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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Schweden 2005 - Dalsland/Värmland - Kanuwandern



kai k
03.11.2006, 14:26
Region/Kontinent: Nordeuropa

14 Tage - Kanuwandern im schönsten Paddelrevier Europas.

Ein Bericht von Kai Krüger (www.outrado.de)


Mit dem PKW rauf bis nach Gustavsfors in 12 Stunden über die Oeresundbrücke. Dann endlich unseren Dagger Suwanee Canadier zu Wasser lassen und müde die ersten Stunden paddeln...

Die Bilder sind zu finden in der Bild Datenbank

18.Juni 2005 bis 19.Juni 2005

Abfahrt um 21.30, das Packen hat doch länger gedauert als erwartet. Die Fahrt geht über Kopenhagen und die Oeresundbrücke nach Malmö. Gesamt 430 SEK kostet uns der Spaß.

Die Fahrt geht weiter nun bereits in Schweden auf der E... in Richtung Göteborg. Cornelia hat derweilen das Steuer übernommen. Mir reichen die fünf Stunden Autofahrt erstmal, es ist bereits 2.00 Uhr nachts. Mitsommer lässt grüßen, denn ab 2.30 beginnt es zu dämmern und wir sind mittlerweile richig Müde. Dennoch rückt unser Ziel Gustavsfors immer näher.

Wir wechseln noch weitere zwei Male die Fahrerposition und sind erstaunt, als wir aus einer Nebelwand in die Sonne eintauchen. Bereits 14 Grad und das morgens um 7.00 !

Kurz zuvor hatten wir unser Schweden Frühstück. Cappuccino und süßes Teiggebäck auf einer Shell Tankstelle nähe Uddevalla eingenommen. Ich war vor einigen Jahren bereits hier.

Wieder überkommt uns eine Stunde später der Hunger. Bereits in Gustavsfors eingetroffen sehen wir eine Bäckerei. Auf dem Schild steht "Tyskt Bageri". Ich glaub ich Spinne, mitten in Schweden eine Deutsche Bäckerei, na Klasse !

Es schmeckt einmalig und wir sollten nicht das letzte Mal hier gewesen sein.

Wir fahren weiter zur Kanuzentrale, an der wir unser Auto die nächsten zehn Tage deponieren wollen. Wir zahlen 20 SEK pro Tag für den Wagen und weitere 550 SEK für die Naturreservatskarte und den Fisch Ausweis. Mal sehen was wir hier so fangen.

Es ist bereits 11.30 und unser Canadier ist randvoll gepackt, wir fehlen aber auch noch. Haben wir zuviel mit genommen ? Ach was, rein ins Boot und auf geht´s.

Wir sind nun völlig übemüdet, jedoch glücklich, so viel Ruhe und Natur sehen zu dürfen. Wir nehmen uns vor, sofort nach einem geeigneten Platz Ausschau zu halten. 2 1/2 Stunden später wurden wir endlich fündig.

Klasse Bucht, wir laden erstmal alles aus, schleppen unser Proviant, die Menge reicht für 10 Personen, auf die Anhöhe. Dies alles passiert, während wir eigentlich schon schlafen. Toll, das Zelt passt nicht auf den Platz und unser geschultes, schlafendes Auge, sichtet einen Platz gegenüber, auf der anderen Seite der Bucht. Lust umzuziehen? Blöde Frage natürlich nicht, aber wir wollen einen schönen Urlaub verbringen und gut zu schlafen gehört einfach mit dazu.

Ber runter, alles ins Kanu und rüber gepaddelt. Perfekt ! Unser Platz an der Sonne. Also Zelt aufbauen, Nudeln kochen und kurz nach dem Essen, bin ich erstmal auf der Isomatte eingenickt. Ich hatte mich, vor lauter Schwedenbegeisterung, auch noch an der Angelausrüstung versucht und dazu ein Bier getrunken und weg war ich im Schlummerland.

Ein Windstoss weckt mich auf meiner Isomatte. Dicker Kopf von der Fahrt, dann paddeln nun geht es mir nicht mehr so gut. Die lange Fahrt steckt noch in den Knochen.

Cornelia und ich machen uns erstmal einen heißen Tee, der etwas Wärme in uns lässt. Kurzer Exkurs - Wasser kochen wir mit einem Trangia in Verbindung mit dem MSR Whisterlite Int. 600 Benzinkocher.

Der Tee ist aus und wir gehen endlich ins Bett, entdecken allerdings im Zelt noch die Flasche "Cöxchen", näheres wird nicht verraten, und bescherten uns somit einen tiefen Schlaf.

