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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hobo-Ofen



chinook
31.08.2006, 14:35
Ich bin auf der Suche nach einer Konservendose mit einem Innen(!)durchmesser von 12.7cm. Eine Nachsuche im Supermarkt hier hat nur maximal 11cm gebracht. Ich brauche das o.g. Mass, weil ich hoffe, diesen Topf da hineinstecken zu können:

http://www.globetrotter.de/jpg_prod/y/yi_0205107a.jpg

Schön wäre es, wenn es eine hohe Dose wäre, um in etwa auf das Idealverhältnis von 2:1 zu kommen.

Kennt wer solch eine Dose? Ich würde zur allergrössten Not sogar eine Industrie-Erbsensuppe essen, um daran zu kommen. Sollte es nun Hundefutter sein, muss sich eben ein anderes Familienmitglied opfern ...


-chinoook

Tomscout
31.08.2006, 14:38
keine Dose, hat aber das gewünschte maß:
ein Rauchrohr (in der Kaminabteilung) aus dem Baumarkt Deines Vertrauens.
Gibt's als 120mm und 130mm Durchmesser.
PS: wir sind auch schon mit Maßband durch nen Supermarkt gestiefelt
:bg: :bg: ohne Erfolg...

chinook
31.08.2006, 15:16
keine Dose, hat aber das gewünschte maß:
ein Rauchrohr (in der Kaminabteilung) aus dem Baumarkt Deines Vertrauens.
Gibt's als 120mm und 130mm Durchmesser.
PS: wir sind auch schon mit Maßband durch nen Supermarkt gestiefelt
:bg: :bg: ohne Erfolg...

Supi. Kostenpunkt? In welchen Chargen zu kaufen (bekommt man das auch in weniger als Metern)? Wie dick ist das Material, wie schwer?


-chinoook

Hoaxter
31.08.2006, 15:31
Frag mal den Pizzabaecker deines vertrauens. Die kaufen normalerweise bei Metro, Fegro etc. ein und da gibt es dann auch schonmal andere Groessen als in Supermaerkten.

Cheers,
Sven

Tomscout
31.08.2006, 15:37
Supi. Kostenpunkt? In welchen Chargen zu kaufen (bekommt man das auch in weniger als Metern)? Wie dick ist das Material, wie schwer?

Nee, im Ernst! Ab nach Hornbach o.ä. - habe so ein Rohr für unseren H-1 hier verwendet (es ist das obere Stück vom Brenner):
http://home.pages.at/boellerscout/pics/Photo-0115.jpg
5 EUR oder so. ich glaube sogar drunter.
120mm x 250mm
ca. 0,8 mm dick
ca. 300gr.

Ob es JAHRE als Hobo hält, weiß ich nicht, aber ist doch ein Versuch wert... 8)

Harry
31.08.2006, 15:56
PS: wir sind auch schon mit Maßband durch nen Supermarkt gestiefelt
:bg: :bg: ohne Erfolg...

Gleiche Idee mit dem Massband hatte ich gestern auch beim Einkaufen.
Die anderen Kunden haben nur doof geguckt was ich da so messe.
Also gefunden hab ich Bockwurstdosen. Diese haben den gleichen Durchmesser wie die grossen Tomatendosen sind aber doppelt so lang.
Muss nochmal bei Kaufland vorbei schauen. Die haben ne grössere Auswahl an Bockwurstdosen. Die gibts ja auch grösser.
Ich sehs schon kommen, eine Woche lang Würstchen essen.
Da nehm ich mir wohl doch lieber ein paar Meter Absaugrohr von der Arbeit mit.

@Tomscout, welche Abmessungen hast du den für deinen kleinen Hobo verwendet wg Ober und Unterteil.

Tomscout
31.08.2006, 16:01
@Tomscout, welche Abmessungen hast du den für deinen kleinen Hobo verwendet wg Ober und Unterteil.

*laaaaaaach* Meinst Du den Kaufland da hinter bzw bei Wulsdorf? Da war ich drin letztes Samstag... mit Maßband :bg: :bg:
Und die Rohre hab ich beim Hornbach da umme Egge gekauft.

Zu Deiner Frage - klick hier:
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=15472&highlight=
Das Rohr ist 120mm x 250mm.

Wenn Du noch Fragen hast, mail mir einfach.

Harry
31.08.2006, 16:33
Ja genau den Kaufland meine ich. :lol:
In dem Hobelwerk 500 m da vor gibts auch das Absaugrohr samt Anhängerweise Brennmaterial. Mal sehen ob der Ofen auch mit Hackschnitzeln funktioniert
Vorteil einer Würstchendose ist meiner Meinung nach der fester Boden.
Den mit einem Dosenöffner abgeschnittenen Deckel kann man dann als Brennrost nutzen. Müssen halt nur noch Löcher reingebohrt werden..

Tomscout
31.08.2006, 16:37
:)
Absaugrohr? Im Hobelwerk gibt's Absaugrohre? Was muss ich mir da drunter vorstellen?

Mhm... ich weiß nicht, inwiefern Weissblech die Hitze aushält, wenn Du da ein "echtes" Feuer (also Holz) drin machst - und wie willst Du das Brennrost in der Dose befestigen?

Lodjur
31.08.2006, 18:23
Hallo Harry,
solltest du Wickelrohr meinen vergiss es direkt wieder. Die taugen nicht für diesen Zweck. Da brennt es dir die Verzinkung runter und das ist extrem giftig. Das schlägt dir auch beim kochen ins Essen.!!Der Ofen glüht sehr schnell weg danach. Die von Tom genannten Ofenrohre sind da besser und ja auch nicht teuer. Tipp zum befestigen des Rostes: Zeichne 6 gleichmässig auf dem Umfang verteilte Quadrate von z.B 3 x 3 cm auf das Rohr. Die Oberkannte auf der Höhe in der der Rost liegen soll. Nun die Ecken ankörnen und je ein Loch von 8 mm bohren. Mit der Stichsäge auf dem Strich zwischen den Löchern unten aussägen und jeweils aus dem Loch nach oben bis ins obere Loch. Wenn alle Quadrate so gemacht sind Quadrat 1, 3, und 5 nach innen drücken und möglichst gleichmässig im rechten Winkel zur Rohrwand falten. Nun von der Rohrunterseite den Rost auf die 3 Laschen legen. Dann die anderen 3 Laschen nach innen biegen. Feddich! Hält perfekt ohne Schrauben oder sonstige Konstruktionen um den Rost zu fixieren. Die dabei entstehenden Löcher sind gleichzeitig die Luftzufuhr von unten. Etwa 2 cm über dem Rost dann rundherum im Abstand von 35 mm Lochmitte zu Lochmitte 12 mm Löcher bohren. Je nach Rohrdurchmesser anpassen. Dann hast du den fast perfekten Zug. Zum Kochen kannst du aber keinen Topf in den Ofen hängen oder draufstellen. er braucht auch oben Luft. Also entweder im oberen Rand auch grosse Löcher oder besser ein Blechkreuz zum aufstecken auf den oberen Rand. Dann kann man kochen und Holz nachlegen ohne den Topf runternehmen zu müssen. Wenn fertig mit kochen das Kreuz einfach runter und man hat ein sicheres Lagerfeuer. Man kann auch einfach zwei olle Winkel Häringe aus Stahlblech oben auf den Rand legen. Geht noch einfacher und funzt auch.
CU Bernd

Harry
31.08.2006, 20:03
Späne Absaugrohre sind verzinkte Blechrohre, gibts auch gewickelt.
Das Problem der Verzinkung gibts bei den Konservendosen aber auch hab ich gerade an einer Tomatendose festgestellt.
Woraus besteht das Ofenrohr den eigentlich? Ist auch verzinkt oder nicht..
@Lodjur, deine Baubeschreibung dient mir schon zuverlässig seit mehreren Jahren als Ständer/Gehäuse für einen Spiritusdosenkocher. Demnächst auch für Holzbrennstoffe.
Oben habe ich Zinnen, worauf der Topf steht und die Flammen seitlich an den Topf kommen. Das mit dem Blechkreuz ist auch ne gute Lösung.

Lodjur
31.08.2006, 20:15
Hi Harry, die Ofenrohre sind nur aus blauschwarz angelassenem Stahlblech. Keine Beschchtung drauf.
CU Bernd

iamon
31.08.2006, 23:52
Chinook hat ja bereits angefangen. Inspiriert durch den Künzi-Thread Ist die Idee einer Selbstbau-Löung geboren worden. Einen Versuch mit verzinktem Stahlblech habe ich bereits vollendet. Wie ich nun lesen, danke den Hobo-Altmeistern, aus gesundheitsbedenklichen Gründen einmotten können. Ansonsten reizt mich auch die Idee des Produktrecyclings. Lodjurs Vorschlag für das Hobo Rohr finde ich toll. Ich habe zwei alte Edelstahl-Thermosflaschen, denen das Vakuum abhanden gekommen ist. Kann man die nicht verwenden? Der Außendurchmesser ist 8cm. Das Material könnte perfekt sein, hoffe auf eine 0,5mm Wandstärke.

