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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Opinel Alternative



Indi
29.06.2006, 09:31
Sers Board,

kennt irgendjemand von euch eine gute handliche Opinel alternative? Es sollte auch ein Klappmesser zum fixierensein. Wenn möglich ohne Holz welches aufquellen kann.
Eine schlankere Griffform und mit einer "Einhandarretierung". Superscharf ist selbstverständlich Pflicht.

Oder gibt es sogar ein "besseres" von Opinel?

LG, Indi

swift
29.06.2006, 11:01
Hmm, mit Einhandarretierung wirds wohl schwer. Würde dir zu einem von den größeren Modellen von Victorinox raten. Die arritieren allerdings automatisch, wenn man sie aufmacht :bg: , die gibts auch ohne die ganzen anderen Tools dran, wie z.B. das Alpiner, wenns flach sein soll. Scharf sind die garantiert schon out-of-the-Box, schärfen geht fix und die bleiben dann auch erstmal ne Zeit lang schön scharf. Wenns dir auf die Einhandbedienung ankommt, gibts auch von Victorinox :bg: (nennt sich dann neues Bundeswehrtaschenmesser oder Rescue).
Und nein ich arbeite nicht für diese Firma, noch nicht, aber wer weiß, vielleicht irgendwann mal. :bg:

Indi
29.06.2006, 11:23
Hi Swift.

Victorinox ist nicht dass was ich suche. s soll von der Klingenform sein wie ein Opinel. Soll keine ähnlichkeit mit einem typischen Schweizer T.Messer haben (Ich hab nix gegen die Schweizer Messer, im gegenteil - bin Victorinox fan). Die Einhandarretierung ist der unwichtigste Punkt.

Ich möchte dass gesuchte Messer auf die Scheide meines Glock´s basteln. Deswegen sollte es flach sein.

/Indi

derMac
29.06.2006, 13:00
Sowas (http://www.dick.biz)? Ich hatte hier eigentlich ein Douk-Douk verlinkt, das scheint aber nicht dauerhaft zu gehen. Deshalb unter dem Link mal danach suchen. Hat aber leider keine Arretierung. Sonst gibt Opinels und ähnliche Messer auch mit nicht hölzernem Griff, ist dann aber deutlich teurer und meist aus rostfreiem Stahl. Im Preisbereich des Opinel wirds eng.

Mac

Loon
29.06.2006, 13:04
Es gibt keine Alternative zu einem Opinel! :bg: Jedenfalls nicht zu dem Preis und mit der Qualität...
Wenn man den Griff gut mit Öl einlässt ist es auch relativ unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Bei mir ist es nicht mehr wegzudenken.

Irgendwo gibt es nachgemachte Opinels mit Plastikgriff. Vom Prinzip her sind sie gleich, aber qualitativ imo nicht...

Gruß Loon, der sein Opinel in allen Lebenslagen benutzt...

Indi
29.06.2006, 14:36
Ich werd den Holzgriff eventuell gegen einen selbstgefräßten ersetzen.. muß es mal zerlegen.

@mac die grobe Richtung stimmt schon mal :D

ice
30.06.2006, 02:23
Ehrlich gesagt weiß ich nicht was immer alle an Opinells finden. Find sie unhandlich und unstabil und es gibt wesentlich bessere Alternativen ohne jetzt auf best. Marken oder Modelle rauszuwollen.

derMac
30.06.2006, 09:40
Doch, es wäre schön, wenn du jetzt auf bestimmte Marken und Modelle verweisen würdest. :wink: Randbedingung: der Preis.

Mac

grauer.wolf
30.06.2006, 12:17
Was hältst du von einem Douk-Douk ? Liegt preislich etwa im Bereich der Opinel, hat einen Griff aus Metall und ist mit verschiedenen Klingenformen und Klingenstählen erhältlich.
Es ist zwar nicht feststellbar aber die Feder von meinem Exemplar geht recht
stramm so das es sicher hält.

jackknife
30.06.2006, 12:49
Es rostet, die Klinge geht schwerer auf, nachdem es mit Wasser in kontakt gekommen ist (Aufquellen), keine Einhandbedienung, schlechter Stahl, schnell stumpf und wenig schnitthaltig, sowie eine umständliche Verriegelung.
Jedes 440C Billiglinerlock ist da besser.
Na ja, jedem das Seine.

p.s.kleine Empfehlung Fällkniven tk3

derMac
30.06.2006, 13:26
Das Opinel hat schon so seine Nachteile, lässt ich aber extrem scharf machen und der Stahl ist für die Art des Messers IMHO genau richtig. Ich halte 10-€-Billiglinerlocks jedenfalls nicht für besser. Das Fällkniven passt hier überhaupt nicht her. :wink:

Mac

jackknife
30.06.2006, 13:34
Mac, um Dir mal einen Zahn ziehen zu wollen, man kann jeden Stahl extrem scharf machen. Das es so leicht geht, zeigt nur wie weich und minderwertig der Opinelstahl eigentlich ist. Der hat bestimmt nur 54 Rockwell. Verliert deshalb auch nach drei Schnitten seine Schärfe.

swift
30.06.2006, 13:36
Vielleicht noch ein Tipp: Das allseits beliebte Benchmade Pika. Ich bekomm es auch mit einer Hand wieder geschlossen, wie auch geöffnet. Hat leichte Zytelgriffe, brauchbaren Stahl (440C oder N690(?)), ist auch sonst gut verarbeitet und ist echt den Preis wert (~40€). Das einzige was mich daran stört, ist die Befestigung des Clips mittels drei kleiner Torx-Schrauben (hab keinen Schraubenzieher dafür, lässt sich aber bestimmt irgendwo auftreiben)
Na gut es hat halt keinen billigen Holzgriff. :bg:

derMac
30.06.2006, 13:40
Mac, um Dir mal einen Zahn ziehen zu wollen, man kann jeden Stahl extrem scharf machen.
Den Zahn ziehst du mir nicht. :wink: Die Schärfbarkeit hängt stark von der Gefügestruktur des Stahls ab und die ist bei verschiedenen Stählen deutlich unterschiedlich. Und einen Kohlenstoffstahl bei der Dicke der Opinel-Klinge stärker zu härten hätte möglicherweise eine deutliche Steigerung der Bruchfreudigkeit zuf Folge.

Mac

jackknife
30.06.2006, 13:49
Die Härte hat nichts mit der Endschärfe zu tun, sondern eher mit der Mühe, die man investieren muß, um es scharf zu bekommen.
Ich nehm einfach meinen Bandschleifer. Mit dem habe ich bis jetzt jedes Messer auf Rasierschärfe bekommen.

Loon
30.06.2006, 18:06
Es rostet, die Klinge geht schwerer auf, nachdem es mit Wasser in kontakt gekommen ist (Aufquellen), keine Einhandbedienung, schlechter Stahl, schnell stumpf und wenig schnitthaltig, sowie eine umständliche Verriegelung.
Jedes 440C Billiglinerlock ist da besser.
Na ja, jedem das Seine.
Meins rostet nicht, ist so gut geölt dass es sich mit einer Hand öffnen und schließen lässt und ist durch das Öl deutlich "wasserunempfindlicher". Auch die Veriegelung geht bei mir wie Butter und ich bekomm es trotz des rostfreien Stahls herrvoragend schleifen.

Hab neben dem Opinel noch einige andere "hochwertigere" Folder die aber meistens daheim bleiben, da sie 1. oft viel zu schwer sind (Buck), 2. zu teuer sind (wenn man das Opinel mal verliert ist's nicht so schlimm...) und 3. bis auf die wasserfesteren Griffschalen eigentlich keine weiteren Vorteile bieten.

Gruß Loon

ice
02.07.2006, 02:19
Doch, es wäre schön, wenn du jetzt auf bestimmte Marken und Modelle verweisen würdest. :wink: Randbedingung: der Preis.

Mac

tu ich aber trotzdem nicht. Da ich nicht jedes Modell das so angeboten wird in der Hand gehabt hab und ausprobiert hab.
Ich gehöhr auch nicht zu den Menschen die ein Messer per Internetbild beurteilen können und schon gar nicht wollen.
Des Weiteren kann ich über "Taschenmesser" nix sagen, da sie mich nicht interessieren. Wenn schon faltbar, dann Einhandmesser.
Ich persönlich kaufe Messer nur wenn ich sie in der Hand gehabt habe (sprich im Laden). Meine persönlichen Auswahlkriterien bei einem Einhandmesser (außer dem Preis) sind:

1. Unter 440c Stahl geht nix, und stehen tu ich auf die nordischen Stähle, weil die einfach am schärfsten sind und am leichtesten nachzuschleifen sind. (gibt es leider nicht viele Einhandmesser)

2. Wenn bei einem Messer steht "rostfreier Spezialstahl" leg ich es wieder
weg.

3. Test im Laden ob ich mir mit dem Messer die Unterarmhaare rasieren kann, wenn nicht kann da welch auch immer Stahl draufstehen - weg damit.

