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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berliner Höhenweg



MaMa
17.03.2003, 10:33
Hi,

Ist schon mal jemand den Berliner Höhenweg im Zillertal gegangen ??

Corton
20.03.2003, 18:46
Hi MaMa,

bin mit meinem Bruder vor etlichen Jahren mal den Abschnitt "Schlegeisspeicher - Furtschagelhaus - Schönbichler Horn" und retour an einem Tag gegangen. Nervig ist das ewige Rumgelatsche am Speicher, vor allem auf dem Rückweg...
Technisch einfach, die einzig etwas schwierigere Stelle beim Aufstieg zum Horn ist drahtseilgesichert. Sollte kein Problem für Dich darstellen. Einer der leichtesten 3000er mit einer Top-Aussicht!

Gruß,

Corton

MaMa
21.03.2003, 07:31
Moin...
wegen mir mach ich mir keine Sorgen. Aber meine Freundin ist Anfängerin in Sachen Hochgebirge, und schließlich soll die Tour uns beiden Spass machen. Deswehen ist ne lange Latschstrecke zwischendurch für sie vielleicht eher (mental) entspannend und ein technisch eher leichtes Wegstück bestimmt noch spannend genug...

Flachlandtiroler
21.03.2003, 10:10
Hallo Namensvetter,

bin mal die Etappen Berliner Hütte bis Gamshütte gegangen. War auch im Herbst nach Neuschnee kein Problem. Die Etappen davor wurden IIRC in den letzten Jahren massiv ausgebaut (Sicherungen).

Die "offizielle" Wegbeschreibung findest Du unter

http://www.dav-berlin.de/cgi-bin/download.pl?file=38

HTH, Martin

-CaRsTeN-
22.03.2003, 12:02
Hallo Martin,

ich habe mir den Berliner Höhenweg auch schon vorgenommen und geplant ihn zu laufen. Mir ist allerdings aufgefallen, das hier im Vergleich öfter gewarnt wird, den Weg nicht zu unterschätzen. Wenn deine Freundin oder Begleiterin noch nicht in den Bergen war, würde ich mir das überlegen.

Ist sie z. B. gut bei Kondition und wie sieht es mit Schwindelfreiheit aus? Das solltest du unbedingt vorher abchecken, denn sonst hat deine Freundin keinen Spass (kann ich aus eigener Erfahrung sagen :bash: ).

Ich würde dir den Tipp geben, nicht unbedingt mit einem der schwereren (ja ihr Hochalpinisten, lacht mich als Bergwanderer ruhig aus ;)) Höhenwege zu beginnen, sondern vielleicht erst einmal was ruhigeres (beispielsweise im Rätikon) zu machen. Wenn es unbedingt einer der Klassiker sein sollte, dann überleg dir vielleicht auch mal den Stubaitaler Höhenweg. Auch hier sind die kritischen Stellen soweit ich mich erinnere mit Seilen versichert. Wenn du noch Infos zum Rätikon oder Stubaitaler Höhenweg haben willst, poste hier oder werf einen Blick auf meine Homepage.

Flachlandtiroler
22.03.2003, 13:46
Hi,

als längste Etappe am Berliner Weg wird die Strecke Gamshütte - Friesenberghaus beschrieben, die Angaben schwanken zwischen sechs und elf Stunden Gehzeit. Hatte mich seinerzeit (damals gehörte ich auch eher zur Bergwander-Fraktion :-) schon ein bißchen verunsichert, war aber grundlos. Es gibt halt keine Einkehr unterwegs und auch keinen richtigen Anhaltspunkt, wieviel man von der Etappe schon geschafft hat.
Daher würde ich diese Etappe nicht als erstes gehen sondern den Berliner Höhenweg in umgekehrter Richtung nehmen. Netto liegt dann auch der Startpunkt 500m höher, Nachteil: man schaut immer aus den Bergen heraus statt die Gipfel vor Augen zu haben (war damals egal, hat eh' die ganze Strecke geschneit).
Der Stubaier Höhenweg ist mir weit touristischer vorgekommen, von der Kondition her einfacher (kenne allerdings nur den Abschnitt Dresdener bis Innsbrucker Hütte). "Technisch" tun die beiden sich nix.
Etwas einfacher wäre z.B. der Meraner Höhenweg. Mit meiner Frau bin ich mal von Krimml über die Birnlücke südlich um die Zillertaler herum bis zum Brenner gelaufen, ist m.E. ursprünglicher und abwechslungsreicher; die Hüttentouren auf der Alpennordseite bleiben oft die ganze Zeit in der vegetationslosen Zone.

