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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nordkalottleden und Kungsleden komplett



Issoleie
29.01.2007, 13:46
Nun geht es also endlich wieder los!
Allerdings nur die Planung, die Tour muss bis zum Sommer warten.
Allerdings ist sie diesmal so umfänglich, dass ich und mein Wandersfreund sie schon frühzeitig planen wollen und wohl auch müssen.
Die Absicht ist, den kompletten Nordkallotleden von Kautokeino bis Kvikkjokk und von da den Kungsleden weiter bis nach Hemavan zu laufen. Also ein ganz schönes Stück. :D
Wir hoffen, hier mit eurer Unterstützung Schritt für Schritt die Tour planen zu können. Es wäre sehr, sehr schön, wenn ihr uns dabei (wie immer hier) zahlreich und kompetent unterstützen könnt. Natürlich wird es dann auch den ausführlichen Reisebericht hier geben :wink: . Von Hikingharry weiß ich zum Beispiel, dass er den Nordkalottleden schon in einem Zug gelaufen ist, viele andere haben Teilstrecken schon ausführlich erkundet. Grundlage meines Wissens über beide Wege ist bisher Peter Bickels Buch, dass vielen hier ja bekannt ist.
Daher sollen anfangs auch erst einmal die grundlegenden Fragen geklärt werden. Es wäre nett, wenn das Ganze eine gewisse Struktur behält. Den Anfang habe ich mit der Nummerierung versucht. Ich denke, im Zusammenhang mit den Überschriften wird das sinnvoll sein. Achso, vorneweg müssen natürlich die Grundelemente der Tour erwähnt sein: Es handelt sich um eine Zelttour. Der Proviant wird im Rucksack mitgenommen. Wir sind zu zweit unterwegs. Ich denke, das sind die wichtigsten Fakten für den Anfang.

1: Zeitrahmen
Unsere Überlegung bis jetzt basiert auf den Angaben aus dem Wanderführer. Die genannte Strecke wäre also in einer reinen Laufzeit von etwa 62 Tagen zu schaffen. In Anbetracht der Tagesentappen denke ich, dass das für uns eine realistische Zeit ist. Wir waren in Jotunheimen diesen Sommer immer sehr viel schneller unterwegs, als es die Kartenangaben vorrausgesagt haben.
Die praxisorientierte Laufzeit würde sich also auf etwa 75 Tage ausdehnen. Pro Woche machen wir einen Ruhetag und dann sind immer noch 4 Tage extra Reserve vorhanden. Vielleicht sollte man die Zeit jedoch auch auf 80 Tage ausweiten, ist vielleicht in Anbetracht der langen Tour insgesamt sinnvoll.
Den Beginn haben wir uns für etwa den 7.Juli überlegt. Das heißt, dass wir dann bei 80 Tagen bis zum 24. September unterwegs wären.
Frage: was meint ihr? :D
Ist das eine realistische, angemessene und durchführbare Zeitplanung. Zu bedenken wäre ja das Wetter und die Ausgestaltung der Infastruktur am Ende, also Boote, Hütten, Proviant...

2: An- und Abreise
Da wir von nord nach süd wandern, starten wir also in Kautokeino und enden in Hemavan. Unsere bisherige Überlegung sollten hier bitte von Tim eingetragen werden, der sich damit schon ein wenig auseinandergesetzt hat. Eine Möglichkeit geht von Berlin > Kopenhagen > Oslo > Alta > Kautokeino. Also eine Kombination aus Flug und Bus für etwa 150€.
Ich weiß nicht, ob es da noch was Besseres gibt, das Genannte hört sich ja nicht übel an. Von der Abreise habe ich allerdings gar keine Ahnung.
Frage: Wie seid ihr hingefahren bzw. nach Hemavan gekommen. In welchem Preisrahmen hat sich das bewegt.

3: Proviant
Wir haben kein Problem damit, mal für 3 Wochen Essen zu transportieren, das haben wir im Sommer gezwungener Maßen auch schon tun müssen. Natürlich nur dehydrierte Hauptgerichte. Gekocht wird mit Spiritus.
Der Nachkauf ist meines Wissens in den bewirtschafteten Hütten möglich, besser jedoch in kleinen Märkten.
Frage: Allerdings weiß ich nicht, wo es diese gibt, bzw. ob sie nur über Abstecher zu erreichen sind, die wir gerne vermeiden würden. Ich weiß auch nicht wirklich, was man in einer bewirtschafteten Hütte erwarten kann. Mit Spititus hatten wir in Jotunheimen schon weniger gute Erfahrungen. Was kriegt man außerdem für Tütengerichte und kleinere Snacks wie Müsliriegel und Nüsse etc.
Ich habe auch gelesen, dass sehr viel Ende August, Anfang September schließt. Bekommt man dann gar keinen Proviant mehr?

Das sind vorerst die Fragen. Ich hoffe, euch nicht mit dem Umfang zu erschlagen, aber ich wollte nicht nur Fragen stellen, da das wohl unzureichend ist. Außerdem ist der Umfang natürlich ein Resultat aus der Dimension der Tour.
Ich hoffe weiterhin, dass ihr helfen könnt. Natürlich erwarte ich nicht, dass hier alles mit wenig Aufwand abschließen zu können, aber vielleicht ist es ja möglich, in einem Prozess die Lösungen und Antworten zu finden, die wir für die Realisierung der Tour benötigen.
Ich danke schon jetzt vielmals im Vorraus und hoffe auf rege Beteiligung.
Vielen Dank.
Bis dahin
Mit freundlichstem Gruß
Flo

MrLast
29.01.2007, 18:07
Ich mache jetzt mal den Anfang, auch wenn ich eher weniger Erfahrung habe.
Jedoch habe ich in letzter Zeit auch öfter dran gedacht und werde das wohl auch irgendwann machen. Bin nämlich im Moment in Alta.
Also auf jeden Fall: NEID!
Ich habe leider nicht die nögite Zeit für lange Touren.

Aber um auch konstruktiv zu sein:
Die Anreise lässt sich wohl einfacher gestalten. Wenn vielleicht auch ein paar Euro teuer.
Man kann mit Norwegian.no für 318 kr (ca. 40 €) von Berlin nach Oslo fliegen
Weiter geht es dann mit Norwegian von Oslo nach Alta für 498 kr (ca. 60 €)
Da seid Ihr dann vielleicht besser bedient.
Der Bus nach Kautokaini geht immer wann anders. Also jede Woche gleich, aber die Abfahrtszeitpolitik versteht mal einer... Aber da kann ich dir auf Anfrege ganz exakte Infos geben. Es geht nämlich auch nicht immer der Bus ab lufthavn.

Ich selbst plane im übrigen einen Teil des Weges zu gehen. Von Kauto ca. 5-6 Tage. Auch Mitte Juli ;-)

Zur Zeit kann ich folgendes Sagen: Ein Deutscher, der seit 20 Jahren hier lebt sagte mir letztens erst: Ab Juli ist es Sinnvoll längere Touren zu gehen. Nicht vorher.

Besten Gruß,
Severin

Fjaellraev
29.01.2007, 18:12
Respekt, die Tour an einem Stück durchzuziehen. Mir fehlt dafür leider schon die Zeit :(

Mal ein paar Gedanken zu deinen Fragen

1. Zeitfenster dürfte wohl so ziemlich optimal sein, früherer Start wäre auf jeden Fall heikel (vielleicht ist sogar Anfang Juli noch etwas früh...) und viel später unterwegs zu sein könnte im Schnee enden.
Die Tour streckenmässig früher zu beenden, wenn ihr aus was für Gründen auch immer, nicht so schnell wie geplant vorankommt, ist ja in gewissen Abständen immer wieder möglich.

3. Proviantnachkauf ist in Kilpisjärvi und Abisko problemlos möglich. An beiden Orten gibt es Supermärkte die wohl hauptsächlich von über die Grenze zum einkaufen kommenden Norwegern leben. Den in Kilpis kenne ich nicht von innen, aber so wie er aussieht dürfte es reichen. In Abisko gibt es auf jeden Fall eine genügende Auswahl.
In Kvikkjokk ist der Shop auf die Wanderer ausgerichtet, und gegen Ende Saison ist nicht mehr viel zu wollen, da würde sich ein Ruhetag mit Einkaufstrip nach Jokkmokk anbieten.
Bewirtschaftete Hütten habt ihr ja nur in Schweden, die Auswahl dort ist nicht allzu gross und die Preise sind wegen der Transportkosten recht hoch. Für zwischendurch mal Schokolade oder den "Notfall" aber sicher ganz gut.

Soviel mal für den Moment, weitere Fragen werden gerne beantwortet.

Gruss
Henning

Keb
30.01.2007, 08:43
Mir ging es Anfang September auf den STF-Hütten des nördlichen Kungsledens so dass vom Proviant schon vieles weg war, es aber aus jeder "Nahrungsmittelgruppe" schon noch was gab, es gab dann halt nicht mehr Lieblingssorte x sondern Najasorte y.
Produkte deren Haltbarkeit in den nächsten Monaten ablief, gabs deutlich reduziert (wird ja dort wieder erst zum Ende des Winters geöffnet für Skiwanderer) und Getränke in Flüssigform (Dosen) haben sie auch rausgehauen, das würde den Winter über nur zufrieren und platzen.
Und wenn die superleckerere Marabou genauso viel wie in Deutschland ne Milka kostet hat sich das wandern schon gelohnt :bg: .

