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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BW Schlafsäcke



The Incredible
10.08.2006, 13:04
Moin,

sind die originalen BW Schlafsäcke Mumienform oliv (lt. Bundeswehr bis -10° einsetzbar) bei Nachttemperaturen um 0° C (Schweden) geeignet? Oder ist das nur Pseudo- Quatsch?
Die bekommt man nämlich aus BW Nachlässen teilweise schon für 20,-...
Hat einer so´n Dingen und/oder Erfahrung?

Thx

TI

Indi
10.08.2006, 13:34
Vergiss es! Ich hab so n Ding.. hab mir den A**** abgefroren.
Dazu kommt dass er riesig und schwer ist.

Indi

The Incredible
10.08.2006, 13:40
OK, das war deutlich :wink:

Wie siehts mit den bei ebay angebotenen aus?
(Keine Händler, wohlgemerkt, da kriegt man nur Sch..ss!!!)
Da ist momentan ein "Yeti" drin...

Ansonsten sollte bei Bodenfrost die Komforttemperatur doch schon bei -5° liegen, oder?

Waldhoschi
10.08.2006, 13:50
Besorg dir, wenn du unbedingt einen von BW haben willst, den Schlafsack der Fernspeher. Die verwendet tw. den Ajungilak Tyin Winter Nato.
Damit kommt man ganz gut aus.
Zu allen anderen Schlafsäcken: Siehe Indi.

Grüße Joe

Fuchsman
10.08.2006, 17:21
Besorg dir, wenn du unbedingt einen von BW haben willst, den Schlafsack der Fernspeher. Die verwendet tw. den Ajungilak Tyin Winter Nato.
Damit kommt man ganz gut aus.
Zu allen anderen Schlafsäcken: Siehe Indi.

Grüße Joe


:bg: Der Schlafsack ist ok......... :lol: aber es gibt nicht soviele Soldaten
in dieser Einheit...........es wird wohl nichts auf dem Gebrauchtmarkt angeboten :wink:

Thorsten
10.08.2006, 20:32
Wenn es denn unbedingt ein Bundeswehrschlafsack sein soll,der entsprechende Unterlage tatsächlich bis in leichte Minusgrade hinein zuverlässig warmhält, dann den neuen "Schlafsack Allgemein II", der nichts anderes als ein leicht modifizierter Defence4 von Carinthia ist.

Wiegt knapp 2kg, also gut 500g leichter als ein Tyin, wenn auch nicht so warm.

Hier mal die technischen Lieferbedingungen; eine detailliertere Beschreibung bekommt man wohl sonst von kaum einem anderen Schlafsack :bg:
http://daten.bwb.org/AG-Bund/TL/Daten/84650149.pdf

...aber gebraucht gibts die Dinger noch nicht, würde ich mir auch nicht für 20Eur gebraucht kaufen.

Ich besitze das Ding, es ist ein wirklich brauchbarer Schlafsack für Leute, die eine relativ unempfindliche, blitzschnell zu öffnende Penntüte mit MittelRV in unauffälliger Farbe suchen.
Die Temperaturangaben sind carinthiatypisch stark überzogen, doch als Allrounder ist der Sack o.k., aber eben kein wirklicher Winterschlafsack im klassischen Sinn.

The Incredible
11.08.2006, 09:52
Danke für die Tips,
BW muss natürlich nicht unbedingt sein.
Aber weiß halt noch nicht, ob ich den (Winter-)Schlafsack so oft nutze und deshalb so viel Geld ausgeben soll.
Zur Not such ich mir ne dicke Freundin, die halten auch warm :bg:
Gruß
Jens

-wf-
11.08.2006, 11:37
Ich habe den BW Mumienschlafsack vor etwa zehn Jahren für 60,- DM gekauft. Einmal habe ich ihn auch mitgeschleppt, war mal im Mai eine Wochenendtour. Das Ding ist viel zu schwer. Um den Gefrierpunkt kommt man mit der Wärmeleistung noch hin. Ich habe bei etwa 4-5 Grad nicht gefroren allein in einem Zwei Personen Zelt auf einer dünnen Alumatte. Wegen des Gewichts, im Katalog steht er mit 2,3 kg, würde ich ihn nicht mehr mitnehmen, egal wie warm es ist. Das Teil liegt jetzt für en Notfall im Auto.

Wenns was billiges sein soll für Sommer und Herbst, dann kommst du mit einem Larca Sonderangebot sicher gut zurecht, aber eben ohne Wintertauglichkeit.

apple
25.11.2006, 13:21
Hallo,

hat jemand genauere Informationen über den Modular Fernspäher-Winterschlafsack vom Hersteller Jones Tent & Awning Ltd. Vancouver, Canada?

Er besteht aus:
einen Innenliner
einen Innenschlafsack
einen Aussenschlafsack
eine Kaputze (mit befestigungsmöglichkeit an den Armen)
einen Packsack mit kompressionsmöglichkeit

Geeignet bis zu einem Extrembereich bis -40°. Füllung Daunen.

Meine Fragen:

Welche Daunen wurden benutzt (Canadische?)
Wieviel Gramm der Daunen sind in den einzelnen Säcken (Innenschlafsack und Aussenschlafsack)

Da dieses Schlafsacksystem in der deutschen BW zum Einsatz kam, müsste es doch ein Datenblatt über den Schlafsack geben? Wo finde ich den?

MfG
Sven

jackknife
26.11.2006, 01:42
Und was soll dieser Schlafsack besser können, als der billigste Daunenschlafsack auf dem Markt. Militärzeug ist auf Haltbarkeit gebaut und nicht um maximale Leistung zu erzielen.

apple
26.11.2006, 09:44
@jackknife

Ich weis nicht was der Schlafsack besser kann als der billigste auf dem Markt.  Was kostet denn der billigste? (gleich ne Frage an dich)

Ich will halt rein Interesse halber wissen was da für Daunen drin sind, denn über 1000g Kanadische Gänsedaunen für knapp 80Euro ist ein guter Preis oder?

akonze
26.11.2006, 09:56
Militärzeug ist auf Haltbarkeit gebaut und nicht um maximale Leistung zu erzielen.

