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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer und Beile schärfen - womit am besten?



Pero
14.01.2007, 15:53
Hallo Leute, ich hoffe ich bin im richtigen Unterforum gelandet.

Mich würd mal interessieren womit ihr so Eure Messer und Beile schärft bzw. womit ihr die besten Ergebnisse erziehlt habt. Falls das Thema schon mal dran war bitte kurz verlinken, habe so nicht wirklich was gefunden. Wäre super wenn ihr vielleicht auch was zur Technik schreibt und eine Bezugsquelle nennt.

Gruß Pero

Loon
14.01.2007, 16:04
Gatco-Schärfsystem. Gehr einfach, man behält immer den gleichen Winkel bei und die Messer werden sau scharf. Bezugsquelle? Hm, der nächste Messerladen oder Globi?

ekke
14.01.2007, 17:28
Lansky Schärfset.
Kein petroleum, WD 40 oder sowas verwenden da dies wohl die schleifsteinbindung angreifen kann.
Wovor auch gewarnt werden muss ist die unsitte einen bandschleifer oder dergleichen zu verwenden: durch die reibungswährem kann es zu schäden am stahl kommen (ausglühen von kohlenstoff, ungewolltes anlassen ect).

equipman
14.01.2007, 20:56
Hier könntest du fündig werden : :old: http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?f=57

Pero
14.01.2007, 22:39
Danke schon mal für die ersten Tipps.
Vor allem für den von dir equipman. Hab im Messerforum ein Video gefunden das das Scleifen auf dem Stein sehr detailliert zeigt:

http://www.kochmesser.de/video-anlei...-schleifen.php

Das ist so ziemlich das was ich gesucht habe. Da geht es zwar um Küchenmesser aber wenn man den Schleifwinkel etwas verändert sollte das doch auf ein "Outdoormesser" übertragen werden können. Hoffe der link funktioniert, weiß nicht genau wie das geht.

Gruß Pero

Pero
14.01.2007, 22:44
Hier nochmal der link für Interessierte, der von eben funktioniert irgendwie nicht.Hoffe es klappt jetzt.
http://www.kochmesser.de/video-anleitung-messer-schleifen.php

jackknife
15.01.2007, 23:37
Mit dem Bandschleifer, 220er Band und darauf achten, dass sie Klinge nicht zu heiß wird.

Pero
16.01.2007, 13:59
Hallo Jackknive,

ist das nicht ziemlich grob? Oder ist das auf Beile bezogen? Wollt nur mal nachfragen. Will mir mein Gränsförs schlieslich nicht versauen :wink:
Gruß Pero

Ragnar
16.01.2007, 15:05
Genau das selbe hab ich auch gedacht,denke das ne 220er Papier Wirklich nen bisken too much is!

jackknife
16.01.2007, 16:58
Meistens sind die Beile und Äxte so vermackelt, dass man ziemlich viel Material abtragen muß, um wieder einen brauchbaren Schliff ranzubekommen. Feines Papier überhitzt durch den längeren Kontakt der für das gleiche Ergebnis notwendig wäre, den Stahl nur und Glüht ihn aus. Anschließend kannst Du sicher noch mit feinerem Band glätten, was aber nicht zwingend notwendig wäre. Nimm danach ein 600er und fahre rüber bis sich Grad bildet, den Du dann mit dem Leder wegläppst.

mahyongg
18.01.2007, 22:55
Äh.. da gibts so Schleifsteine.. kennt man vom Sensenschleifen.. damit (nass) kann man auch Beile schleifen, für Messer sind sie eher ein bisschen zu grob. Das macht man schön mit einem Abziehstein (natürlich nur wenn das Messer nicht ganz versaut ist und einen kompletten Neuaufbau braucht..) oder eben dem Lansky Schärfset, klar.

