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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glock u. andere Kampfmesser im Flugzeug



Indi
13.04.2006, 15:49
Hallo.

Weiß jemand ob es Probleme gibt wenn ich ein großes Messer oder ein sog. "Kampfmesser" ala Glock im Gepäck (nicht Handgepäck) habe?

LG, Indi

Loon
13.04.2006, 15:59
Hab zwar nichts drüber gefunden, könnte mir aber schon vorstellen das man damit Probleme bekommt.
Nach Kanada darf man imo Messer zur Jagd mitnehmen. Wie das bei Kampfmessern, deren Einsatzzweck ja oft deutlich erkennbar ist ist, weiß ich nicht. Sicherlich bekommt man Probleme mit Dolchen, oder ähnli. Das Glock sieht ja etwas ziviler aus als manch Andere und wenn dann noch das ganze Survivalzeugs drann hängt wie z.B. Angelhaken, etc. Dann kann man es ja immernoch als Survivaltool bezeichnen...

Gruß Loon, der am Flughafen sogar sein schweizer Offiziersmesser aus dem Koffer holen und vorzeigen musste...

underwater
13.04.2006, 16:02
Solange du nicht nach GB fliegst... sollte das wohl kein Problem sein...

(andere haben Waffe und Munition im Koffer und das tut anscheinend auch - ich habs noch nicht ausprobiert... :bg: :bg: )

Loon
13.04.2006, 16:15
Waffen zur Jagd macht Sinn...
Messer zur Jagd macht auch Sinn...
Kampfmesser macht keinen Sinn, außer man fliegt vllt. gerade in einen Krisenherd um dort als Söldner zu arbeiten :bg:

Nein mal im ernst, ich denke die Beamten/ bzw. das Sicherheitspersonal an den Röntgengeräten werden schon mal nachfragen wofür man ein Kampfmesser/Dolch im Zielland benötigt. Bei allen anderen Messern dagegen hat man wahrscheinlich keine Probleme, da sie ja einen sinnvollen Zweck erfüllen (Arbeitsmesser!). Aber wie immer: es hängt ganz davon ab an wen man gerät.

dike
13.04.2006, 16:26
Hängt von den lokalen Waffengetzen ab. Sowohl beim Abflug wie auch bei der Ankunft muss das Messer mit den jeweiligen Bestimmungen vereinbar sein.

Der Transport an sich sollte den Gesetzmäßigkeiten des Landes der Fluglinie entsprechen.


dike

Indi
13.04.2006, 16:38
Danke mal für eure Antworten.

Ich werde mir wohl ein Glock ohne Sägezahnung besorgen (hat imho eine etwas geringere "Kampfmesserausstrahlung" wie das mit) und das ganze seehr offensichtlich als "Hobby Survivor Tool" ( :bg: ) tarnen.

Der Vorteil am Glock wenn es abgenommen wird ist dass es verhältnissmäßig günstig ist. Schon allein aus diesem Grund würd ich kein teures ins Ausland mitnehmen. Allerdings steht man dann gegebenfalls ohne Messer (oder zumindest nur mit Opinel) im Zielland.

Weiß noch jemand wie ich diese landesspezifischen Waffenbestimmungen in deutscher oder englischer Version und am besten noch in einer übersichtlichen Tabelle finden kann? Oder gibt es vielleicht so ne Art "Das darf nicht mit nach X Tabelle"?

LG, Michael

Markus K.
13.04.2006, 16:58
Weiß noch jemand wie ich diese landesspezifischen Waffenbestimmungen in deutscher oder englischer Version und am besten noch in einer übersichtlichen Tabelle finden kann? Oder gibt es vielleicht so ne Art "Das darf nicht mit nach X Tabelle"?

LG, Michael

Mache Dir doch mal den Spass und rufe bei den verschiedenen Airlines in FRA an, wie die das handhaben.
Könntest Du mit Quantas anfangen? :wink:

Gruss Markus

Onkel Tom
13.04.2006, 17:09
Weiß noch jemand wie ich diese landesspezifischen Waffenbestimmungen in deutscher oder englischer Version und am besten noch in einer übersichtlichen Tabelle finden kann? Oder gibt es vielleicht so ne Art "Das darf nicht mit nach X Tabelle"?

