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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Norwegen Wandern



Lodi
29.01.2007, 00:09
Hallo,
ich würde gerne mit 2 Freunden in diesem Sommer 2 Wochen Wandern gehen. Ich habe bereits einige Wanderungen rausgesucht, wie zum Beispiel den Peer-Gynt-Trail, oder den Lillehammer-Rondane-Pfad.
Mein Problem ist jedoch, das ich irgendwie nur mit Internet nicht weiter komme, denn diese Wege werden nur mal am Rande erwähnt, es wird gesagt, von wo nach wo es geht aber viel mehr auch nicht.
Also als erstes grenze ich mal ein wo wir wandern wollen. Ich hatte gedacht wir Fliegen nach Oslo, und von dort aus mit der Bahn nach Lillehammer, da dort in der Gegend ja recht viele nette Wanderwege sein sollen.
Was wir suche, ist eine Wanderroute über 5-6 Tage, die Leicht bis Mittelschwer ist. Am liebsten wären uns als Unterkunft Hütten, aber gegen die ein oder andere Nacht im Zelt haben wir auch nichts. Ich möchte jetzt einfach mal wissen, wer da Erfahrung hat, mir einige tipps geben kann, und mir sagen kann wo wir am besten hinfahren, wo wir die unseren Ansprüchen am gerechtesten Routen finden und so.
Ich kann gleich dazu sagen das wir keine sehr erfahrenen Wanderer sind, also so in Deutschland haben wir schon den Rennsteig, und den Rothaarsteig gemacht, und sonst war ich mal in Schottland Bergwandern, also Ben Nevis und Five Sisters of Kintail.
Also bitte bitte helft mir bin nämlich schon verzweifelte 2 Wochen am suchen und kann leider nichts wirklich brauchbares finden, wo mal konkret steht was ich brauche und wo ich hin muss.
Danke schonmal und
Grüß Lodi, der alle hier im Forum grüßt, weil er neu ist :D

MrLast
29.01.2007, 00:19
Rondane würde sich da auf jeden Fall anbieten.
Andere können dir aber vermutlich genaueres sagen.
Außerdem gehe ich jetzt erst mal ins bett!
s

Coenig
29.01.2007, 10:06
Hallo Lodi,
vielleicht könntest Du noch etwas zu Deinen landschaftlichen Vorlieben sagen. Ich selbst bin durch die Region um Lillehammer bisher zwar immer nur durchgefahren, aber denke, dass Du dort vor allem auf ausgedehnte Waldlandschaften und nur wenig Kahlfjell und echte Bergpanoramen treffen wirst.
Solltest Du also Berge,Fjell, Gletscher (nur zum Anschauen ;-)) und Schroffheit suchen, gäbe es einige Möglichkeiten in der Hardangervidda und in Jotunheimen, ebenso würde sich natürlich Rondane anbieten.
Auch in diesen Regionen wäre es sicherlich möglich eine leichte Tour zu finden, also lass Dich davon nicht abschrecken.
Nur wie gesagt, es kommt darauf an, was Du suchst .....

Lodi
29.01.2007, 11:24
oh ja meine Vorieben sind da eigentlich recht egal, ich war schonmal Kanu Fahren in Schweden, und muss sagen ich finde da glaub ich alles einfach nur atemberaubend, hauptsache is Natur....... Ich habe mir bei Outoor auch mal eine beschreibung einer Wanderung im Tafjordgebierge angeschaut, es liegt zwischen Lillehammer und Alesund. Das wäre vielleicht auch was aber ich bräuchte da halt wirklich einfach ein paar tipps, auf was ich achten muss, obs gute Karten vorort gibt, usw.
Natürlich wären aber Gletscher und sowas schon das absolute nonplusultra, also wenn hier jemand eine gute tour für uns hat, die nicht all zu schwer is, dann mal her damit :D

Danke schonmal für die Viele antworten.
Gruß Lodi

Coenig
29.01.2007, 12:53
Für eine Planung würde ich Dir dann Julias Seite (obwohl die Seite nur noch auf norwegisch verfügbar ist) http://www.etojm.com empfehlen. Die Kilometerangaben zu den Touren und die Schwieirgkeitsgrade kann man auch ohne Norwegischkenntnisse verstehen.

Als Beispiel für eine schöne Tour sei Dir folgende Rundwanderung genannt: (Karte: http://www.etojm.com/Norsk/Turer/Jotunheimenogvaldres/jotunheimen.htm)
1. Tag: Gjendesheim-Memurubu (entweder leicht am Seeufer oder mittelschwer über den berühmten Bessegengrat). Meine Empfehulung wäre der Bessegengrat im Sonnenaufgang (dann ist man auch alleine)
2. Tag: Memurubu - Gjendebu
3. Tag: Gjendebu - Leirvassbu
4. Tag: Leirvassbu - Spiterstulen
5. Tag: Spiterstulen - Glitterheim (im Tal, nicht über den Glittertind)
6. Tag: Glitterheim - Gjendesheim (ziemlich lange Etappe)

Wenn Du Dir die Tour auf der Karte anschaust, siehst Du, dass es natürlich auch noch zig andere Möglichkeiten gibt durch Jotunheimen zu wandern. Verstehe das deshalb nur als Anregung.

Lodi
29.01.2007, 23:42
hm.........
Danke schonmal für die antwort, aber so richtig kann ich nichts mit den Liks anfangen, da ich da irgentwie garnichts verstehe :D.
Naja kann denn wenigstens jemand ein Gebiet empfehlen, wo es recht viele hütten gibt, und von dem man dann einfach mal ne Wanderkarte Kaufen kann und drauf-los wandern kann?
Darauf läuft es vermutlich hinaus :D
Naja
Würde mich über eine Antwort Freuen
Gruß Lodi

Coenig
30.01.2007, 11:28
Naja also zu den Gebieten habe ich ja schonmal was gesagt. Vielleicht wäre für euch die Hardngervidda am interesantesten, da man zum Besipiel nach Finse direkt von Oslo mit dem Zug anreisen kann. Das würde sich bei Jotunheimen etwas schwieriger gestalten.