Anja

Loup
31.01.2007, 10:43
hallo.....
zum nachkaufen wäre zu sagen dass sowohl teilweise in den Hütten, jedoch besser in den STF-Fjällstationen(zB. Kvikjokk)Proviant zu erhalten ist, aber nicht unbedingt immer auch billog

Flieger
31.01.2007, 17:55
Hallo!
Nur so eine Idee zur Verpflegungsversorgung: könnte man nicht Essenspakete vorausschicken bzw. deponieren? Wie auf den Weitwanderwegen in den USA.
Flieger

Issoleie
01.02.2007, 11:03
Ich danke vielmals für die bisherigen Hinweise!
Ich freue mich auch unglaublich, dass wir die Möglichkeit haben, so eine lange Zeit die unglaubliche Natur des Nordens zu erleben.
Zum jetzigen Stand der Dinge ergeben sich folgende Überlegungen und Fragen:

1: Zeitrahmen
Das Zeitfenster beträgt jetzt also fest 80 Tage. Das heißt, wir haben pro Woche einen Ruhetag und zusätzlich 9 Reservetage. Ist das für eine so lange Tour angemessen, bzw. realistisch?

2: Anreise
Die Möglichkeit über Oslo > Alta > Kauto ist sehr gut. Leider ist der Preis da jetzt schon hochgegangen, wir werden also ohne Bus bei 101€ landen.
@MrLast: (Ich habe dir auch dazu eine PN geschickt) Kannst du möglichst ganz, ganz schnell mal Infos über die Buszeiten posten. Wir haben die Möglichkeit, vom 5. bis einschließlich 7.7. in Alta anzukommen. Immer gegen 9:15 bzw. 12:40 Uhr. Es wäre toll, wenn du dafür die Fahrpläne mal sagen könntest, damit wir sofort einen Flug buchen können. Auch der Preis und die Art der Reservierung wären interessant. Leider haben die uns auf eine Anfrage seit ein paar Tagen schon nichts geschrieben. Oder kann man auch halbwegs verlässlich diese Strecke trampen.
Die Abreise ist jetzt über Hemavan > Stockholm > Berlin geplant. Fällt da jemandem eine bessere Möglichkeit ein? Würde ungefähr 130€ kosten.

3: Proviant
Proviantpakete sind zwar wirklich praktisch, bedeuten aber einen enormen Aufwand. Leute kontaktieren, Essen alles bis zum Flughafen Oslo mitnehmen und da irgendwie verschicken. Doch sehr kompliziert.
Die Nachkaufmöglichkeiten haben wir jetzt also in Kilpisjärvi, Abiso und Kvikkokk. Wie ist Jokkmokk zu erreichen? Per pedes oder nur über Anhalter, was das ganze ja ein bisschen zu einem Glücksspiel macht?
Eiegntlich sind die drei Punkte nicht schlecht. Teilen sich recht gut auf die Stracke auf. Das Problem dürfte es zwischen Abisko und Kvikkjokk geben. Gibt es da tatsächlich gar keine Möglichkeit, Essen nachzukaufen? Wie sieht es mit Ritsem aus? Oder noch ein kurzer Abstecher? Sonst wären das schon etliche Tage, für die Proviant mitgeschleppt werden müsste. Nach Abisko läuft man ja auch nen guten Stück auf Schwedischer Seite. Da müsste man doch in den Hütten wenigstens einmal für ein paar Tage was nachkaufen können, oder?
Wie steht es weiterhin mit dem Nachkauf von Spriritus allgemein. An den drei Hauptpunkten problemlos möglich? Eventuell auch noch woanders?

Danke soweit für die Unterstützung.
Bis dahin
schönen Gruß
Flo

hikingharry
01.02.2007, 11:30
Also zu den Hütten ist es eher nicht möglich Pakete hinzuschicken.

Aber wir haben von Kautokeino aus eine sogenannte Bounce-Box vorausgeschickt. Nach Kilpisjärvi, dann weiter nach Abisko. Nach Ritsem wäre auch noch gegangen.

Wir hatten da Sachen wie Haarshampoo, Reserveklamotten, Reserve 1. Hilfe, nicht benötigte Landkarten, die nicht benötigten Seiten von Peter Bickels Buch, einige Dosen Erdnußbutter (eher Zufall, die gab es in Kautokeino gerade günstig), 1 großes Handtuch, Duschgel und so Zeugs eingepackt.

Im Großen und Ganzen war das schon praktisch.

Von wegen Hütteneinkauf, wir habe in die Sälkashütte hineingeschaut, und befunden, da gäbe es genug für 6 Tage oder so zu kaufen. Kosten sind schon höher, aber dafür ist es um etliches weniger zu tragen, als von Abisko aus alles bis Ritsem mitzutragen.

Für uns war nach Ritsem dann Staloluokta ein weiterer Punkt, da gibt es normalerweise auch einiges zu kaufen, unter anderm ausgezeichneten Räucherfisch und Fladenbrot, aber auch anderes. Für einige Tage wäre es schon gegangen.

Vielleicht auch noch diesen Thread lesen: Nordkalottleden im Trekkingforum (http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=3364&highlight=nordkalottleden)
Da habe ich auch etliches geschrieben.

Gruß hikingharry

hikingharry
01.02.2007, 12:03
Da ist ja noch ein neues Post inzwischen.

Zeitrahmen: Tja, was soll ich dazu sagen, das ist schwer abzuschätzen. Ich würde sagen, einfach mal in Kautokeino starten, zügig nach Süden wandern, dann kommt Ihr sicher mal nach Kvikkjokk, für den Rest des Weges bestimmen dann die Verhältnisse, Wind und Wetter.

Anreise: siehe auf dieser Connexseite (http://www.connex.info/ConnexTemplates/Page____13021.aspx), beachte auch auch die Ziffern in der ersten Zeile, die Codes dafür ganz unten auf der Seite.

Proviant unterwegs: Heute würde ich es so machen, das ich für ca. 6-8 Tage Proviant ab Abisko einkaufen würde. Dann unterwegs in die Hütten reinschauen, und immer ein klein wenig ergänzen (Alesjaure-, Tjäktja- und Sälkahütte). Dann reichts ab Sälkas gut bis Vaisaluokta , dort mit der Fähre nach Ritsem. Dazu habe ich mir notiert, das in der dortigen STF-Station freitags die frische Lieferung kommt.

Apropos Ritsem: Vor dem STF-Haus gegen Gebühr zelten, die Küche mitbenutzen, In der Mikrowelle aufgebackenes Wienerbröd, heiße Duschen. Purer Luxus mit Tiefkühlpizza "Tropicana", frischer Filmjölk mit Zimt und Zucker,...... Wir waren an einem Mittwoch da, fanden aber gerade noch genug bis Sulitjelma.

In Staloluokta gibts ein Schild am Anfang "KIOSK - Bröd - Rökat Fisk" und ein Schild (etwas später) "Shop", zusätzlich verkaufte die Frau in einem Haus(wo mensch Hubschrauberflüge buchen kann) Fladenbrot ("Grötkaka" - frisch, überm Feuer auf einer Steinplatte in einer Kohte gebacken.), total gut. Ich glaube mit Spiritus schauts da eher schlecht aus.

Das alles ist von 2003, vielleicht schon etwas alt, aber vielleicht kann ja mancher Mitleser was bestätigen.

Viel Spaß noch bei der Planung.

Gruß hikingharry

Feffef
01.02.2007, 14:44
Wie steht es weiterhin mit dem Nachkauf von Spriritus allgemein. An den drei Hauptpunkten problemlos möglich? Eventuell auch noch woanders?

Kenne die Strecke nicht, hab aber persönlich in anderen Ecken Norwegens eher schlechte Erfahrungen mit dem Spirituskauf gemacht. Selbst in einer größeren Stadt wie Stryn am Nordfjord habe ich in einem Camping/Outdoorladen nur etwas Spiritusähnliches beokommen, was 10mal so teuer war wie Spiritus bei uns und dabei sogar noch schlechter gebrannt hat. Vielleicht war das persönliches Pech, vielleicht ist aber doch Benzin oder Gas generell in Norwegen die bessere Wahl...

sjusovaren
01.02.2007, 15:02
habe ich in einem Camping/Outdoorladen nur etwas Spiritusähnliches beokommen,...
Hast du auch mal gefragt? Manchmal stehen die Brennstoffe nicht "offen" im Regal.
Und gabs da keine Tankstelle? Das wär mein erstes Ziel gewesen.


PS, im Notfall kann man auch die Eingeborenen anpumpen.
Man glaubt gar nicht, was die so horten.. :wink:

Snuffy
01.02.2007, 15:04
Man kann ja auch an einem Ruhetag nach Kiruna fahren, dort ins Coop und nachkaufen was man braucht.


Snuffy

hikingharry
01.02.2007, 16:35
Spiritus: Heißt da oben T-Röd oder Rödsprit. Gabs in Kautokeino, Sappen, Kilpisjärvi, Abisko, habe auch welchen in der Sälkas-, oder Singishütte gesehen. Ebenso in Ritsem, und wahrscheinlich hätte es sogar was in Staloluokta gegeben.

