PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [FR] GR 4 und GTPA Provence



German Tourist
11.10.2006, 22:47
Region/Kontinent: Mitteleuropa

Nachdem ich auf meine Fragen im Forum bezüglich des GR 4 nur sehr wenig Resonanz bekommen habe, will ich nach vollbrachter Tat die Popularität dieses Trails etwas durch einen kleinen Reisebericht steigern.
Um es gleich vorwegzunehmen: Der Weg war eines der Highlights dieses Jahres für mich und ich habe seit meiner Rückkehr unentwegt gute Laune....

Hier ein paar Kurzinfos:

Der GR 4 zieht sich eigentlich durch ganz Frankreich. Ich bin den Teil in der Haute-Provence von Grasse nach Manosque durch die Verdonschlucht gelaufen. Ich bin die Strecke in 7 Tagen gelaufen, war dabei aber aufgrund der Tageslichtsituation im Herbst gut ausgelastet (aber nicht überlastet).

Erreichbarkeit: Die beiden nächsten Flughäfen sind Nizza oder Marseille. Da die Nizzaflüge aufgrund des Brückentages Tag der Deutschen Einheit ausgebucht waren, bin ich dann mit Lufthansa nach Marseille geflogen und von dort mit dem Zug nach Grasse zum Startpunkt der Wanderung. Der Weg selbst beginnt im Norden von Grasse. Ich rate dringend davon ab, dorthin zu laufen. Die Strecke ist ätzend und alleine findet man den Startpunkt sowieso nie. Stattdessen nehme man vom Busbahnhof in Grasse aus den Bus 8 G bis zur Haltestelle "Tennis". Mein Busfahrer wusste angesichts von Rucksack und Trekkingstöcken auch ohne lange Erklärungen Bescheid und hat mich von sich aus zum richtigen Ausgangspunkt gelotst. Achtung: An diesem Tennisplatz läuft neben dem GR4 auch der GR 51 lang. Nicht aus Versehen den falschen Weg lang laufen.... Der Rücktransport ist auch nicht zu schwierig: Von Manosque aus fahren regelmäßig Busse und auch Züge nach Marseille. Allerdings ist die Strecke von Greoux les Bains nach Manosque ziemlich Scheiße (fast nur vielbefahreren Strasse). Stattdessen lieber einen der drei Busse pro Tag von Greoux nach Manosque nehmen!

Markierung: Die Markierung mit den üblichen rot-weißen Strichen ist relativ gut. An einigen Stellen zwar noch verbesserungswürdig, aber dennoch relativ gut, so dass man mit dem Topoguide alleine relativ gut klar kommt und keine weiteren Karten benötigt.

Wegzustand: Es gab relativ wenig asphaltierte Strecke (ca. 10%), der Rest ist Forstwege oder alte Verbindungswege. Teilweise gibt es relativ zünftige steile An- oder Abstiege zu bewältigen und in den Gorge de Verdon ist teilweise auch etwas Herumklettern angesagt. Generell ist der Weg technisch aber nicht schwer.

Übernachten: Man kann von Hütte zu Hütte (Gite d'etape) wandern, was allerdings nicht sehr günstig ist. Das Essen in den Gites ist zwar superlecker und der Komfort generell sehr hoch, aber diese Qualität hat ihren Preis. Ich habe fast durchgängig wild und diskret gezeltet. Zu meiner großen Überraschung fand sich fast überall ein gutes Plätzchen. Teilweise bin ich an so schönen Zeltmöglichkeiten vorbeigelaufen, dass ich schon versucht war, mittags mein Zelt aufzubauen. Tip: Oft sieht es auf der Karte wegen steilem Gelände aussichtlos aus, einen ebenen Zeltplatz zu finden. Dann helfen die vielen verlassenen Dörfer oder Ruinen weiter. In deren Umgebung finden sich immer geebnete Terassen in der Landschaft. Nur in der Verdonschlucht würde ich nicht zelten. Erstens gibt es dort fast gar keine Möglichkeiten und zweitens ist die Natur dort aufgrund des Besucherandrangs eh schon sehr drangsaliert.

Frequentiertheit: Der Weg ist traumhaft schön und man ist fast immer absolut allein!!! Gigantisch!!! Nur in der Verdonschlucht ist ziemlich viel Betrieb. Ich war an einem Wochentag unterwegs und es ging gerade noch. An einem Wochenende im Sommer stelle ich es mir jedoch richtig schlimm dort vor. Dies ist allerdings die einzige Ausnahme - ansonsten ist man wirklich komplett allein mit sich selbt.

Wetter: Ich war die erste Oktoberwoche unterwegs und fand das Wetter perfekt! Tagsüber war es teilweise richtig heiß. Ich bin fast immer mit kurzen Hosen und T-Shirt gelaufen. Nachts wird es dann zwar schnell recht kühl, aber mit einem Pulli und Jacke noch ohne Handschuhe und Mütze sehr gut zu ertragen. Im Sommer stelle ich es mir einfach viel zu heiß vor.