Das ist genau der Punkt! Alles was es in den meisten Armeen dieser Welt gibt, ist auf die folgenden Punkte ausgelegt:

1. billig in der Anschaffung
2. so lange wie irgendmöglich haltbar

und erst dann kommt

3. Leistungsfähigkeit

Mal abgesehen von den einigermaßen brauchbaren Klamotten und dem wirklich guten Essbesteck gibt es nichts, was man wirklich brauchen könnte (es sei denn, man will es sich absichtlich schwer machen). Und ich war 4 Jahre in einer Spezialeinheit und hatte schon die neusten Sachen. :D

Sicher kann man sich das ein oder andere billig an Land ziehen, aber das ist meines Erachtens rausgeschmissenes Geld. Wenn man Sachen haben möchte, die es nicht zu kaufen gibt, einfach einen Soldaten ansprechen. Der soll es dann "verlieren". Nach Meldung und "bin bereit zu zahlen" bekommt der Soldat umgehend ein neues Teil und man erstattet den Preis.

jackknife
26.11.2006, 11:07
@jackknife

Ich weis nicht was der Schlafsack besser kann als der billigste auf dem Markt.  Was kostet denn der billigste? (gleich ne Frage an dich)

Ich will halt rein Interesse halber wissen was da für Daunen drin sind, denn über 1000g Kanadische Gänsedaunen für knapp 80Euro ist ein guter Preis oder?

Das war ein dahergenommenes Beispiel. Nimmst Du alles so wörtlich?
Armeekrams ist Schrott! Der kann nichts wirklich gut.
Glaubst Du etwa, für 80 Euro wäre in dem Schlafsack irgend etwas anderes drin ausser dem Großfederzeugs aus deinem Kopfkissen?
Tu mir einfach mal einen Gefallen. Geh in einen Outdoorshop in Deiner Umgebung und lege Dich mal in einen Schlafsack von Western Mountaineering rein. Am besten einen Antelope. Dieser hat etwas über 700gr beste Füllung. Heb ihn hoch, prüfe ihn genau. Nun fahre in einen Armeeshop in Deiner Umgebung und sieh Dir mal den Daunenschlafsack der US Army an. Der hat auch weit über 1000gr. Daunen, aber der miesesten Quali. Jetzt hast Du ungefähr einen Überblick, was Dich bei diesem Canadakrams erwartet. Und dafür sind definitiv 80 Euro zuviel. Nimm lieber das Geld und kauf Dir dann für Silvester Böller, das knallt wenigstens.

underwater
26.11.2006, 11:11
Nuja, nicht alle Armeen denken so bescheuert: Hilleberg baut Zelte für schedische Verbände... :ignore:

aber im allgemeinen kaufen Sie wirklich nur billigen Ramsch. Vermutlich ist jeder hier im Forum 20mal besser ausgerüstet für den "Ernstfall" was Kleidung & Outdoorausrüstung betrifft als die Bundeswehr...

Onkel Tom
26.11.2006, 11:13
..."Und ich war 4 Jahre in einer Spezialeinheit..."

In welcher, wenn man fragen darf?
Gruß
TOM

Onkel Tom
26.11.2006, 11:14
Nuja, nicht alle Armeen denken so bescheuert: Hilleberg baut Zelte für schedische Verbände... :ignore:
Aber nicht für die 0815 Einheiten, sondern für Sonderverbände... Sonst wirds zu Teuer... :wink:

jackknife
26.11.2006, 11:15
Nuja, nicht alle Armeen denken so bescheuert: Hilleberg baut Zelte für schedische Verbände... :ignore:

aber im allgemeinen kaufen Sie wirklich nur billigen Ramsch. Vermutlich ist jeder hier im Forum 20mal besser ausgerüstet für den "Ernstfall" was Kleidung & Outdoorausrüstung betrifft als die Bundeswehr...

Wobei die Schweden, Norweger und Finnen allein schon durch ihre Natur und Umgebung augenscheinlich darauf hingewiesen werden, dass dort nur bestes Zeug funktioniert. Die Jägerbatallione benutzen im Fjell das Keron 4

underwater
26.11.2006, 11:21
Nuja, nicht alle Armeen denken so bescheuert: Hilleberg baut Zelte für schedische Verbände... :ignore:

aber im allgemeinen kaufen Sie wirklich nur billigen Ramsch. Vermutlich ist jeder hier im Forum 20mal besser ausgerüstet für den "Ernstfall" was Kleidung & Outdoorausrüstung betrifft als die Bundeswehr...

Wobei die Schweden, Norweger und Finnen allein schon durch ihre Natur und Umgebung augenscheinlich darauf hingewiesen werden, dass dort nur bestes Zeug funktioniert. Die Jägerbatallione benutzen im Fjell das Keron 4

EBEN! Manche kapieren halt auch, daß es besser ist eine kleine kampffähige Truppe zu haben, wie nen großen Haufen, der am Schluß nichts kann. Wieviel % sind denn bei der BW kampffähig???

akonze
26.11.2006, 17:08
..."Und ich war 4 Jahre in einer Spezialeinheit..."

In welcher, wenn man fragen darf?
Gruß
TOM

Ich war von 1991 bis 1994 in einer Spezialeinheit der Fernmelder. Mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen. Das gehört nicht hier ins Forum.

PS: Habe da noch in Bild von meiner Uffs Taufe gefunden. Hier haben wir mal wirklich Spezialausrüstung an. Die gibts aber nirgendwo... :D

http://www.trekkon.tv/bund371.jpg

ekke
27.11.2006, 16:33
kauf dir lieber einen ordentlichen 3 jahreszeitschlafsack und zieh ein anständiges fleece-inlett rein. dürfte die bessere lösung sein.
dazu dann noch eine ordentliche schaumstoffmatte und die welt ist in ordnung.

poseidon
11.09.2007, 10:06
;-)Hallo Leute,
also ich kann mich nicht über meinen BW-Schlafsack (Mumienform) beschweren, mit dem Teil habe ich im Winter 1991 muss Anfang Februar gewesen sein, beim BW-Biwak kein Stück gefroren, und der Winter war so richtig kalt,Nachts so um -15°C bis -20°C, es kommt halt doch auch noch auf die Schlafunterlage an, bei uns hatten die damals Stroh vom Bauern besorgt, das war dann richtig kuschelig, auch ich gehöre eher zu denen, die Nachts leicht frieren, was auch noch wichtig ist, dass man windgeschützt liegt, denn der Wind kühlt einen, auch bei der noch nicht erreichten Minimaltemperatur (ich meine was der Schlafsack noch verspricht, BW -15°C) noch schneller aus.
Und was soll dieser Schlafsack besser können, als der billigste Daunenschlafsack auf dem Markt. Militärzeug ist auf Haltbarkeit gebaut und nicht um maximale Leistung zu erzielen.
Der letzte Teil der Aussage stimmt ja nicht so ganz, z.B. hat die Bundeswehr den Mercedes G, und der ist nicht der Billigste oder gar Scheiß...., oder nehmen wir mal den Unimog, auch erste Sahne, oder den Rucksack, super geil und reißt nicht gleich bei der kleinsten Beanspruchung in tausend Stücke, oder die alten BW-Hosen (Moleskin) super bequem und funktional, oder, oder, oder .....