Allerdings habe ich auch den Eindruck, die verkaufen die den Rödsprit eher in Tankstellen (war z.B. in Kilpisjärvi so , da war übrigens 2003 auch das Postamt). Also immer Tankstellen und Supermärkte abklappern. Das der Spiritus/Rödsprit da oben eine rosa Farbe hat, weißt Du ja eh´oder?

In Kautokeino war 1989 der Spiritus weggesperrt, und ich wurde befragt, warum ich 2 Liter brauche. Die glaubten, ich will das Zeug trinken. :D

Gruß hikingharry

MrLast
01.02.2007, 16:56
Rødsprit ist sehr gut zu bekommen.
feuere hier selbst mit einen trangia.
man muss nur wissen, wie das heißt.
dann ist es kein problem.
s

Fjaellraev
01.02.2007, 18:10
Hat ja niemand was geschrieben, wie du von Kvikkjokk nach Jokkmokk kommst :o
Geht ganz einfach mit dem täglich verkehrenden Bus :) , je nach Datum fährt er ein bis zweimal täglich, aber immer so, dass man an einem Tag hin und zurück kommt und Zeit zum einkaufen findet. Allerdings würde sich auch ein Ruhetag in Jokkmokk mit Besuch im Ajtte (Sami und Fjällmuseum) anbieten.
Von Ritsem kann man übrigens mit dem Bus nach Gällivare zum einkaufen pendeln, allerdings gegen Ende Saison nur noch mit Übernachtung in Gällivare.
Die Fahrpläne der Busse findest du auf www.ltnbd , allerdings sind die Sommerfahrpläne natürlich noch nicht online.

Gruss
Henning

Moltebaer
01.02.2007, 19:34
In Jokkmokk soll 'ICA Rajden' direkt neben der Busstation liegen und (auch im Winter) sonntags bis 1900 geöffnet sein. Bis 2400 soll noch die 'Statoil'-Tanke offen sein, soll auch nicht allzu weit weg sein. Kann dir in 6 Wochen sagen, ob das so stimmt :bg:
Ansonsten gibt's in Kvikkjokk, Abisko, Kiruna und Gällivare auf alle Fälle ein paar Läden, bei Murjek bin ich mir jedoch ziemlich sicher, daß dort tote Hose ist... (vielleicht n kleiner ICA?)

Feffef
01.02.2007, 21:04
Hast du auch mal gefragt? Manchmal stehen die Brennstoffe nicht "offen" im Regal.
Hehe, natürlich auch gefragt, ging ja schon darum ob wir die nächste Woche kalt oder warm essen.

Allerdings habe ich auch den Eindruck, die verkaufen die den Rödsprit eher in Tankstellen (war z.B. in Kilpisjärvi so , da war übrigens 2003 auch das Postamt). Also immer Tankstellen und Supermärkte abklappern. Das der Spiritus/Rödsprit da oben eine rosa Farbe hat, weißt Du ja eh´oder?
In Kautokeino war 1989 der Spiritus weggesperrt, und ich wurde befragt, warum ich 2 Liter brauche. Die glaubten, ich will das Zeug trinken.
Im zweiten oder dritten Laden haben wir das rose Zeug dann auch bekommen, bevor wie an ner Tanke waren. Und ärgerlich war eher dass das Fläschchen so teuer war, als wäre es wie Schnaps besteuert und gebrannt als wäre es schon mal halb leer getrunken und mit Wasser augefüllt worden ;)

Rødsprit ist sehr gut zu bekommen.
feuere hier selbst mit einen trangia.
man muss nur wissen, wie das heißt.
dann ist es kein problem.
Wie ich dachte also ein persönliches Problem: in unserem Wörterbuch stand ein anderer Begriff der nur ratlose Gesichter erzeugt hat, und auf unsere Erklärungen haben wir zunächst nur flüssigen Grillanzünder gereicht bekommen. Aber hattest du nicht den Eindruck, dass die gleiche Menge Rödsprid nur geschätzte 60% so lange brennen will, wie Billio-Spritus aus D? Wir hätten uns fast verkalkuliert, aber vielleicht war auch das nur ein weiteres persönliches Problem...

Fjaellraev
01.02.2007, 21:23
Ansonsten gibt's in Kvikkjokk, Abisko, Kiruna und Gällivare auf alle Fälle ein paar Läden, bei Murjek bin ich mir jedoch ziemlich sicher, daß dort tote Hose ist... (vielleicht n kleiner ICA?)
In Kvikkjokk gibt es nur den Shop der Fjällstation und einen Laden an der Busstation, der aber gegen Ende Saison so ziemlich nichts mehr hat....
In Jokkmokk liegen ICA und Konsum beide an der "Hauptstrasse".

Gruss
Henning

Issoleie
02.02.2007, 21:51
Ich habe noch eine wichtige und dringliche Frage an die Allgemeinheit, bevor ich auf die restlichen Dinge noch eingehen werde. Vielen Dank dafür schon einmal.

Abreise:
Wie plant ihr bei so einer Tour die Abreise. Ich wurde heute (nicht zu unrecht) darauf aufmerksam gemacht, dass es gefährlich ist, die Abreise per Flugzeug jetzt schon einfach zu buchen. Da auf einer so langen Tour immer etwas geschehen kann, ist es riskant, einen Flug zu buchen, der dann eventuell nicht genommen werden kann. Mit der Bahn wäre man da durch Umbuchung wohl flexibler.
Wie handhabt ihr sowas, wozu würdet ihr raten?
Danke für schnelle Antworten, die Entscheidung drängt leider, da die Flüge langsam immer teurer werden...

Bis dahin
Flo

hikingharry
02.02.2007, 22:28
Wir habens uns damals einfach gemacht. Wir fuhren mit dem Zug. Die Zeit hatten wir, und ich finde Zugfahren angenehm.

Als wir in Sulitjelma angekommen sind, hatten wir Glück beim Stoppen nach Fauske. Dort haben wir den Nachtzug nach Trondheim(73€) genommen, sind morgens weiter nach Schweden rüber (Östersund - Sundsvall), haben uns ein paar Tage den Zentralteil des Höga Kustenledens angeschaut, und sind dann mit einem Bus nach Stockholm gefahren, und von da zurück nach Hause.

Nicht die billigste Möglichkeit, war aber für uns passend.

Vielleicht nicht unbedingt was für euch, aber ich dachte ich schreibs mal als Alternative zu später sicher kommenden Flugvarianten hierher.

Gruß hikingharry

Fjaellraev
02.02.2007, 23:01
Wenn der Rückreisetermin fest steht, was bei mir leider immer der Fall ist, buche ich den Zug auf den letzten möglichen Termin und habe dann halt unter Umständen noch ein paar Tage die ich mir in Lappland in der "Zivilisation" um die Ohren schlage.
Wenn man wider Erwarten doch früher zurückkommt, ist es in der Regel einfacher eine noch nicht abgelaufene Reise zu stornieren, als wenn das Reisedatum schon vorbei ist. Die frühere Rückkehr kostet dann halt erstmal extra, aber wenn sie nötig wird ist das wahrscheinlich eh erstmal nebensächlich.
Dass man den Rückkehrtermin verpasst ist ja eher unwahrscheinlich, wenn es eng wird beendet man die Tour halt an einem früheren Abbruchpunkt.

Gruss
Henning

Issoleie
03.02.2007, 13:23
Ja, so werden wir das jetzt auch wohl handhaben.
Die Abreise ist jetzt für den 24.9. geplant. 80 Tage also Zeit, um die Strecke zu laufen. Wird wohl okey sein. Ich habe auch noch mal nachgelesen, dass man die Flüge bis zwei Tage vorher noch umändern kann. Also ist das gar nicht so unflexibel. Wir werden die dann mal nehmen. Mit dem Zug allerdings ist das natürlich am schönsten. Abschied nehmen und die Landschaft genießen, sehr gemütlich.

Damit ist aber jetzt auch der Punkt
2: An- und Abreise
beendet. :D
Wir kommen mit dem Flugzeug am 5.7. in Alta an, treffen uns da mit MrLast :) und dann gehts am nächsten Tag mit dem Bus nach Kauto.
Die Abreise ist von Hemavan am 24.9. nach Stockolm, Berlin.

Danke soweit. Ich werde mir den Rest der Postings in den nächsten Tagen noch mal durchlesen und die weiteren Fragen und Ergebnisse mal zusammenstellen.

Vielen Dank.
Flo

Laiseka
03.02.2007, 13:45
Ja, so werden wir das jetzt auch wohl handhaben.
Die Abreise ist jetzt für den 24.9. geplant. 80 Tage also Zeit, um die Strecke zu laufen. Wird wohl okey sein.

Falls hier kein ausführlicher Bericht mit vielen,vielen Bildern erscheint, werde ich das dem Forumsbetreiber melden!
:wink: :wink: :wink:

Issoleie
11.02.2007, 22:05
Also, weiter geht es :D
Ich werde versuchen, das alles weiterhin systematisch zu gestalten, deshalb kann ich auch immer nur Teilweise auf die Antworten reagieren.
Nachdem ich also hier schon viel über den Proviantnachkauf gelesen habe, will ich dieses Thema dann mal ausführlich planen und beenden.

