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Glen S.
17.09.2006, 11:48
Region/Kontinent: Nordeuropa

Ziel war die Tour 18 von Kylestrome zur Sandwood Bay im äußersten Nordwesten Schottlands aus Abenteuer Trekking von Gantzhorn. Teilnehmer: Matze, Jan, Stephan und ich. Wir sind als Gruppe in z.T. leicht variierenden Zusammensetzungen schon mehrfach in Schottland unterwegs gewesen, u.a. Knoydart, Speysideway, Marmores / Grey Corries und Skye.

Tag 1 + 2: Anreise

Geflogen sind wir mit der Lusthansa, haben schon im Mai gebucht und kamen demnach recht günstig für 133 Euronen hin und zurück (Frankfurt - Edinburgh). Noch mal mit Ryanair, da hatte eigentlich diesmal keiner so recht Lust drauf … vor allem waren die zu dem Zeitpunkt als wir gebucht hatten auch nicht viel billiger.

Los ging es am Sa 2.9. um 20:30 Uhr in Frankfurt mit einem problemlosen Flug nach Edinburgh, Ankunft 21:30 Uhr Ortszeit mit recht wackeliger Landung.

Nach mehreren negativen Erfahrungen mit der Mitnahme diverser Waffen, wie Nagelscheren, Spirituskochern, Feuerzeugen, Kletterseilen, usw, waren wir diesmal extrem vorsichtig und hatten wirklich nichts im Handgepäck was irgendwie unser Vorhaben die LH Maschie zu kapern und zum Absturz auf Dufftown zu bewegen verraten könnte. Dementsprechend lief alles ohne Probleme beim Durchleuchten und ohne Durchsagen wie „Herr XY möge doch bitte dringend zur Gepäckabfertigung kommen …“ ab.

Wir hatten im Caledonean Backpacker in der Queensferry Street ein 4er Zimmer vorgebucht, man weiß ja nie. 18 Pfund die Nacht pro Nase ist nicht ohne, aber Schottland ist halt teuer. Nach 25 min mit dem Bus in die Stadt, ab ins Backpacker, Zimmer beziehen, ab in den backpackereigenen Pub welcher uns noch ein paar Stunden mit diversen schottischen Spezialitäten die Zeit bis zur selbst gewählten Nachtruhe unterstützte.

Am nächsten Morgen gab es eine wichtige Sache zu tun. Spiritus kaufen. Nach meiner Odysse letztes Jahr in Fort William (Alle Trekking Läden hatten zwar Trangia Brenner aber keinen Spiritus) war ich eher gedämpfter Erwartung und sah mich schon wieder diverse Malereibedarfs Läden auf deren Trekking Tauglichkeit unterprüfen. Aber weit gefehlt! Der Tiso, der leider erst um 11 öffnet (na ja, für Sonntags sollte man damit zufrieden sein) war well equipped und wir danach entsprechend auch. Auf zum Bus. Leider war es uns nicht möglich in einem Tag zu unserem Ausgangspunkt Kylestrome zu gelangen, so dass wir einen weiteren Stop in Inverness eingeplant hatten, also auf nach Inverness.

Auch Bus fahren ist teuer in Schottland, wenn man nicht im Voraus übers Internet bucht, oder das Glück hat in irgendeinen undurchschaubaren Spezialtarif zu rutschen, also: blechen! Ich glaub es waren 16 Pfund pro Nase …

Im Bus treffen wir dann ein Pärchen aus Brühl, die auch auf Trekking Urlaub sind, allerdings, ihrer Rucksäcke beraubt (sind irgendwie beim Flug abhanden gekommen), nun ein Alternativprogramm anstrebend. Na dann viel Spass … unser Mitgefühl ist ihnen gewiss.