Lodjur
01.09.2006, 07:31
Hi iamon,
im Prinzip geht das sicher aber nach unten ist es schon etwas heikel mit dem Durchmesser. Da kannst du nur noch son Minizeugs einwerfen. damit bekommst du keinen Topf mit 1 l Wasser ans kochen. Ausserdem besteht eine Thermosflasche aus 2 miteinander verschweissten Rohren. Die musst du erstmal auseinander bekommen. Überhaupt ist die Bearbeitung von V2A mit haushaltsüblichem Werkzeug ein Graus! Sägen ond bohren ist kaum vernünftig drin und man muss schon etwas Metaller Wissen haben um das ordenlich hinzubekommen. Von gutem Werkzeug ganz abgesehen. Mit Bohrern vom Grabbeltisch bei Norma kannste das gleich vergessen. Da ist der Bohrer schon nach nichtmal einem Loch ausgeglüht. Handbohrmaschine dreht viel zu hoch und wer hat schon eine einstellbare Ständerbohrmaschine. Mit entsprechender Geduld und Vorsicht kann man aber schon ne Menge hinbekommen. Oder mal in der örtlichen Klempnerei fragen. Die lassen oft auch mit sich reden und wickeln einem z.B aus einem Stück Abfallblech ein Rohr in gewünschtem Durchmesser. Fragen kost nix und evt. machen die es ja für kleines Geld in die Kaffekasse.
CU Bernd

jotwe_de
01.09.2006, 13:41
Tag allerseits,
bin neu hier - ein Hobo-Brenner ist auch mein derzeitiges Feierabend-Bastelprojekt.
Ich denke an einen Steckbaren (3 oder 4 Seitenteile, ein Boden) ähnlich dem Nomad Stove und dem WK15 aus Edelstahl (0,5 mm?).

@Harry: Wenn ich mich nicht irre, sind Konservendosen nicht verzinkt sondern verzinnt und daher weniger problematisch.

Jürgen

chinook
01.09.2006, 14:50
@Harry: Wenn ich mich nicht irre, sind Konservendosen nicht verzinkt sondern verzinnt und daher weniger problematisch.



Mir ist das schleierhaft, wie man etwas behauptet ohne sich auf die einfachste Art kundig gemacht zu haben.

Wikipedia -> Konservendose -> erster Satz:

"Konservendosen sind Lebensmitteldosen aus Blech (z.B. Weißblech oder verzinkter Stahl)."

Aber nein, es muss erst mal wieder was gepostet werden, dann wieder korrigiert usw. Unglaublich.


-chinoook

Tomscout
01.09.2006, 14:59
@chinoook:

...aber er hat geschrieben "wenn ich mich nicht irre" :wink:
da hat er sich dann wohl geirrt - ist doch kein beinbruch.

chinook
01.09.2006, 15:03
@chinoook:

...aber er hat geschrieben "wenn ich mich nicht irre"
da hat er sich dann wohl geirrt - ist doch kein beinbruch.

Ja, das hast er geschrieben. Wenn er sich aber doch nicht sicher war, warum hat er dann nicht hier für sich und alle den wirklich kleinen Aufwand getätigt und die 5 Sekunden investiert, um google, Wikipedia oder sonstwas zu bemühen und damit zum Allgemeinwissen aller und zum Thema beigetragen.

Wie gesagt, ich verstehe so was nicht. Ein Beinbruch ist es allerdings nicht, nur etwas weniger als ein Nullbeitrag.


-chinoook

jotwe_de
01.09.2006, 15:31
Hi chinoook,

zur Konservendosen-Zink-Zinn-Frage:

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=39284&page=2
www.admin.ch/ch/d/as/2005/6363.pdf

das waren meine "Quellen" - folgt man bei Wikipedia dem "Weißblech" - Link im ersten Satz des Konservendosen-Artikels kommt man übrigens an ganz ähnliche Informationen.

Wenns jemand wirklich weiß, kann der sich dazu ja nochmal äußern.

Jürgen

chinook
01.09.2006, 15:38
Hi chinoook,

zur Konservendosen-Zink-Zinn-Frage:

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=39284&page=2
www.admin.ch/ch/d/as/2005/6363.pdf

das waren meine "Quellen" - folgt man bei Wikipedia dem "Weißblech" - Link im ersten Satz des Konservendosen-Artikels kommt man übrigens an ganz ähnliche Informationen.

Wenns jemand wirklich weiß, kann der sich dazu ja nochmal äußern.



Ok, ich nehm alles zurück und wir sind im Wissen weiter. Man kann also Konservendosen wohl relativ gefahrlos als Hobo-Schlot verwenden. Zumal bei der Hitzeentwicklung nach dem ersten starken abbrennen alles wirklich flüchtige auf der Oberfläche rapide abnehmen würde. Zink gibt es wohl wirklich nicht auf der Oberfläche von Konservendosen und verzinkten Rohren (wo immer auch her) ist abzuraten. Zink erkennt man gottseidank an der Kristallisation auf der Oberfläche (der Name kommt von "Zinke", das sind diese Kristalle.


-chinoook

iamon
03.09.2006, 14:41
Schön wäre es, wenn es eine hohe Dose wäre, um in etwa
auf das Idealverhältnis von 2:1 zu kommen.

Dieses Idealverhältnis von Höhe zu Durchmesser wird immer erwähnt. Ich stutze, wenn ich mir die Maße von WK15 und Künzi anschaue: das Verhältnis ist bei beiden 1,5:1 (oder rechne ich falsch).

Gibt es unterschiedliche Ideale für Kocher und Ofen?!

vince
03.09.2006, 16:26
Hey, ich kann nicht 100% sagen ob das was ich jetzt schreibe in deinem Fall passiert :) wenn ich eine Dose ins Feuer stelle, pullverisiert diese. Ich habe auf die glühende Dose ein Stück Holz geworfen und sofort ist die Dose in sich zusammengefallen. Kann sein das diese Dosen besonder Dünn waren, aber da wir bei einem Hoboofen von ernormer Hitze ausgehen, kann ich mir vorstellen das die Dose der Hitze nicht stand hält. Teste es einfach mal aus.


Gruß
vincent

Mephisto
03.09.2006, 16:40
Hier (http://forum.bikefreaks.de/showflat.php?Cat=0&Board=gear&Number=186809&page=0&fpart=1&vc=1) ist auch der Bau eines Kochers beschrieben. Der Kocher ist dreieckig wie der Outreq, aber zum zusammenstecken.

Gruß
Benni

Norbert
04.09.2006, 12:19
Dies hier (http://www.littlbug.com/assembly.htm) scheint mir eine wertvolle Inspirationsquelle für die Selbstbauer zu sein.

Harry
04.09.2006, 14:02
Noch was zur guten alten Blechdose.
www.Blech-dose.de
Bei Konservendosen die Tagelang im Lagerfeuer gelegen haben ist zwar die Beschichtung verglüht oder verflüchtigt, aber haben immer noch meiner Meinung nach genügend Festigkeit für unsere Kocherzwecke. Diese rosten dann halt.
Bei super leichten Coladosen kann ich mir das schon eher vorstellen mit dem Zusammenfallen.

Gersprenzfischer
04.09.2006, 19:47
@Snuffy and all:

Gersprenzfischer proudly presents:
The homemade, light-weight, steel foil, Hobo, burning Test:
http://img420.imageshack.us/img420/5927/p9040047zd1.th.jpg (http://img420.imageshack.us/my.php?image=p9040047zd1.jpg)
http://img420.imageshack.us/img420/3179/p9040036vo2.th.jpg (http://img420.imageshack.us/my.php?image=p9040036vo2.jpg)

Gesamtgewicht 400gr 15cm Durchmesser, mit Ständer und Topfauflage, das Bild wurde nach exakt 6min aufgenommen, er brennt also gut, danach wurde noch mit dicken Holzstücken nachgelegt, Durchmesser so 4-6cm, nach 50 min nur noch Restglut vorhanden


Dazu gibt als Zubehör den Adapter fürs Folienrohr, zusammengebaut, ohne BrennTest, da keine Rohrbefestigung: Das Rohr wird in den Adapter und dieser auf den Hobo augesteckt. Zum Brennen ist alles durch die kleine Deckelöffnung zu laden und anzuzünden. Es empfehlen sich deshalb Grillanzzünder. Das Rohr muss aber befestigt werden, da das Rohrgewicht für die STabilität sorgt. DA ich noch keine Befestigung habe, gabs auch noch keinen Brenntest.
Ich denke für kleinste Tipis und Tarps dürfte es genügen. Es darf kein Boden im Zelt sein, da unten noch Glut durch den Rost fallen kann.

http://img420.imageshack.us/img420/9003/p9030016ai7.th.jpg (http://img420.imageshack.us/my.php?image=p9030016ai7.jpg)
http://img315.imageshack.us/img315/2276/p9030014sv3.th.jpg (http://img315.imageshack.us/my.php?image=p9030014sv3.jpg)
http://img315.imageshack.us/img315/3930/p9030012ev7.th.jpg (http://img315.imageshack.us/my.php?image=p9030012ev7.jpg)


Jetzt fang ich mit dem "großen Lightweigt Folienofen an. Ziel ca. 40*30cm große Kochfläche bei max. 4 kg Gewicht, inklusive 2,5m langem Rohr.