Genial ist dieser hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Belgischer_Brocken

... und hier auch zu bekommen:

http://www.belgischerbrocken.com/

Pero
19.01.2007, 10:23
Hallo Mahyongg,

Danke für den Hinweis. Hab zwar einen Wasserstein, der ist jedoch für manche Messer zu klein. Daher bin ich dir für den Hinweis auf den belgischen Brocken samt bezugsquelle sehr dankbar.
Kannst du mir zufällig eine ausreichende Qualität bzw. einen bestimmten Stein von der von dir genannten homepage empfehlen? Und was hälst du für den optimalen Schleifwinkel für eine "Outdoorklinge"?

Schönen Gruß Pero

jackknife
19.01.2007, 11:01
Optimale Schleifwinkel hängen auch viel mit der Klingengeometrie zusammen. Optimal in Sachen zähigkeit ist ein balliger Schliff. Den bekommt man am einfachsten auf dem Bandschleifer am losen Band hin.

JochenB
19.01.2007, 11:02
Ja würde mich auch interessieren.

In der Bucht sind auch einige belgische Brocken, da steht was von ca. 6000 - 8000er Körnung verglichen mit Sandpapier.

Hat wer im Forum so einen und ist das nicht schon ein bißchen fein zum schleifen?

Zum Thema Bandschleifer wäre ich eher vorsichtig, wenn der Stahl zu warm/heiß wird leidet die Qualität,
deswegen würde ich Messer nur Naß schleifen.

jackknife
19.01.2007, 11:21
Sicher implizert die Benutzung eines Bandschleifers schon einige Übungsrunden mit alten vemackelten Küchenmessern, bevor man sich an sein gutes Stück rantraut. M;an hat aber auch beim Schleifen mit dem Bandschleifer einen Eimer mit Wasser danebenstehen, um das Messer immer wieder zu kühlen und eben nicht den Stahl ausglühen zu lassen.
Fast alle Messer dieser Erde werden auf dem Bandschleifer hergestellt bzw. geschliffen.

Pero
19.01.2007, 12:02
@ Jackknife,
danke nochmal für die Erläuterung. Habe leider keinen Bandschleifer. Sonst würd ichs mal probieren. Was würde ein Bandschleifer für befriedigende Ergebnisse überhaupt kosten?
Verwendest du für deine schicke Messersammlung (im Messer thread gesehen) auch den Bandschleifer?
Falls du das h8 von eka kennst, kannst du mir ja vielleicht den optimalen Schleifwinkel nennen.

@ JochenB
6000-8000er Körnung ist schon sehr fein. Für ein Messer in gutem Zustand ist
800-1000 würd ich sagen ganz ok. wenn das Messer in schlechterem Zustand ist vorher mit ner gröberen Körnung anfangen. 240er oder so

Gruß Pero

derMac
19.01.2007, 12:22
Falls du das h8 von eka kennst, kannst du mir ja vielleicht den optimalen Schleifwinkel nennen.
Was EKA für den optimalen hält steht im beiliegenden Büchlen (oder wars ein Zettel), ich hab meins aber etwas spitzer angeschliffen. Im Prinzip hat jeder Stahl eine Art "optimalen" Winkel, der mit der Gefügestruktur zusammenhängt. Allerdings kannst du auch je nach Verwendungszweck noch variieren. Ballig ist z.B., wie jackknife schon schrieb recht robust, aber nicht extrem scharf.

Mac

Pero
19.01.2007, 12:45
Ja, ich kann mich entsinnen, da war doch ne Beschreibung dabei. Dann muss ich wohl mal suchen. Ist nur ne Frage der Zeit.
Blöde Frage: Ab wieviel Grad ist der Winkel "ballig"?

jackknife
19.01.2007, 13:36
@ Mac, scharf ist er schon, nur durch seine Geometire nicht sehr schnittfreundlich. Endschärfe läßt sich in gleichwertiger Weise an fast jedem Messer herstellen, wie es schneidet, hängt mit anderen Faktoren zusammen.