Gruß, Martin

-CaRsTeN-
22.03.2003, 14:30
Hi,


Der Stubaier Höhenweg ist mir weit touristischer vorgekommen, von der Kondition her einfacher (kenne allerdings nur den Abschnitt Dresdener bis Innsbrucker Hütte). "Technisch" tun die beiden sich nix.




Ich dachte, das auf dem Berliner Höhenweg die ausgesetzten Abschnitte öfter kommen. Ich bin auf dem Stubaitaler Höhenweg halt von Fulpmes über Franz-Senn Hütte bis zur Sulzenauhütte gelaufen.

Touristischer kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wenn ich die Berliner Hütte so sehe. Allerdings kenne ich die anderen Hütten nicht auf dem Berliner Höhenweg ;)

Frage: War das Brett vor der Sulzenauhütte die ausgesetzteste Stelle oder wird es im weiteren Verlauf Richtung Innsbrucker Hütte noch ein bisserl schwieriger?


Etwas einfacher wäre z.B. der Meraner Höhenweg. Mit meiner Frau bin ich mal von Krimml über die Birnlücke südlich um die Zillertaler herum bis zum Brenner gelaufen, ist m.E. ursprünglicher und abwechslungsreicher; die Hüttentouren auf der Alpennordseite bleiben oft die ganze Zeit in der vegetationslosen Zone.

Gruß, Martin

Den Tipp werde ich mir auch mal merken, danke!

Gruß

Carsten

Flachlandtiroler
23.03.2003, 17:54
Hallo Carsten,

@Berliner Weg: Wenn man vom Breitlahner zum Schönbichler Horn aufsteigt, braucht man die Berliner Hütte nicht zu berühren. Da ich von da am ersten Tag noch bis zum Furtschaglhaus wollte und das Wetter nicht sehr vielversprechend war, hab' ich mir die Berliner Hütte geschenkt.

@Stubaier Runde: Das Jöchl zwischen Sulzenau- und Nürnberger Hütte ähnelt dem Peiljöchl davor, steiler Grashang mit paar Drahseilen. Von der Nürnberger zur Bremer Htt. sind ein paar Felsstufen gleich zu Anfang, nach der Bachquerung zu überwinden. Steil, dafür aber nicht so ausgesetzt. Der Höhenweg zur Innsbrucker Hütte war von Länge und Anspruch her die schwierigste Etappe, die meisten Karten geben keinen Aufschluß über die drei langen Zwischenanstiege. Der letzte von der Bremer aus gesehen kann bei Nässe oder Schnee einen Anfänger schon das Fürchten lernen -- von den uns entgegenkommenden Wanderern hatten mehrere sichtlich eine Rutschpartie auf schlammigem Untergrund hinter sich. Für uns war's auch lang, da wir in einem von der Nürnberger Hütte zur Innsbrucker gegangen sind.
Wie gesagt, den nördlichen Teil der Runde kenne ich nicht, wir haben nur einen Wochenendtrip gemacht.

@Touristisch: ok., im Zillertal war ich in der Nachsaison, im Stubai zur Hauptsaison. Aber im Stubai haben viel Hütten Materialbahn oder gar Seilbahnanschluß, Menüauswahl, heiße Duschen etc. Nicht mein Ding.