Trotzdem nochmal zu meinem zweiten Link: Du klickst auf Sommerturer (Sommerwege). Dann erscheint eine Karte. Dort siehst Du dann auch die Hütten. Bis Gjendesheim geht eine Straße (rot). Und ab da kannst Du die grünen Wanderwege gehen. Wenn Du sie dann je nach ihrer Beschriftung anklickst erhälst Du die wichtigsten Informationen: Km-Angaben; Timer (Stunden); lett, middels,vanskelig (leicht,mittel,schwer) .........

Also ich finde da kann man schon einiges rausfinden.
Hütten gibt es eigentlich in allen norwegischen Nationalparks genug.

Zu den Karten:
1. Hardangervidda (zum Planen hervorragend und wenn man auf den Wegen bleibt eigentlich ausreichend): http://nachnorden.shop.t-online.de/detail.asp?aid=176099&sid=4143&FES=%24SCID%5F6F7DF64770104437AD41BB961194C16A%24VID%5F2455%24CID%5F21030

2. Jotunheimen (gibts auch für den westlichen Teil): http://nachnorden.shop.t-online.de/detail.asp?aid=176678&sid=4143&FES=%24SCID%5F6F7DF64770104437AD41BB961194C16A%24VID%5F2455%24CID%5F21058%24AID%5F176676

schoemi
30.01.2007, 17:47
also ich war erst im letzten august für drei wochen in jotunheimen - jedoch mit zelt.

hütten gibt es da reichlich - und auch viele verschiedene möglichkeiten sich auszutoben.
gjendesheim ist auch gut mit dem bus von oslo zu erreichen - valdresekspressen

mit zelt war in der hinsicht gut, dass man einfach mal an einer schönen stelle einen tag pause machen konnte und nicht immer die nächste hütte vor einbruch der dunkelheit erreichen muss - aber ohne zelt und essen für dreiwochen sind die teilabschnitte ja auch nicht so anstrengend, also sollte dies auch kein problem darstellen

übrigens reichen zwei wochen - für ne komplette rundreise durch jotunheimen - brauchst dann aber beide karten (ost und west)

das wars erstmal - bei weiteren fragen einfach melden

martin, der zwar nur jotunheimen kennt, dies aber uneigeschränkt empfehlen kann

stella
31.01.2007, 00:30
hallo lodi,
wann willst du denn dorthin?
gjendesheim im sommer ist echt nett wirst du außer vielen deutschen auch fast alle norweger treffen, über den bessegengrat kannst du dann in erbaulichen hundertschaften laufen.
einzige alternative vor 6.00 uhr aufbrechen, dann ist es traumhaft.
es gibt eine seite vom norwegischen wanderverband, ansonsten auch eine wirklich gute wanderseite vom norwegischen fremdenverkehrsamt.
super wanderkarten hat die geobuchhandlung in kiel.
das dovrefjell ist nicht ganz so voll und ein schönes gebiet.

weiter südlich (busverbindung nach oslo ) liegt reinskarnet , das ist ziemlich alpin und es gibt viele wanderwege.
gruß stella

Lodi
31.01.2007, 14:04
So danke erstmal wieder für die Zahlreichen Beiträge.
Also, ich hab mir jetzt erstmal eine Norwegen Karte besorgt, damit ich mal nachvollziehen kann, wo welches Gebiet liegt.
Ich bin jetzt zum entschluss gekommen, das wir entweder im Hardangervidda, oder im Jotunheimen wandern gehen, da so ein Park für den anfang wohl sehr empfelenswert ist.
Ich habe mir einen Tourenführer durch Norwegen, von einem bekannten ausgeliehen, und da sind zwar auch viele bilder drinne, aber alle nur von gletschern, wasserfällen und änlichem spektakulären zeug, aber gibt es in den Parks auch einfach ml Waldgebiete?
Ich Tendiere da eigentlich mehr zum Jotunheimen, weil ich denke, das so Gletscher schon spannent sind, denn die solls im Hardangervidda ja nicht geben. Könnt mal ein paar erfahrungen posten, oder war sogar schon jemand in beiden parks wandern?
Ich denke wir werde ein Zelt mitnehmen, also sind mir da zur not auch hüttenungebunden (Tolles Wort).
So das wars erstmal
Danke nochmal und Gruß Lodi

edit: Ach ja! und ganz wichtig! in welchem der beiden parks ist wohl weniger los? kann man das sagen?

Loon
31.01.2007, 14:08
Hallo, bin wahrscheinlich diesen Sommer auch in Jotunheimen unterwegs - vllt. trifft man sich ja mal. :bg:

Julia
31.01.2007, 14:15
Ich habe mir einen Tourenführer durch Norwegen, von einem bekannten ausgeliehen, und da sind zwar auch viele bilder drinne, aber alle nur von gletschern, wasserfällen und änlichem spektakulären zeug, aber gibt es in den Parks auch einfach ml Waldgebiete?
Norwegen liegt halt sehr nördlich, d.h. begrenzte vegetationsperiode, så dass mehr oder weniger im zentralen Südnorwegen die Baumgrenze bei 800 m verläuft - mit Ausnahmen bis 1000 m. Da in Norwegen hauptsächlich Fjellgebiete als Nationalparks ausgewiesen sind, ist die Antwort auf diese Frage also: eher nein.


Ich Tendiere da eigentlich mehr zum Jotunheimen, weil ich denke, das so Gletscher schon spannent sind, denn die solls im Hardangervidda ja nicht geben.
Gletscher zum Anschauen sind toll, aber zum Begehen brauchst Du Ausrüstung, Erfahrung und mindestens zwei Leute extra. In Jotunheimen finden Führungen auf dem Svellnosbreen (Ausgangspunkt Spiterstulen), dem Styggebreen (Ausgangspunkt Juvasshytta zum Galdhøpiggen), dem Fannaråkbreen (mit Ausgangspunkt Sognefjellhytta zum Fanaråken) und über den Memurubreen auf der Route Memurubu-Spiterstulen statt (kann sein, dass es noch mehr sind).
In der nördichen Vidda (nicht mehr Nationalpark und eher unter dem Regionbegriff Skarvheimen zu suchen) hast Du den Hardangerjøkul, der nach Finse hin auch ein-zwei schöne Gletscherarme hat.


edit: Ach ja! und ganz wichtig! in welchem der beiden parks ist wohl weniger los? kann man das sagen?
Nein, da beide zu den beliebtesten und meistbegangensten Wandergebieten zählen, vor allem auch für Ausländer. Sie werden eben auch am meisten vermarktet (d.h. in den Regionen, über die Du in deutschen Trekkingführern am meisten Infos findest, sind auch die meisten Leute unterwegs).