ekke
20.01.2007, 13:23
ich kann eigentlich immer noch vor der benutzung eines bandschleifers warnen:
wenn man messer in der herstellung so bearbeitet dann geschiet das oftmals vor der wärmebehandlung (härten, vergüten) und zum zweiten von leuten die wissen was sie tun (oder scheisse herstellen).
im industriebereich (zb spaltmaschinen für leder) werden zwar messer auch maschinel geschliffen aber diese messer haben einen ganz speziellen zweck und es ist sogar möglich das schleifen in den arbeitsprozess zu integrieren (zb bandmesser).
die klinge ist eine belasteter bereich von 1/100 mm oder sowas die richtung und die können sogar schon durch die reibungswärme bei der benutzung thermisch geschädigt werden. ein schönes experiment im werkstoffkundeuntericht hierfür ist eine stahlkugel auf entsprechende thermopapiere fallen zu lassen (mehrere hundert grad sind auf einen kleinen punkt kein problem).
insofern sollte man weder beim scherenschleifer noch selbst nicht sein messer mit maschinel betriebenen schleifmaschinen gequält werden (auch wenn es in der literatur empfohlen wird). und um eine kühlung während des schleifens (vieleicht) hinzukriegen müsste man das schleifmittel beim(!) arbeitsprozess zufügen, wie es auch an jeder drehbank, fräse usw
bei weit weniger anspruchsfollen sachen als messerklingen gemacht wird, und ich denke diese tech möglichkeit können die wenigsten wirklich zuhause realisieren.

röhrer
20.01.2007, 23:52
Servus
Aalso an deiner Stelle würde ich das schärfen "richtig" mit dem Wasserschleifstein lernen. Die gibts z.b. bei http://dick.biz/. Da kaufst du dir einen Kombinationsstein von king mit der Körnung 1000/6000. Das reicht um stumpfe messer und Äxte relativ schnell wieder scharf zu machen und es kann mit diesem Stein (ich hab ihn selber) eine sehr hohe Schärfe erzielt werden. Für den kompletten "Wiederaufbau" von Schneiden solltest du dann in Richtung Körnung 240 gehen. Das schärfen an sich solltest du nach ein bisschen übung draufhaben.
Einfach an nem Opinel üben. Es geht prinzipiell darum möglichst einen winkel genau einzuhalten. Für diesen gilt :
Für ein japanisches küchenmessser 10° pro seite
Für ein allroundmesser in etwa 12.5°-15° -ebenfalls pro seite
Für äxte etc in etwa 17.5° pro seite
Hier ist eine hochinterresante Abhandlung über das Schärfen http://www.feine-klingen.de/PDFs/verhoeven1.pdf
Und bitte bitte schärf nix mit dem Bandschelifer :cry: da glühst du die schneiden aus und die härte der Kling ist an der Schneide futsch. Die Ausnahme sind hier natürlich billige messer in der Metzgerei und wassergekühlte bandschleifer die allerdings nicht ganz billig sind.
hui das is aber lang geworden
grüse
moritz

Pero
21.01.2007, 00:36
Na, mit der Länge deines Beitrags hab ich kein Problem. Da steht doch alles was ich wissen wollte. Mit dem schleifen klappt es schon ganz gut so weit. Hab in den letzten Tagen schon ein wenig rumprobiert.
Nun, der richtige Stein der fehlt noch. Der von dir genannte macht einen guten Eindruck und ist vom Preis auch echt in Ordnung. Bei meiner vorherigen Suche nach dem richtigen Stein habe ich mich doch sehr gewundert wieviel ein Schleifstein kosten kann.
Gibt es eigendlich die Möglichkeit die Steinoberfläche wieder zu begradigen wenn sie Dellen vom schleifen bekommen hat?

