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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Western Mountaineering Summerlite, 540g, 0°C Komfort



Corton
15.02.2006, 16:23
Lt. WM in begrenzter Stückzahl schon ab Frühling (regulär leider erst ab Herbst) verfügbar, aber darauf freuen darf man sich schon heute :):

http://www.westernmountaineering.com/db_images/bags/New06/Summerlite-Sopn1.jpg

Es ist der kleine Bruder des Ultralite (Super), quasi das bis jetzt noch fehlende, funktional geschnittene Gegenstück zum Megalite.

Der Summerlite ist in Gr. regular (6´) mit 255g Daune befüllt, hat ein Kammer-System, wartet mit einem vollwertigen RV samt RV-Abdeckung auf und bringt lt. WM insgesamt trotzdem nur 539g auf die Waage. Bei meinem Megalite weicht die Gewichtsangabe etwa 8% von realen Wert ab. Eine identische Abweichung unterstellt, liegt der Summerlite mit etwa 582g immer noch deutlich unter der 600g Marke. Für einen vollwertigen Schlafsack, dem man angesichts der überlegenen Qualität der WM Daune durchaus realistische 0°C Komfort (Mann) zutrauen darf, ist das schon sehr beeindruckend.

Bleibt zu hoffen, dass das Modell auch bei Globetrotter schon im Frühjahr verfügbar sein wird...

Corton

Skull
15.02.2006, 16:31
Nicht schlecht! Gibt es denn schon eine ungefähre Preiseinschätzung?


Gruß
Skull

boehm22
15.02.2006, 16:44
Ich hab das Gefühl, daß die Preise steigen.

Der WM Alpinlite Super, da breite Gegenstück vom Ultralite wird im neuesten Outdoor-Magazin vorgestellt - und dabei steht ein Preis von 440 Euro.[edit: gerade nachgefragt, das ist der Preis bei Eigenimport incl. Versand und Zoll] (In USA kostet er 375 $ plus Steuer - deshalb hätte ich mir einen Preis von spürbar unter 400 Euro vorgestellt)

Corton
15.02.2006, 16:55
WM hat in der Tat schon wieder die Preise erhöht. Ich schätze, der Summerlite wird zur Einführung in Gr. regular bei 280-290$ liegen (was aktuell (je nach Versandkosten) auf einen Eigenimport-Preis von 320-340 EUR hinausliefe). Was der dt. Einzelhandel dann für einen EUR-Preis drausmacht, wird man sehen. :)

Keyser Soze
15.02.2006, 18:19
Den Summerlite gibt's seit einigen Jahren bei Transa in der Schweiz, hier wurde er bisher immer als "Transa Sondermodell" bezeichnet. Aktuell CHF 399 (Reg, Gewicht 630 g) und 429 (L, 670 g), Farbe Lila. Das neue Modell ist also scheinbar nochmals etwas verändert/verbessert (abgesehen von der attraktiveren Farbe).

Transa probt scheinbar die Schlafsäcke selbst, um die Marken miteinander vergleichen zu können, und gibt für den Summerlite eine Komforttemperatur von +3 bis +15 an.

Ahnender
15.02.2006, 18:56
Hier der Transa-Link als pdf:

schlafsaecke (http://www.transa.ch/documents/Dokumente/Handbuch_PDF/2005_180-204_schlafsaecke.pdf)

Keyser Soze
16.02.2006, 10:57
Hier (http://www.backcountrygear.com/catalog/bagdetail.cfm?PRODUCTS__ProductID=WE2210) kann man das schöne Stück bereits bestellen (Lieferfrist 2 Wochen). Wenn er vergleichbar mit dem Schweizer Modell sein sollte, wäre Transa echt günstig.

downunder
16.02.2006, 14:20
Der einzige Vorteil bei dem SChlafsack ist für mich der ganze Reißverschluss. Mir scheint das Modell, wenn man bei Marmot sucht, angesiedelt zu sein zwischen Atom und Hydrogen. Beide haben leider nur einen halben Reißverschluss, was in der Temperaturklasse aber vielleicht zu verkraften ist.