In Inverness dann gleich ins Backpacker direkt am Busbahnhof, nett, sauber, hell. Weiter mit „Schottische Spezialitäten“ und dann ab ins Bett, denn am nächsten Morgen geht’s dann schon früh mit dem Bus weiter nach Kylesku unserem eigentlichen Ausgangspunkt für die Tour.

Tag 3: Kylestrome – Loch an Leathiad Bhuain

Tim Durmanns Bus Service, das ist der einzige Busverkehr in die abgelegene Ödnis der Nord-Westlichsten Highlands, wenn man mal von den Postbussen absieht, deren Routen, so wie Zeiten mir nach wie vor ein unergründliches Rätsel sind. Der Fahrer ist so nett, uns nach Aufforderung nicht in Kylesku, sondern auf der anderen Seite des „Fjordes“ in Kylestrome raus zulassen, um uns die wohl eher unspektakuläre Passage der Auto-Brücke zu ersparen.

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12:30 Uhr, angekommen am Aussichtsparkplatz in der Nähe von Kylestrome noch ein finales zurechtrücken der Ausrüstung, Klamotten an und los geht’s endlich zur ersten Etappe.

Kylestrome – Loch an Leathiad Bhuain. Das ist eigentlich nur die Hälfte der ersten angepeilten Tagesetappe, aber wir dachten, wir starten mal locker los und laufen uns ein wenig ein. Zudem wollten wir versuchen Matze, der sich kurz zuvor noch mit Lendenwirbel 3 und 4 sowie mit einem gewissen Ischias versuchte anzufreunden, den Einstieg in die Tour zu erleichtern.

Los geht’s auf steinigem, gut ausgebautem Weg stetig hinauf Richtung Nord-Ost. Auf zum ersten Gebirgsbach. Das Highland Wasser ist so köstlich wie ich es in Erinnerung hatte und jedes Mal ein echtes Highlight einer Schottland Tour.

Die Aussicht zurück wird immer beeindruckender und man kann gut die 3 zusammentreffenden Lochs Glendhu, Glencoul und Chairn Bhain erkennen, welche uns langsam aus der Zivilisation verabschieden.

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„Wenn Engel reisen“ dachten wir uns bei den letzt jährigen Touren immer, denn wir hatten fast ausnahmslos gutes Wetter und der berüchtigte schottische Regen hat uns zumeist verschont. Nicht so diesmal. Ständiger Regen, oder besser, Luft durchsetzt mit unzähligen kleinen Wassertropfen begleiteten uns den ganzen Tag und wenn man grad mal dachte jetzt ist Schluss damit und uns zu einer kurzen Rast entschlossen, fing es prompt in dem Moment wieder an zu regnen, als der letzte Rucksack den Rücken des Trägers verlassen hatte und den Boden erreichte. Dieses Dilemma zog sich durch die nächsten Tage wie ein roter Faden. Der schottische Gott des Wetters war uns nicht wohl gesonnen und sah uns wohl lieber laufen als rasten.

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Angekommen oberhalb von Loch an Leathiad Bhuain war es Zeit für das erste Lager. Es war jedoch weit und Breit kein geeigneter Lagerplatz zu finden. Alles war entweder zu abschüssig, oder dermaßen schwammig nass, das Zelten hier keine wirkliche Freude aufkommen lassen würde.

Also: Die Zelte auf / an dem Weg errichten, der hier noch ausreichend breit, hart und eben war, sah zwar irgendwie blöd aus, unter den gegebenen Umständen jedoch das angenehmste.
Midges waren kaum zu spüren, es wehte ein angenehmer Wind, dem natürlichen Feind des mit Abstand gefährlichsten Raubtiers der schottischen Highlands.