Gruß Pero

jackknife
21.01.2007, 02:47
Servus
Aalso an deiner Stelle würde ich das schärfen "richtig" mit dem Wasserschleifstein lernen. Die gibts z.b. bei http://dick.biz/. Da kaufst du dir einen Kombinationsstein von king mit der Körnung 1000/6000. Das reicht um stumpfe messer und Äxte relativ schnell wieder scharf zu machen und es kann mit diesem Stein (ich hab ihn selber) eine sehr hohe Schärfe erzielt werden. Für den kompletten "Wiederaufbau" von Schneiden solltest du dann in Richtung Körnung 240 gehen. Das schärfen an sich solltest du nach ein bisschen übung draufhaben.
Einfach an nem Opinel üben. Es geht prinzipiell darum möglichst einen winkel genau einzuhalten. Für diesen gilt :
Für ein japanisches küchenmessser 10° pro seite
Für ein allroundmesser in etwa 12.5°-15° -ebenfalls pro seite
Für äxte etc in etwa 17.5° pro seite
Hier ist eine hochinterresante Abhandlung über das Schärfen http://www.feine-klingen.de/PDFs/verhoeven1.pdf
Und bitte bitte schärf nix mit dem Bandschelifer :cry: da glühst du die schneiden aus und die härte der Kling ist an der Schneide futsch. Die Ausnahme sind hier natürlich billige messer in der Metzgerei und wassergekühlte bandschleifer die allerdings nicht ganz billig sind.
hui das is aber lang geworden
grüse
moritz

Wir Pros machen das aber so ( Bandschleifer )

Flieger
21.01.2007, 12:07
Hallo!
Ich habe mir vor kurzem hier (www.dick.biz/) einen 1000/6000er japanischen Kombinationsstein gekauft. Nach dem Schauen des von Dir verlinkten Video´s habe ich mich mal ans Opinel gewagt. Interessanterweise hat das Schärfen der linken Seite der Klinge besser funktioniert, da ich als Rechtshänder da wohl besser klarkomme. Also üben,üben....
Der Stein ist wohl ziemlich gut- kann da als Laie nicht soviel zu sagen. Er wird im Messerforum oft erwähnt.... Richtig gut und auch richtig teuer sind wohl Diamantschleifsteine. Das halte ich aber zu übertrieben (für mich!)
Ich habe festgestellt, daß Messerschleifen ziemlichen Spaß macht. Bevor ich mich aber an die "guten" Messer wie das F1 ranmache, muß ich am Opinel aber noch viel üben. Außerdem ist das F1 dank eines Schleifkönigs :wink: mit einem Bandschleifer SAUSCHARF und kann noch lange benutzt werden!
Flieger

röhrer
21.01.2007, 14:26
Ja die möglich keit einen schleifstein zu begradigen gibt es :
ein Bogen Nasschleifpapier wird nass auf ein Glasscheibe gelegt. Dort klebt er auf Grund der Adhäsion -tolles Wort :bg: - fest. Dann streust du noch ein bisschen Siliziumkarbidpulver über das papier und bewegst den Stein mit kreisenden Bewegungen über das Papier. Das Siliziumkarbidpulver gibt es ebenfalls bei Dick . Das schleifpapier sollte bei feinen bis mittelfeinen Steinen
Körnung 180, bei stark "eingedellten" Steinen bzw groben Steinen sollte es dann schon Körnung 80 sein. Nasschleifpapier (micro mesh) gibts ebenfalls bei Dick, du kannst aber auch jedes andere Nassschleifpapier hernehmen :D
Das ganze gibts hier übrigens auch noch als pdf http://www.dick.biz/isroot/dick/Files/InfoDatei5/Jap_Wassersteine.pdf
@jacknife Wen meinst du mit wir Pros ?

Nicht übertreiben
21.01.2007, 14:51
Wir Pros machen das aber so ( Bandschleifer )

Wäre nett, wenn du mal erklären könntest wie, denn das Ausglühen der Klinge ist ja durchaus ein berechtigter Einwand. Gibt es da irgendwelche Tricks?

jackknife
21.01.2007, 16:07
Ja, fühlen, kühlen, sehen, schleifen. Natürlich kann man nicht einfach in die Klinge mit voll Druck reinhacken. Dann macht der Bandschleifer darauf Abfall.
Immer einen Eimer Wasser neben dem Schleifer. Die Klinge mit beiden Händen führen und dabei immer mit der Klingenhand die Wärme kontrollieren, wenn nötig, da über handwarm wieder im Wasser abkühlen.

Nicht übertreiben
21.01.2007, 16:13
Nimmst du da einen normalen Handbandschleifer aus dem Baumarkt, oder hast du einen fest installierten? Welche Körnung nimmst du?