Corton
17.02.2006, 13:10
Transa probt scheinbar die Schlafsäcke selbst, um die Marken miteinander vergleichen zu können, und gibt für den Summerlite eine Komforttemperatur von +3 bis +15 an.
Da würd ich nicht viel drauf geben - beim Antelope SMF steht schließlich "-8°C bis +5°C" :roll:


Wenn er vergleichbar mit dem Schweizer Modell sein sollte, wäre Transa echt günstig.
Absolut, 255 EUR wäre ein echter Kampfpreis, wenn das Modell bis auf die Farbe identisch ist. Auffallend ist allerdings die mit "630g" doch deutlich höhere Gewichtsangabe. Andererseits ist die 1.090g Angabe (real: 1.015g) für den Apache SMF, large auch viel zu hoch. :-?

Corton

Corton
24.07.2008, 15:35
*nach fast 2,5 Jahren aus der Versenkung hol*

Sodala, Corton hat jetzt auch endlich seinen Summerlite (6´6" (large), left-zip) und wird ihn (so das Wetter will) in den nächsten Tagen auch gleich in den Alpen testen dürfen. :cool:

Gewicht Schlafsack: 625g (Herstellerangabe Gr. 6´6": 21 oz. = 595g)
Gewicht Packsack: 29g

Gesamtgewicht: 654g

Schönes Teil! http://www.smiliemania.de/smilie132/00000298.gif

Corton
24.07.2008, 18:44
Gewicht Schlafsack: 625g
Nach einem 1-stündigen Sonnenbad wiegt er jetzt sogar noch 10g weniger, also

615g.

Vielleicht knack ich ja noch die 600g Marke. :bg:

Corton
26.07.2008, 13:10
Offen sieht das gute Stück so aus:

http://img99.imageshack.us/img99/6274/sloffenul8.th.jpg (http://img99.imageshack.us/my.php?image=sloffenul8.jpg)

Ahnender
26.07.2008, 15:15
Jacknife war ja mit seinem nicht so zufrieden, da er meinte, dass die Daunenmenge auch
bei der Qualität nicht ausreicht, um die Kammern zu füllen und man so immer
Löcher sprich Kältebrücken hat.

Mein Highlite hat ja ungefähr die gleiche Menge an gleicher Daunenqualität
aber viel weniger Fläche. Und weniger Daune als die 230g könnte ich mir nicht vorstellen in dem Sack. Von daher konnte ich Jacknifes Argument damals verstehen.

Wie siehts bei deinem Summerlite aus....

sjusovaren
26.07.2008, 16:13
Jacknife war ja mit seinem nicht so zufrieden, da er meinte, dass die Daunenmenge auch
bei der Qualität nicht ausreicht, um die Kammern zu füllen und man so immer
Löcher sprich Kältebrücken hat.

So sehe ich das inzwischen auch. Würde mir meinen nicht nochmal kaufen.
Die erhoffte Rolle mit "Reserven bis runter zum Frost" erfüllt er (jedenfalls bei mir) nicht.
Für normale Temp (über 10 Grad) nehme ich weiterhin lieber meinen alten FourSeasons. Und wenn es einstellig wird, gleich was Wärmeres.
Wenn man ihn optimal aufschüttelt und sich komplett in Merino verpackt wie ein Toter reinlegt, dann ist es ok.
Sobald man sich aber mal im Schlaf bewegt, auf die Seite rollt, mit den Knien von innen drückt, etc. wird es kalt. Ich kann das nicht vermeiden, und es fehlen dem Schlafsack wohl einfach die "Reserven", um das auszugleichen.

Corton
26.07.2008, 20:43
@ sjusovaren
Was für ne Unterlage verwendest Du?


Mein Highlite hat ja ungefähr die gleiche Menge an gleicher Daunenqualität aber viel weniger Fläche. Und weniger Daune als die 230g könnte ich mir nicht vorstellen in dem Sack.
Weniger Fläche? Die Abmessugen von Highlite und Summerlite sind lt. Hersteller identisch (60"/52"/38" in large). Oder meinst Du Volumen? Das ist aufgrund des Boxkammer-Systems beim Summerlite sicherlich etwas größer, aber WM befüllt ihn ja deswegen auch mit 1 Unze mehr.