LG, Michael

Hi Indi,

hast Du's schon mal bei Google versucht? Da könntest Du evtl. noch mehr Info's bekommen.

Gruß

TOM

Indi
13.04.2006, 17:19
@ Markus K.
hab eben mit Quantas telefoniert.. solange sich das Messer (hab ausdrücklich großes Kampfmesser gesagt) nicht im Handgepäck befindet sehe er (der Typ am Tel.) keine Probleme.

meinst du mit FRA -> Fraport AG Ffm.Airport.Ser.AG :bg:


@
Onkel Tom .. gegoogle´t hab ich .. allerding noch keine 100% ..mir gehen die Begriffe aus :-(


LG, Michael

Onkel Tom
13.04.2006, 18:00
Hi,

schaust mal hier stehen die Gesetze (http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?cat1=Waffenrecht&cat2=Int.%20Waffengesetze), vielleicht findet Du dort was Du suchst.

Gruß

TOM

Markus K.
13.04.2006, 18:16
@ Markus K.
hab eben mit Quantas telefoniert.. solange sich das Messer (hab ausdrücklich großes Kampfmesser gesagt) nicht im Handgepäck befindet sehe er (der Typ am Tel.) keine Probleme.

meinst du mit FRA -> Fraport AG Ffm.Airport.Ser.AG :bg:


@
Onkel Tom .. gegoogle´t hab ich .. allerding noch keine 100% ..mir gehen die Begriffe aus :-(


LG, Michael

Hi Michael,
FRA ist die internationale Abkürzung für den Flughafen Frankfurt/Main.
I.d.R stehen in den Flugplänen und Buchungen immer diese Abkürzung drin.

Gruss Markus

karlson
13.04.2006, 19:24
Weiß noch jemand wie ich diese landesspezifischen Waffenbestimmungen in deutscher oder englischer Version und am besten noch in einer übersichtlichen Tabelle finden kann? Oder gibt es vielleicht so ne Art "Das darf nicht mit nach X Tabelle"?

LG, Michael

www.messermagazin.de und dann unter Infothek schauen, dort sind zwei PDFs zum download: deutsches und internationales (leider nicht annähernd alle Länder) Messerrecht!
Ansonsten kannst du spezifische Anfragen auch im www.messerforum.net , im Unterforum Politik & Recht starten.


Waffen zur Jagd macht Sinn...
Messer zur Jagd macht auch Sinn...
Kampfmesser macht keinen Sinn, außer man fliegt vllt. gerade in einen Krisenherd um dort als Söldner zu arbeiten :bg:

Bei Messern sind die Definitionen leider nicht allzu eindeutig. In der Regel liegt es im Ermessen des Polizisten/Sicherheitsdienstes/... was denn genau was ist. Es gibt sehr viele Überschneidungen.
Dieses KaBar Messer (www.wholesalehunter.com/product/kabar/kabardes/kabarpic/1217.JPG) z.B. wurde als Jagdmesser entworfen, wurde kurz darauf jahrzehnte lang das offizielle USMC Kampfmesser und ist heute ein allseits beliebtes Outdoor-/Survival-/Arbeitsmesser....


Nein mal im ernst, ich denke die Beamten/ bzw. das Sicherheitspersonal an den Röntgengeräten werden schon mal nachfragen wofür man ein Kampfmesser/Dolch im Zielland benötigt. Bei allen anderen Messern dagegen hat man wahrscheinlich keine Probleme, da sie ja einen sinnvollen Zweck erfüllen (Arbeitsmesser!). Aber wie immer: es hängt ganz davon ab an wen man gerät.

