das kenn ich noch aus Norwegen, ist wirklich ne klasse Sache. Hat denn jemand schon Empfehlungen für eine gute Kraxe ? Noch haben wir nur ein Schlabberteil von VauDe als Leihgabe, aber ich denke das ist zu instabil.

Silja

Fernwanderer
09.02.2007, 12:47
Ich habe alle möglichen ausprobiert von Bergans, Deuter, Kelty, McPack und vD. Ganz klare Favoriten waren bei mir und Kind die Deuter und die McPack Kiepen (auf jeden Fall mit Kind testen!). Unangenehm an der McPack war der hohe Preis und der Umstand, daß sie nicht so gut freihändig, also wenn man beide Hände für das Kind braucht, zu händeln war. Im Gegensatz dazu stellt man bei den Deuterkiepen einen Fuß in den Klappbübgel und sie stehen bombenfest.
Für mich dreht sich dann die Qual der Wahl um die Kid Comfort II (http://www.deuter.com/cms/front_content.php?client=1&lang=1&parent=&subid=&idcat=47&idart=89&idside=&webgrab_path=http://www.deuter.com/catalog/product_info.php?cPath=3_14&products_id=96&osCsid=602ae70f7bf718a87e27579e79e400be) oder die Comfort III (http://www.deuter.com/cms/front_content.php?client=1&lang=1&parent=&subid=&idcat=47&idart=89&idside=&webgrab_path=http://www.deuter.com/catalog/product_info.php?cPath=3_14&products_id=97). Bei Preis und Gewicht ist bei den beiden zu beachten, daß bei der 3´er das unbedingt zu empfehlende Sonnendach schon dabei ist.

Fernwanderer

prunella
09.02.2007, 12:54
wir hatten den Koala von Macpac - allerdings ein älteres Modell. Der hat auch sehr viel Platz für zusätzliches Gepäck (Achtung: man nimmt schnell zu viel mit!).
Unsere Kinder waren immer sehr gerne darin. Wir haben sehr viele Wanderungen damit gemacht. Wichtig sind viele Pausen, wo die Kinder herumkrabbeln und spielen können.

omoss
09.02.2007, 13:38
Hallo,

die Deuter Kids Comfort III hatten wir mehrmals in den Alpen dabei. Wir fanden sie ausgesprochen gut und die Kinder haben sich immer sehr wohl darin gefühlt. Und auch das eingebaute Regencape hat des öfteren seinen Zweck erfüllt :D

Allerdings vermissten wir Schlaufen (oder ähnliches) für die Füße. Gerade wenn unsere Tochter schlief, baumelten die Beine oft in der Luft herum.

Vielleicht solltest Du Dir auch mal den Jack Wolfskin Watchtower (Pro oder Supreme) ansehen, der hat Fußrasten und macht auch einen guten Eindruck...

Was das Wandern mit Kindern angeht - unsere hatten immer sehr viel Spass. Man darfs halt nur nicht übertreiben.

Bis dann, Oliver

Flachlandtiroler
09.02.2007, 14:42
Allerdings vermissten wir Schlaufen (oder ähnliches) für die Füße. Gerade wenn unsere Tochter schlief, baumelten die Beine oft in der Luft herum.
Heutzutage gibt's ja richtige Fußrasten, empfinde ich aber als unnötigen Ballast (sperrig?); eine Bandschlinge tut es auch ;)

Sonnenschutz ist auch wichtig.

Gruß, Martin

Fernwanderer
09.02.2007, 22:09
Die Fußrasten sind sicherheitstechnisch umstritten. Es soll zu Unfällen gekommen sein, weil sich die Kinder damit aus der Kiepe gestemmt haben(, was aber schon den Bedienfehler voraussetzt sie nicht ordentlich angegurtet zu haben). Unser Kind stellte seine Füße lässig in die Kraxe.

Fernwanderer

Silja
10.02.2007, 10:29
Weiss jemand wie gut die Kleinen Höhe vertragen ? Also mir Flachlandtiroler hat damals in den Pyrenäen am ersten Tag eine Höhe von 2300m schon zu schaffen gemacht. Ab dem zweiten Tag gings dann. Auf jeden Fall sollte ich ihr wohl mal ein oder zwei Tage Eingewöhungszeit gönnen bevor es in die Höhe geht, denke ich.