HTH, Martin

MaMa
24.03.2003, 08:23
Hi,

Dier Stubaier Runde und den Meraner Weg werde ich mir auch mal in der Literatur und auf der Karte angucken. Konditionelle Probleme tauchen bei meiner Freundin nicht auf (Marathonläufe und so Zeugs...), aber was die Trittsicherheit angeht ist sie halt noch nicht so geübt.
Wie waren letztes Jahr ein paar mal im Allgäu und in den Lechtalern unterwegs. Sie hat an einigen Stellen halt früher als ich den aufrechten Gang beendet - aber sonst keine Probleme. Es ist halt immer blöd, wenn ein Partner was raussucht und der andere dann überfordert ist, deswegen bin ich bei Partnertouren immer a bissel vorsichtig....

MaMa
07.07.2003, 11:36
Soooo, wir sind seit Freitag zurück aus dem Zillertal. War ne tolle Tour, hier ein Kurzbericht:

Fr. 27.06. stelle abends fest, dass ich vergessen hatte, meine bergstiefel vom Schuhmacher abzuholen.... :bash:

Sa. 28.06. 9.00 Uhr: an der Tür vom Schusterladen hängt ein Zettel: "heute leider geschlossen" :bash: :bash: fängt ja gut an...Tour deswegen verschieben? Nö, nicht wenn mean sich soooo drauf gefreut hat! 9.15 Uhr: Zum Schuh-keller nach Ludwigshafeen gedüst und ein paar Hanwag Rocky GTX erstanden.
16.30 Uhr in Mayerhofen verzweifelt nen Platz fürs Auto gesucht.l Sollte legal sein, mit österreichischen Ordnungshütern ist nicht zu spassen.
17.00 Uhr: selbst ein Gendarm konnte keine Auskunft geben, nach Finkenberg hochgefahren und die Karre am Sportplatz abgestellt.
17.10 Uhr: es fängt an zu schiffen - Fuck vergesslichkeit, Fuck Schuhmacher...
20.00 Uhr Ankunft Gamshütte. Der Trockenraum ist warm, wir sind die einzigen Gäste - was will man mehr :D

So 29.06 Gamshütte - Friesenbergerhaus. Traumhaftes Wetter, Sonnenschein, 20 Grad. Wir brauchen 10,5 Stunden für den Weg. Zunächst durch steile Grashänge, dann die ersten Blockfelder, gegen Ende wirds felsiger. Und Wasserfälle......meine Fresse. Simone tut sich bei den ersten Kraxeleien durch die Blockfelder etwas schwer, wird aber immer besser... :)

MO 30.06. Der Panoramaweg zur Olpererhütte läd zum bummeln ein. fast immer leicht abfallend bieten sich Traumblicke auf den hauptkamm und den Schlegeisspeicher. Runter zum Stausee, an den Rentnermasse etc. vorbei und gemütlich hoch zum Furtschagelhaus.

Di 01.07. Es geht hoch zum Schönbichler Horn. Ab 2700 m wirds stürmisch, Handschuhe und Mütze kommen zum Einsatz. Leider ist der Gipfel in Nebel :cry: . Simones erster 3000er. Die Seilgesicherte Kraxelpassage auf der anderen Seite hinunter ist problemlos. es folgt ein langer Abstieg zur Berliner Hütte bei bestem Bergwetter. Abends regnet es.

Mi 02.07. Ich schaue um 6 Uhr aus demn Fenster. ALLES WEIß !! In der Nacht hat es geschneit. Geil! Schneident klare Luft. Um 07.00 Uhr sind wir auf dem Weg zum Schwarzsee, dann spuren wir uns hinauf zur Mörchenscharte. Oberhalb des Schwarzsees liegen durchweg 20cm Neuschnee. Der Abstieg von der Lappenscharte in den Floitengrund ist wegen der Nässe und dem nun wegtaueneden Schnee(matsch) zunächst etwas heikel, aber gut gesichert. Der ewig lange Grashangabstieg muss im Aufsteieg echt ätzend sein. Nach kurzem gegenanstieg landen wir auf der Greizer Hütte.