Wie siehts bei deinem Summerlite aus....
So wie ich ihn mir inzwischen auf- und zurechtgeschüttelt hab (!), ist die Füllung eigentlich ziemlich gleichmäßig verteilt - find nicht, dass in meinem Exemplar zu wenig Daune drin ist. Mag sein, dass in meinem Summerlite etwas mehr Daune drin ist als in jackknifes, meiner wog ja direkt nach dem Auspacken schließlich 25g mehr. Sollten im praktischen Einsatz wirklich Kältebrücken entstehen, wird mir das bei ersten Tests hoffentlich auffallen. Diese sollten ja eigentlich gerade stattfinden, aber bei der aktuellen Wetterlage stell ich mein Zelt nicht in 3.000m Höhe auf´n Berg - bin ja nicht lebensmüde. ;-)

Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt eben pro Kammer etwa 3-4g mehr einfüllen, was auf ein Overfill von 2 Unzen hinausläuft. Könnte mir vorstellen, dass WM so was auf besonderen Wunsch macht, auch wenn sie für den Summerlite auf den Website eigentlich kein Overfill anbieten.

sjusovaren
26.07.2008, 21:11
@ sjusovaren
Was für ne Unterlage verwendest Du?

Oft Ridgerest, sonst Prolite 4. Ich denke nicht, daß da der Schwachpunkt liegt.
Die Haltungen die ich unbewußt im Schlaf so einnehme, sind wohl das Problem. Das verträgt der Summerlite nicht.
Die denke, die Füllung ist einfach zu dünn, um das auszugleichen und stabil rundum das nötige Luftpolster zu halten?
Für ruhige Rückenschläfer ist der Schlafsack vielleicht ok.
Will das Teil ja nicht grundsätzlich miesmachen. Für mich wars halt ein Fehlkauf. Noch einen reinen Sommerschlafsack brauch ich nicht, auch wenn er schön leicht ist. Ist halt ein "Summer"lite".
Rückblickend wär ich vielleicht mit dem Megalite besser gefahren. Sowohl vom Schnitt als auch von den geringfügig tieferen Temp.angaben. Oder am besten gleich ein Megalite mit Overfill ;-)

Corton
26.07.2008, 21:58
Prolite 4
Den Summerlite in Verbindung mit der Prolite 4 getestet? Bei welcher Temperatur gefroren?


Rückblickend wär ich vielleicht mit dem Megalite besser gefahren. Sowohl vom Schnitt
Ist Dir der Summerlite vielleicht einfach zu eng?

Hatte mal ein ähnliches Problem wie Du, allerdings mit dem Megalite. Hab am Anfang den Großteil der Füllung nach oben geschüttelt (weil´s einfach besser aussieht :cool:) ... mit dem Resultat, dass ich dann in Seitenlage bereits bei +2°C kalte Stellen am Rücken hatte. Als ich die Füllung dann wieder optimal verteilt hatte, war das Problem verschwunden. Die tiefste Temperatur, bei der ich dann in einem korrekt zurechtgeschüttelten Megalite nicht gefroren habe, war knapp -9°C ;-) - allerdings mit Fleecejacke und Fleecehose.

Würd an Deiner Stelle daher einfach mal ein bisschen rumexperimentieren und umverteilen. Wenn das auch nix bringt, einfach 100g Top-Daune kaufen und vom Outdoor Service Team auffüllen lassen.

Wenn Dir der Schlafsack zu eng ist, bringt das aber auch nichts.

Ahnender
26.07.2008, 22:19
@
Weniger Fläche? Die Abmessugen von Highlite und Summerlite sind lt. Hersteller identisch (60"/52"/38" in large). Oder meinst Du Volumen? Das ist aufgrund des Boxkammer-Systems beim Summerlite sicherlich etwas größer, aber WM befüllt ihn ja deswegen auch mit 1 Unze mehr.