Silja

Dirk N.
10.02.2007, 12:06
Also mir Flachlandtiroler hat damals in den Pyrenäen am ersten Tag eine Höhe von 2300m schon zu schaffen gemacht.
Silja
Wohl weniger wegen der Höhe :ignore:

Also Höhen über 8000m sowie die Durchquerung des grönländischen Inlandeises sind für euren Zwerg in so jungen Jahren tabu! :D
Nein Spaß beiseite,aber ohne mich jetzt irgendwo dazu mit Ratschlägen zu belesen, würde ich wohl eher Touren in niedrigeren Höhen (ganz allgemein) ins Auge fassen. Wozu muß es so hoch? Wenn ihr 'eh schon etliche Kilos mit euch schleppen müßt bringen weniger höhenmeterlastige Touren sicher mehr Spaß. Dem Kind ist die "schöne Bergwelt" sowieso (noch) wurscht.

Dirk

Enja
10.02.2007, 14:09
Kinder sind sehr unterschiedlich. Deshalb muss man herausfinden, was sie vertragen, was sie mögen und was ihnen Spaß macht. Ich denke, es bieten sich dann genug Möglichkeiten, sich so zu arrangieren, dass alle das bekommen, was sie brauchen. Wenn man langfristig miteinander Spaß an solchen Unternehmungen haben will, muss man es vorsichtig angehen.

Unsere Kinder waren immer sehr robust und abgehärtet. Trotzdem hätte ich Wickeln bei Minusgraden wohl Notfällen vorbehalten. Wir haben unsere von Anfang an mit geschleppt. In der Schwangerschaft. Im Tragetuch. Wie auch immer.

Sobald sie laufen konnten, wollten sie nicht mehr getragen werden. Vermutlich ist das eine Temperamentsfrage. Kinder agiler Eltern sind häufig so. Dann werden die Distanzen eben kürzer. Man entdeckt andere Dinge. Wie etwa eine Blumenwiese. Oder irgendwelche Tiere.

Ich hatte auch noch nie ein Problem damit, meinen Mann mal allein losziehen zu lassen oder das selber zu tun. Oder sonstige Teilfamilien-Ausflüge zu machen. Wir haben meist irgendwo ein Camping-Standquartier. Manchmal sucht dann ein Teil der Familie die Klettersteige heim, ein anderer geht Schwimmen. Jeder, wie er mag halt.

Grüße Enja

Stephan Kiste
11.02.2007, 14:01
Hi,

wir haben auch mit Touren in der Eifel angefangen.
Zu empfehlen ist das Naturfreundehaus Lachersee, dort sind wir gerne
für ein Wochenende bis zu einer Woche Urlaub hingefahren.
Zelten ist kein Problem und der Chef macht gerne im Sommer
Aktionen wie zB Nachwanderungen mit einem Fledermausortungsgerät.
In unmittelbarer Umgebung gibts den Laacher See, das Kloster und zB.
die Teufelskanzel, ein hochgelegener Aussichtspunkt auf einem
Vulkan. Anbieten würde sich auch die Wanderung von der Burg Pyrmont
zur Burg Elz, ist aber schon mit einem Kinderwagen eine richtige Herausforderung.
Infos und Karte gibts im Naturfreundehaus.
Meine Erfahrung mit Kindern ist, das wenn man auf Ihre Wünsche und Bedürftnisse eingeht, sie super motiviert sind.
Die Richtige Mischung zwischen Wandern, Brotbacken,
Hütte im Wald bauen oder ähnliches kann für harmonischen
Urlaub sorgen, wo auch schon mal ein paar km gelaufen
werden. Ziele wie Gipfel etc interessieren sie meistens nicht so sehr.
Für die Elterlichen Ziele ist so ein Familienurlaub nicht gerade geeignet.
Bei uns ist es zB so, das ich ein bis 2 mal im Jahr meine Touren mache
und im Sommer fest ein Familienurlaub eingepant ist.
So gehe ich allen nicht so auf den Keks mit Übermotivation
und die Kinder kommen voll auf ihre kosten.

Grüße Stephan

Fernwanderer
12.02.2007, 15:14
Weiss jemand wie gut die Kleinen Höhe vertragen?
Man muß ein bischen vorsichtiger mit Seilbahnen sein. Die Kleinen können die rapiden Druckänderungen nicht so gut kompensieren. Ein Trick besteht darin ihnen während der Fahrt etwas zu essen, also zu schlucken, zu geben. Ansonsten macht auch hier nur Versuch klug. Geht es einem selber oder dem Partner aus welchen Gründen auch immer schlecht macht man doch auch sonst kehrt.