4. Klingenform und Stabilität. Die Klinge sollte stabil sein, aber ich will bei einem Einhandmesser auch keine Autotüren aufhebeln. Von der Spitze her bevorzuge ich etwas sehr spitzes (also z.B. keine Tantoform), da ein Einhandmesser für mich eher ein filigranes Werkzeug ist.
Für alles andere hab ich persönlich eh noch ein weiteres Messer dabei. Auch mag ich die neumodischen "taktikal" Kampfmesser oder Dolchformen nicht, da sie für den normalen Gebrauch (Brot, Wurst abschneiden, Löcher bohren, u.s.w.) nicht geeignet sind. Falls ich jemals wirklich in der Situation sein sollte mein Einhandmesser als Notwehrwaffe einzusetzen, wird es dem Angreifer egal sein ob ihn eine "Taktikal" oder sonstwie geformte Klinge trifft.

5. Griffform. Die einen haben große Hände und wollen was in der Hand haben, die anderen wollen was schmales. Ich pers. mags möglichst klein und schmal, da es beim Tragen am wenigsten aufträgt.

6. Griffmaterial. Holz ist schön, warm in der Hand, sieht gut aus, empfindlich gegen Nässe und Stöße. Metall ist unverwüstlich, liegt nicht so gut in der Hand, bei Kälte und Nässe ziemlich unangenehm, Gummi und Konsorten liegen klasse in der Hand auch bei Nässe und Kälte, sind aber sehr empfindlich und gehen mit der Zeit enfach kaputt.

7. Klingensperre (Das Ding das die Klinge bei einem Einhandmesser im aufgeklappten Zustand daran hindert bei Gebrauch die eigenen Finger abzuschneiden. Diese sollte natürlich halten. Auch einen Stoß auf etwas hartes. Gleichzeitig sollte sie sich leicht und einfach lösen lassen.

8. Zerlegbarkeit. Das Messer sollte sich mit Handelsüblichem Werkzeug (Schrauben bitte sichtbar, ohne daß man die aufgeklebten Plastikschalen ablösen muß) zerlegen lassen, falls es ein Idiot nach dem Butterbrotschmieren (einschließlich Gelenk) in den Sand fallen läßt.

9. Handling. Wie läßt es sich öffnen und schließen (Ich pers. achte darauf daß es sich mit einem Ruck öffnen läßt). Klingenwinkel zum Griff. Wie liegt es in der Hand u.s.w.

10. Gefällt es mir oder ist es rot pink tarnfarben. Viele kaufen sich schließlich und endlich leider doch das Messer das ihnen rein vom Aussehen her besser gefällt.

So Mac wenn du jetzt mit diesen Voraussetzungen in einen Laden deines Vertrauens gehst und all die schönen Messerchen die sie so dahaben durchprobierst, wirst du bestimmt was besseres als die ollen Opinellschrullen finden.

Christine M
02.07.2006, 09:47
Ich bin zwar nicht angesprochen, aber das Argument war IMHO der Preis. Für unter oder um die zehn Euro etwas qualitativ vergleichbares zu finden, dürfte schwer sein. :wink:

Außerdem finde ich, die Messer "haben etwas"; aber das ist natürlich reine Geschmacksfrage.

Natürlich ist es schöner, wenn man die Sachen direkt im Laden betrachten, anfassen und testen kann. Aber nicht jeder hat einen Laden mit einer solchen Auswahl in der Nähe. Selbst hier in Frankfurt hieße das, sich auf die recht begrenzte Auswahl der wenigen Messerläden, die es hier gibt, zu beschränken.

Christine

derMac
02.07.2006, 11:34
[Unter 440c Stahl geht nix, und stehen tu ich auf die nordischen Stähle, weil die einfach am schärfsten sind und am leichtesten nachzuschleifen sind. (gibt es leider nicht viele Einhandmesser)
Was ist "unter 440c" und was sind "nordische Stähle"?


Test im Laden ob ich mir mit dem Messer die Unterarmhaare rasieren kann, wenn nicht kann da welch auch immer Stahl draufstehen - weg damit.
Dann dürfte ich mir fast kein Messer kaufen. :wink:


Griffmaterial. Holz ist schön, warm in der Hand, sieht gut aus, empfindlich gegen Nässe und Stöße. Metall ist unverwüstlich, liegt nicht so gut in der Hand, bei Kälte und Nässe ziemlich unangenehm, Gummi und Konsorten liegen klasse in der Hand auch bei Nässe und Kälte, sind aber sehr empfindlich und gehen mit der Zeit enfach kaputt.
Die Griffe der Meisten meiner Messer sind weder aus Holz noch aus Metall noch aus Gummi. :wink:


Gefällt es mir oder ist es rot pink tarnfarben. Viele kaufen sich schließlich und endlich leider doch das Messer das ihnen rein vom Aussehen her besser gefällt.
Hab mir neulich ein Messer mit rotem bis pinkem Griff gekauft. :bg:


So Mac wenn du jetzt mit diesen Voraussetzungen in einen Laden deines Vertrauens gehst und all die schönen Messerchen die sie so dahaben durchprobierst, wirst du bestimmt was besseres als die ollen Opinellschrullen finden.
Hier gibts keinen brauchbaren Laden, in den ich "gehen" könnte. Es gibt bestimmt auch bessere Messer als das Opinel (ich hab übrigens keins :wink: ), aber kaum für den Preis.