20.Juni 2006

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, zwischendurch allerdings Besuche von zwei anderen Deutschen bekommen hatten, die auf der anderen Seite campierten, fing der erste richtige Tag in Schweden mit einem Instantkaffee an. Solch ein Kaffee schmeckt auch nur, wenn man unterwegs ist.

Als wir unsere Ausrüstung inspiziert hatten, war der Gedanke bei uns beiden klar. Wir paddeln nochmal zurück uns lassen einiges am Auto zurück. Somit ging es mit vollem Kanu zurück nach Gustavsfors. Der Rückweg war schon deutlich leichter zu paddeln. Die Angel hing im Schlepptau, hatte aber an diesem Tag wohl keine Lust einen Fisch mit sich zu reißen.

Da unsere Köderfische den Transport nicht überlebt hatten und wir auch nichts an der Angel hatten, gab es Ebly (ist so´ne Art Reiß) mit Tomaten und Zwiebeln. Dazu ein paar in der Trangia Pfanne zubereitete Cabanossi.

21.Juni 2006

Der Morgen weckte uns früh micht leichten Nieselregen, was uns nicht weiter störte, denn nach dem Aufstehen hielt der "Schauer" abruppt an und wir trauten uns ins kalte Nass des tiefen See´s.

Und wieder gab es den leckeren Instantkaffee, der ungelogen wirklich schmeckt. Dazu muß man einfach in Schweden morgens in absoluter Stille auf einem Felsen sitzend die Sonne genießen. Was gibt es schöneres?!

Gegen 10h hatten wir alles gepackt und sind entspannt auf dem Lelang ´gen Norden gepaddelt, in Richtung Lennartsfors. Die Angeln, jawohl zwei Stück, hatten wir permanent im Schlepptau, in der Hoffnung, heute mal was zu fangen.

Was nun ? Ein Biss ? Meine Rolle begann sich abzuspulen, ich war aufgeregt, wann hatte ich das letzte Mal einen Fisch gefangen, das ist ja schon Lichtjahre her. Ich begann zu drillen, hin und her. Cornelia hielt unser Boot immer in Richtung Leine. Mal zog es stärker, mal lief es nach, da muß was dran sein. Dann ein Ruck und Stille - nicht am Haken.

Motiviert ging es weiter, die Angelnerneut geködert im Heck, Wind kommt auf und der Lelang beginnt zu wellen. Es ist trotzdem sehr warm, der Himmel leicht bedeckt und der Wind treibt uns schaukelnder Weise nach Norden.

Da, schon wieder ein Biss, diesmal an Cornelias Angel und gleich danach an Meiner. Wir drillen wie die Angelprofis und vergessen vor lauter Begeisterung, dass unser Boot nicht mehr gesteuert wird. Wir treiben ziemlich schnell ´gen Ufer, was mit Felsen übersäht ist. Paddeln oder Fische fangen, stellt sich hier die Frage. Für mich ist die Sache klar, ich will Fisch !

Als wir merkten, dass die Felsen größer als unser Boot waren, hatten wir dann doch lieber wieder zum Paddel gegriffen.

Ein Ruck und weg ist mein Spinner. Cornelia ist noch voll dabei und wir sind mittlerweile direkt an den Felsen. Sie geht an Land und versucht noch, den Spinner zu retten, leider vergeblich.

Vom Angeln haben wir erstmal die Nase voll und paddeln bei starkem Wind und hohen Wellen weiter in Richtung Lennartfors. Die Schleuse werden wir erst am nächsten Tag erreichen.

Wir haben einen schönen, großen Platz für unser Lager gefunden, direkt an einer Landzunge, die nicht sehr steil aufgeht. Nachdem unser Schloß aufgebaut war, machten wir uns erstmal eine heiße Suppe und starteten gestärkt zu einer kleinen Waldtour.

Den Nachmittag verbingen wir mit Lesen. Cornelia mal ein wenig mit Wasserfarben, was Ihr sehr gut gelingt. Die Wolkendecke wird dichter, der Wind stärker und wir befürchten Regen. Trotzdem liegen wir noch auf dem Felsen und lassen die natürliche Stimmung auf uns wirken.

Zum Abend wird der Wind noch etwas stärker und wir verkriechen uns in unser Zelt. Wir haben das Nordisk Blixen in der silikonisierten Ausführung dabei, Ein wahrer Palast mit einer riesigen Apside, in der man auch mit Benzinkocher ohne Gefahr kochen kann. Es gibt Nudeln!

