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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hängematte in der Wildnis - selbstgemacht?!



colamaus
24.02.2003, 22:02
Hallo,

mir spuckt wieder mal was im Kopf rum das ich für den Zeltplatz "basteln" möchte.

Und zwar ne Hängematte.

Hat jemand da Ideen oder Erfahrungen?

Im Moment denke ich über eine geknüpfte Version nach - allerdings kapier ich den Knoten schon mal nicht. An dem sollte es aber nicht scheitern - hab noch (fast) alles hinbekommen.

Nur welches Material - soll ja dort bleiben also sollte sie Witterungsbeständig oder zumindestens lange haltbar sein.

Hat jemand einen Vorschlag?


LG

colamaus

PS: Bis unser Zeltplatz wieder einigermaßen bewohnbar und trocken ist hab ich noch Zeit für solche Projekte. :wink:

Jens
24.02.2003, 22:09
Hanfseil...
und besuche mal einen Kursus für Makramee. is total easy. Brauchst nur eine Stunde hingehen... Es gibt nu 2 Knoten... Musste ich mal in der Schule machen... Blumenampeln bastel.... :kotz:

Jens

boehm22
24.02.2003, 23:00
Hi,
ich hab mal als junges Mädel eine Hängematte geknüpft.

Material:
zwei Holzstäbe, die ich mit Rillen versehen habe und sogenanntes Pressgarn aus dem landwirtschaftlichen Fachhandel mit dem die Strohballen gepresst werden.

Dann hab ich an meinen beiden Stäben mit ca. 80 cm Breite cirka 80 Schnüre darangeknotet und ein paar Zentimeter vom Stab weg immer zwei nebeneinander liegende Schnüre mit einem normalen Knoten verknotet. In der nächsten Reihe habe ich dann die Knoten versetzt, also eine Schnur aus dem einen Knoten und die andere Schnur aus dem Nachbarknoten.
Das ganze ca. 3 Meter lang und am Schluß die Schnüre fest am zweiten Holzstab festgebunden, dann ein Seil oder geflochtene Schnüre an den enden der Stäbe verschlauft und irgendwo zwischen Nußbaum und Apfelbaum befestigt.
Ja, das hat Spaß gemacht, ich hoffe, die Erklärung ist verständlich.

colamaus
24.02.2003, 23:05
Danke für den Tip - ja war verständlich :-))

Wieviel Gewicht hat deine Hängematte ausgehalten? Weißt du das noch?

LG und danke

colamaus

boehm22
24.02.2003, 23:09
Hi Colamaus,


Wieviel Gewicht hat deine Hängematte ausgehalten?

Mich :lol: :P - mehr hab ich nicht probiert.
aber - ich hatte damals diese einfachen hanfartigen Schnüre aus der BayWa. Heutzutage gibt es nur noch die Hochdruckschnüre, die bedeutend mehr aushalten.

Christian J.
24.02.2003, 23:12
Hab' zwar keien Erfahrungen aber Google:

http://www.cevi.ch/regzh/hettlingen/cevitechnik/Seiltechnik/Kapitel10.htm

Kennst du sicher schon aber lieber doppelt als verpasst. :bg:

Christian

colamaus
24.02.2003, 23:17
@Boehm22

Tja die Sache mit dem Gewicht :wink:

@Christian

Ja die Seite kannte ich schon - nur an dem doofen Bretzelknoten bin ich beim ausprobieren gescheitert. Trotz guter Anleitung :cry:

Danke!

LG

colamaus

Christian Wagner
24.02.2003, 23:21
Zum nähen gibts hier was:
http://chattanooga.net/~cdp/hammock/hammock.htm


Sonstige Bauanleitungen:

http://www.backpacking.net/makegear.html

colamaus
24.02.2003, 23:27
@Christian W.

Danke für die Links nur leider bin ich des Englischen nicht mächtig.

Trotzdem vielen Dank - vielleicht klappt es mit nem Übersetztungstool.

LG

colamaus

Christian Wagner
24.02.2003, 23:32
Weitere Fragen auch gerne ins Forum, ich hänge ofters hier rum <fg>.
Schau auch gerne mal auf meine hp.

colamaus
24.02.2003, 23:33
@Christian W.

Auf deiner Seite bin ich grad und überleg ob ich mir nicht so nen Poncho mach :D

Toll die ganzen Sachen zum selbermachen.