Do. 03.07. Von der Greizer Hütte geht es recht gemächlich hoch zur Lapenscharte. Auf dem Weg zur Kasseler Hütte fängt es an zu schütten, aus Regen wird bald Hagel und im Nebel sieht man keine 15 m weit. So ziehen sich die 3 Stunden recht ätzend. Abends scheint wieder die Sonne.

Fr. 04.07. Schon morgens nieselt es, durch den Regen in der Nacht ist alles ziemlich aufgeweicht. Wir schenken uns den Siebenschneidensteig zur Edelhütte, 10h im Regen machen keinen Spass. Stattdessen gehts runter zur GrüneWandHütte und von da mit dem Bus zurück nach Finkenberg.

FAZIT: Traumtour durch die Zillertaler Alpen, beeindruckende Gletscherblicke, Wahnsinnswasserfälle, gemütliche Hütten.
Die neuen Stiefel haben sich bewährt, meine Freundin hat erste (Hoch)gebirgserfahrung gesammelt, ich hab 2 Kilo abgenommen ..... :wink:

Wir waren übrigens zum Großteil selbstverpflegend unterwegs. das teure Hüttenfrühstück haben wir uns gespart, stattdessen gabs nach den ersten 1,5 h laufen ein gemütliches Vesper, am Mittag kam meine neue Errungenschaft Coleman F1 lite zum Einsatz und hat Tütenfutter heiß gemacht. Die Heißhungerattacken bei der Hüttenankunft konnten wir damit wirksam bekämpfen und die Hüttenkosten haben sich im Rahmen gehalten.....

....und heut geh ich endlich meine Meindl Nepal abholen :bash:

Flachlandtiroler
07.07.2003, 13:40
:bash: :bash: ==> :bg: :bg:

gut gelacht... schöner Bericht; ganz schön heftig für die erste Alpentour, muß ich sagen. Respekt!
Beruhigend, daß jemand mit Marathon-Kondition mal 10 Stunden für so'n Etappe braucht. ;-)

Gruß, Martin

MaMa
07.07.2003, 14:09
hähä, wer den Schaden hat..... jetzt kann ich auch drüber lachen, vor ner Woche hätt ich mich in den Arsch beissen können. Und die 10 Stunden waren soo schlimm nicht, vielleicht 8 h gehzeit und 2 h pausen...(man muss die unerfahrenen Konditionstiere halt mit "anspruchsvollen" Wegstücken ausbremsen :wink: ). Hat leider nur am ersten Tag geklappt, nacher ist sie über die Felsen gehüpft wie ne Gemse. Und ich konnt gucken wo ich blieb...*hechel*

Flachlandtiroler
07.07.2003, 14:21
"Mama" schrieb:

man muss die unerfahrenen Konditionstiere halt mit "anspruchsvollen" Wegstücken ausbremsen

Das war auch meine Erklärung für erstaunlich große Streuung bei den angegebenen Gehzeiten (6-11h je nach Richtung, hab' insgesamt 5 1/2h gebraucht). Gerade auf dem oberen Teil der Etappe im Blockschutt reisst ein ökonomische Gehstil enorm was 'raus.

Gruß, Martin

Corton
07.07.2003, 18:13
Freut mich, dass Euch die Tour trotz nicht gerade idealer Bedingungen gefallen hat. Im Internet konnte man ja den Temperatursturz, der durch eine Kaltfront ausgelöst wurde quasi mitverfolgen. Als ich das sah, dachte ich mir gleich, dass Ihr zwei und Carsten (der sollte doch eigentlich auch irgendwo da unten rumrennen, oder? Lebt der überhaupt noch?) jetzt bestimmt einen Riesenspaß im Zillertal habt... :-?
Wie empfandet Ihr denn den Weg vom Furtschagl Haus zum Schönbichler Horn? Hat ihn Deine Freundin problemlos gemeistert?