Danke schonmal,
Thorben

jackknife
21.01.2007, 16:15
einen Festen. 220 dann 800, danach mit dem Leder und Polierpaste läppen.

Nicht übertreiben
21.01.2007, 16:47
Ok, das ist natürlich etwas anderes, ob sich das für einen normalen Nutzer lohnt, ist eine andere Frage - sind ja nicht gerade billig die Dinger und eine Menge Übung gehört anscheinend auch dazu.

derMac
22.01.2007, 01:16
@ Mac, scharf ist er schon, nur durch seine Geometire nicht sehr schnittfreundlich. Endschärfe läßt sich in gleichwertiger Weise an fast jedem Messer herstellen, wie es schneidet, hängt mit anderen Faktoren zusammen.
Schärfe steht für mich in engem Zusammenhang zu Winkel. Je spitzer der ist, desto schärfer kann das Messer werden. Und balliger Schliff und spitzer Winkel widersprechen sich halt.

@Pero
Ballig ist keine Gradzahl sondern beschreibt, dass der Winkel zur schneide hin immer Stumpfer wird, die Schneide also im Bogen geschliffen wird. Sehr spitze Windel sind dadurch aber prinzipbedingt nicht möglich und auch gar nicht erwünscht.

@röhrer
Der ideale Winkel hängt nicht nur von der Anwendung sondern auch vom Stahl ab. Aber all zu eng muss man das IMHO nicht sehen.

Mac

Pero
22.01.2007, 11:27
@ Mac, Danke nochmal für die genau Erläuterung, jetzt versteh ich was gemeint war. Ich hatte gedacht es wäre ein verhältnismäßig großer Winkel. Dem zufolge ist also für Schneidarbeiten ehr ein spitzer Winkel anzustreben.

@ Röhrer,
Habe mich entschieden mir einen 1000/6000er Kombistein zu bestellen und wollte nun auch das Schleifpapier gleich mitbestellen. Ist das mehrmalige Abrichten des Steines mit einem Bogen Micro mesh möglich?

Womit würdet ihr feine Kratzer auf der Klinge wegpolieren?

röhrer
22.01.2007, 20:23
Das mehrmaliege Abrichten sollte mit einem Bogen mm machbar sein.
@dermarc
Genau, mit den winkeln muss man halt experimentieren oder die entsprechende Literatur lesen.
Schärfe ist -glaube ich- nicht unbedingt vom winkel abhängig. Letztendlich kann mann ja einen 40° winkel genauso fein machen wie einen 18 grad winkel. Nur wird beim 40° winkel das Eindringen in das Schneidgut deutlich erschwert-so hab ich das zumindest verstanden.

Christine M
22.01.2007, 21:03
Um den richtigen (existenten) Winkel zu treffen, kann man auch so vorgehen: den angeschliffenen Teil der Scheide mit Edding anmalen. Rubbelt es denn Edding beim schärfen weg, liegt man ungefähr richtig. Wird immer mal im Messerforum empfohlen und hat bei mir bei meinem EKA jedenfalls ganz gut funktioniert.

Christine

derMac
22.01.2007, 23:33
Schärfe ist -glaube ich- nicht unbedingt vom winkel abhängig. Letztendlich kann mann ja einen 40° winkel genauso fein machen wie einen 18 grad winkel. Nur wird beim 40° winkel das Eindringen in das Schneidgut deutlich erschwert-so hab ich das zumindest verstanden.
Man kann auch ne perfekt saubere Kante mit über 90° erzeugen. Aber scharf ist das dann wirklich nicht mehr. :wink: Scharf ist für mich, was besonders leicht ins Schneidgut eindringt. Und das klappt mit stumpfen Winkeln eben nicht so gut wie mit spitzen. Trotzdem sind stumpfere Winkel auch ok, weil eventuell scharf genug und dafür langlebiger.

