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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbstbauofen aus Edelstahlfolie



Snuffy
07.08.2006, 00:17
Den Fred kann man quasi als Fortsetzung von diesem http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=14098 ansehen.

Hab nen paar PNs mit Gersprenzfischer ausgetauscht, die wollte ich(wir) hier mal posten.


Was macht deine Edelstahlfolie? Funzt das wie erwartet? Wie stabil ist die Folie?

http://www.trailstove.com/details.html
Sowas will ich mir selber basteln, würdest sagen das geht? Soll natürlich "flachmachbar" sein .

Was hattest an Versand bezahlt?


Snuffy


Hallo Snuffy,

die Folie liegt noch bei ir im Keller, da ich gerade erst aus einem 3 wöchigen Surfurlaub zurückgekehrt bin. Die 0,1mm folie, die für mein Ofenrohr ist recht dünn, längsgerollt wird sie aber ungemein stabil. Das wird für mein Vorhaben auf jeden Fall funktionieren. Ich habe aber auch noch 0,3 mm Folie, die nehme ich für den Ofen selbst, die ist schon sehr stabil und lässt sich zur Verpackung schon schwieriger kleinrollen.

Ich habe auch schon an einen Hobo, ähnlich wie dieser Trailstove aus Folie gedacht. Schon die 0,1 könnte reichen, da ich aber auch die 0,3 habe wäre wahrscheinlich 0,15 oder 0,2 noch besser. Die 0,1 hat halt den Vorteil, dass sie sich absolut klein zusammenrollen lässt. Fast so wie Papier!, nur brauchs ein bisschen mehr Kraft. Und aufpassen muss man höllisch, die Folie schneidet Fingerfleisch ebenfalls so´, als obs Papier wäre. .
Problematisch werden die Löcher werden, dass ist übrigens bei mir auch noch ein kleines Problem. Wahrscheinlich kriegst Du die großen Löcher nur über Laserschneiden hin. Dazu brauch es Geld oder gute Beziehungen. brauch ein 8cm Loch, das schneide ich wahrscheinlich mit einer Blechschere. für Blindnieten brauch ich aber noch 2mm Löcher. Dafür suche ich noch ein einfaches Stanzwerkzeug.

Die Versandkosten habe ich jetzt nicht zur Hand, waren aber auf jeden Fall unter 10 Euro.

Uwe


Hmm eins vorne weg, hast du ICQ, MSN, Skype oder so?


Hab nen bissl Edelstahlfolie mit 50my hier. Also 0,05mm. Selbst das würde ich als Ofenrohr nehmen. Schneiden tut es wirklich gut, hab da einfach die Kanten umgeknickt, dann isses ganz gut. Nach ner Weile aufm Benzinkocher sieht es auch schön bunt aus^^, wollt aber mal gucken was da so passiert, aber scheint wirklich nur angelaufen zu sein.

Würde aber wohl nen Meter 100my Edelstahlrohr nehmen und 1m 100my Alufolie. Oben sollte es nicht mehr so heiss sein, das es Probs gibt. Ofenrohr würde ich auch eher hängend anbringen, da es von der Mittelstange gehalten wird.
Wenn ich richtig gerechnet habe dann wiegt der Meter 100er Edelstahl 160g und 1m 100er Alufolie 60g. Das klingt schon ganz gut .
Vll doch lieber 1,5m Alu und 0.5m Stahl?

Versand soll 9.50 kosten.

Kann mich nur noch nich ganz beim Ofen selber entscheiden wie der aussehen soll. Hab schon das ganz Inet durchsucht und zig Varianten gefunden, müsst mich nur noch entscheiden.
Vll kannst mir ja da noch Empfehlungen geben. Werde mir aber wohl erstmal einen aus ner Konservendose machen. Laut Hersteller haben die Wandstärke von 0,13 bis 0,29mm.


Vll nen extra Thread aufmachen? Auch wenn da nur wir beide schreiben



Snuffy


MSN, Skype und den Rest habe, bzw. kenn ich nicht. Ich habe aber noch eine MailAdresse uwe@... ...

Alufolie als Ofenrohr im oberen Teil sehe ich eher kritisch. Wenn Du nur einmal überheizt ist das Teil ruiniert. Bei der Wandstärke wird da wahrscheinlich dann nichts mehr weich, es wird direkt abschmelzen. Den Gewichtsvorteil sehe ich bei der Wandstärke auch nicht mehr.

Die Vielfalt der am Markt angebotenen Modelle ist schon verwirrend, letztlich sind es aber immer die Hobo-, bzw. die Ofen-der-aussieht-wie-ein-Schuhkarton-Modelle.
Ich wollte eigentlich meinen Hobo mit einem Aufsatz adaptieren. Das würde aber mehr Arbeit machen, als einen Schuhkarton zu konstruieren. Ich tendiere deshalb momentan mehr zur letzteren Form. Besonders angetan haben mich die Kifaru-Öfen. Die Arbeiten mit ca. 0,3 mm Wandstärke für den Ofen. Und ohne Rost! Und haben angeblich aufgrund des Materials noch nie einen Ofen durchgebrannt. Meine ganzen VA Erfahrungen deuten darauf hin, dass dies tatsächlich geht. Ich will deshalb grob gesagt den Kifaru nachbasteln. Da er das Faltrohr von unten hält, brauch es überhaupt keine Befestigung an der Mittelstange, sofern die Zeltdurchführung auch die wenigen waagrecht wirkenden Kräfte aufnehmen kann. Die will ich durch einen Flansch ala Lodjur lösen.
Meine Hauptschweirigkeit momentan ist die Verarbeitung. Ich muss lieder immer auf die Werkstätten von Bekannten zurückgreifen, die ich auch nicht dauernd belästigen will und Lasern geht nur im äußersten Notfall. Eigentlich brauch ich nur noch eine Blechschere, eine genau arbeitende Abkantbank und eine Stanze für Löcher für Nieten. Ab Ende August sollte ich wieder Zeit dafür haben, so dass ich hoffe Mitte September das Teil fertig zu haben. Ich schätze es wird auf knapp 5 kg, und damit die Hälfte der sonst üblichen Öfen wiegen, wobei der Ofen so groß bemessen wird, dass 2 töpfe und eine Kaffekanne darauf Platz haben. Also so ziemlich wie der Large Stove von Kifaru

Bezüglich Hobo wäre meine Idee übrigens ein zusammensteckbares Unterteil ala Fibi, dazu eine passende Topfauflage (Oberteil). Den eigentlichen Rundkörper aus VA Folie, die wiederum durch Ausparungen im Ober und Unterteil in form gehalten wird. Das ganze wäre ziemlich leicht, zusammenfalt, bzw. rollbar.

... ...

Uwe


Hmm ich merk schon wir haben verschiedene Zielsetzungen. Bei dem Ofenrohr dachte ich an ein Gewicht, weit unter 500g, eher 300g oder drunter. Auch der Kocher/Ofen selber sollte sehr deutlich unter einem Kilo bleiben.
Ich will ja nicht mitm Boot unterwegs sein, sondern zu Fuss mitm Rucksack, da sind 5kg einfach unakzeptabel. Auch will ich nicht darauf kochen, sondern nur ein bissl Wärme bzw nette Atmosphäre haben.

Bei der Alufolie würd ich kein Prob sehen, denn die würde ja nur in 1m Höhe über dem Feuer eingesetzt. Da sollte es nicht mehr so heiss sein. Habe bisher Alufolie ja auch als Windschutz genommen gehabt und da sind die Flammen der frühreren Barthelbombe auch immer direkt gegen geschlagen. Mit der Zeit gab es ein Loch, aber es war auch nur normale Haushaltsalufolie.
Ich seh es auch so, dass wenn nach 5 Jahren da Teile putt sind is es eh egal, denn man kann sich dann ja nochmal was besorgen, bzw was ganz neues konstruieren.

Prob seh ich eher darin nochmal die Alufolie besorgen zu müssen, denn es sollte keine in der haushaltsüblichen weichen Variante sein, sondern in einer harten und dann noch in 100my. Weiche lassen sich imho nich wirklich rollen.


Meine Ofenvorstellungen gehen auch nicht in Richtung Schuhkarton sondern, eben Trailstove, Little Bug, TipiStoveLite oder Fibi. Wobei der "Ofen" ein Problem darstellt wenn er das Packmaß des Rohres (welche (flach) nur 20cm breit sein sollen) nicht sehr stark übersteigen soll.

Herstellen müsste ich das eh zu "Hause", aber 100er sollte sich ja mit ner besseren Schere schneiden lassen und Löcher bekomm ich dann auch noch rein.



Snuffy


Problematisch wird beim Hobo einfach die Verbindung Rohr und Ofen. Stelltst Du das rohr einfach senkrecht hinein, bentötigst Du irgendeine Form von Deckel, die relativ dicht schließen muss und sich bei Hitze nicht gr0ßartig verformt. Baust Du einen Aufsatz wie Petz oder Lodjur, trägst Du zuviel Gewicht durch die Gegend.
Und der kleinste Kifaru (Parastove) wiegt auch schon 1 Kg.
Mit Rohr dürfte unter 1 KG nur schwerst realisierbar sein.
Geschlossen mit Rohr ist aber 1 kg schon ein eigentlich hervorragender Wert. Vielleicht lässt sich das Gewicht noch durch dei rohrlänge veringern. Beim Tipi könnte man den Ofen auch an die Seite stellen. Dabei verliert man zwar ein wenig Abstrahlfläche und Wärme, würde aber Gewicht sparen.

Uwe


Mein Ofen sollte aussehen wie der Trailstove, also sich verjüngen nach oben. So das dann das Ofenrohr einfach aufgesetzt werden kann. Vll wird das erste Rohr zusätzlich auch konisch gemacht.


Hmm also wenn ich mich nich verrechnet habe dann geht das schon mit weit unter einem Kg fürs Rohr. Der Streifen sollte 200mm breit sein. Da hab ich rund nen Durchmesser von 6cm sollte für den kleinen Ofen reichen.

Wenn ich jetzt ein Meter bei 100my davon habe dann sollte das 160g ergeben. Der 2. Meter mit 50my demnach 80g. Macht zusammen 240g. Bei eine Dichte von 8g/cm³, was ja schon mit Reserve ist ,). Mit Kocherhöhe reicht das bis raus.

Will auch keine Manchette im Zelt machen. Einfach in der oben in der Mitte raus. Wenn der Ofen an ist kann man halt die Hutze nicht zumachen wenn der Ofen aus ist kann Stoff sich ums Rohr anschmiegen, quasi wenn man schläft.

Ein Ofen ohne Rost ist aber nich so gut, da der Sauerstoff ja nicht wirklich dahinkommt wo er benötigt wird. Dann wird man immer mehr Asche und Kohle drin haben, als mit Rost und sauberer Verbrennung.




Snuffy



Klingt machbar!

Vielleicht baust Du einen Stove aus etwas stabilerer folie, <= 0,3 mm mit unten 20-25cm und oben 10-15 cm Öffnung. Dann ein kleines Adapterstück um die 10-15 cm auf 6 cm zu verringern. (Hätte den Vorteil, dass ohne Rohr die obere Öffnung größer ist, z.B. zum Kochen oder einfach des schöneren Feuers wegen. Dann das eigentliche Rohr. 20 cm breite wird aber relativ knapp, ein bisschen Überlappen sollte sichdie Stahlfolie schon, damit Sie mit Drahtringen als Rohr stabilisiert werden kann. Den Stove und den Adapter sicherst Du mit 2-3 Schrauben und Muttern. Einen Rost fertigst Du ebenfalls aus der etwas stärkeren Folie. Fehlen nur noch die Löcher.
Damit bleibt Du sicher unter 1 kg! Auch ohne Alu. Nur kannst Du nicht geschlossen kochen!

Uwe


Zum Rohr:
Material in 200mm Breite bekommt man so einfach nicht. Wenn dann 150mm aber dann ist das Rohr schon arg klein, hätte Angst dass dann kein Sog entsteht. Also 300er Breite und nen Durchmesser von ca 8cm. Dann aber wohl überwiegend 50my Stärke


Zum Ofen:
Was ich für eine Materialstärke nehmen werde weiß ich noch nicht genau, hängt davon ab, wo ich bestellen werde, bzw wo es am billigsten ist. Hätte 3 mögliche Quellen.
Werde den Ofen oben zacken, so das wenn man doch mal drauf kochen will, die Flammen direkt unter dem Topf entweichen. Allerdings werd ich wohl nicht drauf kochen, wegen dem Ruß, Teer etc. Hätte zwar zu Hause industriellen Edelstahlreiniger für Feuerstellen und Räucherkammern, aber sonst saut man sich ja unterwegs schon alles ein.


Brauchst du noch Materialien (->Sammelbestellung) oder hast du noch was drüber?


Um nochmal ganz kurz als Alu zurückzukommen. Beim grillen gibts doch diese Aluschalen, die verhindern sollen, das Fett in die Glut tropft. Die überstehen ja die Flammen/Hitze auch recht gut und dürften weit größerer Hitze ausgesetzt sein. Hat sich aber mit Alu wohl erledigt da zu weich/ unnötig schwer erhältlich.

Das mit den Schrauben/Muttern gefällt mir noch nicht so ganz, wenn dann mit Flügelschrauben/Muttern und beim Ofen, beim Rohr wird man sich vll noch was anderes einfallen lassen müssen, denn in der Mitte kommt man ja nicht ran und man müsste eine Mutter anschweißen, aber das will ich gar nicht erst probieren . Man könnte vll auf der "Rückseite" 2 Löcher reinmachen wo man einen Draht oder so durchzieht, welchen man dann von "vorne" verdrillen kann. Damit kann das Rohr nicht aufgehen und der Draht nicht runterrutschen.
Vll würden auch diese http://img143.imageshack.us/my.php?image=klammern2bg.jpg Klammern gehen, aber das kann man ja immernoch testen.




Snuffy



Danke der Nachfrage, ich habe mein Material schon. Das Rohr hält übrigens mit 3-4 Drähten aufgrund der Eigenspannung. Mein Material gibts serienmäßig mit 30 cm Breite und ich rolle daraus ein ca. 7cm Rohr, dass überlappt dann ziemlich, wird aber sehr stabil. Die Spannung ist nicht zu unterschätzen, beim Rollen des 2,5 Rohres sind 3 Hände echt vorteilhaft!

Uwe

Hoffe die Reihenfolge stimmt so. :-?

