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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polarlichter aufnehmen mit Nikon F75 und Canon G6



Traeuma
21.02.2006, 19:17
Hello...

um Polarlichter oder Sternenhimmel richtig schön ablichten zu können, braucht man Belichtungszeiten jenseits der Minutengrenze, richtig?

Problem:
Gibt es eine Möglichkeit bei folgenden Photoapparaten so lange zu belichten?
Bei beiden ist die Höchsteinstellung wenn man auf "A" stellt etwa 30 Sekunden.

Nikon F75
Canon Powershot G6


Grüße,
Tilo

Christine M
21.02.2006, 19:33
Hmm, bei der Nikon F75 hätte ich jetzt spontan gesagt: ein ganz normaler Drahtauslöser, so wie bei meiner F80. Mit dem kannst du belichten, so lange du willst. Auf dem Bild (http://www.europe-nikon.com/show_large_image.aspx?countryId=3&languageId=3&prodId=401&imgLink=%2fuploads%2fnjp%2fproducts%2fAPFinder_Japan%2fPPDD%2fLarge_350x260px%2fF75Silver%2fF75-Body-Top.jpg) sieht es aber so aus, als hätte der Auslöser nicht den erforderlichen Anschluß. Drahtauslöser wird auch nicht bei Nikon unter Zubehör zur F75 genannt, umgekehrt beim Nikon-Drahtauslöser auch nicht die F75. :-? Über die Nikon-Website kannst du den Zubehör-Katalog als pdf laden; da wird bei den Fernsteuerungssystemen die F75 leider auch nicht genannt (nur die F70 und die "höheren" Modelle).

Edit: ich habe aber, meine ich, über die Belichtungsautomatik meiner F80 auch schon Polarlicht fotografiert, ist eigentlich ganz gut geworden. Und ich glaube, 30 Sek. ist auch das längste, was die F80 bei Verwendung der Automatik belichtet.

Christine

cd
21.02.2006, 19:33
Vielleicht geht es zumindest mit der F75 mit nem Kabelauslöser.

Von meiner Canon EOS 300 kenne ich das, da sind "normal" auch nur Verschlusszeiten von max. 30s möglich. Am Kabelauslöser gibts aber ne Feststelltaste, mit Hilfe deren längere Belichtungen möglich sind, allerdings muss man die Belichtungszeit dann selber messen.

chris

[too late... :wink: ]

underwater
21.02.2006, 19:50
Ich weiß durchaus warum ich ne mechanische habe: 2,5 Stunden Sternenhimmel... Wo liegt das Problem :bg:

Leider wird sowas zugunsten elektronischer Spielereien wegrationalisiert... Grummel

@Träuma: Hat die Nikon kein "B" ???

thefly
21.02.2006, 21:27
Hallo
in der M-Stellung sollte deine Nikon durchaus mehr können, du musst dann die Belichtung manuell beenden, indem du wieder auf den Auslöser drückst.
So funktioniert das auf jeden Fall bei meiner F60 und es wäre ja eher unlogisch wenn die größere das nicht auch könnte. Im Display steht dann -- Der Nachteil ist, du musst dir selbst überlegen was du für eine Belichtungszeit du so brauchst.



gruß

thefly

Waldhoschi
21.02.2006, 21:28
Ich bin mir fast sicher, dass die Belichtung so lange geht. Aber ich glaub, das geht ziemlich auf die Batterien. (Ich glaub mit einem Satz sind 3,5 Stunden möglich) Aber dann hat man mit durchschnittlicher Blende total überbelichtet, die Lichter sind verschmiert. VErsuche es mit einem empfindlichen 400er oder 600er. Blende ganz auf, Stativ, Spiegelvorauslösen und 30 Sekunden belichten. Ich denke, dass sollte klappen.

Grüße Joe

underwater
21.02.2006, 21:35
Evtl. so machen wie beim Feuerwerk? Kamera auslösen, Blende komplett zudrehen und wenn dann was schönes erscheint, kurz audrehen - klappt prima - man kann somit Feuerwerk gezielt sammeln.

Bei meinen 2,5 Stunden Sternenhimmel hatte ich ca. 5,6er Blende und nen 50 ASA Film... 50er Objektiv glaube ich

Christine M
21.02.2006, 22:06
Für Polarlichtaufnahmen braucht man keine Stunden, wir sind eher im Bereich einer oder einiger weniger Minuten. Daher besteht auch ein Problem damit, die Belichtung manuell ohne Fernauslösung durchzuführen; denn das wirst du bei solchen Zeiten nicht schaffen, ohne das Bild zu verwackeln.