Aus den Informationen, die ihr mir gegeben habt, ist folgende Liste entstanden, die dem bisher geplanten Wegverlauf angepasst ist (d.h. Kiruna ist rausgelassen worden, weil es zu weit vom Weg wegführt, Ritsem >Gälliväre ist nur eventuell eingeschlossen, wenn es Probleme geben sollte) :

5.7. > Alta > Kaufhalle/gr. Stadt
6.7. > Kautokeino > Shop/kleine Stadt
11.7. > Sappen > Hütte
19.7. > Kilpisjärvi > Kaufhalle
30.7. > Abisko > gr. Hütte, hat alles
2.8. > Alesjaure > Hütte
3.8. > Sälkas > Hütte
4.8. > Singis > Hütte
12.8. > Hellemobotn > Hütte
21.8. > Staloluotka > "Shop"
26.8. > Jokkmokk > gr. Shop (Tankstelle)
3.9. > Jäkkvik > Tankstelle (s. P. Bickel)
9.9. > Ammarnäs > Laden
15.9. > Hemavan > Läden und Flughafen (?)

Die einzig großen Möglichkeiten sind also in Kilpisjärvi, Abisko und Jokkmokk zu finden. Das wird allerdings recht ungemütlich, dann immer alles mitzuschleppen :o
Also ist die derzeitige Überlegung, bei jeder Gelegenheit soviel einzukaufen, dass man für etwa 3 Wochen das Essen dabeihat, falls es keine weiteren Möglichkeiten gibt, es nachzukaufen.

Fragen:

Haltet ihr das für unsinnig, weil man sowieso an jeder der genannten Stationen genug gibt, um bis zu nächsten zu kommen?

Was ist in den Hütten an Essen zu erwarten, was muss man für den gesamten Tourverlauf mitnehmen? Beispiele: Müsli, Sojapulver bzw. Kaffeeweißer (für die weniger Anspruchsvollen :wink: ), Müsliriegel, Nüsse. Dass es Tütennahrung gibt, davon gehe ich ja mal aus...

Wann schließen die Hütten aber genau und ist dann dort tatsächlich gar nichts mehr zu bekommen? Ich denke, dass davon ja auch nur die Stationen betroffen sind, die ich mit "Hütte" bezeichnet habe. Orte wie Jokkmokk, Jäkkvik und Ammarnäs gegen Ende der Tour müssten davon ja ausgeschlossen sein, oder?

Im Moment bin ich von der Überlegung, Proviantpäckchen zu verschicken, immer mehr angetan. @Hikingharry: Wie habt ihr das damals gemacht? Also wieviel konntet ihr verschicken, zu welchen Preisen ungefähr etc.? @MrLast: Könntest du mir bitte sagen, was da so Pakete kosten? Also womit man dann halt an die Stationen was schicken könnte, die man erst so im September erreicht. Oder halt auch in der Mitte, um o.g. Lebensmittel naufzufrischen. In Alta müsste man ja auch noch einiges einkaufen können, was man dann verschickt, oder? Die Adressen von den verschiedenen Möglichkeiten müsste ich dann noch raussuchen, falls das alles überhaupt praktikabel ist... Hat jemand damit schon mal Erfahrungen gemacht?



Ein zusätzlicher Punkt, der mit der Schließung der Hütten zusammenhängt:

Boote

Gibt es Möglichkeiten, noch nach dem 7.9., an dem der Fährverkehr ungefähr endet, die Seen zu überqueren. Also mittels Privatbooten, etc.? Oder gibts gar die Möglichkeit mit zwei Ruderbooten, von denen man das eine wieder zurückfährt? Oder kann man die Seen eigentlich alle auch zu Fuß umrunden?


Eine weitere Zusatzfrage, die nicht unter den offiziellen Punkt heute fällt:
Weiß jemand noch, auf welcher Seite von Peter Bickels Buch das Passwort für die Zusatzseiten seiner Internetpräsenz steht? Ich suche schon die ganze Zeit und finde es nicht. Da sind ja auch immer ein paar aktualisierte Informationen zu finden; so ist es jedenfalls gedacht gewesen...

Also danke vielmals und ich bin gespannt, wie dieser wohl wichtigste und heikelste Punkt abgeschlossen wird. Bis dahin mit schönem Gruß
Flo

Fjaellraev
11.02.2007, 22:48
Hier mal wieder ein paar Infos von mir :wink:
Die Angaben für den geschützten Bereich auf Peters Homepage findest du in der ersten Auflage auf Seite 183, in der zweiten Auflage na das findest du auf seiner Homepage :wink: . Allerdings hat er den Bereich seit einiger Zeit nicht mehr gepflegt :( .
Nach eurer Zeitplanung sind ja nur die Boote südlich von Kvikkjokk in der zeitlich "gefährdeten" Phase, die sind eh privat und von daher wahrscheinlich nach wie vor verfügbar (Kontakttelephone findest du bei Peter), auch das Boot in Kvikkjokk sollte noch verfügbar sein, muss aber gegebenenfalls per Handy organisiert werden (Nummer steht auf diversen Zetteln entlang des Weges und auch in einem Thread der letzten Tage), auch in Ritsem gibt es eine private Möglichkeit wenn ihr wirklich so spät dran sein solltet (Die Forumssuche sollte helfen). Zu Fuss um die Seen ist in den meisten Fällen mit einem Mehraufwand von einigen Tagen verbunden, sofern es überhaupt möglich ist. Ein Fluss ist in den meisten Fällen immer noch im Weg...
Zu den Einkaufsmöglichkeiten:
Singi hat keinen Shop. Das Angebot in den STF Hütten findest du grob in folgender Excel Tabelle http://www.svenskaturistforeningen.se/upload/2668/butikspriserfjallstugor_v07.xls

Soviel für den Moment
Gruss
Henning

hikingharry
12.02.2007, 00:40
Hallo Flo,

mein Tagebuch von 2003 liegt noch immer neben mir. :D

Hier mal die Zeiten, wie wir damals gewandert sind, mit Auflistung der Einkäufe (zumindest ungefähr):

7. Juli, Alta - alle Einkäufe für den ersten Teil der Tour bis Sappen
Ein Paket haben wir vorrausgeschickt, nach Kilpisjärvi.

8. Juli - Beginn der Wanderung

Mo. 14 Juli in Sappen angelangt, dort gibt es einen kleinen "Naermat"-Laden
Einkäufe: 500g Margarine, für je 2x Pürree, Schnellreis, Nudeln, Marmelade, Zucker, Knäcke, Brot, Rödsprit, 400g Käse, ´ne Art Salami, Mehl, 12 Snickers, Rosinen, Haferflocken.
Und das Leckerste: Wienerbröd, Milch, Eistee und Römme zum Römmegröt kochen.

20. Juli, Kilpisjärvi - dort unser Paket von der Post (war damals eine Tankstelle) abgeholt, Sachen ausgetauscht,....
Zum Kaufen gabs da eigentlich eh´alles.
Das Paket schickten wir weiter nach Abisko.

Am 21. Juli Nachmittag wieder los, mit dem Boot über den See.

Ich hatte dann geplant, von dort bis ins Dividal zu wandern, und da hinaus zu stoppen, im kleinen Överbygd einzukaufen (Laden und ein paar km Richtung Bardufoss eine Tankstelle [Rödsprit]), und dann wieder bis zum Nationalpark-Beginn zurück.
Das hatte ich da schon mehrmals gemacht, mit gutem Erfolg, aber vielleicht ists zu zweit schwerer oder was, jedenfalls gingen wir fast 3/4 der Strecke zu Fuß, und zurück auch, mit all dem Eingkauften.

Also 27./28. Juli Einkaufen am Eingang des Dividals - Holt/Överbygd
Einkauf: Haferflocken, Zucker, Rosinen, Tee, Mehl, Tortillas, Knäcke, Margarine, Marmaelade, Milchpulver, Trockenfrüchte, Erdnüdsse, 12 Snickers, Wurst, Käse, und allerlei Köstliches für den Rasttag.
Aber eben schwer zu Erreichen. Heute würde ich wahrscheinlich durchwandern.
29. Juli Rasttag im Dividal bei der Hängebrücke.

3. Aug, Abisko - von wo wir am 6. August aufbrachen.
Dort das Paket abgeholt, Karten und Bickelseiten getauscht, die letzte Erdnußbutter rausgeholt, einen der GG G4 Rucksäcke reingetan, und das Ganze mit etlichem an Fotoausrüstung nach Hause geschickt. (Ab da gabs nur mehr ein 24mm Weitwinkel)
Meine Freundin kaufte sich einen gebrauchten 60l LOWE vom Verleih/Shop in der Turiststation.
Zum Kaufen gibts hier und in Abisko Östra genug, wenn auch teuer - ein Liter T-Röd(Spiritus) für 7,90 €. Das Paket nach Österreich kostete ca. 34 €. Essen und Sprit für 6 Tage und 2 hungrige Personen kosteten allerdings doch nur 132€, also 11€ pro Person pro Tag, das geht ja so, das doppelte, wie ich früher (80er) in Skandinavien verbraucht habe.