Welche Ecke schöner ist, ist sicher schwer zu sagen. Die Vidda ist eher flach, Jotunheimen Skandinaviens höchstes Gebirge. Eher karg sind sie beide, aber beide auch mit viel Wasser. Ich würde Jotunheimen vorziehen, aber ich bin auch eher ein Fan von grandiosen Landschaften (mir ist die Vidda zu eintönig, was aber für viele andere eben gerade die Faszination ausmacht).

Loon
31.01.2007, 14:53
Hallo Julia,
kannst du vllt. auch was zum Leirungsdalen sagen? Also ich meine Wegbeschaffenheit, die Flüsse die gefurtet werden müssen, Moore, etc.?
Gruß und Danke
Loon

Julia
31.01.2007, 15:31
Der Wanderweg durch das Leirungsdalen ist offiziell niedergelegt und wird weder gewartet noch markiert, aber es gibt deutliche Pfade auf beiden Seiten des Leirungsåe, welcher allerdings nicht so einfach zu überqueren ist. Es gibt eine solide Ganzjahresbrücke südwestlich der Knutshøe, wobei man allerdings dann auf der Nordseite des Flusses erstmal für ca. 1 km ein Moorgebiet duchqueren muss. Alternativ kommt man auf dem ruhig fliessenden Stück am sog. "Tyskerplassen" (in etwa bei der Mündung des Steindalselva (ohne Namen auf der Karte, das ist der, der vom Steindalsgletscher östlich des Munken von Süden herkommt), evt. etwas östlich davon) per Waten ganz ok drüber, es sei denn, es ist Schneeschmelze oder hat viel geregnet. Auf der Südseite (welche auch von der Valdresflya über den kleinen Pass am Raudberget (oder wie das Ding heisst, hab grad keine Karte hier) sehr gut zugänglich ist, alt. am Fluss entlang mit schönem kleinen Wasserfall) kommt man bis zum Østre Leirungsbreen ohne nenneswertere Probleme, wobei hier der Steindalselva ggf. eine kleine Nuss darstellen kann. An der Gletscherzunge muss man dann durch den Leirungsåe, der aber hier nicht mehr als knietief ist und ruhig fliesst. Dann geht es in teils etwas gröberem Geröll am Südufer der beiden Seen entlang ohne Markierungen bis zum Svartdalsbandet. Auf der Nordseite ist das Gelände einfacher, wenn man erst einmal über den Fluss ist bzw. das Moor hinter sich hat, wenn man die Brücke bei der Knutshøe nimmt. Der Pfad auf der Nordseite ist der ehemalige DNT-Weg.

Ansonsten eine der für mich schönsten Ecken Jotunheimens mit vielen schönen Gipfeln drum herum. Der Abstieg ins Svartdalen runter ist steil und sollte etwas mit Vorsicht genossen werden. Am besten man findet den Trampelpfad, der sich südlich vom Flüsschen hinunterschlängelt.

PS: Nach kräftigen Regenfällen kann es schwierig sein. Da entstehen auf der Valdresflya (wenn man vor dort kommt oder dorthin will) aus dem "Nichts" zig Bäche, die es sonst da gar nicht gibt oder eher als Rinnale zu bezeichnen sind, und die, die permanent vorhanden sind, können richtig gemein werden. Nasse Stiefel sind dann garaniert...

Loon
31.01.2007, 15:55
Hallo und großes Dankeschön für die tolle Antwort. Du scheinst ja dort oben wirklich jeden Kiesel zu kennen :bg: .
Gruß Loon

Julia
31.01.2007, 18:01
Hei Loon,

siehe auch: http://www.etojm.com/Tysk/Wandern/Jotunheimenogvaldres/Stederogfortellinger/Leirungsdalen.htm

(Direktlinks funktionieren noch, wie ich mir gerade von meinem Mann hab sagen lassen :wink:)

Gruss
Julia

PS: Sitze jetzt hier mit der Karte, und das ruhigfliessende Stück des Leirungsåe (oder auch Leirungsåi auf älteren Karten), wo man stellenweise ganz gut hinüberkommt, sind die zwei Kilometer zwischen dem Rinnsal vom Sattel des Raudhamran (so war's richtig, nicht Raudberget) und dem Steindalselva (dem Fluss vom Gletscher zwischen Rasletind und Munken).

Julia
31.01.2007, 18:12
Du scheinst ja dort oben wirklich jeden Kiesel zu kennen
Ist halt mein "Hausgebiet" (eine Fahrstunde von Zuhause) :bg:. Und die Feldarbeit zu unserem im Sommer erscheinenden Buch über die südösliche Ecke Jotunheimens in der letzten Zeit hat sicher auch dazu beigetragen, Kenntnisse aufzufrischen ;).

Loon
31.01.2007, 18:27
Toll! :bg:
Und nun zum Schluss: wie lange braucht man bei gemütkicher Geschwindigkeit? 4-5 Tage?
Gruß Jan

Julia
31.01.2007, 18:55
Toll! :bg:
Und nun zum Schluss: wie lange braucht man bei gemütkicher Geschwindigkeit? 4-5 Tage?
Gruß Jan
Durch das Leirungsdalen? Zwei Tage :), inkl. Svartdalen entweder süd-oder nordwärts.

Loon
31.01.2007, 19:03
Ok, da hab ich mich wohl etwas verschätzt :bg: Danke nochmal für die tollen Infos!

