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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer selber schmieden



Wildcamper
22.11.2006, 15:39
hi alle zusammen

hat jemand Erfahrungen mit Messer selber machen?
wie in dem Film " Stunde des Jägers "
ich habe das selber schon öffters versucht am Lagerfeuer mit gutem Resultat. Nur leider habe ich das Problem die ausreichende Hitze zum Schmieden zu erreichen, das ist sehr Zeitaufwendig und man benötigt ein grosses Feuer und nen Blasebalk.
welchen Stahl nehmt ihr dafür?
welche Werkzeuge nemt ihr?
hat jemand damit Erfahrung oder Tips?
würde mich über ernstgemeinte Antworten sehr freuen!!!

Gruss Michael

Sawyer
22.11.2006, 16:19
Hi,

ich gehe jetzt im Dezember wieder zu einem Freund auf ein Messerbau-Wochenende. Allerdings sind die Klingen schon fertig aus Schweden importiert und wir bauen "nur noch" den Griff dran (was schon ein ganzes Stück Arbeit ist :roll: ).

Beim letzten Messerbau-WE hatte ich auch mal die Frage gestellt warum wir die Klingen nich selber schmieden. Er meinte darauf hin, dass man allein für die theoretische Grundlagen des Schmiedens schon eine Woche Zeit bräuchte, da das ein recht umfangreiches Thema ist. Die Alternative wäre dem Schmied zuzuschauen wie er die Klingen schmiedet, dann hast Du aber auch nix vom Selbermachen und kannst sie auch gleich kaufen.

Kurzum:

IMHO sollte man damit anfangen, die Griffe zu basteln, danach das Thema Lederverabeitung/Messerscheiden herstellen und wenn man diese Dinge verfeinert hat wird das schmieden von Klingen wohl das i-Tüpfelchen beim Messerbauen sein.


Eine andere Variante ist das Bauen von Messern aus Federstahl, wie er im Werkzeugbau verwendet wird. Ein Freund von mir hat da schonmal ein Buschmesser zusammengeschustert. Wie das genau funktioniert kann ich Dir allerdings nicht sagen :roll:


Gruß Sawyer

PS: Schon beachtlich was die zwei Hauptdarsteller von dem Film in so kurzer Zeit mit klatschnassen Klamotten zusammen bosseln :bg:

Dekkert
22.11.2006, 16:35
Hallo,
im Messerforum findest du viel dazu.
http://www.messerforum.net/

grüße

Artoc
22.11.2006, 18:12
Moin

schau mal in ein Fachbuch für "Fertigungstechnik" und da unter dem Schlagwort Schmieden. Ist auch viel Werkstoffkunde dabei, wenn man sich richtig damit auseinandersetzten will (zweites Fachbuch).
Die Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten von Stahl sind wichtig und welchen Stahl du nimmst.
Ziemlich Komplex für ein Wochenende, da muss man schon ein bisschen Zeit mehr investieren.
Gibt es in deiner Nähe einen Betrieb mit Schmiede? (Werkzeugbauer, Schmiede, sonstige Metallverarbeitende betriebe?)
Frag mal da nach ob die dir mal ne Führung in ihrem Betrieb anbieten und dir die Sache mit dem Schmieden erklären. Ist interessant und man sieht mal was dahinter steckt.

Gruss Artoc

Voitsberg
22.11.2006, 20:48
Klinge schmieden ohne Kenntnisse ist nicht die beste Idee.
Aber mit fertigen Klingen arbeiten bzw. eine Klinge aus hochwertigem Klingenstahl selber fertigen ist nicht wirklich schwer.

Material bekommst Du bei:

http://www.wolf-borger-messer.de/
http://www.frank-wojtinowski.com/
http://www.schmiede-balbach.de/

und natürlich noch bei vielen mehr.

Anbei noch ein paar Fotos von Messern aus meiner Herstellung:

http://de.pg.photos.yahoo.com/ph/klausbrunner/album?.dir=5601&.src=ph&store=&prodid=&.done=http%3a//de.photos.yahoo.com/ph//my_photos

Viel Spaß,

Voitsberg

Mephisto
22.11.2006, 20:53
Da ja hier schon mal der Film "Die Stunde des Jägers" angesprochen wurde, nutze ich die Gelegenheit um ein wenig OT zu gehen. Wer den Film gesehen hat, kennt sicher das nette Messer. Ist die Ähnlichkeit mit diesen nicht unglaublich? (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=30184&highlight=show+your+wsk). Sowas muss glaub ich mal her 8)

Wildcamper
22.11.2006, 21:54
Da ja hier schon mal der Film "Die Stunde des Jägers" angesprochen wurde, nutze ich die Gelegenheit um ein wenig OT zu gehen. Wer den Film gesehen hat, kennt sicher das nette Messer. Ist die Ähnlichkeit mit diesen nicht unglaublich? (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=30184&highlight=show+your+wsk). Sowas muss glaub ich mal her 8)


ja du hast recht die änlichkeit ist verblüffend aber irgendwo müssen die im Film ja die Vorlage für des messer her haben und stabiel ist es allemal und man kann es auch als Beil und Säge benutzten wobei von letzterem eher abzuraten ist :lol:

Wildcamper
22.11.2006, 22:04
Ich meine ja auch nicht das die Messer perfekt aussehen müssen sie müssen ihren zweck erfüllen und man muss in der lage sein es sich selber herzustellen wie in dem Film.

Hier mal ein bild von meinem ersten Messer des ich selber am Lagerfeuer geschmiedet habe

Mephisto
22.11.2006, 22:23
Hier mal ein bild von meinem ersten Messer des ich selber am Lagerfeuer geschmiedet habeSry, kein Bild zu finden

Indi
22.11.2006, 22:27
ich helf mal nach ;-)

http://img522.imageshack.us/img522/9288/messer1wb9.jpg

http://img127.imageshack.us/img127/6258/messer2mr7.jpg

Mephisto
22.11.2006, 22:28
Geil, wer hat das jetzt gemacht? Gefällt mir gut. Ist unglaublich rustikal

Indi
22.11.2006, 22:30
Wildcamper hats gemacht

Mephisto
22.11.2006, 22:31
Respekt! Wirklich am Lagerfeuer?
@Indi: Projekt fürs Treffen?

Indi
22.11.2006, 22:33
Eventuell.. warum nicht.. ich üb vorher aber noch mit Wildcamper :)

Wildcamper
22.11.2006, 22:34
ich helf mal nach ;-)

http://img522.imageshack.us/img522/9288/messer1wb9.jpg

http://img127.imageshack.us/img127/6258/messer2mr7.jpg
jo das sind meine ersten Messer die ich gemacht habe habs nur nicht geschaft die Bilder hochzuladen. :bash:

aber Indi hat mir geholfen :(

Mephisto
22.11.2006, 22:38
Fürn Anfang würde es ja langen so nen großen Zimmermannsnagel zum glühen zu bringen, plattzuschlagen und anzuschleifen. Wenn man noch Zeit und Bock hat kann man auch nen Griff schnitzen 8)

[edit]Ungefähr so: Kleines Projekt vorhin:
Nagel vorher:
http://www.benjamin-kosche.de/images/nagel_vorher.png

Nagel nachher:
http://www.benjamin-kosche.de/images/nagel_nachher.png
;-)

Wildcamper
22.11.2006, 22:38
Respekt! Wirklich am Lagerfeuer?
@Indi: Projekt fürs Treffen?


ja wirklich am Lagerfeuer und das ober der beiden Messer ist das erste das ich gemacht habe für nen Anfang eigentlich nicht schlecht

@ mephisto : musst auch mal probieren ist gr nicht so schwer!