12. August in Ritsem eingelangt. Leider dann ebne den Schlenker nach Norwegen nicht gemacht, da streikte meine Freundin.

Aber siehe weiter oben
Proviant unterwegs: Heute würde ich es so machen, das ich für ca. 6-8 Tage Proviant ab Abisko einkaufen würde. Dann unterwegs in die Hütten reinschauen, und immer ein klein wenig ergänzen (Alesjaure- und Sälkahütte). Dann reichts ab Sälkas gut bis Vaisaluokta , dort mit der Fähre nach Ritsem. Dazu habe ich mir notiert, das in der dortigen STF-Station freitags die frische Lieferung kommt. Wenn ich mir so die XLS-Liste ansehe geht sich das schon aus, sonst muß man eben doch umplanen.

In Ritsem auch gut eingekauft: Knäckebrot, Mehl, Margarine, Nüsse, Kekse, Zucker ,Milchpulver, Rosinen, Spiritus, Nudeln, Reis, Trockenfrüchte. Soßenzeugs und Trockenzwiebeln und so Zeugs hatten wir noch, weil wir ja eigentlich eh den anderen Weg gehen wollten. Ansonsten siehe Luxus in Ritsem eine Seite weiter vorne.

18. August, Staloluokta - wie schon erwähnt gibts hier kleine Einkaufsmöglichkeiten, Aufstriche, gesalzene Margarine, Knäckebrot, Fertiggerichte und so Zeug, natürlich teurer als sonstwo.

Da wir anschließend nach Sulitjelma sind kann ich Dir weiter nichts schreiben.

Und weil es mir gerade auffällt - da wo Du schreibst
12.8. > Hellemobotn > Hütte
21.8. > Staloluotka > "Shop"
Ich würde da schon von Vaisaluokta (wo Ihr sowieso vorbeikommt) nach Ritsem zum Einkaufen fahren.

Ist das viel geworden, hoffentlich nicht zuviel. :)

Guß hikingharry

winni
14.02.2007, 13:15
hallo,
ich bin der wandergenosse von flaublosch / flo und werde somit auch das vergnügen haben drei monate den nordkalottleden / kungsleden zu laufen.
flo und ich beschäftigen uns im moment mit dem verschicken von paketen.
wir erhoffen uns davon, etwas geld zu sparen, da wir so nicht allzu oft in teuren hütten einkaufen müssen.
hier wäre es hilfreich noch ein paar detailinfos zu erhalten, wie viel kostet so ein paket und besonders an welche adressen kann man das schicken.
ich danke natürlich auch nochmal herzlich für die nette hilfe bis hierher und hoffentlich auch weiterhin
tim

Allgäuer
14.02.2007, 20:27
Die einzig großen Möglichkeiten sind also in Kilpisjärvi, Abisko und Jokkmokk zu finden.

Hallo Flaublosch,
vom Kungsleden von vor zwei Jahren habe ich auch Jäkkvikk, Ammarnäs und Hemavan recht gut in Erinnerung (Supermärkt oder Tankstellen mit großen Shops).
Die großen Fjällstationen haben mich z. T. eher entäuscht. Verhungern mußt Du natürlich nicht, aber die Auswahl war oft eher dürftig, was ja auch eine Rolle spielt, wenn ich für längere Zeit einkaufe. (Dafür ist die Auswahl an "Souvenier Krims-Krams" oft recht groß :-?)
Normale STF-Hütten sind da meiner Meinung nach proviantmäßig oft nicht schlechter ausgerüstet.

Gruß
Matthias [/wiki]

hikingharry
15.02.2007, 10:22
Hier noch ein paar Angaben zum Paket verschicken:

Wir haben einfach angenommen, das es ein Postamt in Kilpisjärvi gibt, und habe uns die Postleitzahl herausgesucht -> FIN-99490 Kilpisjärvi.
Dann als Adresse:
To
Max Mustermann
General Delivery
Fin-99490 Kilpisjärvi

Und dann gut lesbar:
Please hold for Nordkalottleden hiker until 25th July 2007 (oder welches Datum auch immer)

Für Abisko hatten wir das so ähnlich:
Max Mustermann
Abisko Turiststation
981 07 ABISKO
Und: Please hold for Nordkalottleden hiker until 25th July 2007 (oder welches Datum auch immer)

Dasselbe hätte ich auch für Ritsem gemacht.
Name
Ritsem 4
98299 GÄLLIVARE
etc. etc.

In Abisko haben wir eine Aufbewahrungsgebühr zahlen müssen.
Im allgemeinen weiß ich nicht mehr, was die Pakete so gekostet haben. Jedenfalls war es mir das von Gewichts wegen wert.

Gruß hikingharry

winni
15.02.2007, 11:38
dankeschön :D
wir haben esrt überlegt bei ner tanke oder touristeninfo direkt anzufragen, ob wir da was hinschicken können, aber wenns auch so geht, dann ist das ja super. werden mal mr. last fragen wie viel da so ein paket kostet.
gab es denn dort auch überall postämter? nicht dass die pakete dann wieder irgendwo andershin geschickt werden?
gruß tim

hikingharry
15.02.2007, 13:21
gab es denn dort auch überall postämter?Das kann ich da nicht so genau sagen, wir hatten ja nur ein Postamt(Kilpsjärvi), Abisko ist eine Turiststation, Ritsem ebenso.

Und wir hatten da ja, wie weiter oben beschrieben eben nur Sachen hingeschickt, die wir nicht unbedingt auf Tour brauchten, bzw. Die Reste von größeren Mengen an Lebensmitteln (Zucker, Mehl, Haferflocken o.ä.) und eben auch ein paar Dosen Erdnußbutter (gabs in Kautokeineo gerade billig)

Auf den Stationen, wie Sälkas- oder Alesjaure Hütte gibt es nicht so die Auswahl, aber doch einiges, zum Verhungern sicher zuviel :D .

Für die Strecken im Süden kann ich nicht sprechen.

Gruß hikingharry

winni
16.02.2007, 17:55
hallo liebe nordkalottledenerfahrene,
ich hab nochmal ne frage zu den temperaturen. ist vielleicht n bissl blöd, aber welche temperaturen darf ich denn so in der nacht (juli bis ende september) erwarten, hab nämlich nur ein ajungilak tundra (5/3/-16), hab aber auch damit bei ca. -4 draussen geschlafen. falls es jedoch noch kälter wird, bräuchte ich noch einen wärmeren sack, da ich sowieso mit nem guten daunenschlafsack liebäugel, wäre das auch nicht ein so großes problem.
vielen dank
tim

Fjaellraev
16.02.2007, 20:29
Ich denke dein Schlafsack dürfte vom Temperaturbereich her reichen, mich hat jahrelang (auch im September) ein Ajungiljak Kompakt begleitet und gefroren habe ich nur wenn ich bei der Isomatte gespart habe...
Also schau dass du eine gescheite Unterlage hast und dann dürftest du auch bei den ersten Nachtfrösten (viel mehr wird es hoffentlich nicht sein) nicht frieren.

Gruss
Henning

Issoleie
17.02.2007, 10:54
Hey Tim,
boykottiere hier nicht meine wunderbar hergestellte Ordnung des Threads!
:gelb:
Also ich kann mich dem Dank bisher nur anschließen. Ich werde jetzt die nächsten Tage noch einmal den konkteren Plan für die Essenstationen festlegen. Bisher sind die Informationen wirklich super, klappt alles gut und ich habe nochmal zwei Stationen kontaktiert, ob und wohin wir was schicken können. Die Ergebnisse halte ich hier wieder fest, vielleicht kommt ja mal wieder jemand auf die Idee, diese Tour, oder einen Teil davon, zu laufen, dann ist das ja sicher ganz hilfreich.
Also ist es streng verboten, weitere Fragen aufzuwerfen, auch für mich, bis das Thema Proviant abgeschlossen ist.
Momentan überlegen wir, was von den beiden Varianten sinnvoller ist:
1: Alles verschicken: Vorteil: Planungssicherheit und Gewichtreduzierung, da man nicht auf Vorrat kaufen muss. Die Stationen sind in wunderbaren Abständen. Wahrscheinlich könnte man auch Kosten reduzieren, da der Proviantkauf in Alta den Geldbeutel sicher nicht so stark belastet.
2: Teile vorrausschicken, was man halt unterwegs nicht nachkaufen kann. Vorteile: Die Pakete werden aufgrund des geringeren Gewichtes nicht so teuer. Nachteile: Wir müssen immer hoffen, in den nächsten Hütten was Vernünftiges zu bekommen. Ich habe in der Angebotsübersicht der Schwedenhütten leider nicht alles verstanden. Wie sieht es denn zum Beispiel mit den Trockennahrungstüten aus, also die Kaufhallenvarianten der Trekkingnahrung? Ich habe da nur was von Nudeln gelesen. Schöner wärs schon anders. Man müsste außerdem immer ein bissel mehr im Rucksack tragen, da man nicht so sicher sein kann, in der nächsten Hütte wieder alles zu bekommen...
Was meint ihr dazu?
Ist diese Seite der norwegischen Post (http://www.posten.no/NR/rdonlyres/F865ABA9-8CB5-4F40-9036-85DD584685C8/0/pricelist_20051parcelservices.pdf) die richtige für unser Vorhaben? Demnach müsste ein Paket nach Schweden mit ca. 15-20Kg etwa 15€ kosten. Klingt ja ganz vernünftig. Hoffe ich hab das so richtig gelesen.