Landschaft: Große Überraschung: Die Landschaft war ein Traum! (Nein, ich habe wie immer nicht fotografiert!). Ich hatte beim Stichwort Provence blühende EBENE Lavendelfelder vor Augen und war sehr überrascht, dass ich jeden Tag 1.500 Höhenmeter rauf und wieder runter rennen musste. Mir wurde erst vor Ort klar, dass ich mich in den Voralpen befand. Naja, Karten lesen soll da helfen.... Jeden Tag kommt man durch ein, zwei verlassene Dörfer und ein, zwei bewohnte Dörfer - beides ist ausgesprochen romantisch und idyllisch. Meist aber rennt man einfach durch atemberaubend schöne Natur.

Karte: Der Topoguide Nr. 401 ist völlig ausreichend.

Wasser: Die Wassersituation bedarf schon einiger Vorausplanung. Es gibt in jedem Dorf einen Brunnen, aber unterwegs sind Wasserquellen sehr rar. Wenn im Topoguide etwas von Quelle steht, so muss diese nicht unbedingt Wasser führen....

Fazit: Der Weg ist ein absoluter Traum - sowohl landschaftlich als auch die durchwanderte "Zivilisation" betreffend. Da er kaum begangen wird, ist der GR 4 ein super Geheimtipp! Unbedingt ausprobieren, der Weg ist genial. Ich für meinen Teil werden in jedem Fall den Rest des Weges durch die Provence laufen und dabei gleich den in der Nähe befindlichen GTPA (Grande Traverse de Pre-Alpes) mitnehmen.

Loon
11.10.2006, 22:53
Landschaft: Große Überraschung: Die Landschaft war ein Traum!
Hab ich dir doch gleich gesagt :bg: . Achja und Danke für den ausführlichen Bericht! Frankreich ist imo immer eine Reise wert (zumal auch wegen der Sprache :P ).
Gruß Loon

German Tourist
11.10.2006, 22:59
Also, das mit der Sprache sehe ich ja ein bisschen anders! Ohne Französisch bist Du dort praktisch aufgeschmissen! Mein Französisch ist sehr rudimentär und dementsprechend ist es manchmal etwas anstrengend. Aber: Die Franzosen bemühen sich immerhin, wenn Du einige Brocken Französisch von Dir gibst...

German Tourist
20.04.2007, 21:36
Nachdem mir der GR 4 im Herbst so gut gefallen hat, bin ich jetzt in der Osterwoche einen weiteren Teil des GR 4 und die GTPA gelaufen.

Meine größte Befürchtung war der Schnee, und dieses Problem löste sich freundlicherweise in Luft auf. Der GR 4 geht beim Mont Ventoux auf 1.900 m und dort lag zwar etwas Schnee, was aber auf einen Hagelsturm am Vorabend zurückzuführen war - und in den ich natürlich prompt reingeraten bin. Die GTPA geht auf max. 1.700 m und da war von Schnee weit und breit keine Spur.

Ansonsten folgendes Fazit:

GR 4 von Pont St Esprit bis Manosque: Dieser Teil war nach der Herbst-Strecke Grasse - Manosque etwas enttäuschend, aber nicht der Total-Flop. Den Teil von Pont St Esprit bis Seguret kann man sich eigentlich sparen - man läuft knapp zwei Tage nur durch Weinberge, die sich vor allem im Frühling ziemlich langweilig darstellen. Dazwischen Lavendelfelder, was die Sache auch nicht besser macht. Ein Highlight ist sicher der Mont Ventoux. Hier wollte ich den Anstieg auf 1.900 m vermeiden und bin stattdessen auf dem GR 9 einfach auf 1.400 m aussen herumgelaufen, was überraschenderweise ziemlich abenteuerlich war. Die Bergflanken sind ziemlich steil und der Weg auf Geröllhalden ziemlich rutschig, keine Sicherung weit und breit und wenn man ausrutscht, dann überlebt man das wahrscheinlich nicht.... Größtenteils lief ich jedoch durch Wald, was die Sache ziemlich ungefährlich macht, aber ein Teil der Strecke hat mir schon den Puls in die Höhe getrieben.

GTPA: Die GTPA war die Entdeckung des Frühjahrs, und hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Teil des GR 4. Während der GR 4 fast ausschließlich durch Wald läuft, bietet die GTPA auf Kammwegen einfach atemberaubende Ausblicke auf die schneebedeckten Alpen. Aufgrund des Tren des Pigne ist die GTPA von Nizza aus mit 5 Zügen pro Tag zu erreichen. Da die Strecke größtenteils immer wieder die Bahnstrecke kreuzt oder begleitet, ist der Weg auch gut unterbrechbar.
Aber Achtung: Der Topoguide ist entweder veraltet oder die Strecke wurde an einigen Stellen umverlegt. Man kommt zwar halbwegs zurecht, aber man muss schon etwas mehr aufpassen als auf dem GR 4.