Mephisto
22.11.2006, 22:49
@ mephisto : musst auch mal probieren ist gr nicht so schwer!Hab ich schon gemacht, siehe oben ;-) Ne, ernsthaft, des werd ich wirklich mal angreifen, was hast du für nen Rohstoff verwendet?

Wildcamper
22.11.2006, 23:07
Fürn Anfang würde es ja langen so nen großen Zimmermannsnagel zum glühen zu bringen, plattzuschlagen und anzuschleifen. Wenn man noch Zeit und Bock hat kann man auch nen Griff schnitzen 8)

[edit]Ungefähr so: Kleines Projekt vorhin:
Nagel vorher:
http://www.benjamin-kosche.de/images/nagel_vorher.png

Nagel nachher:
http://www.benjamin-kosche.de/images/nagel_nachher.png
;-)

des mit dem Nagel nach Nehbergart hab ich auch probiert
get aber nicht so gut weil der sich nicht so schön in Form bringen lässt und der ist auch nicht so stabiel

ich würde mit nem dickeren und breiteren material anfangen
ich hab nen C-45 Flachstahl genommen mit dem Massen 5cm x 30cm und 0,5cm dick
mit dem tut an sich zum anfangen etwas leichter

guss Michael

Waldschreck
23.11.2006, 07:57
Da gab es mal eine Sendung von einer Messerherstellung in Schweden.
Zu Beginn suchte er in der Nähe einer Quelle mit rostfarbenen Ablagerungen nach Rasenerz. Dieses wurde dann im "Tagebau" von ihm
geborgen. Dann baute er zum Verhütten der erzhaltigen Erde oder Sand
einen kaminartigen Ofen den er dann mit den nötigen Materialien beschickte. Zum Schluß blieb dann eine stark schlackehaltige Masse
übrig. Diese wurde dann am Schmiedefeuer ausgeschmiedet und gleichzeitg von den Verunreinigungen gesäubert. Zum Schluß kam dann
eine hübsche kleine Klinge mit gut sichtbaren Schmiedespuren zu Tage.
Der Film war echt spannend gemacht. Ich habe den bestimmt schon zwei mal gesehen. Kurse dieser Art gibt es z.B. auch im Freilichtmuseum
Oerlinghausen. Aber eine halbwegs schnitthaltige Klinge herzustellen
ist nichts für Anfänger.

Jochen

Wildcamper
23.11.2006, 08:49
Hallo Jochen

Wie die Sendung heist weist du nicht zufällig??

ja ich kann dir zustimmen
aus meiner Erfahrung heraus das es nicht einfach ist,
eine ordentliche schnitthaltige Klinge herzustellen.

Werd mir das dan mal in nem Freilichtmuseeum oder ner Schmiede anschauen und mit Tips holen

Danke für deinen Beitrag

gruss Michael

Waldschreck
23.11.2006, 09:34
Hallo Michael

Ich ärgere mich immer noch das ich die Sendung nicht aufgenommen
habe. Wie die Dokumentation hieß, kann ich Dir leider nicht mehr sagen.
War zumindest mal ein tolles Filmdokument wo man jeden Arbeitschritt
sehen konnte. Es gibt in Oerlinghausen wohl mindestens 2 Kurse.
Im ersten Kurs schmiedest Du diverse Kleinteile wie z.B. einen Feuerschläger für Feuerstein. Klingen gibt es dann im Aufbaukurs.
Es geht dann aber bis zur Herstellung einer Saxklinge im Damastverfahren. Solche Kurse werden von verschiedenen Veranstaltern
angeboten. Man benötigt jedoch einiges an Zeit und Erfahrung für die
richtigen Verschweißungstechniken, Härteverfahren und Oberflächenbearbeitung der Klinge. Am vergangenen Wochenende
wurde noch im Fernsehen die kompl. Herstellung einer Damastklinge
gezeigt. Kam glaube ich bei Galileo oder Welt der Wunder.

Gruß Jochen

Wildcamper
23.11.2006, 09:47
ja,
die Sendung letzte Woche mit der Herstellung einer Damastlinge
(bei Galileo wenn ich mich nicht irre)
hab ich auch gesehen war ziehmlich interessant

kennt sonst jemand eine Sendung zu dem Thema oder nen Film wo geschmiedet wird ??

gruss Michael

Indi
23.11.2006, 09:51
@Mephisto: Dein Glock sind noch so gut in schuß aus.. wird´s schon benützt? :bg: Du hast sogar noch brünierung drauf :-?

Waldschreck
23.11.2006, 10:50
Hallo Michael

Im Bereich Samuraischwerter gibt es zumindest einiges an Bücher
zu diesen Arbeiten. Vermutlich gibt es da auch eine Dokumentation
auf DVD oder Video. Ein Vorredner hat ein Forum zu Messer und Blankwaffen genannt, dort mal suchen. Ich selbst sammle auch alte
Klingen.

Jochen

Waldhoschi
23.11.2006, 10:57
Heyhossa!
Ich glaube, die Fragestellung ist, für was man das Messer benötigt.
Wenn es als Statussymbol (imho nicht unwichitg) oder als Verteidigungswaffe dienen soll, ist eine große, flache Klinge wie von Wildcamper sicherlich gut (Sehen cool aus, hab irgendwo auch so eins rumliegen)
Wenn damit aber Tiere ausgenommen und gehäutet werden sollen oder zum abschneiden von Pflanzenfasern/Pflanzen dienen soll, reicht eine Klinge in der Größe eines Skalpells. Zum Graben benutzt man einen Grabstock.
Aus beliebigen Stahlstückchen lassen sichso kleine Klingen am Feuer schmieden und einfahc an NAtursandstein verdammt scharf schleifen.

http://img297.imageshack.us/img297/4120/messer004cz1.jpg

http://img225.imageshack.us/img225/8936/messer002am9.jpg

http://img225.imageshack.us/img225/6396/messer003vc1.jpg

Waldschreck
23.11.2006, 11:10
@vivalranger

Stahlsägeblätter eignen sich prima für solche kleinen Klingen.
Darf halt beim Schärfen nicht zu warm werden, sonst ideales
Ausgangsmaterial. Bei größeren Teilen Blattfedern vom Auto nehmen.