Uwe

Tomscout
05.09.2006, 09:21
Mannomann... was für ein Triebwerk :bg: :bg:
Cool!
Liegt das Brennrost auf den Füssen auf oder wie hast Du es befestigt? Kann ich auf den Fotos leider nicht erkennen...
Schönes Ding!

Gersprenzfischer
05.09.2006, 11:01
Unten ist ein "Kreuz", ähnlich wie die topfauflage. Darauf fixiert sich der Rost, mittels 4 Schlitze im Rost. Das "rohr" steckt ebenfalls in dem Fußkreuz in Schlitzen. Dadurch wird das Ganze ziemlich stabil.

Ach ja, das Ganze Teil ist zerlegbar, das Rohr ergibt allerdings eine Platte von ca. 20*45cm. Beim nächsten werde ich es 2fach teilen. Verpackte Höhe aller Teile unter 1mm, wenn man die Teile lose nebenander auf das Rohrblech legt. Dazu kommen noch 3 M6 Schrauben samt Muttern.

Ich werde mit noch eine schlichtes schwarzes Corduratäschchen nähen. Dann sollte es auf jeden Fall lockern einen Rucksack passen. Durch das dünne Material wird es sich auch gut anpassen. Es sollte sich auch z.b. in die Isomatte rollen lassen.

Uwe

Tomscout
05.09.2006, 11:16
Unten ist ein "Kreuz", ähnlich wie die topfauflage. Darauf fixiert sich der Rost, mittels 4 Schlitze im Rost. Das "rohr" steckt ebenfalls in dem Fußkreuz in Schlitzen. Dadurch wird das Ganze ziemlich stabil.

Aha, danke - das dachte ich mir schon. Ebenso, daß das ganze zerlegbar ist.
Am Samstag haben Schappi und ich auch Bastelstunde - werden mal am Impeesa H-2 basteln... hoffe, daß wir dabei unter 400 gramm bleiben können. Man wird berichten! :)

Gersprenzfischer
05.09.2006, 11:56
Unter 400g wird nur deutlich kleiner oder unsicherer oder unstabiler gehen. Dennoch viel Glück.

Heute mittag mach ich mit meinem Großen weiter!

Uwe

Tomscout
05.09.2006, 12:40
Wie hoch ist denn Dein "Kleiner"?

Gersprenzfischer
05.09.2006, 12:47
Der "Kleine" ist der Hobo mit 15cm rohrdurchmesser und knapp 30 Gesamthöhe, inkl. Fuß und Topfauflage.

Der "Große" gibt ein geschlossener Ofen ala Schuhkarton mit einer Kochfläche von 40*26cm und 25cm Höhe. Dazu das Faltofenrohr mit 2,5m Länge. Alles für die Eigenbaukohte zum Wintergebrauch, wenn keine Wärme durchs Rauchloch abziehen soll, oder wenns richtig regnet. Gewichtslimit ca. 4kg, inkl. Rohr, ähnlich Large Stove www.kifaru.net/TIPI.HTM

Uwe

Tomscout
05.09.2006, 14:07
Schön! Bin schon gespannt auf die Bilder vom Großen :-)
Na mal schauen, ob mein Kleiner mit < 400gr da viel kleiner sein wird als Deiner... noch halte ich dagegen! 8)
Ich werde Sonntag berichten!

Snuffy
05.09.2006, 22:02
Na das sieht ja ganz nett aus, nur schade das die Bilder so lütt sind.
Wenn der Große fertig ist kannst ja nochma die Bilder hochladn ;), oder mir schickn, dann mach ich es.

0.3mm? Wie macht es sich? Wird es spröder? vll gar weich beim glühen?



Snuffy

Gersprenzfischer
05.09.2006, 22:21
@Snuffy
Bei voller Ladung glühte es richtig schön rot, und jetzt ist natürlich alles angelaufen. Die Bleche sind teilweise, aber absolut unkritisch und die Funktion nicht beeinträchtigend, leicht verformt.
Ich hab ihn aber noch nicht wieder zerlegt, so dass ich nicht weiß. wie sich dass Material verhält. Größere Oxidation, die auf rasches Durchbrennen hinweist, konnte ich noch nicht entdecken. Ich halt Dich auf dem laufenden.

Ich hoffe, in spätestens 14 Tagen, den geschlossenen Ofen fertigzuhaben. Dann brauch ich nur noch den Zeltflansch und danach die Zeit für die Mehrtagesfahrt zum Testen.... Hoffentlich wird letzteres dieses Jahr noch was.

Uwe

Wahnwitz
10.09.2006, 21:09
Eine Nachsuche im Supermarkt hier hat nur maximal 11cm gebracht.

Wie Hoaxter schon gesagt hat, gibt es im Grosshandel (Metro, etc) größere Dosen. Da mein erstes Hobo-Projekt mit einer Handelsüblichen Dose (10x12cm) nicht den gewünschten Erfolg brachte habe ich mir jetzt auch eine Rotkohldose (Durchm 15,3cm Höhe 24,5cm) besorgt, die jetzt auf Ihren Testlauf wartet. Klar, ein edles Teil aus gutem Metall mit klasse Optik macht sicher was her, aber die Kosten/ Bauzeit eines Konserven-Hobos sind wohl nicht zu toppen.
übrigens hat sogar der kleine schon gereicht um mit wenig Holz Nudeln zu kochen, aber ich musste schon ewas Geduld haben.
Viel Spaß Euch allen beim Basteln!!!

chinook
10.09.2006, 21:40
Eine Nachsuche im Supermarkt hier hat nur maximal 11cm gebracht.

Wie Hoaxter schon gesagt hat, gibt es im Grosshandel (Metro, etc) größere Dosen. Da mein erstes Hobo-Projekt mit einer Handelsüblichen Dose (10x12cm) nicht den gewünschten Erfolg brachte habe ich mir jetzt auch eine Rotkohldose (Durchm 15,3cm Höhe 24,5cm) besorgt, die jetzt auf Ihren Testlauf wartet. Klar, ein edles Teil aus gutem Metall mit klasse Optik macht sicher was her, aber die Kosten/ Bauzeit eines Konserven-Hobos sind wohl nicht zu toppen.
übrigens hat sogar der kleine schon gereicht um mit wenig Holz Nudeln zu kochen, aber ich musste schon ewas Geduld haben.


Wie hat sich denn das Weissblech verhalten? Ist das nach mehreren Kochsessions wech? Verrostet und zerbroeselt? Und wie lange genau hat der kleine Ofen für wie viel Wasser gebraucht? Und wie genau bearbeitest Du das Blech?


-chinoook

Wahnwitz
11.09.2006, 10:37
@Chinook

also die kleine Dose hat 3xlängeres kochen ohne weiteres überstanden, ohne daß irgendwelche Zeichen von Materialschwächung zu erkennen war. Ich kann aber nur vermuten, daß eine solche Konservendose sicherlich einige zig Benutzungen übersteht, ohne weg-zu-oxidieren. Die größere Dose ist auch noch aus etwas dickerem Blech gefertigt und wird somit wohl resistenter sein.
Da die Mat-Kosten gegen Null tendieren und die Bauzeit ca 5-10 min dauert ist es für mich nebensächlich, wenn das Ding irgendwann zerbröselt, solange es eine längere Tour überlebt (oder mehrere Kurz-Trips).

Deine Frage zur Kochzeit: Da der kleine, wie oben schon erwähnt, ein absolut unbrauchbares Verhältnis (Durchm/Höhe) hat, musste ich zwischendurch immer den Topf etwas anheben, damit die flammen nicht ersticken, aber dennoch habe ich nach ca 25min. 250g Spirellis in 500ml Wasser gegart. Wasser für 2 Pötte Kaffee begann nach ca 15 min zu kochen. klar, das sind keine guten zeiten, aber ich habe dafür auch nur 2 Hände voll kleinster (nasser) Äste benötigt (Mit Spiritus,etc klappt es einwandfrei). Mit der neuen Dose wird das dann bestimmt prima funzen!!