Mac

Gizmo
23.01.2007, 03:28
Mal ein Einwurf von meiner Seite. Beim Baumarkt mit dem Biber im Logo gibts tatsächlich auch halbwegs brauchbare Schleifsteine. Bevor jetzt wieder die Messerfetischisten vom Hocker kippen: Nein, ich meine nicht das graue Ungetüm. Die haben, ebenfalls von LUX auch so einen naja, lachs- bis sandfarbenen der deutlich feiner ist. Für meine Zwecke hat's bei Gebrauchsmessern bisher gereicht....-zumal ich meinen Damaststahl eher als Sammlerobjekt betrachte und der ungeschliffen in der Vitriene landet ;-). Aber selbst eine rasurfähige Schärfe ist damit ohne Probleme hinzubekommen.
Meine der kostete sowas zwischen 6 und 8€.

MfG

Giz

röhrer
23.01.2007, 21:24
zu den Baumarktschleifsteinen : Können funktionieren, aber die schärfe die ich mit den Steinen von dick - 1000/6000, Rostzustec- und mit einem Lederiemen erziele ist definitiv höher - Haarspalterei 8) .
Nichts gegen die Baumarktschleifsteine-zum Grundschliff oder zur Erzeugung einer gewissen Gebrauchsschärfe sind die super. aber zu mehr auch nicht :D
Grüse
moritz (der auch mal mit den Baumarktsteinen geschliffen hat)

Pero
23.01.2007, 22:06
Hat jemand schonmal mit einer Schleifführung gearbeitet?
Ist das nur was für den ungeübten am Anfang oder führt es wirklich zu einer Verbesserung des Ergebnisses?
Ich meine diesen Klip den man auf den Messerrücken steckt.

cd
23.01.2007, 22:54
Hat jemand schonmal mit einer Schleifführung gearbeitet?
Ist das nur was für den ungeübten am Anfang oder führt es wirklich zu einer Verbesserung des Ergebnisses?
Ich meine diesen Klip den man auf den Messerrücken steckt.Hab ich mal bei nem Laborpraktikum zur Dendroökologie benutzt. Um die Klinge eines Schlittenmikrotoms zu schärfen. Ne schärfere Klinge hab ich glaub ich noch nie zuvor in der Hand gehabt... :o
Allerdings wurden die Klingen auch ziemlich häufig auf dem sehr feinen Stein nachgeschärft. Hier ist die Schleifführung unbedingt nötig um das sündhaft teure Teil nicht aus Versehen zu verhunzen. Ermöglicht eben eine sehr konstanten Schleifwinkel.
Ich denke, dass das auch bei nem Messer gut funktionieren könnte. Problem ist aber, dass Messerklingen ja meistens irgendwie ne Rundung drin haben. Ob das mit ner Schleifführung so gut geht weiß ich nicht.

chris

thj
23.01.2007, 23:20
Reicht eine 6000 körnung um ein Messer makellos zu polieren oder ist das noch zu grob?

LG thj

derMac
23.01.2007, 23:56
Reicht eine 6000 körnung um ein Messer makellos zu polieren oder ist das noch zu grob?
Für makellos gibts Polierpaste, aber 6000 wird schon recht gut.

Mac

thj
24.01.2007, 18:19
merci

Gizmo
24.01.2007, 18:56
@Röhrer: Natürlich kann man mit besseren Schleifmaterialien auch eine höhere Schärfe erziehlen. Gar keine Frage!! Nur zum einen ist das Schleifen von Messern für viele hier nur ein Teilbereich ihres Outdoorhobbies (berichtigt mich falls ich mich Irre) und da finde ich ist das auch so eine finanzielle Sache. Für den Preis eines richtig guten Sortiments zum Schleifen würden sich hier (könnt ich mir wie gesagt denken) viele lieber z.B. einen neuen Rucksack o.ä. kaufen. Ich wollt nur eine "vernünftige" und preiswerte Alternative aufzeigen. Und vor allem gefällt mir an diesem Stein, daß er noch so handlich ist, daß man ihn immer mit auf Tour nehmen kann. Mit nem schicken Bankstein wird das wohl eher nix.
Und zu guter letzt denke ich, daß für Outdoorzwecke die mit dem von mir genannten Stein erreichte Schärfe mehr als Ausreichend ist. Es reicht problemlos zum Rasieren....
Anbei: Für daheim und "meditatives" Messerschleifen (ja auch ich hab das manchmal ;-) ) liegen auch in meinem Keller die guten Arkansas-, Japansteine und das Polierequipment....- allein für meine Stechbeitel und Hobelklingen. Und DA!!! gibbet dann auch keine Kompromisse... ;-)