Nach dem Essen fangen wir an unsere gesamte Route für die kommenden Tage zu planen. Die Gaslaterne spendet dabei gutes Licht und gleichzeitig Wärme.

22.Juni 2006

Die Nacht war ein Graus. Ein Orkan hielt uns wach, zumindest mich. Wir zelteten direkt an einer Landzunge, die voll im Wind lag. Kein Problem für unseren Geodäten. Am Morgen ist der Sturm vorbei, der Himmel bricht auf und die Sonne wärmt uns. Wind haben wir zum paddeln leider trotzdem mehr als genug.

Wir brechen auf in Richtung Lennartsfors. Dafür müssen wir bei diesem Wind den See überqueren, damit wir einigermaßen entspannt auf der Lee-Seite paddeln können. An den Schleusen, es sind drei, müssen wir auf die Lelang Fähre warten und vertreiben uns die Zelt mit dem Keschern von kleinen Köderfischen.

Das Schleusentor öffnet sich und wir teilen uns dieses Ereignis mit zwei Kajafahrern, die wir später nochmal zu Gesicht bekommen werden. Nachdem wir die gesamt drei Schleusen passiert haben, folgt ein langer Kanal, der Meterhohe Wände aus Granit hat, sehr beeindruckend.

Es öffnet sich die erste Bucht des Foxen. Wir legen am Gästehafen an und stauen nicht schlecht, als des dort normale Toiletten gibt. Der Hammer sind aber warme Duschen, die für die Gäste gedacht sind und direkt am Steg liegen.

Nach dem Duschen geht es in den Ort zum Supermarkt, der neben Lebensmittel auch gegen Vorlage der Kreditkarte auch Bargeld auszahlt.

Frisch geduscht und gestärkt paddeln wir weiter und finden mitten in Schweden einen feinen Sandstrand, wo wir unser Lager für die Nacht aufschlugen und die Abendsonne genießen konnten.

23.Juni 2006

Unser Frühstück dauert diesen Morgen lange an. Wir sitzen auf einem Felsen am Strand, die Sonne kommt langsam über die Bäume und beginnt uns zu wärmen.

Wir packen unsere Sachen, mittlerweile mit großer Routine ins Boot, und stechen in See. Wir haben Rückenwind, was für eine Wohltat. Der Forxen gibt diverse Inseln frei und damit aber nicht genug. Ein Adlerhorst direkt voraus in den Baumwipfeln. Beide Elterntiere in der Luft erspähen uns. Dann taucht plötzlich ein Reiher auf und die Jagd nach dem Störenfried beginnt. Die Adler kreisen um den Reiher und greifen diesen immer wieder an. Der Reiher schreit und ergreift unbeschadet die Flucht. Unglaublich. Wir durften dieses einmalige Naturschauspiel live erleben. Was für ein perfekter Tag.

24.Juni 2006

Wir bleiben in der Bucht vom Vortag und fahren gemütlich mit dem Dagger raus zum fischen. Es ist heiß, die 30°C Grad sind erreicht und wir verbringen den Tag in der Sonne.

25.Juni 2006

Um kurz vor sechs wache ich auf. Cornelia ist bereits wach. Es stürmt und die Wolken hängen tief an diesem Morgen. Wir haben Nordwind, wie passend, denn wir müssen in diese Richtung paddeln. Erstmal den Windstopper anziehen und frühstücken. Wir gönnen uns heute Kaiserschmarren aus der Tüte und dazu leckeren Kaffee.

Wir begeben uns auf den See. Die Wellen sind sehr hoch und lassen uns stark schaukeln. Vorsicht ist geboten. Wir steuern immer wieder gegen die Wellen, damit diese uns nicht zum kentern bringen.

Wir passieren einige Inseln und streifen den Stora Le und biegen dann in die Fölsbyviken ein und suchen uns ein Camp. In dieser Gegend treffen wir viele Boote, zunehmlich aus Norwegen und sehen viele Häuser.

Ebly und Asia Gemüse Suppe, sowie Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch bilden unser Mahl am Spätnachmittag. Die Wolkendecke lässt ein wenig Sonne hervor scheinen. Es bleibt bei den 20°C Grad.

Die nächste Etappe geht über Fölsbyn, wo wir unsere erste Portage vornehnen werden.

26.Juni 2006

Gegen 3.15 Uhr wachen wir auf. Die Sonne geht auf und ich überlege, ob ich von diesem schönen Bild nicht ein Foto schießen soll. Ein paar Minuten später bin ich wieder im Land der Träume und habe mein Foto verpasst, schade drum !