Vergiss es! Ich hab so n Ding.. hab mir den A**** abgefroren.
Dazu kommt dass er riesig und schwer ist.

Indi
Wie oben schon gesagt kann ich das nicht bestätigen auch keiner meiner "Kameraden" hat geklagt.
OK, er ist etwas schwerer und etwas klobiger, dafür kostet er nicht die Welt und ist stabil und reicht doch für die normal Sterblichen und die meisten Anwendungen, so empfinde ich es zumindest. Sorry. Mit meinem Beitrag wollte und will ich niemanden zu nahe treten:sorry:, sondern nur euch meine Erfahrungen mit diesem Schlafsack mitteilen.
V.G.
poseidon
PS Mit dem alten BW-Schlafsack, mit Ärmeln, habe ich auch nur gefroren.

nattes
11.09.2007, 10:28
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hat jemand genauere Informationen über den Modular Fernspäher-Winterschlafsack vom Hersteller Jones Tent & Awning Ltd. Vancouver, Canada?
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Ich habe ihn.
Er ist erstklassig und auch bei Temperaturen weit unter null noch zu gebrauchen.
Durch sein hohes Gewicht von über 4 KG, zum schleppen wohl eher nicht geeignet.

Für 80 € bekommst du aber nur den billigen China Nachbau und der taugt überhaupt nichts.
Was für die meisten anderen Millitär Schlafsäcke gilt,passt hier nicht.
Der Modular Sleeping Bag wurde extra für Einsätze in den kalten Zonen entwickelt.
Wichtig ist bei Kälte außerdem eine gute Isolation nach unten.
Der beste Schlafsack nutzt nichts,wenn dann unten nur eine billige Isomatte drunterliegt.

Schön zu lesen, sind immer die Kommentare, die auf Vorurteile und Vermutungen beruhen.

Gruß Norbert

Rajiv
11.09.2007, 11:30
..., z.B. hat die Bundeswehr den Mercedes G, und der ist nicht der Billigste oder gar Scheiß...., oder nehmen wir mal den Unimog, auch erste Sahne, oder den Rucksack, super geil und reißt nicht gleich bei der kleinsten Beanspruchung in tausend Stücke, oder die alten BW-Hosen (Moleskin) super bequem und funktional, oder, oder, oder ....

Ich glaube, daß dieser Vergleich mächtig hinkt.
Bei Fahrzeugen spielt allgemein gesagt das Gewicht keine Rolle, deswegen läßt sich die Forderung nach Langlebigkeit ganz gut erfüllen, auch wenn bspw. ein Puch G im Gelände eine ganz gute Figur macht(schwer ist er trotzdem). Aus meiner Erfahrung kommt der ganze militärische Standard-Kram(da würde ich, von abgezählten Ausrüstungsstücken für Spezialeinheiten mal abgesehen, auch die BW-Schlafsäcke dazuzählen), egal ob Bundeswehr oder NVA, dann nicht mehr für Wanderer/Bergsteiger/Kletterer... in die engere Wahl, da die drei Hauptanforderungen(leicht, strapazierfähig und langlebig, funktional bzw. sehr gut geignet für den angedachten Zweck) durch die vom Militär stammenden Ausrüstungsteile nur selten erfüllt werden; der Vorteil des Armee-Gerassels ist der meist sehr günstige Preis.
Klar, es gibt ein paar Ausnahmen(aber ich bin der Meinung, daß es Ausnahmen sind), aber da ist es häufig so, daß skandinavische Armeen der Besteller war(z. Bsp.: Armee-Trangia).
Zu den allermeisten Militärschlafsäcken und -rucksäcken kann ich nur sagen, daß es da im zivilen Markt wesentlich bessere(und man muß ehrlich sagen: auch teurere) Sachen gibt.
Wenn jemand den Bundeswehr-Rucksack als bequem einstuft(mit entsprechendem Gewicht von mind. 15kg, darf auch deutlich mehr sein), dann verwundert mich dies zutiefst und ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, daß da jemand noch nie einen ordentlichen Rucksack getragen hat. Ein ziviler Fährmann-Rucksack ist aus meiner Erfahrung wenigstens genauso robust wie das Armee-Zeug(bloß daß der Fährmann ordentlich zu tragen ist, zumindest auf meinem Buckel).
Zur Armeekleidung gibt es hier im Forum genug Themen; ich glaube sagen zu dürfen, daß nur ein äußerst geringer Teil der Leute in Bekleidung in Armeequalität(ich meine nicht das Äußere/die "Farbgebung") auf die Touren gehen würde. Armeeklamotten müssen haltbar sein, aber nicht besonders leicht und auch nur bedingt funktional(jetzt wird es etwas weit hergeholt{einige "Spezialisten" haben vielleicht auch mal wieder Lust es ganz bewußt falsch zu verstehen:roll:}: Millionen von Wehrmachtssoldaten sind viele tausende Kilometer im "Seechfilz" quer durch Europa gelatscht, da ich das zweifelhafte Vergnügen hatte ziemlich genau diese Uniform als Dienst- und Ausgangsuniform tragen zu "dürfen", kann ich jedem versichern, es ist so ziemlich das letzte Stück Bekleidung was ich anziehen würde, von längeren Touren ganz zu schweigen{sogar die ruhmreiche "erste dt. Arbeiter-und-Bauern-Armee" hatte dies wohl gemerkt und deswegen gab es FDA in Sommer- und Winter-Version}; FDA ist ja grob gesagt mit den jetzigen Tarnklamotten ganz gut vergleichbar, auch d. FDA würde ich nicht auf 'ner Tour anziehen; man sieht, Armeeklamotten mögen langjährig "bewährt" sein und trotzdem sind sie einfach nur Mist für unsere Zwecke).