Jaerven
17.02.2007, 12:15
Ein Paket 10- 20 kg von Deutschland nach Schweden- macht 32 Euro.
Ob sich das lohnt? Ich würde vor Ort einkaufen.
Die gefriergetrockneten Lebensmittel
"Frystorkade rätter 1-2 port 68,00"
Sind meistens von Blåband oder Drytech, bekommt man an den grösseren Fjällstationen (Abisko, Ritsem, Saltoluokta, Kvikkjokk).
Je nach Jahreszeit kann das aber ausverkauft sein. Oder nur noch Sjömannsbiff übrig sein :bg:

M.

Issoleie
17.02.2007, 12:58
nein, nein. Von Deutschland aus will ich nichts verschicken. Wir sind einen Tag in Alta und treffen uns da mit MrLast. Da wollen wir dann einkaufen und auch erst verschicken. "Ein Paket nach Schweden" tauchte als Formulierung nur auf, weil wir ja von Norwegen nach Schweden schicken, das ist aber kaum teurer als national.
Zu den dehydrierten Fertiggerichten. Ich weiß ja nicht was du da meinst. Aber für für fast zehn Euro will ich nichts kaufen. Ich meinte einfach, ob es die ganz normalen, die man hier für 1,50€ bekommt, von Knorr oder so, ob es diese auch in den Fjellhütten gibt. Ich den Märkten dort gibt es die ja auch, wie sich schon gehört habe, aber ich weiß halt nicht, ob auch in den Hütten und für zehn Euro will ich da nichts kaufen...

Fjaellraev
17.02.2007, 13:47
Die von dir erwarteten Fertigmahlzeiten wirst du kaum finden, und wenn dann nicht zu den deutschen Dumping-Preisen.
Ausser irgendwelchen Nudelgerichten (Nudeln mit Tomatensauce und ähnliches) habe ich auch in den Supermärkten eigentlich nie etwas vergleichbares gefunden. Aber ehrlich gesagt habe ich auch nie danach gesucht.
Die von Mundil erwähnten Fertigmahlzeiten entsprechen eher den Trekking Mahlzeiten von Globetrotter & Co, die gibt es teilweise auch in den Supermärkten, sicher in den Fjällstationen (mit den erwähnten Einschränkungen) und (gemäss STF Liste) auch in den Hütten, Preise liegen bei 68 SEK in den Hütten repektive ca 39 SEK im Supermarkt (geschaut hgabe ich gerade bei www.naturkompaniet.se)

Gruss
Henning

hikingharry
18.02.2007, 20:23
Also keine Bemerkung zum Thema Schlafsack :D , erst wenn es an der Zeit ist.

Aber zum Thema Lebensmitteleinkauf: Meiner Erfahrung nach ist in Skandinavien Norwegen das teuerste Land, und Finnland am billigsten, Schweden liegt so mittendrin. Also würde ich mir das mit dem Thema Lebensmittel in Alta kaufen, und bis Hemavan vorrauszuschicken gut überlegen.
Und zur Essensauswahl - anstatt gefriergetrockneter Nahrung haben wir eigentlich immer selber was zusammengewürfelt.

Beispiele:
- Reis mit Kraut, Karotten, Zwiebel, Curry, Rosinen und Nüssen + 2 EL Olivenöl
- Nudeln mit Käse, Zwiebeln und Knoblauch
- Kartoffelpürree mit gebratener Wurst und Zwiebel
- Reis mit Fischsauce, zusätzlich Mais-Chips
- 2 Packungen Asia-Noodles mit Currybechamelsauce + Rosinen, Erdnüssen, Trockenzwiebeln, Knoblauch und eine Handvoll frischer Sprossen.
- Reis mit Tomatenfischsauce(Dose), Zwiebeln und Knoblauch, Käse
- Reis mit Thunfisch
- Couscous (Fertigmischung, italienische Gewürzrichtung), mit Zwiebel und Parmesan, und 4 El Öl (bei 2 Personen ganz o.k.)

So ähnlich hat das während der ganzen Zeit abends ausgesehen (etliche Varianten etc.), dazu noch fix 1 Tasse Kakao (selbergemixtes Kakao-, Milchpulver und Zucker). So haben wir eben täglich etwas Neues kreiert, unsere Fantasie spielen lassen......

Das mit dem bissel mehr tragen sehen ich eigentlich nur auf der Etappe von der Sälkashütte bis Ritsem (zumindest auf der Strecke bis Staloluokta). Ansonsten halte ich es für günstiger nur die Sachen vrrauszuschicken, die gerade nicht gebraucht werden, wie weiter oben schon erläutert.

Später auf der Tour seid Ihr ja schon gut in Form, und das tragen fällt auch nicht mehr so schwer. Sonst könnt Ihr ja auch noch die Ausrüstung gewichtsmäßig optimieren, das erlaubt dann auch die Mitnahme von mehr Lebensmitteln (oder frischen Lebenmitteln, so wie wir das gemacht haben). Allerdings ißt man mit der Länge der Tour zunehmend mehr.

Ich hoffe Ihr könnt was damit anfangen.

Gruß hikingharry

Jaerven
18.02.2007, 20:30
Hikingharry hat recht-
und Schweden ist mittlerweile recht billig geworden im Vergleich zu Norwegen.
Warum nicht in Schweden einkaufen, und die Sachen in Schweden verschicken?
Ist die günstigste Variante denke ich, und wenn man das z.B. in Kiruna oder Gällivare macht kann das direkt mit den Bussen an die div. Orte versenden.

M.

Fjaellraev
18.02.2007, 21:10
Das Preisgefälle sollte man echt nicht ausser Acht lassen, nicht ohne Grund haben Kilpisjärvi und Abisko grössere Supermärkte als für die Lokalbevölkerung nötig und nehmen auch norwegische Kronen. Die leben von den Norwegern die, durchaus auch über 100km, über die Grenze zum einkaufen kommen. Wenn schon Proviant vorschicken würde ich das frühestens ab Abisko in Betracht ziehen.
Für gefriergetrocknete Fertigmahlzeiten ist in Abisko ausser der Fjällstation übrigens nicht der normale Supermarkt die Einkaufsquelle, sondern der Shop neben der Tankstelle, der führt auch Benzin und Brennsprit. Zumindest Benzin ist meines Wissens in der Fjällstation nicht erhältlich.

Gruss
Henning

winni
18.02.2007, 21:20
hm, klingt plausibel,
flo und ich haben uns aber gedacht, dass wir nach alta jede menge teure sachen, die in deutschland günstiger sind und es mehrheitlich hier gibt nach alta nehmen und dort etwas auffüllen (mit tütengerichten o.ä.) und dann von dort verschicken, sodass wie z.B. Trockenfrüchte nicht teuer in kleinenshops kaufen und nur relativ gängige sachen wie reis etc kaufen müssen. und wenn wir bis Abisko laufen, müssten wir solche sachen mitschleppen, was vom platz im rucksack allein nicht klappt.
vll. wäre es ja sinnvol ein kleineres paket mit trockenfrüchten etc. von deutschland nach abisko zu schicken und dort dann auffüllen und weiterschicken. auf jeden fall vielen dank für den preisunterschied-tip
tim

Jaerven
18.02.2007, 21:51
Hier noch ein Link:
Bussgods.
Da werden die Waren mit den Bussen transportiert, kann man an den Stationen (Kiruna, Gällivare, Jokkmokk...) abgeben, die bringen das dann an die Endstationen wie Kvikkjokk, Ritsem u.s.w.
Ist jedenfalls billiger und auch recht schnell.
http://www.bussgods.se/
leider nur in Schwedisch.. ;-)

M.

Issoleie
01.03.2007, 18:13
Das Thema Proviantversorgung ist abgeschlossen, es sei denn ihr habt noch schwerwiegende Einwände, die euch zu unseren Überlegungen einfallen.

Wir werden allen Proviant von Deutschland aus verschicken.
Vier oder fünf Stationen werden von uns "beliefert", Kilpis ist dabei noch nicht sicher, vielleicht nehmen wir also für die ersten Wochen und ein paar Tage alle Verpflegung schon mit, vielleicht nur für zwei Wochen.

Die Stationen mit ihrer Anschrift sind folgende (schon z.T. von Hikingharry gepostet, vielen Dank):

1. Kilpisjärvi
Max Mustermann
General Delivery
Fin-99490 Kilpisjärvi

Please hold for Nordkalottleden hiker until...