Der Kaffee schmeckt an diesem Morgen nach fauligem Wasser. Gegen 9.30 Uhr brechen wir auf. Es ist eine kurze Etappe bis zum ersten Stop, der Portage. Wir ziehen das Kan, voll beladen, über das Gras ans Ufer und dann ab auf den Kanuwagen.

In der Hoffnung in Fölsbyn einen Brugsen (Laden) zu finden, werden wir leider enttäuscht. Auch hier gibt es leider nur eine größere Ansammlung an Häusern. Mein Thermometer zeigt 30°C Grad und es geht mit dem Kanuwagen eine Steigung hinauf. Wir treffen viele Dorfbewohner die uns freundlich zu winken. An einem Haus werden wir darauf hin gewiesen, dass es hier runter weiter zum See geht.

Ein holperiger Weg führt hinunter zum See und wir müssen hart anpacken, damit das Kanu nicht vor uns da ist.

Wir treffen unterwegs noch ein Schwedenpärchen, die auch auf der Portage sind und halten einen Smalltalk. Danach setzen wir in den Ovre Blomsjön ein. und werden gleich wieder durch ein Wehr aufgehalten.

Also Kanu wieder aus dem Wasser und umtragen. Diesmal durch einen Waldweg, der mit auf dem Weg herausragenden Wurzeln übersäht ist. Eine spannende Fahrt mit dem Kanuwagen steht uns bevor.

An einem Baum hängt ein Schild mit dem Titel "Proviantliste" und darunten ist ein Magnumeis abgebildet. Die wissen schon, wie Sie Kanuten kriegen.

Im Nedre Blomsjön befindet sich ein Cafe mit Anleger für Kanuten. Anfahrt der Villa Sanna über die Bärenbucht. Wir paddeln was die Muskeln her geben. Denn eine Woche nur Nudeln und Reis ist auf Dauer etwas eintönig. Allerding nicht schlecht.

Ein Stück Stoff zwischen zwei Birken mit der Aufschrift Cafe zeigt uns den Weg. Ein Party Pavillon, zwei Bierbänke und eine nette Frau, die uns fragt wo wir her kommen. Der Hofhund begrüßt uns herzlich. Er sieht aus wie ein Pudel in XXS und ohne Haare. Er Läuft aufgeregt hin und her. Wir bestellen einen Cappuccino und eine lecke Süßsüßspeise. Alles ist bestens. Nun kommt doch der größere Hunger. Ein Hamburger, ein Bier und ein Eis stehen nun auf unserer Liste. Gesättigt und eine gute Stunde spätererfahren wir, dass unsere Wirtin in Würzburg deutsch studiert hat und als Lehrerin tätig ist. Im Sommer betreibt Sie dieses Kanuten Cafe. Wir sind dieses Jahr die ersten Gäste.

Wir brechen mit gefülten Mägen auf und suchen uns nach einer halben Stunde ein Lager. Ein Vollbad im See lässt uns die Anstrengung vom Tag vergessen. Dennoch sind wir gegen 21.30 in den Schlafsäcken verschwunden.

27.Juni 2006

Wir haben Regen und so beschließen wir erstmal im Zelt zu bleiben. Gegen 11.30 klart es auf und wir beginnen, die Sachen zu packen. Vorsichtshalber legen wir die Regenbekleidung nicht weit weg und machen uns auf den Weg in Richtung Blomma.

Zuerst wollten wir noch eine Nacht am Nedre Blomsjön bleiben, beschließen dann aber, noch heute bis Gustavsfors zu kommen.

Auf der Karte ist eine kleine Durchfahrt zu erkennen, diese erweist sich allerdings als Schilfschlammloch. So versuchen wir es mit Treideln am Ufer, müssen jedoch bald zugeben, dass wir nicht ganz trocken durch kommen.

Ich gehe dann ist Knietiefe Matschloch und schiebe unseren Karren bis ins tiefere Wasser. Am Rand entdecken wir frische Elchspuren, bekommen aber keinen zu Gesicht.

Endlich wieder im paddelfähigen Wasser sind wir kurz vorm Ende des Nedre Blomsjön und durchqueren noch einem kleinen Lauf mit traumhaften Schilf und Seerosenfeldern.

Der Blomsjön ist nun zu Ende und der Lelang, unser Ausgangsgewässer beginnt hier. Ein Schild weißt den Weg nach Gustavsfors - 15Km.