Rajiv

poseidon
11.09.2007, 12:18
Ich glaube, daß dieser Vergleich mächtig hinkt.
Bei Fahrzeugen spielt allgemein gesagt das Gewicht keine Rolle, deswegen läßt sich die Forderung nach Langlebigkeit ganz gut erfüllen, auch wenn bspw. ein Puch G im Gelände eine ganz gute Figur macht(schwer ist er trotzdem). Aus meiner Erfahrung kommt der ganze militärische Standard-Kram(da würde ich, von abgezählten Ausrüstungsstücken für Spezialeinheiten mal abgesehen, auch die BW-Schlafsäcke dazuzählen), egal ob Bundeswehr oder NVA, dann nicht mehr für Wanderer/Bergsteiger/Kletterer... in die engere Wahl, da die drei Hauptanforderungen(leicht, strapazierfähig und langlebig, funktional bzw. sehr gut geignet für den angedachten Zweck) durch die vom Militär stammenden Ausrüstungsteile nur selten erfüllt werden; der Vorteil des Armee-Gerassels ist der meist sehr günstige Preis.
Klar, es gibt ein paar Ausnahmen(aber ich bin der Meinung, daß es Ausnahmen sind), aber da ist es häufig so, daß skandinavische Armeen der Besteller war(z. Bsp.: Armee-Trangia).
Zu den allermeisten Militärschlafsäcken und -rucksäcken kann ich nur sagen, daß es da im zivilen Markt wesentlich bessere(und man muß ehrlich sagen: auch teurere) Sachen gibt.
Wenn jemand den Bundeswehr-Rucksack als bequem einstuft(mit entsprechendem Gewicht von mind. 15kg, darf auch deutlich mehr sein), dann verwundert mich dies zutiefst und ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, daß da jemand noch nie einen ordentlichen Rucksack getragen hat. Ein ziviler Fährmann-Rucksack ist aus meiner Erfahrung wenigstens genauso robust wie das Armee-Zeug(bloß daß der Fährmann ordentlich zu tragen ist, zumindest auf meinem Buckel).
Zur Armeekleidung gibt es hier im Forum genug Themen; ich glaube sagen zu dürfen, daß nur ein äußerst geringer Teil der Leute in Bekleidung in Armeequalität(ich meine nicht das Äußere/die "Farbgebung") auf die Touren gehen würde. Armeeklamotten müssen haltbar sein, aber nicht besonders leicht und auch nur bedingt funktional(jetzt wird es etwas weit hergeholt{einige "Spezialisten" haben vielleicht auch mal wieder Lust es ganz bewußt falsch zu verstehen:roll:}: Millionen von Wehrmachtssoldaten sind viele tausende Kilometer im "Seechfilz" quer durch Europa gelatscht, da ich das zweifelhafte Vergnügen hatte ziemlich genau diese Uniform als Dienst- und Ausgangsuniform tragen zu "dürfen", kann ich jedem versichern, es ist so ziemlich das letzte Stück Bekleidung was ich anziehen würde, von längeren Touren ganz zu schweigen{sogar die ruhmreiche "erste dt. Arbeiter-und-Bauern-Armee" hatte dies wohl gemerkt und deswegen gab es FDA in Sommer- und Winter-Version}; FDA ist ja grob gesagt mit den jetzigen Tarnklamotten ganz gut vergleichbar, auch d. FDA würde ich nicht auf 'ner Tour anziehen; man sieht, Armeeklamotten mögen langjährig "bewährt" sein und trotzdem sind sie einfach nur Mist für unsere Zwecke).

Rajiv

Eujeujeu,
da kriegt ja Einer bald einen Herzkasper, ich will ja nicht anfangen zu streiten, aber einiges muss ich doch wohl richtig stellen.
1. ich habe nur von meinen Erfahrungen geschrieben, und die waren vom Schlafsack und dem Rucksack halt positiv.
2. sollte man nicht andere versuchen runter zu machen, wenn diese nicht der gleichen Meinung sind
3. habe ich auch schon s.g. gute Rucksäcke getragen, und wenn Dir der BW-Rucksack zu unbequem sind, dann solltest Du mal lernen einen Rucksack richtig zu packen. Sorry
4. sollte der Vergleich mit dem G nur aufzeigen, dass beim Bund nicht alles Billigschrott und Scheiße ist
5. gibt es die alte Hose auch in Zivilfarben
6. wer redet denn von Roter Armee, NVA,Bauernarmee, Wehrmacht oder anderem kriegsverherlichendem Mist
7. kann doch niemand die Ausrüstung von 1939-1945 mit der Ausrüstung der Bundeswehr ( Die Gründung der Bundeswehr der Bundesrepublik war 5. Mai 1955 lt. Wikipedia) vergleichen, zumal ich ja schrieb 1991
8. Nur da ich mit dem BW-Kram zurecht kam, will ich hier nicht als Neona... oder Ewiggestriger hingestellt werden. Das ist doch wohl sehr beleidigend!!!
Bitte doch beim Thema bleiben und das sachlich.
poseidon
PS Der Eine bricht bei 20Kg Gewicht nach 50m zusammen und der Andere wandert mit dem Gewicht entspannt durch die Weltgeschichte, natürlich gilt, je leichter desto angenehmer zu tragen.

BulleT
11.09.2007, 12:37
einige "Spezialisten" haben vielleicht auch mal wieder Lust es ganz bewußt falsch zu verstehen:roll:}: Rajiv

Wie Recht er doch hatte;-)

Und nun Entspannung das steigert sonst den Herzfasching ins kritische.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das BW Zeugs je nach Ausrüstungsgegenstand mehr oder weniger gut ist. Der Schlafsack, den fand ich schon damals unglaublich schwer und viel zu gross. Pickpott, das Essbesteck, die Schuhe (ja ich trag sie gerne und steh dazu) sind meiner Meinung nach nicht schlecht. Die Klamotten...hm, also ich hatte keine Probleme nur warm waren sie nicht gerade wenn man kein Uzifu hatte, trocknen taten sie allerdings gut. Für den kleinen Geldbeutel und gewisse Trainingssessions ist das BW zeugs sicherlich gut zu gebrauchen, stösst allerdings auf Touren schnell an das Comfortlimit.

barleybreeder
11.09.2007, 13:06
Hab 1998 ebenfalls in so nem Mumiending der BW übernachten müssen. Bei -10°C. An frieren kann ich mich nicht erinnern. Allerdings haben wir in Vollmontour, auf fett Reisig und mit 8 Mann-Gruppenkuscheln in einer Unterschlupf aus 6 Zeltbahnen geschlafen. :roll: Ja, ja was man als Jägerlein nicht so alles macht!

Der Schlafsack ist trotzdem mist. Hat den sich schon mal einer angeschaut? Null loft, weil ja immer verpackt gelagert. Ist einfach nur ne bessere Filzdecke, bald vergleichbar den DDR Schlafsäcken. Wo soll da bitte was isolieren.

Und ein Winterschlafsack der 4 Kilo wiegt? :o
Da kann ich ja locker 2 zivile mitnehmen, die wahrscheinlich noch besser isolieren.

Und das andere Zeug, na ja?!