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Die Mitnahme unserer guten Freunde Glen Goyne, Bruichladdich und Caol Ila zahlte sich spätestens jetzt aus, nass, kalt, aber warm von innen und angenehm schwer ging es nach der Einnahme des Nachtmahles und dem unerwartet erfolgreichen Versuch Matze die Grundlagen des Skatspiels näher zubringen unter massivem Midges-Alarm ins Zelt um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Tag 4: Loch an Leathiad Bhuain – Lone / Loch Stack

So, nun also der zweite Teil der eigentlich ersten Etappe. Ein kurzer Anstieg und dann über den Bergrücken an einer Ruine (Bealach nam Fian) vorbei, die wir gerne zu einer windgeschützten Pause nutzen zum Abstig Richtung Achfary Forest. Nach dem Stück baumloser Hochebene ist das mal wieder ganz schön etwas Grün zu sehen. Achfary Forest ist ein kleiner aber feiner Wald mit enormem Moosbewuchs zwischen den Bäumen und lässt uns nach Durchquerung dessen vorbei an einem leerstehenden Herrenhaus auf die Strasse Richtung Loch Stack kommen.

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Bei Loch Stack kommt bei mir Vorfreude auf, schliesslich habe ich meine Angel dabei und ich erinnere mich noch gerne an meine Versuche in Knoydart, bei dem fast jeder Auswurf mit einer schönen Bachforelle belohnt wurde. Ein bischen Abwechslung zur klassischen Trekkingküche ist ja immer gerne gesehn.

Kurz vor Loch Stack über eine Brücke an der Ostseite des Sees vorbei an der letzten Farm Lone soll kurz vor dem kleinen Wäldchen eine gute Zeltmöglichkeit sein.

Da der schottische Gott des horizontalen Regens sich jedoch erneut gegen uns verschworen hat und sowohl Lone als auch dessen seitlich offenen Scheune unbewohnt ist, schlagen wir die Zelte in der Nähe auf und hängen unser Zeug erst mal in die Scheune zum trocknen.

Lone liegt vor der gewaltigen Flanke des Berges Arkle. Irgend wo dahinter wissen wir die Grate des Foinaven, welche wir bei gutem Wetter als Alternative zur wohl recht morastigen Durchquerung des Strath Dionard begehen wollen. Momentan sieht das Wetter gar nicht gut aus, die Berge in dichtem Nebel, starker Regen und windig, aber morgen wird bestimmt alles besser …

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Erst mal ein warmes Süppchen, ne Ziggarette, kurze Zwiesprache mit unseren 3 schottischen Flaschengeistern und dann mal das Glück auf Petris spuren versuchen.

Also ab an den Zufluss des Baches ins Loch Stack und raus den Spinner … Nix! Hat sich wohl noch nicht rumgesprochen, welche anglerischen Erfolge ich in Schottland zu erzielen gedenke … Gar nix, überhaupt nix!!! Na dann wird es halt Spaghetteria verfeinert mit dem einen oder anderen Leckerchen, auch gut!

Während der Essenszubereitung kommen 2 Trekker mit Hund den Weg herunter, den wir morgen hochsteigen werden in Richtung Beallach Horn. Ein Engländer und ein Schotte auf dem Weg nach Cape Wrath … nach Cape Wrath ???? Falsche Richtung … Nach dem wir ihnen auf der Karte erst mal zeigen wo wir, resp. sie gerade sind, geht eine heftige Fluchtirade los und eifriges Kopfschütteln zeigt uns, dass sie das wohl nicht erwartet hatten.

Es stellt sich dann heraus, das die zwei wohl eine falsche Abzweigung genommen haben und demnach vom rechten Wege abgekommen sind, Shit happens … morgen wollen sie sich dann von der anderen Seite her anschleichen …

In der Scheune lag Torf und trockenes Holz, wir hatten jedoch Hemmungen in der Scheune ein Feuer zu entzünden. Zum einen war das nicht unsere Scheune und zum anderen war die aus Holz. Die Eingeborenen kennen da nix, errichten ihre Zelte in der Scheune und machen erst mal heftig Feuer, das das mal gut geht …

… es geht wirklich gut, nur dass dann kurz nach dem wir uns schlafen gelegt haben zwei Wagen der örtlichen Fischereibehörde auftauchen um nach dem Rechten zu sehen, die dachten hier geht ne Party ab. Als die sich dann überzeugt haben, das wir nur ein paar Wanderer sind verziehen die sich wieder. War aber ein Mords-Auftritt, den die auch sichtlich genossen haben.