Oops, mein Fehler. Hab das vorher nicht kontrolliert. Bin einfach davon ausgegangen, dass du keine engen WMs kaufst. :bg:

sjusovaren
26.07.2008, 22:32
Den Summerlite in Verbindung mit der Prolite 4 getestet? Bei welcher Temperatur gefroren?
Ich besitze leider kein SuperDigitalThermometer wie du ;-)
Als ich richtig gefroren habe, waren es auf meinem Schlüsselanhängerdingsbums ca. 5 Grad. Hab natürlich nicht die ganze Nacht draufgeguckt.
Im Zelt wohlgemerkt, also nicht direkt im Wind. Und mit der Prolite.
Kalt war mir auch in anderen Nächten. Hab aber nicht immer auf ein Thermometer geguckt. Es war aber nie Frost.


...Würd an Deiner Stelle daher einfach mal ein bisschen rumexperimentieren und umverteilen...
Wenn Dir der Schlafsack zu eng ist, bringt das aber auch nichts.
Danke für die Ratschläge. Ich werd nochmal rumprobieren. Jetzt hab ich ihn ja schließlich.
Nochmal was investieren will ich aber eigentlich nicht. Ich befürchte, da setz ich nur noch mehr Geld in den Sand.

Monika
05.08.2008, 17:08
Ich besitze leider kein SuperDigitalThermometer wie du ;-)
Als ich richtig gefroren habe, waren es auf meinem Schlüsselanhängerdingsbums ca. 5 Grad. Hab natürlich nicht die ganze Nacht draufgeguckt.


Ich hatte ihn dieses Jahr in der Schweiz den Summerlie mit und habe ihn in der Gspaltenhornhütte im unteren Schlafraum benutzt - das war auf der ganzen Tour die kälteste Nacht mit Temperaturen beim Einschlafen um ca 6 Grad. Als Unterlage hatte ich die Hüttenmatratze. Der Schlafsack war mir wirklich warm genug - ich habe ihn nicht komplett geschlossen, hatte aber einen Buff als Kopfbedeckung auf.
(Das wäre übrigends auch mein Tipp: ohne Kopfbedeckung/Mütze friere ich viel schneller ... )

Monika

Nachtrag: ich bin kein ruhiger Rückenschläfer sondern eher ein "Umherwälzer"...

Mäni
05.08.2008, 22:08
Als ich richtig gefroren habe, waren es auf meinem Schlüsselanhängerdingsbums ca. 5 Grad.
Ich befürchte, da setz ich nur noch mehr Geld in den Sand.

Hab meinen neuen Summerlite gerade vor Kurzem die ersten Male benutzt. Ich fand ihn sehr komfortabel bei minimal 5 Grad unter dem Tarp, mässigem Wind, auf kurzer 10 mm-Billigschaum-Matte und bekleidet nur mit kurzer Unterhose und Kurzarm-T-Shirt.
Meiner wiegt in Grösse regular 580 g, mit leichtem Packbeutel 604 g.

Hannes1983
08.08.2008, 21:13
HI zusammen,

der Thread zeigt mal wieder, wie unterschiedlich die Empfindungen über diesen Schlafsack sind. Ich hab ihn mir letztes Jahr aus den USA mitgenommen um das Rucksackgewicht runter zu drücken. Im Juli bin ich jetzt zum großen Test mit dem Ding angetreten. War damit in Island (tiefste Temp. 0 grad). Ich hab immer in Unterhose und einem 190er Icebreaker geschlafen. Für mich war das Ding der Hammer. In der kältesten Nacht hab ich zwar alles zu gehabt, dennoch war das Ding für mich perfekt. Ich muss aber auch gestehen, dass ich was das angeht sehr Kälteunempfindlich bin :-).

Ich kann ihn auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Die angesprochenen daunenfreien Flecken kann ich auch bestätigen. Ich hab den Schlafsack hiergegen einfach jeden abend in die Sonne gehalten und durch das dünnen Material in 30 sek. die Daunen ordentlich verteilt.
Ich war mit dem Tarptent Contrail von Henry Shires unterwegs und hatte dadurch auch keine Feuchtigkeitsprobleme. Der Schlafsack war eigentlich immer trocken.

Scheint wohl Geschmackssache bzw. Temperatursache :-).