Ich war wieder völlig unproblematisch mit dem Tarptent unterwegs. Obwohl es tagsüber schon richtig heiß war, ist mir nachts einige Male auch das Zelt eingefroren. Und ein heftiger Hagelsturm auf dem Mont Ventoux war auch nicht zu verachten...

Ich wünsche allen viel Spass beim Nachwandern!

Christine

schoguen
27.04.2007, 18:34
Hi

Hmm. Warum sehe ich erst jetzt den Artikel über meinen Lieblingsweg?
Meine erste Erfahrung mit dem GR 4 war als ich durch die Auvergne ging. Da geht der Weg direkt durch die Vulkanberge. Ich war mit einem guten Freund unterwegs und wir haben es genossen. Schönes Wetter, schöne Berge (mit 1800 m und manchmal auch darüber) und guten französischen Wein. Unvergessen der Zeltplatz (da das Refuge voll war, war besser so für uns :-)) vor dem Refuge des Puy Mary.

Ich bin später dann noch durch die Gorges de l'Ardèche gewandert (auch GR 4). Da geht der Weg über in Stein gehaunene Trittbretter an einer fast senkrechten Wand entlang und man hat eine Eisenstange zum festhalten. Und das bei 42 Grad in der Sonne. :bg: . Aber wenn ich gefallen wäre wäre ja 4 Meter unter mir das Wasser gewesen. War lustig zu sehen wie es die Kanu und Kajakfahrer an den schwierigen Stellen ins Wasser schmiss. Von oben hatte ich eine schöne Sicht(grins). Und Zeltplätze gibts da genug.

Den Mont Ventoux bin ich noch raufgegangen. War das eine quälerei :D Aber die Aussicht war grandios. Und in einer schönen Ecke unterhalb des Gipfels hab ich übernachtet. Hat sich schon wegen des Sonnenaufgangs gelohnt.

Mal sehen wann ich den Weg zu Ende gehe. Meine nächste Tour wird der Stevensonweg in den Cevennen sein. Da solls auch einsam sein.

Viele Grüße

Günther

heron
27.04.2007, 19:43
hi schoguen

mein nächstes Ziel ist auch die GR 70 - im September heuer.
Wollte schon letztes Jahr gehen, aber aus beruflichen Gründen abgesagt - dieses Jahr wirds was :).
Wann hast du eingeplant?

gx
sabine

German Tourist
09.05.2007, 16:24
@Heron
@Schoguen

Ich bin den GR 70 komplett vor 2 Jahren über Ostern gelaufen. Obwohl er ganz schön war, fällt der GR 70 im Vergleich zum GR 4 stark ab.
Vor die Wahl gestellt würde ich ganz eindeutig dem GR 4 den Vorzug geben.
Gerade der erste Teil des GR 70 ist eher langweilig.
Fazit für mich: Der GR 70 war zwar keine Totalkatastrophe, aber ich würde ihn keinesfalls nochmals gehen. Es gibt in Frankreich deutlich schönere Wege.

Wenn ihr dazu noch Fragen habt, dann lasst es mich wissen.

Christine

schoguen
15.05.2007, 01:38
@Heron
Da ich ja noch zur Schule gehe :bg: und das lebenslänglich (als Lehrer), habe ich heuer im Juli und August Zeit. Und da werde ich unterwegs sein. Im September habe ich leider nicht frei. Erst wieder im Oktober. Schade. Alleine ist es nur halb so schön.
Nun hat der German Tourist mich da etwas nachdenklich gemacht. Es gibt auch noch schöne Strecken auf dem GR 4, die ich noch nicht gelaufen bin. So ab Mont Ventoux :D Da war nämlich damals Schluss für uns.

Ich habe ja noch etwas Zeit zum überlegen und in Frankreich bin ich schnell. Und ansonsten quartiere ich mich bei meinem Schwager in der Auvergne ein und schaue was ich von da aus machen kann.

@German Tourist
Bist du auch oft in Deutschland unterwegs? Dein Nick lässt ja darauf schliessen!
Und der Teil duch die Verdonschlucht fehlt mir auch noch fällt mir gerade ein. Und wenn du schreibst der ist schöner als der GR 7. :o Hmm Hmm Hmm Ich glaube ich weis wo ich dieses Jahr langlaufe. :)

Grüße
Günther
Der viel in Frankreich und Deutschland unterwegs ist.