Viel Freude
Fernwanderer

Flachlandtiroler
12.02.2007, 18:07
Weiss jemand wie gut die Kleinen Höhe vertragen ? Also mir Flachlandtiroler hat damals in den Pyrenäen am ersten Tag eine Höhe von 2300m schon zu schaffen gemacht. Ab dem zweiten Tag gings dann. Auf jeden Fall sollte ich ihr wohl mal ein oder zwei Tage Eingewöhungszeit gönnen bevor es in die Höhe geht, denke ich.
Also 2300m bei einem Erwachsenen, das wird am Reisestreß, der intensiveren Sonnenstrahlung, Anstrengung+Dehydration, schwerem Rucksack usw. gelegen haben, aber nicht an dem geringeren Sauerstoffpartialdruck. Ein oder zwei Tage Eingewöhungszeit im Tal (!) mildern einige der genannten Einflüsse, aber Aufenthalt im Tal bewirkt natürlich keine Akklimatisation.

Sehr kleine Kinder bekommen von alledem ja garnicht sooo viel mit (außer plötzliche Änderungen wie der Fernwanderer schrieb oder extreme Bedingungen), aber die Mindestbedingung sollte sein, daß die Eltern sich keinen Streß machen. Dann klappt es auch mit Kind :D

Bei größeren Höhen (jetzt längere Reisen in die höher liegenden Landschaften dieser Erde) würde ich mir aber schon Gedanken machen, denn eine höhenbedingte Krankheit kann ein Kleinkind ja nicht artikulieren und eines der typischen (Höhen-)Krankheitsbilder -- Apathie -- fällt bei so'nem ständig schlafenden Wesen garnicht auf. Sinn und Notwendigkeit einer solchen Reise sind ein anderes Thema.

Gruß, Martin

Silja
12.02.2007, 22:21
Bei größeren Höhen (jetzt längere Reisen in die höher liegenden Landschaften dieser Erde) würde ich mir aber schon Gedanken machen, denn eine höhenbedingte Krankheit kann ein Kleinkind ja nicht artikulieren und eines der typischen (Höhen-)Krankheitsbilder -- Apathie -- fällt bei so'nem ständig schlafenden Wesen garnicht auf. Sinn und Notwendigkeit einer solchen Reise sind ein anderes Thema.

Gruß, Martin

Oh wie schön wäre es wenn sie immer schlafen würde :sleep: ! Also bei unserer würde die Höhenkrankheit definitiv auffallen :wink: .

Aber im Ernst. Ich denke auch, wir werden es einfach mal ausprobieren. Damit sind wir bisher mit ihr auch sehr gut gefahren und warum sollte es beim Trekken anders sein. Gesunder Menschenverstand und ein wenig Vorsicht sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen für so einen Urlaub. Jetzt muss sich mir nur noch ein schönes Reiseziel aussuchen und dann gehts ab... :D

Danke, Silja

asmeisne
13.02.2007, 08:57
Unser erster Sohn war mit 3 Monaten im Tragetuch das erste Mal in Südtirol (Ecke Eppan-Weinstraße-Kaltern) mit dabei. Hat problemlos geklappt. Nur die steile Kemartscharte würde ich mit so einem Spatz kein zweites Mal gehen.
Es ist mit Kindern hier wie sonst auch: solange die Eltern absolut sicher und ruhig sind, sind es die Kinder auch. Da ihr offenbar über genug Trekkingerfahrung verfügt, sollte dies auch kein Problem sein.

Das Gebiet in Südtirol eignet sich sehr gut mit Kindern: landschaftlich wunderschön, nicht zu hoch (max. 2000m), die Touren können relativ leicht abgebrochen werden. Wir waren mit unseren beiden Kindern schon mehrmals dort.

Ansonsten war ich letztes Jahr auf Korsika (umfangreiche Infos auf meiner Webseite). War zwar sehr schön, hat aber den Nachteil, da Wildzelten verboten und auch unvernünftig ist, steht man unter dem Druck, die nächste Gite erreichen zu müssen.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen Regionen zu suchen, in denen die Wasserversorgung kein Problem ist (das größte Problem, wenn einer die gesamte Ausrüstung schleppen muss) und Wildzelten kein problem ist. Es kommt ja nicht wirklich darauf an, wie weit man am Tag kommt, sondern dass man den ganzen Tag in der Natur verbringt.

rover
19.02.2007, 12:05
Südtirol ist wirklich ideal.
Wir waren bisher jedes Jahr auf dem Rittner Hochplateau. Zuerst mit Jogging-Kinderwagen, dann mit Kraxe und seither ganz zu Fuss.
Landschaftlich wunderschön, für Kinder absolut geeignet.
Wir haben immer für Abwechslung auf den Touren gesorgt, z.B. Haflingerreiten, Imkereien besucht, mit der Bahn nach Bozen gefahren etc.
cheers
rover