Jochen

Sawyer
23.11.2006, 11:17
Mephisto hat folgendes geschrieben:
OT: Da ja hier schon mal der Film "Die Stunde des Jägers" angesprochen wurde, nutze ich die Gelegenheit um ein wenig OT zu gehen. Wer den Film gesehen hat, kennt sicher das nette Messer. Ist die Ähnlichkeit mit diesen nicht unglaublich?. Sowas muss glaub ich mal her



ja du hast recht die änlichkeit ist verblüffend aber irgendwo müssen die im Film ja die Vorlage für des messer her haben und stabiel ist es allemal und man kann es auch als Beil und Säge benutzten wobei von letzterem eher abzuraten ist


Das Messer aus dem Film hat Tom Brown jr. entwickelt, so war´s zumindest damals auf www.trackerschool.com nachzulesen. K. A. wer jetzt von wem nachgebaut hat. Der war irgendwo im Bereich von zarten 300 US$ :roll:

Aah, da isses ja: click (http://www.onestopknifeshop.com/store/tops-tom-brown-tracker.html)

Sawyer

Waldhoschi
23.11.2006, 11:19
Bei mir handelte es sich um eine schrauben und Nägel, die flachgeschmiedet wurden.

Den Tipp mit den Plattfedern wollt ich auch noch bringen :)

Die Klingen sind übrigens rund 4 cm lang und einen halben millimeter dick.
Gut, es dauert schon ziemlich lange, bis die Klinge so glatt war wie auf dem unteren Bild.

Grüße JOe

Wildcamper
23.11.2006, 11:30
Mephisto hat folgendes geschrieben:
OT: Da ja hier schon mal der Film "Die Stunde des Jägers" angesprochen wurde, nutze ich die Gelegenheit um ein wenig OT zu gehen. Wer den Film gesehen hat, kennt sicher das nette Messer. Ist die Ähnlichkeit mit diesen nicht unglaublich?. Sowas muss glaub ich mal her



ja du hast recht die änlichkeit ist verblüffend aber irgendwo müssen die im Film ja die Vorlage für des messer her haben und stabiel ist es allemal und man kann es auch als Beil und Säge benutzten wobei von letzterem eher abzuraten ist


Das Messer aus dem Film hat Tom Brown jr. entwickelt, so war´s zumindest damals auf www.trackerschool.com nachzulesen. K. A. wer jetzt von wem nachgebaut hat. Der war irgendwo im Bereich von zarten 300 US$ :roll:

Aah, da isses ja: click (http://www.onestopknifeshop.com/store/tops-tom-brown-tracker.html)

Sawyer

Danke für die Info
ja man kan es nicht genau sagen woher das Messer kommt
aber ein Messer mit der Form wie im Film ist relativ schwer herzusetellen
weil es verschieden schneideflächen hat und eine Sägezahnartige Klinge auf dem Messerrücken
aber es ist ein echtes Multitallent Säge / Axt / Haumesser / und Messer in einem

ja im Film nehmen sie auch Blattfedern von nem Auto oder so

gruss Michael

Wildcamper
23.11.2006, 12:35
Bei mir handelte es sich um eine schrauben und Nägel, die flachgeschmiedet wurden.

Den Tipp mit den Plattfedern wollt ich auch noch bringen :)

Die Klingen sind übrigens rund 4 cm lang und einen halben millimeter dick.
Gut, es dauert schon ziemlich lange, bis die Klinge so glatt war wie auf dem unteren Bild.

Grüße JOe

hi Vivalranger

wie oder wo hast du deine Messer geschmiedet ?
und wie hast du die Nägel und Schrauben eingeschmolzen ?
und wie hast du die nötige hitzte herbekommen ?

danke für deine Antwort
gruss Michael

Waldhoschi
23.11.2006, 12:43
Hi!

Wie: Mit "Holzzange" und Stein.
Wo: Am Feuer
Hitze: Mit einem Röhrchen (War unsurvivalmäßig eine Aluhülse vom Zeltgestänge :) )

Nagel in die rote Glut vom kleinen Lagerfeuer in Feuergrube legen, mit etwas Glut bedecken.
Mit dem Röhrchen blasen (wurde einem kräftig schwindelig, vosicht :) )
Mit Holzzange (gespaltener Ast, mit kleinem Blätchen am oberen Ende des Spaltes um Pinzette zu formen) den Nagel gerausgeholt und auf flachem Stein mit einem runden Stein gedengelt. Mit der Holzzange gedreht, weiter gedengelt. Wenn zu kalt wieder in das Feuer und so weitrt.

Grüße Joe

Wildcamper
23.11.2006, 12:48
ok danke

das mit dem Röhrchen werd ich mir merken
muss ich auch mal versuchen

hast du aus mehrern Nägeln / Schrauben ein Messer gamcht oder nur jeweils aus einem grossen Nagel /Schraube ein Messer??

danke für den Tipp
gruss Michael

Waldhoschi
23.11.2006, 12:51
Ein mittelgroßer. Zum richtigen Schmelzen des Stahles reicht die Hitze nicht aus. P.S. Röhrchen kann man auch aus natürlichen Wrkstoffen herstellen :bg:


http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~ulbem/galerie/data/media/20/intensivsurvival022.jpg

Grüße Joe

@ Tom: tsts :)

Sawyer
23.11.2006, 13:07
:bg: Kleine Anmerkung: Auch wenn´s so ausschaut, wir rauchen keinen Joint

Sawyer 8)

Mephisto
23.11.2006, 13:14
:bg: Kleine Anmerkung: Auch wenn´s so ausschaut, wir rauchen keinen Joint

Sawyer 8)
Da hättet ihr auch was falschgemacht, das ganze gute Gras schwimmt im Wasser :bg:

Waldschreck
23.11.2006, 13:41
Und wie hast Du die Klingen dann anschließen gehärtet ?

Jochen

Indi
23.11.2006, 14:01
:bg: Kleine Anmerkung: Auch wenn´s so ausschaut, wir rauchen keinen Joint

Sawyer 8)
Da hättet ihr auch was falschgemacht, das ganze gute Gras schwimmt im Wasser :bg:

:bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg:

Waldhoschi
23.11.2006, 19:26
Hi!

Durch das Erhitzen im Feuer ist der Stahl aufgekohlt. Nach dem Schmieden wird die Klinge - nach Möglichkeit nur an der Schneide zum Glühen gebracht und in Wasser abgeschreckt.

Man muss ein wenig aufpassen, sonst wird die Klnige zu brüchig.

Grüße Joe

Waldschreck
24.11.2006, 10:02
Gestern Abend wurde mal wieder in einem Beitrag kurz das Schmieden
einer Damastklinge (Samuraischwert) gezeigt.

Jochen

Waldhoschi
24.11.2006, 10:16
Wichtig ist, dass die Härte bei langen Messern stimmt :)
http://www.break.com/index/weakknive.html

Waldschreck
24.11.2006, 10:37
Kenner der Siegfried Sage kennen ja den Bericht wie das Schwert "Mimung" von Jung Siegfried hergestellt wird.
Es wird geschildert, wie er die Klinge mit einer Feile pulversiert und
anschließend die Späne mit unter das Gänsefutter mischt. Er sammelt
den Kot und schmiedet aus dem darin ausgeschiedenen Eisen eine
neue Klinge. Alles ist kein Witz sondern eine frühe Form von Nitieren von Stählen. Es gibt irgendwo auch eine Patentanmeldung auf dieses Verfahren.

