PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rucksack für 14 Tage - wieviel Volumen braucht man



Snoops
18.06.2006, 08:51
Hallo,

als Newbie beim Rucksackkauf steh ich vor der Frage, wieviel Volumen ich brauche für eine 14tägige Tour. Ich benötige eigentlich nur Kleidung und was man sonst so braucht, also kein Zelt, keine Isomatte, kein Kochzeug. Wanderung im Sommer in Deutschland oder CH, d.h.: ich brauche nicht viel warme Kleidung. Wäschewaschen sollte nicht das Problem sein.

Leider lieferte die Suchfunktion keinen vergleichbaren Thread, daher danke für eure Hilfe.

trekkingjoe
18.06.2006, 10:02
Hi, also das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich. Wenn ich mal davon ausgehe das du so mit 3-5 Unterhosen, Paar Socken, Shirts, dazu ne Funktions-Jacke, ein schönes Fleece, eine Regenhose und noch ne Wechselhose, bissl Krimskrams, Tevas zum wechseln, Fotoausrüstung,... (du siehst schon wie unterschiedlich das sein kann) losgehst, würde ich nen 45L Rucksack nehmen. Da hast du noch ein bissl Reserve denk ich.
Es spricht aber auch nichts dagegen wenn du einen großen Rucksack hast/brauchst diesen zu nehmen und klein zu schnüren!
Wenn du noch einen Kauftipp brauchst: Die "mittelgroßen" Ospreys und Macpacs finde ich persönlich sehr attraktiv!

Loon
18.06.2006, 11:23
Musst du Essen mit dir herumtragen? Wenn nein, dann müsste dir auch ein 35l Rucksack reichen. Aber wie trekkingjoe schon geschrieben hat machst du mit 45 l gar keinen Fehler...
Gruß Loon

Snoops
18.06.2006, 13:57
Musst du Essen mit dir herumtragen?

Nein

frank.draeger
18.06.2006, 14:45
...10 Leute befragen und wirst auf 12 Antworten kommen. Das Rucksackvolumen ist total abhängig davon wie viel Du gedenkst mit zu nehmen und welches Volumen die Sachen haben. Dann kommt als nächster Faktur dazu, ob Du eher dazu neigst auch Dinge außen am Rucksack zu befestigen oder lieber zu der Fraktion "ich mag nichts rumbaumeln haben" gehörst.

Als letzter Faktor ist für mich persönlich immer noch auch noch wichtig, ob ich in Zukunft weitere solche Touren plane, oder auch Touren bei denen ich etwas mehr dabei habe. Oder anders ausgedrückt, das Teil sollte Zukunftssicher sein.

Ich persönlich würde mir dafür einen 50/60 ltr Rucksack nehmen, da ist dann auch genug Platz für Souveniers und es ist leichter einen Rucksack mit den weit verbreiteten seitlichen Spanngurten zu verkleinern, als ihn zu vergrößern.

Lieber ein Universalteil als jedes Jahr viel Knete ausgeben und nach 5 Jahren 5 Rucksäcke für einen Haufen von Euros rumliegen zu haben. Die Leichtgewichtsfetischisten haben natürlich recht wenn sie anmerken, dass ein kleiner Rucksack auch leichter ist, aber für mich sind die Kosten wichtiger.

hosentreger
18.06.2006, 17:26
Für meine erste 14-tages-Wanderung hatte ich einen 55-Liter-Rucksack und (natürlich :bash: ) vielzuviel Zeug mitgenommen (weil ich ja Platz hatte ...).
Jetzt steht die nächste 2-Wochen-Tour an (Teilstück Karwendel-Marmolada auf dem München-Venedig-Weg) - und da nehme ich "nur" den 40-Liter-Rucksack. Da komme ich erst garnicht in Versuchung, 200 Müsli-Riegel und 5 Romane mitzunehmen :wink: :wink: :wink:
hosentreger