Das kann ich nur bestätigen! In aller Regel kennen viele Sicherheitsbeamte die Bestimmungen nicht. Bisher habe ich noch nie einen deutschen Polizisten getroffen, der sich auch nur annähernd im deutschen Messerrecht auskennt (manche können nicht einmal die einzelnen in den internen Dienstanweisungen angegeben Messertypen auseinanderhalten!!!).
Ein Messerhändler hat mir mal erzählt, als er mit einem Koffer voll mit Messern, Äxten und sonstigem Werkzeug aus Japan zurückgeflogen ist, hat sich weder in Japan, noch in Deutschland jemand dafür interessiert. Lediglich beim Umsteigen in Dubai wurde er (mehr interessehalber) gefragt, warum er den Äxte im Gepäck hat.

Das Messer sollte laut den Bestimmungen in In- und Reiseland legal sein. Eine konkrete Anfrage bei der Fluggesellschafft hast du ja auch schon...

Ganz grundsätzlich ist es im Ausland immer besser ein Messer dabeizuhaben, was möglichst "friedlich" aussieht. Alles andere, selbst wenn es erlaubt ist, macht einen schlechten Eindruck bei der Bevölkerung und kann im Konflikt mit den Ordnungshütern schnell negativ ausgelegt werden. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, dass Messer so unauffällig wie möglich zu tragen und zu benutzen.
Mal abgesehen davon sind die meisten wirklich für´s kämpfen entworfenen Messer von höchstens durchschnittlichem Nutzen im Outdoorleben...

Robiwahn
13.04.2006, 22:50
Moin

Also nachdem ich schon mehrmals Macheten (um einiges größer als ein kleines niedliches Glockmesserchen) im Gepäck (natürlich nicht Handgepäck) transportiert habe, denke ich nicht, das es da Probleme geben sollte. Was meines Wissens verboten ist, sind Schusswaffen und Munition, aber das hängt auch wieder von den Waffengesetzen der einzelnen Länder ab.

Grüße aus bolivien, Robert

Waldhoschi
14.04.2006, 11:50
Hossa. Kann Robiwahn bestätigen.
Ist zwar ein Mordsanblick, wenn dann so ein Schwert auf dem Röntgenapparat aufleuchtet, aber das Flughafenpersonal ist da meist eher zu scherzen aufgelegt. Natürlich muss mandie Einfuhrbestimmungen der Länder beachten.
Grüße Joe

jackknife
16.04.2006, 01:29
Dieses hier habe ich bis jetzt überall mit hingenommen, sogar am JFK hat da niemand nach gefragt. Ich habe seit Jahren immer ein großes Messer im Gepäck. Noch nie gab es Probleme.
http://www.jordanknives.com/catalog/portfotos/AJ0025-B.jpg

Shorty66
16.04.2006, 15:06
das sieht man ja schon am nick ;-)

Mephisto
16.04.2006, 15:34
das sieht man ja schon am nick ;-)
Jackknife=Klappmesser afaik
Ich glaub kaum dass man das abgebildete Teil falten kann :bg:

ice
18.04.2006, 01:58
Was im "nicht Bord Gepäck" transportiert wird ist relativ sch.. egal.
Hatte schon Macheten, Katanas u.s.w. dabei. Außer einem lustigem Spruch von dem Sicherheitspersonal kein Thema. Ganz anders sieht es im Bordgepäck aus.
Da reicht teilweise schon ein Letherman um Probleme zu bekommen.

Snuffy
18.04.2006, 02:10
oder ein Käseschaber!


Snuffy :bash:

Lex
20.04.2006, 15:54
ich habe mal von kreta nach frankfurt ein jagsmesser von ca. 30 cm länge durchbekommen, das ist schon ein ordentliches teil...aber ich weiß nicht, ob es immer so gut läuft...vielleicht hatte ich nur glück

lralfi
20.06.2006, 09:26
Im Gepäck ist es egal, es sei denn man verstösst damit gegen lokale Gesetze.