Klar kann man 50km in BW Stiefeln marschieren. Haben wir gemacht, aber ist das angenehm?
Und der Rucksack ist für Lasten über 15 Kg einfach nur Mist. Wenn man das Teil 24 Stunden auf dem Buckel hat sieht man das glaube ich ein.

Das einizige was nicht schlecht ist, ist der Spaten. Natürlich nur beim kanufahren!

Der Entenmann
11.09.2007, 16:01
Gerade beim Rucksack muss man wirklich differenzieren, welcher nun "mist" ist.

Der "Kleine" ist tatsächlich der letzte Müll. Nicht nur, dass die Standardaustrüstung kaum reinpasst (spätestens nach 3 Tagen ;) ), die Rückenpolsterund durch die herauszunehmende Isomatte ist miserabel. Bretthart, und morgends das Ding da wieder reinzukriegen ist schon mal ein Abenteuer.
Von Wasserdichtigkeit, bzw nennenswerter Stoppwirkung auf einen Wasserstrahl kann bei vielen Modellen nicht die Rede sein, denn die Innengummierung ist entweder abgerieben, oder war nie vorhanden. Der flache, randlose Deckel und der Baumwollboden tun ihr Übriges. Der Hüftgurt ist ein Witz. Gewicht trägt er kaum, erhilft eigentlich nur gegen übermässiges Schlackern des Rucksacks bei schneller Bewegung.
Neben dem Hauptfach finden sich 2 Aussentaschen, und 4 Schlaufen auf dem Deckel

Der "Grosse", also der Kampfrucksack, ist da schon besser. Etwa 25-30L geräumiger, mit solchen Sachen wie einem unterteilten Hauptfach. Die Schultergurte sind breiter und besser gepolstert. Der (leider immer noch 2cm-Textil-)Hüftgurt sitzt bei mir zumindest um einiges besser, ebenso wie der hier in der Höhe verstellbare Brustgurt.

Bei Starkregen hält der Rucksack zuverlässig dicht, auch die Aussentaschen. Die Hauptfächer haben einen Schneefang.
Das "Tragesystem" ist etwas besser verstellbar, über 2 Gurte kann man die gefühlte Rückenlänge um etwa 10cm beeinflussen.
An Fächern bietet er das waagerecht unterteilte Hauptfach, 2 Aussentaschen, ein winziges und ein kleines Deckelfach. Es finden sich auf Deckel und Boden 4 Schlaufen, auf der Front kann man mittels einer kleinen Tasche und einer Schlaufe Trekkingstöcke oder ähnliches befestigen.

Der ESK Typ II "Pfullendorf" ist einer aus der 2-teiligen Reihe "Einsatzrucksack Spezialkräfte". Dieser ist nochmal um einiges grösser (Unsere Messung, 104L ohne Deckelfach, Messmethode 5-Liter-Eimer ;) ). Er hat ein voll verstellbares Tragesystem, und einen recht anständigen Hüftgurt. die Seitentaschen lassen sich abbauen und zusammen mit dem Koppeltragesystem als Daypack verwenden. Es gibt die besagten Daypackhälftentaschen, die noch 2 Nebentaschen und je eine Deckeltasche (Je etwa 4l) haben. Desweiteren gibt es ein Deckelinnenfach, und ein Obenaufdemdeckelfach, beide für Deckelfächer ganz ordentlich. Als Bonusfeature ist der Ressverschluss für das untere Fach waserdicht, man muss also bis zu den Schultern im Bach stehen bevor der Inhalt nass wird. Auch bei Regen bleibt dieser Rucksack zuverlässig trocken.

An Befestigungsmöglichkeiten gibt es mehrere über den Rucksack verteilte Schlaufen für Packriemen, und eine Möglichkeit seine Skier/Trekkingstöcke/Schneeschuhe/Feldlafette auf der Front zu befestigen, mittels verstellbarer, weiter Schlaufen.

Der Nachteil an diesem sehr guten Rucksack?
Ganz einfach: Er ist eigentlich schon zu gross, und im zivilen Bereich lässt sich für weniger als 220€ etwas besser geeignetes finden. Gebraucht ist dieser praktisch nicht zu bekommen, da er kaum ausgegeben wird.

Rajiv
12.09.2007, 15:50
Eujeujeu,
da kriegt ja Einer bald einen Herzkasper, ich will ja nicht anfangen zu streiten, aber einiges muss ich doch wohl richtig stellen.
1. ich habe nur von meinen Erfahrungen geschrieben, und die waren vom Schlafsack und dem Rucksack halt positiv.
2. sollte man nicht andere versuchen runter zu machen, wenn diese nicht der gleichen Meinung sind
3. habe ich auch schon s.g. gute Rucksäcke getragen, und wenn Dir der BW-Rucksack zu unbequem sind, dann solltest Du mal lernen einen Rucksack richtig zu packen. Sorry
4. sollte der Vergleich mit dem G nur aufzeigen, dass beim Bund nicht alles Billigschrott und Scheiße ist
5. gibt es die alte Hose auch in Zivilfarben
6. wer redet denn von Roter Armee, NVA,Bauernarmee, Wehrmacht oder anderem kriegsverherlichendem Mist
7. kann doch niemand die Ausrüstung von 1939-1945 mit der Ausrüstung der Bundeswehr ( Die Gründung der Bundeswehr der Bundesrepublik war 5. Mai 1955 lt. Wikipedia) vergleichen, zumal ich ja schrieb 1991
8. Nur da ich mit dem BW-Kram zurecht kam, will ich hier nicht als Neona... oder Ewiggestriger hingestellt werden. Das ist doch wohl sehr beleidigend!!!
Bitte doch beim Thema bleiben und das sachlich.
poseidon
PS Der Eine bricht bei 20Kg Gewicht nach 50m zusammen und der Andere wandert mit dem Gewicht entspannt durch die Weltgeschichte, natürlich gilt, je leichter desto angenehmer zu tragen.