Mac

jackknife
03.07.2006, 08:38
Nochmals, jedes Messer kann man sehr einfach auf Rasierschärfe trimmen.
Generell gibt es tausend verschiedene Stähle, die von Schweden benutzt werden. Daher kann man allgemein nicht aussagen, schwedische Messer wären immer sehr leicht zu schärfen und gut.
Hängt imho immer vom Schmied ab. Schwedische Schmiede sind meist keine Klingenschmiede. Daher können sie zwar alle Messer herstellen, die wenigsten aber gut. Ein guter Schmied holt aus einem Stahl durch gute Härtearbeit und richtiges Anlassen das Maximum heraus. Soll heißen, ist der Stahl weich und er läßt sich schnell wieder nachschärfen, sowie nach zehn Schnitten wieder Stumpf ( rasier nicht mehr ), dann ist die Arbeit des Schmiedes nicht gut.
Auch ist die rohe Ausarbeitung in Steinzeitform keinesfalls ein Zeichen für Qualität, sondern für Faulheit und mangelndem Können.
Das wurde selbst im Mittelalter nicht so gemacht.
Wollte mir mal ein Messer von Roselli kaufen, hatte die Möglichkeit zwischen 10 Oma Zähnen zu wählen, alle klingen waren krumm, und das bei einem Messer mit nur 6cm Klingenlänge.

ice
04.07.2006, 00:17
@jacknife
Ich geb dir mal ein paar von meinen frühen Jugendsünden. Wenn du die scharf bekommst geb ich einen aus. Nee mal im Ernst, wie machst du das denn (hast irgendwas von Bandschleifer geschrieben.) Wär dir dankbar für eine kurze Beschreibung. Zu den Schwedenstählen magst du natürlich Recht haben, aber ich hab von Brusletto, Karesuando, Frosts, Martini verschiedene Messer und bin mit allen zufrieden. Alle sehr scharf und leicht nachzuschärfen. Was du über Schmiedekunst sagst glaub ich dir unbesehen, aber nicht jeder will oder kann sich eine gute handgeschmiedete Klinge leisten, noch dazu müßte man dann wissen ob sie gut ist oder nicht.

@ Mac
440c Stahl ist eine amerikanische Bezeichnung für eine Stahlsorte, deren es viele gibt. Unter Nordische Stähle versteh ich die Stähle aus denen nordische Messerhersteller (wie oben genannt) ihre Messer herstellen. Viele verwenden einen 3 Lagen Stahl. Der Kern ist sehr hart und dadurch scharf und schnitthaltig (ohne das Ganze jetzt näher zu erklären.
Ansonsten kann sich natürlich jeder kaufen oder bestellen was er oder sie will. Wem ein Opinell gefällt, dem gefällt halt ein Opinell :bg:

Voitsberg
04.07.2006, 19:04
@ Indi

Ja, es gibt sowas wie ein Opinel:
Das Ding nennt sich Robinson, hat einen Kunsstoffgriff mit der selben Verriegelung wie Opinel, hat 2 rostfreie Klingen (eine normal geschliffen und die zweite mit Wellenschliff), hat etwa die Größe von Opinel Nr. 9, gibt es in verschiedenen Farben - auch in Tarngriff und kostet €18.-.

Das alles weiß ich nur weil ein Kolege von mir diese Messer in seinem Geschäft führt.

KLICK: http://uhren.erwin.8ung.at/

Leider hat er kein Bild von diesem Messer, aber schreib ihm mal ne Mail.


G- Day

Voitsberg

Flieger
06.07.2006, 06:54
Hallo!
Vielleicht ist das Eka Swede 88 für Dich interessant. Ich habe das seit gestern und finde es zum einen sehr scharf und zum anderen liegt es gut in meiner Hand, und schön sieht es auch noch aus. Konnte es aber noch nicht richtig ausprobieren! Und das alles für 25 euronen.
Z.B hier:
www.messer-zentrum.de/p26119.html
Flieger

sjusovaren
11.07.2006, 23:55
Alternative zu einem Opinel??????