Feffef
01.02.2007, 00:55
Also bitte bitte helft mir bin nämlich schon verzweifelte 2 Wochen am suchen und kann leider nichts wirklich brauchbares finden, wo mal konkret steht was ich brauche und wo ich hin muss.

Du hast wohl leider das ganz große Pech gehabt, dass genau als du deine Suche angefangen hast, die deutsche Version von etojm.com gerade offline gegangen war. Die hat mir bei der Planung meines erster Norwegenreise unglaublich geholfen.

Wir hatten uns auf der Suche nach einfachen Strecken für das Aurlandsdalen und Rondane entschieden und dort jeweils eine knappe Woche verbracht. Beides fand ich persönlich großartig. Rondane ist aber je nach Geschmack vielleicht zu karg, das Aurlandsdalen für manche zu zivilisiert und in der Saison wohl gut besucht, Ende August war davon aber nicht viel zu sehen.

Im Moment kannst du über Google auch noch Teile von Julias Seite aufrufen, probier z.B. mal eine Suche nach "site:etojm.com/Tysk Aurlandsdalen" (ohne die Anführungszeichen).

Lodi
02.02.2007, 16:07
so hab mich jetzt mal mit meinen beiden Freunden getroffen, und hab mich mal informiert wie es dann so landschaftlich und so da oben aussieht.
Ich habe gelesen, das man in Jotunheimen recht "oft" passagen hat, in denen man klettern muss und sowas, und da die beiden das weniger wollen, und vor allem da die beiden mehr Wald wollen, hab ich mir das nochmal überlegt und wollte jetzt zum einen fragen, wie siehts damit im Hardengervidda aus?
Alternetiev hatte ich schon gedacht ob wir nicht einfach den Lillehammer-Rondane-Pfad wadern sollen, denn der soll ja recht einfach zu wandern sein und vor allem sehr schön sein.
Hab da eine 8 Etapen wanderbeschreibung zu gefunden, und wollte da zum einen wissen:
Ist die Landschaft da abwechslungsreich, und hat man da auch ab und zu einen Wald(is den beiden ganz wichtig).
Zum anderen wüsste ich gerne ob jemand weiß ob man sich da bei irgentwelchen hütten vorher anmelden muss oder wie das läuft, hab sowas noch nie gemacht mit hütten.
Gruß Lodi

Edit: da ich jetzt eh nochmal von vorne anfange könnt ihr auch gerne nochmal andere vorschläge einbringen, wichtig sind Wälder, seen, und Wasserfälle. Das wollen die Jungs sehen :D
Also falls da jemand zufällig genau das richtige hat. Nur her damit!

PS: Wir fahren übrigens Vermutlich zwischen dem 16.5. und dem 30.5. nach Norwegen

Edit 2: Hab mir gerade mal das Aurland-zeug da angeschaut.... das sieht schonmal sehr gut aus genau sowas suchen wir, nur leider scheint es ja recht kurz zu sein, oder unterschätze ich das?
Habt ihr mehr sollcher sachen? Es soll halt schön und sehr fastzinierend sein............ naja ich finds sowiso schon also.

c.nick
03.02.2007, 11:35
Hallo Lodi!

Die Hardangervidda ist für meine Begriffe ein 1a Gebiet um erste aber unvergeßliche und vor allem vielfältige Eindrücke zu bekommen! Außerdem ist's für's erste Mal garnicht so schlecht, wenn man ab und zu auf der Route auch mal jemanden trifft, falls man ein Problem hat. Und wenn Ihr mehr Einsamkeit wollt, dann geht Ihr einfach "antizyklisch". Das bedeutet: Nicht an den Hütten übernachten, sondern auf halber Strecke dazwischen. Dann kommt Ihr mittags an den Hütten vorbei wenn dort fast nix los ist ;-)

Eine schöne Route mit viel Abwechslung (Wasserfälle, karges Fjell, winzige und große Seen, traumhafte Fjellbäche und Flüsse in wilden Tälern, der monumentale Harteigen, flache Etappen, bergige Etappen, sogar eine kleine Furt, usw.) ist folgende Strecke im Westteil der Hardangervidda:

Start in Kinsarvik am Sørfjord (übrigens toll wegen der lieblichen schmalen Obstanbauten an den schmalen Ufern nebst Steilhängen mit Schnee und Eis obendrauf!). Kinsarvik ist auch gut mit dem Bus zu erreichen. Per Anhalter (oder Bus?) zum Einstieg in die Route am Tveitafossen (1.Wasserfall für die Jungs zur Motivation...)

Von dort aus 6h anstrengende(!) Bergauf-Wanderung an diversen tollen Wasserfällen vorbei hoch auf's Fjell zur DNT Hütte "Stavali". Meine Zeitangaben beziehen sich (wie auch die in den Karten) auf reine Gehzeit ohne Pausen(!) und v.a. ohne Gepäck. Gerade wenn's bergig wird und man viel Gepäck hat kann die eigene tatsächliche Gehzeit da deutlich drüber liegen. Aber - hey, Ihr habt ein Zelt dabei. Also glaubt bloß nicht, Sport treiben zu müssen, nur um an der Hütte anzukommen...

Von Stavali (am Lonavatn) eine vergleichsweise flache 6h Etappe zur "Torehytte" an einem kleinen See mit Traum-Blick auf den Harteigen, den charakteristischen Berg (1690m). Abends Fotoapparat bereithalten - bei Sonnenuntergang glüht der Berg...

Von der Torehytte am Harteigen vorbei eine wiederum ziemlich flache aber recht hoch gelegene 5h Etappe entlang vieler kleiner Fjellseen zur bewirtschafteten DNT Hütte "Litlos" am großen Litlosvatn. Genußtour mit herrlichen Aussichten knapp über's westliche Hochfjell. Litlos selber ist ziemlich groß und dort wird mit Sicherheit einiges los sein. Die gute Seite ist: Heiß Duschen, lecker bekocht werden (wenn Ihr wollt), gemütlicher Aufenthaltsraum, plaudern mit anderen Wanderern, usw.