Ehrlich gesagt, als ich meine obigen Zeilen schrieb, da hatte ich keinen Herzkasper und war auch nicht kurz davor. Es sollte lediglich dargestellt werden, daß man vom Puch G im Bundeswehrbestand nicht zwangsläufig ableiten kann, daß auch die übrige Bundeswehr-Ausrüstung qualitativ hervorragend sei, ganz besonders vor dem Hintergrund, daß Bekleidung und Fahrzeug zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind.
Mir ging es auch nicht darum, daß deine Erfahrungen falsch sind; wenn du mit dem Armee-Gerassel glücklich bist, dann will ich dir das doch nicht ausreden. Mir ging es darum, daß die allermeisten Leute hier in diesem Forum deutlich andere Erfahrungen mit dem Bundeswehrzeug gemacht haben; deswegen drängte sich mir der Verdacht auf, daß du vielleicht noch nicht so viele Erfahrungen mit (hochwertiger) ziviler Outdoor-Ausrüstung gemacht hast.
Deswegen ist mir auch nicht klar, warum ich dich "runter gemacht" haben soll; wie schon gesagt, darum ging es mir nicht, ich glaube auch, daß es außer dir niemand so gesehen hat(aber da kann ich mich selbstredend irren). Übrigens deinen Vorwurf an mich, daß ich doch endlich mal lernen sollte 'nen Rucksack zu packen, diesen Vorwurf solltest du dann wohl auch an die meisten Forumsmitglieder richten(auch an welche, die noch mehr Erfahrung als ich haben; ach ja, du scheinst ja ein wahrer Extrembergsteiger zu sein, daß du dir gleich mal so die Meinung bildest, daß ich zu dumm wäre 'nen Rucksack zu packen und einhergehend der Meinung bist, daß ich im Gebirge und im Umgang mit entsprechender Ausrüstung nicht sonderlich erfahren wärst{gibt ein paar Leute die da anderer Meinung sind}).
Dein unter 6. geschriebener Satz beweist, daß du meine obigen Zeilen nicht verstanden hast. Habe ja etwas Rücklauf bekommen und da haben mir diese Leute bestätigt, daß ich mit meiner Überlegung schon richtig liege(also daß nur weil etwas möglich ist mit einem Ausrüstungsteil dann dieses Ausrüstungsteil noch lange nicht optimal sein muß).
Deine Unwissen über Kontinuitäten bei der Militärausrüstung wird durch deine Ausführung unter deinem Punkt 7. bewiesen(vielleicht kennst du dich mit Bundeswehrausrüstung aus, aber du kennst dich offensichtlich weder mit Ausrüstungsteilen von NVA, Wehrmacht oder US-Army{aus der Zeit der 1940er Jahre} aus und demzufolge auch nicht mit Vergleichen untereinander; es wird hier zu viel OT, weswegen ich das nicht weiter in Einzelteile zerlegen will{besonders vor dem Hintergrund, daß du anscheinend zu genau den Leuten gehörst, deren Auftreten ich in obigen Zeilen geradezu hellseherisch vorhergesagt habe; man kann mir getrost glauben, ich wäre sehr erfreut gewesen, wenn meine Prognose nicht wahr geworden wäre}).
Da ich aber im Gegensatz zu dir, nach deiner Ansicht, aber in der Wissensaneignung Nachholebedarf habe, dann erkläre mir bitte, wie du darauf kommst, daß ich dich als Neonazi hinstelle; dies läge mir nämlich fern, da ich dich nicht kenne und deine gestern 10:06 Uhr geschriebenen Zeilen auch mir nicht den Anlaß gegeben haben, dich als solchen zu betrachten.
Was bitte war an meinen obigen Zeilen unsachlich?
Oder bist du der Ansicht, daß alle Meinungen die sich von deiner Meinung unterscheiden unsachlich sind?

Übrigens kenne ich keinen der nach 50m mit 20kg Gepäck zusammenbricht.
Entweder wissen die Leute, daß sie mit 20kg zusammenbrechen würden und laufen gar nicht erst los oder aber sie haben schon Touren mit solchen ähnlichen Gewichten gemacht und wissen, was sie da erwartet.
Ach ja, hier im Forum gibt es viele Leute die mit deutlich mehr als 20kg Gepäck über mehrere Wochen unterwegs waren; allerdings waren die alle mit einem Rucksack unterwegs, der sich von besagten Bundeswehrmodellen sehr deutlich unterschied.

Rajiv, der den ersten Satz von BulleT mit einem seufzenden "Ja" gelesen hat

P.S.: Werter "poseidon", beleidigend warst wohl eher du(wenn ich da mal auf die Predigt zum Rucksackpacken verweisen darf); da man die Hoffnung nie aufgeben soll, vielleicht findest auch du zu einem freundlichen Stil, würde mich für das Forum freuen.

poseidon
12.09.2007, 16:50
Hallo Rajiv,
oK sicherlich hast Du größten Teils recht und ich möcht mich bei Dir in aller Höfflichkeit entschuldigen. Es tut mir leid:sorry:.
Das hat aber auch 2 Gründe zum einen hatte ich gestern einen, na sagen wir mal, einen nicht all zu tollen Tag, wobei ich dann einiges in den falschen Hals bekam und zum anderen haben wir wohl aneinander vorbei geschrieben.
Und zwar deswegen, da ich eher kurze Strecken zurück lege, ca. 30 Km/Tag und das mit minimaler Ausrüstung "Querfeldein", und das nur Frühjahr bis Herbst, u.a. Schweden, da lege ich dann nicht all zu großen Wert auf Hightech oder schön leichte Sachen, sondern bevorzuge die günstigeren und robusten Sachen, welche dann aber auch nicht unbedingt nach Bund ausschauen sollten, aber doch sehr oft ehemaliges BW-Zeugs ist und bei denen es nicht so schlimm ist, wenn sie mal auf der Tour leiden oder wenn auch mal etwas kaputt geht.
Natürlich hast Du recht, wenn ich richtig "Bergsteige" sollte ich schon auf jedes Gramm achten, oder wenn ich bei extremen Minus Graden unterwegs bin und es richtig kalt ist, brauche ich mir keinen BW-Schlafsack kaufen, sondern den Wärmsten den es gibt. Aber die Anfangsfrage auf die ich mich mit meinen Erfahrungen bezog war:
Moin,

sind die originalen BW Schlafsäcke Mumienform oliv (lt. Bundeswehr bis -10° einsetzbar) bei Nachttemperaturen um 0° C (Schweden) geeignet? Oder ist das nur Pseudo- Quatsch?
Die bekommt man nämlich aus BW Nachlässen teilweise schon für 20,-...
Hat einer so´n Dingen und/oder Erfahrung?

Thx

TI

Und dafür reicht der BW-Sack ja noch, außerdem wurde da nicht nach Gewicht gefragt.

Und das mit dem Neo hab ich nur falsch verstanden, da Du (wahrscheinlich nicht böse gemeint) von "einigen Experten" und der Wehrmacht und dann später von der "ruhmreichen Arbeiter-und-Bauern-Armee" sprachst, hab ich das alle in einem Topf geworfen und da war dann meinerseits die Verknüpfung; Nazi.
Na ja.