Es kann nur besser werden :ignore: :bg:

jackknife
12.07.2006, 01:32
Ne, jetzt mal ehrlich, was sind denn eure Gesichtspunkte für ein gutes Messer?
Nur der Preis kann es doch nun wirklich nicht sein.
Wir haben am Wochenende eine Sau samt Beckenknochen und Brustkorb geöffnet, sie abgeschwartet und zerwirkt. Das Ganze mit meinem Jordan Custom und zwar ohne nachschleifen und irgendwelche Ausbrüche an der Klinge. Das sind für mich Gesichtspunkte auf die ich zählen kann.
Es gibt einfach echte Anwendungen für Messer und Pseudoanwendungen.
Wenn man mir erzählt, das Messer wäre toll zum Brotschmieren und Wurstabschneiden, zählt das für mich nicht die Bohne. Das kann ich auch mit einem Plastikmesser vom Imbiss für 5 Cent.
Ein gutes Messer kostet einfach Geld. Man bekommt jenes aber selten für unter hundert Euro.

sjusovaren
12.07.2006, 12:47
Es gibt einfach echte Anwendungen für Messer und Pseudoanwendungen.
Wenn man mir erzählt, das Messer wäre toll zum Brotschmieren und Wurstabschneiden, zählt das für mich nicht die Bohne. Das kann ich auch mit einem Plastikmesser vom Imbiss für 5 Cent.

Sehe ich auch so..

http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=210013&highlight=#210013


Meine Vorstellung von einem sinnvollen Messer...

http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=208855&highlight=#208855

derMac
12.07.2006, 13:06
Die Hauptanwendung eines Messers ist schneiden (auch Wurst). Und das tut ein Opinel durchaus zufriedenstellend. Dass man damit außerdem noch sein Brot schmieren kann ist doch nix schlimmes. Ich versteh euer Problem nicht. Auf Grund seiner Größe und Klingendicke ist ein Opinel eher für feine Schneidarbeiten ausgelegt (und die großen Opinel machen IMHO nicht viel Sinn). Solche feinen Arbeiten gehen damit deutlich besser als mit dicken Klingen. Das Aufbrechen von Wildschweinen ist natürlich nicht unbedingt eine sinnvolle Anwendung für ein Opinel. Trotzdem ist es für mich aber eher ein "Messer" als irgendwelche modernen Teile mit extremer Klingenstärke und stumpfwinkeligem Anschliff.

Mac

sjusovaren
12.07.2006, 15:14
Die Hauptanwendung eines Messers ist schneiden (auch Wurst). Und das tut ein Opinel durchaus zufriedenstellend. Dass man damit außerdem noch sein Brot schmieren kann ist doch nix schlimmes. Ich versteh euer Problem nicht. Auf Grund seiner Größe und Klingendicke ist ein Opinel eher für feine Schneidarbeiten ausgelegt (und die großen Opinel machen IMHO nicht viel Sinn). Solche feinen Arbeiten gehen damit deutlich besser als mit dicken Klingen. Das Aufbrechen von Wildschweinen ist natürlich nicht unbedingt eine sinnvolle Anwendung für ein Opinel. Trotzdem ist es für mich aber eher ein "Messer" als irgendwelche modernen Teile mit extremer Klingenstärke und stumpfwinkeligem Anschliff.


In vielen Punken stimme ich dir völlig zu! Wenn ich mich da mal selbst zitieren darf......


.....Generell benutzt man ein Messer zum Schneiden, nich Hauen, Sägen, Hebeln...! Wenn du weißt, daß du öfters Brennholz machen mußt, nimm ein Beil mit (ich empfehle da ein kleines von Fiskars), oder fast noch besser, weil leichter, kraftsparender, und weniger gefährlich für Ungeübte, eine Klappsäge........ Die Klinge sollte nicht zu lang sein. 9-12 cm reicht!! Das Motto viel hilft viel gilt hier nicht. Und ohne irgendwelche Sägezahnung, wie sie (selbsternannte) Survivalmesser gerne aufweisen.........Dicke Klingen (über 4mm) wie die des Fällkniven A1 sind natürlich sehr widerstandsfähig, aber das ist dann weniger ein Messer als ein "Werkzeug"......


Trotzdem sind die Opinels keine sinnvolle Investition! Auch für wenige Euro kriegt man mehr Funktion. Beispielsweise das Fiskars Universalmesser, oder das Frosts Mora 780.
Das Konstruktionsprinzip dieses Klappmessers ist minderwertig, was sich spätestens bei Näße deutlich zeigt :ill: .
Das ganze Design, mit diesem runden Griffstück und der Arretierung, ist zudem unergonomisch.
Selbst wenn man davon absieht, daß ein Klappmesser ja immer nur ein Kompromiß ist. Dann lieber ein einfaches Einhandmesser von Böker oder Herbertz. Die gibts auch für unter 20 Euro.
Opinels sind IMO schlicht ein nicht totzukriegender "Kult", mehr nicht.