Von Litlos vorbei am Holken-Berg, der genauso aussieht wie er heißt zwischen Skadvatn und Ambjørgsvatn hindurch, rechterhand öffnet sich das steinige Grotflott. Ihr folgt aber der flachen und tendenziell abfallenden 6h-Route Richtung DNT Hütte "Hadlaskard" entlang des Fjellflusses "Grøno" mit seinen vielen kleinen Zuflüssen und Seen. Sehr beschaulich! Geht nach einer Furt ins malerische Tal der "Veig" über, an der schließlich auch Hadlaskard liegt. Die Hütte ist - genau wie die Torehytte - nicht bewirtschaftet, verfügt aber über einen Hüttenwart, ein paar wenige Betten, eine sehr gemütliche Küche und kleinen Essraum und ist absolut(!) idyllisch gelegen. *seufz*

Von Hadlaskard kommt am nächsten Tag eine leichte aber aussichtsmäßig lohnende Etappe nach Hedlo (2,5h) und wenn Ihr wollt, direkt weiter (nicht über Viveli weil langweilig) über das Fljotdalsfjell zum Parkplatz (2h) oberhalb des Hjølmodalen, dem Endpunkt der Tour.

Entweder ihr werdet dort von jemandem ins Tal mitgenommen, was nicht unwahrscheinlich ist - oder Ihr habt von dort aus nochmal einen ziemlichen Fußweg (auf bequemer, schmaler Schotterstraße nach Øvre Eidfjord) vor Euch. Von Eidfjord aus gibts wieder Busse in alle Richtungen.

Das Ganze solltet Ihr in strammen 5 bis entspannten 7 Tagen schaffen. Plant mal lieber 7 Tage, dann könnt Ihr auch nach 2/3 eines Tages mal das Zelt aufstellen, wenn Ihr Müde seid. Anstrengend wird's auf jeden Fall - aber bloß keinen Sport draus machen, sonst ist der Genuß futsch.

Jede Menge Bilder zu einigen der Tour-Abschnitte gibt's hier (http://www.flickr.com/photos/trekkingpodcast/tags/hardangervidda/). Ich muß aber viele Bilder noch beschriften... Ich glaube die für diese Tour relevanten Bilder kommen in der Flickr-Slideshow eher zum Schluß. Sind aber alle aus der Hardangervidda (vgl. die tags).

Na, ist das was? :wink:
Gruß Christian

c.nick
03.02.2007, 11:37
Oh Himmel ist das lang geworden :roll: Wenn mal erstmal ins Schwärmen kommt...

Aber ich sehe gerade, daß Ihr Mitte / Ende Mai dort sein wollt! Hmmm. Letztes Jahr bin ich Mitte Juni(!) dort gewesen und hatte noch jede Menge Schnee und Eis auf der Vidda. :o Das war wohl recht ungewöhnlich für die Jahreszeit - sagten mir die Norweger. Der Sommer hatte sich mal locker 4 Wochen verspätet! Da war ich leider nicht drauf vorbereitet und mußte mir was anderes suchen... Ich hab dann festgestellt, daß der südliche Teil bei "Haukeliseter" auf ca. 1000m Höhe viel stärker verschneit war als der nördliche Teil bei Viveli / Hedlo... Vielleicht wegen der Nähe des "warmen" Fjordes?

Insofern solltet Ihr für Mitte / Ende Mai eventuell doch was Anderes ins Auge fassen. :( Ein paar hundert Höhenmeter weniger können da schon einen entscheidenden Unterschied machen...

Vielleicht können die Anderen dazu noch was sagen?!
Gruß aus Lübeck!

Christian

Julia
04.02.2007, 00:12
Ich habe gelesen, das man in Jotunheimen recht "oft" passagen hat, in denen man klettern muss und sowas, und da die beiden das weniger wollen....
In Jotunheimen muss man auf markierten Wanderwegen überhaupt nirgendwo klettern. Wald gibt es im Utledalen, und Norwegens höchsten unregulierten Wasserfall,den Vettisfossen, auch. Spektakulärer geht's kaum :wink:. Entlang des Gjende gibt es auch Wald. Mitte bis Ende Mai ist allerdings für Jotunheimen zu früh.


... und vor allem da die beiden mehr Wald wollen, hab ich mir das nochmal überlegt und wollte jetzt zum einen fragen, wie siehts damit im Hardengervidda aus?
Die Hardangervidda ist eine alpine Hochebene mit Tundravegetation, d.h. Sträucher und hochalpine Vegetation. Wald gibt es nur an den absoluten Randzonen. Schnee ist auf der Vidda bis Mitte Juli an der Tagesordnung. Mitte bis Ende Mai ist af der Vidda Skisaison.


Alternetiev hatte ich schon gedacht ob wir nicht einfach den Lillehammer-Rondane-Pfad wadern sollen, denn der soll ja recht einfach zu wandern sein und vor allem sehr schön sein. Hab da eine 8 Etapen wanderbeschreibung zu gefunden, und wollte da zum einen wissen:
Ist die Landschaft da abwechslungsreich, und hat man da auch ab und zu einen Wald(is den beiden ganz wichtig)?
Den kenne ich nicht persönlich, führt aber absolut streckenweise durch Wald, und Rondane wäre ein schöner Abschluss. Und ist von den von Dir angerissenen Vorschlägen wahrscheinlich der einzige im Mai durchführbare. Alt. käme auch der Peer-Gynt-Weg auf der anderen Seite des Gudbrandsdalens in Frage, der ebenfalls waldreiche Abschnitte hat.

Denkt beim Wald daran, dass in Norwegen generell von Mitte April bis Mitte September im Wald absolutes Feuerverbot herrscht.


Zum anderen wüsste ich gerne ob jemand weiß ob man sich da bei irgentwelchen hütten vorher anmelden muss oder wie das läuft, hab sowas noch nie gemacht mit hütten.
Man muss sich nirgendwo anmelden. Man geht einfach, kommt an,schläft und läuft am nächsten Tag weiter. Bei sehr beliebten Hütten kann es sein, dass man auf einer Matratze im Speisesaal schlafen muss, wenn man spät kommt und alles belegt ist, aber niemand wird abgwiesen.