2. Abisko
Max Mustermann
Abisko Turiststation
981 07 ABISKO
Please hold for Nordkalottleden hiker until

3. Ritsem
Name
Ritsem 4
98299 GÄLLIVARE
Please hold for Nordkalottleden hiker until

4. Kvikkjokk
Name
Kvikkjokk Mountain lodge
96202 KVIKKJOKK
Please hold for Nordkalottleden hiker until

5. Ammarnäs
Name
STF Hostel Ammarnäs
92075 AMMARNÄS
Please hold for Nordkalottleden hiker until

Das sind Abstände von etwa 10-13 Tagen. Ein Paket von Deutschland nach Schweden kostet bis 20Kg 31€, womit wir sehr gut hinkommen werden.
Preislich liegt das wohl kaum über dem ausschließlichen Einkauf in Schweden, zumal wir sowieso für einige Dinge Pakete schicken müssten.
Die Stationen werden z.T. vorher angeschrieben und über die Sendung informiert. Die Pakete werden unmittelbar vor der Anreise abgeschickt.
Letztlich ist das eine billige, komfortable und planungssichere Lösung, die für diese lange Tour uns sehr angenehm scheint. Wenn wir auf dem Weg gute Erfahrungen mit Nachkauf haben (was aus Interesse nachgeschaut wird), kann die nächste Tour auch anders geplant werden. Für diesem Fall, speziell auch wegen dem Endzeitpunkt der Tour, ist das so wohl am besten und lässt uns beruhigt wandern, ohne dass wir immer nach Proviant fahnden müssen. Spriritus wird natürlich nachgekauft. Wir werden zwei 1l-Flachen mitnehmen (vielleicht auch davon eine 0,5l), um auch hier über die nötigen Puffer zu verfügen und nicht auf jede Gelegenheit angewiesen zu sein.

Bis dahin vielen Dank für alle Provianttipps. Zuerst sahen die Überlegungen dazu ja doch sehr anders aus...

Gruß
Flo

Issoleie
01.03.2007, 18:28
neues Thema:
Orientierung

Die Frage stellt sich hier hauptsächlich nach den Karten. In Bickels Buch sind diese ja sehr gut angegeben. Ein Problem ergibt sich nur auf der 1.Etappe von Kautokeino bis Kilpisjärvi. Acht Karten sind für uns einfach nicht möglich zu kaufen.
Gibt es eine alternative Karte für das Gebiet, die den Weg abdeckt, oder zumindest die Orientierung erlaubt?
Womit ward ihr unterwegs?
Welche norwegische Karte meint Peter Bickel, ich habe sie nicht finden können...
Ist es sinnvoll, noch länger mit dem Kauf zu warten, um eventuelle Neubearbeitungen nicht zu übergehen?
Bickel hat die Orientierung auf diesem Wegteil ja als etwas schwerer beschrieben, da der Weg nicht sehr gut ausgewiesen ist. Hat sich das in der letzten Zeit verändert?
Ich denke, mit anderen Etappen werden wir keine Probleme haben, es sei denn, euch fällt noch was ein.

Ansonsten werden wir klassisch einen Kompass nutzen, GPS kommt nicht mit. Der Weg ist ja aber auch ganz gut markiert, so wie ich das bisher verstanden habe. Karten müssen natürlich trotzdem sein.

Bis dahin
Flo

hikingharry
01.03.2007, 19:23
Ich muß dringend außer Haus - Antwort kommt dann erst morgen - soweit möglich

Gruß hikingharry

Fjaellraev
03.03.2007, 11:14
Ich halte mich aus der Diskussion jetzt erstmal raus, und mit Tipps zurück.
1. Zu dem für euch unklaren Abschnitt habe ich keine Infos vorliegen, die ich nicht ohne Suche im Netz finden würde.
2. Den ganzen Proviant von Deutschland aus vorzuschicken finde ich nicht in Ordnung. Wenn man schon so lange in der Region unterwegs ist, sollte man auch die Wirtschaft vor Ort unterstützen (und sei es nur durch Lebensmittelkäufe).
Ich will hier jetzt keine Diskussion zu Punkt 2 lostreten, das muss jeder selber entscheiden, aber meine Motivation der Unterstützung wird halt davon beeinflusst.

Gruss
Henning

winni
03.03.2007, 11:23
bei punkt zwei kannst du schon recht haben, aber da musst du mal unsere situation sehen: beide arme schüler, die ihr mühsam gespartes zusammenkratzen um überhaupt ordentliche ausrüstung zu bezahlen. dann sind da noch die flüge, die 300 euronen kosten. da bleibt kaum noch platz um irgendwo etwas mehr auszugeben als nötig.
aber wir versprechen dir, wenn wir dann irgendwann n ordentliches gehalt haben, werden wir auch solche aspekte in unsere touren miteinrechnen.
gruß tim

Issoleie
03.03.2007, 11:29
ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht und das wäre auch was, warum ich es eventull doch nicht machen würde. Das Problem sehe ich halt darin, dass ich mir nicht wirklich sicher bin, am Ende der Tour noch was Vernünftiges zu bekommen. In Kilpis und Absiko scheint das ja durch die Supermärkte wirklich kein Problem zu sein, in den anderen Stationen finde ich es eben mit mehr Risiko behaftet.
Dazu kommt das Prblem, dass ich Vegetarier bin und daher schon von vornherein vieles, was dort verkauft wird, nicht essen kann. Meine Bitte an MrLast wäre do dann doch noch mal, etwas über das Angebot in den Supermärkten genauer zu schreiben. Ich weiß zum Beispiel auch überhaupt nicht, ob es dort gut Müsli für das Frühstück zu kaufen gibt, etc.
Ich habe halt das Gefühl, nicht wirklich beruhigt durch das Fjell gehen zu können, wenn ich immer darum bangen muss, dass der nächste Laden auch was Vernünftiges für uns bereit hält, zumal wir ja immer für etwa 13 Tage dort einkaufen müssten...
Pakete müssen ja sowieso verschickt werden, da manche Essensvorräte von hier benötigt sind, die für die ganze Tour nicht mitzunehmen sind(siehe Sojapulver etc.)
Ich danke dir aber trotzdem für die kritische Anmerkung, da werd ich noch mal genauer mit Tim überlegen...
Gruß
Flo

Fjaellraev
03.03.2007, 12:32
OK nachdem von euch beiden doch ganz einsichtige Postings kamen, will ich mal nicht so sein :wink:
Müsli ist zumindest in Abisko übrigens überhaupt kein Problem...

Zu den Karten habe ich mich mittlerweile etwas schlauer gemacht, ausser den 50'000er Karten scheint es in der Ecke nichts zu geben.
Dass du die Karten nicht gefunden hast, dürfte wohl daran gelegen haben, dass du nach Turkarten geschaut hast, es sich aber um ganz normale Messtischblätter ohne touristische Infos handelt. Bei der Geobuchhandlung gibt es die Karten als Sonderbestellung (http://nachnorden.shop.t-online.de/detail.asp?aid=192066&sid=4143&FES=%24SCID%5FD632DA0E964C4BB19E614657685FCABE%24VID%5F2455%24CID%5F55041), ebenso sind sie natürlich direkt im norwegischen Webshop (http://www.kartbutikken.no/produktlisting.php?kategori=19) erhältlich. Die Namen haben teilweise geändert, da jetzt die samische und nicht mehr die norwegische Schreibweise verwendet wird.

Gruss
Henning

hikingharry
03.03.2007, 14:00
Nun habe ich mal wieder Zeit was zu posten, hatte ganz schönen Streß.

Zur Essensdebatte: Ich bin ja auch dafür, das eher vor Ort eingekauft wird, nicht nur um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, aber auch, weil es einfach interessant ist zu sehen, was es da so gibt. Anderen Käse (Geitost, Rekeost), bessere Haferflocken(zumindest als bei uns im Aldi/Hofer...), und noch andere Sachen. Sachen die einen später immer an das Nordland erinnern werden.

Als Vegetarier ist das sicher nicht ganz so einfach, je nachdem wie streng Du das handhabst - nur keine Fleisch/Wurstproukte, oder vegan, oder das alles und dazu noch biologisch/ökologisch. Die letzte Variante ist sicher am schwierigsten durchzuführen.
Also normaler Wanderer habe ich so auch kein Fleisch dabei, nur hin und wieder mal eine Wurst. Seit ich Leicht/Ultraleichtwanderer bin nehme ich gerne etwas mehr frisches Gemüse mit.
Statt Müsli gibts zum Frühstück Haferflocken-Porridge.
Ich kann Dir ja mal eine Uraltlebensmitelliste von mir posten, die billig (siehe unten) war.

Etwas zu den Kosten: 150€ für Pakete auszugeben ist ja auch nicht so wenig, wie ich schon schrieb gaben wir in z.B. in Abisko zu zweit für 6 Tage "nur" 132€ aus. Insgesamt verbrauchten wir in 2 Monaten so an die 1200-1300€ inkl An- und Abfahrt. Da wäre noch Sparpotenzial drin gewesen - nie essen gehen, nie auf einen Campingplatz, keine Kuchen, kein Liegewagen, kein Luxus überhaupt. Das habe ich in den 80ern so gemacht. Mein Geldbedarf lag damals bei 10DM/Tag für alles (auch Postkarten und Fährkosten)

Karten: Als ich das erste Mal in Alta war wollte ich mir dort Landkarten kaufen, um von Alta nach Kautokeino zu wandern, und weiter ins Reisadal. Karten gab es keine, nur 1:250 000 Vegkart, mit Straßen, Sümpfen und Höhenlinien, und den Wanderwegen(die mal alte Wege/Verbindungsrouten waren). Da für mich die Gegend eher flach und konturenlos war, und ich dazu noch gut mit dem Kompaß umgehen konnte bin ich also mit diesen Karten losgezogen.