LG

colamaus

Christian Wagner
24.02.2003, 23:40
Damn, und grade diese Seite gehört zu den nicht fertigen. :bg:

bertchen
25.02.2003, 00:01
wenn des thema selbermachen schon mal angeschnitten ist,

welche seide wuerdet ihr nehmen um sich ein schlafsackinlet selber zu machen?
bzw was ist bei der seide zu beachten??

Christian Wagner
25.02.2003, 01:46
Was meinst Du genau?

Material, Webart oder was?

bertchen
25.02.2003, 02:06
ich sauge jede nutezliche information die du mir geben kannst in mich auf.
nein eigentlcih seh ichs einfach nicht ein viel geld fuer so ein inelt auszugeben wenn ichs auhc selber machen kann, naehmaschine hab ich, naehen schnittmuster machen ..... kann ich auch(zwar nur von klamotten aber inelt sollte um einiges einfacher sein), jetzt braeuchte ich noch gute infos welche seide man sich dafuer besorgen soll.
Ziel: schutz des schlafsacks, weniger der waemegewinn, also vielleciht keine zu dicke seine, aber das sind nur gedanken, belehrt mich eines besseren wenn ich irre.
Also und genau zu antworten:
material & webart, sowie wo am besten zu kaufen wenns dafuer special laeden gibt und was es beim naehen zu seide zu beachten gibt.
wobei ich die letzten 2 punkte auch sicher selber rausfinden kann, will hier niemanden ausnutzen. Vorher googlen dann fragen endet oft nur in sehr sehr viel investierter zeit in der man schon was anderes machen koennte

tia

bert

boehm22
25.02.2003, 08:22
Hi,
auch ich hab eine Frage zum Seiden-Inlett.

Prinzipiell spricht mich daß auch an, weil damit der teure Schlafsack ein bischen weniger verschmutzt, aber da ich oft den Schlafsack nicht ganz, oder gar nicht zumache, stelle ich mir daß nicht einfach vor, mit den Stoffschichten zurecht zu kommen. Ich will ja auch so einfach wie möglich in den Schlafsack ein- und aussteigen und nicht erst ins Inlett schlüpfen und dann erst den halboffenen Schlafsack um mich trapieren.

Oder wäre es eine Möglichkeit, das Inlett an einer Seite offen zu halten, eventeull mit ein paar kleinen Klettverschlüßen versehen? Oder pickst mich der Klettverschluß zu sehr in der Nacht?

Wer hat eine Idee?

Silke
25.02.2003, 12:39
Hllo Rosi,

das von dir angesprochene Prinzip ist in meinem Schlafsack umgesetzt (Mini Light Plus von Lestra). Der hat von vorne weg ein Baumwoll Inlet, das ebenfalls über einen Reissverschluss verfügt , mit dem er eingezippt wird und mit Klett im eigentlichen Schlafsack fixiert wird. Ist super praktisch.

Ich habe mir den Schlafsack eben aus Gründen der Sauberhaltung geholt...mein Hund versteht nämlich nicht, warum er zwar im sauberen Zustand drin pennen darf, nicht aber wenn er vorher im Matsch unterwegs war. Und immer Schlafsack waschen ist nicht so toll.

Bisous,

Silke

Christian Wagner
26.02.2003, 03:27
@ Bertchen:
Zum Seideninlett ist kann ich Dir leider auch kaum näheren Infos geben was das Material angeht. Ich habe meine Seide von einem Kumpel bekommen, dessen Grosseltern irgendwann mal Vorhänge aus dem Zeug schneidern wollten. Es handelt sich dabei um Naturseide in Leinwandbindung. Ist recht dünn (fast dünner als alles was ich bisher unter meine Nähmaschine kriegen konnte).
Um da ran zu kommen würde ich Stoffläden und Gardinengeschäfte in meiner Umgebung abklappern. Da die Farbgebung bei einem Inlett kaum eine Rolle spielen dürfte würde ich auch die Restetische durchforsten. Oft findet sich dort Seide in wildem Omablusenmuster, welches recht günstig zu haben ist. Schau dir doch mal ein Seideninlett im Outdoorshop um die Ecke an - dann weisst Du so ungefähr nach was Du suchen musst, wobei es sicherlich auch nicht schlimm ist wenn der Stoff sich etwas anders anfühlt. Du musst dich halt darin wohlfühlen - was aber bei Seide eh nicht so das Riesenproblem sein sollte.
Zum Schnitt:
Man braucht, ein Stoffstück von etwa 1,5 m Breite und ca. 2 m Länge (zumindest in meinem Fall, ich bin 1,87 m groß). Der Zuschnitt ist denkbar einfach:
Man schneidet einfach eine Diagonale durch den Stoff, ungefähr so, wie in der Skizze angedeutet.