German Tourist
15.05.2007, 16:36
@schoguen:
Hier noch mal ein klares Statement: Vor der Wahl zwischen GR 70 und GR (Mont Ventoux bis Grasse) geht der Siegerpreis eineindeutig an den GR 4. Idealerweise kann man diese Strecke auch noch mit Besuchen in Marseille, Aix-en-Provence und Nizza verbinden.
Oktober ist für die Strecke die ideale Jahreszeit, da es dann nicht mehr so heiß ist.
Mich selbst hast Du jetzt mit der Fortsetzung des GR 4 in der Auvergne neugierig gemacht....
Ich bin zwar auch viel in Deutschland unterwegs, aber der Nick hat eine andere Bedeutung: Ich bin in 2004 für 5 Monate einen Langstreckentrail (PCT) gelaufen und die amerikanischen thruhiker vergeben für jeden spezielle Trailnames. Und da ich halt aus Deutschland bin, wurde ich "German Tourist".....
Christine

schoguen
15.05.2007, 19:19
@ German Tourist
Huch. Da hab ich dich doch mit "der German Tourist" angesprochen. Hehe. Ich sollte wirklich keinen Beitrag mehr nach Mitternacht schreiben. Mea culpa. :wink:

2004! Da war ich in NJ und bin ein paar Tage auf dem Apalachian Trail gewandert. Und habe nette Ranger kennengelernt und mit ihnen Rehen nachgespürt :bg:

Der PCT ist auch so ein Traum von mir. Aber ich würde auch gerne mal die Europäischen Wege gehen. Und in meiner Nähe geht der Weg vom Böhmerwald nach Santiago vorbei.

In der Auvergne gibt es aber auch noch mehr Wege als den GR4. Denn der geht stellenweise durch nicht so dolle Gegend. Ich müsste mal in meinem Fundus nachschauen was ich da noch habe. Ich bin da schliesslich aufgewachsen :D Und da gibts schöne Rundwege (1-2 Wochen), die durch die Vulkane gehen oder die Täler duchziehen.
Und der Vorschlag den Weg duch die Verdon im Oktober zu gehen ist sinnvoll :D Ich werde mal meine Herbstferien dafür reservieren.

Viele Grüße
Günther

schoguen
03.10.2007, 22:56
Mal eine Rückmeldung.

Pünktlich vor den Ferien ist mir eine Schranktür auf den Fuss gefallen und den Zeh neben dem Großen Zeh erwischt. Hab gut gezielt. :p

Der Arzt meint jetzt 2 Wochen hoch legen und wenn der Nagel dann ab ist könnt ich langsam wieder gehen. Hmm, das mit der Wanderung in der Verdon wird so nix :grrr:

Großer Mist. Aber nix zu ändern. Werd dann mal alte Freunde im Bundesgebiet besuchen wenns mit dem Fuss besser geht.

Günther

Geotobi
03.02.2008, 11:51
Hallo, ich plane im Mai den GR 4 von Grasse bis Monosque zu laufen. Mich würde interessieren, ob man auf der Strecke gut und legal biwakieren kann. Des weiteren habe ich im Bereich der Seealpen von Wölfen gehört. Die machen mir mir weniger Sorgen. Schafherden mit Schutzhunden gegen Wölfe aber schon.
Besteht diese Schutzhundproblematik auch auf diesem G4 Abschnitt?

Gruß

tobi

German Tourist
03.02.2008, 22:30
Hallo Tobi,

wie ich schon in meinem Bericht geschrieben habe, ist diskretes Wildzelten kein Problem. Gerade die verlassenen Dörfer mit den ebenen landwirtschaftlichen Terrassen sind ein absoluter Traum.

Ich kann mich nicht an irgendwelche Tierherden inklusive von Schutzhunden erinnern - und an Wölfe auch nicht....:p

Viel Spass,

Christine

Geotobi
05.02.2008, 10:30
Vielen Dank für die rasche Antwort Christine. Hört sich super an - werde bestimmt die Strecke gehen.
Noch eine Frage: Gibt es eine Routenbeschreibung auf deutsch oder englisch.
oder existiert nur der Topoguide 401 auf französisch?

Gruß

tobi

German Tourist
05.02.2008, 12:23
Nein, ich kenne nur den französischen Topoguide. Lass Dich aber davon nicht abschrecken. Die französischen Streckenbeschreibungen sind nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass alle Karten dabei sind, die Laufzeiten angeben sind und dass in den Orten alle Servicemöglichkeiten durch Piktogramme angegeben sind. Und für diese Sachen brauchst Du kein Französisch....

heron
04.04.2008, 21:51
@geotobi

bin grade vom GR4 zurück :) ! Die GTPA habe ich unter anderem aufgrund der Wetterlage und meiner Verfassung (Mistral :motz: schneidend eiskalt heftig ohne Ende und viel Schnee) aufgehoben :cool:.

Zu den Herden mit den Schutzhunden - es gibt an manchen Abschnitten Hinweistafeln, wo Wanderer darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei den Schafen Schutzhunde dabei sind - die sind aber freundlich zu sich "normal verhaltenden Menschen" ;-). Hunde müssen unbedingt an die Leine, weil das Begehen des GR4 über die Privat- und Weidegründe auch an diese Bedingung geknüpft ist.
Die Hunde, denen ich begegnet bin, sind bellend herangelaufen und waren freundlich und sind wieder zu ihrer Herde gegangen.

