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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Optimuskocher



Christian Wagner
16.02.2003, 16:32
Hat jemand von euch Erfahrung mit den Petroleumkochern von Optimus?
Diese sollen sehr viel zuverlässiger sein als MSR und Co.
Thx im Vorraus,

Felix
17.02.2003, 14:21
Hallo,
ich habe den Nova von Optimus (Benzin Petroleum, Diesel) und bin sehr zufrieden. Diesel habe ich noch nicht getestet, Benzin (Coleman und auch Normal) geht sehr gut, für Petroleum muß man etwas länger vorheizen. Dabei rußt es etwas, aber wenn der Kocher läuft dann ist der Ruß vorbei und er Vorheizruß verbrennt wieder. Die Regulierbarkeit ist sehr gut. Mit Petroleum brennt der Kocher etwas leiser als mit Benzin. Die Pumpe ist solide aus Metall und auch die restliche Konstruktion erscheint mir sehr solide und durchdacht.

Gruß

Felix

Christian Wagner
19.02.2003, 13:45
Hm, gerade den habe ich nicht gemeint. Ich will eigentlich keinen Kocher mit Pumpe mehr. Einen zum Vorheitzen, das währs. Erfahrungen?

Felix
20.02.2003, 12:08
Welchen Kocher meinst du denn dann. Falls ich die Optimus Webseite richtig gedeutet habe, dann sind die Kocher ohne Pumpe nur für Benzin. Oder meinst du mit "ohne Pumpe" = interner Tank?

Gruß

Felix

PS. Der Nova ist trotzdem toll.

Christian Wagner
20.02.2003, 16:43
z. B. diesen hier: http://www.optimus.se/products/hunter/
Habe aber gerade gesehen, dass das auch "nur " ein Benziner ist. Damn, der nächst grössere ist der Hiker, welcher Petroleum verheizt, der ist aber zu schwer. Früher gab es mal den Hunter in Petroleumausführung.
Kennt den jemand?

Saloon12yrd
20.02.2003, 16:49
Ich würde einfach mal vermuten das eintige was den Petroleum Hunter vom Benziner unterscheidet ist die Düse...

Bei meinem Primus LFS hat die Benzinerdüse ein 0.32mm Loch, Petroleum ein 0.28mm.

Wenn Optimus clever ist benutzen alle ihre Kocher die selben Düsen (spart Arbeitsprozesse und damit Geld). Guck Dir doch mal die Düse von einem petroleumfähigen Optimus an (abschrauben, oder so) und vergleich sie mit der Benzindüse vom Hunter. Ich würde fast wetten das ist ein und das selbe Ding nur mit nem unterschiedlich großen Loch.

Das Du sagst den Hunter gabs auch mal als Petroleumkocher spricht IMO dafür, daß sonst gar nichts oder nicht viel anders ist.

Sal-

Felix
21.02.2003, 15:19
Ja das mit der Düse könnte ein Ansatzpunkt sein. Allerdings würde ich ausprobieren, ob es auch bei strengem Frost klappt mit dem Vorheizen genug Druck aufzubauen. Was hast du eigentlich gegen Pumpen?
Übrigens hat der Hiker auch eine Pumpe.

Gruß

Felix

Christian Wagner
21.02.2003, 16:46
Ja das mit der Düse könnte ein Ansatzpunkt sein. Allerdings würde ich ausprobieren, ob es auch bei strengem Frost klappt mit dem Vorheizen genug Druck aufzubauen. Lt. div. Büchern werden diese Kocher seit jeher auf Polarexpeditionen, bzw. von Zahlreichen Skandinaviern auf Wintertouren eingesetzt. Tiefe Temperaturen sollten eigentlich kein Problem sein.

Was hast du eigentlich gegen Pumpen? An meinem Coleman war das das erste was kaputt ging. Eine Pumpe ist prinzipiell einfach noch so ein Teil das kaputtgehen kann. Wenn man etwas weglassen kann, dann mache ich das gerne. Was nicht da ist, geht auch nicht kaputt. Prompt ist mir an meinem Coleman auch alserstes die Pumpe abgeraucht.

Übrigens hat der Hiker auch eine Pumpe. Die ist aber optional. Das Ding fuzt auch ohne.

Christian Wagner
10.04.2003, 20:55
Kocherupdate:
Habe mir vor ein Paar Tagen bei E-bay den russischen Benzinkocher gehohlt.

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3600366656&ssPageName=ADME:B:EOAB:DE:6

Specs:
Gewicht: fast 800 gr. (Umpf) mit Benzinfüllung (voller Tank)
allerdings sind 400 davon das Gehäuse aus Stahlblech (da schlägt das Tunerherz höher <g>...)
Kochleistung: 1l Wasser kocht in 10 min
0,5 l kocht in 5 min
max. Kochdauer: über 1 h
Tankinhalt: 0,1 l Benzinflasche muss also definitiv mitgeführt werden (für Kurztouren nehme ich meinen Spirituskocher)

Handling:
Tank mit Benzin füllen, den Rest des Kochers mit ein wenig Spiritus übergiessen, diesen anzünden und etwas warten (ca. 1 min.). Dan den Regler aufdrehen, und schon brennt es. Topf drauf und warten bis das Wasser kocht (vielleicht etwas zu lange). Regulierung ist augenscheinlich glaube ich recht gut. Brennstoffverbrauch scheint sehr niedrig zu sein. Bedienung insgesamt sehr entspannt, kein Pumpen und auch sonst kein stress. Beim schliessen der Benzinzufuhr wird die Düse zwangsweise mit einer Reinigungsnadel durchstossen. Verstopfen kann da (zumindest theoretisch) eigentlich nix. Das Gewicht ist höher als ich gehofft hatte, aber man kann da sicherlich das ein oder andere Gramm durch moderne Materialien einsparen.

Fazit:
Kleiner schnuckeliger Kocher der recht günstig war und schön gemächlich das Essen erwärmt. Kein Schweissbrenner, aber für die ein oder andere Wintertour bestimmt ausreichend. Warten wir mal weitere Tests ab. Wenn man das schwere Stahlgehäuse durch Alu ersetzt, dann wird bestimmt ein geiler Kocher draus. Für den Preis von 29,50 unschlagbar.

ayako
11.04.2003, 12:26
Hab den "Russenkocher" immer bei meinen Motorradtouren dabei. Das Ding funktioniert immer und ist total einfach augebaut und zu bedienen. Es schlägt nach meiner Meinung nach Kocher die 120 Euro und mehr kosten. Klar das Gewicht ist nicht gerade wenig.(Kann aber mit ein wenig Bastelarbeit ohne Blechschale genutzt werden und der Preis und Zuverlässigkeit ist unschlagbar.)
Verbrennt auch misserablen Fahrzeugsprit. :D

Fazit: Kaufen!!!!!!!!!!!!