Wir lassen unseren Suwanee hier liegen, essen noch eine Kleinigkeit und begeben uns auf den Fußmarsch zur Kanuzentrale nach Gustavsfors.

3,5 Stunden brauchen wir mit Tevas für diese 15Km. Ich habe mir links und rechts Blasen gelaufen und die Füße schmerzen stark. Wir wollen hier eine Nacht bleiben und erinnern uns, dass die Tysk Bageri von Sven und Klaus Bed and Breakfast anbieten.

Bevor wir unser Kanu abholen, fahren wir dort hin, müssen allerdings feststellen, dass geschlossen ist. Was für eine Enttäuschung nach dem Fußmarsch.

Am Nachbarhaus sind Leute, wir fragen ob Sie uns helfen können, rufen vorher noch die Nummer an, die am Haus zu finden ist, leider nur der Anrufbeantworter.

Eine nette Frau fährt für uns mit einer Bekannten zum Wohnhaus von Sven und Klaus. Die kommen gleich mit und geben uns ein sehr schönes Zimmer .

Dusche, Spaghetti und ein Glas Wein. Danach sinken wir in die bequemen Matratzen und genießen diesen Luxus.

Die beiden Bäcker, Sven und Klaus, kommen aus Hamburg und sind 1997 nach Schweden ausgewandert. Sie besitzen hier ein Ferienhaus und haben sich irgendwann dafür entschieden hier zu leben. Ein schöner Gedanke !

Sven macht eine Ausbildung zum Bäcker und die Beiden eröffnen somit die sehr beliebte Tysk Bageri. Ohne ein besonderes Lob aus zu sprechen, schmecken die Brötchen hier um ein vielfaches besser als bei den meisten Bäckern bei uns in Deutschland. Super Jungs !

28.Juni2006

Wir frühstücken ausgiebig und lassen uns gut bewirtschaften. Endlich wieder richtige Vollkornbrötchen und frischer Kaffee.

Wir machen uns nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Göteborg. Um 16 Uhr geht unsere Fähre nach Frederikshavn. Die Überfahrt dauer 3,5 Stunden. Weitere 4 Stunden später sind wir in unserem zu Hause in Henstedt-Rhen und fallen übermüdet ins Bett.

...

Es war eine wunderschöne Kanutour. Meine gesamt Vierte dieser Art in Schweden. Jede ist einzigartig und immer wieder ein Erlebnis.

Ich kann jedem, der solch eine Tour unternehmen möchte, viel Spaß wünschen. Denn solch ein Urlaub ist immer unvergesslich.

Mehr und Bilder findet Ihr unter www.outdoor-trekking.net

uschi
05.11.2006, 00:24
Schöner Bericht Kai, er weckt
Erinnerungen;
seid Ihr in Gustavsfors bei Kanotuthyrning oder
beim Alcatraz
mit Eurem Boot gestartet?

Das interessiert mich, weil ich vor ein paar Jahren
bei Kanotuthyrning
gestartet bin und den Laden mag, weil er
liebevoll und etwas semiprofessionell
von einem älteren schwedischen
Ehepaar betrieben wurde.
Die Dame sprach sehr gut Deutsch,ihr Mann
nur ein wenig Englisch.
Trotzdem sind mein Mann und ich gerade mit dem
alten Herren zuerst brav be Kaffee und später
mit Wein total versackt.
Gespräche mit Händen und Füssen...
Dieser Abend hat mich motiviert die schwedische
Sprache zu lernen und würde
gerne die Begegnung
mit meinem Kanu-Opi und auch die Tour wiederholen.

LG Uschi

kai k
05.11.2006, 13:40
Hi Uschi,

wir sind beim "Kanotuthyrning" gestartet. Wir brauchten nur einen Parkplatz, zumal wir unseren eigenen Kanadier mit nach Schweden genommen hatten.
Die Frau sprach sehr gutes englisch. Ihren Mann hatten wir nur kurz gesehen, zumal an diesem Tag viel los war. Aber Sie war sehr herzlich.

Gesamt war ich schon vier Mal in diesem Seengebiet. Wir sind sonst immer von Bengstfors aus gestartet. Diesmal wollten wir uns aber die Route von Bengstfors nach Gustavsfors sparen und sind deswegen direkt dort hin gefahren.

Dalsland ist immer wieder eine Reise wert, zumal man hier immer wieder etwas Neues zu entdecken hat.

Kai

uschi
05.11.2006, 19:56
Hallo Kai,
dank Dir für die schnelle Antwort.
LG Uschi