Ansonsten ein ganz toller Weg - streckenweise anspruchsvoll, und den Abschnitt ab Ste Marie de Moustier muss ich jetzt nicht noch unbedingt einmal haben - nur Strasse und Fahrweg :(. Ab Greoux ist auch sehr viel Strasse.
Ich bin nur von Grasse bis St. Martin de Brome gegangen und habe dort wegen orthopädischer Probleme auf weitere Strassenkilometer verzichtet.

Infos, die nicht im Topoguide sind:

*Der Bus 8H vom Busbahnhof in Grasse zur Station "Tennis" hält direkt am Beginn der GR (es fragen einen viele, ob man auf den "scher" - ganz weiches sch - geht). Dieser Bus fährt nicht am Wochenende! und der letzte abends um 17:15! Die Busfahrer sind nett und setzen einen richtig aus :).
In Grasse gibt es ein paar Etagen unter dem Busbahnhof (Gare routière) einen Supermarkt (Monoprix), wo es so ziemlich alles gibt - z.B. Brennspiritus. Der Bus innerhalb von Grasse ist kostenlos und bringt einen aus diesem entsetzlichen Labyrinth wieder sicher auf den Gare Routière. Ansonsten kosten die Busse alle 1 Euro egal wohin und wielange man fährt :D. (Nizza-Grasse).

*In Rougon (kurz vor dem Point Sublime und Einstieg in die Gorges) gibt es eine Gite d'etappe bei der Creperie Le mure d'abeille - sehr nett!

*Ab Riez ist der Weg als auf der Strasse verlaufend beschrieben - inzwischen dürfte er aber von den römischen Säulen aus gerade weiterführen und kommt erst beim Pferdesportzentrum auf die Strasse. Ich habe zwar die "Negativ-Markierung" an der Strasse gesehen, aber den aktuellen Weg nicht gefunden und bin daher nach der Beschreibung auf der Strasse gegangen :(.

*Für eine Übernachtung in der Gite d'etappe von Entrevaux muss man sich beim Office de tourisme (gleich neben dem Tor) anmelden.

*Von Entrevaux den Zug nach Le Plan nehmen (1 Station) 1,35 Euros - auf der Schnellstrasse ist nicht so angenehm.

*Zum Gewichtsparen: für die beiden Tunnels in den Gorges reicht eine einzelne LED-Funzel (ich hatte meine Exped mit) völlig aus! Man hört ohnehin, dass man im Wasser latscht und so am richtigen Weg ist :baetsch:.

*Generell ist Kartenlesen nicht von Nachteil ;) weil die Markierungen manchmal nicht zu finden sind - aber ich war viel im Schnee unterwegs :o. (Eigentlich wollte ich im Warmen und in der Sonne wandern und bin deshalb nach Südfrankreich :bang:

*Von Manosque mit dem BUs nach Digne les Bains und von dort mit dem Bummelzug (Chemin de Fer de Provence) nach Nizza (falls ihr dort hinwollt/müsst) ist ein Erlebnis.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein - ist so schon ziemlich lang geworden.


Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne by PM melden.

gx
sabine

bastii
27.08.2008, 18:12
Hallo :)

Wir wollen in ca. 2-3 Wochen dem GR-4 ebenfalls mal einen Besuch abstatten..
Wir würden gern den Mt. Ventoux mitnehmen und möglichst wenig Zivilisation, sprich asphaltierte Straßen, auf dem Weg haben.

Dazu hätten wir ein paar Fragen:
Wo habt ihr den topoguide bestellt? (Suche im moment im inet.. werde aber irgendwie nicht fündig)

Welche Etappe (ca. 7-10 Tage) würdet ihr uns empfehlen?
Eventuell auch Teile de GTPA?

Danke für eure Zeit!
Die obigen Berichte haben auch schon sehr weitergeholfen :D

Gruß, Basti

heron
28.08.2008, 15:32
Den Topoguide gibt es hier (http://www.ffrandonnee.fr)

Keine Strasse ist eher nicht in dieser Gegend - am ehesten noch auf der GTPA - die ich aber immer noch aufgehoben habe. GTPA würde ich eine knappe Woche einkalkulieren - dann könnte man noch weiter auf dem GR4 bis Grasse - das ist eine schöne Gegend.
Aber dann fehlen die Gorges du Verdon und sie sind schon irgendwie sehenswert:grins:

Ich kann dir ja einmal einen Scan von der Übersichtskarte machen, wenn du willst?

gx
sabine

bastii
28.08.2008, 18:27
Hallo Sabine,

Danke für die schnelle Antwort!
Nen Scan wäre echt super :D
Meinst du die Strecke ist für Hunde geeignet?
Wir wollen unseren kleinen Mischling gern mitnehmen. (Schläft dann bei uns im Zelt ;-) )
Gorges du Verdon = Verdonschlucht?
Falls ja, es wird oft gesagt, die sei recht häufig stark besucht..
Was wäre da dein Tipp?
GTPA uund den von dir beschriebenen Teil des GR4 hört sich gut an..