Die Nacht regnet es aller heftigst, mit dem Erfolg, dass mein Akto anfängt zu lecken und sich eine beachtliche Pfütze auf dem Footprint ausbreitet … Riesen Hals! Und Matzes linkes Knie begann den Tag über zu schmerzen …

Tag 5: Lone – Strath Dionard / Gualin House

… aber es geht weiter.

Der nächste Morgen beginnt recht freundlich, so dass wir guten Mutes zusammenpacken, uns von unseren beiden angelsächsischen Kollegen verabschieden und die heutige Etappe angehen. Vielleicht ja die Gratwanderung, das ware sicherlich ein Höhepunkt dieser Tour. Gratwanderungen haben es mir irgendwie angetan. Letztes Jahr der Marmores Grat, das hatte was …

Es geht zunächst durch ein kleines Wäldchen hindurch recht steil am Allt Horn entlang in Richtung des Sattels Beallach Horn, an dem dann die Entscheidung fallen würde, ob der Grat angegangen wird, oder wir uns durchs morastige Strath Dionard kämpfen warden.

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Zunächst gab es aber eine weit aus betrüblichere Entscheidung zu verschmerzen. Matze, der den ganzen Tag schon eher ziemlich still war, und dessen Laufstil nichts gutes verhieß tat ziemlich bald kund, dass er nicht weiter gehen würde. Das Knie machte einfach nicht mehr mit. Wir hatten schon gedacht Lendenwirbel und Ischias besiegt zu haben, dann kommt so ne Knie Geschichte dazwischen, Sehnenansatz des Fußbeugers. Shit!

Die Gefährten trennen sich. Matze geht zurück in die Zivilisation und will in Inverness auf uns warten. Die Laune ist an einem Tiefpunkt, aber es muss ja weiter gehen. Noch bischen Proviant und Ausrüstung umverteilt, zum Glück waren wir mit einem 2-mann und zwei 1-Mann Zelten unterwegs, als hätten wir es geahnt … Tschüß Matze, See you in Inverness.

Der Gott des Regens schickt zum Abschied noch ein paar dicke Tränen und bedeckt sein Antlitz mit Nebel … Bei Beallach Horn angekommen ist klar: Heute keine Gratwanderung! Die Sicht ist so schlecht, das das unverantwortlich ware. Also kommt jetzt der Abstieg ins Strath Dionard. Es geht auf immer schlechteren Wegen hinab, das Wetter bleibt stur.
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Lediglich das malerisch gelegene An Dubh Loch mag in wenig über die bescheidene Stimmung hinweghelfen.

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Mordor! Die Todessümpfe! Von nun an geht es durch Morast in Richtung Loch Dionard, der Weg existiert nicht mehr und es ist wirklich schwer voranzukommen. Es ist müßig zu erwähnen, dass die wenigen kurzen Rasstpausen auf den wie Inseln aus dem Moor herausragenden Felsen ohne Ausnahme verregnet waren, auch wenn es vorher doch fast so aussah, als ob es grad ein bischen besser wird …

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Vorbei gehts an Loch Dionard auf dem ein einsames Boot mit zwei Anglern seine Runden zieht. Im Windschatten der kleinen Hütte zu Beginn des Fahrweges durchs Strath Dionard eine kurze Rast, denn Morast schlaucht doch ziemlich.

