PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SUL (Superultralight) gear



Christian Wagner
11.04.2006, 00:01
Habe den Sonntag damit verbracht einige Reste meiner Stoffkiste zu "verbraten".
Ich konnte zu meiner SUL Ausrüstung einiges weitere hinzuzufügen. Namentlich eine Schlafdecke und einen Biwaksack.

Schlafdecke:
Hülle aus Pertex microlight und 200 gr. Gärtnerdaune.
Abmessungen sind wie beim Nunatak Arc Edge (http://www.nunatakusa.com/Sleeping_Bag_arc_edge.htm).
Konstruiert ist es wie die Schlafdecke (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=9464&highlight=) von Wesen mit punktförmigen Absteppungen (sicherlich die leichteste Konstruktionsmethode und deutlich weniger Kältebrücken als "normal" durchgesteppt.

Gesamtgewicht etwa 400 gr. Packmaß ist nicht der Rede wert.
:wink:

Biwacksack:
Boden Silnylon
Oberseite Pertex Quantum

Abmessungen: 2m lang, oben 180 cm, unten 140 cm Umfang
Gewicht 150 gr.

Der Biwacksack hilft eventuell bei der Schlafdecke auftretende Öffnungen vor Wind zu schützen. Desweiteren spart man sich die Bodenplane.

Bilder gibts im Sommer. :bg:

Gruß, Christian

Wolfgang B
11.04.2006, 17:49
Schöne Sachen sind das! Die Sache mit den Absteppungen klingt interessant. Bei meinem Yeti-Pocket, den ich als Quilt verwende, rutschen die Daune immer an den Rand und es bleibt obenauf nix übrig. Vielleicht sollte ich da auch mal ein paar Absteppungen setzen, um die Daune aufzuhalten?

Meinen nächsten Biwaksack stelle ich mir so vor: Nicht wasserdicht, weil auf Bodenplane und unter dem MYOG-Tarp (www.leichtgepaeck.de -> bivy-lodge) verwendet, aber wasserabweisend gegen Kondenstropfen. An Kopf- und Fussende etwas hochgezogen mit Abspannschlaufe und parabelförmiger Firstlinie. Dann kann ich die (optional) über zwei Äste und jeweils zwei Schnüre abspannen. Einstieg seitlich per Reissverschluss. Also sozusagen ein Mini-Innenzelt. Der Boden wird von der Matte flach gehalten.

Bin mal auf Fotos von Deinen Kunstwerken gespannt!

Gruss, Wolfgang

dappi
11.04.2006, 20:12
jaaaa, fotos!!! sommer ist ja schon fast. :D:D
und die details natürlich: vor allem abstände, verteilung und höhe der absteppungen. spannendes teil! gefällt mir.

grüße,
stefan

Christian Wagner
11.04.2006, 21:54
OKEEEE, ihr habts so gewollt.

http://www.flusslinie.de/bild/RIMG0120.JPG
Hier der Biwacksack- nix spezielles- nur einfach sauleicht- Soll verhindern das der Wind unter die Decke weht und hat am Fußende einen besonders hochgezogenen Boden falls doch mal Regen unters Minitarp geweht wird. Der Boden ist für nackte Beine gewöhnungsbedürftig- es empfiehlt sich in langen Hosen zu schlafen.
http://www.flusslinie.de/bild/RIMG0119.JPG
Hier die Decke aufgeklappt.

http://www.flusslinie.de/bild/RIMG0122.JPG
Hier etwas eingeschlagen und die Kordel um den Hals zugezogen.

http://www.flusslinie.de/bild/RIMG0123.JPG
Die Flasche ist eine 1 Literflasche.
http://www.flusslinie.de/bild/RIMG0129.JPG
In der Mitte- dort wo die Fixpunkte am weitesten auseinander sind, finden sich die loftigsten Stellen. Die Fixpunkte waren anfänglich so 20- 30 cm auseinander. Wo es dann noch gefehlt hat wurden einfach noch zusätzlich welche zwischenreingesetzt.

Hab zuhause schon ein paarmal drinnen geschlafen. Zum auf der Seite schlafen ists fast ein wenig frisch- geht aber. Mit Biwacksack wirds aber richtig warm unter dem Teil- auch wenn man dann auf der Seite liegt.
An der Decke sind Schlaufen seitlich angebracht mit denen man das Teil an der Isomatte festmachen kann (Schnüre untendurch ziehen). Dann sollte auch das Zugproblem beim auf der Seite schlafen gelöst sein.

Nachahmer seien gewarnt. Meine Stoffbahn ist 7 cm länger als ich bin und das reicht perfekt. Ich dachte jedoch ich hätte hinterher noch "Luft" zum kürzen. Durch die Absteppungen und den Loft verschätzt man (oder zumindest ich) sich recht leicht. 10 cm mehr an Breite wären sicherlich auch kein Luxus gewesen. Aber man ist ja nunmal keine Ultralightsissy sondern eben Superultralighter :wink: .

Comments welcome.

Grüßle, Christian.

PS: meine SUL Seite wurde geupdatet, unter Diverses.