Rajiv
19.06.2006, 12:13
Hallo Snoops,

mit ziemlicher Sicherheit gibt es keine perfekte Antwort auf deine Frage.
Denn jeder hat so seine persönlichen Vorlieben bzw. Abneigungen, man könnte dazu auch "Macken" sagen.
Rein vom Volumen her gesehen dürfte dir ein Rucksack mit 35 Litern bis 45 Litern reichen(ich persönlich würde zu den 35 Litern tendieren, da ich in den Jahren ab 1999 im Hochgebirge Tagestouren mit einem 35 Liter-Rucksack unternommen habe und da auch noch eine recht umfangreiche{und recht schwere} Foto-Ausrüstung dabei hatte, Volumen von 35 Litern war ausreichend).
Allerdings sind meine Erfahrungen, daß die Rucksäcke unter 40 Litern ein spürbar schlechteres Tragesystem haben. Meine Erfahrung ist, daß man zwar mit 35 Litern Volumen beim Rucksack hinkommt, aber daß diese Rucksäcke dann mit dem Gewicht überfordert sind, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, dann schleppe ich schon etliche kg mit(angefangen bei 2 bis 3 Litern Wasser bis hin zur Fotoausrüstung mit mind. 2kg; das übrige Zeug von GTX-Jacke über die "Fresserei" und über Erste-Hilfe-Set bis hin zur "Technik"{Höhenmesser, Kompaß, Telefon} läppert sich auch so zusammen; unter 10kg Gepäck sind somit selten, eher mehr, da ja evtl. noch Seil + Klettergurt + Steigeisen + Eispickel mitgeschleppt werden müssen). Die Tragesysteme werden je nach Hersteller ab den Größen von 40-45 Litern(Ausnahmen bestätigen die Regel) recht leistungsfähig. Deswegen macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn, wenn man sich einen größeren Rucksack zulegt, der ein sehr brauchbares und leistungsfähiges Tragesystem hat. Allerdings sollte dieser größere Rucksack(z. Bsp.: 65 Liter groß, damit braucht man dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keinen größeren Rucksack mehr für andere Touren, wo dann Zelt & Schlafsack dabei ist) die Möglichkeit haben, daß man ihn etwas "kleiner machen" kann; da gibt es verschiedene Möglichkeiten, bspw. Außentaschen die man leer zusammenfalten kann und hinter einem Reißverschluß versteckt etc.
Nicht jeder 65 Liter-Rucksack läßt sich als 40 Liter-Rucksack ordentlich benutzen, da muß man sich etliche Modelle ansehen und dann mal nur halbvoll packen und dann einfach mal ausprobieren, wenn dann das Gepäck nicht wild durcheinanderfällt und man nicht das Gefühl hat, daß sich permanent der Schwerpunkt im Rucksack verlagert, dann wäre diese Hürde bewältigt.
Es hängt aber von den persönlichen "Macken" ab. Der eine will eben einen Rucksack für fast alle Touren, der andere hat kein Problem(sowohl finanziell als auch räumlich) damit, wenn bei ihm 4 verschiedene Rucksäcke herumliegen.
Egal für welche Größe man sich entscheidet, eines bleibt aber immer eines der Hauptargumente für bzw. gegen den Kauf eines bestimmten Rucksacks: Passen muß das gute Stück, ansonsten wird man immer an den Punkt gelangen, wo man den Rucksack als "Mistding" bezeichnet.
Den Gewichtsunterschied zwischen einem brauchbaren 40 Liter-Rucksack und einem 65 Liter-Rucksack würde ich persönlich nicht als oberstes Argument in einer Kontroverse 40 Liter contra 65 Liter ansehen. Kommt aber immer darauf an, wie schwer die einzelnen Rucksäcke sind.

Rajiv, seit über einem Jahr eigentlich immer mit einem 65 Liter-Rucksack unterwegs, der aber nur selten vollgepackt ist, dafür ein sehr ordentliches Tragesystem hat

schnuffiwuffi
31.07.2006, 14:30
Ich möchte mich gleich mal diesem Thread anschließen, da ich im Grunde die gleiche Frage (leicht abgewandelt) habe. Hoffentlich ist das ok 8)

Auch ich möchte eine 14-Tage-Tour starten allerdings miz Zelt, Schlafsacke, Isomatte, Kocher, Essen und Kleidung. Ich schätze mal mit 40 Litern komme ich da nicht aus.

Am Wochenende stand ein kurzer Globetrotterbesuch auf dem Programm und die haben ihre Rucksäcke ja netterweise mit 15-17kg gefüllt. So konnte ich mal einen ersten Eindruck meines Vorhabens gewinnen :roll: So rein von der Tragegröße würde mir ein 50-60 Liter-Rucksack reichen. Die Frage ist nur: reicht der auch fürs Gepäck? Was meint ihr?

Nach einem groben durchprobieren der Säcke gefiel mir übrigens der Jack Wolfskin Agadir Women ganz gut. Nur hat der oben auf dem Deckel keine festen Gurtbefestigungsdinger, die sind nur aus "Stoff". Das war das einzige sofort feststellbare Manko. Vielleicht gibt es ja noch ein ähnliches Modell?

Schnuffiwuffi

chrysostomos
31.07.2006, 14:46
Salve Schnuffiwuffi

Vorletzte Woche war ich etwas in den Bergen und hatte in meinem 34 l Osprey (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=osp32601&GTID=9b5ac8d9906315518ecd78126df33856a34) mit Tarp, Schlafsack und Matte nur das Allernötigste (Packliste (http://propeller.blog.de/)) mit. Der Sack war proppevoll! Ich hätte allerdings auch locker eine weitere Woche weitergehen können. Falls Du bisher keine sehr leichte Ausrüstung angeschafft hast, Dich nicht auf das allernotwendigste Beschränken willst und zusätzlich mit einem Zelt unterwegs bist, solltest Du mindestens nach einem echten (!) 45 Liter Sack, wenn nicht grösser Ausschau halten! Praktisch solltest Du wie folgt vorgehen:

1. Packliste erstellen und ausdünnen.
2. Die grössten Stücke Deiner Ausrüstung in einen Sack und damit zum Outdoorer.
3. Passende (Rücken und Volumen!) Rucksäcke ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.

Ich konnte ohne Probleme (transa.ch) im Laden die fraglichen Säcke mit Schlafsack und Matte füllen. Lieber einen etwas zu grossen Sack, als einen zu kleinen kaufen. Sonst gibts Stress am Packabend...