Wenn Ihr mehrere Hüttenübernachtungen erwägt, solltet Ihr das gleiche mit einer DNT-Mitgliedschaft tun. Lohnt sich ab ca. 4 Übernachtungen und Ihr kriegt den Schlüssel für die selbstbedienten und unbedienten Hütten und das Buch "Til Fots i Norge" (auch auf Englisch), wo alle DNT-Wege in ganz Norwegen beschrieben sind. Link: www.turistforeningen.no

Viel Spass beim Planen!

yurikg1
04.02.2007, 00:34
Hallo zusammen,

ich habe auch eine ähnliche Frage - ich will mit ein Paar Freunden im Juni dieses Jahres für zwei Wochen nach Norwegen zum Wandern fahren, das einzige Problem, ich habe überhaupt keine Erfahrung mit Skandinavien (wohl aber mit Wandern und Bergsteigen in Südtirol). Und wir wollen mit Zelten wandern. Die meisten Tourenvorschläge betreffen Jotunheimen oder Hardangervidda, und sind eher Hüttenwanderungen. Jotunheimen schein aber für Zeltentouren nicht so optimal zu sein (oder irre ich mich?), Hardangervidda wäre vielleicht nicht schlecht, aber ich möchte eher eine Tour, wo man nicht so viele Touristen begegnet. Was die Landschaft betrifft, dann bin ich für alles offen, und je vielfältiger desto besser, aber schwere Bergtouren kommen wegen des hohen Rücksackgewichts nicht in Frage.
Also, vielleicht kann mir jemand eine schöne Tour für ca. 2 Wochen vorschlagen, ziemlich wild (d.h. wenig Touristen) und, klar, landschaftlich vielfältig und schön und vielleicht mit ein Paar Herausforderungen (Anfänger sind wir nicht, aber wie schon gesagt, keine Norwegen-Erfahrungen).
Wir wollen mit Auto fahren, d.h. wir müssen entweder eine Rundtour machen, oder dann irgendwie zum Startpunkt zurückkehren. Sonst kaum Restriktionen.

Danke im Voraus,
Juri

Julia
04.02.2007, 14:40
Hei Juri,

Jotunheimen würde schon passen.Man muss sich dann nur Routen aussuchen, die halt weniger begangen sind, d.h. sich von den Hauptstrecken etwas fernhalten. Die Route vom Bygdin Fjellhotel entlang südlich des Bygdin z.B. ist so eine, und dann weiter über Fondsbu nach Skogadalsbøen. Da kann man sehr wenig begangene Varianten gehen (die allerdings auch einige Höhenmeter beinhalten). Anschliessend über das Sognefjell nach Breheimen und weiter bis Sota Sæter in Skjåk, oder so ähnlich, und per Bus zurück nach Beitostølen. Breheimen ist grandios und auch ziemlich wenig begangen und kann prima mit Jotunheimen kombiniert werden.

Zelten ist kein Problem - man findet immer irgendwo ein Plätzchen (im Bereich Utledalen ist das ggf. nur in der Nähe der Hütten der Fall).Und selbst wenn man den Wanderwegen von Hütte zu Hütte folgt, braucht man ja da nicht zu übernachten.

yurikg1
04.02.2007, 14:59
Hi Julia,

und wie wäre es z.B. Jotunheimen zu überqueren und dann nach Rondane? Ich kann noch nicht die Zeit einschätzen, aber Jotunheimen sieht eigentlich nicht so groß aus (so ca. 50 km. breit), und wir wollten schon eine 2-Wochen-Tour machen. Oder z.B. Lillehammer-Rondane oder Lillehammer-Jotunheimen? Sind so ca. 100 km.? Es gibt im Internet viel Informationen über Jotunheimen und Hardangevidda aber kaum andere Tourenvorschläge. Ich meine Jotunheimen ist zwar bestimmt super schön, aber wollte noch andere Möglichkeiten checken.

Gruß,
Juri

Julia
04.02.2007, 16:39
Zwischen Jotunheimen und Rondane (gehört aufgrund des Bekanntheitsgrades auch nicht zu den am wenigsten besuchten Bergregionen Norwegens) müsstet Ihr das Auto nehmen und dann je eine Woche disponieren (man kann dazwischen nicht laufen). Deshalb mein Vorschlag, Breheimen an Jotunheimen dranzuhängen :wink:. Da kann man nämlich auch locker eine Woche verbringen. Wenn man in Jotunheimen zwischendurch auch mal das Zelt stehen lässt und eine Bergtour einschiebt, geht eine Woche da schnell weg. Und im Utledalen geht es langsam vorwärts... Und Jotunheimen und Breheimen hängen geografisch zusammen, d.h. das Sognefjell bildet den Übergang.

Lillehammer-Rondane kann ich nicht beurteilen, schätze es aber als streckenweise ziemlich eintönig und langweilig ein, bevor man das Venabufjell erreicht.

Man kann sich nicht wenig begangene Regionen wünschen und dann die bekanntesten raussuchen, weil die sind immer auch die am meisten begangenen (und in der Vidda ist im Sommer ganz Deutschland unterwegs). Ich verspreche Dir, dass Ihr von Breheimen begeistert sein würdet. Es steht den anderen Regionen um nichts nach und hat sogar auch ein paar 2000er :wink:.

Zur Grobplanung empfehle ich Cappelens Karte Sørnorge Nord (Blatt 2), das auch in Deutschland/der Schweiz in jedem besseren Buchhandel zu bekommen sein müsste. Da sind alle Hüten und Wanderwege eingezeichnet (und zum Autofahren braucht Ihr sie auch)! Und wenn man sich dann entschieden hat, besorgt man sich die topografischen Karten dazu.