Gut, jeder hat seinen Tick. Ich nehme immer meinen Kåsa mit... aber das ist ja auch gaaaaanz was anderes :kaffee: :wink:


Gruß,

chinook
12.07.2006, 15:33
Trotzdem sind die Opinels keine sinnvolle Investition!
Der klassische Opinel Stahl ist genauso wie das verwendete Holz nur von minderwertiger Qualität, was sich spätestens bei Näße deutlich zeigt :ill: . Das ganze Design ist zudem unergonomisch. Selbst wenn man davon absieht, daß ein Klappmesser ja immer nur ein Kompromiß ist. Dann lieber ein einfaches Einhandmesser von Böker oder Herbertz. Die gibts auch für unter 20 Euro.
Opinels sind schlicht ein nicht totzukriegender "Kult", mehr nicht.



Du weisst einfach nicht, wovon Du schreibst:

- Der Stahl ist ein hervorragender Kohlenstoffstahl, superscharf zu bekommen. Das er rostet liegt in der Natur der Sache und ist eine Frage der Handhabung. Die Klinge ist leicht schärfbar und hat gute Standzeiten.

- Das Holz erfüllt seinen Zweck (wir reden hier von einem Gebrauchsmesser, das bei Bedarf leicht und preiswert wieder ersetzt werden kann. Diesen Zweck erfüllt es gut.

- Ob der Griff "ergonomisch" ist mag ich nicht zu beurteilen. Mir liegt er hervorragend in der Hand, ich schneide mit keinem anderen meiner Messer so gerne wie mit dem Opinel.

- Die Schneidengeometrie ist für alles, was _nicht_ Hauen, Hacken oder Wildschweinaufbrechen ist hervorragend und schlägt 95% aller sogenannten "Einhandmesser". Die Anwendung "Wurst Schneiden" kann wohl kein solches besser.

- Das Opinel ist eher das Messer des französischen Bauern, der damit die Strohballenbänder schneidet und alles was so anfällt. Da kann ich keinen Kult erkennen, es erfüllt diese Aufgabe hervorragend: billig, feststellbar, scharf, gute Schneidegeometrie und in den Augen vieler Zeitgenossen hochergonomisch. Gut, nass sollte man weder den Griff noch die Klinge liegenlassen, aber der normale Ort für das Messer ist ja die Hosen- oder Jackentasche. Und bevor es dahin wandert trocknet man es bei Bedarf eben ab.


-chinoook

Markus K.
12.07.2006, 16:16
Warum sollte ich mit einem Opinel kein Wild aufbrechen können oder sollen?
Jedenfalls meinen rechten Daumen hat es schön aufgeschnitten. Quasi in 2 Hälften.
Btw. ein geschliffenes Opinel stellt jedes Teppichmesser in den Schatten.

Allerdings sind die Spitzen des 7er und 8er nicht für Grobmotoriker geeignet. Sie brechen schnell ab.

Gruss Markus K.

derMac
12.07.2006, 16:20
Warum sollte ich mit einem Opinel kein Wild aufbrechen können oder sollen?

...

Allerdings sind die Spitzen des 7er und 8er nicht für Grobmotoriker geeignet. Sie brechen schnell ab.
:wink:

Mac

swift
12.07.2006, 16:34
Dann lieber ein einfaches Einhandmesser von Böker oder Herbertz. Die gibts auch für unter 20 Euro.
Opinels sind schlicht ein nicht totzukriegender "Kult", mehr nicht.



Eins möcht ich da noch hinzufügen: Besser als ein Herbertz sind Opinel Messer allemal! :lol:
Ich selbst würde mir jedoch lieber noch eins von Victorinox kaufen, als ein Opinel, weil da das PreisLeistungsVerhältnis noch besser ist. Man denke auch an die lebenslange Garantie bei Victorinox. (Aber ich würd mir auch einfach so mal wieder ein Victorinox kaufen :wink: )

Loon
12.07.2006, 17:14
Trotzdem sind die Opinels keine sinnvolle Investition!
Der klassische Opinel Stahl ist genauso wie das verwendete Holz nur von minderwertiger Qualität, was sich spätestens bei Näße deutlich zeigt :ill: . Das ganze Design ist zudem unergonomisch. Selbst wenn man davon absieht, daß ein Klappmesser ja immer nur ein Kompromiß ist. Dann lieber ein einfaches Einhandmesser von Böker oder Herbertz. Die gibts auch für unter 20 Euro.
Opinels sind schlicht ein nicht totzukriegender "Kult", mehr nicht.



Du weisst einfach nicht, wovon Du schreibst:

- Der Stahl ist ein hervorragender Kohlenstoffstahl, superscharf zu bekommen. Das er rostet liegt in der Natur der Sache und ist eine Frage der Handhabung. Die Klinge ist leicht schärfbar und hat gute Standzeiten.