Ich hatte auf nem Australienflug mal ein Kappmesser in der Hosentasche, in FRA hat es keiner gemerkt, ich ehrlich gesagt auch nicht. In Singapore haben sie es mir abgenommen, in einen Umschlag gesteckt, der Pilot hat das Ding dann vorne im "Handschuhfach" aufbewahrt. In Perth kam es dann im Umschlag mit dem restlichen Gepäck auf dem Gepäckkarussell wieder raus :-)

Voitsberg
28.06.2006, 22:44
Frage:

Warum ist ein Glock mit Sägerücken ein Kampfmesser? -> Das kann doch garnicht sein, denn laut Genfer Konvention ist ein Sägerücken aüf Kampfmessern verboten! Somit ist ein Glock mit Sägerücken ein eindeutiges Werkzeug.

Voitsberg

Thorsten
28.06.2006, 23:26
denn laut Genfer Konvention ist ein Sägerücken aüf Kampfmessern verboten!
Na, dann schau Dir mal die Bajonette für die Kalashnikov an; die haben allesamt eine Sägezahnung am Rücken.
Oder bestimmte Bajonette und Kampfmesser der US Streitgräfte.

Fakt ist, nirgendwo in der Genfer Konvention steht explizit irgendetwas von Sägerücken an Messern/Bajonetten.




Warum ist ein Glock mit Sägerücken ein Kampfmesser?
Der Name, die schwarze Klinge, die ursprüngliche Bestimmung und eine Klingengeometrie, die sich zu allem wenig; am ehesten aber zum Abstechen eignet.
Pack das Ding irgendeinem beliebigen Menschen auf den Tisch- er wird es eher als Mordwerkzeug denn als Werkzeug betrachten.
Gerade mit Sägerücken.

Das hat jetzt weniger mit gesetzlichen Bestimmungen als mit Empfindungen zu tun.
Ein Glock weckt nunmal andere Empfindungen als ein Finnenmesser oder Opinel, das müssen wir wohl nicht ernsthaft diskutieren.

lralfi
29.06.2006, 08:14
Ich verstehe nicht, was Du mit dem Glock anfangen willst ? das taugt nicht mal zum Brot schneiden.
Das AK 47- wie auch das 74er Seitengewehr ist wenigstens noch als Werkzeug brauchbar. Die Säge taugt tatsächlich zum Sägen ausserdem ist es eine isolierte Drahtschere, mit der man 4-5 mm dicken Stahldraht der unter Strom steht schneiden kann. Allerdings brauche ich diese Funktion eher selten :-) Die Dinger sind gross, schwer und extrem massiv, und als Messer eher nicht zu gebrauchen !

Waldhoschi
29.06.2006, 09:50
Moins.
Das Glock taugt - nur nicht als MESSER.
Für mich ist es ein Stück Stahl, das als derbes Werkzeug benutztwerden kann.
Es wird eingesetzt beim Ausgraben von Wurzeln, Bohren, Sägen funktioniert DOCH, auch wenn es immer gesagt wird, es würde nicht gehen.

Grüße Joe

Indi
29.06.2006, 10:19
Kann ich nur zu 100% bestätigen. Das Glock ist unkaputtbar und für mich nicht mehr wegzudenken. Obwohl ich finde dass es auch als Messer taugt, wenn auch nur bedingt. Es ist seehr leicht und mit fast jedem herumliegenden Stein zu schleifen. In den Minihohlgriff passen sogar die nötigsten Dinge wie Angelhaken, Angelschnur und wasserfeste Streichhölzer.
In verbindung mit nem Opinel imho die beste Wahl (auch im Preis/Leistungs Verhältniss)
/Indi

swift
29.06.2006, 11:34
Leicht und preiswert isses...... vielleicht für ein Kampfmesser :lol: , schneiden kann man damit aber nicht wirklich. Ich würde bei kleinem Buget er zu Erickson oder Frost Messern greifen, die taugen auch zum Schneiden und Schnitzen und sind zudem auch recht robust. Gut die haben keine 4, 5 mm Klingenstärke, aber sowas braucht auch nur ein Haumesser, wozu das Glock überhaupt nicht geeignet ist (schlechte Handlage, zu kurzer Erl). Als Brecheisen ist das Glock auch nicht gerade ein guter Kompromiss, aufgrund des kurzen Erls. :roll:

Indi
29.06.2006, 11:37
leicht zu schleifen.. ich meinte nicht leicht im Gewicht.
Wenn du damit nicht schneiden kannst kannst du nur nicht schleifen - da kann das Messer nix dafür :roll:

Da teilen sich die Meinungen wie immer beim Glock.
Hast du ein eigenes? Oder hast du es nur mal in der Hand gehabt?