Grüsse aus dem Süden


Marc

Rookie
31.07.2006, 14:52
Hi Schnuffiwuffi,


Auch ich möchte eine 14-Tage-Tour starten allerdings miz Zelt, Schlafsacke, Isomatte, Kocher, Essen und Kleidung. Ich schätze mal mit 40 Litern komme ich da nicht aus.

Ich denke auch, das 40 Liter da etwas knapp bemessen sind.


So rein von der Tragegröße würde mir ein 50-60 Liter-Rucksack reichen. Die Frage ist nur: reicht der auch fürs Gepäck? Was meint ihr?

Das ist schon eher die passende Größe, aber auch hier gilt mal wieder: Komm drauf an ;) Welches Packmaß hat das Zelt, die Isomatte? Wird es im Rucksack getragen oder außen angebunden? Wenn das Volumen von Kleidung, Ausrüstung usw. im Rahmen bleibt, würde ich Dir eher zu einem "richtigen" Rucksackhersteller raten. Den Osprey Ariel 55 würde ich dabei ins Auge fassen. Den gibt's zum Beispiel hier (http://www.outdoor-discount.com/oscommmerce/product_info.php?products_id=3580). Aber: Probieren geht über Studieren.

Gruß
Mark

schnuffiwuffi
31.07.2006, 17:52
Danke für eure Anmerkungen. Ich denke mal, dass der Weg an einer Vorabpackliste vorbeigehen wird. ISt ja auch für mich gut um zu sehen was ich noch brauche (eigentlich so ziemlich alles).

Die Isomatte hatte ich vor auf dem Deckel des Rucksacks festzugurten. Beim Zelt bin ich mir nicht ganz sicher wegen der Gewichtsverteilung im Rucksack. Aber ich hätte auch kein Problem damit es außen festzuschnallen.

Der Osprey sieht auf den ersten Blick nicht übel aus. Aber irgendwie fehlen mir da die kleinen Außentaschen für den Kleinkram. Naja ich mach erstmal die Liste und sehe, was ich überhaupt an Kleinkram zu verstauen hätte...

Gestern habe ich auf dem Bahnhof mal die Leute mit ihren großen Rucksäcken beobachtet. Die Schweden kamen mit Lundhags-Rucksäcken (http://shop.lundhags.se/645-16-64.html) an. Die sahen auch ganz nett aus. Allerdings müsste ich die erstmal irgendwo zum testen im Laden finden.

Hach ja - aller Anfang ist schwer :roll:

Christine M
31.07.2006, 22:28
at Chrysotomos: der von dir verlinkte Rucksack ist mit 26L angegeben. :o

Aber auch bei 35L würde ich sagen, daß man da schon sehr optimierte Ausrüstung braucht und vor allem Erfahrung, was man da lassen kann und was unverzichtbar ist. Danach hört sich Schnuffi nicht an. Ergo würde ich auch zu einem etwas größeren Rucksack raten. Eine Frage ist natürlich auch, wo es hingehen soll (warme Kleidung, dicker Schlafsack etc. = mehr Volumen), ob allein oder zu mehreren und was für Touren evtl. noch in Zukunft beabsichtigt sind.

Christine

schnuffiwuffi
01.08.2006, 10:13
Hallo Christine,

stimmt, so die Mehrtagestourenerfahrung habe ich noch nicht. Mit meinen Eltern war ich "früher" im Sommer in den Bergen und es waren mal ein paar 2-Rages-Touren mit Hüttenübernachtung dabei. So im groben weiß ich schon was man so braucht in der Wildnis aber ich denke mal richtig ausgereift ist man eh erst nach einer oder mehreren praktischen Touren. So nach dem Motto man lernt nie aus. Trotzdem versuche ich hier im Forum und anderswo so viel wie möglich an schlauen und nützlichen Dingen zu lesen um nicht ganz wie der erste Mensch auf dem Mond zu starten.

Die Tour soll übrigens nach Norwegen gehen, warme Kleidung wird da sicher im Gepäck sein. Geplant wird sie jetzt erstmal alleine, aber vielleicht findet sich ja auch noch wer zum mitgehen :D

chrysostomos
01.08.2006, 12:41
Hallo Schnuffiwuffi

Ob mein Rucksäckchen wirklich bloss 26 Liter (wie bei Globi angegeben) oder doch mehr hat, kann ich nicht sagen.

ABER: Für den Norden solltest Du auf keinen Fall einen zu kleinen Rucksack mitnehmen! Warme Kleider, zusätzliches Essen, Kocher und Brennstoff, ein/zwei Bücher usw. brauchen Platz! Falls Du nicht grad drei Wochen autark unterwegs bist, ist wohl kein 100-Liter-Monster notwendig. Aber 65 Liter sind möglicherweise schon knapp. Wie gesagt: zuerst Packliste erstellen - die grössten Teile (Schlafsack, Isomatte, Softshell, Regenjacke- & Hose, Küche) mit zum Händler und ausprobieren!

Grüsse aus dem Süden

Marc

schnuffiwuffi
01.08.2006, 14:20
die grössten Teile (Schlafsack, Isomatte, Softshell, Regenjacke- & Hose, Küche) mit zum Händler und ausprobieren!