Ich meinte eigentlich auch den Neuen, 65l Rucksack und nicht die alten, an denen man noch extra eine Tragehilfe drannmachen muss oder den s.g. Jägerrucksack um 30l, dass der ganz brauchbar ist.
Auch hast Du recht wenn Du sagst, dass ich mich nicht mit den Ausrüstungen der NVA oder der Wehrmacht auskenne, das was ich von der NVA mal ausprobiert hatte war dann auch Müll (bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht wieder Unmut erzeugen).

Also, ich hoffe alles ist wieder in Ordnung?

Mit jetzt beruhigten und auch freundlichen Grüßen
poseidon

akonze
12.09.2007, 19:52
mit dem Teil habe ich im Winter 1991 muss Anfang Februar gewesen sein, beim BW-Biwak kein Stück gefroren, und der Winter war so richtig kalt,Nachts so um -15°C bis -20°C,

Ich glaube da geht ein wenig die Erinnerung mit dir durch. Ich kenne das von mir selbst aus diversen Reservistentreffen. Beim ersten Treffen waren es -10 Grad, beim zweiten -15 und beim dritten -20 Grad. Und tatsächlich waren es 0 Grad. ;-)

Mal im Ernst Leute, ich habe mir die ganzen Texte nicht durchgelesen, aber jeder von uns weiß, daß zivile Schlafsäcke um Längen besser sind als die militärischen. Besonders die Leute, die selbst beim Bund waren. Einzig der niedrige Preis bringt immer wieder Leute dazu sich eine Anschaffung zu überlegen.

Falls das jemand anders sehen sollte, so rate ich ernsthaft den verklärten Blick auf die schöne Bundeswehrzeit zu prüfen...

poseidon
12.09.2007, 22:43
Ich glaube da geht ein wenig die Erinnerung mit dir durch. Ich kenne das von mir selbst aus diversen Reservistentreffen. Beim ersten Treffen waren es -10 Grad, beim zweiten -15 und beim dritten -20 Grad. Und tatsächlich waren es 0 Grad. ;-)

Mal im Ernst Leute, ich habe mir die ganzen Texte nicht durchgelesen, aber jeder von uns weiß, daß zivile Schlafsäcke um Längen besser sind als die militärischen. Besonders die Leute, die selbst beim Bund waren. Einzig der niedrige Preis bringt immer wieder Leute dazu sich eine Anschaffung zu überlegen.

Falls das jemand anders sehen sollte, so rate ich ernsthaft den verklärten Blick auf die schöne Bundeswehrzeit zu prüfen...

Ok,Ok,
meine Erinnerung war um ein paar Grad falsch, es waren nicht -10°C sondern nur -9°C ;-), habe ich gerade mal eben nachgeschaut unter wetteronline.de Di. 19.02.1991 paderborn/sennelager .
Wer mag, kann das gerne kontrollieren, einfach oben Paderborn und Rückblick eingeben, dann die 33100 PLZ, enter, dann Datum mit Tiefsttemperatur, wieder enter und schwupp -9°C.
Aber es waren gefühlte -10°C bis -15°C :p.
Bevor mich jetzt der nächste hasst,diese Antwort ist zwar nachweislich richtig, aber nicht Bierernst
Liebe Grüße
poseidon

Max Rockatansky
19.12.2008, 19:24
Bin grad durch Zufall auf diesen Thread gestoßen.

Ich benutze seit langem den BW-Mumienschlafsack undm uß sagen, dass er für normale Temperaturen bis 0C° bisher ausreichend war. Nur einmal war im März nochmal Bodenfrost und da ist mir fast alles eingefroren.

Für größere und vor allem extremere Touren würde ich mir einen anderen kaufen.

NRWStud
19.12.2008, 20:42
Bin grad durch Zufall auf diesen Thread gestoßen.

Ich benutze seit langem den BW-Mumienschlafsack undm uß sagen, dass er für normale Temperaturen bis 0C° bisher ausreichend war. Nur einmal war im März nochmal Bodenfrost und da ist mir fast alles eingefroren.

Für größere und vor allem extremere Touren würde ich mir einen anderen kaufen.

gut ist der Sack, mein bestes Ergebnis dürfte sogar -5 Grad gewesen sein, wobei ich die Temperatur selber nicht gemessen habe. Wäre ja auch egal, ich fand es in dem Sack immer schön warm. Habe bislang noch keine Nacht darin gefrorren, wobei ich da wohl auch nicht so empfindlich bin. :bg:

Leider ist der Sack zu voluminös und wohl nur fürs Camping zu gebrauchen, ansonsten hätte ich mich durchaus mit dem Gedanken anfreunden können, ihn zu behalten :grins:

LG

Chris

nattes
20.12.2008, 10:23
Ich benutze seit langem den BW-Mumienschlafsack undm uß sagen, dass er für normale Temperaturen bis 0C° bisher ausreichend war.
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Über den reden wir hier auch gar nicht.

Der modular sleping bag besteht aus 2 Schlafsäcken und einer Goretexhülle und ist meines Wissens bei der Bundeswehr nicht in Gebrauch.
Ich habe da bei -12° drin übernachtet und hatte als immerfrierendes Weichei überhaupt keine Probleme mit.

Nur das aufstehen kostete einige Überwindung.;-)
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Mal im Ernst Leute, ich habe mir die ganzen Texte nicht durchgelesen, aber jeder von uns weiß, daß zivile Schlafsäcke um Längen besser sind als die militärischen. Besonders die Leute, die selbst beim Bund waren. Einzig der niedrige Preis bringt immer wieder Leute dazu sich eine Anschaffung zu überlegen.
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Vielleicht hättest du doch mal erst lesen sollen.
Der Modular sleeping Bag kostet neu ca. 400 €

Und vom wiederholen verallgemeinernder Binsenweisheiten wird er auch nicht schlechter.

gruß Norbert

Buck Mod.93
20.12.2008, 11:16
Ich habe den alten Schlafsack der Fernspähertruppe.Nach Angaben des Verkäufers ist er für einen Temperaturenbereich von -35 bis -55 Grad gemacht.Das war damals das non plus ultra und selbst dieser Schlafsack ist mit Unterklassedaunen befüllt.Das Packmaß beträgt ungefähr 40 Liter und er wiegt 5,54 Kilo.Hab ihn aber auch für 100 Euro bekommen.War mehr so ein Spasskauf.
Das einzige was mich an dem Teil beeindruckt hat war dass er sehr wasserabweisend ist aber das ist auch schon alles.Von daher...Finger weg von Armeezeugs...meistens ist es Schrott...