Die F75 hat höchstwahrscheinlich keine Spiegelvorauslösung. Das hat bei Nikon nicht mal die F100, sondern erst das Profimodell F5 (bzw. inzwischen die F6). Ich habe mit der F80 aber auch ganz vernünftige Aufnahmen ohne Spiegelvorauslösung gemacht.

Also wie Joe sagt, am besten mit einem 400er Film mit der längstmöglichen Belichtung mit Selbstauslöser probieren. Und über der ganzen Fotografierei das Nordlicht anschauen nicht vergessen. :wink:

Christine

Flieger
22.02.2006, 08:48
Hallo!
Ich weiß nicht,ob das bei der F75 geht (bei meiner F100 klappt es). In der manuellen Einstellung gibt es die Funktion bulb. Mit dieser bleibt der Verschluß solange geöffnet, wie Du auf den Auslöser drückst.
Nun denn:viel Spaß beim Ausprobieren.
Ach so-ein Stativ ist dabei von Nöten :D
Flieger

Hessel
22.02.2006, 09:13
hi,
bei mir gings gut mit belichtungszeit 25 - 45 sec. 100er film,
nimmst du einen 200er oder einen empfindlicheren werden 30 sec. bestimmt ausreichen
wenn das nordlicht leuchtet, ist es oft recht kalt, in alesjaure hatten wir um die 20 grad kälte, viel spass bei batterien wärmen
es lebe die fm2!
grüße
hessel

Stephan Kiste
22.02.2006, 09:30
Hi,

meine Empfehlung ist mal jemanden zu fragen bei Nikon.
Es gibt Kameras (leider weis ich nicht mehr den Typen),
bei denen der Verschluß irgendwie elektro/magnetischsch (?)
aufgehalten wird und nach längerer Belichtungszeit abraucht,
weil er dafür nicht ausgelegt ist.

Grüße Stephan

Flachlandtiroler
22.02.2006, 09:38
wenn das nordlicht leuchtet, ist es oft recht kalt
Besteht da ein kausaler Zusammenhang?


Es gibt Kameras (leider weis ich nicht mehr den Typen), bei denen der Verschluß irgendwie elektro/magnetischsch (?) aufgehalten wird und nach längerer Belichtungszeit abraucht, weil er dafür nicht ausgelegt ist.
"Abraucht" meint aber nicht, daß er danach kaputt ist oder? :o
Einen elektromagnetischen Verschluß haben nahezu alle analogen SLRs (Ausnahme sind die vollmechanischen, also FM1/2, A1, F1, SRT und manche, bei denen eine Verschlußzeit als Notlösung vollmechanisch gesteuert wird, meist die Blitzsynchronzeit oder eben B=bulb).
Bei elektromagnetischer Verschlußsteuerung wird die Belichtungszeit durch ein Spulenmagnetfeld gesteuert, d.h. es fließt solange Strom wie der Verschluß auf ist. Geht insbes. bei Kälte ziemlich auf die Batterien, wie ich schon mehrfach erleben durfte -- nach einigen zehn Sekunden fällt der Verschluß dann einfach wieder zu, obwohl man krampfhaft den Drahtauslöseknopf festhält... :grrr:

Gruß, Martin

Alpenkönig
22.02.2006, 10:51
Als Ordnungsfanatiker bemerke ich: wieso ist dieser thread nicht in "Foto und Film"?
Was mich aber wirklich interessiert: mit welcher Belichtungszeit nimmt man denn nun Polarlichter auf? Minutenlange Belichtung halte ich für ausgeschlossen: da bewegt sich doch immer was und am Ende habe ich ein psychedelisches Farbenmuster auf dem Foto aber keine Polarlichter, oder?
Nur nebenbei, die im Eingangsthread erwähnte Canon Powershot G6 hat als maximale Belichtungszeit 15 Sekunden!

Stephan Kiste
22.02.2006, 11:00
Hallo Martin,

ich habe mich mal mit einem Astrofotografen unterhalten, der mir von Kameras erzählt hat, die nur bis 30 Sek belichten wollen bei Automatik.
Wenn man das umgeht und länger belichtet sind in der Tat die Antriebe
für den Verschluß so heis geworden, das sie danach nicht mehr funktionierten und defekt waren.
Da mich das nicht soo interessiert hat, weil ich fast ausschließlich
voll mechanisch fotografiere, habe ich mir den Typ und
die Belichtungszeit ( Bei den Astros mit Nachführung auch mal in Stunden)
nicht gemerkt, leider.