Gruß Hannes

Corton
19.08.2008, 10:30
Hab meinen neuen Summerlite gerade vor Kurzem die ersten Male benutzt. Ich fand ihn sehr komfortabel bei minimal 5 Grad unter dem Tarp


Im Juli bin ich jetzt zum großen Test mit dem Ding angetreten. War damit in Island (tiefste Temp. 0 grad). Ich hab immer in Unterhose und einem 190er Icebreaker geschlafen. Für mich war das Ding der Hammer. In der kältesten Nacht hab ich zwar alles zu gehabt, dennoch war das Ding für mich perfekt.

Hab nach den ersten Test-Nächten auch nur Positives zu vermelden. Bei +4°C (kälter wurde es in knapp 2.800m Höhe leider nicht), bewaffnet mit Fleece-Hose und Langarm-Icebreaker (200) war ich noch weit entfernt davon zu frieren. Der Schlafsack ist erfreulicherweise auch gar nicht so eng, wie ich dachte. :D

Für Einsteiger (ev. noch mit sehr unruhigem Schlafverhalten) würde ich dennoch 2+ Unzen Overfill anraten, da derartige Ultraleicht-Tüten auf Anwendungsfehler erfahrungsgemäß sensibler reagieren als "normale" 3 JZ Schlafsäcke.

Mäni
27.08.2008, 01:01
Hab nach den ersten Test-Nächten auch nur Positives zu vermelden. Bei +4°C (kälter wurde es in knapp 2.800m Höhe leider nicht), bewaffnet mit Fleece-Hose und Langarm-Icebreaker (200) war ich noch weit entfernt davon zu frieren. Der Schlafsack ist erfreulicherweise auch gar nicht so eng, wie ich dachte. :D

Für Einsteiger (ev. noch mit sehr unruhigem Schlafverhalten) würde ich dennoch 2+ Unzen Overfill anraten, da derartige Ultraleicht-Tüten auf Anwendungsfehler erfahrungsgemäß sensibler reagieren als "normale" 3 JZ Schlafsäcke.

Inzwischen verbrachte ich im Summerlite u.A. eine Nacht in den Alpen bei minimal -1 Grad, sehr starkem Wind unter dem Tarp aber mit zusätzlichem winddichtem Ultraleicht-Biwaksack.
Es war gerade noch erträglich nur mit kurzer Unterhose und Kurzarm-T-Shirt bekleidet, um wirklich komfortabel zu schlafen bräuchte ich lange Kleidung. Die Daunen hatte ich zuvor auf die Oberseite geschüttelt, Unterlage war wieder eine sehr kurze 10-mm-Schaummatte.
Gruss
Manuel

Corton
27.08.2008, 08:39
Inzwischen verbrachte ich im Summerlite u.A. eine Nacht in den Alpen bei minimal -1 Grad, sehr starkem Wind unter dem Tarp aber mit zusätzlichem winddichtem Ultraleicht-Biwaksack.
Es war gerade noch erträglich nur mit kurzer Unterhose und Kurzarm-T-Shirt bekleidet, um wirklich komfortabel zu schlafen bräuchte ich lange Kleidung. Die Daunen hatte ich zuvor auf die Oberseite geschüttelt, Unterlage war wieder eine sehr kurze 10-mm-Schaummatte.
Alter Schwede... sehr kurze 10mm Matte, Tarp, -1°C, sehr windig, kurze Unterhose und T-Shirt ... das alles im Summerlite ... da schüttelt´s einen ja schon beim lesen. ;-)

Nix gegen UL, aber wie viel Gewicht sparst Du mit Deiner kurzen 10mm Evazote gegenüber einer 183cm langen Therm-a-Rest Prolite 3, die ich i.d.R. dabei hab (Gewicht inkl. Packsack: 555g)?

provisorium
27.08.2008, 10:28
"Für Einsteiger (ev. noch mit sehr unruhigem Schlafverhalten) würde ich dennoch 2+ Unzen Overfill anraten, da derartige Ultraleicht-Tüten auf Anwendungsfehler erfahrungsgemäß sensibler reagieren als "normale" 3 JZ Schlafsäcke."

Man bemerke das Wort "Anwendungsfehler", ich habe ja schon viel gehört, aber das ist ja der Knaller im All. "Guten Tag, ich möchte meinen Schlafsack zurückgeben, Herr Outdoorfachverkäufer, aber warum nur? Ich glaube ich habe mich eines Anwendungsfehlers schuldig gemacht, ja um Himmelswillen welchen denn? Ich habe mich im Schlafsack gedreht! Nein mein Herr, das geht ja wirklich nicht!