Bauweise:
der kleine entstand so: http://home.arcor.de/renea/Hobo-Kocher/Hobo-Kocher.htm
Du solltest aber als Lagergitter keinen Blumendraht nehmen, sondern richtigen Rödeldraht, wie er z.B. von Betonbauern benutzt wird, da er dicker ist.

chinook
11.09.2006, 10:50
also die kleine Dose hat 3xlängeres kochen ohne weiteres überstanden, ohne daß irgendwelche Zeichen von Materialschwächung zu erkennen war. Ich kann aber nur vermuten, daß eine solche Konservendose sicherlich einige zig Benutzungen übersteht, ohne weg-zu-oxidieren. Die größere Dose ist auch noch aus etwas dickerem Blech gefertigt und wird somit wohl resistenter sein.
Da die Mat-Kosten gegen Null tendieren und die Bauzeit ca 5-10 min dauert ist es für mich nebensächlich, wenn das Ding irgendwann zerbröselt, solange es eine längere Tour überlebt (oder mehrere Kurz-Trips).

Das mit der Lebensdauer ist beruhigend. Für mich kritisch sind ca. 50 Tage am Stück. Danach kann er sich gerne in Wohlgefallen auflösen. Der reine Blechdosenkocher ist ja auch Gewichtsmässig unschlagbar.



Deine Frage zur Kochzeit: Da der kleine, wie oben schon erwähnt, ein absolut unbrauchbares Verhältnis (Durchm/Höhe) hat, musste ich zwischendurch immer den Topf etwas anheben, damit die flammen nicht ersticken, aber dennoch habe ich nach ca 25min. 250g Spirellis in 500ml Wasser gegart. Wasser für 2 Pötte Kaffee begann nach ca 15 min zu kochen. klar, das sind keine guten zeiten, aber ich habe dafür auch nur 2 Hände voll kleinster (nasser) Äste benötigt (Mit Spiritus,etc klappt es einwandfrei). Mit der neuen Dose wird das dann bestimmt prima funzen!!

Die Kochzeit muss noch rapide zu senken sein. Bei dem von Dir gezeigten Link fehlen mir grosse Belüftungslöcher unten, damit sich der Kamineffekt einstellen kann. Auch und gerade mit feuchtem Holz sollte das hervorragend gehen, allein schon aufgrund der hohen Temperaturen, die dann allerdings eventuell die Lebensdauer verkürzen. Was konstruktiv noch besser zu machen wäre ist, eine höhere Blechdose zu nehmen (da gibt es so schlanke Würstchendosen). Der Kamineffekt soll am besten bei einem Verhältnis von 2:1 (Höhe zu Durchmesser) funktionieren.


Bauweise:
der kleine entstand so: http://home.arcor.de/renea/Hobo-Kocher/Hobo-Kocher.htm
Du solltest aber als Lagergitter keinen Blumendraht nehmen, sondern richtigen Rödeldraht, wie er z.B. von Betonbauern benutzt wird, da er dicker ist.

Wo hast Du den Draht bekommen? Ich war im Baumarkt und die hatten _Null_ Draht. Die haben mich zum (vollkommen ungeeigneten) Blumendraht geschickt.


-chinoook

Wahnwitz
11.09.2006, 11:29
Wo hast Du den Draht bekommen? Ich war im Baumarkt und die hatten _Null_ Draht. Die haben mich zum (vollkommen ungeeigneten) Blumendraht geschickt.

Hmmm, eigentlich sollte der im Baumarkt, auf jeden Fall aber im Baustoffhandel (großer Unterschied) zu bekommen sein!
Falls nicht, geh´einfach mal zu einer Baustelle und frag nach. Für die ist das Kram, den sie oft sogar einfach auf der baustelle liegen lassen. Da bekommste immer was!

Gersprenzfischer
12.09.2006, 09:29
@Wahnwitz

Der Meter VA, 30cm breit kostet unter 10€, dazu noch Porto. Wenn Du dann noch eine Blechschere und eine Bohrmaschine besitzt, bist Du also mit max. 20 Euro Material dabei...
Soo teuer ist so ein "edles" Va Teil also auch nicht. Und wenn ich die Zeit bedenke, die Ihr bisher in Supermärkten und Baumärkten verbracht habt, dann halte ich die 20 Euro für durchaus finanzierbar.
Und dann stellen sich die Fragen wie: hält die Weißblechdose, welchen Draht etc. überhaupt nicht mehr.
Holt Euch ein gescheites Stück VA-Blech, am besten mit viel Chrom, da korrossionresistenter, ein bisschen Arbeit und dazu das wichtigste aller Materialen: Hirnschmalz.
Das Resultat sollte, was noch zu beweisen wäre, eine deutlich längere Zeit halten. Kifaru gibt eine lebenslange Garantie gegen Durchbrennen auf seine Öfen, und die sind nur ca. 0,3mm stark.

Uwe

isegrim13
13.09.2006, 15:14
---

waldschrat
15.09.2006, 16:04
Hey, ich kann nicht 100% sagen ob das was ich jetzt schreibe in deinem Fall passiert :) wenn ich eine Dose ins Feuer stelle, pullverisiert diese. Ich habe auf die glühende Dose ein Stück Holz geworfen und sofort ist die Dose in sich zusammengefallen. Kann sein das diese Dosen besonder Dünn waren, aber da wir bei einem Hoboofen von ernormer Hitze ausgehen, kann ich mir vorstellen das die Dose der Hitze nicht stand hält.

Getränkedosen werden auch aus Alu gemacht - und das ist sicher nicht für einen Kocher geeignet.

Mein Kocher ist eher massiv geraten (hab' halt 1 mm Blech gehabt - 0,7 hätte es auch getan...). Und übrigens ganz normales Stahlblech - rostfrei ist mir egal, ich stecke ihn einfach in eine Plastiktüte.
3 Teile von 17 x 20 cm, die ineinandergesteckt werden (auf 3 Punkten steht man immer gut), also 15 cm Kantenlänge des Grundrisses und 20 cm hoch. Das schien mir ein guter Kompromiss aus Standfestigkeit und Zug.
Draht habe ich aus den Überresten eines Bettgestells gewonnen und in Form alter Speichen.

Ein erster Test ergab, dass gut 400 W in einem Topf (Durchm. 23 cm) mit 2 l Wasser ankommen (25 min bis zum Kochen, plus 5 min. Holz suchen und anfeuern).
"Tuning" per alter Farbdose als Windschutz steigert die Leistung auf knapp 800 W (die im Topf ankommen). Jetzt muss allerdings zum Nachlegen der Topf hochgehoben werden, und der packtechnische Vorteil des zerlegbaren Kochers ist auch dahin. Aber die Leistung reicht aus, um im komplett offenen Topf das Wasser sprudelnd am kochen zu halten.
Der Test erfolgte mit windtrockenen Ästen.
Kleine Eichen-Klötzchen ergeben rotglühende Wände (bei Sonnenschein zu erkennen...), Probleme mit Verformung gab's beim eigentlcihen Kocher nicht, nur die Drähte haben etwas gelitten. Aber wenn sie verzundern, nehme ich halt neue.

Brennstoffverbrauch (und damit Wirkungsgrad) muss ich noch messen, auch, wie es mit kleineren Töpfen aussieht.

VG

Claudia

Gersprenzfischer
16.09.2006, 10:38
@ Claudia
Du solltest VA nicth wegen des Rosts an sich nehmen. DAs Problem bei Stahlblech ist, dass es früher oder später verbrennt, da es oxidiert (rostet). Das VA-Blech sollte einfach gegen Kkorrosion bei hohen Temperaturen schützen. Je dünner Dein Blech, desto eher brennt es durch, deshalb halten Weißblechdosen auch nur sehr begrenzt. Bei hochlegiertem VA ist der Korrossionsschutz am besten, leider ist das Zeugf auch immer schwerer zu bearbeiten.

Ich habe mit meinem neuen 0,3mm VA Blech Hobo auch noch keine Langzeiterfahrung, aber ich denke er hält einige 100 Feuer aus. Hochgerechnet dürfte er also locker bis an mein Lebensende halten. :D

Uwe

jotwe_de
16.09.2006, 11:06
Mein Kocher ist eher massiv geraten (hab' halt 1 mm Blech gehabt - 0,7 hätte es auch getan...). Und übrigens ganz normales Stahlblech - rostfrei ist mir egal, ich stecke ihn einfach in eine Plastiktüte.
3 Teile von 17 x 20 cm, die ineinandergesteckt werden (auf 3 Punkten steht man immer gut), also 15 cm Kantenlänge des Grundrisses und 20 cm hoch. Das schien mir ein guter Kompromiss aus Standfestigkeit und Zug.
Draht habe ich aus den Überresten eines Bettgestells gewonnen und in Form alter Speichen.