90cm 60 cm
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| / | 200 cm
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60 cm 90 cm

Dann legt man die beiden Stoffhälften übereinamder, so dass die beiden Stoffstücke genau deckungsgleich sind und näht an sie an den Längssseiten, und der kleineren Schmalseite (Fussteil) zusammen. Mit so Dingen wie Fussteil (Extra Stoffbahn, kreis- bzw. trapezförmig, wie beim richtigen Schlafsack), muss man sich zum Glück nicht rumärgern, da es sich nur um ein Inlett handelt. Zum Schluss kommt über die Schnittkanten noch ein Zickzackstich und versäumt das Ganze am Kopfende - Fertig - Arbeitszeit etwa 20 min. Achte drauf, dass Du eine neue Nadel zum nähen nimmst, Du ersparst dir dadurch viel Ärger. Eine eher engere Stichlänge (2- 3 mm) ergibt immer eine stabilere Naht, wobei der Seidenstoff so Dünn ist, dass er sicherlich das schwächste Glied in der Kette ist. Bei meinem Inlett haben sich an den belasteten Zonen die Stofffasern an der Naht zusammengeschoben, sodass der Stoff an diesen Stellen recht ausgedünnt aussieht, nichtsdestotrotz scheint das kein Stabilitätsproblem zu sein, eher ein kosmetisches. Ursache hierführ ist die lockere, und leichte Webart des Stoffes. Ansonsten habe ich bisher keine Probleme gehabt - passt, wackelt und hat Luft.


@Rosi:
Das Inlett an einer Seite offen zu halten ist glaube ich eine Prima Idee.
Kleine Klettverschlüsse die Du an die Aussenseite nähst, halten den Stoff am Schlafsack fest. Die korrespondierenden Flauschbänder kommen an die Schlafsackinnenseite neben den Reissverschluss, bzw. neben die Abdeckung. So kannst Du mit dem Reissverschluss Inlett und Schlafsack zugleich öffnen. Die Flauschbänder solten in den Schlafsack jedoch per Hand eingenäht werden, um die Füllung nicht von dem Nähfaden mitzufassen, und um somit keine Kältebrücken zu erzeugen.
Da an der Schlafsackinnenseite nur Flauschbänder sind, und der Hackenteil des Klettverschlusses an der Inlettaussenseite, dürfte sich IMHO auch der Kratzfaktor in Grenzen halten

Christian Wagner
26.02.2003, 03:28
Ok, Skizze hat nicht funktioniert, ich probiere es morgen nochmal. :bg:

alfi
26.02.2003, 09:09
Hallo Christian
Die verschiedenen Bauanleitungen auf deiner Seite finde ich sehr interessant.
Zum Poncho: Wie dichtest du die Kapuzennähte, und wäre es nicht möglich irgendwelche "Verbindungen" gegen den Wind anzubringen?
Wie schafft du es 7 Tage mit 12 kg Gewicht unterwegs zu sein?

Christian Wagner
26.02.2003, 13:14
Skizze fürs Inlett
90 cm.........60cm
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|OOOOOO8OOOOO| 200 cm
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60 cm.......90 cm

O ist die Stoffoberfläche
8 ist der Schnitt

@ Alfi: Die Kapuzennähte werden mit Seamgrip abgedichtet.
Ich habe an den Ponchoseiten so alle 30 cm ein Paar Streifen Klettverschlussangebracht.
Wie schon gesagt, die Ponchoseite ist nie fertig geworden.

Zum ultralightbackpacking sind ein Paar links auf meiner Seite. Für Einsteiger sind das Forum bei www.backpacking.net, sowie die knowledge nuggets sehr brauchbar.

alfi
05.03.2003, 09:52
Hi Christian,

vielen Dank für deine Informationen.