Die Sache mit den Schuhen hat natürlich was... :bg:

Bringst Du Deine Schuhe eigentlich vor jeder Bergtour zum Schuster? :o
Was ich nicht ganz verstehe: Warum hast Du Dir eigentlich wieder ein Modell aus der gleichen Kategorie (C) gekauft? Die Nepal Pro waren ja beim Schuster – insofern wirst Du sie noch nicht aufgegeben haben. Warst Du mit denen unzufrieden?

Wäre nett, wenn Du mal ein paar Bilder posten könntest, wenn Du welche gemacht hast.

Gruß,

Corton

Flachlandtiroler
07.07.2003, 18:42
Corton schrieb:

und Carsten (der sollte doch eigentlich auch irgendwo da unten rumrennen, oder? Lebt der überhaupt noch?)

Carsten schrieb (übers Profil gefunden):

habe wie Sal auch die Schnauze voll und verdrücke mich für eine Woche ins Zillertal (wenn auch mit mehr Gepäck als Sal)... Komme am Samstag wieder, fliege am Sonntag morgen um 6 Uhr nach Lanzarote...

Das mit den Schuhen kann ich mir ganz gut ausmalen: :shock: Panik... :shock:

Gruß, Martin *immernoch schmunzelnd*

Corton
07.07.2003, 19:46
Da bin ich ja beruhigt - er ist dann wohl auf der Ahornspitze offensichtlich doch nicht zur einer Eissäule erstarrt wie ich zunächst befürchtet hatte. :wink:

Dem guten Carsten muss ja echt ein megamäßige Laus über die Leber gelaufen sein. Erst ne Woche ins Zillertal flüchten und dann nonstop weiter nach Lanzarote - die Kombi ist allerdings nicht übel!

Corton

MaMa
08.07.2003, 08:02
...nicht zu vergessen seinen "Zwischenstop" am Herzogenstand.

Moin erstmal,

Weg zum Schönbichler Horn:
das war kein Problem, war ja auch gut zu gehen über die Felsplatten und erst die letzten 20m waren ein Altschneefeld. Aber auch da gabs nix zu meckern :wink: .

Schuhe:
Naja, die Nepals sind jetzt glaub ich sieben Jahre alt, hatten die zweite Sohle drauf (jetzt die dritte) und am Schaft haben sich während meiner Pfingsttour zwei Nähte gelöst. Der Schuh ist definitiv nicht mehr so fest wie im Neuzustand, aber ihr könnt euch vorstellen, wie gut ein 7 Jahre alter Lederschuh passt - den gibt man nicht ohne weiteres her, deshalb bekam er die Kur verpasst. Die Rocky GtX sind übrigens ne deutliche Kategorie härter / stabiler als der Nepal, das sieht und fühlt man. Laut Schuh-Keller ist der Nepal Kat. 4, der Rocky Kat. 5 "mit Tendenz Richtung 6".

Tja, und zum Wettersturz:
der hat sich ja meist nur nachts ausgewirkt (sehr artig) und der frisch verschneite Anstieg zur Mörchenscharte hat für die 2 * 3 Stunden regen mehr als entschädigt ...

Corton
08.07.2003, 10:28
Hi Martin!

7 Jahre? So lange hat bei mir noch kein Paar gehalten.
Dann ist der Vorfall mit den vergessenen Schuhen ja weniger tragisch, da Du ja ohnehin bald ein neues Paar gebraucht hättest. Hab gerade mal bei Keller geschaut - ok - mit Kategorie 5 - 6 kannst Du wirklich auch im hochalpinen Gelände was anfangen. Da kannst Du mit Deiner Freundin ja bald die ersten Gletschertouren unternehmen! :wink:

Gruß,

Corton

Corton
08.07.2003, 10:39
Hi Martin!