Nachtrag: Sehe auch gerade, dass Du JUNI schreibst. Da kann das sowohl in Jotunheimen als auch in Breheimen noch zu schneereich / nass sein. Könnt Ihr nicht ein bisschen später oder zumindest Ende Juni/Anfang Juli?

lalelu
04.02.2007, 18:27
Und wo geh ich hin wenn ich keine Mücken will ?

yurikg1
04.02.2007, 18:30
Hi Julia,

vielen Dank für die Informationen! Habe gerade eine Stunde lang gesucht, worum es geht :-) Also... wie ich verstanden habe, können wir in Beitostølen anfangen und dann witer zu Bygdin und zu Skogadalsbøen. Das sieht also ganz gut aus... Dann über das Sognefjell Richtung Breheimen? Breheimen und Jostedalsbreen ist das das gleiche? D.h. wir gehen Richung Jostedal und dann zum Skjåk? Schon großer Bogen. Du meintest, Jotunheimen und Breheimen hängen geografisch zusammen, und was ist mit der Gegend dazwischen? Das sind ca. 60 km? Und ist Sognefjell nicht dei Strasse 55?

Sorry für meine etwas dummen Fragen - aber alle diese Namen die kann man weder auf der allgeminen Karte finden noch auf Google Earth, und bevor ich gute Karten bestelle, wollte ich mindestens bestimmen, wo wir ungefähr wandern wollen.

Gruß,
Juri

yurikg1
04.02.2007, 18:42
2 lalelu: Majorka? :lol:

Julia
04.02.2007, 18:54
Breheimen ist die Region östlich des Jostedalsbreen (der Gletscher selber ist auch eine spannende Tour, aber da braucht man schon eine entsprechende Seilschaft, Ausrüstung und Erfahrung) bis zur Strasse 55. Es ist richtig, dass die 55 über das Sognefjell führt. D.h. Nørdstedalsseter, Arentzbu, Sprongdalshytta etc. bis Sota Sæeter -das meine ich mit Breheimen. Ihr müsst natürlich über die 55, aber nach 500 Metern seid Ihr schon wieder allein und mitten in der unzivilisierten Natur. Ganz bis zum Jostedalen runter kommt Ihr nicht - das wäre wirklich ein enorm grosser Bogen, und dann müsstet Ihr auch wieder zurück, weil Ihr nicht über den Gletscher kommt. Ich denke, dass Nørdstedalsseter ab dem Sognefjell ein vernünftiger Anhaltspunkt ist. So ganz entschwindet Ihr der Zivilisation in Breheimen nicht, denn da ist viel aufgestaut.
Man kann auch statt nach Skogadalsbøen hinauf zu gehen, sich auf der anderen Seite des Utladalens (Stølsmaradalen ist ein Geheimtip!!! Und Panoramablick zum Vettisfossen! Die Steigung dort hoch ist mit schweren Rucksäcken ganz schön heavy, aber es geht und vor allem: es lohnt sich!) in Richtung Gravdalen halten. Da ist kaum jemand unterwegs (bis Avdalen gibt es allerdings eine Reihe Tagesausflügler). Dann über das Gravdalsbandet (hier ist kein markierter Weg) in Richtung Berdalsband (Pass der Verbindungsstrasse zwischen Øvre Årdal und Turtagrø). Ab hier lohnt ein Abstecher zu der ganz traumhaft gelegenen und restaurierten Hütte Fuglesteg. Und dann nach Nørdstedalsseter weiter. Unterwegs bietet sich der Store Soleibotntind als Gipfelabstecher an - der geht auch mit grossen Rucksäcken. Bei schönem Wetter oben bivaken! Die Aussicht von dort ins wildeste Herz Hurrunganes ist der Hammer, und bei Sonnenunter- und -aufgang ein ganz und gar unvergessliches Erlebnis (und Ihr seid wahrscheinlich ganz allein, zumindest zu der Tageszeit).

Aber es gilt immer noch: Juni kann zu früh sein (was man aber jetzt noch nicht sagen kann, weil es von den imFrühling fallenden Schneemengen und Temperaturen abhängig ist)!

yurikg1
04.02.2007, 19:03
Hey Julia, thanks!

Als ich mir die guten Karten besorge, dann kannst Du vielleicht noch ein Paar Tips geben :wink:
Was den Zeitraum betrifft: Wäre Anfang Juli schnon besser oder ist immer noch zu früh?

Gruß,
Juri

Julia
04.02.2007, 23:43
Anfang Juli ist definitiv schon besser.Gamaschen solltet Ihr eh dabei haben, und wenn man die hat, dann macht es ja auch nichts, wenn man mal ein paar Altschneefelder zu überqueren hat. Wenn der kommende Sommer so wird wie der letzte, werden die Verhältnisse Anfang Juli schon so sein wie normalerweise erst Ende Juli.

lalelu
05.02.2007, 12:42
2 lalelu: Majorka? :lol:

Das ist mein voller ernst. Leider ist ja nicht immer Winter. Welche Gebiete haben denn die wenigsten Mücken ? Muss ich weit in den Norden, oder an die Küste. Zur Schneeschmelze, mitte Herbst ?

Julia
05.02.2007, 12:46
Das ist mein voller ernst. ... mitte Herbst ?
Ja, ab Ende August / Anfang September, nach den ersten Frostnächten, ist da Ruhe.

winni
05.02.2007, 14:27
für mückenfreies wandern kann ich wirklcih jotunheimen empfehlen.
bin dort mit nem freund 3 wochen im sommer geandert (mitte juli bis anfang august) und habe keinen einzigen mückenstich abbekommen. liegt wahrscheinlich daran, dass es dort oben wenig vegetation gibt und alles sehr karg ist.
auf jeden fall aber auch landschaftlich zu empfehlen, sehr tolles gebiet, insbesondere im westen, da dort sehr viel weniger menschen unterwegs sind.