Hi!

Wie hast du denn die Steckverbindung gemacht? Hält der Kocher damit fest zusammen oder ist es eine wackelige Angelegenheit?
Ich überlege ja, ob es irgendwelche Scharniere gibt, an die man die drei Seitenteile schraubt oder nietet, um das ganze einfach zusammenzufalten.
Gruß,
jürgen

waldschrat
18.09.2006, 16:30
@ Claudia
Du solltest VA nicth wegen des Rosts an sich nehmen. DAs Problem bei Stahlblech ist, dass es früher oder später verbrennt, da es oxidiert (rostet). Das VA-Blech sollte einfach gegen Kkorrosion bei hohen Temperaturen schützen. Je dünner Dein Blech, desto eher brennt es durch, deshalb halten Weißblechdosen auch nur sehr begrenzt. Bei hochlegiertem VA ist der Korrossionsschutz am besten, leider ist das Zeugf auch immer schwerer zu bearbeiten.

Natürlich wird mir mein Ofen verzundern, und noch viel schneller die Drähte, die ich als Rost verwende. Die Frage ist, ob das im Vergleich zu einem Edelstahl bei meiner Nutzung ins Gewicht fällt - zumal ich den Ofen ja nicht täglich verwende - obwohl er jetzt als auch als schneller und bequemer "Lagerfeuerersatz" dient (ich wohne in so einer 20er-Jahre-Fabriksiedlung mit massig hochinteressierten Nachbarn...).
Ich schätze, dass mein Kocher trotzdem Jahre halten wird. Ich kann aber gern bescheid geben, falls er sein betriebsbedingtes Ende erreicht ;)

Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich halt immer mal neue Drähte nehmen muss oder auch irgendwann einen neuen Kocher basteln. Zumal ich mit der derzeitigen Konstruktion noch nicht ganz zufrieden bin, und überlege, was ich beim nächsten anders mache. Wenn ich mal meine persönliche Ideal-Konstruktion habe, gibts vielleicht auch die Edelstahl-Ausführung, bis dahin brauche ich diesen Luxus nicht.




Wie hast du denn die Steckverbindung gemacht? Hält der Kocher damit fest zusammen oder ist es eine wackelige Angelegenheit?

Ein grobes Schnittmuster für die Seitenteile und ein Schema, wie ich den Windschutz befestigt habe, gibts als pdf unter: http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~cb180383/kocher1.pdf

Standfestigkeit: ich kann mich auf den (kalten :bg:) zusammengesteckten Kocher stellen und wippen (bis die Waage 115 kg anzeigt habe ich probiert :bg:), ohne dass sich was getan hat.

Folgende Ideen sind in Details eingeflossen :

* Dreieck als Grundform: steht sicher
* Auf der Seite der Haken habe ich unten 1 cm abgeschnitten, damit sich der Kocher auch bei unebenem Boden nicht versehentlich aushakt.
* Windschutz und Seitenteile überlappen: ausnutzen der Wärme, die über die Seitenteile abgegeben wird.


Meine persönliche Änderungsliste:

* Die Speichen, die den Windschutz halten, nach außerhalb des Brennraums verlegen (da ich die Haken aber etwas schmaler habe, als sie in der Zeichnung sind, kommt das erst beim nächsten Kocher.
* Unterhalb der Abgasöffnungen, wo aber bereits der Windschutz drumrum ist, werde ich noch Löcher bohren, die die Verbrennung des Rauchs verbessern.
* Rollbarer (oder anderswie einfach zu verstauender) Windschutz
* Ausprobieren, ob eine Scharnierkonstruktion vorteilhaft ist.




Ich überlege ja, ob es irgendwelche Scharniere gibt, an die man die drei Seitenteile schraubt oder nietet, um das ganze einfach zusammenzufalten.

Scharniere sind halt viel empfindlicher als die Haken, was das Verziehen der Teile betrifft (bzw. kann ich die Haken einfach mit der Hand zurechtbiegen - ich habe sie auch ein bisschen abgewinkelt, damit sie besser in die Schlitze passen). Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich statt der Haken und Löcher das Blech umschlage, so dass ich einen Draht (Speiche) durchstecken kann und praktisch ein Klavierband entsteht. Wenn ich dann einen Draht in der Form eines umgekehrten L nehme, kann ich daran gleich noch den Windschutz befestigen. Ich fürchte aber, dass das entweder ziemlich wacklig oder so straff wird, dass man beim Zusammenbau ewig fummelt. Und beim Dreieck muss man ja immer mindestens eine Seite komplett aushaken - dafür ist es schön stabil, wenn es dann steht.

Viele Grüße,

Claudia

jotwe_de
18.09.2006, 19:01
danke!

Lodjur
18.09.2006, 19:13
Hi, nachdem ich diesen Thread nun eine Weile verfolge muss ich nun mal etwas dazu ablassen. Ist nicht bös gemeint aber das muss jetzt mal raus. Ich habe den Eindruck das manche hier irgendwie auf dem Trip sind alles so primitiv und meist somit auch schlecht wie möglich zu machen. OK, nicht jeder hat eine voll ausgerüstete Werkstatt zur Verfügung aber mit etwas über den Tellerrand schauen, mal hier fragen sich dort etwas Hilfe holen kann man fast alles schaffen. Ich persönlich bin als Kanute nicht so auf dem ultraleicht Trip, mein Kahn kann schon was laden und wenn ich eine Portage mache kann ich auch mit 2 Kg Ofen leben die mich den Rest meines Lebens begleiten werden.

Was ist elitär an Edelstahl ?, klar das Zeugs ist etwas teurer und schwerer zu bearbeiten aber das gilt schon nicht mehr für Bleche oder eher Folie von z.B. 0.4 mm Stärke. Laut Kifaru die daraus Zeltöfen bauen mit lebenslanger Gaanrtie ist das also wohl ausreichend. Das Materieal lässt sich einfach mit einer etwas stabileren Schere schneiden, mit normalen Bohrern lochen und ein Dremel oder eine preiswerte Minimot z.B Proxon aus dem Baumarkt ist schon das ultimative Bearbeitungswerkzeug dafür.

Uwe hat es schon vorgemacht das sich daraus doch relativ einfach was anständiges zaubern lässt. Ich kann einfach nicht verstehen was an Rost und Zunder so sexy sein soll. Leute, wir reden hier von einem Kocher auf dem Essen zubereitet wird…kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen? Hätte ein Neandertaler eine Eisenspitze für seinen Speer bekommen läge die Knochen oder Steinspitze ganz schnell in der Ecke. Der Indio der notgedrungen in der Kalebasse kocht hätte sicher auch nix gegen einen Alutopf. Was also ist schick an einem Ding das immer irgendwie schmuddelich ist und auch noch mistig ausschaut. Wird ja wohl keiner als edle Patina verkaufen wollen.

Und da ich auch für mein Leben gerne bastele habe ich mich mal hingesetzt und um zu testen was es für ein Aufwand ist, aus einem Stück 50 cm x 15 cm 0.4 mm V2A Folie einen Hobo gebaut. Ich habe mich dabei von dem Amiteil inspirieren lassen, der Link wurde hier im Thread gepostet.

Das Teil ist 11.5 cm im Durchmesser und 15 cm hoch, mit Topfauflage 18.5 cm. Nicht ganz das Wunschverhältnis aber es geht wie ja auch der kleine Künzi Hobo beweist. Besteht aus 4 Teilen und ist ohne Werkzeug in 15 Sekunden montiert. Die Teile halten duch Spannung gegeneinander und durch drei 2 mm Schrauben die aber nur als Haltestift dienen . Es wird nix geschraubt und es gibt also auch keine fieseligen Muttern. Wiegt sensationelle 120 Gramm! Da ich aber ein strikter Vertreter der keine verbrannte Erde Politik bin habe ich dem Ofen noch ein Untergestell spendiert. Nochmal drei Teile, 2 Fussteile aus V2A Lochblech 1 mm stark und mit ca. 8 2 mm Löchern pro cm2 und ein 15 cm Teller aus 0.6 mm V2A. Lochblech und Scheibe für lau aus der Abfallkiste einer Blechschlosserei. Wird auch nur zusammensteckt. Dazu noch einen Brennrost der in den Ofen eingelegt wird und verhindert das das Feuer direkt auf dem Ascheteller brennt und für besseren Zug sorgt. Dieses ist auch aus Lochblech, 1 mm stark mit Löchern 8 x 8 mm und auch aus der Abfalltonne. Für den Ofen habe ich eine knappe Stunde gebraucht, für das Untergestell besonders die beide Fussteile noch mal eine Stunde.