Da sagst du was! Ich versuche gerade einen Durchblick zu finden zu dem, was ich an Bekleidung eigentlich brauche! Ich bin von einem Fleece (Pulli oder Jacke) und einer wasserdichten Überjacke ausgegangen aber nu gibts ja auch noch Softshells, Winddichte Fleecepullis undundund. Mir fehlt da voll der Durchblick. Geliebäugelt hab ich ja schon mit der Fjällräven G1000 bin mir aber nicht sicher ob die alleine auch bei Dauerregen sinnvoll ist...

Generell will ich aber schon eher einen größeren Rucksack nehmen, wer weiß wo ich die nächsten Jahre mal so bin. Einen kleineren sehr guten Rucksack für Tageswanderungen hab ich ja schon.

Rookie
01.08.2006, 14:34
Geliebäugelt hab ich ja schon mit der Fjällräven G1000 bin mir aber nicht sicher ob die alleine auch bei Dauerregen sinnvoll ist...

Nee, das G1000 Gewebe ist nur mit dem aufgetragenen Wachs wasserabweisend (jedenfalls nicht dauerhaft wasserdicht). Man muss aber deshalb nicht gleich eine teure 3-Lagen Jacke kaufen. Die Meinungen gegenüber dem ganzen Softshellkram gehen ja auch auseinander. Man kommt auch gut mit einer Fleecejacke + Regenjacke aus (sowas wie z.B. Marmot Preclip).

Auch bei der Rucksackgröße würde ich mich nicht übernehmen. Nachher kann man das Ding kaum schleppen und hat keinen Spaß mehr an der Tour. Für 14 Tage Skandinavien (im Herbst, Sommer oder Frühling) reichen bei einer Standardausstattung 65-70l (zumal man notfalls die meisten Rucksäcke durch Verstellen des Deckels auch noch um ein paar Liter erweitern kann).


Gruß
Mark

Thrawn
01.08.2006, 14:57
Geliebäugelt hab ich ja schon mit der Fjällräven G1000 bin mir aber nicht sicher ob die alleine auch bei Dauerregen sinnvoll ist...

Nee, das G1000 Gewebe ist nur mit dem aufgetragenen Wachs wasserabweisend (jedenfalls nicht dauerhaft wasserdicht).

Mehr als ein "Spritzwasserschutz" ist einfach nicht drinne. Ein halbe Stunde Nieselregen ist mit der Anfangsimprägnierung sicherlich möglich, nimmt aber kontinuierlich ab.
Da kommt es eben auf den eigenen Geschmack an, ob man lieber naß wird und schnell trocknet (meine Wahl), unter dem Plastik-Poncho schwitzt oder mit Gore Tex/ Event etc. vermeintlich gegen alle Übel gewappnet ist.

schnuffiwuffi
01.08.2006, 15:05
Schade, dann ist die Jacke wohl echt nur gut gegen die Mücken da oben so wie es in der Globibeschreibung steht. Und ich muss weiter suchen.


ob man lieber naß wird und schnell trocknet

Damit hätte ich auch kein Problem aber was macht man in 5 Tagen Dauerregen?

Thrawn
01.08.2006, 16:28
Damit hätte ich auch kein Problem aber was macht man in 5 Tagen Dauerregen?

Sollte es denn jemals soweit kommen: Damit leben. :bg:
G-1000 ist auch sicher für mehr als Mücken gut.

Stöber doch mal unter Ausrüstung/Kleidung&Schuhe in den vielen Threads zum Thema Funktions-Jacken.
Dort wirst du einige Anregungen finden, die Vor-/Nachteile diverser Bekleidungskonzepte, Erfahrungen u.v.m. und relativ bald wirst du wissen, was am ehesten deinen Anforderungen/Kriterien entspricht.

-wf-
02.08.2006, 17:03
Ich gehöre (leider) zu den Leuten, die sechs Rucksäcke in diversen Größen rumstehen haben. Eigentlich benutze ich nur den 30 Liter für Tageswanderungen mit Fotoausrüstungen und den 110 Liter (ohne Seitentaschen etwa 90 Liter) für Touren über mehrere Wochen und Wintercamping. 55+10, 65+10, 35 und 24 Liter stehen bei mir nur rum. Der mit 24 Litern taugt noch als Stadtrucksack.

Größen wie 45 oder 55 Liter sind für mich weder "Fisch noch Fleisch", für Tagestouren zu groß, für drei und mehr Wochen zu klein. Wenn ich beim Kauf mehr nachgedacht hätte, dann würden sie jetzt nicht bei mir liegen.

Überlege am besten, was du reinpacken willst. Nur Tarp oder ein richtiges Zelt? Pro Lite Matte oder eine aus Schaumgummi? Wie viel Essen mitnehmen? Kann man einkaufen? Kufa oder Daunenschlafsack?

Für Snoops ohne Zelt und sonstige sperrige Ausrüstung reichen bestimmt 30 Liter. Für Schnuffiwuffi mit einer 14 Tages Tour in Norwegen kommts noch drauf an, ob du allein gehst oder mit jemandem. Wenn ihr eurer Gepäck teilen könnt, kommt ihr vielleicht mit 55 oder 65 litern hin. Für einen allein und ohne Einkaufsmöglichkeiten rechne ich mit 70 und mehr Litern.

schnuffiwuffi
04.08.2006, 11:43
Auweia - ich plane die Tour derzeit alleine, aber einen 70+ Liter Rucksack? Den hab ich bei Globi nicht mal hochgehoben bekommen :ignore: (vielleicht waren die aber auch noch größer)

Wo bringt man eigentlich das Zelt am besten unter? Im Rucksack oder außen festgeschnallt?