Voitsberg
24.01.2007, 19:51
Ja, da geb ich Gizmo recht!!!
Natürlich ist es toll ein "perfekt" geschliffenes Messer zu haben (wenn´s das überhaupt gibt...), aber Tatsache ist daß man auf dem Boden bleiben soll.
Also: ein Messer soll genau so scharf sein wie es nötig ist.
Je schärfer die Klinge, desto kleiner der Schliffwinkel und somit auch empfindlicher.
Je größer die Klinge, desto "gröber" wird auch die Arbeit damit werden und desto größer sollte der Schliffwinkel sein.
Und bei Winkel über 40° ist es nicht unbedingt nötig mit einem 6000er Stein zu arbeiten, hier reicht ein 600er Stein.

Was nützt die Superschneide wenn ich auf Tour blos einen 400er Stein (ich nehme lieber eine Diamantplatte) mit habe?
Das Zauberwort: Gebrauchsschärfe

Den Schneidegott kann man zu Hause beim Skalpell schleifen mit einem 8000er Stein anbeten.

Übrigens:
Mein Scrapper 6 schleife ich mit dem Bandschleifer (balliger Schliff!!!) 400er Papier und geh dann mal an die Poliermaschiene.

Ich schleife auch viele Messer für Köche und Bkannte, alles mit Bandschleifer (hab ich selbst gebaut mit genauer Winkel Einstellmöglichkeit) und dann mit Poliermaschiene.
Diese Messer schleife ich dann speziell für Links - oder Rechtshänder.

Merke: das Messer darf nur so warm werden daß man es noch ohne Handschutz berühren kann.

Voitsberg

Gizmo
24.01.2007, 20:13
Eregenzung: ....oder wenn man auf Nummer sicher gehen will: Naßschleifer!!! Den hab ich mir dann irgendwann gegönnt um da nicht mehr drauf achten zu müssen!!

MfG

Giz

docdan
24.01.2007, 22:20
Ich habe mir vor zwei Jahren in den USA mal einen Gerber Diamat-Schleifstab gekauft, da mein Messer unterwegs dringend nachgeschliffen werden musste. Nach zwei Schleifdurchgängen lösste sich die Diamantbeschichtung ab, und er war nicht mehr zu gebrauchen.

Da ich immer noch nach einer kleinen, leichten und preiswerten Möglichkeit suchte, mein Messer auf Tour zuverlässig scharfzuhalten, habe ich mir heute bei Globi den hier:

http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=gq_04811&k_id=1006&hot=0

(in fein) verkaufen lassen.

Hat jemand Erfahrung mit der Haltbarkeit der Diamant-Beschichtung?
Bzw. macht das Ding langfristig Sinn oder sollte ich es lieber zurückbringen?

Nachdenklich,
Daniel

röhrer
24.01.2007, 22:45
Antworten mit Zitat
Ich habe mir vor zwei Jahren in den USA mal einen Gerber Diamat-Schleifstab gekauft, da mein Messer unterwegs dringend nachgeschliffen werden musste. Nach zwei Schleifdurchgängen lösste sich die Diamantbeschichtung ab, und er war nicht mehr zu gebrauchen.