Poldi
11.04.2006, 23:24
Also ich find Ultralightsissys toll! :D
diese Woche bringt mir der Postbote hoffentlich die 500 gr. Daune vom Outdoorservice, mit ein paar Meter 4er Pertex von PointNorth gibt das dann einen schönen leichten Deckenschlafsack.
Warum nehm ihr eigentlich nur punktförmige Absteppungen und keine ganzen Baffles? Reicht das wirklich um die Daune an Ort und Stelle zu halten?
Hat eigentlich jemand schon mal versucht, einen Schlafsack mit Klettverschluss anstelle des Reißverschlusses zu realisieren? Hält das?
Grüße, Norbert

tiejer
12.04.2006, 00:56
Saugeil!- für welche Tour sind denn die Schätzchens gedacht?


Grüße!!!

Christian Wagner
12.04.2006, 01:08
diese Woche bringt mir der Postbote hoffentlich die 500 gr. Daune vom Outdoorservice, mit ein paar Meter 4er Pertex von PointNorth gibt das dann einen schönen leichten Deckenschlafsack.Das gibt nen sehr schönen Schlasa- hab das Material selbst mal benutzt und es fühlt sich prima an.


Warum nehm ihr eigentlich nur punktförmige Absteppungen und keine ganzen Baffles? Reicht das wirklich um die Daune an Ort und Stelle zu halten? Die Verschiebt sich schon mit der Zeit (Und nein, in einer Nacht passiert da nix großartiges, erst nach zweien hab ich ein wenig bewegung bemerkt. Ist aber wurscht da man einfach ein paar Mal auf dieDecke klopft und schon passts wieder.).
Für nen stinknormalen 3- JZ- Schlasa würde ich einfache H- Kammern machen (siehe mein Schlafsack in den tiefen des MYOG Forums). Das ist sicherlich schwerer und viel aufwändiger zu machen, aber sicherlich auch weniger"pflegeintensiv" (das Daune neuverteilen dürfte bei einem Schlafsack bestimmt etwas aufwändiger sein als bei der kleinen Schlafdecke).

Die Decke ist alleine benutzt sicherlich nur was für den Hochsommer- Tropen. Mit Biwacksack werden bestimmt tiefere Temperaturen möglich sein (hab gestern richtig geschwitzt als ich mit Biwacksack geschlafen habe- indoors).

Nicht übertreiben
12.04.2006, 08:35
Wow - an einem Sonntag? Mir scheint ich muss nicht nur an der Qualität meiner Sachen noch feilen, sondern auch an der Geschwindigkeit :bg:

Sieht alles sehr nett aus, wenn du das erste Mal mit dem Material auf Tour warst, freue ich mich schon auf deinen Erfahrungsbericht :)

Viele Grüße,
Thorben

hikingharry
12.04.2006, 09:53
Danke für den Bericht und die Fotos, sind schöne Sachen geworden.

Aber die Geschwindigkeit ist echt gut :o , bei mir wären das 2 Wochenenden alles zusammen.

Und eine Frage: Würdest Du eventuell auch Spinnaker-Ripstop-Nylon als Bodenmaterial für den Biwaksack verwenden, bzw. wie schätzt Du das Material diesbezüglich ein?

Gruß hikingharry

Christian Wagner
12.04.2006, 17:18
Erfahrungsbericht kommt, nur nicht gerade zu dieser Jahreszeit- irgendwie nervt Aprillwetter oder?

Klar würde ich Spinackernylon nehmen- hier gehts ums Gewicht- ich hatte nur ncht mehr soviel da. Wenn man drauf acht gibt dann hält das Material schon ne Weile (Schätzwert- als Unterlage hab ichs noch ne hergenommen).

Corton
12.04.2006, 17:28
200 gr. Gärtnerdaune.
Welche Daune hast Du denn geordert und was hast Du bezahlt? Hast Du noch was übrig?

Corton

Christian Wagner
12.04.2006, 17:56
Nix mehr da- war ein Rest.

IMHO die für 14 € (?).

For the record- Loft etwa 7 cm auf den "Hügeln".

Corton
12.04.2006, 18:07
Das ist dann die kanad. Graugans, oder? Wie ist die Qualität dieser Füllung im Vergleich zu der von der Literie Annabelle ("Valandre") Daune?

Christian Wagner
12.04.2006, 18:10
Ich finde das schenkt sich von der Quali her nix. Gerade realisiere ich wie krass ich den Quantumschlafsack überfüllt habe. 7 cm mit 200 gr- da könnte man sicherlich noch einiges aus dem Schlasa rausnehmen.

stefan.bbb
24.05.2006, 12:19
Schlafsack

Guter Schlaf ist wichtig, wegen Gewicht mach ich mich aber nicht mehr verrückt, auch ohne Hexerei kommt man dahin, daß man Bleisohlen tragen muß, damit einem der Rucksack nicht vom Boden lüpft.

Schlafsack wollte ich nicht selber bauen, wg. viel Arbeit, aber langsam reift das Projekt doch.