Rookie
04.08.2006, 11:58
Hi,


Auweia - ich plane die Tour derzeit alleine, aber einen 70+ Liter Rucksack? Den hab ich bei Globi nicht mal hochgehoben bekommen (vielleicht waren die aber auch noch größer)

hehe, ich hatte im Laden auch immer das Gefühl eines megaschweren Rucksacks. Es kann auch daran liegen, daß viele Geschäfte nicht "praxisnah" packen, sondern einfach nur zwei 10 Kilo Metallzylinder reinpacken (ich weiß nicht, wie Globi das macht). Das fühlt sich logischerweise anders an, als wenn man später einen "richtig" gepackten Rucksack auf dem Rücken trägt.

Wegen des Volumes würde ich mit nicht so große Sorgen machen. Leg einfach mal alles raus, was Du mitnehmen willst. Danach entfernst Du aus diesem Haufen die Dinge, die Du nicht wirklich brauchst. Nach Deiner Tour wirst Du dann feststellen, daß Du trotzdem zuviel mitgeschleppt hast ;) (Oder stell einfach mal Deine Packliste ins Forum, dann bekommst Du bestimmt einige gute Ratschläge.


Wo bringt man eigentlich das Zelt am besten unter? Im Rucksack oder außen festgeschnallt?

Ist Geschmacksache. Was hast Du denn für ein Zelt? Es kommt immer auf das Packmaß und die Größe des Rucksacks an. Ich persönlich packe immer alles in den Rucksack, mit Ausnahme der Isomatte. In Schweden z.B. sieht man oft Einheimische mit Außengestell-Rucksäcken. Die haben ihre Zelte immer quer über dem Deckel festgebunden (Im Wasserdichten Sack).


Gruß
Mark

schnuffiwuffi
04.08.2006, 14:13
Eine Packliste wird schwierig, da ich bisher fast nix an Ausrüstung habe - das wird meine erste Trekkingtour über längeren Zeitraum. Aber ich kann ja mal eine "ich-hätte-das-gern"-Wunschliste machen :wink:

Als Zelt habe ich mir das Salewa Micra (http://www.wildwasser-laden.de/product_info.php/products_id/121) oder das JW Liberty I ausgeguckt. Halt was kleines möglichst leichtes. Ich denke mal in Norwegen ist man mit einem Zelt besser bedient als mit einem Tarp, das bietet ja keinen riundum Nässeschutz.

-wf-
05.08.2006, 22:43
Wenn du noch keine Ausrüstung hast, dann kauf erst die Ausrüstung und dann den Rucksack, sonst kaufst du den Rucksack unter garantie zu klein.

Für meine erste Tour vor vielen Jahren kaufte ich den Deuter Atlas 65+10 Liter. Für meine gut drei Wochen Bohuslden reichte mir der nicht, obwohl ich vergleichsweise kleine und leichte Ausrüstung besitze.

Ich weiß nicht, wie es finanziell bei dir aussieht. Leichte Ausrüstung kostet allgemein "etwas" mehr.

Meine Packliste für Schweden, die ich für Norwegen so übernehmen würde:
Zelt Wechsel Pathfinder silnylon ca. 2 kg
Schlafsack TNF ca 900g
Isomatte Prolite 3 ca.550g
Regenjacke und Hose 350 + 200g
Kocher (damals wars ein Gaskocher, nicht unbeddingt zu empfehlen) jetzt würde ich den Dragonfly mitnehmen mit benzinflsche rund 1 kg
Topf, Deckel aus Kuchenverpackung, Becher als Kesselersatz
Waschbeutel, Handtuch, Waschlappen aus Mikrofaser
Erste Hilfe Beutel, beide aus Silnylon
Wechselkleidung (2Tshirts, zwei kurze Unterhosen, zwei Paar Socken, Badehose, Unterhemd)
Karten, Kompaß
Sonnenbrille, Nähzeug, Ersatzbauchgurtschnalle
Wasserfilter MSR Mini Works
Wassersack 10 Liter, immer mit ca drei Litern gefüllt
Stirnlampe

Die größten Posten sind meine Fotoausrüstung Nikon D100, 24-105 OBjektiv, vier Akkus (das war zu viel, beim nächsten Mal nur drei), fünf Speicherkarten), als Verpackung Silnylon beutel mit Pullover drin

und natürlich das Essen für mindestens eine Woche. Ich kam auf Gewichte zwischen 24 und 30 kg.

Das ganze hatte ich in einem Bergans Viking 2 ohne Seitentaschen, etwa 90 Liter Volumen. Der Rucksack war nicht ganz voll, aber das Packen war durch die Größe sehr einfach. Für meine nächste Reise habe ich schon mal probegepackt. Die Teva Latschen passen noch gut rein, auch die BEnzinflasche ist kein Problem.

Beim ersten Mal nimmt man zu viel mit. Ich habe nur die Reparaturmaterialien nicht gebraucht und kaum etwas aus der erste Hilfe Tüte. Und der schwedische Sprachführer war überflüssig. Die konnten alle Englisch.

Schreib mal deine Wunschliste auf.

Shorty66
07.08.2006, 11:29
Alles wo kein zelt, kein essen und keine winterausrüstung benötigt wird decke ich mit meinem Gregory Ekko ab (38l).

Wenn ich im sommer mit zelt und isomatte unterwegs bin passt alles in einen 65l Rucksack. (ca. 55+10) Auch für wintertouren kann der reichen wenn ich nicht den ganzen gruppenkram selber tragen muss (also kocher, zelte) sondern auf freudne verteilen kann.

Erst bei längeren Touren bei denen ich das komplette essen mitschleppen muss und für solo-wintertouren finde ich mehr als 65l angebracht.
Dann greife ich auf einen cerro torre von lowe alpin zurück (70+10).
Der ist dann allerdings geliehen - hab ich auch erst zwei mal gebraucht.

tappex
07.08.2006, 13:56
hallo leute,

wie ich in einem anderen unterforum schon geschrieben habe, bin ich demnächst mit einem kumpel auf vancouver island. wir werden dort touren von 5 bis maximal 10 tagen länge gehen, natürlich mit zelt, verpflegung und allem drum und dran.
reicht da ein 50-liter-rucksack aus? man kann ja außen auch noch das ein oder andere befestigen!
ich hab den tatonka lhasa mit 50 litern fassungsvermögen im laden gesehen, für 99 euro. er gefällt mir eigentlich ganz gut, nur bin ich was das volumen angeht noch etwas skeptisch...

Helhesten
08.08.2006, 00:27
HEy Tappex...

komme gerade von ner Bergtour die auf zwei Wochen angesetzt war, nach 8 Tagen aber auf Grund des Wetters abgebrochen werden musste.

Hatte nen 55 Liter Rucksack (+10 Liter) (Vaude accept 55II Women) dabei. Unten habe ich noch nen Packsack von Ortlieb angehängt in welchen ich meinen Schlafsack gepackt habe, da mir der Kompressionssack zu klein für meinen lieben Daunenschlafsack schien ;-).

Bei Interesse kann ich meine Packliste hier veröffentlichen. Hatte anfangs mit 2 Litern Wasser 19kg (jaha, schimpft mich nur, ich weiß, zu viel für ein kleines Mädl ;-) ). Mein Bergpartner hat aber auch das Zelt und den Kocher getragen (Zelt 1,5 kg und KOcher k.a.).

Nach 4 Tagen merkst du das Rucksackgewicht übrigends gar nicht mehr. (Außer evtl. Gelenkschmerzen)

tappex
08.08.2006, 12:15
hallo helhesten!

erstmal danke für die antwort! war gestern noch los, nach rucksäcken gucken, und hab mich dann für den lowe alpin appalachian 60+15 entschieden. mit knapp zweieinhalb kilo kein leichtgewicht, aber er passte mir einfach am besten, und bis zu 75 liter füllvolumen sollten ja hoffentlich reichen ;)
ne packliste hab ich selbst schon zusammengestellt, wenn du lust und zeit hast kannste da ja mal drübergucken! die liste ist in diesem thread (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=14605), erstes posting.

grüße,
tobias[/url]

chinook
08.08.2006, 12:26
Mein Bergpartner hat aber auch das Zelt und den Kocher getragen (Zelt 1,5 kg und KOcher k.a.).




Das wäre auch eine gute Rucksackoption für mich. Ich werde das mal ansprechen ...


-chinoook

schnuffiwuffi
09.08.2006, 13:54
OK ich probier es mal mit der Wunschliste:

Ajungilak Tundra 3-Seasons (760g)
Evazote Isomatte (720g) oder Therm-a-Rest ProLite 3 regular (552 g)
Trangia Sturmkocher-Set Klein (900g)
Jack Wolfskin Liberty I (irgendwas um die 3kg)

dann kommen noch Spiritus, Klamotten, Essen, Wasser, Kleinkram und Fotoausrüstung dazu (die auch nicht gerade leicht wird wenn die Spiegelreflex mitkommt).

Ich seh schon da kommt einiges zusammen...

Am Wochenende war ich ja im Globetrotter und habe da auch ein paar Rucksäcke aufprobiert. Bisher bin ich immer noch am JW Agadir Women hängen geblieben. Bei den Ospreys konnte ich die Rückenlänge nicht verstellen :o und bei den Lowe alpins hab ich den Dreh wie man das macht nicht raubskommen :ignore: Ich werd da wohl nochmal ganz in Ruhe schauen müssen.

Schnuffiwuffi

Rajiv
09.08.2006, 15:14
...
Ajungilak Tundra 3-Seasons (760g)
...

Am Wochenende war ich ja im Globetrotter und habe da auch ein paar Rucksäcke aufprobiert. Bisher bin ich immer noch am JW Agadir Women hängen geblieben. Bei den Ospreys konnte ich die Rückenlänge nicht verstellen :o und bei den Lowe alpins hab ich den Dreh wie man das macht nicht raubskommen :ignore: Ich werd da wohl nochmal ganz in Ruhe schauen müssen.

Treibe einen Verkäufer auf, der soll dich ordentlich beraten und dir auch zeigen, wie man die Rucksäcke richtig einstellt und außerdem soll er genau dieses Einstellen gleich selber machen. Dafür sind die Hanseln schließlich da. Den JW würde ich persönlich ja nicht empfehlen, ich habe nämlich noch keinen getroffen, der mit einem anderen Rucksack nicht deutlich zufriedener gewesen wäre. Aber selbstverständlich muß dir der Rucksack passen; wenn es der JW tut, na ja, dann wird es schon gehen.

Warst du in DD oder in B beim Globetrotter; in DD haben die in der Rucksackabteilung schon Ahnung.

Zum Schlafsack würde ich bei anderen Herstellern mich umsehen(es gibt 'ne gute Chance, daß man einen besseren Schlafsack zu einem günstigeren Preis bekommt), aber das gehört ins Schlafsackforum.

Rajiv

schnuffiwuffi
09.08.2006, 15:55
Ich war schon in beiden Globis :bg: Am WE allerdings in Berlin, da war aber so viel los, dass ich keinen Bock auf Beratung hatte weil da auch 20 andere einen Rucksack kaufen wollten. Ich habe ja auch noch bissel Zeit, wollte erstmal probegucken.

Muss ja schon sagen, dass mir der Globi in DD besser gefällt, ist irgendwie gemütlicher da.

-wf-
09.08.2006, 21:29
Es heißt zwar immer, man muß einen Rucksack aufprobieren, aber das geht zuhause genauso und besser, denn dann kannst du reintun was du mitnehmen willst. Ich an deiner Stelle würde mir verschieden Modelle schicken lassen und daheim testen.

Die Beratung in Geschäften ist meist sehr bescheiden. Meinen ersten Deuter Rucksack 65+10 Liter habe ich vor etwa 10 Jahren in einem Geschäft gekauft, welches es mit gutem Grund nicht mehr gibt. Ich erklärte dort meine Wünsche. Die Verkäuferin gab mir den Rucksack und ich probierte ihn auf, leer. Sie meinte, der passe gut für mich und ich solle ihn nehmen. Da ich damals keine Ahnung hatte, habe ichs gemacht. Bis 20 kg habe ich darin tragen können, aber immer hat mir die Hüfte weh getan, weil der Gurt einfach zu weich war. Daß das nicht so sein muß, das weiß ich jetzt erst, wo ich den für mich idealen Rucksack im Internet beim Wildwasserladen bestellt habe. Der saß gleich wie für mich gemacht. Die Träger mußte ich verstellen, aber eine englischsprachige Beschreibung lag bei. Das war kein Problem.

Das gehört zwar eigentlich ins Zeltforum, aber ich frage mich, warum du dich mit einem drei Kilo schweren Zelt abschleppen möchtest. Du bist doch allein unterwegs. Da gibts genug Modelle um die zwei Kilo.
Übrigens sind zwei deiner Gewichtsangaben nicht korrekt. Selbst Globetrotter gibt das Liberty mit 3,7 kg an und den Tundra selbst in der kleinsten Größe mit 1.480 g.

schnuffiwuffi
21.08.2006, 15:05
Am Wochenende habe ich einen kleinen aber feinen Laden meines Vertrauens gefunden. Man hat mir den Deuter Paragon empfohlen (in Hinblick auf 14 Tage Solotour Norwegen mit Essen an Board - summasumarum 20-25kg :ill: ) und der hat sich auch wirklich gut angefühlt! Außerdem kann man ihn auch von vorner öffnen - das hab ich bisher nur beim JW Agadir gesehen.

Welche Rucksackmodelle sollte ich mir denn auf alle Fälle auch noch ansehen wenn ich den Kauf eines Paragon in Betracht ziehe?

Schnuffiwuffi

vince
21.08.2006, 15:35
Hey, ich habe den Thread nicht verfolgt, weiß daher nicht was dir schon empfohlen wurde. Ich persönlich mag den Lowe Alpin Cerro Torre sehr gerne. Vom Platz reicht er aus und man kann ihn auch von vorne öffnen. Das Träger System ist auch sehr bequem. Kannst ihn dir ja mal anschaun.
cerro torre (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=lo_30002&GTID=a3af380d84af4cd7db28e4722acb675aa34)

viel spaß
vince

Rajiv
21.08.2006, 16:27
Eine allgemeine Bemerkung zu dem Front-Zugriff auf das Hauptfach, so wie es beim JW Agadir ja auch möglich ist:
Aus meiner Erfahrung ist diese Lösung auf Wanderungen/Touren/... nicht notwendig und auch nicht sonderlich sinnvoll, da es nur eine zusätzliche Schwachstelle ist(durch die im Falle von Regen dann die Nässe eindringt); außerdem habe ich bisher diese Zugriffsmöglichkeit nie vermißt(beim Gebrauch in der Stadt bzw. im alltäglichen Gebrauch mag das etwas anders aussehen), ich bin der Meinung, daß die herkömmliche Variante mit dem Deckel oben drauf so ziemlich die beste konstruktive Lösung ist.

Wenn du dir ein paar Rucksäcke nach Hause schicken lassen willst, damit du sie dort in Ruhe probieren kannst, dann wäre evtl. der Doldy Pumori(gibt es in 3 Größen: 55 Liter/65 Liter/75 Liter), vielleicht auch der Doldy Alpinist 55(wenn er dir genug Stauraum bietet), eine Überlegung wert; kann man in Dtl. über Eukasa beziehen, oder man geht in Herrnskretschen/Hřensko zum Hudy(dort gibt es übrigens auch ein umfangreiches Deuter-Sortiment).
Ich würde empfehlen, den Doldy Pumori in der Cordura-Ausführung(und nicht in der billigeren Codra-Version) zu kaufen.

Rajiv, meist mit Doldy Pumori 65 unterwegs

vince
21.08.2006, 16:35
Der Cerro Torre vefügt über eine Regenhaube, dadurch wird alles geschützt und das Ursprüngliche Prinzip bleibt erhalten. Ich hatte noch nie ein Problem mit diesen "Schwachstellen", ganz im Gegeteil, bis jetzt war es nur vorteilhaft durch das seitliche öffnen an die untersten Klamotten zu kommen.

Rajiv
21.08.2006, 16:49
Das Thema Regenhaube ist schon wieder ein eigenes Gebiet, man muß vorher abschätzen ob man eine braucht oder nicht, sprich wenn ich mit sehr ergiebigem Regen und/oder täglicher Beregnung rechne, dann werde ich eine dabei haben, wenn nicht, dann eher keine.
Ist aber ein Problem was man extra debattieren kann.

Ich hätte meine Bedenken zum Front-Zugriff eben etwas ausführlicher darstellen sollen. Also ich habe meinen Rucksack so gepackt, daß ich nur äußerst selten in die Bedrängnis komme, daß ich da einen Frontzugriff wirklich bräuchte.
Anderes Gegenargument: Der Frontzugriff bringt viel zu viel Gewichtszuwachs beim Rucksack-Leergewicht! Gilt für den JW Agadir und auch für den Lowe "Cerro Torre"; ein vergleichbarer guter Rucksack kann locker 500g leichter sein.
Wer Luxus braucht und bereit ist, diesen Luxus auch zu schleppen, für den ist das Gewichtsargument vielleicht weniger wichtig. Meine persönliche Erfahrung ist, daß ich lieber wirklich unnötiges Gewicht spare und dafür dann nicht jede nur denkbare Bequemlichkeit habe. Muß aber jeder für sich selber entscheiden.
Aber gerade als relativer Neuling ist man sowieso meistens mit einer nicht optimalen Ausrüstung(also tendentiell zu schwer) unterwegs und ist auch noch nicht so routiniert bzw. leistungsfähig, deswegen würde ich da empfehlen, daß man da lieber auf solchen nicht wirklich notwendigen Luxus wie einen Frontzugriff verzichtet. Nicht jede auf den ersten Blick tolle Detaillöung braucht man selber, gerade am Anfang hat man auch selten schon den geübten Blick für notwendige und überflüssige Detaillösungen. Ein gutes Tragesystem ist wesentlich wichtiger als ein Frontzugriff, zumindest ist dies meine Erfahrung.

Rajiv

schnuffiwuffi
21.08.2006, 17:12
Hej ihr beiden!

Ich danke euch für die Anmerkungen.
Also wegen der Stabilität des Frontreißverschlusses beim Deuter mache ich mir keine Sorgen. Der hatte angenehm breite Reißverschlüsse, da dürfte das kein Problem sein. Aber der Hinweis mit dem zusätzlichen Gewicht und der Regenschwachstelle ist natürlich gut, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Einen Regenschutz werde ich zwar mit Sicherehit dabei haben. Aber unnötiges Zusatzgewicht wollte ich einsparen.

@Rajiv
Der Hudy in Hrensko steht auf alle Fälle auf meiner Liste. Ist ja nur ein Katzensprung von zu Hause aus.

Rajiv
21.08.2006, 20:17
Hudy-Kundenkarte bringt 7% Rabatt.
Details dazu stehen schon im hier im Forum: KLICK! (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=142351&highlight=hudypartner#142351)
Steht in mehreren Beiträgen einiges dazu.
Leider sprechen nicht alle beim grenznahen Hudy deutsch und so richtige Verkaufsgenies sind es auch nicht unbedingt; aber es nix dramatisches, wird schon schiefgehen.

Rajiv

schnuffiwuffi
22.08.2006, 09:50
Hach wegen dem Rabatt würd ich nun nicht extra dahin fahren. Irgendwie hat auch jeder Laden seine eigenen Rabattaktionen. Bei meinem sammel ich zehn Kassenzettel und bekomme dann auf alle Fälle ein Taschenmesser und je nach Gesamtumsatz den entsprechenden "Tagespreis". Na mal gucken, ä bissel was an Klimmbimm brausch ja noch :)

bastib
24.08.2006, 11:53
da, du ja kein zelt und dergleichen zum übernachten mitnehmen musst, ebenso wenig wie nahrungsmittel... würde ich dir spontan zu einem 45l rucksack raten, aber am besten du nimmst dir mal 2 in unterschiedlichen grössen mit (im JW Store, sind die da immer sehr nett) und testet es einfach mal mit dem gepäck aus...