Gruß,

Basti

bastii
28.08.2008, 18:57
Mir sind noch nen paar Fragen eingefallen:
:grins:
Wie schaut es mit Schnee aus? Sollten wir auf dem GTPA damit rechnen?
Kann man als Freizeitwanderer die angesprochenen Abschnitte in der Zeit gut laufen, oder artet das in Höchstleistungen aus? ;-)
Wir wollen mit dem Auto anreisen und dann Bei Beenden des Weges per öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Ist dies gut möglich? Ich denke mal in F ist das Nahverkehrsnetz ähnlich gut wie bei uns :grins:
Hat einer von euch noch Infos zur GTPA?
Oder vielleicht nen interessanten Link?
Witzigerweise schwer etwas zu finden:D
Danke Euch!!

Basti

bananensuppe
28.08.2008, 19:09
öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Ist dies gut möglich? Ich denke mal in F ist das Nahverkehrsnetz ähnlich gut wie bei uns :grins:

Ja, überall wo ein TGV-Bahnhof ist. Von kleinen Orten hilft oft nur trampen.
Für's Dept. Vaucluse kann ich mit Fahrplänen dienen.
http://www.vaucluse.fr/foptpl_ligneListe/TzoxMzoiZm9fcGFnaW5hdGlvbiI6OTp7czo1OiJfaWR0ZiI7czoxNzoiZm9wdHBsX2xpZ25lTGlzdGUiO3M6ODoiX29yZGVyQnkiO3M6MzM6IklEX0dBUkVERVBBUlQsIElEX0dBUkVBUlJJVkVFIGFzYyI7czo2OiJfaW5kZXgiO2k6MTtzOjc6Il9maWx0ZXIiO3M6MTU6IkxJR19SRUdVTElFUkU9MSI7czo0OiJfbXBwIjtpOjEwO3M6NzoiX25iUGFnZSI7ZDo2O3M6MTE6Il9uYlJlc3VsdGF0IjtzOjI6IjUxIjtzOjc6Il9wYXJhbXMiO2E6Mjp7czo4OiJUUExfQ09ERSI7czoxNDoiVFBMX0xJR05FTElTVEUiO3M6MTk6IlBBUl9UUExfSURFTlRJRklBTlQiO3M6MDoiIjt9czoxNToiX2V4dGVuZGVkUGFyYW1zIjthOjA6e319/ifoptpl_ligneListe/4/1120-lignes-de-transport-regulieres.htm

heron
28.08.2008, 21:21
Meinst du die Strecke ist für Hunde geeignet?
Wir wollen unseren kleinen Mischling gern mitnehmen. (Schläft dann bei uns im Zelt )
Gorges du Verdon = Verdonschlucht?


Grundsätzlich würde ich das dem durchschnittlichen Hund zutrauen :D. Nur in den Gorges/Verdonschlucht sind Hunde und Kinder unter 6 Jahren verboten.
Leinenzwang gilt auf den Weiden, in der Nähe von Schafen und im Wald.
In der Hauptsaison sind die Gorges ziemlich überlaufen, in der Randsaison weniger. Ich habe im März ein paar Leute erst ab Mittag getroffen.



Wie schaut es mit Schnee aus? Sollten wir auf dem GTPA damit rechnen?

Naa :grins: Schnee von oben? extrem unwahrscheinlich. Schnee, der noch liegt - auch nicht. Ich hatte zwar im März in Grasse eine Nacht mit Schneefall und bis -3° in rd. 2000m, aber das war die kälteste Zeit des ganzen Winters und eine wirkiche Ausnahme! Der ist auch nicht liegengeblieben!

GTPA ist im Topoguide ganz gut beschrieben - bin ich aber noch nicht gegangen. GR4 ist nicht sehr schwierig - geht halt zwischen Grasse und Entrevaux immer nur auf und ab - ins Tal runter und gleich gegenüber wieder steil rauf :lol:.

Die Verbindungen mit öffentlichem Verkehr sind ausser in den kleinen Kaffs ganz gut - es fahren Autobusse und die GTPA kreuzt immer wieder die Provence-Bahn.

bastii
02.09.2008, 11:31
Hallo :)

Erstmal ein dickes Dankeschön für die geleistete Hilfe ;-)
Wir haben nun den Topoguide und bereiten uns seelisch auf den Aufbruch nächste Woche vor..
:grins:
Ist Wasser wirklich so rar dort in dieser Jahreszeit? Und wie sind die Quellen im Topoguide ausgezeichnet?
Welche Tagestourenlänge habt ihr immer so ins Auge gefasst?
Sind im Topoguide ja immer so 2-3 STd.-Abschnitte.
Falls man mal in ner Hütte übernachten wollen würde, weiß, da einer ob Hunde (klein und brav :baetsch: ) erlaubt sind?

Gruß, Basti

Casagrande
20.04.2010, 22:52
Wir sind im April 2010 (Ostern) zwei Teilstrecken des GR4 gelaufen: Von Grasse nach Entrevaux (3 Tage) und von Manosque über das Plateau de Albion Richtung Mt. Ventoux (4 Tage). Den spektakulären Mittelteil (Gorge du Verdon) mussten wir wg. Schneefall und Gewitter auslassen, ab 800m gab es viel Schnee.