Mephisto
27.08.2008, 11:28
Hier geht es darum, einen Schlafsack bis auf seine Grenzen auszuloten. Da kann man durchaus Anwendungsfehler machen.

Mäni
27.08.2008, 12:56
Alter Schwede... sehr kurze 10mm Matte, Tarp, -1°C, sehr windig, kurze Unterhose und T-Shirt ... das alles im Summerlite ... da schüttelt´s einen ja schon beim lesen. ;-)

Nix gegen UL, aber wie viel Gewicht sparst Du mit Deiner kurzen 10mm Evazote gegenüber einer 183cm langen Therm-a-Rest Prolite 3, die ich i.d.R. dabei hab (Gewicht inkl. Packsack: 555g)?

:bg:
Die Matte wiegt 140 g, also über 400 g weniger als deine Prolight 3.
Hab selber noch eine Prolite 3 Short, der Komfort ist natürlich wesentlich besser, die Schaummatte dient jedoch zugleich als Rückenpolster des Rucksacks und ist eben ca. 250 g leichter.

Gruss
Manuel

provisorium
28.08.2008, 13:28
Hier geht es darum, einen Schlafsack bis auf seine Grenzen auszuloten. Da kann man durchaus Anwendungsfehler machen.

Der Kommentar ist zwar nahezu sinnentleert- in Bezug auf „Outdoor“, aber irgendwie auch schön. Das ist Amalgam für die Outdoorindustrie.
Dir ist schon klar, dass das was wir tun sich auch mit „draußen abhängen“ zusammenfassen lässt? Junge, das ist nicht Kernphysik!!!

Mephisto
28.08.2008, 13:39
Was soll dass jetzt? Wenn man an Grenzbereiche geht (was hier definitiv der Fall ist), kann man das nicht mehr abhängen nennen. Logisch kann man abhängen, aber dann mit ner dickeren Tüte. Hier geht es darum so viel Gepäckgewicht wie nur möglich zu sparen. Das setzt Erfahrung voraus, kann es bei falscher Anwendung doch zu gesundheitlichen Gefahren führen.
Ich kapier beim besten Willen nicht, was an meinem Posting weiter unten nahezu sinnentleert sein soll. Mir scheint eher du machst dich über das Thema lustig. Niemand wird gezwungen gewisse Threads zu lesen geschweige denn zu antworten.

corallus
28.08.2008, 14:45
Ich schliesse mich gerne an. Wenn man kein Schnellfrierer ist und alles
richtig macht, sind die 0°C gut zu knacken. Hab ich gleich diese Woche
wieder erlebt. Ich war mit Biwaksack, Seideninlett und der Artiach Skin
Micro in den Bergen unterwegs. Nur mit Boxershorts und T-Shirt gekleidet
habe ich den Sack bis runter auf 1°C nur als Decke gebraucht. In den
frühen Morgenstunden wurde mir dann ein wenig frisch, so hab ich den
Sack geschlossen und sogleich wars wieder schön angenehm warm.
Der Thermometer war dann stabil bei 0°C.

Das geht aber nur, solange ich nicht auf der Seite schlaffe. Durch die
Druckstelle an der Schulter wirds da schnell mal kühl. Bauch und Rückenlage
geht für mich jedoch tiptop und mit langärmliger Kleidung sind gewiss auch
ein paar leichte Minusgrade ohne zu frieren möglich.

Aber eben, jeder hat eine andere Temperatursensibilität..

skywalker
28.08.2008, 15:59
Niemand wird gezwungen gewisse Threads zu lesen geschweige denn zu antworten.

So ist es! Vor allem wird niemand gezwungen sich einen WM Summerlite zu kaufen. Man kann auch mit wesentlich günstigeren Modellen glücklich werden. Ich hab ihn aber trotzdem :grins: und bis um die null Grad verwende ich ihn ebenfalls ohne übermäßig zu frieren.