TROTZDEM sind wir OT ;-) (ist blau eig. für Mod´s reserviert?)

swift
29.06.2006, 11:38
Ja ich hab auch ein eigenes und ich hatte es auch schon in der Hand. :bg: Findet bei mir jedoch kaum Verwendung.

Gut ausbalanciert isses, das stimmt schon.

Waldhoschi
29.06.2006, 11:39
(ist blau eig. für Mod´s reserviert?)

Jop :)

lralfi
29.06.2006, 19:08
Ich hab auch ein Glock, ein AK 47 Bajonett ist auch da wie noch ein paar andere, die Dinger nutze ich jedoch eigentlich nie. Naja, jeder wie es ihm gefällt. Mir ist ein stabiles Klappmesser z.b. Al Mar Sere 2000 lieber.

Thorsten
29.06.2006, 20:10
Wenn du damit nicht schneiden kannst kannst du nur nicht schleifen - da kann das Messer nix dafür

Schärfe alleine bringt keine volle Schneidleistung; damit hat die Klingengeometrie auch noch etwas zu tun.

Mit Messern, deren Klingenquerschnitt eben nicht einem groben Spaltkeil ähnelt, schneiden sich die meisten Sachen einfach besser.

Schneid´ mal mit dem Glock eine Mettwurst- dann weisst Du, was ich meine.

Voitsberg
29.06.2006, 23:48
@ Thorsten

Da muß ich Dir recht geben, das steht niergends ausdrücklich in der Genver Konvention, aber was sehr wohl drinnen steht:

http://www.drk.de/voelkerrecht/genfer_konventionen/f4.html

und eine Säge auf dem Messerrücken erzeugt sehr wohl "überflüssige Verletzungen oder unnötige Leiden"! -> sofern man überhaupt davon sprechen kann, denn das Leiden im Krieg ist sowieso...
Und Tatsache ist, daß eine Säge nicht als Waffe gedacht ist (und auch wohl von niemanden so eingstuft wird, ausser sie wird als Waffe "misbraucht"), und somit ein Messer mit Sägerücken dadurch nicht zum Kampfmesser wird, sondern noch viel mehr zum Universalwerkzeug.
Weiters macht weder der Name noch eine Klingenbeschichtung in welcher Farbe auch immer ein Messer zum Kampfmesser!

Natürlich hast Du mit der Klingengeometrie recht, und auch mit der ursprünglichen Bestimmung.
Fazit: Ein Kampfmesser mit der Klingenform des Glockmessers finde ich nicht sinnvoll im Outdoorbereich. Es mag ja ein mehr oder weniger gutes Messer sein, aber eben nicht für meine Zwecke.

So Glock Fans, jetzt ran an die Tasten...

Thorsten
30.06.2006, 00:28
Man kann auch an seine Kalashnikov Flaschenöffner und Wasserwaage anbringen- bleibt trotzdem eine Waffe...

Messer haben etwas mit Emotionen zu tun.
Andernfalls müsste man sich hier und anderswo nicht seitenlang über ein Stück geschärften Stahls unterhalten.

Werkzeuge aus dem Baumarkt sehen anders aus als ein Glock.
Jagdmesser sehen anders aus.
Küchenmesser.
Anglermesser.
Freizeitmesser, Brotmesser usw.


Weiters macht weder der Name noch eine Klingenbeschichtung in welcher Farbe auch immer ein Messer zum Kampfmesser!
Nicht jedes Messer.
Ein Brotmesser mit schwarzer Klinge namens Breadfighter wohl eher nicht.
Ein Messer mit den features eines Glock auf jeden Fall.