Ein paar aktuelle Infos zur Anfahrt und zu Strecke: Anreise am besten mit dem Zug bis bis Cannes, da hier bessere und günstigere Übernachtungsmöglichkeiten als in Grasse (z.B. Villa Toska oder günstige Hotels am Bahnhof).
Von Cannes Hbf / Busbahnhof fahren im Stundentakt Busse nach Grasse, am Vormittag immer um X.20 Uhr. Preis: 1,20 Euro. Eine gute Verbindung ist der Bus um 9.20 Uhr ab Cannes, dann bekommt man in Grasse den Anschlussbus zum Tennisplatz. Ansonsten Taxi. Startpunkt ist die Haltestelle "Tennis" hinter dem Schwimmbad. Am Tennisplatz links vorbei, denn rechts geht ein anderer GR los!
1. mögliche Unterkunft: Auberge in Caussols nach ca. 3 Stunden. Wir sind 3,5 Std. weiter weiter bis Gréolièrs und haben bei der freundlichen Engländerin Ms. Moss gewohnt. Angenehme Gite für 50,- Euro / Nacht. Im nahen Ort ein gutes Restaurant.
Die nächste Etappe war - aufgrund von hohem Schnee, Eisregen, Nebel und Wintergewitter - nicht einfach, Anfang April lag noch viel Schnee und wir versanken z.T. bis zur Hüfte darin. Es geht über das ca. 1.500 m hohe Plateau "Le haut Cheiron". Hier wird im Winter Langlauf betrieben!
Hinter der Wintersportstation ein langer Abstieg (über 1.000m) ins Tal hinunter zum Fluss vor dem Ort Aiglun. In Aiglun privat betriebene Gite "Auberge de Calendal" mit Restaurant (mit 110,- Euro für DZ+Halbpension etwas teuer für das Gebotene!), aber es gibt keine andere Unterkunft in dem Ort.
3. Tag: Entweder 5,5 Std. bis Amirat oder 11-12 Std. bis Entrevaux. Da in Amirat die Gite geschlossen war sind wir bis nach Entrevaux gelaufen. Es war anstrengend, aber die Landschaft ist großartig!
In Entrevaux gibts eine Gite oder das einfache Hotel "Le Vauban" (Zimmer ab ca. 45,- Euro, HP ca. 95,- Euro) - empfehlenswert!
Die Strecke stellt aufgrund der großen Höhenunterschiede und der großen Distanzen einige Ansprüche an die Kondition ist aber landschaftlich einmalig schön. Wir sind auf der ganzen Tour (außer in den wenigen Dörfern) keinem Menschen begegnet! Ein guter Führer ist der französische TopoGuide Nr. 401, auch wenn die Infos zu den Orten nicht immer korrekt sind.
Ab Entervaux fährt der kleine "Pininezapfen-Zug" (Strecke Nizza - Digne), man kommt über Digne mit Bussen leicht nach Manosque oder Sisteron, falls man dort weiter wandern möchte.

Zweites Teilstück: Manosque - Cereste - Simiane-la-Rontonde ... dann vom GR 4 abgezweigt Richtung Luberon / Rousillion - Gould. Diese Gegend und das Plateau von Albion ist längst nicht mehr so hoch wie der erste Teil der Tour, dadurch hat man im Winter und Frühjahr angenehmere Bedingungen. Es ist natürlich nicht mehr so einsam wie am Anfang, aber trotzdem ist man meistens allein unterwegs. Nette Dörfer, Kultur, Wein, Felder und immer den Luberon in Sichtweite!
In Cerest sehr gute Unterkünfte und Gastronomie. Hinter Cereste geht es dann langsam wieder aufwärts über Oppedette (auf ca. 600m) bis nach Simiane-la-Rontonde. Empfehlenswerte Gite "Chaloux" ca. 1 Std. hinter Oppedette (Schlafsaal, Zimmer, Selbstversorgerküche, Gite, gutes Abendessen auf Wunsch). Wieder eine landschaftlich tolle Ecke, aber nicht mehr so wild!
An den Hängen des Plateau de Albion Richtung Luberon finden sich zahlreiche (gut bezeichnete) Wanderwege, man könnte hier auch Rundtouren machen. Wir sind noch weitere 4 Tage bis Gould gewandert..... sehr abwechslungsreich, viel touristischer aber trotzdem sehr zu empfehlen! Den Ventoux haben wir nicht bestiegen.... zu viel Schnee!
Hinweis: In der Vorsaison ist es unbedingt ratsam vorher in den Gites anzurufen, ob jemand da ist. Oft gibt es in den Orten (z.B. Aiglung oder Amirat!) keine weiteren Übernachtungsmöglichkeiten und es fährt weder Bus noch Privatwagen ins nächste Dorf.[/FONT]