PS:Sicher haben immer irgendwelche Spezialeinheiten auch bessere Sachen(German First Line z.B.) aber an die kommt man seltenst gebraucht ran und die sind deshalb auch nicht erwähnenswert.

nattes
20.12.2008, 14:16
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Ich habe den alten Schlafsack der Fernspähertruppe.
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Den kenn ich auch.
Aber was hat der mit dem oben erwähnten Modell zu tun?

Ist aber auch eigentlich egal.

Habe hier zwar außer Hörensagen Beurteilungen nichts wirllich nützliches erfahren, aber ich bin ja schon seit einem Jahr weiter mit meinen eigenen Erfahrungen.;-)

Gruß Norbert

Max Rockatansky
20.12.2008, 14:18
Also ich kenne einen der in besagter "Fernspähereinheit" in Calv aktiv ist und der erzählt mir immer, dass die ganz schön viel selbstgekauften Kram benutzen dürfen. zB tragen die meißten Soldaten auch anderes Schuhwerk wie zB. Haix Tibet oder so, weil dese Schuhe einfach besser sind als die dienstlich gelieferte.
Ob sich das bei Schlafsäcken auch so verhält, will ich ihn mal fragen.

Dienstlich gelieferte Sachen sind ja meißt nicht für Extremsituationen gemacht, sondern in ihren Anforderungen eher gemittelt was die Quallität angeht, weil die Kosten natürlich auch eine Rolle spielen.

Meinen Schlafsack habe ich aus geheimer Quelle als nagelneu bekommen und bislang habe ich damit immer gute Erfahrungen gemacht. Er war bisher auch immer besser als der zivile Schrott, den meine Begleiter dabei hatten.

Kennt noch jemand diesen BW-Sack, der Ärmel hatte und in Hüfthöhe einen Reissverschluß ? Den benutze ich jetzt immer als Indoor-, oder Sommerschlafsack.

Besonders wenn viel Lagerfeuer gemacht wird, bin ich froh diese Schlafsäcke zu haben und nicht irgendwelche Superteuren Daunendinger. Im Winter war ich bisher nur einmal im Busch, ist aber zu lange her als dass ich mich dran erinnern könnte.

Buck Mod.93
20.12.2008, 14:27
Also ich kenne einen der in besagter "Fernspähereinheit" in Calv aktiv ist und der erzählt mir immer, dass die ganz schön viel selbstgekauften Kram benutzen dürfen. zB tragen die meißten Soldaten auch anderes Schuhwerk wie zB. Haix Tibet oder so, weil dese Schuhe einfach besser sind als die dienstlich gelieferte.
Ob sich das bei Schlafsäcken auch so verhält, will ich ihn mal fragen.

Dienstlich gelieferte Sachen sind ja meißt nicht für Extremsituationen gemacht, sondern in ihren Anforderungen eher gemittelt was die Quallität angeht, weil die Kosten natürlich auch eine Rolle spielen.

Meinen Schlafsack habe ich aus geheimer Quelle als nagelneu bekommen und bislang habe ich damit immer gute Erfahrungen gemacht. Er war bisher auch immer besser als der zivile Schrott, den meine Begleiter dabei hatten.

Kennt noch jemand diesen BW-Sack, der Ärmel hatte und in Hüfthöhe einen Reissverschluß ? Den benutze ich jetzt immer als Indoor-, oder Sommerschlafsack.

Besonders wenn viel Lagerfeuer gemacht wird, bin ich froh diese Schlafsäcke zu haben und nicht irgendwelche Superteuren Daunendinger. Im Winter war ich bisher nur einmal im Busch, ist aber zu lange her als dass ich mich dran erinnern könnte.

Jop das Ärmelding hab ich auch.Mit Aussenhülle---------------->Schwitztüte

derjoe
20.12.2008, 14:42
nee, für solche Temps um den Gefrierpunkt keine gute Wahl. Ich hatte bei Bund auch so einen, und zwar mit Panikreißverschluß. Der geht auf, wenn er seitlich Zug bekommt, damit man rausjumpen kann, wenn es mal schnell gehen muß. So weit, so gut - aber bei mir ist er ständig aufgegangen, ohne daß ich es wollte, war irgendwei futsch. Und wenn es frisch ist, der Sack hat gerade akzeptable Temperaturen macht es irgendwann wieder ratsch - und man liegt wieder mitten in der kalten Nacht im Freien, weil sich das Dingen ständig pellt... . Ganz toll, wenn man es im Schlaf nicht merkt und wacht dann völlig ausgekühlt auf - viel Spaß! Vielleicht hatte ich ein Montagsmodell, hat ja auch viele Vorgänger beim Bund, so ein Teil, aber er ist eh` nicht wirklich die beste Wahl.

Max Rockatansky
20.12.2008, 15:37
Nee stimmt, dass kommt bei meinem auch ab und an vor. Das relativiert sich aber, wenn man einen etwas zu großen Sack hat. Ich habe Größe 3, was bei meinen 1,85cm und 115kg ausreicht.

Der Reissverschluß stört mich aber auch sonst ziemlich, weil er oberhalb mittig angebracht ist und einem mitten im Gesicht hängt, wenn man ihn ganz hoch zieht. Auch der Gesichtssausschnitt ist meiner Meinung nach nicht besonders schön gelungen. Auch hier hängen ewig die Zugschnüre im Gesicht.

Becks
23.12.2008, 11:38
Habe hier zwar außer Hörensagen Beurteilungen nichts wirllich nützliches erfahren, aber ich bin ja schon seit einem Jahr weiter mit meinen eigenen Erfahrungen.;-)

Gruß Norbert

Dann hier ein paar praktische Erfahrungen. Ich besitze den BW Mumienschlafsack, einen WM Antelope, einen von Carinthia (bis -25°C), einen der US Armee (Daunenschlafsackmonster), zwei oder drei billige dünne Synthetikteile und besass einen ME Glacier 750. Allesamt ausgetestet, mit genau dem Resultat, was andere auch hatten.

Die Tempangaben bei den Militäteilen sind Hirngespinste. Die Schlafsäcke taugen bis max. knapp an den Gefrierpunkt ran und mehr nicht. Über Gewicht und Packmass muss man nix verlieren, ebenso über die abenteuerlichen Preise, die die BW dafür zahlt.

Solche Säcke eignen sich daher primär für Einsätze, wo man sie nicht tragen muss und man einen robusten und billigen Schlafsack braucht. Ich verwende BW-Säcke auf Campingplätzen im Sommer, auf Feten, oder wenn ich Chips futternd und bräselnd vorm Rechner sitze und es nicht einsehe, wegen den paar Stunden die ganze Bude auf 25°C zu heizen.

Alex