Entlang des Flusses immer wieder ein paar Angler, oh entschuldigung! Ich meine natürlich Fliegenfischer! Wie konnt ich nur! Das die das mal nicht gehört haben. Der Weg zieht sich ziemlich, der Regen peitscht. Gualin House ist nach Angaben unserer angelsächsischen verpeilten Waderer aus Lone ein Hotel und in uns keimt der Wunsch nach einem Ale und nem trockenen Zimmer um den nicht ganz nach Plan verlaufenden Tag noch irgendwie einen versönlichen Abschied zu verleihen. Also weiter als eigentlich für heute geplant noch hoch bis Gualin House und mal nach einem Zimmer fragen …

Beim steilsten Stück des Anstieges, der nur noch mit Mühe ohne Fluchen zu bewältigen ist, überholt uns ein Geländewagen mit einem Haufen Angler hintendrauf, ich korrigiere: Fliegenfischer, die nach getanem Hobby eingesammelt wurden und in Richtung Gualin House gebracht werden.

Oben angekommen vermisse ich eine Rezeption und frage den nächstbesten Fliegenfischer, der es nicht rechtzeitig nach meinem Auftauchen geschafft hatte sich ins Haus oder ins Auto zu verziehen ob hier ein Zimmer frei sei. So angewiedert hat mich lange keiner angeschaut, als er mir mitteilte dies das hier eine private Lodge sei und das es hier sicher kein Zimmer geschweigedenn ein Ale für uns gäbe. Der Anblick einer Sterling Silbernen Fliege auf einer Tweed Kappe wird mir wohl noch lange Brechreiz verursachen.

Nix mit Ale! Mit denen hätt ich auch ungern eins getrunken! Also weiter, aber nur so weit, wie nötig um einen Zeltplatz zu finden. Der ist auch schnell gefunden. Neben der Strasse, bei der Brücke über den Fluss, den wir morgen in Richtung Sandwood Bay folgen werden ist eine schöne Stelle. Also Zelte auf, Flaschengeister befreien, Essen kochen. Wie ein Fingerzeig des schottischen Wettergottes zeigt sich hie und da ein Stück blauer Himmel, so dass für Morgen Hoffnung besteht.

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In der Nacht regnets dann doch wieder ausgiebig, wo Matze jetzt ist? Hoffentlich hat das alles geklappt. Ich schlafe ein, wie ein Stein.

Tag 6: Gualin House – Sandwood Bay

Todessümpfe Teil 2. Kein Weg, nur Morast. Links vom Fluss, vielleicht ist rechts besser, nö doch nicht, wieder links …

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Aber der Wettergott hat ein Einsehen mit uns. Es klart auf, kein Regen mehr, langsam arbeiten wir uns in Richtung Sandwood Bay vor. Von manchen Hügeln aus ist das Meer schon erkennbar und man meint auch schon das Weiß von Dünen wahrnehmen zu können.

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Die Stimmung wird besser. Sandwood Loch, weisser Sand, frische Brise, trocken, was kann schöner sein?

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Am Loch vorbei in die Dünen, blauer Himmel, ein schöner, ebener, trockener Zeltplatz mitten in den Dünen … Zelte aufbaun und zum Meer, Handtücher und frische Wäsche dabei, blauer Himmel, 10 Grad mehr und man würde glauben man ist in der Karibik, OK die Palmen fehlen … runter mit den Klamotten und ab in die Wellen, scheiss-kalt aber sau-geil!!!

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Rein in die frischen Sachen, kaput aber glücklich erst mal was schönes essen. Das Wetter hält tatsächlich, kaum zu glauben. Süßwasser am Meer? Kein Problem, das Sandwood Loch hat angeblich Top Trinkwasserqualität zu bieten.

Ein schöner Abend mit schottischen Flaschengeisern und Skat und viel zu erzählen.

Die Nacht bleibt trocken …

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Tag 7: Sandwood Bay – Blairmore – Inverness

… und der nächste Morgen erwacht mit strahlend blauem Himmel!