Das ganze Ding wiegt komplett nun 300 Gramm!! Die Bearbeitung erfolgte mit einem Dremelnachbau den es mal für 20 Euro beim Aldi gab. Gut zum bohren und auch schleifen der Kanten. Ganz genial zum anfertigen von Schlitzen von unter 1mm für die Stecklaschen mit der Minitrennscheibe. Ausserdem noch einen Bandschleifer für die Bearbeitung der Fussteile und des Rostes. Eine Blechschere zum groben vorschneiden des runden Rostes und eine Flachzange zum biegen der Laschen. Werde das nun ausgiebig testen. Ist zerlegt Materialbedingt nichtmal 5 mm hoch, nur die abgewinkelten Laschen erhöhen das dann auf 1 cm. Ist ein flaches Päckchen von 15 cm x 19 cm x 1 cm. Damit wohl auch voll tauglich für Biker und Wanderer. Mal sehen vieleicht freunde ich mich ja auch noch mit so einem Leichtgewicht an 8) Ach ja, einen Spiritusbrenner z.B. den Trangia kann man auch einsetzten und hat so einen guten Windschutz.
Fotos folgen.

Und wg. Scharniere....natürlich kann man die benutzen das geht sogar sehr gut und stabilisiert die Ofenbleche gut gegen verformen (bei Edelstahl). Natürlich müssen die Scharniere auch aus V2A sein. Klavierband aus V2A in der benötigten Stärke ist aber recht teuer. Auch ist die Verarbeitung nicht einfach wenn man nicht elend viele Schrauben verarbeiten möchte. Gut geht es mit Punktschweissen aber wer hat schon eine solches Gerät. Ich habe etliche Hobos aus V2A BLech mit Scharnieren gebaut die schon seit über 6 Jahren ihren Dienst tun und wohl auch Ihre Besitzer überleben werden. Auch bei den grossen Hobos 32 cm x 15 cm,. die ich klappbar gefertigt habe, galt bei mir Eisenblech ist Tabu aus den besagten Gründen.

CU Bernd

waldschrat
19.09.2006, 17:27
Hallo,

@jotwe_de: bitte, gern geschehen.

@lodjur: bin gespannt auf die Bilder.


Ich habe den Eindruck das manche hier irgendwie auf dem Trip sind alles so primitiv und meist somit auch schlecht wie möglich zu machen.

Was mich betrifft: gern einfach, aber weder so primitiv noch so schlecht wie möglich.

Wer aber was als schlecht empfindet, ist scheints ein ganzes Stück weit auch Geschmackssache.



Was ist elitär an Edelstahl ?, klar das Zeugs ist etwas teurer und schwerer zu bearbeiten aber das gilt schon nicht mehr für Bleche oder eher Folie von z.B. 0.4 mm Stärke.
Luxus ist für mich etwas, das ich gern habe, wobei ich mir aber bewusst bin, dass es auch ohne ginge. Meist bedeutet das, dass man für gewisse Vorteile (kein verzundern) gewisse Gegenleistungen (i. d. R. Geld) aufwenden muss.

Ich vermute, die Kocher-aus-der-Dose-Fraktion vermisst einfach handelsübliche Edelstahl-Dosen.

Ansonsten hab' wohl nur ich normales Blech verwendet. Mich schreckt nicht die Bearbeitung und auch nicht der Preis. Ich mag Edelstahl - aber mich stört das Verzundern halt nicht so sehr, dass ich unbedingt auf Edelstahl bestehe (s. u.).


Ich kann einfach nicht verstehen was an Rost und Zunder so sexy sein soll. Leute, wir reden hier von einem Kocher auf dem Essen zubereitet wird…kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen?
Natürlich ist Edelstahl viel mehr sexy als normaler. Und Rost oder Zunder geben mir auch keinen Kick.
Aber in Sachen Essen finde ich die absolut unproblematisch - ob es glänzt oder nicht hat in meinen Augen wenig mit Hygiene zu tun. Auch "heute noch" wird Essen in eisernen Pfannen gebraten (geben Leute richtig viel Geld für aus) - und die oxidieren auch und sind in viel dichterem Kontakt mit dem Essen. (Am Rande: Andere Ideologen würden hier vielleicht auch einen Kreuzzug gegen schädliche Bestandteile im Edelstahl vom Zaun brechen können. Nickel würde sich da vielleicht anbieten. Oder Chrom, oder... aber diesen Ideologien hänge ich nicht an).

Wenn ich die Polemik aber doch mal kurz aus der Tüte lasse ;):

kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen? ich kenne ein paar echte feuerbetriebene Herde (wenn ich auch leider selbst nicht Besitzer eines solchen bin :-?) - und die sind selbstverständlich nicht aus Edelstahl... Aber das ist wirklich Polemik, denn an der Stelle hat Edelstahl keine Chance.

Aber ernsthaft. In Sachen Essen finde ich die Tatsache, dass auch der beste Hobo-Kocher nur mit einer gewissen Rauch- und Rußentwicklung betrieben werden kann, viel problematischer.

Und um die Auflösung zu geben, warum ich wirklich Edelstahl genommen habe: auf dem heimischen Schrotthaufen fand sich ganz schnell als ideal eingestuftes normales Blech, während die Edelstahl-Auswahl nicht so ergiebig war. Also: Faulheit hat gesiegt.

Oder anders gesagt: statt ein Papp-Modell des besten aller Hobo-Kocher zu bauen, habe ich das Modell in normalem Stahl ausgeführt :D.

Oder noch anders: obwohl ein BMW mehr zu bieten hat, gibt es Leute, die VW fahren. Zu jenen gehöre ich.

In der Hoffnung, der Diskussion außer Gründen und nicht-Gründen auch ein Augenzwinkern beigesteuert zu haben,
und der Hoffnung, dass wir hier einfach sachlich Bauanleitungen und die Erfahrungen mit unterschiedlichsten Kochern diskutieren können:

Viele Grüße

Claudia

Lodjur
19.09.2006, 18:31
Hi Claudia, schön das du dir soviel Mühe gegeben hast mich zu entkräften :) was ich im übrigen genauso locker und humorvoll nehme wie ich es auch selber gemeint habe. Zum Glück gehts es hier ja doch meisst sehr locker zu und es wird niemand ernsthaft attackiert. Ich ziehe vor jedem den imaginären Hut der sich überhaupt daran macht seine Ausrüstung selber herzustellen. Aber manchmal kriege ich doch etwas Plack wie die Kölner so sagen wenn man die unnötig primitiven Konstruktionen so sieht. Gerade die Spirituskocherbauer können da sehr extrem sein. Aber ist ein anderer Thread :roll: ,...leider konnte ich deine Konstruktion nicht ansehen, irgendwie
lädt da was nicht richtig. Kann also ausser am Material nix rummäkeln :bg:.
Die Bilder kommen noch heute, mache gerade die Fotos. Ein kleines Geständnis vorneweg. Ich habe alles mit den beschrieben preiswerten Werkzeugen zu Hause gemacht, nur die vier Stifte zum fixieren des Aschetellers und des Ofens auf den Fussteilen und die Winkel am Rost habe ich vorhin als letzte Tat bei einem Schlosser angepunktet. (Punktgeschweisst). Liegt daran das ich zu wenig Material für die Fussteile und den Rost hatte um das so zu machen wie ich ursprünglich vorhatte. Es sollte eigentlich alles aus einem Stück sein, ich war nur zu faul die Fussteile/Rost nochmal neu zu machen.
CU Bernd

Lodjur
19.09.2006, 20:09
So hier die Fotos. Sorry ist was mehr geworden aber Ihr wollt ja sicher auch was sehen 8).
CU Bernd

http://img140.imageshack.us/img140/1660/alleszerlegtxr9.th.jpg (http://img140.imageshack.us/my.php?image=alleszerlegtxr9.jpg)

Das ganze lose Geraffel!

http://img468.imageshack.us/img468/1858/einzelteileyi3.th.jpg (http://img468.imageshack.us/my.php?image=einzelteileyi3.jpg)

Die vier Bleche des Ofens.

http://img111.imageshack.us/img111/157/untergestellkl3.th.jpg (http://img111.imageshack.us/my.php?image=untergestellkl3.jpg)

Die Einzelteile des Untergestells.


http://img468.imageshack.us/img468/1606/fussteilmitrostof2.th.jpg (http://img468.imageshack.us/my.php?image=fussteilmitrostof2.jpg)

Das Unterteil mit Brennrost.

http://img111.imageshack.us/img111/3347/unterteilry6.th.jpg (http://img111.imageshack.us/my.php?image=unterteilry6.jpg)

von unten.

http://img124.imageshack.us/img124/2884/kompletteansichtfo6.th.jpg (http://img124.imageshack.us/my.php?image=kompletteansichtfo6.jpg)

komplette ANsicht montiert.

http://img124.imageshack.us/img124/2166/komplettmittopfvc7.th.jpg (http://img124.imageshack.us/my.php?image=komplettmittopfvc7.jpg)

hält auch einen Topf mit ca 3 Liter Wasser.

http://img130.imageshack.us/img130/2047/vonobenxv4.th.jpg (http://img130.imageshack.us/my.php?image=vonobenxv4.jpg)

Blick in den Ofen.

http://img130.imageshack.us/img130/7457/unterteilmitsimonci8.th.jpg (http://img130.imageshack.us/my.php?image=unterteilmitsimonci8.jpg)

eingestellter Simon Brenner, der leistungsstärkste Spiritusbrenner.


http://img50.imageshack.us/img50/3733/unterteilmittatonkaqq1.th.jpg (http://img50.imageshack.us/my.php?image=unterteilmittatonkaqq1.jpg)

eingestellter Tatonkabrenner. Nachbau des Trangiabrenners aus V2A und nur ein Drittel so teuer wie dieser.