Grüße Stephan

Christine M
22.02.2006, 11:32
Ich weiß nicht,ob das bei der F75 geht (bei meiner F100 klappt es). In der manuellen Einstellung gibt es die Funktion bulb. Mit dieser bleibt der Verschluß solange geöffnet, wie Du auf den Auslöser drückst.


Und damit schaffst du eine Belichtung von sagen wir mal 45 Sek. ohne zu verwackeln? :-?


wenn das nordlicht leuchtet, ist es oft recht kalt

Besteht da ein kausaler Zusammenhang?

Ja. :wink: Nordlicht sieht man nur bei klarem Wetter, und nur abends/nachts. Winternacht mit klarem Himmel = tendenziell tiefere Temperaturen. Es sei denn, man nimmt es wörtlich ganz genau und gehört zu den Leuten, die sagen, die Sonne scheint immer - es sind nur manchmal ein paar Wolken davor. :wink:

Christine

cd
22.02.2006, 12:18
Und damit schaffst du eine Belichtung von sagen wir mal 45 Sek. ohne zu verwackeln? :-?
Stichwort Kabelauslöser :wink:

Wobei die elektronischen gegenüber dem "klassischen" Drahtauslöser den Vorteil haben, dass das Drähtchen nicht auch noch an der Kamera rumwackelt.
Dürfte auch nicht wirklich teuer sein. Ich hab Anfang 2002 für nen Original Canon Kabelauslöser mit Feststellknopf bei nem Fotohändler gerade mal 10€ gezahlt (Ok, war schon gebraucht, aber ohne Spuren). Und selbermachen dürfte mit ein klein wenig Elektrowissen auch ganz gut gehen.

chris

Waldhoschi
22.02.2006, 12:21
Die meisten elektronischen Kammeras haben Kabellauslöser. Son Gerät mit nem Kippschalter zu versehen, dass du "on-off" drücken kannst, sollte kein Problem sein. Gibt irgendwo auf www.dslr-forum.de ne Anleitung

Grüße Joe

Stephan Kiste
22.02.2006, 12:22
Und damit schaffst du eine Belichtung von sagen wir mal 45 Sek. ohne zu verwackeln? :-?

Stative sind auch bei modernen Kameras mittel der Wahl.
Wer sie nicht mitschleppen möchte kann zB. den Packsack des Schlafsacks mit Schnee füllen und die Kamera bei stehendem Sack in den
Deckel drücken. Funktioniert gerade bei Langzeitbelichtungen besonders
gut.
Zusätzlich natürlich Drahtauslöser oder was bei Automatiken auch funktioniert, wenn man nicht beim Auslösen noch verwackeln möchte ist die Zeitauslösung.
Wenn dabei noch der Spiegel vorzeitig ausgelößt wird, ist doch alles im
grünen Bereich.


[ot]
wenn das nordlicht leuchtet, ist es oft recht kalt

Besteht da ein kausaler Zusammenhang?

"Hessel hat folgendes geschrieben:
wenn das nordlicht leuchtet, ist es oft recht kalt "

"Besteht da ein kausaler Zusammenhang? "

Bei klarem Wetter strahlt die Wärme in den Weltraum,
der Schnee reflektiert zusätzlich die Wärmestrahlen,
das kann zu schönen Temperaturstürzen im Norden führen.

Grüße Stephan

alaskawolf1980
22.02.2006, 12:25
Für Polarlichter braucht man nur 30 Sekunden. Hab mit 30 Sekunden beste Polarlichtaufnahmen in Lappland machen können.

Christine M
22.02.2006, 12:42
Alles richtig, aber: wie im zweiten :bg: Posting festgestellt, verfügt die F75 anscheinend über keine Möglichkeit, einen Fernauslöser (einfacher Draht oder elektronisch) anzuschließen. :wink: D. h. längere Belichtung über Einstellung "M" würde zwar vermutlich funktionieren, aber nur, wenn man die ganze Zeit über den Finger auf den Auslöser hält. Und das dürfte ein normaler Mensch vermutlich nicht bei einer Belichtungszeit von 45 Sek. schaffen, ohne das Bild zu verwackeln. Und ich vermute, daß die längstmögliche einstellbare Belichtungszeit bei Verwendung des Selbstauslösers 30 Sek. beträgt. Ach ja, Spiegelvorausösung hat sie auch nicht.