Zur Feier des Tages gibt’s Rührei mit Speck, Stephan hat Trockeneipulver mitgenommen, schön Zwiebeln und Knobi dazu, paar Trockenkräuter, köstlich!!! Heute geht’s zurück nach Inverness wenn alles mit den Bussen klappt und wir werden so denn alles klappt Matze wieder treffen und ordentlich einen abfeiern.

Happy End? Fast …

Nach dem Rührei wird mir echt schlecht, Magenkrämpfe, Kreislaufprobleme, die 2 Stunden nach Blairmore ziehen sich und ich kann nicht wirklich schnell vorankommen … in Blairmore fährt uns ein netter Mann nach Kinlochbrevie, von wo der Bus nach Inverness abgeht. In Inverness angekommen (Matze holt uns vom Busbahnhof ab) leg ich mich um 20:00 Uhr ins Bett und leide ein wenig vor mich hin, während die anderen sich die wohlverdienten Ales schmecken lassen.

Tag 8: -10: Inverness – Edinburgh – Heim

Das Wetter ist toll, die Sonne scheint, T Shirt Wetter. Die nächsten Tage sind für mich trotz alledem eher nicht ganz so unterhaltsam, hab mir anscheinend wirklich was eingefangen, glaub gar nicht, dass das das Rührei war, habe eher Sandwood Loch in Verdacht, stehendes Gewässer, recht flach …

Wurde zwar von Tag zu Tag besser, hab aber bis zum letzten Tag gebraucht um wieder einigermaßen hergestellt zu sein.

Fazit:

Tour mit Hindernissen (vielleicht sollt ich doch mal über einen Wasserfilter nachdenken …), aber trotz allem super schön, echt klasse und ein tolles Erlebnis!

Micha77
17.09.2006, 12:35
Danke für den tollen Bericht, ist ja eine super Gegend da oben. Kommt gleich mit in die engere Auswahl für nächstes Jahr.

alaskawolf1980
17.09.2006, 14:35
Wow... schöner Bericht. Und die Fotos wirken so brillant und "extra-scharf". Nehme mal an, dass es durch die feuchte Umgebung die Farben automatisch saftiger wirken und weniger Staubteilchen in der Luft sind.

Aber trotzdem: Welche Kamera?

Hannes1983
17.09.2006, 16:33
Hi Glen!!

Wirklich netter Bericht und Bilder die anmachen :-).

Du meinst Busfahren in Schottland sei teuer, dann darf ich dir mal diesen Link hier nahelägen Megabus! (http://www.megabus.com/). Sehr easy und ist schweinebillig. Hab es dieses Jahr von Glasgow nach Inverness mit meinen 3 Kumpels genutzt.
Manchmal musst nur im vorhinein einer Reise ein bisle recherchieren, dann findest auch günstige Verbindungen :D .

Gruß Hannes

Onkel Tom
17.09.2006, 16:53
Yepp, kann mich den Vorrednern nur anschließen - echt toller Bericht, die Bilder lassen einen schon mal wieder anfangen zu träumen...
Gruß
TOM

Glen S.
17.09.2006, 22:49
Wow... schöner Bericht. Und die Fotos wirken so brillant und "extra-scharf". Nehme mal an, dass es durch die feuchte Umgebung die Farben automatisch saftiger wirken und weniger Staubteilchen in der Luft sind.

Aber trotzdem: Welche Kamera?

Ist ne einfache Kodak EasyShare CX7430. Ein paar Bilder sind hinsichtlich Kontrast und Helligkeit leicht nachkorrigiert.

schnuffiwuffi
19.09.2006, 16:59
Sehr schöne Bilder und eine super tolle Landschaft! Irgendwie rückt Schottland mir immer mehr ins Blickfeld für eine Zweittour im nächsten Jahr :)

Schnuffiwuffi

Auenländer
29.09.2006, 17:39
Super Beschreibung, klasse Bilder, als wäre man dabei gewesen.
Bin die Tour selbst mal gelaufen, kann mir also die Schlammschlacht
sehr gut vorstellen.