So dann machen wir mal hier weiter. Mein Ofen hat eine Kegel(stumpf)form. Unten hat er einen Durchmesser von rund 22cm und oben von rund 8cm. Eine Höhe von ca 40-45cm. Wenn ich mich nicht verrechnet habe wiegt das Teilchen, bei 200µ Materialstärke, dann ca. 400g. Das Ofenrohr wiegt dann irgendwas zwischen 200g und 300g.
Das kann ich mir aber gar nicht vorstellen.
Das würde auch bedeuten das Kifaru und andere Material benutzen das viel stärker/dicker ist.
Z.z hat der Ofen nen Winkel von 20° (an der Spitze). Werde ihn aber weniger spitz machen, dann steht er stabiler bzw wird leichter.


Bei 50µ reicht die Eigenspannung nicht(fürs aufspannen des Ofenrohrs), da würde imho der Draht runterrutschten, auch verliert man solch einen Draht wohl recht schnell, mal sehen ob jemand da noch nen Geistesblitz hat.
Auch bildet es bei mir keinen schönen Zylinder, da es immer irgendwelche Knicke gibt die das verhindern, aber es ist hinreichend "rund".



Snuffy

Gersprenzfischer
07.08.2006, 10:30
O-ton Kifaru:
Material: made from .004 tempered stainless steel foil.
D.h. 0,1mm Materialstärke für das Ofenrohr.
Gleichzeitig gibt es noch Gewichtsangaben für den Large Stove. Bei 94inch Rohrläbnge 5lbs14oz, bei 114Länge 6lbs12oz. sollte das stimmen, und der Untershcied nur in der Rohrlänge liegen, wurden 20 inch rohr ca 14oz. Wiegen, also 50 cm ungefähr 440 gr.
Das erschient mir aber zu hoch. Ich werde heute abend mal wiegen, ich schätze meine Folie für 2,5m Rohr aus Folie wiegt deutlich weniger.

Uwe

Gersprenzfischer
07.08.2006, 10:52
Ich vergaß noch folgendes:
Mit 45 cm ist Dein Ofen relativ hoch; 30 cm sind bei Hobo ein übliches Maß. Wenn Du auf diese Höhe gehst, wird aber entweder Deine obere Öffnung größer, oder Deine untere kleiner. Für den Hobobetrieb ist oben größer vorteilhaft, zur Anpassung an ein Rohr die kleinere Öffnung.
Vielleicht wäre ein zwischenstück zur Adaption der Durchmesser doch die Lösung. Ein relativ flacher Kegel, vielleicht sogar nach innen ausgerichtet, könnte die Lösung sein. Der wiegt nicht viel, wenn er sauber gearbeit ist, sollte er hinreichend die Rauchgase abdichten. Das Rohr würde durch sein Eigengewicht das Ganze stabilisieren.

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Ich hoffe diese Stricheleien können die Überlegung ausreichend symbolisieren :bg:

Uwe
Uwe

Snuffy
08.08.2006, 01:54
Dein Adapter dürfte aber auch nur funktionieren, wenn das Rohr mit ner Schraube in Form gehalten wird. Wenn da auch nur nen Draht benutzt wird, dann könnte durch den Trichter sich das Rohr weiter verkleinern und einfach reinrutschen.
Besser ist es wenn man den Trichter umdreht, dann müsste das Rohr größer werden, was aber durch einen draht einfach verhindert werden kann.

Wo der Ofen aufhört und das Rohr anfängt ist ja schwer zu sagen wenn alles konisch ist. Könnt auch sagen der Ofen is 30 hoch und 15cm Adapter fürn Übergang aufs Rohr.




Hmm na ich rechne mal vor wie dick die Folien sein müssten. 14Zoll breit und 94" lang. 14" -> 35,56cm | 94" -> 238,76cm | 0.004" -> 0,01cm
Dichte nehm ich mal mit 8g/cm³ an.
m=p*V=35,56cm*238,76cm*0,01cm*8g/cm³=679,2g

Der Ofen insgesammt wiegt 5lb 14oz
5*453,49g+14*28,35g=2664,4g

-Ofenrohr
=1985,2g

Maße des Ofens
8"x20"x9"
Oberfläche
A=2,54*2,54*2(8*20+8*9+20*9)=5316,12cm²


Dicke der Bleche, unter Annahme der Vereinfachnung als Quader

d=m/(p*A)=1985,2g/((8g/cm³)*5316,12cm²)=0,0467cm=0,47mm


Wie der Ofen nun aussehen soll weiß ich nich, hab mir auch keine großen Gedanken mehr gemacht. Aber hab bald wieder mehr Zeit. Staune ja das man keine solchen DIY Modelle im Web findet, also Ofen mit Rohr.

Was man viel findet sind diese "downdraft" Öfen, mit Lüfter, für die man dann Batterien brauch :kotz: , oder einfache Konservendosenversionen.

Ansonsten gibts bei der Titanziege ja noch einen aus Titan, sieht aus wie bei Kifaru nur nich quaderförmig sondern rund(Trommel). Wobei man Titan dafür (afaik) nicht nutzen sollte, denn ab 400°C (425°C) geht es ganz schnell mit der Festigkeit bergab. Zusätzlich wird es noch sehr reaktiv.

Wobei "unser" Stahl von H+S auch nich wirklich optimal ist. Zwischen 400und 800Grad neigt er zu verspöden. Naja man wird sehen.




Snuffy

Gersprenzfischer
08.08.2006, 09:57
Hi Snuffy

Ich hatte mal bei Kifaru per Mail die Stärke des Ofenmaterials angefragt. Ich find das Mail zwar nicht mehr, aber Sie haben mir eine eine "Gauge" Zahl genannt, ich glaube es war 28-30.
In einer Tabelle fand ich, dass es auf jeden Fall ca. 0,3mm Material ist! Das hätt ich Dir auch schon längst schreiben können, Du hättest Dir die Rechenmühen sparen können. :cry:

Ich würde den Übergangskonus, wenn er separat gefertigt würde und aufliegt, trotzdem nach innen gehen lassen. Dann zentriert er sich nämlich durch die Last von selbst im Ofen und die Gefahr das er auseinaderfällt ist geringer. Das Rohr zentriert sich dann auch. Die Gefahr, dass dass 7-8 cm rohr sich auf angenommene 6cm zusammenschiebt sehe ich nicht so stark, das Rohr wird ziemlich stabil und die Eigenspannung ist recht hoch!

Damit könnte man so einen folienhobo schon bauen! Vielleicht bastel ich mal ein Pappmodell, obwohl ich ja eigentlich einen Schuhkartonofen bauen will. Gedanklich habe ich das modell schon, lediglich die benötigte Öffnung zum Holznachlegen macht mir noch Probleme. Ob großes Loch unten oder Loch eher oben, oder gar Klappe? Es soll ja auch kein Rauch großartig entweichen, sonst könnt ich mir ja das Rohr sparen.

Uwe

Snuffy
08.08.2006, 10:07
Hmm Klappe sollte imho schon sein, da hat eine Öffnung oben natürlich Vorteile, die man einfach mit einem Stück Blech "abdichtet". Ich würde bei mir nen Ring machen, der natürlich auch konisch ist und somit nich weiter runterutschen kann, als die Öffnung. Hoffe das war jetzt klar was i mein ^^

Naja habe mir auch shcon Papiermodelle gebaut, könnt die ja mal bei Gelegenheit hier reinstellen, aber jetzt muss i erstma los.



Snuffy

Gersprenzfischer
10.08.2006, 10:11
Gestern abend habe ich versucht aus dem 0,3mm Material bei 50 cm Länge (und 30cm Breite) einen 30cm hohen Zylinder mit 15 cm Durchmesser zu biegen. Das fällt schon relativ schwer und eine Steckkonstruktion geht auf. Um die Form dauerhaft rund zu kriegen bleibt nur eine Verschraubung.
Mit 0,2 mm Material konnte ich es nicht probieren, da ich keines habe, 0,1 wäre mir aber für die Brennkammer ein bisschen zu dünn, obwohl es von der Stabilität her auch gehen müsste (Es muss ja keine größeren Kräfte aufnehmen).

Ich werde heute mal probieren Löcher zu bohren und schauen wie das geht.

Uwe

Snuffy
10.08.2006, 11:06
Na klingt ja schon ganz gut. Was mir noch eingefallen ist, ist das du ja den 1.4310er Stahl hast, was ja Federstahl ist. Mein Pröbchen ist aber keiner. Deswegen spannt es bei dir umsoviel besser.


Snuffy

Gersprenzfischer
10.08.2006, 14:42
Ich hab den 1.4.... Stahl hauptsächlich aufgrund seiner Kkorrosionsbeständigkeit gewählt. Dies müsste die Lösung sein, warum Kifaru Ofen nicht durchbrennen. durchbrennen ist ja nichts anderes wie Oxidation bei hohen Temperaturen.
Falls das mit den Löchern klappt, ist der Leichtgewichtshobo spätestens am Wochenende fertig. Ungelöst ist noch das Übergangsproblem von Hobo auf das Ofenrohr. eigentlich wollte ich nämlich alle Teile so konstruieren, dass es nur Teile in Blechstärke gibt. Ein Übergangskonus wäre zum Transport auch aufgeklappt und flachgelegt. Da ich aber in diesem Konus oder Deckel oder Wasweißich auch noch eine Beschickungsmöglichkeit brauche, tendiere ich momentan zu einem flachen Deckel mit Loch und Klappe. Um den aber wenigstens etwas dicht zu kriegen müsste er am Rand umgebordelt werden. Damit hätte ich aber ein Teil von mind. 1cm Höhe.

Aber ich bastel jetzt erstmal den Hobo quasi ohne Rohr und mache ein paar Brennversuche. Ohne Schrauben habe ich 6 Teile inklusive Ständer, rost und Kochtopfauflage. Später soll dann die Kochtopfauflage gegen den Übergang getauscht werden können.

Uwe

Gersprenzfischer
14.08.2006, 12:09
Ich habe Samstag abend den ersten Brenntest gemacht! Bis auf dass die Öffnungen in meinem Rost zu groß sind, funktioniert der Hobo prächtig. Er "verliert" halt ein bisschen Glut, bzw. Holz. Er baut sich klapperig auf, wird aber spätestens bei aufgesetzem Topf superstabil.

Er wiegt jetzt, nachdem ich noch das "Rohr" auf 20cm verkürzt habe,

400 g

Bis dato habe ich alles bis auf die Schraubenlöcher mit einer Blechschere gebastelt. Wenn ich meine Streben noch "lochen" könnte, würde das Gewicht sicher deutlich unter 400 gr sinken, knapp 350 halte ich für realistisch.

Leider habe ich kein Bild zur Hand.

Durch den Brand liess die Federspannung übrigens deutlich nach, er lässt sich jetzt bequem auseinander und zusammenbauen. Ob er irgendwann einmal so spröde wird, dass er bricht, wird sich zeigen. Flach ist er übrigens eigentlich nur 0,6mm, da ich ja die Klienteile auf das "aufgefaltete Rohr" legen kann, das "rohr" misst aufgeklappt ca. 50*20cm. Dazu kommen noch 3 Schrauben mit Muttern.

Falls ich irgendwo ein Metallsägeblatt für meine Dekupiersäge kriege, baue ich jetzt den Deckel als Adapter für das Rohr. Dann hätten wir den "Mini"-Zeltofen, geschlossen, mit weniger als 1 kg Gewicht, bei einer Ofenrohrlänge von 2,5m!!! Nur werden die Halterungen an der Zeltstange noch dazukommen. Spätestens mit Rohr dürfte das Ganze eine sichere Befestigung benötigen.

Uwe

Snuffy
15.08.2006, 03:09
Naja nen Foto / Zeichnung wär schon nicht schlecht ;)





Snuffy

Gersprenzfischer
15.08.2006, 10:34
Ich hab ein Bild zuhause, bin aber ab heute bis Samstag zum Bergwandern, neudeutsch Trekking. Mal sehen, ob es mir gelingt über imasgeshack eins einzustellen.

Ich kann das Kocherchen aber mal wie folgt beschreiben:

Typ Rohr, also ählich Fibistyle, Petz oder Lodjur, rohrmaße ca. 20hoch*15durchmesser
Ständer aus 2 gekreuzten Blechen, ähnlich Fibi, auf dem Ständer liegt der Rost. Rost aus folie, mit Winkeleinschnitten, keinen Löchern. (Leider etwas zu große Einschnitte); kein Hitzeschutz für Untergrund, mit "gebräuntem Gras" ist zu rechnen
Topfauflage ebenfalls aus 2 gekreutzten Blechen, ählich Lodjur, Fibi.

Material Edelstahlfolie 0,3mm Gesamtgewicht ca. 400 g
Hersellungsverfahren: Mühsam mit Blechschere alles ausgeschnitten, kein Laser, Fertigungszeit: einige Abende

Es fehlt noch:
Deckel mit verschließbarer Öffnung zum Beschicken und Öffnung für Faltofenrohr, dann sollte Nutzung als "geschlossener" Ofen möglich sein, jedoch noch Öffnung nach unten! Rauchabzug und Wärmestrahlung also durch Faltrohr geplant, Verwendung jedoch nur in Tarp oder Kohte, da ein Zeltboden in Mitleidenschaft gezogen würde.

Uwe

Gersprenzfischer
15.08.2006, 14:22
http://img77.imageshack.us/img77/9716/p8100004od4.th.jpg (http://img77.imageshack.us/my.php?image=p8100004od4.jpg)

Reicht das?

Uwe

Snuffy
15.08.2006, 14:49
Schnieke.

Nach dem Bild angucken und mehrmaligem lesen der vorherigen Post weiß ich auch im Groben was du meinst. :gb:
Dachte zum Anfang du hast jetzt den Kifaruofen nachgebaut, wo ich mit 400g doch recht erstaunt wäre 8).
Schade ist nur das der Topf dann ungeschützt auf dem Ofen stehen würde, halt wie bei einem Hobo und nie wie bei einem richtigen Ofen.
Wenn dann kommt für mich halt nur geschützte Benutzung in Frage. Ohne gibts ne zu große Sauerei.

Hmm könnt mir die Bearbeitung noch mit einem Dremel ganz gut vorstellen. Zumindest nutzen den viele wenn es um Casewindows im PC geht. Da ist das Blech ja noch dicker.
"Lochen" könnte man ja auch mit einer Bohrmaschine. Natürlich nur bis 10-15mm. Dann das Blech zwischen 2 harte Hölzer legen und die Löcher sollten halbwegs sauber sein.

Zeltboden wäre bei mir auch in Gefahr würde vll einfach nen 50er Blech unterlegen. Dennoch würde der Untergrund heiss werden und Gras (etc) braun werden, aber dürfte zumindest nicht anfangen zu brennen.


Snuffy

Lodjur
16.08.2006, 00:47
Hi Uwe und Snuffy,
ein kleiner Tipp vom leidgeprüften inzwischenV2A Fachmann. Wenn Ihr Löcher bohrt nehmt einen guten Bohrer nicht son Baumarktschrott. Kauft Euch ein Bohrerschleifgerät, die kosten bei z.B Westfalia nicht viel. Dazu noch einen Zentrierbohrer 3-4 mm. Die Löcher immer ankörnen und dann grundsätzlich mit dem Zentrierbohrer vorbohren. Dabei mit max. mittlerer Drehzahl und immer ohne Druck bohren. Der Bohrer muss schneiden. Immer kühlen beim bohren. Am besten mit einer Emulsion aus Öl zB WD40 und Wasser. Wasser alleine geht aber auch. Sobald der Bohrer nicht mehr schneidet nachschleifen. Beim bohren darf sich nichts verfärben, weder der Bohrer, der ist dann hinüber, noch das Blech. Immer Geduld beim bohren. So hält der Bohrer und die Investition ist nicht für einmaligen Gebrauch.
Uwe, der Folienhobo sieht schon ganz gut aus aber der Brennrost ist auf jeden Fall zu grob! Einmal wird dir der Ofen das Holz nur so wegziehen und durch die grossen Löcher fallen dir alle kleinen Glutstücke und Holzstücke durch wobei man viel Energie verliert. Besorg dir z.B ein Stück V2A Streckmetall. In der Schlosserei fragen. Das ist im Prinzip vom Aussehen wie Kaninchendraht. Ich mach mal ein Foto und stells rein. Eine Scheibe von 15 cm die du auf den Rost legst macht dir Gewichtsmässig nicht viel( ich wieg morgen mal so eine Scheibe) aber du hast eine Fläche mit kleineren Löchern. Um den Untergrund zu schützen ohne das das soviel wiegt wie mein Untergestell kannst du z.B aus einer 1 mm Aluplatte 30 x 30 cm und einem in dicke Alufolie (mal beim Metzger des Vertrauens ein Stück abschwatzen) schön sauber eingepacktem Stück Deckenplatte aus gepresster Steinwolle auch 30 x 30 cm ein Sandwitch machen. Evt. noch als dritte Lage um alles stabiler zu machen noch ein Alulochblech als unterste Lage. Alles mit Silikonkautschuk verkleben. Die Alufolie dient nur als Feuchtigkeitsschutz für die Steinwolleplatte. Das hält alles aus, nat die Aluplatte oben, und das Gras bleibt heile genau wie der Zeltboden. Man kann das auch halbieren und mit zwei Scharnieren verbinden und kann das dann zusammenklappen zu einem Päckchen von 15 x 30 cm. Ist dann etwa 4 cm dick. Zumindest wenn du mit dem Boot unterwegs bist sollte das kein Thema sein. Ich schau mal ob ich da noch ein Bild habe. Meine allererste Schutzplatte von 2001 lebt immer noch und die hat viel gesehen.

Als Verbindung der Blechrolle für den Ofen …hast du mal an stabile Druckknöpfe gedacht. Endweder die 1 cm Jeansknöpfe oder evt. sogar die Tenax Knöpfe. Annieten, nicht schrauben. Denke das wäre ein Versuch wert. Die Tenaxknöpfe gibt es mit Schraubgegenplatte. Die würde ich vorziehen da die nicht einfach aufgehen können. Du weißt, man muss den kleinen Knopf ziehen. Wäre ja peinlich wenn der Ofen in voller Fahrt auseinander fallen würde  Sollte es nicht klappen kann man die Nieten ausbohren und du nimmst wieder die Schrauben. Wenn es aber hält kannste die Schrauberei vergessen. Die kleinenTeile sind ja auch schnell verloren.
CU Bernd

Snuffy
16.08.2006, 04:49
Hehe nette Idee mit den Druckknöpfen. Der nächste Schritt wär dann wohl nen Reissverschluss ^^.

Als Isolation hatte ich solch Teflon?wolle im Kopp. Die die Schweißer nehmen
damit der Hintergrund nich angekokelt wird. Würde das dann einfach ums Ofenrohr wickeln und das sollte(hoffentlich) reichen, dass der Stoff nicht zu heiss wird. Könnte man auch für den Boden nehmen.
Nichts desto trotz würde ich dennoch keinen Ofen bei nem richtigen Zeltboden verwenden, schon gar nich wenn für teuer Geld gekauft.

Snuffy

Lodjur
16.08.2006, 10:26
Hi Snuffy, Teflon kannste vergessen. Das geht bis etwas über 200 Grad. Der Ofen und das Ofenrohr im Bereich des Abgangs aus dem Ofen und so bis 20-30 cm dahinter kann bis zur dunklen Rotglut erhitzt werden. Da kannste nix isolieren. Höchstens ein Schutzgitter gegen direkt Berührung anbringen. Besonders wenn der Ofen zu gut zieht wie in der jetzigen Ausbaustufe von Uwe wird der schnell ans glühen kommen. Die beschriebene Isoplatte hält aber die Hitze die hauptsächlich nach oben zieht locker aus. Aber Tipis und Kohten haben ja in der Regel keinen Boden. Da machen Unterlagen im Bereich des Schlafplatzes mehr Sinn.

CU Bernd

Snuffy
16.08.2006, 12:53
Ähm hatte hinter Teflon ein "?" weil ich mir nicht sicher war, bzw es jemand andres vll besser weiß.

http://www.weldorado.de/de/01_shop/02_artikelgruppe.asp?kategorie=50
http://www.schweiss-shop.de/shop/csc_articles.php?saSearch%5Bgroup_id%5D=237



Sowas meine ich. Da sieht man das es 1. versch. Temperaturbeständigkeiten gibt, 2. es kein Teflon ist und wenn es um Metallsprtzer/Glutstückchen geht, die auch wesentlich mehr aushalten.
Haben sowas zu Hause als Schutz der Tapete wenn man Kupferrohre hiermit http://www.stehsegelrevue.de/werkzeug-shop/lshop,showdetail,,,,werkzeug.schweiss--und-loetwerkzeuge.loeten-hartloeten.loetgeraete,648733_2577,,,.htm verlötet. Da kann man die Brennerflamme auch ruhig länger dranhalten ohne das die Matte durchbrennt.

Außerdem wollte ich sie ja nur da verwenden wo das Ofenrohr das Tipi verlässt also nach rund 2m Ofenrohrlänge. Da kann es nicht mehr sooo heiss sein.

Snuffy

Lodjur
16.08.2006, 13:27
Hi Snuffy, schon klar mit dem ? . Wollte es nur mal sagen. Teflon taugt da nicht. Das Zeugs vom ersten Link sieht gut aus. Aber es gibt da eine bewährte Lösung für die Zeltausleitung des Ofenrohres. Eine Muffe aus Rohr z.B Konservendose) in etwa 2-3 cm grösserem Durchmesser als das Ofenrohr. Die sitzt mit kleinen Stegen auf dem Ofenrohr und kann in die Zelthaut eingebunden werden. Man kann den Zwischenraum mit Glas oder besser Steinwolle füllen. Dann hat man auch gleich Mückenschutz. Oder halt so wie bei meinem Zelt. Meine Konstruktion hat sich bewährt, ist am einfachsten zu bedienen und funktioniert schon seit Jahren bestens. Rohr einfach von innen durchschieben fertig. Ist so gut wie dicht gegen Regen und man hat keine fummelei mit Hutzen oder einbinden des Isolierrohres. Rohr rausziehen und das Loch ist automatisch dicht. Falls kein Ofen benutzt wird kann man von aussen eine zusätzliche Stoffklappe drüberklappen und es ist dann auch Dauerregen und Sturmdicht. Unter www.lodjur.de findest du den Link zur Beschreibung (falls du es noch nicht kennen solltest.)
CU Bernd

Lodjur
16.08.2006, 20:22
So wie versprochen hier die Bilder.

@ Uwe
eine 15 cm Scheibe aus Streckmetall wiegt 32 Gramm. Die Löcher sind rautenförmig und haben ein Mass von 15 mm auf 7 mm. Das Material ist 1mm stark.

http://img309.imageshack.us/img309/6065/rundbrennend1qo4.th.jpg (http://img309.imageshack.us/my.php?image=rundbrennend1qo4.jpg)

Der Isountersatz in Verbindung mit einem Untergestell von einem Warndreieck. Da passiert dem Boden garantiert nix.

http://img309.imageshack.us/img309/5177/ofen4fq9.th.jpg (http://img309.imageshack.us/my.php?image=ofen4fq9.jpg)

eines der ersten Ofensets, Ofen noch faltbar. Die Unterlage mit Scharnier aufgeklappt. Die runde Scheibe links ist ein Untersetzer aus Streckmetall mit Glasgewebe dazwischen. Da stand der Ofen drauf und die Isoplatte blieb sauber.


http://img186.imageshack.us/img186/5403/ofen5jx5.th.jpg (http://img186.imageshack.us/my.php?image=ofen5jx5.jpg)

Die Unterlage zusammengeklappt, man sieht die dritte Lage, das Lochalublech und die Verklebung mit Silikon. Hat auch noch an den Ecken jje einen Fuss aus Silikongummi. Das Teil hält nun schon seit über 5 Jahren. Damit es besser ausschaut ist die Lochaluplatte mit Kantenschutz versehen.

CU Bernd

Gersprenzfischer
19.08.2006, 11:47
Komme gerade vom Wandern zurück, leider konnte die geplante Hochtour wegen schlechter Wettervorraussagen nicht durchgeführt werden. Im Nachhinein war das Wetter aber eigentlich optimal :ill: Aber besser daheimgeblieben und geärgert, als mit meinen Kindern auf 3.000 m im Tiefschnee bei Nebel und Sturm steckengeblieben...

Zur Sache:
@Snuffy,
Du hast recht, eigentlich will ich den Kifaru noch nachbauen, ich will ja auch ne gescheite Kochfläche. Da wird es allerdings mit lightweight nichts werden. Ich schätze mind. 4 kg... Die Idee des Minihobo mit Rohr ist allerdings schnell gereift und sah einfach zu realisieren aus. Deshalb habe ich ihn mal "schnell" gebastelt, es war ja genügend Material vorhanden. An die Abdeckung gehts nächste Woche.

@Bernd
Der Rost ist so groß ausgefallen, weil ich noch vor meiner Tour fertig werden wollte und ich keine Lust hatte viele Löcher zu bohren. Da hab ich schnell die Schere genommen und ausgeschnitten. Der Rost mit Löchern folgt demnächst. Das mit dem STreckmetall werde ich mir mal ansehen. Danke für die VA Bohrtipps. Mein Schwiegervater ist aber Werkzeugmacher und Techniker, der hat mir das schon erzählt. Der schleift übrigens seine Bohrer noch speziell, wenn er VA bohren muss. Ich weiß aber nicht genau wie. Ich frag ihn mal, vielleicht ist der Tip ja auchbrauchbar.

Das Problem der unteren Hitzestrahlung und dem versengten Gras ist schon klar gewesen. Es hat aber oft die Möglichkeit den Hobo auf Steine zu stellen. Die vorgeschlagene Isolierung kostet nämlich wieder Platz und Gewicht. Was auch noch geht ist einen VA-Teller (Ich hab die zum Essen) unterzustellen. Der reflektiert die STrahlung ziemlich gut zurück und runtergefallene Kohle und Glutstückchen sind auch nicht mehr das Problem. Spätestens wenn man diesen auf 3 Steinchen stellt oder eins zwei Holzstücke unterlegt ist das Problem ohne zusätzliches Gewicht gelöst. Allerdings ist auch das nichts für Zelte mit Böden.

Ansonsten geht es nächste Woche weiter mit basteln! Vielleicht fange ich auch mit dem eigentlichen Projekt, dem "richtigen" Ofen an.

Uwe

motorang
24.08.2006, 14:37
Darf ich mal was zwischenfragen?

Ich bin auch am Ofen zusammendenken, und die Idee mit dem rollbaren Rohr gefällt mir. Könnt Ihr mir freundlicherweise Bezugsquellen für die Edelstahlfolie nennen / PNnen?

Danke schonmal ... 8)

Gryße!
Andreas, der motorang

Snuffy
24.08.2006, 14:40
http://www.hs-folien.de/

Scheint das einfachste und billigste zu sein.


Snuffy

motorang
24.08.2006, 18:30
Hmmm

Die Abmessungen sind unpraktisch...

Ihr habt sicher etwas rumgeschaut, gibts nicht etwas in 3m Länge und 200 mm Breite, woanders?

Ich werd auch mal suchen. Vielleicht hat die VOEST etwas.

Gryße!
Andreas, der motorang

Snuffy
24.08.2006, 18:57
Naja Standartmaß ist 150mm da könnt ich dir noch 3 nennen. Recordmetall, www.georg-martin.de und Braun Metall(auch andere Maße).



Snuffy

Gersprenzfischer
24.08.2006, 19:41
Probier ruhig die 30er Breite. Das gibt ein stabiles Rohr von 3m Länge und ca. 6-8 cm Durchmesser. Durch die große Überlappung wird das Ganze ziemlich stabil. Ich bezweifle, dass mit 20cm Material ein gescheites Rohr geformt werden kann. (Gilt für eine Stärke von 0,1mm). Und wenn es Dir zu breit ist, kannst Du soviel abschneiden wie Du willst. Preislich wird es sowieso kaum einen Unterschied machen.

Uwe

motorang
25.08.2006, 06:53
Danke für die Starthilfe :)

Gryße!
Andreas, der motorang

motorang
19.09.2006, 11:37
Meine Lieferanten haben nur Edelstahlfolie bis 0,4 mm runter.

1.4301 kaltgewalzt in 1000 x 2000 mm und 1250 x 2500 mm
1.4016 kaltgewalzt in 1000 x 2000 mm

Welches Material ist elastischer?

Kann man 0,4er Folie noch vernünftig rollen (zur Erinnerung: soll ein Ofenrohr werden ...) ?

Gryße!
Andreas, der motorang

Snuffy
19.09.2006, 14:05
Wiki meint:

WNr. 1.4016 (X 6 Cr 17) [Bearbeiten]

Ein ferritischer, 17-prozentiger Chromstahl mit guter Korrosionsbeständigkeit. Die Polierfähigkeit ist sehr gut, ebenso die Tiefziehfähigkeit und die Biegefähigkeit. Ein Streckziehen ist nur im begrenzten Umfang möglich. Beim Verformen ist zu beachten, dass der Stahl bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius zur Versprödung neigt. Die Kaltumformbarkeit wird verbessert, wenn man Werkstoff und Werkzeug auf 100 bis 300 Grad Celsius erwärmt, was besonders bei Blechstärken über 3 mm zu empfehlen ist. Scharfe Abkantungen parallel zur Walzrichtung sind zu vermeiden. Ein Schweißen ist mit elektrischen Verfahren möglich, im Schweißbereich tritt jedoch eine Versprödung und eine Verminderung der Korrosionsbeständigkeit ein. Die Zerspanbarkeit ist mit der legierter Einsatzstähle vergleichbar. Wie bei allen weichen Qualitäten muss mit der Bildung von Aufbauschneiden und einem behinderten Spanabfluss gerechnet werden.

Verwendung:
Der hohe Chromgehalt verleiht dem Stahl eine gute Beständigkeit gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit sowie schwache Säuren und Laugen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, z. B. für Haushalts- und Küchengeräte, im Gastgewerbe, bei der Nahrungsmittel- und Getränkeproduktion, in der Möbelindustrie, Innenarchitektur, Medizintechnik und in bestimmten Zweigen der chemischen Industrie, bei Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlagen und in vielen anderen Bereichen.




WNr. 1.4301 (X5CrNi1810) [Bearbeiten]

Ein austenitischer, säurebeständiger 18/10 Cr-Ni-Stahl, der wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehaltes nach dem Schweißen bei Blechstärken bis 5 mm auch ohne nachträgliche Wärmebehandlung interkristallin beständig ist. Er ist für eine Temperaturbeanspruchung bis 300 Grad Celsius zugelassen. Bei höheren Arbeitstemperaturen sollte der titanstabilisierte Stahl nach WNr. 1.4541 verwendet werden. Die Schweißbarkeit ist nach allen elektrischen Verfahren gut, ein Gasschmelzschweißen sollte nicht angewendet werden. Der Stahl hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, Rollformen etc. Bei der Zerspanung muss wegen der Neigung zur Kaltverfestigung mit Werkzeugen aus hochlegiertem Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden.

Verwendung:
Der Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie z. B. in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau, in der Archiktektur, im Fahrzeugbau, für Haushaltsgegenstände und -geräte, für chirurgische Instrumente, im Schank- und Küchenbau, bei Sanitäranlagen, für Schmuckwaren und Kunstgegenstände. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Elektropolieren wesentlich erhöht. Dies wird insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel- und Medizintechnik gefordert. Ungeeignet ist dieser Cr-Ni-Stahl für Anwendungen in Schwimmbädern (s. a. Spannungsrisskorrosion).



;)

Was hast du denn für Lieferanten? Und zu welchem Preis bei welchen Mengen liefern die? :)


Snuffy

motorang
19.09.2006, 15:05
Ein Buntmetallhändler und Edelstahlspezialist ist das.
http://www.zultner.at/

Die Tafel zu 2 m2 kommt auf etwa 50 Euro (versteuert, wenn ich über die Firma einkaufe). Ich kann eine einzelne Tafel kaufen, stückweise halt (ist Großhändler und macht keine Zuschnitte, maximal einen Trennschnitt).

Ich fürchte nur dass 0,4mm zu stark ist, um das Blech noch vernünftig rollen zu können - ODER?
Klasse wäre halt die Länge - zwei Meter! Da kann das Ofenrohr einteilig sein.

Die VÖEST hat erst ab 0,5 mm Stärke, leider.

Gryße!
Andreas, der motorang

Gersprenzfischer
19.09.2006, 15:17
Ruf doch mal bei HS-Folien an, ob die dich nicht nach Österreich beliefern können. www.hs-folien.de ?

Deren Folien sind eben keine Tafeln, sondern Rollen. Die Standardbreite ist wohl nur 30cm, dafür ist die Länge wohl ziemlich beliebig. Es hängt wohl davon ab, wieviel m folie auf ein Coil passen. Ich habe auf jeden Fall 3m bestellt und auch am Stück bekommen. Ja und die Stärken gehen auf jeden Fall auf 0,1mm runter! Der ist auch genau richtig fürs Ofenrohrrollen. (Wie die Folie sich nach der ersten Benutzung verhält, weiß ich noch nicht, rechne aber mit keinerlei Problemen)
Ich habe auch noch 0,3mm, daraus würde ich aber kein Ofenrohr rollen wollen, ich glabue auch nciht, dass das machbar ist. Mein Stahl ist allerdings Kaltgewaltzter Federstahl 1.4130.

Uwe

Gersprenzfischer
19.09.2006, 15:28
@Snuffy
In welchem Wiki findest Du die Daten mit welchem Scuhbegriff? Ich bin da wohl zu blöd, was zu finden. Mich würde nämlich mein Federstahl auch mal interessieren.

Uwe

Snuffy
19.09.2006, 17:23
http://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl

Oder einfach nach 1.4301 suchen, der 4. Treffer oder so is wiki.

0.4mm dürfte aber in der Tat "etwas" zu stark sein.
Da wo ich z.Z. arbeite bestellen die bei Hasberger, aber die liefern Rollen nur in 150mm Breite :grrr: .
Vll kann ich ja arrangieren, dass die ab sofort bei H+S bestellen ^^
Dadurch das die Folien gerolt sind, stellt auch der Transport kein Problem dar, sicher im Gegensatz zu Platten?.!

BTW Jemand nen Dremel(Imitat) günstig abzugeben? :bg:


Wenn HS nich nach AUT liefern will, was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, dann kann man das auch anders lösen ;).





Snuffy

motorang
19.09.2006, 20:49
Danke! Ich werd mal bei HS anrufen, hatte zuerst nur die Standardgrößen (1 Meter max.) gefunden.

Gryße!
Andreas, der motorang

thomas.sc
21.09.2006, 16:53
Hallo,

http://www.hs-folien.de/

Scheint das einfachste und billigste zu sein.


die schneiden/lasern einem ja das Material sogar. Wäre doch eine überlegung wert einen "Forumshobo/Forumszeltkocher" zu initieren und gemeinsam dort dann das Material schneiden lassen, ist dann sicher auch günstiger. Wie sieht es aus, besteht da Interesse?

Viele Grüße

Thomas

motorang
04.10.2006, 14:20
Moin,

bin gerade am bestellen (falls Voitsberg seine PMs liest kann er sich evt anhängen, wohnt ja nicht weit von mir ...).

Es wird 0,1mm Folie in 1.4301, Breite 305 mm, Länge muss ich noch messen (aber da ist fast alles möglich). Laufmeterpreis liegt unter 9 Euro.

Ich hab noch eine Fotoseite vom Kifaru Stove gefunden - das ist der mit dem rollbaren Rauchrohr:
http://www.lostabarnacos.smugmug.com/gallery/1006994/1/46595730

Gryße!
Andreas, der motorang

DocViper
04.10.2006, 15:44
1.4301 ist ein ziemlich mieser Werkstoff
Vor allem die Temperaturfestigkeit und Oxidationsbeständigkeit ist schlecht.

ich würde nach 1.4841 fragen !
http://www.m-woite.de/de/werkstoffe/14841.shtml

Gersprenzfischer
05.10.2006, 13:11
Es dürfte nicht 1.4301 sondern 1.4310 sein. X12 CrNi17 7. Laut HS folien sehr hohe Korrossionsbeständigkeit.

Uwe

DocViper
05.10.2006, 14:03
problem ist nicht die korrosion sondern die temperaturfestigkeit
weil
feuer = heiß :bg:

Gersprenzfischer
06.10.2006, 15:13
Wo siehst Du ein Temperaturproblem. Das einzige Problem ist Korrossion, insbesondere aufgrund hoher Temperaturen. Die sollte der Stahl wegstecken.
Unsere Feuer bringen das Material maximal zur hellen Rotglut. Damit sind wir weit entfernt von irgendwelchen Festigkeitsproblemen, oder gar einer Schmelzgefahr.
Was noch passieren könnte, ist das das Material etwas spröder wird. Hier ist abzuwarten, ob es so versprödet, dass es nicht mehr biegbar wird. In der Regel muss aber nur das Faltrohr gebogen werden. Damit wäre auch diese Gefahr nur noch bei einem Kocher/Ofenbestandteil gegeben.

Bis jetzt habe ich mein Faltrohr erst einmal, hautsächlcih im unteren Bereich, durchgeglüht. Die ursprüngl. Rückfederungskraft (Federstahl) ist nach dem Glühen deutlich geringer, aber die Angst, dass das Material reissen könnte, kam zumindest bei mir, nicht auf. Es verhält sich immer noch wie eine dicke Matallfolie, die nachlassende Federkraft ist bis dato eher positiv zu werten, die Verletzungsgefahr an den scharfen Kanten verringert sich, da nicht so viel Kraft aufgewendet werden muss.

Uwe

Gersprenzfischer
13.10.2006, 10:31
@Motorang, Snuffy, ?

WAs machen die Folienversuche?
Ich habe letzte Woche den ersten Brenntest mit meinem "Groß"-Ofen durchgeführt. Das Teil wiegt bis dato komplett ca 3 kg, bei einer Größe von ca 45*28*25cm (und 2,5m Ofenrohr)! Einige Details sind aber noch zu verbessern, bzw. noch nicht veröffentlichungsfähig. Eine Erfahrung möchte ich aber verkünden, bzw. warnen und diskutieren.

Mein Rohr aus der HS-Folie wurde ursprünglich nur durch mehrere Schlauchschellen in form gehalten. Durch die Spannung des Federstahles hielt die Kiste auch wunderbar. Das Ganze steckte ich dann in eine Art Halterungsadapter in meine Ofen und das erste Höllenfeuer wurde entzündet. Der Ofen verfärbte sich in allen möglichen Anlaßfarben, das Material versuchte sich zu verformen und verformte sich auch ein bisschen, aber alles unkritisch. Wenn man die Kifarubilder genauer betrachtet, ist dieses verziehen ebenfalls zu erkennen.

Das Rohr begann sich auch zu verziehen und zu meinem Erstaunen begann es sich zusammenzurollen! Fast hätte es sich so zusammengerollt, dass es durch mein Halterungsadapter nach innen in den Ofen gerutscht wäre. Nicht auszudenken, wenn dies im Zelt passiert wäre und vielleicht das heiße Rohr dann umgekippt wäre.
Wenn Ihr als ein Folienrohr bastelt, dann solltet Ihr es auch leicht gegen ein zusammenrollen konstruktiv schützen. Ich habe einfach einen Blechring gebastelt, der von innen ins Rohr kommt und von aussen durch eine Schlauchschelle fixiert wird. Einer auf der Ofenseite hat völlig ausgereicht. Vielleicht fixiere ich auch noch die andere Seite, bislang war es aber nicht nötig.
Nach dem Brandtest, der Ofen strahlte übrigens super die Wärme ab und hielt die Restwärme für max. 1-1,5 Stunden, hatte das Rohr übrigens viel von seiner Federspannung verloren. Es rollt sich jetzt viel einfacher zusammen als vorher, ist aber noch elastisch genug um nicht einzureißen. Eigentlich viel besser als vorher. Wieviele Rollvorgänge es aber aushält, bis es vielleicht doch irgendwann einreißt weiß ich nicht und kann es auch nicht abschätzen.

Habt Ihr die gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht?

Uwe

motorang
13.10.2006, 13:22
Danke für den Tipp!

Das 1.4310er Blech hab ich bestellt und werde ich Ende Oktober abholen. Dann wird gemächlich gebastelt.

Ich habs nicht eilig damit, da haben noch 3-4 Projekte Vorrang :bg:

Jedenfalls werd ich mich hier wieder melden, versprochen.

Gryße!
Andreas, der motorang

Snuffy
13.10.2006, 18:38
Naja hatte ja gesagt, dass es bei mir erst im Oktober was wird. Habe zufällig heute angefangen das im Inventor zu zeichnen, aber mit "zeichnerisch schön" und so wie ich will kamen 2 Konstrukteure und ich an Ihre Grenzen :bg:.
Naja mal am WE weiterprobieren.

Ansonten hab ich halt noch nix getestet und hab auch noch kein Material. Werde das vll (wohl) wasserstrahlschneiden lassen. Material besorgen die dann auch, mal sehen was die so haben, denn die Wandstärke muss ja nich auf den 1/100 exakt sein ^^.

Das Ofenrohr wollte ich entweder mit Druckknöpfen zusammenfügen/halten, oder per Draht, dann aber auf der einen Seite eine Lasche auf der anderen Seite einen Schlitz, dann sollte auch das zusammenrollen beseitigt sein.

Muss mir nur noch was zur Regulierung überlegen. Wäre zumindest schön wenn er sowas hätte. Aber es dürften halt keine Kanten/Knicke dafür notwendig sei, sonst lässt er sich ja nimmer aufrollen.
Schau ma ma, das geht ja dann gut im Inventor, auch mit Animation und Kollisionskontrolle ^^.




Snuffy

Gersprenzfischer
18.10.2006, 09:46
Die erste Nacht mit dem Ofen ist vollbracht, kurzum "echt geil"!

http://img97.imageshack.us/img97/9686/pa170034gr8.th.jpg (http://img97.imageshack.us/my.php?image=pa170034gr8.jpg)

Bis die Kohte sich komplett erwärmt, vergehen nur 20-30 min. Der Ofen brennt wie Zunder, nach kurzem anheizen musste sofort die Zuluft extrem gedrosselt werden. Das Folienrohr glüht sonst auf den ersten 1,5m! Aber auch gedrosselt, glühts noch im Rohransatz bis die Flammen vergehen. Der Ofen glüht eigentlich an irgendeiner Stelle immer.
Maximaltemperatur in 1,5 m Höhe 38°! Am Boden echt angenehm, definitiv aber kurzzeitig überheizt.
Sobald die Flammen verlöschen wirds kühler, die Glut hält ca. 1 Std. Dabei gehen die Temperaturen im Zelt rasch in den Keller. Für die Nacht kommts also auf den Schlafsack an.
Tiefsttemperatur in 1,5m Höhe ca. 3° heute Nacht. Mein Schlafsack kam an seine Komfortgrenzen, ich musste den Wärmekragen und die Kapuze zumachen, er blieb aber noch schön warm (als Kleidung nur kurze Baumwollunterwäsche). Der Sack ist ein 19 alter "Jack Wolfskin Touch the Cloud". Der hat mittlerweile sein Geld verdient :bg:
Um 6:30 Uhr habe ich das Feuer neu angefacht und um 10 vor Sieben war es dann wieder schön angenehm im Zelt. Die KOndensfeuchte der Nacht (ich hatte meinen Boden nicht benutzt) war schnell verschwunden, die Klamotten kurz neben den rotglühenden Ofen gehalten und schon waren sie bereit zum anziehen. Klamme Klamotten waren einmal!

Jetzt fehlt zum Leichtgewichtsofen nur noch die Leichtsgewichtskohte. :D (Mit Ofen wiegt meine BW/P-Kohte komplett mit allen Heringssätzen und Bodendecke wahrscheinlich 20 kg, fürs Kanu aber noch zu ertragen) Mit einer SilNylon Kohte ohne Boden müssten 8-9 kg machbar sein.....

Uwe

Linnaeus
20.10.2006, 11:22
Hallo GFischer,

tolles Teil, dein Ofen! Respekt!

Was das Abkühlen während der Nacht angeht:

Wie wär´s mit ein paar schweren Steinen, welche die Hitze länger halten - so kachelofenmäßig. (Müssen natürlich die richtigen Steine sein, d.h. die dürfen nicht platzen! Kennt sich da jemand aus???)

Du kannst dir natürlich auch ne Bettflasche machen und in den Schlafsack nehmen, z.B. ne SIGG-Flasche (beim Erhitzen nicht schließen!!!) mit so einem Isolierbeutel (gibt´s dazu).

Gruß,
Linnaeus

erhard
06.11.2006, 01:37
Hallo,

durch Zufall bin ich auf diese Diskussion gestoßen ....
Ich suchte "wie kann ich einen Kamin durch ein Zelt führen ?"

Nun ich habe gestern einen Hoboofen gebaut und habe Teile genommen , die man nicht erst "biegen" muss. Der Ofen ist ein gebläutes Kaminrohr für Holzöfen (150mm) Man kann dies für ca. 5 Euro in einer Länge von 50 cm im Baumarkt kaufen. (Mein Ofen ist allerdings nur 32 cm) Die Beine sind Bandeisen (2cm breit).Man kann sie zusammenklappen und vom Ofen wegnehmen. Das Ofenrohr ist vom Wertstoffhof. Ich findet dort des öfteren Nützliches. Woher es kommt ...keine Ahnung - es hat einen Durchmesser von 6cm.

Ich habe den Ofen heute beim Angeln benutzt. Auf der Platte habe ich erste eine Suppe gekocht, dann 16 Bratwürstel (es gehen aber immer nur 8 auf die Platte) dann Tee. - Nun der Ofen funktioniert, bis jetzt ohne Zelt.
Zum Rosten kann ich nix sagen, er ist ja erst einen Tag alt.

Das was ich sagen will ist - dass es sehr viele Dinge gibt , die man einfach umfunktionieren kann.
Ich brauche noch einen Ofen zum Wandern. Ich baue mir daher noch einen Ofen der leichter ist und keinen KaminFlansch hat. Entweder aus einem Spargeltopf oder aus einem Gastronormbehälter (Da wo die Eisdielen Ihr Eis drin haben - die gibts auch so 30 cm tief)

Zurück zu meinem eigentlichen Problem . Kann mir jemand sagen , wie ich durch das Zelt komme ?
Ich habe das Cheops und habe mir die Lösung von Lodjur angeschaut - nun gibt es nicht auch eine Lösung aus Stoff ?
Kann mir jemand sagen woher ich hitzebeständigen Stoff bekomme, oder wie man so eine Kamindurchführung baut. Ich habe davor Angst dass der Kamin die Baumwolle kaputt macht.

Ich habe alle Beiträge des Forums gelesen - wieso verzieht sich so dünnen V2A Blech nicht ? Ich lesen von Wandstärken unter einem mm. Ich habe mal testhalber eine RedBull-Dose ins Feuer geworfen - hat es auch verzogen.






Viele Grüße


Erhard

Snuffy
06.11.2006, 02:20
Redbull is schon sehr dünn, unter 100my und auch nich aus Edelstahl ,)


Snuffy

Gersprenzfischer
06.11.2006, 10:22
@erhard

Wer hat gesagt, dass es sich nicht verzieht? Es verformt sich und arbeitet ohne Unterlass, allerdings bei mir niemals kritisch. Du musst halt in Deiner Konstruktion dies ein bisschen berücksichtigen, z.b. durch Falze. Der Ofen ist auch nicht gasdicht, er saugt schon an einigen Stellen Luft zu, macht aber auch nichts. Wenn der Zug da ist, saugt es nur, es tritt kein Rauch aus.
Ich habe auch die Lodjur Druchführung für mich gewählt, Du kannst auch durch den Stoff führen, aber ohne direkten KOntakt! Nimm ein 8cm Rohrstück, ca. 10cm lang. Oben und unten schraubts Du 4 Schrauben im gleichen Abstand auf den RAnd nach innen. Innen sollten Sie knapp 1 cm hineinragen. Das Ganze schiebst Du auf dein 6 cm Rohr. Damit erhäst Du ein immer im gleichen Abstand sich befindendes Aussenrohr. Jetzt musst Du nur noch ein Loch in Dein Zelt schneiden , oder far einen schlauchartigen Fortsatz annähen. Da schiebst Du jetzt dein rohr durch. Der Abstand von 1 cm reicht, ein Baumwollstoff wird nicht mehr brennen. Allerdings kann es bei REgen an dieser Stelle reintropfen.

Ich hoffe Dir wird klar, was ich zu beschreiben versuchte. Ähnliche Lösungen gibts bei Tentipi.

Uwe

Lodjur
06.11.2006, 14:15
Hi Erhard, schliesse mich den Aussagen von Snuffy und Uwe an. Deine Red Bull Dase ist aus ultra duennem Alu und wird sich nicht nur verziehen sondern bei laengerer Hitzezufuhr wird die zerfallen. Waere die aus V2A wuerde nichts passieren. Allgemein gilt ein runder Koerper egal ob aus Eisenblech oder VA verzieht sich nicht. Da heben sich alle Kraefte gegenseitig auf. Ein gerades Blech verzieht aberabhaengig vom Material eben mehr oder weniger. V2A leider mehr obwohl es mehr Hitze abkann als Eisenblech. Es gibt auch hochhitzefestes V2A das sich kaum verzieht, ist aber sehr teuer. Das "hochhitzefest"bezieht sich da aber auf die Verzugsfestigkeit, nicht die Temperatur. Da ist VA eh schon gut (genug). Durch einpraegen von Sicken und Verwerfungen kann man VA Bleche stabilisieren, das ist aber fuer den Hiemwerker nicht machbar. Dein Eisenblechofen wird sehr bald rosten. Eisen das sehr heiss wurde bzw. mal geglueht hat rostet bald wie die Pest. Das wirst du sehen wenn du den Ofen mal ueber Nacht draussen stehen laesst. Soll beim Campen ja vorkommen ;-). Der Rost ist nicht direkt kritisch in Bezug auf Materialfrass aber es ist halt immer schmuddelich und wirkt schnell irgendwie unsauber. Besonders wenn man drauf kocht.
CU Bernd

erhard
07.11.2006, 00:20
Hallo,

danke für die Hinweise, finde ich super :-)
wenn der Ofen so schnell rostet , und leicht ist er ja auch gerade nicht ich habe ihn gerade gewogen....mit Kamin so 5 kg. Ist ok wenn ich mit dem Kanu unterwegs bin aber mit dem Fahrad ist er zu schwer.
Nun ich baue mir vielleicht ein 2. Modell.
Was ich so aus dem Forum habe ist : für den Kamin 1,4310 Blech 0,1 mm stark.
Für den Ofen ? Ist es stärker besser ? Ich kann mir unter 0,1 mm nichts vorstellen. Hört sich zumindest sehr sehr dünn an.
Wie stark wäre es denn so angebracht ?

Wie "rollt" man denn einen Kamin ? Wie bringt man den an der Naht dicht.
kann man den einfach nieten ?

Ich habe im Keller eine Abkantmaschine stehen, ich könnte also einen viereckigen Kamin und Ofen bauen, allerding weiß ich nicht ob man das Material biegen kann , ich habe gehört es federt.


Ach ja der Test des Ofens , den ich jetzt habe, hat mir da ein praktisches Problem beschert. Wenn ein Deckel drauf ist und vielleicht noch ein Topf draufsteht, sieht man die Flamme nicht. Man weiß also nicht wann das Holz heruntergebrannt ist und man nachlegen muß. Man muss also immer den Deckel "lupfen". Bei den Würstel, die ich drauf hatte, nicht gerade der Renner.
Hat jemand Erfahrungen mit einem kleinen Sichtfenster ?

@Uwe, alle Achtung du hat ja schon ein tolles Teil gebaut - was wiegt denn Deine Ofenausrüstung so ungefähr ?

Viele Grüße


Erhard

erhard
07.11.2006, 00:20
Hallo,

danke für die Hinweise, finde ich super :-)
wenn der Ofen so schnell rostet , und leicht ist er ja auch gerade nicht ich habe ihn gerade gewogen....mit Kamin so 5 kg. Ist ok wenn ich mit dem Kanu unterwegs bin aber mit dem Fahrad ist er zu schwer.
Nun ich baue mir vielleicht ein 2. Modell.
Was ich so aus dem Forum habe ist : für den Kamin 1,4310 Blech 0,1 mm stark.
Für den Ofen ? Ist es stärker besser ? Ich kann mir unter 0,1 mm nichts vorstellen. Hört sich zumindest sehr sehr dünn an.
Wie stark wäre es denn so angebracht ?

Wie "rollt" man denn einen Kamin ? Wie bringt man den an der Naht dicht.
kann man den einfach nieten ?

Ich habe im Keller eine Abkantmaschine stehen, ich könnte also einen viereckigen Kamin und Ofen bauen, allerding weiß ich nicht ob man das Material biegen kann , ich habe gehört es federt.


Ach ja der Test des Ofens , den ich jetzt habe, hat mir da ein praktisches Problem beschert. Wenn ein Deckel drauf ist und vielleicht noch ein Topf draufsteht, sieht man die Flamme nicht. Man weiß also nicht wann das Holz heruntergebrannt ist und man nachlegen muß. Man muss also immer den Deckel "lupfen". Bei den Würstel, die ich drauf hatte, nicht gerade der Renner.
Hat jemand Erfahrungen mit einem kleinen Sichtfenster ?

@Uwe, alle Achtung du hat ja schon ein tolles Teil gebaut - was wiegt denn Deine Ofenausrüstung so ungefähr ?

Viele Grüße


Erhard

erhard
07.11.2006, 00:43
Hi,

ich war mal wieder zu schnell.
@Uwe Du hattest ja gesagt dass Dein Ofen 3kg wiegt...

Das meiste Gewicht von 3kg liegt bei mir im Kamin. Es würde schon Sinn machen diesen zu ändern..

Ich habe gerade nach Baumwolle Zeltsoff gegoogelt wisst Ihr eine brauchbare Quelle.

Wenn das Zelt geschlossen ist , wird ja durch den Ofen der Sauerstoff verbraucht. Kann man da nicht ersticken ? Wenn man schläft merkt man ja nicht das der Sauerstoff weniger wird..


Erhard

erhard
07.11.2006, 00:43
Hi,

ich war mal wieder zu schnell.
@Uwe Du hattest ja gesagt dass Dein Ofen 3kg wiegt...

Das meiste Gewicht von 3kg liegt bei mir im Kamin. Es würde schon Sinn machen diesen zu ändern..

Ich habe gerade nach Baumwolle Zeltsoff gegoogelt wisst Ihr eine brauchbare Quelle.

Wenn das Zelt geschlossen ist , wird ja durch den Ofen der Sauerstoff verbraucht. Kann man da nicht ersticken ? Wenn man schläft merkt man ja nicht das der Sauerstoff weniger wird..


Erhard

Snuffy
07.11.2006, 06:45
Naja jetz erstma nur ganz kurz...
100my ist wirklich schon sehr dünn, für den Brennraum würd ich eher dickeres wählen. Zumal du bis 3kg auch ruhig dickeres verwenden kannst, dein Ziel sind ja nich 500g oder so ,)

Jede Kante/Knick/Falz verhindert/erschwert das zusammenrollen, deswegn muss man sich schon vorher überlegen was man will, wie es aussehen soll. Wenn man den Ofen nicht rollt sollte er sich dennoch gut zusammenlegen lassen, ansonsten wird es selbst mitm Kanu zu groß.

Die Nähte wirst du nicht wirklich dicht bekommen, wurde ja schon gesagt, aber auch nicht wirklich 100% wichtig oder nötig.

Ne Ofentür würde dein Prob mit dem neigucken lösen ;)

Was willste denn nu eigentlich machen, nen Zelt oder nen Ofen? Mach erstma eins, wenn das geklappt hat, dann das andere.

An Erstickungsgefahr glaub ich nicht, denn die Abluft führt ja nach draussen und im Zelt wird sich kein Unterdruck aufbauen, somit kommt immer genug frische Luft von aussen nach.


Zeit um produktiv zu sein, chow
Snuffy

Snuffy
07.11.2006, 06:45
Naja jetz erstma nur ganz kurz...
100my ist wirklich schon sehr dünn, für den Brennraum würd ich eher dickeres wählen. Zumal du bis 3kg auch ruhig dickeres verwenden kannst, dein Ziel sind ja nich 500g oder so ,)

Jede Kante/Knick/Falz verhindert/erschwert das zusammenrollen, deswegn muss man sich schon vorher überlegen was man will, wie es aussehen soll. Wenn man den Ofen nicht rollt sollte er sich dennoch gut zusammenlegen lassen, ansonsten wird es selbst mitm Kanu zu groß.

Die Nähte wirst du nicht wirklich dicht bekommen, wurde ja schon gesagt, aber auch nicht wirklich 100% wichtig oder nötig.

Ne Ofentür würde dein Prob mit dem neigucken lösen ;)

Was willste denn nu eigentlich machen, nen Zelt oder nen Ofen? Mach erstma eins, wenn das geklappt hat, dann das andere.

An Erstickungsgefahr glaub ich nicht, denn die Abluft führt ja nach draussen und im Zelt wird sich kein Unterdruck aufbauen, somit kommt immer genug frische Luft von aussen nach.


Zeit um produktiv zu sein, chow
Snuffy

Lodjur
07.11.2006, 10:18
Hi Erhard, liess mal den ganzen Thread durch. Uwe hat beschrieben wie er es mit dem Kamin geloest hat. Ich habe 1m2 Zeltstoff als Rep.mat. fuer mein Cheops damals bei Globetrotter bestellt. Und das Cheops ist schliessslich aus Baumwollstoff und keine Plastiktuete. Am Boden ist es auch nicht dicht. Also an O2 Mangel gehste da drin nicht ein. Aber wenn du den Ofen ohne Kontrolle rumkokeln laesst koenntest du dir ein CO Problem einhandeln. Das ist viel schlimmer. Ich lasse den Ofen grundsaetzlich immer erst ausgehen bevor ich penne. Macht auch wenig Sinn den brennen zu lassen, nach spaet. 10-15 Minuten brennt der eh aus wnn man nichts nachlegt.
CU Bernd

Lodjur
07.11.2006, 10:18
Hi Erhard, liess mal den ganzen Thread durch. Uwe hat beschrieben wie er es mit dem Kamin geloest hat. Ich habe 1m2 Zeltstoff als Rep.mat. fuer mein Cheops damals bei Globetrotter bestellt. Und das Cheops ist schliessslich aus Baumwollstoff und keine Plastiktuete. Am Boden ist es auch nicht dicht. Also an O2 Mangel gehste da drin nicht ein. Aber wenn du den Ofen ohne Kontrolle rumkokeln laesst koenntest du dir ein CO Problem einhandeln. Das ist viel schlimmer. Ich lasse den Ofen grundsaetzlich immer erst ausgehen bevor ich penne. Macht auch wenig Sinn den brennen zu lassen, nach spaet. 10-15 Minuten brennt der eh aus wnn man nichts nachlegt.
CU Bernd

Snuffy
16.11.2006, 15:18
So sieht mein Modell aus:
http://img135.imageshack.us/img135/5397/strebejb4.th.jpg (http://img135.imageshack.us/my.php?image=strebejb4.jpg)http://img91.imageshack.us/img91/9229/rosteq3.th.jpg (http://img91.imageshack.us/my.php?image=rosteq3.jpg)http://img91.imageshack.us/img91/6762/deckeliy3.th.jpg (http://img91.imageshack.us/my.php?image=deckeliy3.jpg)http://img132.imageshack.us/img132/9228/seitenwandfg4.th.jpg (http://img132.imageshack.us/my.php?image=seitenwandfg4.jpg)http://img175.imageshack.us/img175/5757/abwicklungjv7.th.jpg (http://img175.imageshack.us/my.php?image=abwicklungjv7.jpg)


komplett:
http://img145.imageshack.us/img145/1544/komplettfj2.th.jpg (http://img145.imageshack.us/my.php?image=komplettfj2.jpg)

Das Problem ist nur, dass ich noch keine "Tür" habe.
Auf das Ding soll dann ein 1.5L Duossaltopp passen. Da der Ofen ja rollbar werden soll kann ich eigentlich keine Knicke, Falze etc verwenden, aber vll habt ihr ne Idee für eine Ofentür, Klappe etc.

Wie ich schon geschrieben habe, wird die Form dann per Wasserstrahl aus dem Blech ausgeschnitten.
Bei 200µm Blech für alle Ofenteile und 50µm fürs Rohr wiegt der Ofen im Moment 850g. Also rund 1kg.


Snuffy

Gersprenzfischer
17.11.2006, 15:39
Der Entwurf macht keinen schlechten Eindruck, respekt! Sofern Du den Federstahl von HS verwenden willst, kriegst Du aber eventuell Probleme mit der Spannung, da wäre rund vielleicht doch besser als das "abgeundete Dreick" oder "Kreis mit Zipfel" :bg:

Als Tür kann ich dir eine Schiebetür empfehlen. Ein geeignetes großes Loch ins Blech, links und rechts eine Führungsschiene angenietet, und Die Tür von oben eingeschoben. Zur Bedienung brauch es allerdings gute Handschuhe oder ein bisschen Holz als Hebel. Hat den Vorteil, dass Du gleichzeitig mit die Zuluft regulieren kannst. Problem ist eventuelles Klemmen durch Verzug, aber Verzug ist das Problem bei Türen jeglicher Art.

Ich hoffe, Du weist was ich meine.

Uwe

Lodjur
18.11.2006, 13:16
Hi Snuffy, möchte mich da Uwe anschliessen. Den Entwurf finde ich gelungen und aus stärkerem Material sicher gut realisierbar. Das Verzugsproblem aber wird dir, fürchte ich die etwas komplizierte Form verbiegen. ansonsten könnte ich mir zumindest auf der geraden Fläche direkt vor dem Kaminausgang ein kleines Loch so 4-5 cm vorstellen das mit einem angeschraubten/genieteten Drehdeckel verschlossen wird. So könnte man immerhin während des Kochbetriebes mit nicht ganz zo kleinen Stücken nachfüttern. Die Schiebetür von Uwe würde ja auf der geraden Fläche des Seitenblechs funktionieren, die Halterungen aber würden, so fürchtete ich das Blech dann soweit versteifen das man es evt. nicht mehr einrollen kann.??
(Ist dein Entwurf mit Inventor gezeichnet?)
CU Bernd

Snuffy
18.11.2006, 15:24
Ja ist mit der Diva gezeichnet :).
Das mit dem verziehen verstehe ich nur bedingt. Denn zusammenbauen tue ich ihn ja im kalten Zustand und zerlegen dann auch wieder. Vll würde sich der Deckel wölben oder so, aber mit viel mehr hätte ich nicht gerechnet.
Hätte vll "Angst" das der Rost bei der Hitze weich wird und nach unten raus fällt, dazu bräuchte ich aber nur einen kleinen Ring drunterstellen.

Ne Idee für eine Tür hab ich auch, muss ich dann mal morgen oder am Montag rendern und neisetzen.


Snuffy
die alte Häsin :bg:

Lodjur
18.11.2006, 15:40
Hi Snuffy, Diva ja aber geniales Programm ;-)
Also ich denke mal das der Korpus nicht allzuviel macht. Ist noch nahe an der runden Form und wenn ich so sehe wie mein Westentaschenhobo aus 0.2 Blech sich verzieht wird sich da, so glaube ich, wenig tun. Aber die Quertraversen zur Deckelstabilisierung sind zu dünn. Die werden sich wellen oder übelverdrehen, in der Art. Edelstahl hat leider ein wesentlich höheren Ausdehnungsfaktor als normales Eisen. Da wirst du mehr Material spendieren müssen. Auch der Rost wird so nicht funktionieren. Der ist bei so kleinen Löchern ruckzuck zu. Auch hier dickeres Material vorsehen und entweder Langschlitze von so 6-8 mm Breite oder Löcher mit 8-10 mm machen. Aber um eine Versuchsversion wirst du nicht rumkommen...so was ist immer für eine Überraschung gut. Auch wenn man es so leicht wie möglich machen möchte, ein paar Kompromisse musss man eingehen. Die Physik spielt nicht immer mit wie man es gerne hätte.
CU Bernd

Gersprenzfischer
18.11.2006, 15:58
Die Schiebetür könntest Du aber an der "geraden Seite" zwischen der großeren vorderen und kleinen hinteren Krümmung vorsehen. Dann hättest Du halt eine "Seitenlader".
Du brauchst auch überhaupt keinen Rost!
Meiner funktioniert auch ohne und verbrennt alles restlos. Da ist die Tür allerdings vorne, gegenüber der Rohröffnung, so dass der Zug komplett längs durch das Brennmaterial streicht. Angst vor durchbrennen habe ich ehrlich gesagt auch keine mehr, das wird der Gebrauch mit der Zeit aber zeigen.

Mit der Strebe hätte ich auch wenig bedenken, deine Geometrie spannt ja nach außen. Allerdings denk ich auch an mein Rohr, dass sich nach innen gerollt hat. So gesehen kommst Du , wie Bernd schon sagte, um einen Versuch nicht herum. Meine Zweitversion ist gedanklich auch schon fertig, Ich habe nur Verbesserungen bei der Tür geplant.
Anbei noch ein Bild, wenns richtig im Ofen abgeht:

http://img134.imageshack.us/img134/2117/pa170046gc7.th.jpg (http://img134.imageshack.us/my.php?image=pa170046gc7.jpg)

Uwe

Norbert
19.11.2006, 21:52
Hi Snuffi,

deinen Kocher finde ich designpreisverdächtig. Beim Anschauen fragte ich mich aber, ob man das Ding wirklich zusammengebaut bekommt. Im Detail: Kann ich wirklich die Wandung zu einem Ring schließen und gleichzeitig die Laschen des Rostes in all die Schlitze bringen?

Wenn Du ja sagst, ist das für mich erledigt.

Gruß,

Norbert

Snuffy
19.11.2006, 22:31
Hmm naja man soll es etwas anders aufbauen. Man nimmt die Seitenwand und wickelt sie um den Rost drumrum. Danach werden die Laschen an den Seitenwände durch die Schlitze gesteckt und mit Schrauben (oder diesen Briefklammern) gesichert. Danach werden die Stützstreben eingesetz. Zum Schluss der Deckel die Reihe um, auf jede Zinne gesteckt.
So is es zumindest geplant :bg:

Das die Stützstreben sehr sprillig sind und sich sicher verziehen/verdrehen werden und nich wirklich Kräfte auffangen werden ist mir schon klar, aber ich hab die einfach mal mit eingeplant, weglassen kann ich sie dann ja immernoch wenn es nicht klappen sollte.

Ich geh mal runter an Notebook und machn Bild von der Front mit der "Tür"

bis gleich

Snuffy

Snuffy
20.11.2006, 00:54
http://img357.imageshack.us/img357/9271/tr3eb1.th.png (http://img357.imageshack.us/my.php?image=tr3eb1.png)http://img361.imageshack.us/img361/5762/tr1il6.th.png (http://img361.imageshack.us/my.php?image=tr1il6.png)http://img376.imageshack.us/img376/1166/tr2yj5.th.png (http://img376.imageshack.us/my.php?image=tr2yj5.png)

Die letzten beiden Bilder gleich in "used-look".

Ob das mit der Tür so funzt k.a.. Es war von mir so gedacht, dass die Tür oben und unten jeweils auf der Innenseite anliegt und rechts und links aussen anliegt. Das Loch dient dazu, dass man mit derGriffzange(Topf) das Blech anfassen kann. Ansonsten hätte man bei vielen Varianten das Prob, das das Belch und alles drum rum so heiß wird das man es auch nich mehr anfassen mag.

Noch eine Anmerkung. Die Strebe Nr. 3 wird wohl gar nicht zum Einsatz kommen, denn mein Rohr würde ich hängend befestigen, so das es dann ca. 5cm in den Brennraum ragen.

@Gersprenzfischer
Wieviel Licht bringt eigentlich so ein glühendes häufchen Metall? Ersetz es gar eine Gaslaterne?


Snuffy

Gersprenzfischer
20.11.2006, 12:29
Die Gaslaterne kannst Du durch einen glühenden Ofen nicht ersetzen. Das Bildzeigt in etwa die Realität. Es ist also eher eine Notbeleuchtung.

Ich habe mir übrigens vor kurzem eine Petromaxlaterne zugelegt. Die werde ich vielleicht mit einem Kochadapter und einem Radiator ausrüsten. Dann kann ich die in der Übergangszeit als Ersatzheizung, bzw. Ersatzkocher nutzen. Das ist aber auch nicht gerade ein Leichtgewicht :D

Wie die Tür funktionieren soll ist mir leider nicht ganz klar geworden. soll sie nach oben oder zur Seite geschoben werden können? Behindert die Innen-, Außenklemmung nicht das Öffnen?

Uwe

Gersprenzfischer
20.11.2006, 20:02
@ Snuffy

Lass die Öffnungen in deinem Boden weg! Du brauchst keinen Rost. Und wenn Du der Überzeugung bist, doch einen zu brauchen :D , mach anfangs nur ein paar Löcher und probiers aus, im Zweifel kannst Du immer noch neue Löcher einbrennen (einwasserstrahlen?). Durch das Rohr zieht der Ofen wie die S... . Konstruier die Tür nach oben verschiebbar mit Unterkante auf Boden Niveau und Du hast eine wunderbare Zugregulierungsmöglichkeit (wenn Du die Löcher im Boden verschliest)

Uwe

PS.: Wo gibts dieses Diva? Ist das eine Art AutoCad und gibts das als Free-, bzw. Shareware?

Snuffy
21.11.2006, 09:44
Naja die Diva heisst offiziell "Inventor" von Autodesk. Ist leider alles andere als Freeware, wenn man mal von der 30Tage Testversion absieht.
Könnte dir vll Zugang zum Betabereich der aktuellen 12er Version geben, aber das dann per PN ;).

Hmm keinen Rost? Klingt auch nicht schlecht, dann hab ich auch gleich eine Idee für'ne URL für ne Website: www.verbrannte_erde.de :bg:. Eine Überlegung auf jeden Fall wert, zumal wenn du sagst, das es gut funzt.
Auf der anderen Seite gibt der Rost bei mir auch der ganzen Konstruktion ihre Form und Festigkeit.

Hach ja... Womit Kacke wegmachen, entscheide dich!

Naja die Tür würde bei meiner Version/Überlegung nur geklemmt werden und könnte auch nicht verschoben werden und somit wäre auch das brennen nicht regulierbar. Wie praktisch es wäre beim schnellen rein und rausmachen, kann ich nich sagen, zumal mir die Lösung auch nich wirklich 100%tig gefällt.
Mal sehen vll überleg ich mir heute noch was, hier auf Arbeit ^^, je nachdem wieviel hier los ist.

Ansonsten gefällt mir der Fred hier richtig gut :D, Lob an Euch.


Snuffy

Gersprenzfischer
21.11.2006, 14:43
Du sollst nur die Löcher weglassen, nicht die Bodenplatte! (Der Boden wird Dir wegen der enormen Strahlung aber trotzdem verbrennen, wenn Du Deinen Ofen nicht auf Steine oder ähnliches stellst.
Vielleicht konstruiert Du an Deine Tür links und rechts je 2 Laschen, eine oben und eine unten. Dann schneidest Du links und rechts vom Ofenloch je 2 längsschlitze in die Du die Laschen stecken kannst. Sinn ist, die "Tür in diesen Laschen nach oben schieben zu können... Oder Du nietest links und rechts eine Führung ...

T-MAN
15.01.2007, 23:33
Hallo,

kann mir bitte jemand erklären warum Titan nicht so geeignet ist.
Was passiert ab 400C wird das Titan dann weich und verformt sich?
Es werden ja auch "industriell" gefertige Zeltöfen aus Titan angeboten, von Four Dog Stoves, ist dann von diesen generell abzuraten?

@Uwe hast du noch ein paar Bilder von deinem selbstgebauten Nasshorn?
Vielleicht auch von den Einzelteilen?
Welches Material hast du für die Seitenwände genommen?

Ich habe auch so einige Ofenentwürfe im Kopf, die ich wenn ich sie umgesetzt habe auch gerne hier reinstelle.
Den ersten werde ich wohl aus Stahl herstellen, würde aber gerne später einen aus Titan fertigen.

Grüße
T-MAN

DocViper
15.01.2007, 23:45
Betreits über 300°C fängt Titan an verstärkt Sauerstoff aufzunehmen.
Dabei kommt es zur Materialverspödung durch Umkristallisation.
Vor allem dünne Bleche sind da sehr schnell betroffen.
Resultat: Brüchig wie ein Keks

Hab im Labor mal ein Stück Titan Grade 2 Rohr (Aussen 6.35 mm, Innen 2,14 mm) im Muffelofen bei 500°C für ca. 20 Stunden eingelagert.
Dann auskühlen lassen und im Schraubstock mit dem Hammer draufgehaun.
Ist einfach gebrochen und die Bruchstelle hatte eine kristalline Strucktur.
(Das Rohmaterial würde sich einfach verbiegen)

Zu befürchten ist das der Ofen sehr schnell Risse und Löcher bekommt und dann zerfällt. Aber es ist alles eine frage der Zeit.
Durch sinnvolles Design kann man da sicher manches verhindern.

Bei Legierungen (Titan Grade 5) ist es ein wenig besser aber dafür ist das Blech noch teurer. Diese Legierung ist übrigens auch für den Medizinbereich in Verwendung.

Joe

T-MAN
16.01.2007, 13:30
Hi Doc,

Danke. Titan ist also nicht gleich Titan.
Wenn ich also Titan als Baumaterial nehmen will kommt es also auf die Legierung an. Wäre interessant zu wissen was Four Dog Stoves bei ihrem Titanofen für eine Legierung verwendet.
Meinen ersten "Prototyp" werde ich ja eh erstmal aus Stahl bauen.

Grüße

Gersprenzfischer
17.01.2007, 09:48
@ T-Man

Ich habe noch ein paar Bilder, aber nur zu Hause auf dem Provat-PC, allerdings nicht von den Einzelteilen. Die würde ich aber auch nicht senden, maximal ein Gesamtbild. Ich bin mir nämlich noch nicht sicher, ob ich den Ofen nicht irgendwann mal gewerblich herstellen will. Dazu braucht es aber noch einiger Tests und Verbesserungen.

Du kannst aber vieles auch dem bereits hier oben veröffentlichen entnehmen. Der Ofen ist vom Typ Schuhkarton, Material ist o,3mm Edelstahlfolie fürs Gehäuse und 0,1mm für den Schornstein. 'Er ist zerlegbar und mit der Ausnahme der Füße gibt es zerlegt ein Paket von ca 30*45*5cm Höhe. Die Höhe ergibt sich einmal aus dem gerollten Rohr und aus Abkantungen an den Blechen zur Montage von ca. 2-3 cm; Der Schuhkarton wird gesteckt, bzw. geklemmt und erhält seine Stabilität durch die Verschraubund der Füße. Gewicht weiß ich jetzt gar nicht mehr genau, auf jeden Fall aber unter 3 kg, samt Rohr. die Tür hat kein Scharnier sondern wird in Führungen geklemmt und dient gleichzeitig als Zugregulierung. Ansonsten geht er ziemlich in Richtung Kifaru Stove.
Ich hoffe die Info reicht zunächst, wenn ich noch ein Bild zuhause finde, stelle ich es vielleicht noch ein.

Uwe

T-MAN
17.01.2007, 15:29
Hi Uwe,
danke.
kann ich verstehen wenn du keine Einzelheiten reinstellen willst. Ich dachte nur wir können einige Konstruktionsdetails näher diskutieren, ich habe da auch einige Ideen.
Als Material hast du also komplett mit Kaltgewaltztem Federstahl 1.4310, X12 CrNi17 7gearbeitet?
Hast du alles von HS-Folien bezogen?
Hast du mit dem Material jetzt schon mehr Erfahrungen sammeln können, nachdem dein Ofen ja schon eine Weile fertig ist.
Kann man den Kamin jetzt schon mit nur zwei Händen rollen? :)

Grüße
T-MAN

Gersprenzfischer
18.01.2007, 10:12
Obwohl ich ihn schon länger fertig habe, habe ich ihn seit dem Herbsttest nicht mehr benutzt, leider zu viele Termine....
Ich konnte das Rohr aber schon immer mit 2 Händen rollen, wobei die ersten Male kritisch sind. Ein Helfer ist da sehr willkommen, insbesondere wenn es gilt die Fixierringe, bei mir Schlauchschellen, überzuschieben.
Auf jeden Fall wurde das Material nach den "Härtetests" deutlich spröder, was das weitere aufrollen erheblich erleichtert. Es macht aber auch (noch?) nicht den Eindruck, dass es so versprödet, dass es demnächst bricht.
Zur Konstruktion: ich habe teilweise an abgekanteten Seiten
zusätzliche Blechwinkel angenietet. In den entstehenden Spalt werden die Seiten dann gesteckt. Dies macht das Ganze gasdichter und hilft die Materialverwindungen in Grenzen zu halten.

Uwe

erhard
29.01.2007, 02:01
Hallo,

Wie ich sehe köchelt das Thema imme noch....

Ich hatte ja schon einen Ofen gebaut und nehme jetzt den 2. in Edelstahlfolie in Angriff..

Was ist den euerer Meinung nach besser einen hochkant (ein Rohr das steht) oder ein liegenden Ofen.
Ich habe einen Hochkantofen (allerdings aus normalem Blech). Er zieht zwar sehr gut verbrennen tut auch alles (auch wenn es nicht ganz trocken ist). Allerdings ist die Kochfläche sehr klein)

Bei einem liegenden Ofen wie ist es da ? Verbrennt da alles . Zieht er genauso ?

Hat da schon jemand Erfahrung ?

Gersprenzfischer
29.01.2007, 16:41
Meiner ist die "liegende Ausführung. Verbrennt alles restlos, ohne Rost, zieht so gut, dass die Zuluft stark verringert werden muss, ansonsten glüht das Rohr bis auf 1,5-2m.... Platz zum KOchen, wobei die Folie ein absolut planes aufliegen der Töpfe nicht gewährleistet.

steht aber eigentlich alles schon oben.

Uwe

Gersprenzfischer
02.02.2007, 08:52
@snuffy

Bist Du weitergekommen, gibt es vielleicht sogar schon den ersten Prototyp?

Uwe

sunbeamer
10.03.2007, 12:48
Schaut doch mal bei google vorbei (Patentsuche):

http://www.google.com/patents

Als Suchbegriff "tent stove" . Da sind einige interessante Sachen zu finden.
Als kleine Anregung gar nicht so schlecht.... manchmal auch zum schmunzeln :-)

motorang
11.03.2007, 09:48
Also der ist nett:
http://www.google.com/patents?vid=USPAT1371794&id=nTJWAAAAEBAJ&pg=PA14&dq=tent+stove

Ein steckbarer Kegelofen.

Wäre was für aus Edelstahlfolie ... (halt nur zum Heizen, nicht fürs Kochen)

Gryße!
Andreas, der motorang

Gersprenzfischer
31.05.2007, 15:59
@Snuffy

Bist Du eigentlich weitergekommen mit Deinem Ofen?

Uwe

Snuffy
31.05.2007, 20:06
Ahja, das Ding liegt fertig @home. Habs nie probiert :X.
Mit auf die Tour kommt es nich. Bisher hat das Projekt wenig Nutzen gehabt, naja schauen wir mal...


Snuffy

Gersprenzfischer
31.05.2007, 20:36
Stell doch mal ein Bild ein.

Falls es Dich oder sonstjemanden interessiert, nochmals Bilder von meinem. Die Ofentür dient gleichzeitig als Zugregulierung, ist aber im Betrieb nicht unproblematisch, da sie gerne etwas verklemmt. Ansonsten heizt das Teil super, langsames Kochen ist gut möglich, wobei sich die "Herdplatte" schon ein wenig bei Belastung und Hitze verzieht. Das Material korrodiert aber eigentlich überhaupt nciht, auch nicht unter der Glut, was auf längere Haltbarkeit hindeutet.

http://img124.imageshack.us/img124/2729/ofentrib8.th.jpg (http://img124.imageshack.us/my.php?image=ofentrib8.jpg)

http://img124.imageshack.us/img124/572/zeltofenpn1.th.jpg (http://img124.imageshack.us/my.php?image=zeltofenpn1.jpg)

Für alle, die sich nicht durch diesen alten Thread durchkämpfen wollen, der Ofen wiegt keine 3 kg inklusive Rohr und hat eine Kochflache von fast 30*45cm.

Uwe

Snuffy
31.05.2007, 20:47
Naja dieses zu Hause, wo der Ofen liegt, ist 350km weit weg, komme also nicht so schnell dazu ein Foto zu machen. Werd es aber im Laufe des Sommers nachholen. Wohl auch mal testen.



Snuffy

johey
10.04.2008, 13:20
revive

Hallo Zusammen,

bin neu hier im Forum und habe diesen Threat sehr genau gelesen, da ich auch einen Ofen für mein Tipi (Bison Tinde4) bauen will. Die Öfen die hier geplant und gebaut wurden haben mich echt beeindruckt. Es scheint hier einiges an "Sachverstand" vorhanden zu sein :-)

Kurz zu mir, ich bin 26, Student und seit ca 10 Jahren "outdoorer". Meine letzten Tripps waren in Schweden und Norwegen mit dem Kanu, und dafür soll auch mein MYOG-Ofen sein.

Bisher habe ich mit zwei Hobos und einem sehr einfachen Zeltofen (Durchmesser 25cm, ca 60 cm hoch) aus 2 riesigen Konserverndosen experimentiert. Meine Anforderungen an den Ofen daher: Möglichst leicht, zum Kochen geeignet, keine komplizierte Montage (das is einfach eine Drecklerei).

Nach ausführlicher Internetrecherche habe ich nun vor folgenden Ofen zu bauen:

http://img208.imageshack.us/my.php?image=skizzeum6.jpg

http://img175.imageshack.us/my.php?image=skizzeobenuntenzn4.jpg

Ich hoffe die Bilder sind soweit verständlich, aber nochmal eine Zusammenfassung. Der Ofen wird aus Edelstahlblech von HS-Folien (2mm 1.4310er) in einer runden Grundform und Hochkant gebaut. Ganz unten ist der Boden (ca Pfannenform) als Aschewanne und Standfuß damit der Ofen nicht einsinkt. Darin steht die Aschekammer (ensprechend kleinerer Durchmesser) die den Rost ca 10 cm über dem Boden hält. Darin steht dann die Brennkammer in der das Feuer sein soll. Oben will ich das ganze mit einer bereits vorhandenn Titanpfanne (Ruchmesser 22cm) abschließen. Die einzelnen Teile stehen nur ineinander, sind aber nicht direkt verbunden. Stabilisiert wird das ganze durch den Kamin (Druck von oben) und 3 lange Heringe die die Brennkammer seitlich fixieren sollen.

Die Pfanne als Deckel muss zum Holz nachlegen geöffnet/abgehoben werden. Sie soll gleichzeitig als Herdplatte oder falls nötig direkt als Pfanne benutzt werden.

Seitlich an der Brennkammer direkt unter der Pfanne geht dann der 6cm Kamin ab. Als Kaminrohr soll ein 2,75mx0,3m 0,1 mm 1.4310er Blech dienen.

Zum anzünden wird die Brennkammer angehoben und kommt erst auf den Ofen wenn ein kleines Feuer brennt.

Folgende Fragen hätte ich nun an alle die diesen Threat verfolgen:

Was haltet ihr von der Ofenidee grundsätzlich? Seht ihr irgend welche Schwachstellen?

Selber bin ich noch bei folgenden Punkten unsicher:


Ist das Handling mit der Pfanne als Nachheizöffnung praktikabel?
Hält die Titanpfanne die konzentrierte Hizze (vor allem an der Zugumlenkung) aus?
Ich kann nicht in den Ofen schauen, gibt das vielleicht Probleme wann ich nachheizen muss?


Ein weiteres Problem ist die Verarbeitung. Selbst kann ich nicht schweissen und alle meine Bekannten die es könnten meinten, dass sie sich an so dünnes Blech (0,2mm) nicht rann trauen. Daher habe ich überlegt das zu Nieten. Und zwar mit Stahlnieten 3x6 und 2x4 Halbrundnieten und 3x6 Blindnieten.

Denkt ihr das ist machbar? Die Nieten sind wohl kein Edelstahl, ist dann Rost ein Problem, also beeinträchtigt er irgend wann die Stabilität? Sind die kleinen Nieten mit 2mm Druchmesser zu windig?

Ich hoffe der (oder die) ein oder andere hier findet den Threat wieder und kann mir ein paar Fragen beantworten. Bin über jedwede Meinung und Anregung dankbar!

Viele Grüße,
Johannes

motorang
10.04.2008, 15:27
Kuckuck Ofenbauer,

>Schwachstellen?
Wenn Du auf Schnee kochst schmilzt es unter dem Ofen unweigerlich ... Strahlungswärme! Da müsstest Du etwas Isolierendes unterlegen (Holzbrett, Mineralwollplatte, ...).

>Ist das Handling mit der Pfanne als Nachheizöffnung praktikabel?
Ja. Ich mach das bei meinem Ofen auch meistens von oben. Kann aber gut sein dass da mal ein Qualmwölkchen entweicht ...

>Hält die Titanpfanne die konzentrierte Hizze (vor allem an der Zugumlenkung) aus?
Müsstest Du ausprobieren ... mein Ofenkörper wird glühend. Wenn Titan einen höheren Schmelzpunkt als Stahl hat sollts gehen ... nur verzieht sich die Pfanne wahrscheinlich.

>Ich kann nicht in den Ofen schauen, gibt das vielleicht Probleme wann ich nachheizen muss?
Komfortabel ist es nicht gerade. Es raucht halt raus beim Nachschauen.
Mach doch ein Kontrollloch auf halber Höhe, da siehst Du gleich ob Du drin Flammen hast oder nicht ... so ein Loch (6 mm) macht praktisch nichts aus was den Stoffwechsel des Ofens betrifft ...

>Nieten
Meine Stahl-Popnieten (richtig: Blindnieten) SIND Edelstahl ... also das gibts. Nur brauchst Du eine vernünftige Nietzange sonst fallen Dir die Unterarme ab (zumindest bei meinem 4mm-Nieten) ... und 3mm Durchmesser würd ich schon nehmen.

An eine Zeltdurchführung (oben) denkst Du eh, gell?

Und Du brauchst IMHO noch eine separate Abdeckung für den Ofen (von der Pfanne abgesehen) weil die Pfanne muss sicher mal vom Herd zum Essen austeilen oder weils zu heiß ist drin etc etc. - oder hast Du einen passenden Pfannendeckel? Der würd auch gehen ...