Außen muß eine atmungsfähige, wasserdichte Hülle sein, darunter wohl Daune und innen was leicht waschbares. Ein toller Schlafsack, der nach 3 mal waschen toll war, ist doch nonsens. und in Neuseeland habe ich nicht das Super- Wasch- equipment zur Hand, sondern eine Maschine, die ich nicht kennne u es gibt noch schlechtere Reviere.

fleece- Sack iss nicht toll, aber als Innnensack mag er taugen, macht die Sache auch flexibel. (3Euro Material)

RV halte ich f entbehrlich, abgesehen davon, daß er schwer ist u klemmt u ein thermischer Schwachpunkt ist, Koppelbarkeit steht aktuell nicht in meinem Pflichtenheft.

Die Daunen (welche, aus welcher Quelle?) würde ich in einem 25g Ripstop verpacken wollen und da haben mir die Steppunkte sehr gut gefallen! Bin ich natürlich auf Erfahrungswerte gespannt, welches der "richtige" Abstand ist. Klar,daß man Material zugeben muß, der Weg von A nach B ist halt keine gerade Linie, sondern ein auf u ab. Ich dachte mit 3 Lagen Stoff 2 Lagen Daunen zu bilden. Mein Stöffchen ist durchsichtig, lege ich also die 3 Lagen flach aus, zeichne in 2 verschiedenen Farben 2 versetzte Raster auf und nähe dann von Hand die Punkte des einen Rastrers durch Lage 1u 2 und dann die Punkte des anderen Rasters durch Lage 2 und 3.

Gefüllt hat dann die eine Daunenschicht da den größten Loft, wo die andere einen Stepppunkt, also eine Schwachstelle hat.

Scheint mir schlau???!!!

Wat iss denn nu Pertex Quantum u wat microlight?

Die Äußere Hülle als Biwaksack könnte auch aus Tyvek sein, f eine Tour tuts das und das Zeug kann man kleben, dann sind die Nähte dicht!

Christian Wagner
29.05.2006, 18:15
Schlafsack

Schlafsack wollte ich nicht selber bauen, wg. viel Arbeit, aber langsam reift das Projekt doch.

Außen muß eine atmungsfähige, wasserdichte Hülle sein, darunter wohl Daune und innen was leicht waschbares. Ein toller Schlafsack, der nach 3 mal waschen toll war, ist doch nonsens. und in Neuseeland habe ich nicht das Super- Wasch- equipment zur Hand, sondern eine Maschine, die ich nicht kennne u es gibt noch schlechtere Reviere.
Wie lange willst du denn reisen? Für ein Paar Wochen im Schlasa sollte man imho ohne Wäsche auskommen (rümpf).


fleece- Sack iss nicht toll, aber als Innnensack mag er taugen, macht die Sache auch flexibel. (3Euro Material)Den kannste dir sparen wenn du in den Schlasa 50 gr. Daune mehr reinfüllst. Fleece hat ein ultraschlechtes Wärme Gewichtsverhältnis.


RV halte ich f entbehrlich, abgesehen davon, daß er schwer ist u klemmt u ein thermischer Schwachpunkt ist, Koppelbarkeit steht aktuell nicht in meinem Pflichtenheft.Ich benutze den Schlasa eh als quilt. Nur wenn es sehr kalt wird dann wird der Reißverschluß geschlossen. Mir ist das die 40 gramm für das Teil wert. Aber jedem das seine.


Die Daunen (welche, aus welcher Quelle?) würde ich in einem 25g Ripstop verpacken wollen und da haben mir die Steppunkte sehr gut gefallen! Bin ich natürlich auf Erfahrungswerte gespannt, welches der "richtige" Abstand ist. Klar,daß man Material zugeben muß, der Weg von A nach B ist halt keine gerade Linie, sondern ein auf u ab. Ich dachte mit 3 Lagen Stoff 2 Lagen Daunen zu bilden. Mein Stöffchen ist durchsichtig, lege ich also die 3 Lagen flach aus, zeichne in 2 verschiedenen Farben 2 versetzte Raster auf und nähe dann von Hand die Punkte des einen Rastrers durch Lage 1u 2 und dann die Punkte des anderen Rasters durch Lage 2 und 3.

Gefüllt hat dann die eine Daunenschicht da den größten Loft, wo die andere einen Stepppunkt, also eine Schwachstelle hat.
Damit hast du dann drei Lagen Stoff und der Gewichtsvorteil vom absteppen ist dahin. Wenn du statt Stepppunkte quer durchnähst dann hast du V- Kammern. Die sind aber IMHO nur bei Winterschlafsäcken sinnvoll da man da die Daunenkontrolle braucht.


Wat iss denn nu Pertex Quantum u wat microlight?

Quantum ist immer Ripstop und wiegt 30 gr/m². Microlight ist der Vorgänger und wiegt 42 gr/m². Quantum ist beidseits kalandert, Microlight nur einseitig. Microlight fühlt sich IMHO um Klassen besser an. IMHO das weichste und angenehmste Schalfsackstöffchen (Quantum ist aber auch nicht wirklich unangenehm).[/quote]