Fernwanderer
29.04.2010, 11:05
Die nächste Etappe war - aufgrund von hohem Schnee, Eisregen, Nebel und Wintergewitter - nicht einfach, Anfang April lag noch viel Schnee und wir versanken z.T. bis zur Hüfte darin. Es geht über das ca. 1.500 m hohe Plateau "Le haut Cheiron". Hier wird im Winter Langlauf betrieben!
Da wird in unmittelbarer Nähe sogar Abfahrt gefahren (dieses Jahr sogar bis in die letzte Märzwoche hinein) und darum hätte man sich von der Schneelage auch per Webcam (http://www.stations-greolieres-audibergue.com/content_webcam.php) ein Bild von der Lage machen können.
Eine Sammlung von Webcams findet sich unter http://www.wetterklima.de/ dort auf den Menüpunkt Wettercams und weiter durchklicken bis zur gewünschten Region oder zum gewünschten Ort.
Die Gorges du Verdon waren übrigens nach den Gewittern der Karwoche in der Osterwoche vollkommen frei und gut zu gehen.

Willkommen im Forum
Fernwanderer

strauch
09.09.2010, 09:51
Ich möchte gerne den GR4 ab dem 17. Oktober von Geroux Le Bains bis Castellane laufen. Weiß jemand wie dort die Wetterlage im Oktober ist. Oder liegt in den höheren Bereichen schon Schnee und wir sollten die meiden?

willo
09.09.2010, 13:23
Was hat das mit nem Reisebericht zu tun? - Sowas gehört nach Reisevorbereitung.

strauch
09.09.2010, 13:29
Was hat das mit nem Reisebericht zu tun? - Sowas gehört nach Reisevorbereitung.

Stimmt hast recht, ich hab die Sufu benutzt und nicht darauf geachtet wo es steht (ist ja auch nicht die erste Anfrage dieser Art) und wollte keinen neuen Beitrag aufmachen (es geht halt um den gleiche Abschnitt). Werde ich nachher mal machen oder willst du meinen Beitrag ausklinken?

uli.g.
09.09.2010, 13:34
Nachdem mir der GR 4 im Herbst so gut gefallen hat, bin ich jetzt in der Osterwoche einen weiteren Teil des GR 4 und die GTPA gelaufen.


Ein Highlight ist sicher der Mont Ventoux. Hier wollte ich den Anstieg auf 1.900 m vermeiden und bin stattdessen auf dem GR 9 einfach auf 1.400 m aussen herumgelaufen, was überraschenderweise ziemlich abenteuerlich war. Die Bergflanken sind ziemlich steil und der Weg auf Geröllhalden ziemlich rutschig, keine Sicherung weit und breit und wenn man ausrutscht, dann überlebt man das wahrscheinlich nicht.... Größtenteils lief ich jedoch durch Wald, was die Sache ziemlich ungefährlich macht, aber ein Teil der Strecke hat mir schon den Puls in die Höhe getrieben.


Christine

Erstmal Danke für den schönen Faden!

I.ü. kann ich Christines Schilderung nur bestätigen! Wir sind diesen Sommer die Rundtour Mont Serein - MV Gipfel (GR4) - tête de la grave - Mont Serein (GR 9) als Tageswanderung gelaufen

- Beim Aufstieg zum MV verliert sich der Serpentinenweg teilweise im Geröll und Unterholz; die Wegmarken sind z.T. nur auf größere Steine gemalt; a.E. gingen wir dann querfeldein, was aber nicht schlimm ist, da es hier nicht SO steil ist und der Strassenlärm oberhalb - allerdings ohne Mistral - gut zu hören ist.

- Kitzlig ist der GR 9 durch die Geröllfelder auf dem Rückweg. Über das eine Feld musste erst kürzlich ein Abrutsch erfolgt sein - jedenfalls war der Weg weg und nur ein paar Trittkanten von anderen Wanderern eingetreten; keinerlei Haltemöglichkeit - abgesehen von ein paar wenig vertauenserweckenden Würzelchen - selbstverständlich war auch das genau das Geröllfeld, welches nach unten hin nicht erkennbar auslief sondern über einen Felsabbruch im Nirgendwo endete! Ohne Sicherung eine schon grenzwertige Veranstaltung! Die Alternative wäre aber - da die Stelle kurz vor Mont Serein war - gewesen, den kompletten Weg über den Gipfel zurück zu nehmen! 500 hm/ 10 km! Zu allem Übel hatten wir die Wanderung auch noch aus einem französischen Wanderführer "Wandern mit Familie und Kindern im MV-Gebiet" :shock::shock::bang: (ils sont foux, les gauloises!")

- Oben auf dem Weg zum tête de la grave schnürte etwa 300 m von uns weg eine nicht beufsichtigte Schafherde mit 5 oder 6 großen Hütehunden über´s Geröll; hätte ich das vorher gewußt, hätt´ich unseren Schäfermischling zu Hause gelassen; glücklicherweise mussten wir nicht an der Herde vorbei!