2003 da dachte ich, nun im neuen Jahrtausend da werden die schon Karten haben, zumindest in Alta, aber nix. Also wieder mit den alten Karten. Aber wie gesagt mensch braucht gute Kompaßkenntnisse.

Var. 1) Alle Karten kaufen (Buch von Bickel) sicher das Beste!
Var. 2) Die Halti-Kilpisjärvi outdoormap, 1:50 000 (http://nachnorden.shop.t-online.de/detail.asp?aid=220660&sid=4143&FES=%24SCID%5FD632DA0E964C4BB19E614657685FCABE%24VID%5F2455%24CID%5F25038%24AID%5F192066) bestellen. Und im Norwegischen Bereich sich von http://www.nordatlas.no/ die Screenshots im Maßstab von 1:20000 runterzuziehen - mühsam, aber detailreich.

Aber am Besten Ihr fragt in Eurer Verwandtschaft nochmal wer noch etwas Sponsoring für Eure Sicherheit machen will. Meine Mutter kaufte mir mal einen teuren Kugelkompaß zum Seekajakfahren (damit ich immer die Richtung weiß), und im Nebel oder so denke ich immer an sie. Das wär für Euch doch vielleicht auch ein Argument.

Wieder mal ein langes Posting, ich hoffe Ihr findet was für euch drin. Aber es ist für mich schwer so Sachen wie Essen, Kosten und so ganz kurz und bündig darzustellen.

Gruß hikingharry

hikingharry
03.03.2007, 14:13
Nochmal kurz zum Vorausschicken:
Wie oben schon geschrieben - das ist nicht billig. Und dazu ist noch die Gefahr, das mensch das nicht mehr mag, sich der Geschmack verändert, mensch lieber Chips ist statt Sojazeugs etc. Auch noch ein Punkt zum Nachdenken.

Zur Orientierung: Der erste Teil von Kautokeino weg ist nicht einfach, da sind wir eben die Straße entlang und dann bei ca. km 11 auf den Wanderweg, der dort nicht besonders markiert ist, aber so eine Art 4WD-Fahrzeugweg ist. Einmal im oberen Reisadal ist es dann leicht. Und am Ende ist dann der Abzweiger Richtung Finnland. Schwierig habe ich Finnland gefunden, mit den Pfosten und den Plaketten drauf, vor allem am ersten Tag - die Farbe ist runter, und einen 60cm Holzpflock braun und verwittert in einer Stein- und Geröllgegend zu sehen ist besonders bei trüben Wetter manchmal schwierig.
Spätestens nach der 2. finnischen Hütte ist das aber kein Problem mehr.

Gruß hikingharry

Fjaellraev
03.03.2007, 14:24
Ohne die passenden Karten würde ich mich nicht auf die Tour begeben, selbst wenn der Weg leicht zu finden ist.
Denn: Was macht man, wenn man den Weg verlassen muss, entweder weil er auf einem Teilstück unpassierbar ist und man ihn nachher wieder finden muss, oder weil man (was niemand hofft) die Tour abbrechen muss und irgendwie wieder in die Zivilisation sollte. In diesen beiden Fällen helfen Routenbeschreibungen, und seien sie noch so genau, einfach nicht.
Aber ich denke das steht ja gar nicht zur Diskussion... Schau doch einfach mal bei Ebay ob einzelne der Karten gebraucht zu finden sind, das könnte das Budget entlasten.
Auf Neubearbeitungen zu warten macht keinen Sinn, bei den Schweden werden dieses Jahr im entsprechenden Bereich keine Karten überarbeitet, bei den Norwegern habe ich keine entsprechenden Infos gefunden, aber da die eh zum Teil sehr lange Zyklen haben denke ich nicht, dass sich das abwarten dort lohnt.
Ausser natürlich um in der Zwischenzeit auf dem Gebrauchtmarkt fündig zu werden.

Gruss
Henning

Issoleie
15.03.2007, 17:38
Nachdem wir erneut alles noch mal überlegt haben, sind die beiden letztbehandelten Schwerpunkte dank euch nun auch entschieden.
Die Planung ist jetzt also folgende:

Proviant:
Wir gehen mit vollen Rucksäcken los. Von Deutschland aus schicken wir kurz vor der Tour Pakete mit Proviant an die genannten Stationen. Da wir aber im Rahmen der Möglichkeiten die dortige Tourismusbranche unterstützen möchten, werden wir nach Abisko und Kilpis keinen Proviant schicken, sondern ihn dort nachkaufen. Weiterhin werden Kleinigkeiten (wie die ein oder andere Schokolade mehr) während der Tour nach Bedürfnis in den Hütten gekauft, um auch da ein wenig Geld zu lassen und auf die Wünsche des Körpers entsprechend reagieren zu können. Ebenso wird Spriritus in den Hütten nachgekauft. Durch Bootsfahrten werden wir natürlich auch noch was bezahlen müssen.
Diese Lösung scheint uns ein guter Mittelweg zu sein, die tatsächlich optimalste Lösung in unserem Fall. Sie bietet Planungssicherheit und sorgt damit für einen angenehmen Tourverlauf, schließt Risiken speziell im Herbst aus und lässt auch die Kost nicht zu eintönig werden. Weiterhin unterstützt der teilweise Nachkauf die dortige Wirtschaft, was nur fair ist, wenn wir dort mit Zelt unterwegs sind.

Karten:
Wir laufen ohne Risiko. Die Kartensammlung für die erste Etappe ist schlicht zu teuer, um sie vollständig kaufen zu können. Anfragen nach gebrauchten Karten haben kein Ergebnis gebracht. Die Idee mit den Screenshots war wirklich genial. Ich habe also bis Halti die Ausschnitte aus dem Internet geholt. Von da an geht es mit den genannten Karten weiter, insgesamt immerhin auch noch acht Stück.
Das Kartenstudium wird dann wohl erst in eineinhalb Monaten beginnen, wenn genügend Geld zur Beschaffung da ist... Dann kann es also mit der Detailplanung losgehen.

Vielen lieben Dank für das Engagement bis hierher. Die Tour steht jetzt also in ihren Grundzügen.
Beste Grüße
Flo

winni
12.06.2007, 15:31
hallo liebe outdoorer,
flo und ich haben soweit fast alles fertig geplant und organisiert für unsere nordkallotleden/ kungsleden tour. allerdings haben wir noch ein, zwei kleine fragen, sodass ich den thread wiederbeleben muss und um eure mithilfe bitte.
also folgendes: ich habe jetzt mitgekriegt, dass es in nordschweden auch braunbären gibt. daher würde mich interessieren, ob jemand von euch schon diesbezüglich erfahrungen gemacht hat und ob es ein paar grundverhaltensregeln oder vorkehrungen (bärebglocke o.ä.) gibt? gleiches gilt auch für wölfe.
dann möchte ich noch nach erfahrungen nach tiefsttemperaturen tags und nachts bis so im september fragen.
Die letzte frage bezieht sich auf die stromversorgung, da wir notfallhandy und fotokamera mitnehmen, interessiert uns natürlich, wo man gegebenenfalls die geräte mal zwei stunden an eine steckdose anschließen kann? geht das, wenn man einfach mal in eine fjellstation o.ä geht und sich nen tee bestellt und nebenbei das handy dort in eine steckdose steckt?
so, das wars dann erstmal, ich bedanke mich für antworten und wünsche euch noch einen schönen dienstag.
tim

Fjaellraev
12.06.2007, 19:29
Um die Bären macht euch mal keine Sorgen, die verschwinden lange bevor ihr sie überhaupt bemerkt...
Tiefsttemperaturen können schon mal unter dem Gefrierpunkt liegen, im September habe ich in den letzten Jahren eigentlich immer Schnee oder zumindest Nachtfrost erlebt.

Gruss
Henning

Jaerven
20.06.2007, 10:37
Hab mal einen Bären gesehen, der beobachtete mich beim Kochen.
Wie der bemerkt hat dass ich ihn bemerkte rannte der weg.
Ich auch.
Die sind derart scheu, vor allem wenn ihr nicht alleine rumlauft ist es kaum möglich denen zu begegnen. Mit Bärenglocke macht man sich dort eher lächerlich- und es nervt. Bin mal einem Trupp begegnet der sowas hatte.
Von wegen ruhige Natur und so.
Wölfe? Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz erschlagen zu werden ist wesentlich höher als dort einem Wolf zu begegnen. die meisten Wölfe in schweden gibt es im südlichen Schweden- ist auf dem Bohusleden eher möglich als in Lappland.
Zu den Temps- es kann nachtfröste geben, je nach lage knapp unter 0 bis -12 Grad- das aber ganz oben und Ende September. Hatte da mal -15 nachts und +25 am nächsten Tag. Die Unterschiede können da enorm sein. Schnee kann fallen bleibt aber im September nicht liegen.
Strom für Akkus gibt es nur an den grösseren Stationen wie Abisko... ansonsten eher mau. einfach fragen. Uns haben sie im Winter in Kvikkjokk an den Bürocomputer gelassen um ins Internet zu gehen, ich denke da macht niemand einen Aufstand wenn man Akkus laden will.

Grüsse,

M.