Christine

Waldhoschi
22.02.2006, 12:46
Hat die F75 keinen IR Empfänger?!?

Stephan Kiste
22.02.2006, 12:54
Für Polarlichter braucht man nur 30 Sekunden. Hab mit 30 Sekunden beste Polarlichtaufnahmen in Lappland machen können.

Bei welcher Filmempfindlichkeit und Blende, welcher Film?
Wie hast Du den Schwarzschildeffekt berücksichtigt?

Grüße Stephan

Flachlandtiroler
22.02.2006, 13:02
Drahtauslöser wird auch nicht bei Nikon unter Zubehör zur F75 genannt, umgekehrt beim Nikon-Drahtauslöser auch nicht die F75. :-? Über die Nikon-Website kannst du den Zubehör-Katalog als pdf laden; da wird bei den Fernsteuerungssystemen die F75 leider auch nicht genannt (nur die F70 und die "höheren" Modelle).

Fernauslösung (optional)
Infrarot, aktiviert durch Drücken des Auslöseknopfes; Auslösung sofort oder nach 2 s; Auslösebereich: ca. 5 m frontal zur Kamera; Batterie: eine 3 V CR2025 Lithiumbatterie; Batterie-Lebensdauer ca. 5 Jahre (in Abhängigkeit von anderen Aufnahmebedingungen); Abmessungen: ca. 60 x 28 x 7 mm (H x B x T); Gewicht ca. 10 g inkl. Batterie
Hätte ich nicht für möglich gehalten, eine SLR (sogar von Nikon!) ohne Drahtanschluß :o :o

Gruß, Martin

Alpenkönig
22.02.2006, 15:40
Drahtauslöser (gibt,s kaum noch), Fernauslöser (kostet zusätzlich Geld und wenn man ihn braucht, ist die Batterie leer). Kann man beides umgehen, wenn man Stativ und den Selbstauslöser benutzt.

Flachlandtiroler
22.02.2006, 15:52
Drahtauslöser (gibt,s kaum noch), Fernauslöser (kostet zusätzlich Geld und wenn man ihn braucht, ist die Batterie leer). Kann man beides umgehen, wenn man Stativ und den Selbstauslöser benutzt.
Aber nicht in Stellung "B"... ;)
[edit: Meine gute alte SRT macht bei "B" und Selbstauslöser 2s Belichtung.]

Gruß, Martin

Traeuma
22.02.2006, 16:45
Die F75 hat tatsächlich bei M eine Einstellung, in der der Shutter beliebig lange offen bleibt.
Die mit Selbstauslöser auslösen und zum schließen einfach leicht den Auslöseknopf antippen.
Sollte funzen :bg:

Bei der Canon G6 seh ich da allerdings leider schwarz...

underwater
22.02.2006, 17:52
Bleibt nur die Frage, wie lange die Batterien den Spiegel oben halten - bei meiner alten Minolta kam urplötzlich an Silvester der Spiegel nach 2 Sek wieder runter - Batterie kalt und halbwegs leer...

Es leben doch die mecahnischen unelektronischen Varianten...

alaskawolf1980
22.02.2006, 18:55
Für Polarlichter braucht man nur 30 Sekunden. Hab mit 30 Sekunden beste Polarlichtaufnahmen in Lappland machen können.

Bei welcher Filmempfindlichkeit und Blende, welcher Film?
Wie hast Du den Schwarzschildeffekt berücksichtigt?

Grüße Stephan

200er Film, 30 selunden eingestellt, blende hat kamera selbst bestimmt, manuell scharfgestellt ... mit dynax 5

was ist der schwarzschildeffekt?

die Bilder sind sehr gut geworden auch ohne Wissen von einem schwarzschildeffekt :bg:
Aber freue mich auf eine Erklärung des genannten Effektes damit meine Bilder noch besser werden.