Mir ist da noch so eine Idee gekommen und ich hätte gerne deine Meinung dazu.
Ich könnte mir im Baumarkt eine billige Abdeckfolie (Polyäthylen?) 2x3m besorgen. Die würde ich dann gerne multifunktional verwenden (Gewicht).
Zum einen als Zeltunterlage oder wie ein Tarp als zusätzlichen Schutz fürs Zelt (bei Sturm?) aber auch als einfachen Poncho. (Mein praktisch neuer Wäfo Poncho hält zwar super trocken, doch im unwegsamen Gelände habe ich nach einem Tritt in den Poncho an einer Felsstufe jetzt beinahe zwei davon :cry: .
Das Problem ist nur die Kapuze. Du hast irgendwo anders etwas von einer Heißklebepistole geschrieben.
Braucht man dafür eine bestimmte Technik oder nur etwas Übung?
Ist die Klebenaht auch wirklich wasserdicht?
Macht so ein multifunktionales Ding deiner Meinung nach überhaupt Sinn.
(Es wäre halt sehr billig und wahrscheinlich viel robuster als ein exclusiver, neuer Wäfo-Poncho.)

mfg Alfons

Atron
05.03.2003, 10:12
Da Du schon einen super Poncho hast würde ich evt. dort Maß nehmen und das ganze Nähen (falls du eine Nähmaschine oder Zugang zu einer hast). Die Nähte nacher mit Seam-Grip einpinseln und evt. als Luxus ein Dichtband mit einnähen. Von der alleinigen Verschweißung halte ich nicht besonders viel. Auch kann ich nur von Heißkleber? abraten - wird starr und spröde bei niedirger Temperatur. Ebenfalls ist PE-Abdeckfolie höchstens als Unterlage zu verwenden. Als "Überzelt" viel zu dünn und windanfällig (kaum Möglichkeit Ösen zu befestigen - das reißt alles aus) - erste Wahl ist für mich eine Gewebeplane, zwar minimal schwerer, aber enorm reißfest ist und die Ösen sind großteils schon drin - evt. eine zweite kleinere kaufen für Kaputze, Transportsack, etc.

Atron

Christian Wagner
07.03.2003, 21:12
Mir ist da noch so eine Idee gekommen und ich hätte gerne deine Meinung dazu.
Ich könnte mir im Baumarkt eine billige Abdeckfolie (Polyäthylen?) 2x3m besorgen. Die würde ich dann gerne multifunktional verwenden (Gewicht).
Hm, also leicht ist die nicht gerade, auch das Packmass ist nicht wirklich berauschend. Wenn das Geld jedoch gerade knapp ist, dann ist so etwas natürlich viel besser als gar nicht wandern zu gehen <g>. Früher hatte ich mit so einem Teil so manche "Survival- woendtour" bestritten.


(Mein praktisch neuer Wäfo Poncho hält zwar super trocken, doch im unwegsamen Gelände habe ich nach einem Tritt in den Poncho an einer Felsstufe jetzt beinahe zwei davon . Guck doch mal in die Bücherei in die Nähabteilung, da müsste eigentlich was über das reparieren von Rissen drinnstehen. Am schluss noch Nahtdichter drüberschmieren und das wars.


Das Problem ist nur die Kapuze. Du hast irgendwo anders etwas von einer Heißklebepistole geschrieben. Das war eine Heisluftpistole.

Braucht man dafür eine bestimmte Technik oder nur etwas Übung?
Ist die Klebenaht auch wirklich wasserdicht? Arg viel übung braucht man dafür nicht, aber die Gewebeplane ist IMHO dafür nicht geeignet, da sie zu dünn ist. In das Material würde zu schnell ein Loch hineingeschmolzen werden. Im ursprünglichen Posting ging es um LKW- Plane, welche viel stärker ist, und die Hitze locker verträgt.

Macht so ein multifunktionales Ding deiner Meinung nach überhaupt Sinn.
(Es wäre halt sehr billig und wahrscheinlich viel robuster als ein exclusiver, neuer Wäfo-Poncho.) Multifunktional ist prinzipiell nicht schlecht, aber einen Poncho als alleinigen Zeltersatz zu nehmen ist IMHO sehr kritisch: erstens ist er recht klein, zweitens wird der Aufbau im Regen extrem ungemütlich<g>. Als Zeltunterlage ist das Material aber Prima (übrigens wird das gleiche Material für ein irres Geld in Outdoorläden als Zeltunterlage verscheuert). Auch als Tarp alleine kann ich es, siehe oben, mit Einschränkungen empfehlen.