- Das Holz erfüllt seinen Zweck (wir reden hier von einem Gebrauchsmesser, das bei Bedarf leicht und preiswert wieder ersetzt werden kann. Diesen Zweck erfüllt es gut.

- Ob der Griff "ergonomisch" ist mag ich nicht zu beurteilen. Mir liegt er hervorragend in der Hand, ich schneide mit keinem anderen meiner Messer so gerne wie mit dem Opinel.

- Die Schneidengeometrie ist für alles, was _nicht_ Hauen, Hacken oder Wildschweinaufbrechen ist hervorragend und schlägt 95% aller sogenannten "Einhandmesser". Die Anwendung "Wurst Schneiden" kann wohl kein solches besser.

- Das Opinel ist eher das Messer des französischen Bauern, der damit die Strohballenbänder schneidet und alles was so anfällt. Da kann ich keinen Kult erkennen, es erfüllt diese Aufgabe hervorragend: billig, feststellbar, scharf, gute Schneidegeometrie und in den Augen vieler Zeitgenossen hochergonomisch. Gut, nass sollte man weder den Griff noch die Klinge liegenlassen, aber der normale Ort für das Messer ist ja die Hosen- oder Jackentasche. Und bevor es dahin wandert trocknet man es bei Bedarf eben ab.


-chinoook
Full Ack. Mit Nussgriffschalen sogar ästhetisch ein schöner Anblick...

sjusovaren
12.07.2006, 17:31
Du weisst einfach nicht, wovon Du schreibst:

Ich spreche (leider) aus eigener Erfahrung! :grrr:




- Der Stahl ist ein hervorragender Kohlenstoffstahl, superscharf zu bekommen.
Darum geht es ja gar nicht. Natürlich KANN man dieses Kohlenstoffstahl gut schärfen. Man MUSS es aber auch. Sowas macht in der Küche Sinn, oder von mir aus aufm französischen Bauernhof, aber nicht auf Reisen.
Ich versteh ja, warum unsere Väter die verwendet haben, aber es gibt einfach inzwischen bessere Alternativen. Insofern ist es "Kult" am Opinel festzuhalten.




-Gut, nass sollte man weder den Griff noch die Klinge liegenlassen, aber der normale Ort für das Messer ist ja die Hosen- oder Jackentasche. Und bevor es dahin wandert trocknet man es bei Bedarf eben ab.

Wie willst du denn ein Klappmesser richtig trocken bekommen? es sei denn du zerlegst es jedesmal?? Rost entsteht ja gerade an den versteckten Stellen.
Außerdem geht es ja nicht nur um den Stahl, sondern auch das Holz. Das wird bei Nässe nämlich nicht nur glitschig, sondern es verzieht sich.
Dadurch wird das ganze Messer sehr sehr schwergängig.
Unheimlich funktionale Konstruktion... :ill:


Im übrigen bleibe ich dabei. Ein kleines feststehendes Messer bietet mehr.



Ps @alle, und wenn sich die Opinel-Fans hier noch so oft gegenseitig auf die Schulter klopfen. :ignore:

derMac
12.07.2006, 17:54
Ps @alle, und wenn sich die Opinel-Fans hier noch so oft gegenseitig auf die Schulter klopfen.
Wer klopft denn? Ich hab doch gar kein Opinel. :wink:

Ach so, es ist schwer bei einem Stahl ein "besser" zu definieren, max, ein "anders".

Mac

chinook
12.07.2006, 18:22
Ach so, es ist schwer bei einem Stahl ein "besser" zu definieren, max, ein "anders".




Ganz und gar nicht. Wenn man die Aufgabe benennt kann man sehr einfach eine Reihenfolge in der Brauchbarkeit der Stähle erstellen. Schwer wird es nur, wenn man einen "Allrounder" für völlig unterschiedliche Aufgabenbereiche finden will. Und für die Aufgabe "Schneiden" ist der Carbidstahl des Opinel sehr gut geeignet. Allerdings reichen auch nicht Stahl und Aufgabe, es müssen noch Klingengeometrie und das Anwenderverhalten berücksichtigt werden. Für die Klingengeometrie und die Aufgabe "Schneiden" ist der Stahl eine exzellente Wahl. Wenn man ihn primär für Zugschnitte benutzt sogar schwer zu toppen.


-chinoook

derMac
12.07.2006, 18:33
Was heißt "völlig verschiedene Anwendungsbereiche"? Die klassischen Wünsche für einen Anwendungsbereich (schneiden) wären scharf, schnitthaltig und rostfrei und (ein wenig) bruchsicher. Das Opinel ist bei der Schnitthaltigkeit nur gutes Mittelmaß und nicht rostfrei. Aber für den Preis trotzdem gut. :wink: Ausführlicher sieht man das in nem Pdf, das mark23 mal verlinkt hat, finds aber gerade nicht.