Gryße!
Andreas, der motorang

johey
10.04.2008, 15:40
Hallo Andreas,

danke für die schnelle Antwort. Bei Schee werd ich da was unterlegen, ganz klar.

Das Rauchwölkchen muss man verkraften, soll ja auch n bissl nach Rauch riechen im Zelt ;p Freut mich zu hören, dass andere das so Handhaben und es geht.

Die Pfanne ist nicht zum abnehmen gedacht, wenn ich etwas kochen will das ich mit der Pfanne abnehmen muss nehm ich eine extra Pfanne. Aber Bannoks oder Speck könnte man direkt in der Titanpfanne brutzeln war meine Idee.

Zeltdurchfürung bin ich noch am überlegen, aber da fällt mir schon was ein, gibts ja genug Threats dazu. Wenn der Ofen mal steht werd ich da basteln.

Zu den Nieten, die Edelstahlnieten hab ich schon gesehen, sind aber deutlich teurer als die Stahlnieten. Außerdem weis ich nicht wie Stabil die sind. Edelstahlschrauben zB hab ich schon öfter abgedreht da die einfach nicht so stabil sind wie normale Stahlschrauben. Nietzange hab ich alte ausrangierte von nem Spängler, die funktionieren zwar, aber greifen nicht jedes mal, hoffe das klappt damit. Was meinst du?

Johannes

Gersprenzfischer
10.04.2008, 17:46
Ich finde das ganze relativ kompliziert zu fertigen, inklusive den Rohrabgang. Welches Rohr willst Du verwenden? Oh Scheiße, überlesen, Folienrohr. Schütz das Rohr unbedingt konstruktiv gegen ein- und aufrollen!
Prinzipiell wird das aber schon funktionieren. Schweißen ist wohl ziemlich schwierig, mein Ofen ist z.B. gesteckt und vernietet (3mm Blindnieten aus VA, gibts bei www.schrauben-online.de.)
Soll das Ganze zerlegbar werden? Wenn ja, nimm doch Schrauben und Muttern, gibts ebenfalls aus VA bei obiger Adresse.
Prinzipiell ist Dein Ofen ein Kanonenofen. Der Nachteil dieser Bauart ist die geringe Kochfläche. Prinzipiell kannst Du nur einen Topf aufstellen. Ist der Topf drauf, ist Holznachlegen möglich, aber schwierig. Aus diesem Grund hab ich die Schuhkartonform bevorzugt. Du hast eine Fläche für mehrere Töpfe, die Kaffeekanne bleibt permanent drauf warm. Der Ofenrohranschluß geht direkt in die Fläche, was das Ganze konstruktiv vereinfacht. Holznachlegen ist ohne Aufwand permanent möglich. Die Zugregelungen sind einfacher zu konstruieren. Bedenke dass die VA Folie ein deutliches Eigenleben beim Befeuern entwickelt.

Uwe

johey
10.04.2008, 18:38
Hallo Uwe,

danke für die Hinweise. Die kleine Kochfläche ist einfach der Kompromiss aus minimiertem Packmaß, ohne dass ich den Ofen zerlegen will, was heisst dass der Ofen relativ klein bleiben muss. Mein großer Topf passt genau in die Pfanne die ich als Deckel verwende, und der andere Topf kommt wenns schnell gehen muss einfach auf den Gaskocher.

Der Rohrabgang wird nicht einfach anzunieten sein, aber ich glaube das bekomme ich hin. Hatte überlegt das mit Glaswolle abzudichten, dass da kein Rauch rauskommt. Oder könnte man das Hartlöten?

Sind die Edelstahlnieten ähnlich stabil wie normale Stahlnieten?

Vor dem verziehen habe ich auch Angst, aber da hilft wohl nur testen. Die Pfanne hat einen 4mm Rand, d.h. wenn sich der Edelstahlbrennraum deutlich stärker ausdehnt als die Titanpfanne wird der Ofen eventuell undicht. Ansonsten vermute ich habe ich durch die überwiegend runde Form keine größeren Probleme mit verziehen.

Johannes

Gersprenzfischer
11.04.2008, 10:19
Undicht ist kein Problem. Wenn der Ofen richtig zieht, zieht der Rauch durchs Rohr ab und undichte Stellen dienen dann der Luftzufuhr.
Bedenke bei Deinen Packmaßüberlegungen, daß Du den Raum im Ofen irgendwie nutzen kannst. Und wenn Du nur das folienrohr reinlegst. Warum willst Du prinzipiell nicht zerlegen? Der Vorteil ist, Du wirst nicht schmutzig, der Nachteil dass Du eventuell Packraum verschwendest.
Beim Kanu zerlege ich meinen Ofen übrigens auch nicht. Das Rohr wird eingerollt, und dann kommt noch trockenes Holz als Notreserve hinein. Damit ist der Platz gut ausgenutzt.
Ich habe aber prinzipiell die Zerlegemöglichkeit. Vielleicht werde ich ja irgendwann einmal in einer Kleingruppe trekken. Dann ist der Ofen nur noch 3-4 cm hoch und kann außen auf den Rucksack geschnallt werden ....

Was mir noch auffällt. Bei deinem Ofen wirkt das Rohrgewicht außerhalb des eigentlichen Ofengehäuses und verschiebt damit den Schwerpunkt Richtung Rand, was im Extremfall zum Umkippen führen kann. Das ist dann der GAU im Zelt! Du müsstest also Dein Rohr noch im Zelt irgendwie befestigen. Bei einer konstruktion des Rohreingangs innerhalb der Gehäusewandungen, kippt der Ofen nicht. Das Rohr wird dann einfach senkrecht eingesteckt. Als obige Rohrfixierung genügt dann der Rauchrohrdurchgang, der fixiert ausreichend nach links und rechts, eine Fixierung nach oben unten ist dann nicht mehr notwendig. Beim Typ Kanonenofen verlierst Du dann aber nochmals Kochfläche.

Gersprenzfischer
11.04.2008, 10:22
Hartlöten wird wahrscheinlich nicht gehen. Wenn Du nicht aufpasst glüht der Ofen samt Rohr bis auf 2m Höhe! Im Zweifel ist dass ein bisschen zu warm...

johey
19.04.2008, 00:26
Zerlegen war mir nicht so wichtig da ich genug Ofenzubehör habe das in den Ofen kann, wenn ich ihn transportiere. Da ist auf jeden Fall mal die Zeltdurchführung und der Kamin. Dann soll da noch der Stuzen mit dem der Kamin an den Ofen geführt wird rein und noch eine Halterung für den Ofen. Mit dem Schwerpunkt hast du recht, da lass ich mir eine Halterung für unten an der Zeltstange einfallen. Der Ofen kommt in ein Säckchen und da er max 3 Kilo wiegt kann der dann auch außen am Rucksack transportiert werden, sollte ich ihn mal längere Strecken tragen müssen.

Meinst du gegen Einrollen des Kamins reicht ein Innenrohr unten, oder kann er sich dann immer noch oben zusammenrollen? Wieviele Schellen hast du denn ca pro Meter Kamin? Statt Schellen überlege ich einfach feste Drahtschlingen (soll heissen mit definiertem Durchmesser) zu nehmen, den Kamin "enger" zu rollen und dann in die Schlingen aufweiten lassen. Den Stuzen auf den der Kamin aufsetzt wird konisch, dann sitzte der Kamin da schön drauf. Gleich noch ne Frage, macht ihr/ machst du was gegen Funkenflug, oder muss das nicht sein?

Bin seit heute dabei den Ofen zu bauen, geht langsamer als erwartet. Vor allem das Bohren ist nicht so einfach. Ohne Tischbohrmaschine geht da gar nix, von Hand bekomm ich den Druck überhaupt nicht her. Das Nieten geht sehr gut und recht präzise, also sowohl mit Blindnieten als auch mit normalen Nieten.

Snuffy
19.04.2008, 02:58
Hmm was geht denn prinzipiell an einer Tischbormaschine anders, als an einer Handbohrmaschine? Vll einfach mal nen gescheiten Bohrer nehmen? Soll ich mal rumkommen und wir schleifen den 'gscheit an? :bg:

Ansonsten würde ich mein "Design" auch nicht (mehr) per Dremel oder Flex ausschneiden, das können Maschinen viel besser. Nicht versteuerbare /pflichtige Währung geht da eigentlich immer ganz prima.
Keine Erfahrung ob das regional verschieden ist, hier zumindest selten ein Problem.


Snuffy

johey
19.04.2008, 10:17
Hab hier zwei 3er Bohrer die wohl beide nicht mehr 100% scharf sind. Hab mit beiden von Hand probiert zu bohren, aber nach 2 Minuten hab ichs sein lassen da ich den nötigen Druck nicht hergebracht hat. Wenn ich zu stark drücke fängt die Bohrmaschine irgend wann zu eiern an. Die Tischbohrmaschine is präzise zentriert und eiert daher nicht, da hab ich dann keine Angst um meinen Bohrer wenn ich den Druck herbring. Ist vielleicht nicht ideal mit so viel Druck zu bohren, aber auch bei meinen größeren Löchern (wofür ich bessere Bohrer hab) mach ich das so und funktioniert. Hab ca 40 große (4,5 dann 9,5) und ca 40 3er Löcher gebohrt, ohne merkliche Verschleißerscheinungen an den Bohrern ...

Den Absatz mit Design versteh ich mal gar nicht :o

Snuffy
19.04.2008, 13:47
Also das mit dem Bohren hab ich immer noch nicht so ganz verstanden, aber nunja.
Du hast 40 3er Löcher in weniger als 2 Minuten gebohrt?

"Eiern" tut auch ein 3er oder auch ein 30er Bohrer in einen Tischbohrmaschine oder in einem Bohrwerk, kommt auf das Material und den Bohrer an. Meist aber wirklich daran, dass der Bohrer eine schlechte Geometrie hat. Wobei ein 3er sich schlecht schärfen lässt, zugegeben.

In dem Absatz den du nicht so ganz verstanden hast, wollte ich sagen, dass ich sowas von einer Laserschneide(Wasserstrahl) machen lassen würde.


Snuffy

johey
19.04.2008, 15:04
Die Hanbohrmaschine eiert, weil man den Druck nicht genau Achszentral auf den Bohrer bringt. die Maschine wird ja nur von Hand gehalten. Auf der Standbohrmaschine eiert doch nix, vielleicht bei nem unsymmetrischen 30er ....

Ich hab 2 Minuten versucht von Hand zu bohren und es dann sein lassen. Die inzwischen knapp 100 3er Löcher hab ich alle auf der Standbohrmaschine gebohrt. Eins braucht da so ne gute Sekunde reine Bohrzeit in angekörntes 0,2mm 1.4310er Stahlblech.

Maschinelles zuschneiden is natürlich sehr edel, ich mach das einfach mit der Blechschere mangels Alternativen :D

Lodjur
19.04.2008, 17:55
Hi Johey, ich lese immer drücken ...da machst du was grundsätzlich falsch. Natürlich muss man beim bohren etwas drücken aber nur soviel bis der Bohrer anfängt zu schneiden. Dann nur noch soviel um den Vortrieb zu gewährleisten. Bei Edelstahlfolie geht ein richtig angeschliffener Bohrer fast durch wie durch Papier. Also besorg dir einen anständigen Bohrer aus dem Werkzeughandel keinen Baumarktmüll. Das rechnet sich immer und so ein kleiner Bohrer kostet doch nicht die Welt. Dann die richtige Drehzahl, Edelstahl bohrt man mit deutlich weniger Drehzahl wie Stahl oder Messing. Und immer!!!! kühlen. Eine Mischung aus etwas Öl und Wasser oder zumindest Wasser. Das Material darf niemals anlaufen und der Bohrer sowieso nicht. Und wenn der mal stumpf wird einfach gegen einen Obulus in die Kaffekasse bei einem Metallbetrieb schleifen lassen. Versuch es erst gar nicht selber, danach kannste den Bohrer mit Sicherheit gleich wegwerfen oder nur noch für Holz verwenden. Und wenn du CSchrauben aus V2A abdrehst hast auch was falsch gemacht :cool:. Nach fest kommt wieder lose. Mit etwas Gefühl bitte. Edelstahl ist zähelastisch nicht hart. Darum sind bei bestimmten Befestigungen, z.B. im Fahrzeugbau, die auch Scherbelastung erfahren können 8.8 Stahlschrauben (hart) Pflicht, und Edelstahl nicht erlaubt. Bei solchen Sachen wie einen Ofen zusammen zu halten sind die aber erste Wahl. Die bekommt man wenigstens auch wieder auseinander wenn es mal sein muss.
CU Bernd

Gersprenzfischer
20.04.2008, 12:57
Ich habe ein ca. 10 cm langes Innenrohr oben und unten, das reicht gegen zusammenrollen. Die Drahtschlingen sollten genügen, ich hab momentan noch Schlauchschellen, insgesamt 3 0der 4? auf 3m Länge.
Zum Thema Funken schau mal www.kifaru.net unter Soves, Accessories, dort unter Cinder Screen. Oder das ähnliche Diskussionsthema unter www.open-canoe-journal.de

Uwe

JonasB
25.08.2008, 15:24
Ofenrohr aus 1.4310 0,1mm Dicke und 30cm Breite hat sich bewährt?
Ich möchte darunter einen Hobo stellen- mit einem Schirm (ähnlich diesem, nur größer) (http://globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=oc_01051&GTID=23076a43fc808cb89f3f86de8e81de02a31) der Funken und Wärme in das Rohr lenkt.
Wie dick würdet ihr den Schirm machen und wie die Verbindung trennbar zwischen Rohr und Schirm?

johey
03.09.2008, 17:45
hallo Jonas,

für das Ofenrohr ist obiger Stahl gut geeignet.

Der Link zum Schirm funktioniert nicht. Ich würde den Schirm oben mit einem 2cm Rohrstück abschließen und das Ofenrohr einfach lose draufstellen. Dann musst du den Schirm hald irgend wie befestigen ...

Mein Ofen ist übrigens fertig und funktioniert. Ausführlicherer bericht folgt nach meiner Diplomarbeitsabgabe (30.Spetember)

VG,
Johannes

JonasB
03.09.2008, 18:09
link geht jetzt!
ein Rohrstück nach oben geht nicht, weil der Schirm ja 2 oder sogar 4 Teilig werden soll und flach verpackbar.
Mir fällt grade ein flexible Lösung mit Glasfasergewebe ein....

johey
03.09.2008, 18:33
evtl aus den ofenrohr laschen herausstehen lassen die dann in schlitze in den schirmteilen stecken. wenn das nicht 100% dicht ist sollte das kein problem sein. Wenn der Kamin einmal zieht raucht da nix mehr.