7 Jahre? So lange hat bei mir noch kein Paar gehalten.
Dann ist der Vorfall mit den vergessenen Schuhen ja weniger tragisch, da Du ja ohnehin bald ein neues Paar gebraucht hättest. Hab gerade mal bei Keller geschaut - ok - mit Kategorie 5 - 6 kannst Du wirklich auch im hochalpinen Gelände was anfangen. Da kannst Du mit Deiner Freundin ja bald die ersten Gletschertouren unternehmen! :wink:

Gruß,

Corton

MaMa
08.07.2003, 10:40
Och, ich bin überzeugt, dass die Nepals noch ein paar Jährchen halten, zumindest auf einfachen Touren und im Mittelgebirge. Nähte und Sohle sind jetzt erneuert, und bis das Leder an der zehenkappe durchgescheuert ist, dauerts hoffentlich auch noch ein bissel. Das scharfkantige Lavagestein auf La Palma und La Gomera haben sie jedenfalls trotz ca. 30 Touren gut überlebt 8)

Corton
08.07.2003, 12:52
Was kostet es denn, Nähte und Sohle zu erneuern?

Ich hab meine Treter immer so ca. 3 Jahre und schmeiß sie dann weg - entspricht nicht gerade der schwäbischen Mentalität. Diesen Sommer/Herbst werden meine Island Pro von Meindl noch durchhalten und danach werde ich mich mal nach was neuem umschauen müssen. Bei Schuh-Keller ist mein Schuh mit 3+ angegeben (Meindl B/C) - wenn ich überlege, wo der schon überall war...

Eigentlich finde ich Schuhe mit einer sehr steifen Sohle in eisfreiem Gelände (wo ich ja keine Steigeisen brauche) eher übertrieben und unangebracht. Mir ist im "normalen" hochalpinen Bereich ein Schuh der Kat. 3-4 wegen der etwas höheren Flexibilität der Sohle lieber. Dein neuer Hanwag hat ja bestimmt auch ne brettharte Sohle. Na ja - Hauptsache, Du fühlst Dich wohl in den Dingern.

Corton

MaMa
08.07.2003, 13:52
Hmm, die "frühen" Treter stehen bei mir zur Gartenarbeit in der Garage - mit spiegelglatter Ballerinasohle. Als die Nepals das erste mal (ca. 4,5 Jahre) abgelaufen waren, war mir der Schuh echt zu Schade zum wegschmeissen. Hab mich dann dazu hinreisen lassen, ne recht billige Lowa-Hausmarken-Sohle drauf machen zu lassen. Die hats aber letztes Jahr ziemlich aufgerieben. Für die Zillertaltour wollte ich auf jeden Fall wieder ne gscheite Sohle drunter haben. Die Lowasohle hat damals 45.-DM gekostet, jetzt die Vibram und Schaft nachnähen lag bei 40.-€.

In den Hanwag Rocky läuft sichs erstaunlich bequem, ich fand sie jedenfalls besser als andere der Kat. 5 die ich anprobiert hatte. Klar, auf längeren Flachetappen, wo der Abrolleffekt am wichtigsten ist, hinkt der Gehkomfortschon ein bissel hinterher. Aber dafür hab ich Sie auch nicht. Und wenns nach 5 Stunden ein bissel am Fussballen kitzelt - was machts schon? Vielleicht lass ich mir mal ne passgenaue Einlage machen.

Generell bin ich lieber mit etwas festeren Stiefeln unterwegs. Liegt halt auch an meinen 100 Kg kampfgewicht. Wenn man da reintritt, muss der Stiefel schon was halten. Irgendwelche Kat. 2-3 Stiefel kick ich grad so zusammen :wink: .