Jochen

Wildcamper
26.11.2006, 15:08
Kenner der Siegfried Sage kennen ja den Bericht wie das Schwert "Mimung" von Jung Siegfried hergestellt wird.
Es wird geschildert, wie er die Klinge mit einer Feile pulversiert und
anschließend die Späne mit unter das Gänsefutter mischt. Er sammelt
den Kot und schmiedet aus dem darin ausgeschiedenen Eisen eine
neue Klinge. Alles ist kein Witz sondern eine frühe Form von Nitieren von Stählen. Es gibt irgendwo auch eine Patentanmeldung auf dieses Verfahren.

Jochen

danke waldschreck für deinen Tip
aber das probier ich lieber nicht aus :roll:

gruss Michael

röhrer
09.12.2006, 04:24
Also für den anfang im scmieden würde ich mir mal C75 bestellen. Der is billig recht leicht zu schmieden und hält auch noch a bissle was aus.
Das Problem bei C45 ist das er halt recht schlechte schneiden ergibt weil er sich schlecht härten lässt.
Für den Anfang ist auch Folgende Lektüre interresant :
"Messer Schmieden" von havard berglund und
"Die Kunst des Schmiedens. Das grosse Lehrbuch der traditionellen Technik "
vom selben autor.
Den stahl kann man sich bei www.messermacherbedarf.de bestellen.
grüse
röhrer[/url]

Wildcamper
09.12.2006, 17:34
Jo

Danke für deine Tips hört sich interessant an werd mir des mal anschauen :wink:

@ röhrer hast du selber auch schon mal Messer geschmiedet??

Gruss Michael

röhrer
09.12.2006, 19:34
Hab ich :)
Bin gerade dabei mir mit nem Kumpel ne schmiede einzurichten.
Ich hab einige messer geschliffen aber schmieden is halt einfach genial... Meine erste (geschmiedete) klinge hab ih aus ner alten feile gemacht, ich glaub das war c140 oder so. Der is a bissle blöd zum schmieden, wird aber sauscharf.
Das problem beim schmmieden is halt das man imo zumindest nen Amboss nen Hammer und halt ne art esse haben sollte.
Und das geht teils richtig ins Geld... gute Ausrüstung gibts auch bei http://www.angele-shop.com/catalog/index.php?language=de
Aber man kann viel ausrüstung au einfach über den Anzeigenmarkt in der Lokalzeitung, ebuy etc kriegen.
greetz
röhrer

Wildcamper
09.12.2006, 20:59
Ja ich hab auch mit dem Indi zusammen aus dem Forum schon einige Messer geschmiedet wie man sie auf den Bildern sieht.

Aber wir machen das immer am Lagerfeuer
ist halt eine sehr mühsame sache am Lagerfeuer die erforderliche Themperautr zum schmieden zu erhalten muss man immer mit nem Blasebalk Luft hineinpusten ist eine sehr mühsame Sache.

Aber das Resultat ist einigermassen gut wie man auf den Bildern sieht

@ röhrer wo schmiedest du deine Messer ??

Gruss Michael

röhrer
10.12.2006, 14:34
Also das erste hab ich mit nem kumpel bei dem in der Werkstatt gemacht, wir hatten da so ne art kohle becken, das ganze wurde mit Holzkohle beheizt, und mir ham da halt mit nem Fön und über ein stahlrohr luft in die Glut reingeblasen.
Das hat eigentlich ganz gut funktioniert weil die "esse" sehr heiss wird.
Unser Amboß war so ein billiges 25 kg teil, das hat sein Vater irgendwo rumstehen gehabt. Da kommt aber ein neuer her, der wiegt über 200 kilo, und ne Gasesse. Connections sind alles 8) , mir ham mittlerweile sogar nen Platz wo wir die Schmiede aufstelen können.
Das mit dem Lagerfeuer stell ich mir wirklich mühsam vor, aber die resultate ham was uriges. Gefällt mir.
Ich schau mal, vll. stell ich demnächst auch mal bilder rein, falls interresse besteht.
greetz
röhrer

chinook
10.12.2006, 16:27
Wichtig ist, dass die Härte bei langen Messern stimmt :)
http://www.break.com/index/weakknive.html

Härte hätte hier mitnichten geholfen. Hier ist Zähigkeit gefragt. Das sind zwei Größen, die sich bei Stahl gegenseitig ausschliessen.


-chinoook

Wildcamper
11.12.2006, 00:46
@röhrer ja hau mal ein paar bilder rein würde mich interessieren

röhrer
14.12.2006, 21:18
Servus
Hier is das Bild. Wie gesagt mein erstes geschmiedetes, ich hab da halt mal ein paar Sachen ausprobiert. http://img340.imageshack.us/img340/6570/cimg5029yx6.th.jpg (http://img340.imageshack.us/my.php?image=cimg5029yx6.jpg)
Daten:
Stahl : 1.2842 (o2) 4mm :roll:
greetz
röhrer

Wildcamper
15.12.2006, 17:02
Das sieht echt gut aus
für das erste ist es dir echt super gelungen

gruss Michael

röhrer
15.12.2006, 17:56
Vielen dank für die Blumen :D
Ich hab mittlerweile schon ein paar Messer mehr gemacht. Vielleicht stell ich mal Bilder rein.
Ich glaub bei dem "Katana" wars ned so die Härte die falsch gewählt wurde. Das lag IMHO eher daran, das man sowas mit nem Katana macht, weil die Klinge da verkantet. Wahrscheinlich war das auch kein vernünftiger Stahl (zu viele Stahlschädlinge) und die Wärmebehandlung war schlecht sowie unzureichend :roll: ..... also eher mitunter die falsche WB
greetz röhrer

Sebi
18.12.2006, 12:36
hi ich hätte da auch noch ne frage .

wie schaft ihr es, das das messer nicht rostet . hab gehört man soll es erhitzen und dann in öl eintauchen.

habs schon probiert aber geklappt hat es nicht :(

sebi

Waldhoschi
18.12.2006, 12:38
Hallo Sebi, das Öleintauchen ist nur zum Abschrecken zum Härten gedacht.
Am Stahl wird dabei nichts geändert.
Wenn du das Messer etwas Rostfrei machen willst, solltest du es entweder immer ölen, Lackieren oder Brünieren.

röhrer
18.12.2006, 23:27
Man könnte das ganze auch beschichten lassen...oder einfach einölen....oder rostfreien Stahl verwenden :bg:
röhrer

psy48
19.12.2006, 08:15
@röhrer

Um Luft zu pusten nehme ich die Umkehrfunktion von unserem Staubsauger, mit dem schmalen Schkitzaufsatz. Eigentlich dazu gedacht, Staub aus schlecht zugänglichen Ecken zu holen. Der kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich beim grillen zu faul bin, mit Blasebalg, oder auf Lunge das Feuer in Gang zu bringen und bringt schnell das gewünschte Ergebnis :bg:

röhrer
19.12.2006, 08:49
Hier hat doch irgendwann mal jemand gefragt wie man den Stahl selbst herstellen kann (könnte).
Ich hab da ne anleitung gefunden: http://www.damaszener.de/projekte.html
Unter Rennöfen findet sich da was.
hat ihr noch jemand bilder von Messern ?
Würde mich sehr interresieren, ich stell demnächst auch mal eins rein
röhrer

JonasB
12.05.2007, 13:07
ich hab mich im November hier (http://www.schmiedekunst-aus-mecklenburg.de/) angemeldet.
Am Ende kann dann sowas schönes rauskommen:
http://www.schmiedekunst-aus-mecklenburg.de/Bilder/Bild%20025.jpg

Howie
12.05.2007, 13:25
Am Ende kann dann sowas schönes rauskommen:

Dem kann ich nicht widersprechen.