Flieger
22.02.2006, 19:36
Hallo!
@christine:
Ich glaube auch, daß wenn man in bulb 45 s auf den Auslöser drückt, die Kamera verreißt.
@alle:
Aber ich denke, daß so lange Belichtungszeiten, zumindest bei Polarlichtern, unnötig sind. Da es ja keine statischen Objekte sind, reichen Belichtungszeiten zw. 3 und 10 s eigentlich aus. Und da kann ich ja schön mit dem Selbstauslöser arbeiten.
Was allerdings noch garnicht angesprochen wurde ist die Objektivwahl. Da Polarlichter ja ziemlich viel Raum einnehmen, sollte das Objektiv in den Weitwinkelbereich hineingehen. Ich denke was zwischen 20-höchstens 28 mm wäre optimal.
Schwarzschildeffekt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzschildeffekt
Flieger

hrrh
22.02.2006, 23:49
Es gibt Kameras (leider weis ich nicht mehr den Typen), bei denen der Verschluß irgendwie elektro/magnetischsch (?) aufgehalten wird und nach längerer Belichtungszeit abraucht, weil er dafür nicht ausgelegt ist.
"Abraucht" meint aber nicht, daß er danach kaputt ist oder? :o
mit abraucht wird (fast) immer kaputt gehen gemeint.

zur aufnaheme: bei lichtschwachen objekten kann/muss man:
1. lange belichten und dabei nicht wackeln
2. mehrere aufnahemen aufeinanderaddieren (mehrere aufnamen diret nacheinander ohne die kammera zu bewegenmachen und dann die photos durch ein entsprechendes progamm jagen)
3. den sensor kuehlen (wegem rauschen)

Stephan Kiste
23.02.2006, 07:58
also,

was die Nachtaufnahmen angeht muß man 2 Sachen besonders beachten.
Erstens ist die Belichtung, die sich immer an den Schatten orientiert
( ausser Dias) schwer bis garnicht zu messen.
zwotens ist der Kontrast meistens sehr hoch.

Niedrigempfindliche Filme brauchen viel Licht, sind sehr feinkörnig
und kontrastreicher als

Hochempfindliche Filme, die wenig Licht brauchen, allerdings auch eher
ein wenig körnig sind.

Also ist es für den Kontrast schon mal sehr vorteilhaft, einen Hochempfindlichen Film zu nehmen, der von der Struktur her noch gute Vergrößerungen zuläßt ( am besten man weiß vorher schon, wie
groß der Abzug werden soll).

Nicht zu vernachlässigen sollte man die Belichtiung.
Jeder Farbfilm verändert bei sehr langen Belichtungen (mitunter schon ab 10 Sek) seine Empfindlichkeit (Schwarzschildeffekt, angl am. Reziprositätsfehler).
Um eine gleiche Dichte im Negativ in den Schatten zu bekommen
muß man die Bel. Zeit mit einem Faktor kompensieren.
Das ist vom Film abhängig, die Datenblätter helfen einem weiter.
Aber wer das noch nicht ausgerechnet hat: Filterfaktor 2 heist
zB. 2x aufblenden oder 2 x die Zeit verlängern.
Da aber die Nachtaufnahmen meistens mit der kleinsten möglichen
Blende gemacht werden ist da kein Spielraum mehr.
Also über die Zeit.

Beim 200 ASA Film ( körnig, empfindlich) sind es gemessen
vieleicht 30 Sek,bei Faktor 2 sind das 30x2 60x2 120 sek um eine
gleiche Belichtung wie im 1/100 tel bereich zu bekommen.

Beim 50 ASA Film ( 2 Blenden unempfindlicher wie der 200ter)
ist dann die gemessene Belichtungszeit schon 120 Sek (wenn es denn noch technisch machbar wäre).
Bei Faktor 2 heist das 120x2 240x2 480 Sek Belichtung.
Bei dieser sehr teorethischen Betrachtung sieht man, das die Filmwahl
schon entscheidend ist bei dem Ergebnis und man schnell in
Bereiche kommt, die den Verschluß übervordern können.
In der Praxis heist das, Automatiken vergessen und großzügig
Belichtungsreihen machen, nichts ist so günstig wie Film.
Die Farbfilme, und insbesondere die Profs, haben heute schon einen
sehr großen Bel. Spielraum und die Farbtreue ist auch wesentlich besser
geworden, sie verzeihen Fehler viel besser aber brauchen auch für ein Spitzenergebnis eine genaue Verarbeitung.
Wer jetzt aber so ne Automatik hat, kann diese überlisten, indem er
ihr eine andere ASA einstellt.


Grüße Stephan

Mecoptera
23.02.2006, 08:00
Zumindest das mit dem Sensorkühlen sollte in Polarlichtgegenden ja kein Problem sein :P

Stephan Kiste
23.02.2006, 08:09
Hi,

ich habe den Verschluß gemeint, bei kameras mit den
Sensoren hast da andere Probleme.

Grüße Stephan