Nimm Dein Glock und zeige es Deinen Kollegen, Nachbarn, Sportsfreunden usw.
Glaub mir; kaum einer wird das als ein Werkzeug ansehen.
Ich würde schon fast Wetten darauf abschliessen, wie oft Dir die Frage "wen willst Du damit denn abstechen?" gestellt wird.

Ich habe übrigens auch noch irgendwo ein Glock herumliegen.
Jahrelang zum Kampf:wink: anzug getragen und nie irgendetwas wirklich sinnvolles damit gemacht.

Jetzt könnte man sich natürlich darüber unterhalten, ob man Jacke, Hose und Helm als Kampfanzug bezeichnen könnte, nur weil sie tarnfarbig sind.
Aber ich denke das lassen wir lieber... :bg:

Chalk2
30.06.2006, 02:57
Zu „Kampfmessern“ kann ich nur sagen: die teile die größtenteils auf dem Markt sind, sind einfach zu sehr Rambo orientiert.
Um jemanden oder etwas abzustechen ist eine Doppelklinge, möglichst flach wie breit bei ungefähr 12cm Länge das ideal. Man sollte bedenken dass man das Teil auch wieder rausziehen möchte, und das möglichst schnell und komplikationsfrei, wenn man denn stechen will, oder muss. Mit einer Säge und bald 5cm Klingenbreite fast nicht machbar, man stelle sich nur vor es verhakt sich am Brustbein und man muss erstmal ne weile Sägen bis es wieder rausgeht. Da ist der taktische Vorteil verloren und der Gegner aufmerksam.

jackknife
30.06.2006, 03:02
Ich habe eine 45er Stockgun, welche sich auch vielleicht in Deutschland als Sportpistole bezeichnen läßt. Hätte Sie kein long dustcover und getunten Abzug, sowie eine starre Visierung, dann würde man sie vielleicht Dienstpis,tole schimpfen. Mit beiden kann ich Löcher in Pappe schießen, aber auch viel schlimmeres tun. Ebenso mit dem Brotmesser. Ich wette, es werden jedes Jahr mehr Menschen mit Brotmessern verletzt oder umgebracht, wie mit dem Glockschrott. Das Glock ist ein Einsatzmesser, kein Kampfmesser.
Sollte man als Soldat dieses Gerät zum Kämpfen benutzen, dann hat man wohl so ziemlich alles entgegen dem gemacht, wie es einem gelehrt wurde.
Damit man eben nicht so nah an den Feind heran muß, hat man eine Waffe.
Ansonsten verstehe ich diese Glockgeschichte immer noch nicht.
Die Leute hier im Forum geben locker 50 € für Wollunterwäsche aus, aber reden einem Haufen minderwertigen Schwarzstahls einen Nimbus an. Das Teil kostet keine 20€, wie soll es da etwas taugen. Ein vernüntiger Schraubendreher ist teurer und besteht aus besserem Stahl. Es schneidet schlecht, hält schlecht die Schärfe, ist häßlich und hat einen fiesen Griff.
Ich lass mir auch nicht von irgendjemanden erzählen, dass Lestra tolle Daunenschlafsäcke macht, die können das einfach nicht und die Dinger sind schrott, dafür hatte ich schon zu viele gute Penntüten. Enenso verhält es sich mit Messern, habe und hatte schon viele, daher erkenne ich Grütze
Ach so, das Glock darf man mit in den Koffer legen.