Da der Anschliff relativ niedrig gehalten ist, gehe ich von einer Klingenstärke von ca. 3 mm aus.

Ein paar Daten zum Messer wären noch schön.

jackknife
12.05.2007, 13:34
Auf dieser Seite (http://www.jordanknives.com/publicity.htm)
runter scrollen und bei Messen Documentary auf den RVU Link klicken.
Dort gibt es eine Sendung zum Thema schmieden. Der Film dauert ca. 25 min. Auch wird in dem Online Magazin The finer edge, die Herstellung einees Messers vorgeführt. Hierfür den Obersten Link klicken.
Sehr schöne Arbeit!

ekke
12.05.2007, 14:32
da ich gelernter werkstoffprüfer bin kann ich nur davor warnen sich das mit dem klingenschmieden zu einfach vorzustellen.
wie schon richtig festgestellt wurde sind härte und zähigkeit, besser elastizität, erstmal ein widerspruch.
um dies zu lösen gibt es (hierbei ist es erstmal egal ob es um kurbelwellen oder klingen geht) gibt es die verschiedesten varianten.
meist versucht man nur die randschicht zu härten.
entweder rein thermisch über die erwärmung und abschreckung oder chemisch durch aufkohlung der randschicht (oder auch chromaufbringung, nitrierung ect. ).
um hier befriedingende ergebnisse zu erzielen bedarf es doch einigen am erfahrung welche durch versuche, zb metallographische untersuchung (untersuchung des stahlgefüge), gestützt werden sollten.
sollte es nicht funktionieren:
im harmlosen fall ist die klinge zu weich und verbeult, wird stumpf ect. (bei haumessern erwünscht, siehe unten).
im schlimmeren fall ist sie zu hart und spröde: beim gebrauch kann die klinge brechen: scharfkantige splitter fliegen durch die gegend ect.
deshalb ist zb auch die idee ein sägeblatt als messerklinge zu verwenden eine scheissidee: meist zu spröde.
wer sich ernsthaft mit dem klingenschmieden beschäftigen will sollte sich deshalb erstmal ein fundiertens metallkundewissen aneignen.
solche dinge wie eisen-kohlenstoffdiagram, martensit, carbit, ferrit, vickers und rockwell, dehngrenze und dergleichen sollte man im schlaf beherrschen. und anschliesend sich was mit der härteprüfung einfallen lassen (qualitätskontrolle).

JonasB
12.05.2007, 21:02
Ein paar Daten zum Messer wären noch schön.

gibt leider keine.
War auch nur ein Beispiel aus der aktuellen Verkaufsliste.
wird aber etwas zwischen 3-5 mm Stärke sein.
Beim TV Bericht, übder den ich auf den Schmiedekurs gekommen bin wurden auch mehr kürze Messer alla Brusletto (http://www.brusletto.no/wip4/produkter_detail.epl?c=301&id=2498&cat=317) gezeigt.
Aber Griff aus edlem Hartholz und Scheide aus Leder allein werden schon super werden.
Denke auch mal das man beim Kurs dann ganz gut selber entscheiden kann!

jackknife
13.05.2007, 16:47
wieviel kostet der Kurs?

JonasB
13.05.2007, 17:11
ich hab mich im November hier (http://www.schmiedekunst-aus-mecklenburg.de/) angemeldet.

lupold
15.05.2007, 13:52
solche dinge wie eisen-kohlenstoffdiagram, martensit, carbit, ferrit, vickers und rockwell, dehngrenze und dergleichen sollte man im schlaf beherrschen.
oder was eine Versetzungsdichte ist, oder ein Verfestigungsexponent :bg:

zerstörungsfrei Härte prüfen ist ja so eine Sache. Die Geräte die über die Stoßzahl die Härte bestimmen sind zwar recht preiswert und mobil aber auch nur +-2 Rockwell genau.

jackknife
15.05.2007, 14:00
@ Lupold, Angeber :bg:

lupold
15.05.2007, 14:17
@ Lupold, Angeber :bg:
hab ja sonst von nix ne Ahnung, da wollt ich mal was dazuschwallern.
Wenn hier nicht nur Prüfer sondern sogar Werkstoffprüfer unterwegs sind wird mein lückenhaftes Halbwissen eh schnell entlarvt.

Ein guter Schmied fühlt/hört während er auf der Klinge rum haut was gerade Sache ist. Der braucht keine Zahlenwerte. :D
Der braucht auch keine Temperaturen, der hat seine Farben und seine Zeiten.

Ich bin nur Feinmechaniker und hab immer mit Faszination und Respekt auf die Arbeit der Schmiede geschaut.

Bei zeitgemäßen PM Stählen ticken die Uhren ja eh anders. :D

ekke
15.05.2007, 22:09
sorry wenn mein beitrag nach klugscheiss klang. aber aus der erfahrung weis ich einfach das leute beim selbermachen oftmals dinge machen die einfach nur schiefgehen können.
der klassiker ist zb gewinde: industriegewinde werden meist gewalzt und nicht geschnitten und haben deshalb höhere festigkeit.
oder v2a schrauben: haben keine elastische dehnung und deshalb ist der motorblock mit den vermeintlich besseren schrauben nie dicht.
ofmals wird der entwicklungsaufwand industrieller produkte unterschäzt was viele dazu verleitet vermeintlich gleichwertige teile selbst zu bauen mit potentiell fatalen folgen.
und was beim industriebetrieb die forschung ist, ist beim schmied halt die erfahrung weshalb er auch "nach gefühl" arbeiten kann. wobei er auch irgendwo wahrscheinlich in irgendeiner ecke ein härteprüfgerät hat.
im übrigen werden in der industrie meist routinemäsig wärmebehandelte teile metallographisch untersucht.
ansonsten härteprüfung: ist per definition nicht zerstörungsfrei (widerstand gegen eindringen eines körpers), höchstens so klein das man den eindruck nicht sieht.
ich vermute das die härteprüfung mit schlagzahl entweder der poldi oder baumannhammer ist. bei beiden hat man vom prinzip eine stahlkugel welche zwischen probe und definierten vergleichsstab liegt. auf das ganze schlägt man drauf und vergleicht die eindrücke. diese geräte sind ein behelf für prüfteile welche schlichtweg nicht in ein prüfgerät passen. zudem ist eine stahlkugel/hartmetallkugel nicht das beste zur prüfung von wärmebehandelten stahlteilen. hier wäre vickers meine wahl, rockwell c (beides diamant) wird gerne in der industrie wegen der automation verwendet, ist nicht so genau aber auch gut verwendbar.

lupold
16.05.2007, 08:33
ich vermute das die härteprüfung mit schlagzahl entweder der poldi oder baumannhammer ist


Ich hab mir gerade den Sklerograph von Zwick/Roell bestellt. Art.Nr. 495020 bei www.hoffmann-group.com. 427 Euro.

http://www.zwick.de/Tragbare-Haertepruefgeraete.tragbare-haertepruefgerate.0.html

mal sehen ob der weiter :D hilft

Susanne
16.05.2007, 11:29
Hallo,

ich weiss, es ist leicht OT, aber es gehört ja auch irgendwie mit dazu. Mich würde (im Moment) mehr interessieren, wie man Messergriffe und -scheiden fertigt. Hat da jemand Erfahrungen, Tipps, Hinweise?