Mac, der alles im Leben für einen Kompromiss hält

Ewald
12.07.2006, 19:00
"Blah, Blah, Blah " (Iggy POP)

In meinem OR Kitchen Kit befindet sich selbstverständlich ein OPINEL.
Und zwar das KID KNIFE. Das reicht zum Brote schmieren und ist immer da, wenn ich es brauche!

eWALD

Loon
12.07.2006, 19:28
Außerdem ging es in dem Thread um Alternativen. Dass die 1000€ Custom Messer viel besser sind bezweifelt ja auch niemand. Aber für die Preisklasse des Opinels gibt es eigentlich nicht vergleichbares. Da der Herbertz-Scheiß für um die 20€ eigentlich vergessen werden kann.

Wie ich oben schon mal geschrieben habe ist meins so gut geölt, das ich keine Probleme habe es mit nur einer Hand zu öffen und schließen. auch hat sich die Wasseranfälligkeit deutlich verbessert. Verziehen tut sich das Holz nicht, es quillt höchsten ein wenig auf, was jedoch nach dem trocknen wieder verschwunden ist.
Das verwendete Holz in der Standartausführung ist optisch wirklich nicht das schönste, seinen Zweck erfüllt es aber trotzdem. In der nur wenig teureren "Edelholz"-Ausführung sieht es IMO sehr schön aus. Das ist wirkliches Gebrauchsdesign. So ein Messer hat Geschichte und ist mit der Zeit entstanden und wurde nicht auf dem Reißbrett entwickelt.

Eine wirklich gute Alternative, also auch zum gleichen Preis, wurde bisher noch nicht gefunden. Deshalb bringt es imo nichts immer nur die Vorteile der extrem teuren Messer zu preisen, wenn man sie überhaupt nicht braucht. Wozu sollte ich ein Schwein auseinandernehmen wollen? Wenn dann würde ich schon ein geeignetes Messer verwenden. Aber niemand hat behauptet ein Opinel wäre ein Jagdmesser...

Gruß Loon

Indi
12.07.2006, 20:09
Hallöle

Hier gehts ja ab ;-)

Mich stört überhaupt nix am Opinel. Bis auf den Griff - dass er aus Holz. Ich werd mir warscheinlich tatsächlich einen anderen Griff fräsen. (Alu)

Sers, Indi

sjusovaren
12.07.2006, 20:49
Schön, daß ihr mich bestätigt :bg:


Stichwort Stahl....

derMac hat folgendes geschrieben:
Das Opinel ist bei der Schnitthaltigkeit nur gutes Mittelmaß und nicht rostfrei.

Stichwort Holz.....

Loon hat folgendes geschrieben:
auch hat sich die Wasseranfälligkeit deutlich verbessert. Verziehen tut sich das Holz nicht, es quillt höchsten ein wenig auf, was jedoch nach dem trocknen wieder verschwunden ist.

Stichwort "Kult"....

Loon hat folgendes geschrieben:
So ein Messer hat Geschichte und ist mit der Zeit entstanden und wurde nicht auf dem Reißbrett entwickelt.



Das ganze erinnert mich an die Philosophie des 2CV. Möglichst simpel bauen, damit ihn sich jeder Bauer leisten, und selbst reparieren kann.
Konstruktionsbedingte Macken und schleichender Verfall nennen sich dann liebenswert ""Charakter"".

derMac
12.07.2006, 20:58
Schön, daß ihr mich bestätigt :bg: :bg: :bg:
Schlecht, dass du uns immer noch nicht verstanden hast. :wink:
Aber ich gebs jetzt auf.

Mac

sjusovaren
12.07.2006, 21:16
Aber ich gebs jetzt auf.
Mac

Einverstanden. Genug davon.

Ps, sorry..., aber das Teil frustet mich!

Fiedler
27.12.2012, 19:11
Hallo,

jaja, ich weiß der Thread ist uralt aber wirklich eine alternative zum Opinell gabs noch nicht oder?
Ohne wirklich AHnung von Messern zu haben ahbe ich auch nach einer alternative geschaut. Was ist de mit dem Hier?EdenQuality Typ106 (http://www.edenwebshops.de/de/pt/-eden-quality-taschenmesser-modell-106.htm?utm_source=google-shopping&utm_medium=organic&utm_campaign=DE)

-preislich mit 15 € noch eine alternative zum Opnell
-Angenehme Größe 7 cm Klinge
-kein Aufquillendes Holz
-ebenfals feststellbar.

Kennt das jemand? Was sit von dem Klingenstahl zu halten?
Gibts inzwischen andere alternativen?

Schöne Grüße