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fotograf
30.05.2006, 14:59
Region/Kontinent: Nordeuropa

Hier ein kurzer Reisebericht von Bohusleden

Am 06.05. bin ich mit dem Wochenendticket nach Rostock gefahren und dann mit der Nachtfähre nach Trelleborg. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus nach Malmö und von da mit dem Zug nach Strömstad. In Göteborg mußte ich umsteigen. Am Abend hatte ich noch Lust ein bißchen zu wandern, weil schönes Wetter war. Kurz hinter der E6 habe ich gezeltet.
Am 08.05. war auch wieder schönes Wetter, deswegen habe ich auch die Strecke zum Björnerödspiggen geschafft. Da gibt es leider kein Wasser und ich hatte auch nicht mehr viel, weil vorher kein See am Weg ist.
Am 09.05. wollte ich irgendwo zelten, weil die Schutzhütte am Sandvatt zu nah ist, Vassbotten aber zu weit weg. Ich habe dann hinter Havedalen eine neue Schutzhütte entdeckt und bin da geblieben. Wasser ist da auch nicht. Ich hatte vom Sandvatt welches mitgenommen, deswegen war mir das egal.
Am 10.05. war ich auf dem Campingplatz in Vassbotten. Eingekauft habe ich da noch nichts, weil ich noch alles hatte. Da habe ich zum ersten Mal auch wieder Menschen gesehen.
Am 11.05. bin ich bis zur Schutzhütte Nornäs gegangen. Der Weg war wegen Windbruch nicht so einfach. Ich habe mehrmals die Markierungen verloren und bin dann an der Grenze langgelaufen. Die Schutzhütte hat mir gut gefallen, weil sie direkt am See liegt. Probleme mit Mücken hatte ich noch nicht.
Am 12.05. bin ich bis Holmen gegangen, weil mir die Hütte Koxeröd nicht gefallen hat. Die liegt so dunkel an dem See. Holmen war aber blöd mit dem Wasserholen.
Am 13.05. habe ich die neue Strecke nach Vaktarkullen gefunden. Die führt jetzt an den Seen lang und nicht mehr über die Wege. Der Weg war schön, aber die Hütte hat mir nicht so sehr gefallen. Ich bin dann in die Schutzhütte gegangen. Das waren zwei Kilometer mehr, die ich dann auch am nächsten Tag zurückgehen mußte, aber es hat sich gelohnt.
Am 14.05. habe ich nur eine kurze Strecke gehabt bis zum Äntervattnett. Da habe ich zum ersten Mal Wäsche gewaschen.
Am 15.05. lag wieder eine lange Strecke vor mir, vom See bis zu der Schutzhütte vor Harska. In Svarteborg hätte ich gerne was eingekauft, habe aber keinen Laden gefunden. Der Weg ließ sich übrigens gut laufen, weil fast alles nur Straße war. Nach der Schutzhütte habe ich ein bißchen suchen müssen.
Am 16.05. konnte ich in Munkedal zum ersten Mal einkaufen. Ich hatte auch fast nichts mehr, nur noch ein bißchen trockenes Müsli und ein paar Tütensuppen. Die Hütte in Modalen fand ich gar nicht schön. Da muß man ja in der Abstellkammer übernachten, weil die richtige Hütte abgeschlossen ist. Ich habe davor mein Zelt aufgebaut. Das war bestimmt gegen das Jedermannsrecht, aber es hat mich niemand gesehen.
Ab dem 17. 05. hat es immer wieder geregnet. Ich bin bis zur Katan bei Metsjö gegangen und habe dort übernachtet. In der Hütte ist ein Ofen, aber den habe ich nicht gebraucht. Kalt war es trotz Regen nicht.
Am 18.05. bin ich bis nach Uddevalla gekommen und habe da wieder eingekauft. Es war den ganzen Tag trüb und hat immer wieder geregnet. Übernachtet habe ich am Köperrödssjön. Da lagen deutsche Zeitungen rum, die ich gelesen habe, obwohl sie von April waren.
Am 19.05. wollte ich eigentlich bis zum Store Väktor gehen, habe es aber wegen dem Scheißwetter nur bis Stenshult geschafft. Die Wasserleitung ist eine schöne Sache. Auf dem Fußballplatz war am Freitag nichts los, oder wegen dem Wetter.
Am 20.05.hat es auch immer wieder geregnet, aber ich habe mich gezwungen bis Djurpevatten zu gehen, denn die Schutzhütte am Store Väktor verdient den Namen nicht. Zelten wollte ich bei dem Scheißwetter nicht. Das waren insgesamt mindestens 32 Kilometer und meine längste Strecke.
Am 21.05. gab es einen großen Regenguß, sonst war es nur trüb. Ich bin bis hinter Lysevatten gegangen und habe dort wieder Sachen gewaschen. Die neue Schutzhütte hat mir gut gefallen. Ich hatte schon Bedenken, daß ich neben der alten, kaputten zelten müßte.
Am 22.05. wollte ich eigentlich bis Grandalen kommen, bin dann aber an dem kleinen See davor hängen geblieben, weil es in Grandalen kein Wasser gibt.
Am 23.05. hatte ich wieder eine lange Strecke bis Kungälv. Dort habe ich die Bohus-Festung angesehen. Übernachtet habe ich auf dem Campingplatz, aber das war keine gute Idee. Am nächsten Morgen war das Zelt ganz naß und ich habe es nicht trocknen können, weil es regnete. Wo ich übernachten wollte, wußte ich noch nicht. Ich habe dann die Schutzhütten auf der anderen Seite vom Stora Stentjärnen gesehen und bin dahin gegangen. Da konnte ich das Zelt zum trocknen hinhängen.
Meine letzte Nacht auf dem Bohusleden verbrachte ich am 24.05. bei der Kate Freden, wo zwei Schutzhütten stehen.
Am 25.05. fuhr ich mit dem Bus von Jonsered nach Göteborg. Zuerst habe ich mir die Stadt angesehen, aber es hat immer wieder geregnet und war deshalb nicht besonders. Vor allem der große Rucksack hat in der Stadt genervt. Ich konnte ihn aber nirgendwo hintun, denn in eine Gepäckbox am Bahnhof hat er nicht reingepaßt.
Die Nacht zum 26.05. war ich auf dem Campingplatz bei Göteborg. Den fand ich sehr teuer. Am Morgen bin ich bis zum Bahnhof gelaufen und habe dort einen Zug nach Malmö genommen. Umsteigen mußte ich nicht. In Malmö hat es geregnet. Mit dem Bus ging es nach Trelleborg. Ich habe wieder die Nachtfähre nach Rostock genommen.
Am 27.05. war ich wieder in Deutschland und habe mir ein Wochenendticket für die Rückreise gekauft.
Der Bohusleden hat mir gut gefallen, auch wenn das Wetter nachher nicht so besonders war. Ich würde da auf jeden Fall noch mal hinfahren. Es ist schade, daß ich nur so wenig Urlaub hatte. Ich hätte gerne den ganzen Weg gemacht und wäre auch noch was vom Hallandsleden gelaufen, wo ich mir extra die Broschüre habe schicken lassen. Das muß ich dann nächstes Jahr nachholen.