Neil
30.06.2006, 10:55
Hi,

das mehr Menschen mit Küchenmessern abgemurkst werden liegt dar an, das es gerade Griff bereit lag und es nicht erst besorgt werden mußte wie die Glock.
Zum eigentlichen Thema.
Ich hatte mal eine Machette von Mexiko nach Berlin mit genommen. Diese war so groß, das die diagonal im Koffer liegen mußte. Okay, mein Koffer war auch nicht gerade groß. Da eine Machette zum hacken von Unterholz gut ist, würde ich diese als Gartenwerkzeug ansehen und auch so beim Beamten erklären. Die wird zwar gerne bei Kleinbuskriegen in Indonesien eingesetzt, aber für einen richtigen Kampf glaube ich ist die zu groß. Ich bi nicht schnell genug weil ich immer sehr weit aus holen muss.
Ich habe auch nur vor die Machette dafür zu nutzen wofür die da ist, der Kokosnuss den Kopf abschlagen um meine Strohhalm einzuführen.
Ich kann mir aber schon vorstellen, das man bei einem Flug in due USA Probleme bekommt. So war ich der Glückliche der den zusätzlichen Sicherheitscheck der Fluglinie mit machen durfte. Es wurde dabei gefragt, ob ich Waffen oder Waffen ähnliches welches man als solche verwenden kann, oder Spielzeug was aussieht wie Waffen, mit habe. Die Frage bezog sich auf den Koffer der eine Ettage tiefer im Flieger reiste als ich. Ich glaube, das ich dort schon mein Problem mit einer Machette bekommen hätte. aber mal ganz im Ernst, was mache ich mit einer Machette wo jeder Bürger im Schnitt mehr als eine Schußwaffe hat?
Lustig wird es auch wenn man mit seinem anderem Hobby reist. Raketen im Koffer sind so ein Ding. Die Motoren dürfen da auf keinen Fall rein, auch wie Munition, was hier schon mal erwähnt wurde. Das sind nun mal pyrotechnische Gegenstände die leicht brandfördernd sind. Die werden nicht gerne gesehen. Was passiert also, wenn man eine 1:1 Nachbau einer Sidewinderrakete im Koffer hat?

Gruß

Neil

Lightfoot
04.07.2006, 14:53
Das Gepäckstück wird sicher gesondert untersucht werden.

Zur Kampfmesserdikussion: es kommt weniger darauf an, ob ein Messer zum Kampf taugt (Wer kann das schon richtig beurteilen? Jedenfalls ist ein Messer mit 12 cm Klinge, wie hier geschrieben, nicht ideal zum Kampf, da wichtige Organe so nicht sicher erreicht werden können. Onkel Lightfoot empfiehlt Längen um die 15 bis 18 cm), sondern was die Leute glauben und denken. Und da wirkt ein Glock z.B. nun mal recht martialisch.

Trotzdem denke ich, daß es meistens keine Probleme geben wird, die Sicherheitsbeamten sind viel gewohnt.

Um noch eine (belanglose) Meinung zu den anderen dazuzufügen: ich finde das Glock wie jedes andere Bajonett auch ziemlich schrottig. Es kann nichts, was ich von einem Messer erwarte, dafür Sachen, die ich nicht brauche.

Noch was zum militärischen Einsatz von Messern: kommt auch im Zeitalter von Sturmgewehr und lasergestützer Bomben immer wieder vor, wenn die Verhältnisse eng sind (z.B. neuerdings bei Operationen in afghanischen Höhlen), man sich verschossen oder Versager hat etc. Sicher aber die Ausnahme.

Rajiv
04.07.2006, 15:21
Wobei das Glock KEIN Bajonett ist. Ist nur ein Militärmesser, Einsatzmesser oder wie auch immer es zu nennen ist; aber garantiert kein Bajonett, denn es läßt sich an kein (Schnellfeuer-)Gewehr schnell montieren.

Rajiv, der kein Glock (mehr) hat

psy48
05.07.2006, 20:50
Ärger mit Messern, oder sonstigem Schneidwerkzeig im aufgegebenen Gepäck, hatte ich bisher noch nie. Oft habe ich eine Machete dabei, ein Tauchermesser und manchmal das Glock. Mit letzterem habe ích allerdings in den letzten zwanzig Jahren fast nichts anderes getan, als Stöckchen anzuspitzen, womit meine Frau ihre Pflanzen im Garten anbinden kann :roll: Bei der Kontrolle sage ich eben gleich, daß das Arbeitsmaterial ist, "working tool" und "fishing knife". Regionen unter US-Hoheit vermeiden wir allerdings konsequent.

Lightfoot
06.07.2006, 09:21
@ Rajiv

Du hast sicher recht. Mein Glock liegt seit 15 Jahren im Keller rum, habe also nur noch vage Erinnerungen. :wink: