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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Kocher] Diskussion zum Testbericht Trangia



frank.draeger
13.08.2006, 17:21
Ergänzung: Duossal als Material in den Töpfen ist um ein vielfaches einfacher zu reinigen als Reinalu, es hängt wesentlich weniger an, außerdem ist es kratzfest. Trotz des etwas höheren Gewichts sehr empfehlenswert!

Ich kenne diesen Standpunkt sehr gut, kann ihn aber nicht bestätigen. Das Reinalu läst sich problemlos reinigen vor allem da bei den niedrigen Brennwerten von Spiritus fast nie etwas anbrennt. Einzig bei der Pfanne nehme ich lieber Duosal, was aber eher daran liegt, dass ich gerne Gewicht spare und so weniger Speiseöl brauche.

Mod-Edit:
Das ist die Diskussion über den Testbericht http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=15153

cd
15.08.2006, 23:17
Das Reinalu läst sich problemlos reinigen vor allem da bei den niedrigen Brennwerten von Spiritus fast nie etwas anbrennt.
Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.
Habe schon sowohl Reinalu als auch Duossal ausgiebig genutzt, worauf sich meine Meinung diesbezüglich stützt.

chris

mahajan
16.08.2006, 11:48
ich habe die kleine trangia-version mit duossal, meine erfahrungen:

das schönste am trangia ist eigentlich, dass er immer funktioniert, bei jedem wetter, hatte bis jetzt auch bei minusgraden keine probleme, hat halt etwas gedauert, bis der brenner sich aufgewärmt hat, aber sonst hat's problemlos funktioniert. windfest ist er auch und der verbrauch ist relativ gering. der ruß an den töpfen (meine töpfe sind außen nun komplett schwarz) ist für mich kein problem. außerdem ist der kocher gemütlich leise :-)

nachteile:
- die spiritusbeschaffung: musste in skandinavien bis jetzt immer suchen, entweder war der spiritus ausverkauft oder gar nicht erhältlich, auch nicht an manchen tanken, während ich überall die primus-gaskartuschen gesehen habe
- die regulierung: wenn das wasser kocht, musste ich den brenner immer "dimmen", weil sonst alles überkocht. dazu braucht es etwas übung, sonst gibt's brandblasen :-)
- das ausmachen: wenn man den kocher mit dem "dimmer" betreibt und dann ausmachen will, braucht man schon etwas geschick. d.h. erstmal den dimmer runternehmen, irgendwie zukriegen und dann wieder drüberstülpen. praktisch ist meines erachtens ein zweiter dimmer
- der knapp-1-liter topf beim kleinen trangia ist selbst für mein solokochen schon an der minimalgrenze. oft kocht oder schwappt was über und klebt sich dann schön am windschutz fest.. den großen trangia wollte ich wegen des höheren gewichts nicht

alles in allem ist der trangia für mich ein echt zuverlässiger und sehr kocher mit seinen kleinen macken. irgendwie ein langlebiger reisebegleiter mit charakter :bg:

allerdings würde ich jetzt gerne mal gas probieren: leicht regulierbar, sauber und vor allem schnell, wenn man windgeschützt kochen kann

pb
18.08.2006, 16:17
ich habe die kleine trangia-version mit duossal, meine erfahrungen:

das schönste am trangia ist eigentlich, dass er immer funktioniert, bei jedem wetter, hatte bis jetzt auch bei minusgraden keine probleme, hat halt etwas gedauert, bis der brenner sich aufgewärmt hat, aber sonst hat's problemlos funktioniert. windfest ist er auch und der verbrauch ist relativ gering. der ruß an den töpfen (meine töpfe sind außen nun komplett schwarz) ist für mich kein problem. außerdem ist der kocher gemütlich leise :-)


Hallo,

wie bist Du denn bei Minusgraden vorgegangen?
Auch mit Spiritus?
Ich habe mal mit 1 kleinem Esbit im Winter-Zusatz probiert, war aber kein Erfolg.

Danke,

Peter

hikingharry
18.08.2006, 17:09
Trangia-Verwendung im Winter: Ich habe immer ein kleines 100ml Fläschchen mit Spiritus in der Hosentasche, bzw. im Schlafsack. Dann brennt er auch bei Minusgraden ruckzuck.

Brenner ablöschen, wenn der Reduzierring heiß ist: Besagten Ring abheben, in kaltes Wasser schmeißen (Becher), oder mit kaltem Wasser übergießen, so ist er kühl genug, um ihn normal weiter zu verwenden.

Gruß hikingharry

pb
19.08.2006, 11:05
Trangia-Verwendung im Winter: Ich habe immer ein kleines 100ml Fläschchen mit Spiritus in der Hosentasche, bzw. im Schlafsack. Dann brennt er auch bei Minusgraden ruckzuck.


War das dann mit Wintersatz dazu (= Vorglüh Kralle) oder nur der Standardbrenner?
Bis zu welchen Minusgraden ging das bei Dir?

Danke,
Peter

mahajan
19.08.2006, 13:54
also ich hab den ohne wintersatz benutzt. bei mir waren's auch nur minus 5 grad oder so. wenn der brenner/der spiritus einmal heiß ist, dann läuft er ja..

gruß
marian

hikingharry
19.08.2006, 14:27
Ich habe die ganz normale Variante benutzt, oder auch den Mini Trangia.
Kälteste Temperatur so um -25°C. Als Unterlage entweder ein paar kleine Äste, oder ein Schneeschuh, damit der Kocher nicht im Schnee versinkt.

Natürlich habe ich immer wieder das kleine Fläschchen aufgefüllt.

Gruß hikingharry

pb
19.08.2006, 18:06
Ich habe die ganz normale Variante benutzt, oder auch den Mini Trangia.
Kälteste Temperatur so um -25°C. Als Unterlage entweder ein paar kleine Äste, oder ein

Danke euch beiden,
dann freue ich mich schon drauf, daß bald mal zu Testen!
Wenn es nicht klappen sollte bei mir, melde ich mich.

Peter

hikingharry
19.08.2006, 23:20
@pb: Dann ist es vielleicht gut zu wissen, das Du die benötigte Menge an Spiritus im Winter so ziemlich verdoppeln kannst - Schnee schmelzen, viel Tee kochen und so.

Gruß hikingharry

Schloma
21.08.2006, 21:46
Ich mische dem Spiritus ca. 8% wasser bei, dann brennt der bei allen Temperaturen.

Positiver Nebeneffekt: Sprit-Verbrauch sinkt um ein paar %

SY

mahajan
21.08.2006, 22:23
häh? das versteh ich nich. wenn du wasser beimischt, dann sinkt doch die brennbarkeit und somit die leistungsfähigkeit des spiritus, oder? :o

01.09.2006, 14:13
hab noch n kleinen tipp, und will deswegen keinen neuen tread aufmachen....(sorry mods)

man kaufe sich im nächsten ramschladen oder supermarkt seiner wahl, ne billige abspülbrste mit nem runden bürstengopf,(also so, dass da so ne extra fläche is, wo die borsten rauskommen)
und dann einfach zur säge greifen, und den griff ganz absägen...
jetzt noch mit nem scharfen messer die grate weg (man kann auch n feuerzeug nehmen..)

und dann in n kleines fläschen mit spüli vollmachen(zb mit mundspülung, oder etwas ausm drogeriemarkt aus der reiseecke)

und schon muss ma keinen sand mehr nehmen, und verkratzt seine alu- und weissdergeierwasessonstnochallesgibttöpfe

viel spass und erfolg damit
ranger

outdoorfeelinggermany
03.01.2007, 00:08
@mahajan: meinst du den Gaseinsatz für den Trangia, da würden mich erfahrungen sehr interessieren.

Ich habe auch nur gute Erfahrung mit meinem Trangia, den ich nicht mehr her gebe...

Wer seine Töpfe, Pfanne und den Kessel mal richtig sauber kriegen will, versucht es mal mit einem Schwamm und Scheuermilch ! Ich habs einmal gemacht und er sieht jetzt aus wie neu und noch nie benutzt!!!

Viele Grüße, Tobias

flunder
09.01.2007, 18:18
Ich habe den Gaseinsatz im kleinen Trangia und er passt rein (also nur zusätzliches Gewicht zu den Töpfen). Bis -10°C kannst Du mit entsprechendem Gasgemisch kochen, den Rest der "leeren" Kartusche kannst Du im Sommer verbrauchen :wink:
Und natürlich super zu dosieren... im Sommer eine echte Alternative, im Winter finde ich Spiritus netter.

Der Kochereinsatz sitzt zwar nicht bobenfest, aber zum kochen reicht es allemal und man möchte das Ding ja auch wieder herausbekommen.

Würde ich wieder kaufen!!!

Gruß Miriam

Howie
11.02.2007, 12:42
Zum Spiritusbrenner:
Wenn man dem Spiritus Wasser beimischt (bis 10%) soll das das verrußen der Töpfe reduzieren bzw. verhindern.

Ich habe meinen Trangia anfangs mit Gas betrieben, habe ihn aber später gegen einem Primus Omnifuel umgerüstet, weil mein Gasbrenner recht zentral erhitzte. Der OF passt in die orginal Befestigungsschale die Trangia als Ersatzteil anbietet. Zusätzlich mußte eine Bohrung für die Regulierschraube im Standfuß gebohrt werden.

Mein Vorteil:

Das Teil verbrennt nun fast alles, ist sauber mit der Hitze regulierbar und schnell.
Keine verrußten Töpfe bei Reinbenzin.

Der Nachteil
Das Gewicht des Brenners und Zubehör.

Mr.Sunrise
24.02.2007, 21:30
Also ich habe festgestellt, dass die Töpfe zumindest nicht ganz so stark verrußen, wenn man was Wasser beimischt. Die Brennbarkeit verschlechtert sich, soweit ich das bisher getestet habe auch nicht wirklich. Allerdings kann ich da nichts zu sehr niedrigen Temperaturen sagen, da ich meinen Trangia bisher nur bis knapp über 0°C eingesetzt habe.

Mr.Sunrise
24.02.2007, 21:30
Also ich habe festgestellt, dass die Töpfe zumindest nicht ganz so stark verrußen, wenn man was Wasser beimischt. Die Brennbarkeit verschlechtert sich, soweit ich das bisher getestet habe auch nicht wirklich. Allerdings kann ich da nichts zu sehr niedrigen Temperaturen sagen, da ich meinen Trangia bisher nur bis knapp über 0°C eingesetzt habe.

Fjaellraev
24.02.2007, 21:41
Zum Thema Wasser im Spiritus findet sich an diversen Beiträgen im Forum schon so einiges, die Diskussion kann man wohl ewig führen...
Aber ich beteilige mich auch mal wieder dran :wink:
Die Entzündbarkeit des Spiritus leidet auf jeden Fall durch die Beimischung von Wasser. Ich habe auf einer Tour den 1:1 Vergleich machen können, der Sprit meines Kumpels liess sich durch die Wasserbeimischung bei Kälte viel schlechter entzünden als mein reiner Sprit.
Wenn einen der Russ wirklich stören sollte (was ich mir halt nicht vorstellen kann...), hilft es schon die Töpfe nach dem kochen kurz im Gras abzuwischen.
Der Brennwert der Mischung liegt auf jeden Fall tiefer als ohne Verdünnung, wenn man das Wasser nicht erst im Brenner beimischen will (was ich nicht für praktikabel halte) hat man in der gleichen Flasche halt eigentlich 10% weniger Brennstoff.

Meine Meinung:
Spart euch das Wasser und freut euch daran, dass man euren Töpfen ihre Touren ansieht :)

Gruss
Henning

Fjaellraev
24.02.2007, 21:41
Zum Thema Wasser im Spiritus findet sich an diversen Beiträgen im Forum schon so einiges, die Diskussion kann man wohl ewig führen...
Aber ich beteilige mich auch mal wieder dran :wink:
Die Entzündbarkeit des Spiritus leidet auf jeden Fall durch die Beimischung von Wasser. Ich habe auf einer Tour den 1:1 Vergleich machen können, der Sprit meines Kumpels liess sich durch die Wasserbeimischung bei Kälte viel schlechter entzünden als mein reiner Sprit.
Wenn einen der Russ wirklich stören sollte (was ich mir halt nicht vorstellen kann...), hilft es schon die Töpfe nach dem kochen kurz im Gras abzuwischen.
Der Brennwert der Mischung liegt auf jeden Fall tiefer als ohne Verdünnung, wenn man das Wasser nicht erst im Brenner beimischen will (was ich nicht für praktikabel halte) hat man in der gleichen Flasche halt eigentlich 10% weniger Brennstoff.

Meine Meinung:
Spart euch das Wasser und freut euch daran, dass man euren Töpfen ihre Touren ansieht :)

Gruss
Henning