Julia
05.02.2007, 15:12
für mückenfreies wandern kann ich wirklcih jotunheimen empfehlen. bin dort mit nem freund 3 wochen im sommer geandert (mitte juli bis anfang august) und habe keinen einzigen mückenstich abbekommen.
Ich habe mit Jotunheimen auch die ganz entgegengesetzten Erfahrungen (auch im vergangenen Sommer, aber auch in den vergangenen 8 Sommern), nämlich dass man sich auch im Hochsommer komplett in Goretex mit Kapuze einkleiden muss um überhaupt zu überleben (gilt natürlich hauptsächlich nach Sonnenunter- und vor Sonneaufgang). Ist aber auch lokal in Jotunheimen sehr unterschiedlich. Typische "Mückenlöcher" sind z.B. die Umgebung von Eidsbugarden und der Fjellbirkenwald am Gjende. Die Mücken gehen in Jotunheimen teilweise bis auf über 1800 m, also mit der Höhe hat das nichts zu tun. Denen gefällt es in den alpinen Rasenmatten ganz hervorragend...

Ich will hier nicht schwarzmalen, weil Jotunheimen grösstenteils wirklich eher moderat schlimm ist, aber es als mückenfrei anzupreisen ist definiv nicht ganz koscher :wink:.

Der vergangene Sommer war übrigens in weiten Teilen Norwegen ziemlich mückenarm.

winni
05.02.2007, 17:34
das tut mir natürlich leid, dass du da anscheinend schlechtere erfahrungen gemacht hast, hab mir vor der tour extra noch moskito pop-up hut geholt und das war der einzige ausrüstungsgegenstand den ich kein einziges mal benutzt habe...

Julia
05.02.2007, 19:01
das tut mir natürlich leid, dass du da anscheinend schlechtere erfahrungen gemacht hast...
Was heisst "schlechte Erfahrungen". Ne Mücke bringt mich nicht um (sonst würd ich sicher nicht so gern hier oben leben). Jotunheimen ist mein Spielplatz ;).

winni
05.02.2007, 19:25
hey ich wollt dir auf keinen fall zu nahe treten...
auf jeden fall können wir uns darauf einigen, dass jotunheimen ob mit oder ohne mücken wirklich n schönes gebiet zum trecken ist.
viel spaß beim spielen dann noch :wink:

Lodi
05.02.2007, 20:31
hm..... so langsam gebe ich die Hoffnung auf und muss jetzt mal hier bei richtig erfahrenen leuten nachfragen.
Stimmt es da ende Mai noch in beiden Nationalpaks schnee liegt?
Wenn dem so ist, ist es dann nicht vll sogar besser, komplett auf schweden zu schwenken?
So bevor ich weiteres plane muss ich das erstmal wissen.
Danke und Gruß Lodi

Fjaellraev
05.02.2007, 20:37
Wenn dem so ist, ist es dann nicht vll sogar besser, komplett auf schweden zu schwenken?
Nun auch dort wirst du zu der Zeit, wenn du dich nicht gerade im südlichen Flachland rumtreibst, noch mit Schnee oder zumindest Schmelzwasser zu rechnen haben.
Mai ist halt in Nordeuropa noch ein bisschen näher am Winter als in Mitteleuropa :wink:

Gruss
Henning

Lodi
05.02.2007, 20:49
hm...... was ist denn dann wohl ehr zu empfehlen? würde natürlich am liebsten nach Norwegen, aber wenns nich geht dann gehts nich!

c.nick
06.02.2007, 16:10
Einen wirklich großen Unterschied macht v.a. die Höhe. Jotunheimen / Hardangervidda / Rondane liegen ja allesamt über 1000m hoch. In den Tälern ist die Natur da schon viel weiter während oben noch Schnee und Eis herrschen...

Der größte Teil Schwedens liegt doch deutlich niedriger und bietet auch tolle Gebiete. Wer kennt sich in Schweden aus?? Könnten vielleicht Rogen oder Femundsmarka eine Lösung sein?

Gruß Christian

Fjaellraev
06.02.2007, 18:04
Der größte Teil Schwedens liegt doch deutlich niedriger und bietet auch tolle Gebiete. Wer kennt sich in Schweden aus?? Könnten vielleicht Rogen oder Femundsmarka eine Lösung sein?
Die Gebiete liegen auch auf 7-800m, also auch nicht wirklich tief, die Wintersaison der STF-Hütten dauert bis Ende April. Das spricht eigentlich alles nicht unbedingt für eine angenehme Tour im Mai.
Wenn schon Skandinavien, dann wohl kaum in Fjällgebieten, was halt auf viel Wald in relativer Zivilisationsnähe rausläuft. Es kann zwar schon klappen zu der Zeit in niedrigen Fjällgebieten unterwegs zu sein, wenn die Lage gut ist, aber man kann das eigentlich erst dann spontan entscheiden und sollte halt eine Reservetour geplant haben.
Wege in niedrigen Regionen im südlichen Schweden gibt es ja zur Genüge...

Gruss
Henning

c.nick
06.02.2007, 22:13
Dann nochmal weiter gedacht - wie sieht's denn mit Erfahrungen in Schottland / Irland zu der Zeit aus? Beides liegt ja sowas von direkt im warmen Golfstrom, daß man dort tendenziell weniger Schnee hätte. Ist aber leider nicht wirklich wie Skandinavien...

Gruß Christian

Julia
07.02.2007, 09:49
Es war doch letzten Frühling jemand auf dem Bohusleden unterwegs. Könnte das was sein?

geordiel
07.02.2007, 11:01
hallo zusammen,

ja ich war letztes jahr die erste mai woche auf dem bohusleden. wir hatten bestes wetter, nur einen regentag sonst immer sonne und von den temperaturen war es auch angenehm. (nachts ca. 0°, tagsüber ca. 10 - 15°, alles geschätzt!).
es war aber stellenweise sehr sumpfig, weis nicht ob das an der jahreszeit gelegen hat, war aber wg. bohlen und planken auch selten ein größeres problem. denke für mai ist der bohusleden eine gute wahl.

gruß markus

Mr.Sunrise
07.02.2007, 21:16
Hallo alle zusammen,
hier sind ja schon einige richtig gute Tips für Touren zusammengekommen. Ich bin diesen Sommer auch mal wieder in Norwegen und das im Bereich Hardangervidda, Telemark.
Ich hatte auch schonmal an Touren im, oder um das Setesdal herum gedacht.
Kann mir da wer was genaueres zu sagen?
Schon mal vielen Dank im voraus.

Gruß, Daniel