Auch ich musste das lernen : Diamantwerkzeuge immer ohne druck verwenden. Das solltest du dir echt angewöhnen ich hab da mal ne 200 € schleifscheibe beinahe ruiniert... also bei Diamantwerkzeugen aufpassen.
auch bei Schleifsteinen sollte man nicht zu fest aufdrücken - vor allem bei feineren Körnungen.
mfg
Moritz

jackknife
25.01.2007, 00:10
für unterwegs benutze ich diesen Schleifstein (http://www.feines-werkzeug.de/product_info.php/info/p383_F-llkniven-DC4-Kombiwetzstein.html).
Damit kann man sehr gut sein Messer wieder auf Rasierschärfe bringen. Ist klein und leicht, passt in jeden Ruckdack oder in die Hosentasche

docdan
25.01.2007, 11:01
Ich habe nicht den Anspruch mich mit meinem Taschenmesser unterwegs rasieren zu wollen. :D

Mein Victorinox damals war nur derartig stumpf, damit konnte man weder Brot noch Steak vernünftig schneiden.

Ich komme zuhause mit dem Standart-Küchenwetzstahl ziemlich gut zurecht (meine Küchenmesser sind zumindestens so scharf, dass mir bspw. die Ausstattung von Ferienhäusern/ -hütten beim Kochen ständig auf die Nerven geht).

Was ich suchte, war also ein Messer, welches ich mit zum Kochen in die Skihütte nach Norwegen nehmen kann und das sich gleichzeitig gut auf Tour macht (zusammen mit meinem Spork :P ).

Ich habe nun ein Opinel gekauft, nicht rostfrei, da das besser zu schärfen ist. Die Frage ist jetzt nur womit?
Ich habe ja keine Lust, den riesen Küchenwetzstahl mitzuschleppen - andererseits sehe ich 20,- für einenSchleifstein schon als Schmerzgrenze (auch weil das Opinel nur 8,- gekostet hat...)

docdan
25.01.2007, 11:10
Antworten mit Zitat
Ich habe mir vor zwei Jahren in den USA mal einen Gerber Diamat-Schleifstab gekauft, da mein Messer unterwegs dringend nachgeschliffen werden musste. Nach zwei Schleifdurchgängen lösste sich die Diamantbeschichtung ab, und er war nicht mehr zu gebrauchen.

Auch ich musste das lernen : Diamantwerkzeuge immer ohne druck verwenden. Das solltest du dir echt angewöhnen ich hab da mal ne 200 € schleifscheibe beinahe ruiniert... also bei Diamantwerkzeugen aufpassen.
auch bei Schleifsteinen sollte man nicht zu fest aufdrücken - vor allem bei feineren Körnungen.
mfg
Moritz




Ich habe das Ding wie einen Küchenwetzstahl benutzt. Kann sein, dass ich dabei zu fest aufgedrückt habe.
Vielen Dank für den Tip, ich werde drauf achten, wenn ich den Gatco Diamantbrocken behalte...

röhrer
25.01.2007, 20:17
Schau mal http://www.schanz-messer.de/german/index.html hier
unter shop/sonstiges/sonstiges nach dem Keramik Abziehstab. Das sollte für deine Zwecke ideal sein und kostet auch noch recht wenig.
alternativ ein riemchen des rostzustec steins bei [/url]http://dick.biz/
Ist etwas teurer als der abziehstab (5 € vs 9 €) und auch etwas gröser/schwerer aber io die deutlich bessere Lösung. Allerdings bin ich auch ein ziemlicher Schärfefanatiker
mfg
Moritz

Wildcamper
26.01.2007, 20:16
Hi allle zusammen

Ich schärfe meine Äxte immer mit ner gewöhnlichen Metallfeile damit mach ich die groben Unebenheiten der Klinge Weg und dann nimm ich nen Schleifstein und Schärf sie damit zuerst mit der groben Seite dan mit der feinen.......


Danach Fette ich sie noch ein damit sie nicht rostet und immer schön glänzt :lol: :lol: :lol: :lol:


Gruss Micheal

Wildcamper
28.01.2007, 17:30
Hi

Für meine Viktorinox Messer hab ich nen Messerschärfer von Viktorinox da ziht man das Messer ein par mal durch und schon ist es wieder richtig scharf ziehmlich feine sache so ein Messerschärfer

jackknife
28.01.2007, 17:41
Rasieren? Sonst nicht scharf, sondern stumpf