Mephisto
28.08.2008, 16:35
Ich hätte mir den Summerlite auch gekauft, wenn ich mir nicht vor einiger Zeit in einer Hot-Offers-Aktion den Ajungilak Altitude Summer geholt habe, mit dem ich in diesen Temperaturbereichen aber auch recht gut fahre. Ok, vllt. nicht bis 0°C, aber locker bis 2-3°C.

Ewald
28.08.2008, 17:11
Knapp ~300gr.Daune und 0°(comf.M.) ist für mich schwer zu verstehen. Mag sein, dass das Material für eine oder zwei Nächte mal eben ausreicht, meinetwegen auch für ein Gipfelsturm.., um die Nacht zu überstehen, aber auf einer richtigen Trekkingtour im Herbst würde ich mir sowas nicht gönnen.


Ok, vllt. nicht bis 0°C, aber locker bis 2-3°C.

Respekt vor Deinem Kälteempfinden. Ich bin leider nicht in der Lage in solchen kleinen Temperaturangaben Unterschiede zu fühlen. Auch gehe ich nicht mit Präzisionsthermometer auf Tour... . Wie machst Du das?

Ewald

Mephisto
28.08.2008, 17:13
Willst du das wirklich wissen? ... geschätzt :grins:

Hannes1983
01.09.2008, 18:31
Knapp ~300gr.Daune und 0°(comf.M.) ist für mich schwer zu verstehen. Mag sein, dass das Material für eine oder zwei Nächte mal eben ausreicht, meinetwegen auch für ein Gipfelsturm.., um die Nacht zu überstehen, aber auf einer richtigen Trekkingtour im Herbst würde ich mir sowas nicht gönnen.



Respekt vor Deinem Kälteempfinden. Ich bin leider nicht in der Lage in solchen kleinen Temperaturangaben Unterschiede zu fühlen. Auch gehe ich nicht mit Präzisionsthermometer auf Tour... . Wie machst Du das?

Ewald

Hi Ewald,

das ist jetzt wieder die Sache der eigenen Kälteempfindlichkeit. Wie gesagt, ich war im Juli 2 Wochen damit in Island. Island ist kalt, Island ist regnerisch und trotzdem hat es mir gereicht, ohne das ich gefroren habe. Einige Nächte hatten wir sogar gefrorenen Reif auf dem Tarptent.

Gruß Hannes

Shorty66
02.09.2008, 20:11
Ich denke, das so eine ultraleichte tüte auch eher für den großteil der Kurzen technisch anspruchsvolleren touren gemacht ist:
Wer kletterei oder hochtouren macht, wer große distanzen in kurzerzeit überwinden will, der kommt mit Ultraleicht oft weiter.
Klar ist so ein leichtgegenstand nicht unbedingt was für die 6 wochen tour. Bei zwei wochen kann man es auch eher verantworten ein evt. abbruch hinzunehmen und kommt auch schneller zurück in die zivilisation.

Wenns extremer (also kälter, nasser, zivilisationsferner) wird dann sind die Ultraleichten säcke nunmal nicht unbedingt geeignet.

Und zu diesen anspruchsvollen touren gehört eben auch eine gewisse bereitschaft auch mal Unangenehmes hinzunehmen. Da liegt dann eher das augenmerk auf dem Überleben.

kms
26.10.2008, 01:15
Was heisst hier 0 Grad? Der Summerlite ist eigentlich ein Expeditionsschlafsack! Nichts für Weicheier, natürlich...

Torres Traverse, Patagonia (scroll down & click: see the gear) (http://www.bdel.com/scene/mygear/index.php#)

Moritz

pfrinz
26.10.2008, 10:25
Was heisst hier 0 Grad? Der Summerlite ist eigentlich ein Expeditionsschlafsack! Nichts für Weicheier, natürlich...

Torres Traverse, Patagonia (scroll down & click: see the gear) (http://www.bdel.com/scene/mygear/index.php#)

Moritz

*DenGötternseiDank* dass ich keine Expeditionen mache :grins:

Wofür gibts denn dann bitteschön die herrliche Auswahl an Schlafsäcken für alle Temp.-Bereiche !?!

Summerlite bei 0° ? :angst:

(Vielleicht für eine Not-Übernachtung, aber doch nicht für eine geplante Tour)