Gruß Susanne

jackknife
16.05.2007, 14:09
Da gibt es diverse Abhandlungen drüber, im neuen Messermagazin, welches Du in Deinem Zeitschriftenlagen findest, ist z.B. gerade der Bau einer einfachen Lederscheide beschrieben. In den drei Ausgaben davor war der Bau eines Messers beschrieben.
Eine etwas sortierte Werkstatt sollte man aber schon im Hintergrung haben.

derMac
16.05.2007, 14:29
Mich würde (im Moment) mehr interessieren, wie man Messergriffe und -scheiden fertigt. Hat da jemand Erfahrungen, Tipps, Hinweise?
Im Messerforum (http://www.messerforum.net/) (wo sonst? :D ) gibt es sehr viele Infos dazu.

Mac

Susanne
16.05.2007, 15:00
danke... werde da mal vorbeischauen. :D
susanne

ekke
16.05.2007, 19:46
@ lupold:
wie gesagt: solche geräte sind alle nur ein behelf für grosse teile. auch macht mich der einsatzbereich gummi (shore d) bis stahl skeptisch. die frage ist ob man dann vernünftige ergebnisse für hochlegierte/feste stähle erhält.
auch muss man immer davon ausgehen das umrechnungstabellen für unlegierte stähle sind. da müsste man am besten einen ingineur fragen der solche geräte einsetzt.
schlieslich ist der für stahl zweckmäsige bereich von 100 bis 1000 vickers (hv), bei nitrirschicht bis 1300 hv und hartmetall über 1500 hv (20 hrc/rockwell ca 200 hv, 70 hrc ca1000 hv).
auch muss man sich fragen ob die geräte für so kleine teile wie messer zweckmäsig sind: immerhin liegt ein leichtes teil relativ lose auf dem tisch oder im schraubstock, verglichen mit einer kraftwerksturbine, was auch einfluss auf das messergebniss hat.
und die vom hersteller angegebe toleranz von 2 hrc sind schon ungefähr 20 hv.
in der wissenschaft geht man sogar so weit vickers statt rockwell zu verwenden da man bei rockwell aufbiegung, setzung des prüfgerätes nicht völlig ausschliesen will (bei rockwell wird die eindringtiefe, bei vickers/brinell die eindringfläche gemessen).
zudem will man evt bei messern und anderen kleinen teilen ein ergebniss von einem kleinen punkt bekommen (zb klinge, randschichthärtung) was man auch beim gerät berücksichtigen sollte.
gerade der bereich der klinge ist evt wichtig da hier bei der wärmebehandlung ganz andere thermische bedingungen sind wie am vollmaterial (schnellerer wärmeaustausch und evt entkohlung, ect).
das flexibelste ist von den verfahren vickers, wobei grob zwischen geräten für die metallografie (mikroskopische untersuchung) und geräte für den normalgebrauch unterschieden werden kann.

lupold
09.06.2007, 08:17
@ekke
Ich werd das "Aufprallmessgerät" wieder zurück schicken. So genau kann ich auch mit ner Feile Messen. Selbst innerhalb einer Messreiche streut das Ding so stark das ich mindestens 10- 20 wiederholungen brauche um einen halbwegs aussagekrätigen Wert zu kriegen der wiederum stark von der Teilemasse und Geometrie abhängt.
Ich muß Wissen ob ich gerade 58 oder 62 HRC vom Härter bekommen habe und das geht mit dem Sklerograph nicht.
Leider haben meine Teile oft 200-600mm Durchmesser und die Geräte dafür kosten doch "etwas" mehr als 400 Euro. Ich werd mir wohl weiter die Späne an der Drehbank anschauen müssen, um zu wissen ob das Ding hart ist.

Für ne Messerklinge oder gar Schneide überhaupt nicht zu gebrauchen.
Wie du schon sagtest. :D

Der Foerster
10.06.2007, 11:09
Falls an Messerkursen Intresse besteht, in Lüneburg gibt es von der Landesfachschule Metall einen Wochenend-Kurs Damazener Schmieden, sowas kostet 190,- und danach hat man eine Wunderschöne und auch funtionelle Damazener Klinge!
Sowas gibt es ja vielleicht auch woanders.

Tschortscy
01.08.2007, 10:09
Hi leute!
Ich bin gerade auf ein paar fragen gestoßen.
1) Welcher Stahl?: Ich experimentiere gerade mit Federstahl( geht super zum schmieden, und falten, wies dann mit der härte aussieht weiss ich noch nicht. Hab aber vor nur die schneide zu härten und den rest langsam auskühlen zu lassen um eine eher elastische klinge zu erhalten. wie gut das ist weiß ich allerdings noch nicht?!)

2) Hitze für alle ohne Esse (Grill und Lagerfeuerschmiede)
Man nehme ein5/4"-1 1/2" rohr. Ein Ende klopft man so zusammen, dass man ein oval(ca. 1/2 Durchmesser) bekommt. Am anderen Ende kommt ein Föhn drauf ( Aluklebe, oder Gaffertape reicht völlig)
jetzt nur noch mit der Lanze ins Feuer und geht schon

3) vor dem Falten den Stahl gut entzundern, nochmal kurz ins Feuer und geht schon

mfg Tschortschy

Der Foerster
01.08.2007, 10:38
vor dem Falten den Stahl gut entzundern, nochmal kurz ins Feuer und geht schon

Streu einfach zusätzlich zwischen die Lagen, bzw in die Ritzen ein bisschen Borax, das verdrängt die Luft.
Ich würde auch die ganze Klinge härten, Federn sind auch komplett gehärtet und brechen nicht, davon abgesehen ist Blattfederstahl klasse! Ich selber habe Werkzeugstahl mit Baustahl verschmiedet, das ergibt auch eine ganz gute Mischung.
Auf längere Sicht würde ich mich dann mal nach einer Feldesse umsehen, vielleicht findet man sowas auf dem Flohmarkt oder in der Bucht, sonst einfach mal einen Schmied fragen, der kann einem dann noch jede Menge erklären!

corne
01.08.2007, 14:49
Hi leute!
Ich bin gerade auf ein paar fragen gestoßen.
1) Welcher Stahl?: Ich experimentiere gerade mit Federstahl( geht super zum schmieden, und falten, wies dann mit der härte aussieht weiss ich noch nicht. Hab aber vor nur die schneide zu härten und den rest langsam auskühlen zu lassen um eine eher elastische klinge zu erhalten. wie gut das ist weiß ich allerdings noch nicht?!)


mfg Tschortschy

Hallo

Reines Falten hat nicht viel mit Damast, bzw. dem was man im Messerbau unter feuerschweißen versteht zu tun.
Man wählt in der Regel zwei unterschiedliche Stähle, um deren unterschiedlichen Eigenschaften zu verbinden(elastizität, Härteannahme, um nur zwei zu nennen).
Federstahl ist recht allgemein gehalten.
In der Automobiltechnik verwendet man in der Regel Si haltige Stähle, die schlecht schweißbar sind.
Bevor mir bald die Finger bluten ;-), möchte ich das Messerforum empfehlen.

Corne

corne
01.08.2007, 14:54
Hallo,

ich weiss, es ist leicht OT, aber es gehört ja auch irgendwie mit dazu. Mich würde (im Moment) mehr interessieren, wie man Messergriffe und -scheiden fertigt. Hat da jemand Erfahrungen, Tipps, Hinweise?

Gruß Susanne


Boogle mal nach Brisa Finland, da gibt es tolle Anleitungen

Corne

ekke
01.08.2007, 20:38
zum thema federstahl und damast, auch auf die gefahr hin ein spielverderber zu sein;-).
das schichten verschiedener stähle kann heute nur als technisch überholt bezeichnet werden da man mit den verschiedenen möglichkeiten der randschichthärtung (zb einsatzhärten und weitere verfahren) bessere ergebnisse erzielt (zähelastischer kern und harte oberfläche).
zudem haben die federstähle eine relativ geringe bruchdehnung (6%): sie brechen nach der elastischen verformung evt recht überraschend (gefahr zb beim hebeln, splitter beim auftreffen auf harte gegenstände).
zum vergleich: vergütete stähle haben meist eine bruchdehnung zwischen 9 und 21 %, einsatzstähle nach dem aufkohlen zwischen 9 und 16 % bruchdehnung im kern.
die geringe bruchdehnung lässt sich auch nicht durch die härte von max. um die 310 brinell (ca 330 hv/ 33 rockwell c) rechtfertigen. Gehärtete stähle beginnen ungefähr bei 550 hv/50 rockwell c.
also:
viel spass beim herstellen und bewundern eurer handwerklichen leistung, aber obbacht beim gebrauch.

wegen der frage welcher stahl (irgendwo auch gefragt)
auch wenn ich mich besser mit klassischen werkstoffen für den maschinenbau auskenne: wenn es etwas gängiges sein soll würde ich mich in dem bereich kaltarbeitstähle umschauen. warm und schnellarbeitsthähle (zb für fräsen) und warmfeste stähle (zb aus dem triebwerksbau) werden auch gerne verwendet, sind aber warscheinlich schwerer zu bekommen. aber da gibt es vieleicht auch leute die sich besser auskennen.
allerdings würde ich für den heimwerker evt auch die berechtigung eines c 45 zb nicht in abrede stellen wollen da dieser wohl noch recht preiswert ist und evt somit versuchsreihen in frage kommen (habe ich zb auch während meiner lehre gemacht: wenn gewünscht kann ich hierzu evt mal die alten protokolle mit metallographischen ergebnissen ect rauskramen).

fuchsbau
16.09.2007, 00:06
Durch das Erhitzen im Feuer ist der Stahl aufgekohlt. Nach dem Schmieden wird die Klinge - nach Möglichkeit nur an der Schneide zum Glühen gebracht und in Wasser abgeschreckt.

Man muss ein wenig aufpassen, sonst wird die Klnige zu brüchig.

Grüße Joe

Aha,

da hab ich wieder was dazugelernt.

Tolle Sache mit dem Aufkohlen eines Drahtstiftes sprich Nagel. In dieser Technik kannte ich das noch nicht.

fuchsbau

röhrer
18.09.2007, 22:38
Damast macht ein Klinge sicher nicht schlechter, eher minimal besser wenn man einen Leistungszonenaufbau wählt. Dieser Leistungszonenaufbau kann tatsächlich das Zünglein an der Waage sein.
Warmarbeitsstähle zum Messermachen sind imo jetzt nicht so die optimale Wahl:
- Zu verschleißfest, die Bearbeitung ist extrem schwer.
- Neigt zu Ausbrüchen
- Ist schwer nachschärfbar
- Wird nicht so scharf wie ein C-Stahl, da aufgrund der Karbidgröße ein anderer Schneidenwinkel gewählt werden muss/kann.

+ Hält die schärfe länger.

Dann stähle: C45 kann man verwenden, ist aber sicher keine optimale Wahl, wenns wenigstens einigermaßen schnitthaltig sein soll. Ich verweise auf das MF und erlaube mir den Hinweis, dass es dort einen Bezugsquellenthraed gibt. Das wäre jetzt guter stahl :
http://www.messermacherbedarf.de/xtcommerce/product_info.php?products_id=343&XTCsid=dedb8d6dc0112c32309e61d7602d76da
für kleine bis mittelgroße Klingen
mfg
Moritz

fuchsbau
18.09.2007, 23:04
Hallo,


ich werde nicht einsteigen auf eine Diskussion welche unsinnig ist. Wer Damaststähle mag der soll Damaststähle nehmen. Die vorgenannten Damastschmieden sind alle Meister ihres Handwerkes - es geht auch nicht darum
Damaststähle "schlecht" zu reden, sondern vielmehr darum Zusammenhänge richtig zu stellen.

Wer möchte kann sich auch unter folgenden Links weiter informieren, als ich dies jetzt in den folgenden Sätzen tue.

http://messerfuchs.de/doc/144imtest.pdf
http://messerfuchs.de/doc/diemischung.pdf

Schnitthaltigkeit: wie lange bleibt eine Klinge scharf, ist "auch" eine Funktion der Härte aber vor allem ist sie abhängig von der Anzahl der verschleißfesten Karbide im Messerstahl (Vanadiumkarbid, Wolframkarbid, Titankarbid, usw.) d.h. je mehr Karbide je verschleißfester. Nur bei der gleichen Stahlsorte ist der Härtere der in der Regel auch Verschleißfestere. Vergleicht man zwei Stahlsorten miteinander kann nicht gesagt werden, dass der Härtere auch der Verschleißfestere ist. Natürlich spielt auch die Größe und die Verteilung der Metallkarbide in der Stahlmatrix eine Rolle - doch auch hier sind die auf der modernsten PM-Anlage der Welt der Fa. Uddeholm in Schweden produzierten PM Stählen den anderen weit überlegen.

Rostfreiheit: für mich im Outdoorbereich ein absolutes Muß: Laß dir ein Messer aus "rostfreiem im Feuer geschmiedeten Damast" von deinen genannten Damastschmieden machen. (ich betone kein PM-Damast von Damasteel)

Von Richard Hehn und Friedrich Schneider kannst du, aus rostfreien im Feuer geschmiedeten Damast, Damastmesser bekommen.

Schärfe: das Problem liegt darin wie bekomme ich einen hochverschleißfesten PM-Stahl richtig scharf, habe ich dazu nicht die richtigen Möglichkeiten wird beim Schärfen die mikrofeine Schneide durch zu hohe Temperatur ausgeglüht.

Wird das Schärfen richtig beim PM-Stahl ausgeführt ist die mikrofeine Schneide genauso fein wie bei Damaststählen jedoch viel verschleißfester.

Noch eine Anmerkung, denk mal drüber nach. Warum werden Schneid- und Stanzwerkzeuge (Bohrer, Fräser, Drehmeißel, etc) nicht aus Damaststahl gemacht, wenn dieser doch so überlegen sein soll. Selbst wenn man zum Herstellen von Damaststählen zwei "schmelztechnisch hergestellte, nennen wir sie mal, Werkzeugstähle-Schnellarbeitsstähle nimmt, aus denen Schneid- oder Stanzwerkzeuge gemacht werden, so wird der daraus hergestellte Damaststahl immer etwas schlechter sein als der "beste" der beiden Grundstähle.

Zuletzt wer Damaststähle mag soll sie verwenden - auch ich habe Messer aus Damaststahl und verwende auch diese. Meine Favoriten sind jedoch die PM-Stähle.

Ich will nun abbrechen, weil es sonst den Rahmen im Forum sprengt. Wenn jemand mehr wissen will kann er mich gerne aufs Festnetz anrufen.


Die ausführliche Diskussion kann unter dem Thema "Ultimatives Outdoor-/Survivaltool im Forum unter Messer,Äxte & Co, nachgelesen werden, dann wird der Zusammenhang klarer.

Noch eins, wenn ich z.B. einen 300.lagigen Hochleistungsdamast-Leistungsorientierten Damast habe, dann habe ich doch ca. 299 Schweißlagen dazwischen - wer kann dies absolut ohne fehlgeschweißten Lagen fehlerfrei ausführen, von Verunreinigungen die während des Feuerschweißens hinein kommen mal noch abgesehn und diese Schweißlagen kommen auch noch an der mikrofeinen Schneide zum Vorschein.

Zum Thema PM-Stahl werde ich in Kürze noch ein paar Zusammenhänge erläutern. z. Zeit gibt es keine Alternative zur PM technik.

mfg

fuchsbau

akonze
19.09.2007, 00:58
ich werde nicht einsteigen auf eine Diskussion welche unsinnig ist....

Sorry, aber ist das nicht der selbe Post wie dieser hier (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?p=290622#post290622)?

lupold
19.09.2007, 10:29
Dann stähle: C45 kann man verwenden, ist aber sicher keine optimale Wahl, wenns wenigstens einigermaßen schnitthaltig sein soll. Ich verweise auf das MF und erlaube mir den Hinweis, dass es dort einen Bezugsquellenthraed gibt. Das wäre jetzt guter stahl :
http://www.messermacherbedarf.de/xtc...9e61d7602d76da
für kleine bis mittelgroße Klingen
mfg
Moritz
__________________
falls da (2842 von Böhler) jemand mal ein stück von braucht, ich hätte da "Reste".

jackknife
19.09.2007, 22:16
den Stahl nimm unser Freund auch für seine Monos, und als Anteil im Damast

fuchsbau
20.09.2007, 10:57
Hallo,

hier ein Link zum Datenblatt für den Stahl 1.2842. Bei der Fa. Böhler heißt der Stahl K 720

http://www.bohler.de/buag_frontend/ShowGrade.do?id=133&print=fullVersion

Bitte genau durchlesen und dann überdenken ob es sich lohnt - Lebenszeit -

für die Herstellung eines Messers aus diesem Werkstoff zu investieren.

Ich meine es gibt Stähle bei denen es sich mehr lohnt.

Für Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.

fuchsbau

lupold
20.09.2007, 12:15
Ich meine es gibt Stähle bei denen es sich mehr lohnt.

Der läuft bei mir als Universal Werkstoff. Wenn ich was besseres brauche nehm ich nen 1.2379 der in den Vakuum-Ofen wandert oder PM.
Ob der 2379 als Messerstahl taugt weiß ich nicht. Ordentlich Carbide drin da.
1.2080 ist auch ein "netter".
Ich würd mich da gar nicht ran wagen (Respekt an die Schmiede!) sondern auf ein Jordan Knife sparen.:D

OT: schöner Iltis da, Fuchsbau, deiner?

fuchsbau
20.09.2007, 15:48
Ja, mein der Iltis - schönes Männerspielzeug.

Ist ein ganz seltener da Zivilausführung.

Zum Thema Stahl: den 1.2379 habe ich ganz zu Anfang (1978) meiner "Messermacherausbildung" gerne verwandt - war damals noch aus USA, wo
der Stahl D2 heißt.

Ist kein schlechter Stahl, wenn Du ihn heute als PM-Qualität nimmst.

Aber eben nicht rostfrei, auch nicht rosträge. Rostträge ist sowieso ein blöder nicht richtig definierter umgangssprachlicher Ausdruck.

Entweder ist der Stahl rostfrei oder nicht.!!!!!

Wenn ihr einen "normal erschmolzenen Stahl" benötigt, dann nehmt doch den

1. 4125 was dem amerikanischen 440 C entspricht, dann habt ihr rostfrei mit guten mech. Eigenschaften zum vernünftigen Preis.


fuchsbau

röhrer
20.09.2007, 17:08
Ich verwende rostende Stähle selbst sehr gern.
Mein Favorit ist hier der 1.2519, ein hervorragender stahl für kleinere Outdoormesser
Wenns aber rostfrei werden soll würde ich Niolox oder auch SB1(1.4153.03) empfehlen. Wenns rostfrei sein muss gibts imo nix besseres, feine Schneide, gute
Schneidhaltigkeit und hervorragende Korrosionsbeständigkeit.
Du hast recht, PM Stähle sind AB EINEM SCHNEIDWINKEL VON 25 GRAD den konventionellen, rostenden stählen überlegen. Aber darunter spielen die rostenden ihren Vorteil -extreme Feinkörnigkeit aus.
Und ein geringerer Winkel = Messer schneidet besser und deswegen nehm ich lieber rostende Stähle für ein Outdoormesser.
Ich habe allerdings keinerlei Probleme damit mal was rostfreies zu nehmen. Auf einem längeren Trip würde ich wahrscheinlich die Kombination rostfrei + Diamant/Keramikstein wählen.
Aber unter 2 wochen funktioniert ein rostendes imo einfach besser, bei längerer Zeit süielt das rostfreie seine Vorteile - Schneidhaltigkeit und Robustheit aus.
mfg
Moritz

techniker
25.11.2007, 18:54
Messer selber machen?
schaut mal dort
http://www.wittenberger-rws.de/ws013.html

meine kleine Schmiede