Feuertestbilder folgen..muss mich noch überwinden das Ding anzuzünden :bg:
CU Bernd

Wahnwitz
20.09.2006, 01:01
@Waldschrat
@Lodjur

...lächel....ganz schön bissig, Ihr beiden! aber schon OK, Ihr habt ja die noch die Kurve geschafft.
ich sehe mein vorhaben als einen Kompromiss zwischen Euren Ansichten:
ich habe mir vor kurzem meinen 2ten 10min-Dosen-Hobo gebaut, da der erste (s.o.) nicht wie gewünscht gefunzt hatte. der neue wurde heute seiner ersten brenn- und kochprobe unterzogen und ich war begeistert!!!! ich sehe diese bastelei an den dosen als trial-and-error-studie, um ein optimales brennverhalten (holzverbrauch/leistung) zu erlangen, um mir daraus demnächst mal ein absolut feines Teil aus v2a zu bauen. Andererseits sind diese schwarz-kaputt-oxidierten Blechdosen so Leistungsstark, daß es den höheren material(geld)aufwand eigentlich nicht lohnt.
bei mir ist es wohl eher der basteltrieb, der mich bald dazu bringen wird dann doch mal ein schönes Teil aus edelstahl anzufertigen, denn die dosen erfüllen ja eigentlich schon die Anforderungen (abgesehen vom Packmaß....lächel!).
lG, Wahnwitz

Wahnwitz
20.09.2006, 01:08
P.S. @ Lodjur

Danke Dir für die tollen Aufnahmen! Der Ofen sieht echt fein aus.
Ich werde da bestimmt noch ab und zu mal hinschauen und mir die eine oder andere Idee "klauen".
Mir ist zwar das Aufbau-Prinzip etwas zu umständlich, aber Du hast wohl keine Mühen gescheut, Dich mit Deinem "Spielzeug" auseinanderzusetzen.
schönes Teil!

Gersprenzfischer
20.09.2006, 08:22
@Bernd

Snuffy würde wohl sagen schnieke!
Als "Kleinhobo" für den Rucksack scheint dass Teil gut gelungen!
Was mir auffällt ist, dass deine Bleche wohl nicht so elastisch sind, wie bei meinem Federstahl, da die Teile im zerlegten Zustand Ihre Rundung zumindest sichtbar behalten. Das hat wahrscheinlich den Vorteil, dass Deine Steckverbindungen ausreichen, das Ganze sicher in Form zu halten.

Ich habe bei meinem immer noch die Schrauben. Theoretisch müsste aber eine einfche Falz oder eine Stecklasche, ähnlich wie man sie bei Pappmodellen findet auch reichen.
Ich bin jetzt aber am "großen" Lavvuofen. Die ersten Bleche sind gebogen, wobei mir ein Blech beim Biegen auf nur 90° gerissen ist. Der Federstahl 1.4310 ist also relativ spröde. Da es ist aber nur bei einer Kante passiert. bei der ich relativ grobmotorisch die biegebank bewegt habe.
Die Hauptarbeit, die noch zu tun ist, ist ein bisschen abkanten und dann sind einige Blechwinkel zu vernieten.
Falls ich den irgendwann demnächst fertigkriege brauch ich nur noch die Gelegenheit alles auszuprobieren... Ja und der Hobo, der ist ja so leicht, den werde ich wahrscheinlich als Lagerfeuerersatz für die Kids sowieso mitnehmen. :bg: Ach ja, den Zeltflansch werde ich auch aus 0,3er Folie ausprobieren. Vielleicht rollt sich das Ganze dann beim Verpacken wenigstens ein bischen mit und schont so die Leinwand.

Wo würdest Du den Flansch im Lavvu plazieren? In der Hutze ist wahrscheinlich zwischen den Gurtbändern zu wenig Platz. Für die eigentliche Zelthaut müsste ich aber etwas aus der Zeltmitte raus. Dann stände der Ofen aber nicht mehr an der Zeltstange. Wenn er sowieso nicht mehr dort steht, konnte er ja weit nach außen, dann brauchs vielleicht nur noch ein kurzes Ofenrohr .... Ich glaube ich werde, wenn der Ofen fertig ist, einfach mal das Zelt aufbauen und mir den Ofen mal reinstellen. Hat hierzu einer Tipps? Ich frag das nochmal im "Canadierforum". Vielleicht weiss einer der Tentipi Besitzer einen guten Tipp.

Uwe

Lodjur
20.09.2006, 12:25
Hi Uwe,
ich stehe nach wie vor auf meinem Schwergewicht 8) wollte aber halt mal sehen ob ich es nicht auch anders hinbekomme. Das Mat. ist
X2CRNi 18-19 Stahl Mat. Nr. 1.4307. Ist schon sehr federnd, geht aber nicht ganz zurueck. Mal sehen wie es nach der Brennprobe ausschaut.

Wie wäre es bei deinem Ofenrohr wenn du es nur bis ca. 50 cm unter die Zeltspitze führst. Dann ein Bogen (Fertigteil) 45 Grad und dann wieder ein Stück deines Rohres. Dann kannst du das Rohr über einen Flansch ähnlich wie bei meinem Zelt rausführen. Vorteil, du ziehst das Rohr raus und das Zelt ist sofort wieder dicht.
CU Bernd

Lodjur
20.09.2006, 23:00
Oh Mann....das Ding ist eine Höllenmaschine :o . Vorhin den Simon Brenner reingestellt und einen Wasserkessel mit 1.5 l kaltem Wasser aufgesetzt. Aussentemperatur 10 Grad. Ich dachte da brennt ein Triebwerk, die obere Hälfte des Ofens stand in dunkler Rotglut genau wie die Topfhalter. Die Flammen schlugen über dem Kessel fast zusammen. Der Simon ist zu leistungsstark für den kleinen Ofen der so ja nur als Windschutz und Topfhalter dient. Das Wasser kochte sprudelnd in 5 min! Der Ofen ist nun im oberen Teil golden angelaufen aber nicht im geringsten verzogen. Morgen mache ich das gleich nochmal mit dem Tatonka/Trangiabrenner und dann natürlich mit Holz. Bin schwer beeindruckt :)
CU Bernd

So, ein paar Bilder brennend:

http://img156.imageshack.us/img156/8333/mitsimonbrennertv6.th.jpg (http://img156.imageshack.us/my.php?image=mitsimonbrennertv6.jpg)

mit dem Simonbrenner. Man kann an der Aussenwand jeden der Flammenstrahlen des Brenners sehen. Das ist eindeutig zu viel!

http://img389.imageshack.us/img389/4353/holzat0.th.jpg (http://img389.imageshack.us/my.php?image=holzat0.jpg)

ein paar Eisstäbchen, und zwei alte Mausefallen machen kurzfristig so ein Feuer! Funktioniert mit Holz perfekt und die Stahlfolie wird auch nicht rot.
1.5 Liter Wasser kochten in 9 Minuten bei moderatem Feuer.

http://img55.imageshack.us/img55/9017/ausgebranntas1.th.jpg (http://img55.imageshack.us/my.php?image=ausgebranntas1.jpg)

Kurz vor dem ausbrennen! Die Fussteile sind nicht mal warm geworden. Ich habe das alles auf meinem Tisch auf der Terrasse gemacht.
Scheint also gut zu funktionieren. Nun kommt die längere Testphase ab wann die Folie igendwie Schäden zeigt.
CU Bernd

Lodjur
04.10.2006, 18:28
Hi Hobonauten... mein kleines Triebwerk hat nun 12 mal für je ca 30 Minuten in Rotglut gestanden. Am Ofen und der Topfauflage hat sich nichts verändert ausser das die Bleche viel federnder geworden sind. So flach wie auf den Bildern oben, als alles neu war, sind die nicht mehr. Sie halten nun fast die Form sind also halbrund. Man kann die aber noch ohne das es knickt wieder fast flach drücken und in eine entsprechende flache stabile Schachtel die ich mir aus Kunsstoff gebaut habe einschieben. Man könnte die aber auch so leicht mit der Liegematte zusammenrollen. Der Ascheteller wellt ganz leicht. Lässt sich aber richten. Werde den mal aus 1 mm Alu machen, das verzieht sich nicht. Den Fussteilen macht es nix genau wie dem Brennrost. Aufgefallen ist mir das als ich den Ofen einige mal über Nacht im Regen draussen stehen liess das Blech tatsächlich leicht mit feinem Rost überhaucht war. Evt. da andere Materialqualität nehmen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Ding. Super leicht und ein ganz schön heftiger Brenner mit entspechend gutem Holz. Zur Erinnerung, verzichtet man auf das Untergestell wiegt der nur 120 Gramm!

@ Wahnwitz...
von wegen umständlich...8) Das zusammenstecken des eigentlichen Ofens dauert keine 20 Sekunden. Nochmal 15-20 für das Untergestell und nach 1 Minute kannste das Ding anzünden. Das geht sogar mit Handschuhen an den Pfoten.

CU Bernd

pfadfinder
12.11.2006, 16:21
Also mit Euren High-Tec-Teilen kann ich zwar nicht mithalten,aber eine ,,Variante für arme Schüler for free" habe ich hiermit entdeckt:

http://img474.imageshack.us/img474/8003/ofenlk6.th.jpg (http://img474.imageshack.us/my.php?image=ofenlk6.jpg)

Wieder einmal ein Genuss diese fotografischen Fähigkeiten von Pfadi :bg: :bash:

http://img474.imageshack.us/img474/2151/ofen2dh7.th.jpg (http://img474.imageshack.us/my.php?image=ofen2dh7.jpg)

Vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber inzwischen nutze ich das Teil regelmäßig! :bang: Auf dem Foto ist er leider noch nicht ganz fertig;Heute auch noch nicht :P :bash: :bg:

LG

pfadfinder
12.11.2006, 16:21
Also mit Euren High-Tec-Teilen kann ich zwar nicht mithalten,aber eine ,,Variante für arme Schüler for free" habe ich hiermit entdeckt:

http://img474.imageshack.us/img474/8003/ofenlk6.th.jpg (http://img474.imageshack.us/my.php?image=ofenlk6.jpg)

Wieder einmal ein Genuss diese fotografischen Fähigkeiten von Pfadi :bg: :bash:

http://img474.imageshack.us/img474/2151/ofen2dh7.th.jpg (http://img474.imageshack.us/my.php?image=ofen2dh7.jpg)

Vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber inzwischen nutze ich das Teil regelmäßig! :bang: Auf dem Foto ist er leider noch nicht ganz fertig;Heute auch noch nicht :P :bash: :bg:

LG

Tomscout
16.11.2006, 09:03
Moin Pfadfinder!

äh... woraus ist denn dein Ofen? Irgendwie kann ich das nicht so recht erkennen :bash:

Gut Pfad
Tomscout

pfadfinder
16.11.2006, 14:52
:bg: kennst Du diese grünen Mülleimer,die in Park u.ä. stehen?-Die Dinger,die so schön unten aufklappen,wenn man gegentritt!! :bg:
ich ahbe das Teil dann einfach mit Flechs und Bohrmaschine bearbeitet.

LG-Pfadi

Tomscout
16.11.2006, 15:14
Parl
Der Parl? Die Parl? Das Parl?
Hab ich noch nie gehört... :roll:

pfadfinder
16.11.2006, 17:21
Park natürlich!-Sorry! :)

Wanja
25.12.2006, 19:07
Habe gerade Fotos von meinem Ofen fertig und stelle die zur Belebung der Diskussion mal hier rein. Ist eher ein Mittelgewicht, aber ohne große Werkstatt zu bauen.

http://img226.imageshack.us/img226/8180/20061225ofengesamtcx6.th.jpg (http://img226.imageshack.us/my.php?image=20061225ofengesamtcx6.jpg)

http://img206.imageshack.us/img206/926/20061225ofennahbz2.th.jpg (http://img206.imageshack.us/my.php?image=20061225ofennahbz2.jpg)

http://img401.imageshack.us/img401/6084/20061225ofenzerlegtfx1.th.jpg (http://img401.imageshack.us/my.php?image=20061225ofenzerlegtfx1.jpg)

Typ: sechseckige Tonne
Gewicht: 2,4 Kg + Rohre
Höhe: 32,5 cm + 2,5 cm Füße
Durchmesser: 22 cm
Material: Korpus + Rost Stahlbech 1mm, Boden, Deckel, Klappe, Füße Stahlblech 0,6 m

Bauweise: Körper ist ein Grillkohlenvorheizer aus'm Bauhaus, d.h. eine sechseckige Tonne mit Rost und Luftlöchern, zerlegbar in zwei geknickte Bleche (Darin sollen nach dem Hoboofenprinzip die Grillkohlen angeheizt werden, damit es schneller geht).
In die sechseckige Röhre kommt ein Boden rein.
In die Wand wird eine Öffnung geschnitten, wo eine Klappe vorkommt, damit zum Befeuern nicht der Deckel abgenommen werden muss. Die Klappe wird mit einem Niro-Scharnier angenietet und hat zum Verschließen einen kleinen Haken.
In den Deckel kommt ein Anschlußstück mit einer Abluftregelung fürs Ofenrohr.
Die Rohre sind zur Zeit noch aus 0,6 mm Blech (das gabs halt umsonst), was mir aber zuviel Gewicht ist. Perspektivisch sollen sie aus Folie gerollt werden.
Das gute Stück ist jetzt mehrfach im Garten getestet worden, der Praxistest steht noch aus (Wenn's so warm bleibt, dauert's wohl auch noch ne Weile).

CU
Wanja

pfadfinder
26.12.2006, 16:42
:) Wow...
Wie lange haste dran gesessen?
LG

Wanja
27.12.2006, 11:55
Bauzeit ist schwer abzuschätzen, es steckte viel Ausprobieren und Materialsuche drin und zog sich über 2 Wochenenden. Imo würde ein zweites Modell ca. 6 Std benötigen.

CU
Wanja

latscher
01.12.2010, 22:38
http://img55.imageshack.us/img55/9017/ausgebranntas1.th.jpg (http://img55.imageshack.us/my.php?image=ausgebranntas1.jpg)

CU Bernd

Hallo Bernd,

tolles Teil!

Könntest du bitte etwas testen? Und zwar, ob die oberen beiden Halbkreise Auswirkungen auf den Kamineffekt haben. Sprich brennt es ohne die beiden schlechter?

Danke.

markrü
02.12.2010, 09:07
(...) Sprich brennt es ohne die beiden schlechter? (...)

Bin zwar nicht Bernd, aber die Halbkreise dienen nur als Topfauflage und sollten auf den Kamineffekt keinen Einfluss haben. Auf Seitenwind ggf. schon.

Wenn man ganz ohne Abstandshalter einen Topf draufstellt, hat man natürlich gar keinen Zug mehr. :o Welche Form die Topfauflage hat (so lange senkrecht stehend, z.B. 'Topfkreuz'), ist aber relativ egal.


Markus

Lodjur
03.12.2010, 19:16
Hi Latscher, habe das erst gerade gesehen. Wie Markus schon schrieb, es hat keinerlei negativen Einfluss. Die beiden gebogenen Bleche (Bleche ist stark übertrieben da es sich ja um Edelstahlfolie handelt) stehen ja senkrecht was auf dem Bild nicht so richtig zu erkennen ist. Und man braucht die weil es der Topfstand ist. Jedenfalls ist dieser Hobo deutlichst leichter als z.B der Künzi, kann platt gemacht werden und brennt trotzdem wie die Hölle.
CU Bernd

Harry
02.01.2011, 21:45
So hier mal mein neuer 30 L Hobo für den Dutch Oven .

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC01766.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC01755.JPG
Der Hobo hat fast zu viel Hunger.

lina
03.01.2011, 09:00
5sterne5sterne :D

Ixylon
03.01.2011, 16:33
So hier mal mein neuer 30 L Hobo für den Dutch Oven .
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC01755.JPG

Da fehlt ja nicht mehr viel bis sich das Forum bei Treffen um eine brennende Mülltonne herum versammelt. :baetsch:

O_l_i
07.08.2011, 22:04
Nochmal was großes:
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/hobo_gross.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=32342&title=grosser-hobo&cat=500)
Oli